Coronavirus in Chemnitz: 64,1! Inzidenz klettert weiter in die Höhe

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 10.268 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner: 64,1. (Stand: 3. März).

Nichts los in der Galerie Roter Turm! Durch den aktuellen Knallhart-Lockdown sind fast alle Geschäfte dicht.
Nichts los in der Galerie Roter Turm! Durch den aktuellen Knallhart-Lockdown sind fast alle Geschäfte dicht.  © Uwe Meinhold

Auch im neuen Jahr gilt weiterhin die verschärfte Maskenpflicht.

Restaurants und Kneipen, genauso wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo- und Fitnessstudios oder Kinos bleiben geschlossen.

Am 14. Dezember ist Sachsen in den Knallhart-Lockdown gegangen, der zunächst bis 7. März andauern wird.

Seit 28. Januar gilt zudem die Pflicht zum Tragen von OP- oder FFP2-Masken beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr.

Es gelten auch verschärfte Kontaktbeschränkungen: Erlaubt sind Treffen von einem Hausstand, in Begleitung des Partners oder der Partnerin und mit Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht sowie einer Person aus einem weiteren Hausstand.

Zudem wurden fast alle Geschäfte dicht gemacht - Lebensmittelläden, Getränkeläden, Optiker und Apotheken haben aber weiterhin geöffnet.

Die aktuelle Sächsische Corona-Schutz-Verordnung, die vom 15. Februar bis zum 7. März gilt, findet Ihr >>>hier.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 3. März, 14.50 Uhr: Zwei Kommunen als Modellstädte für Öffnungsschritte vorgesehen

In der neuen Coronaverordnung für Sachsen sollen Augustusburg und Oberwiesenthal als Modellstädte für vorsichtige Öffnungsschritte im Tourismus festgelegt werden. Das kündigte die zuständige Ministerin Barbara Klepsch (CDU) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz anlässlich der Internationalen Tourismusbörse (ITB) an. Sachsen wird auf der digitalen Reisemesse vom 9. bis 12. März als "Offizielle Kultur-Destination" auftreten.

Wie Klepsch weiter sagte, werden auch in Chemnitz und Dresden Konzepte erarbeitet, die eine schrittweise Öffnung von Kultur- und Freizeitstätten ermöglichen sollen. Gebraucht würden Öffnungsstrategien, die sowohl das jeweilige Infektionsgeschehen in den Blick nähmen als auch die Fortschritte bei Impfungen, bei Tests und weiteren Hygienemaßnahmen beachteten. Es werde vor allem darum gehen, sichere Kontakte zu ermöglichen.

"Die Präsenz Sachsens auf der ITB ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zum touristischen Neustart Sachsens, um nach dem Lockdown den Tourismus schnell wieder anzukurbeln und Sachsen verstärkt in Deutschland und in der Welt als attraktives Reiseziel zu positionieren", sagte Klepsch. Der Blick auf die touristischen Zahlen Sachsens 2020 im Bundesvergleich zeige, dass sich konsequente und kontinuierliche Tourismuswerbung auszahle. Mit einem Minus von 34,9 Prozent bei den Übernachtungen von Januar bis Dezember sei Sachsen deutlich besser davongekommen als die Mehrheit der Bundesländer.

Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS), erwartet, dass der Trend zum Urlaub in Deutschland auch in diesem Jahr anhält. "Das ist ein hart umkämpfter Markt, auf dem sich Sachsen behaupten muss", sagte sie. In diesem Zusammenhang nehme die TMGS vor allem den Ausbau der Möglichkeiten zur Online-Buchungen für kleinere Betriebe im ländlichen Raum in den Fokus. Die Sichtbarkeit der Unterkünfte auf dem Onlinereisemarkt sei eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermarktung.

Update, 3. März, 13 Uhr: Polizei löst Tankstellen-Treffen auf

Am Dienstagmittag löste die Polizei ein Treffen von insgesamt 15 Personen an einer Tankstelle auf der Zschopauer Straße in Chemnitz auf.

Die jungen Leute hatten sich offenbar zum Plaudern getroffen, kamen aus verschiedenen Hausständen. Weder der Mindestabstand noch die Maskenpflicht wurden eingehalten. Daher hagelte es Anzeigen!

"Die Personen im Alter zwischen 17 bis 26 Jahren wurden zudem des Platzes verwiesen", so ein Polizeisprecher.

Update, 3. März, 11.15 Uhr: Sächsische Hausärzte wollen Corona-Impfungen übernehmen

Die Hausärzte in Sachsen drängen darauf, Impfungen gegen das Coronavirus in ihren Praxen zu übernehmen.

"Es wird schon langsam skandalös, dass Menschen sterben oder schwer erkranken werden, weil große Mengen an Impfstoffen zwar vorhanden sind, aber nicht verabreicht werden", sagte der Landesvorsitzende des Sächsischen Hausärzteverbandes, Steffen Heidenreich, am Mittwoch in Chemnitz. Da die Impfgeschwindigkeit stark erhöht werden müsse, müssten die Hausarztpraxen schnell der zentrale Ort des Impfprogramms werden. Dies gelte umso mehr, da sich derzeit die Virus-Mutante B.1.1.7 stark ausbreite.

Schnellstmöglich sollte allen Menschen mit chronischen Erkrankungen oder einer hohen Anzahl an täglichen Kontakten zu anderen Menschen ein Impfangebot gemacht werden, betonte Heidenreich. "Wir Hausärztinnen und Hausärzte kennen unsere Patienten und können somit sehr schnell entscheiden und individuell priorisieren, um diese Menschen bestmöglich zu schützen."

Impfen sei eine Kernkompetenz der Hausärzte. Damit diese regulär in die Impfkampagne eingebunden werden können, müsste zuvor die Impfverordnung vom Bund geändert werden.

Update, 3. März, 11 Uhr: Kretschmer tritt bei Corona-Lockerungen auf die Bremse

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kann sich angesichts stagnierender und sogar wieder steigender Infektionszahlen nur behutsame Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie vorstellen.

In einer Sondersitzung des Landtages ergriff er am Mittwoch als Erster das Wort und warnte vor übereilten Schritten. Lockerungen müssen maßvoll sein und dürften nicht ausarten. Sonst mache man alles kaputt, was unter vielen Zumutungen bisher erreicht wurde.

Zugleich griff Kretschmer die AfD an, die die Landtagssitzung beantragt hatte. Die AfD werfe mit Fehlinformationen um sich in der Hoffnung, es werde irgendetwas hängenbleiben, sagte Kretschmer.

Update, 3. März, 10 Uhr: Corona-Wochenwert in Sachsen geht deutlich zurück

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche ist in Sachsen vorerst deutlich zurückgegangen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch mit 74,3 an, nachdem sie am Dienstag noch bei 81,2 lag.

Auch im nach wie vor am stärksten betroffenen Vogtlandkreis sank die Inzidenz auf 215,9 nach 232,3 am Vortag. Allerdings sind alle Angaben stets nur eine Momentaufnahme: Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 3.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Update, 3. März, 7 Uhr: Handelsverband verlangt schnellstmögliche Öffnung des Einzelhandels

Der Handelsverband Sachsen fordert vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder deutliche Signale für Einzelhändler.

"Wir erwarten von der Bund-Länder-Konferenz jetzt ein transparentes, klares, faires und verbindliches Konzept für eine schnellstmögliche und gerechte Öffnung des Einzelhandels", sagte René Glaser, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands, der dpa. Große Teile des des sächsischen Einzelhandels, die sich seit elf Wochen im Lockdown befinden, seien inzwischen finanziell ausgezehrt.

Vor dem Hintergrund der für zahlreiche Unternehmen existenziell prekären Situation und Liquiditätslage bedürfe es jetzt einer Perspektive für den Handel und dessen Kunden. "Schon jetzt sitzt beispielsweise der Textileinzelhandel auf Millionen von unverkauften Waren", sagte Glaser. Hinzu komme jetzt die Frühjahrsware, die bereits vor Monaten bestellt worden sei, geliefert werde und bezahlt werden müsse. "Liquidität ist aber nicht mehr vorhanden."

Der Einzelhandel habe bereits flächendeckende Hygienemaßnahmen zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern auf eigene Kosten umgesetzt und werde dies auch weiterhin gewährleisten. Glaser nannte als Beispiele Zugangsbeschränkungen, die Möglichkeiten zur Desinfektion oder die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, die bereits im Lebensmitteleinzelhandel angewendet würden.

"All diese Maßnahmen ermöglichen eine Wiedereröffnung der Läden", erklärte er. Zudem unterstütze der Einzelhandel auch die Bestrebungen nach einer Ausweitung der Test-Strategie und zur Nutzung digitaler Lösungen, um die gezielte Nachverfolgung von Infektionsketten zu beschleunigen.

Update, 3. März, 6.09 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz Sondersitzung des Sächsischen Landtags zur Corona-Pandemie

Der Sächsische Landtag berät am Mittwoch (10.00) ein weiteres Mal über Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie. Die Sondersitzung kam auf Antrag der AfD-Fraktion zustande. Sie stellte den einzigen Tagesordnungspunkt unter den Titel "Endlos-Lockdown beenden - Bürger und Unternehmen eine klare Perspektive bieten".

Die AfD hatte schon in den vergangenen Wochen wiederholt ein Ende des Lockdowns gefordert. Viele in der Partei halten die Schutzmaßnahmen für überzogen. Im Herbst 2020 war der Landtag in Dresden schon einmal auf Wunsch der AfD zu einer Sondersitzung zusammengetreten. Damals lehnte sie das Infektionsschutzgesetz des Bundes als Einschränkung der Grundrechte ab.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) wird unterdessen am Mittwoch erneut mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) über die weiteren Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten.

Der Corona-Lockdown mit einem umfangreichen Herunterfahren des öffentlichen Lebens ist zunächst bis zum 7. März befristet.

Update, 3. März, 6.05 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 25 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 10.268 Corona-Fälle.

Weitere Todesfälle wurden nicht erfasst. Damit liegt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz weiterhin bei 384.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 64,1.

Update, 2. März, 20.05 Uhr: Sachsen will Corona-Tests nicht nur im Vogtland ausweiten

Sachsen will die Corona-Schnelltests massiv ausweiten, um die Pandemie weiter unter Kontrolle zu bringen. Bei einer "Vogtlandkonferenz" kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag an, 40.000 zusätzliche Tests aus Beständen des Freistaates ins Vogtland zu geben und 20.000 nach Nordsachsen. Beide Landkreise sind derzeit besonders von Neuinfektionen betroffen. Das Vogtland stand am Dienstag mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 232,3 zu Buche und befand sich damit unter den zehn am stärksten betroffenen Landkreisen in Deutschland. Nordsachsen hatte einen Wert von 142,2. "Wir müssen testen, testen, testen", sagte Köpping.

Vogtland-Landrat Rolf Keil (CDU) gab einen Überblick zum aktuellen Infektionsgeschehen. Bislang seien im Vogtland 123 Mutationen des Coronavirus festgestellt worden - 25 Prozent aller in Sachsen bekannt gewordenen Mutationen. Seit vergangenem Freitag würden Massentests im Vogtland laufen. Am Montag habe man bei 4732 Tests 27 positive Fälle registriert, am Dienstag bei 4531 Tests 16 Fälle. Grundschulen und Kitas habe man wieder schließen müssen. Die Notbetreuung laufe, die Begeisterung halte sich in Grenzen, sagte der Landrat.

Bei der Konferenz war auch Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) zugeschaltet. Er erläuterte den "Tübinger Weg", der die baden-württembergische Stadt mit einem besonderen Schutz der Alten- und Pflegeheime und seit November 2020 mit Schnelltests im Stadtgebiet zu niedrigen Inzidenzwerten geführt hatte. Inzwischen würden in Tübingen auch Schüler und Lehrer regelmäßig getestet. Damit habe man den Bildungssektor wieder öffnen können, ohne ein Wiederaufflammen von Infektionen zu riskieren. Bei 15.000 Test habe es dort keinen einzigen negativen Fall gegeben. Schutzvorkehrungen würden in Schulen unabhängig davon beibehalten.

Update, 2. März, 17.21 Uhr: Sachsen-AfD sieht keine Corona-Pandemie

Die sächsische AfD hält die Regeln gegen das Coronavirus für unverhältnismäßig. Es sei "völlig überzogen, von einer Pandemie zu sprechen", wenn Sterbezahlen gleich blieben oder sogar leicht nach unten gingen, sagte Partei- und Fraktionschef Jörg Urban (57) am Dienstag in Dresden.

>>>Hier könnt Ihr den kompletten Artikel lesen.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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