Coronavirus in Chemnitz: Britische Mutation nachgewiesen, Erste Chemnitzer Kita muss schließen!

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 10.194 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner: 49,5. (Stand: 28. Februar).

Nichts los in der Galerie Roter Turm! Durch den aktuellen Knallhart-Lockdown sind fast alle Geschäfte dicht.
Nichts los in der Galerie Roter Turm! Durch den aktuellen Knallhart-Lockdown sind fast alle Geschäfte dicht.  © Uwe Meinhold

Auch im neuen Jahr gilt weiterhin die verschärfte Maskenpflicht.

Restaurants und Kneipen, genauso wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo- und Fitnessstudios oder Kinos bleiben geschlossen.

Am 14. Dezember ist Sachsen in den Knallhart-Lockdown gegangen, der zunächst bis 7. März andauern wird.

Seit 28. Januar gilt zudem die Pflicht zum Tragen von OP- oder FFP2-Masken beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr.

Es gelten auch verschärfte Kontaktbeschränkungen: Erlaubt sind Treffen von einem Hausstand, in Begleitung des Partners oder der Partnerin und mit Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht sowie einer Person aus einem weiteren Hausstand.

Zudem wurden fast alle Geschäfte dicht gemacht - Lebensmittelläden, Getränkeläden, Optiker und Apotheken haben aber weiterhin geöffnet.

Die aktuelle Sächsische Corona-Schutz-Verordnung, die vom 15. Februar bis zum 7. März gilt, findet Ihr >>>hier.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 28. Februar, 18.42 Uhr: Endlich Lockerungen in Sachsen

Sachsen geht in der Corona-Pandemie die nächsten vorsichtigen Öffnungsschritte - auch wenn die Infektionszahlen derzeit eher stagnieren.

Was geplant ist, könnt Ihr >>>hier nachlesen.

Update, 28. Februar, 17.53 Uhr: Bayern und Sachsen schmieden Anti-Corona-Allianz

Bayern und Sachsen wollen im Kampf gegen Corona noch enger zusammenarbeiten. Am Montag (10.00 Uhr) wollen die beiden Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Michael Kretschmer (CDU) einen Zehn-Punkte-Plan für das gemeinsame Vorgehen gegen die Pandemie vorstellen. Söder hatte eine engere Kooperation zuletzt schon angekündigt, etwa was Test- und Quarantänekonzepte angeht - Ziel sei insgesamt ein möglichst einheitliches Vorgehen.

Bayern und Sachsen sind durch ihre Grenzen zu Tschechien derzeit besonders herausgefordert: Landkreise in Grenznähe zählen seit einiger Zeit zu den auffälligsten Corona-Hotspots in Deutschland. Deshalb laufen inzwischen auch verschärfte Kontrollen an den Grenzen zum Nachbarland Tschechien.

Update, 28. Februar, 17.30 Uhr: Friseure und Fußpfleger dürfen wieder Kunden empfangen

Nach gut zehnwöchiger Corona-Schließzeit dürfen Friseure und Fußpflege-Betriebe in Sachsen ab Montag wieder Kunden empfangen. Der Freistaat geht diesen Schritt, obwohl die Infektionszahlen derzeit eher stagnieren und mancherorts wieder steigen. Allerdings gibt es für die Öffnung strenge Auflagen.

So müssen sich Inhaber und Mitarbeiter wöchentlich testen lassen, medizinische Masken sind Pflicht. Durch gestaffelte Zeitfenster soll eine Ansammlung von Kunden vermieden werden. Im Vogtlandkreis mit derzeit hohen Infektionszahlen müssen Kunden ein negatives Testergebnis vorlegen.

Auch Fahrschulen und Musikschulen dürfen in Sachsen in eingeschränktem Maße wieder Leistungen anbieten. Auch hier muss sich das Personal wöchentlich testen lassen. Im Vogtland gilt zudem wie bei Kunden von Friseuren und Fußpflegern eine Testpflicht.

Update, 28. Februar, 16.38 Uhr: Impfstoff-Hilfe aus Deutschland für Tschechien

Sachsen, Bayern und Thüringen wollen Tschechien mit Corona-Impfstoff aushelfen. Ab Montag sei die Lieferung von insgesamt 15.000 Impfstoff-Dosen an das Nachbarland geplant, sagte Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber am Sonntag. Zuvor hatte MDR Aktuell darüber berichtet.

Die tschechische Regierung werde demnach über die weitere Verteilung entscheiden. Tschechien hat gegenwärtig die höchste Infektionsrate in der ganzen EU. Das Land mit 10,7 Millionen Einwohnern registrierte seit Beginn der Pandemie rund 1,2 Millionen Infektionen. Mehr als 20 000 Corona-Patienten starben.

Update, 28. Februar, 15 Uhr: Friseure und Fahrschulen öffnen - Infektionsgeschehen nimmt eher zu

Während Friseure, Fahrschulen und Fußpflege in Sachsen ab Montag nach wochenlangem Lockdown wieder loslegen dürfen, zeichnet sich bei den Corona-Neuinfektionen keine Verbesserung ab. Im Wochenvergleich stieg die Rate der Neuinfektionen leicht an. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag mit 77,8 an. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 69,9. Er gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern sich binnen einer Woche infiziert haben. Bundesweit lag die Inzidenz am Sonntag bei 63,8.

Die höchste Neuansteckungsrate der 13 Regionen in Sachsen hat weiterhin der Vogtlandkreis. Dort lag die Inzidenz am Sonntag bei 205,8. Danach folgte Nordsachsen mit 149,7. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Sachsen 194 165 Menschen mit dem Virus infiziert. 7755 Corona-Patienten sind bislang gestorben.

Sorgen bereitet weiterhin vor allem die britische Virus-Variante, die inzwischen aus allen Landesteilen gemeldet wird. In der Region Radeberg im Kreis Bautzen sind die Menschen am Dienstag zu einem Massentest aufgerufen. So solle das Infektionsgeschehen in und um Radeberg eingedämmt werden, teilte das Landratsamt in Bauten am Sonntag mit.

Der Aufruf zum Schnelltest am 2. März richtet sich an die Einwohner von Radeberg, Großröhrsdorf, Lichtenberg, Ottendorf-Okrilla, Wachau und Arnsdorf. Im Kreis Bautzen gebe es inzwischen 53 Verdachtsfälle auf die britische Virusvariante. Besonders betroffen sei eine Kita in Ullersdorf mit zehn Fällen.

Auch in Chemnitz ist die britische Variante des Corona-Virus in der vorigen Woche angekommen, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. In einer Kita seien mehrere Kinder sowie Erzieherinnen positiv darauf getestet worden. Die betroffene Kita im Stadtteil Kappel bleibe nun 14 Tage geschlossen.

Unterdessen stehen ab Montag in Sachsen weitere Lockerungen an. Die rund 4000 Friseure im Land dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Wer seine Haare schneiden lassen will, muss eine medizinische Maske tragen. Inhaber und Mitarbeiter der Friseurgeschäfte müssen sich wöchentlich testen lassen. Ähnlich sind auch die Regelungen für die Fußpflege, die ebenfalls wieder öffnen darf. Musik- und Fahrschulen dürfen die Ausbildung wieder aufnehmen - allerdings nur für einen begrenzten Kreis von Personen.

Spezielle Regeln gelten jeweils im Vogtland. Wegen des hohen Infektionsgeschehens hat der Kreis eine eigene Allgemeinverfügung erlassen. Demnach müssen Kunden ein negatives Testergebnis vorlegen - sowohl beim Friseur, als auch bei Fußpflege sowie in Fahr- und Musikschulen.

Update, 28. Februar, 11.40 Uhr: Corona-Ansteckungsrate steigt im Wochenvergleich an

Die Rate der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Sachsen im Wochenvergleich leicht angestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag mit 77,8 an.

Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 69,9. Er gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern sich binnen einer Woche infiziert haben. Bundesweit lag die Inzidenz am Sonntag bei 63,8. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.17 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Die höchste Neuansteckungsrate der 13 Regionen in Sachsen hat weiterhin der Vogtlandkreis. Dort lag die Inzidenz am Sonntag bei 205,8. Danach folgte Nordsachsen mit 149,7. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Sachsen 194 165 Menschen mit dem Virus infiziert. 7755 Corona-Patienten sind bislang gestorben.

Update, 28. Februar, 8.52 Uhr: Kita muss schließen

Wie die Stadt Chemnitz soeben mitteilt, bleibt die Kita Glückskäfer in der Straße Usti nad Labem für die nächsten 14 Tage geschlossen.

Kinder und Erzieher/innen wurden positiv auf die britische Mutante des Virus getestet.

"Auch die Familien der Betroffenen sollen sich zu Hause isolieren, das Gesundheitsamt ist bereits dabei, Kontakt zu allen aufzunehmen.", heißt es weiter.

Die britische Mutante des Virus ist erstmals am vergangenen Donnerstag
in Chemnitz entdeckt worden.

Coronavirus-Ausbruch bei Kindern und Erzieher/innen: Die Kita Glückskäfer in der Straße Usti nad Labem bleibt für die nächsten 14 Tage geschlossen. (Archivbild)
Coronavirus-Ausbruch bei Kindern und Erzieher/innen: Die Kita Glückskäfer in der Straße Usti nad Labem bleibt für die nächsten 14 Tage geschlossen. (Archivbild)  © Maik Börner

Update, 28. Februar, 7.10 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 19 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 10.194 Corona-Fälle.

Zudem wurde ein weiterer Todesfall erfasst. Damit liegt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Chemnitz bei 384.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 49,5.

Update, 27. Februar, 8 Uhr: Corona-Ansteckungsrate in Sachsen steigt weiter an

Die Rate der Neuansteckungen mit dem Coronavirus steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Inzidenz im Freistaat am Samstag bei 78,0.

Im Vergleich: Am Vortag lag die Ansteckungsrate noch bei 75,3. Auch die bundesweite Rate nehme derzeit weiter zu und liege am Samstag bei 63,8. Der Wert gibt an, wie viele von 100.000 Menschen sich binnen sieben Tagen infiziert haben.

Negativer Spitzenreiter ist in Sachsen weiterhin der Vogtlandkreis. Auch dort, an der Grenze zu Tschechien, steigt die Inzidenz weiter an und lag am Samstag bei 238,5. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Sachsen 193.707 Menschen angesteckt. 7707 Corona-Patienten starben.

Update, 27. Februar, 7.15 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag (Stand 0 Uhr) für Chemnitz 40 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 10.175 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 48,3.

Titelfoto: Maik Börner

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