Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz weiterhin über 200!

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 13.338 Corona-Fälle, 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 229,4 (Stand: 11. April, alle Daten vom RKI).

Einzelne Geschäfte in der Galerie Roter Turm dürfen wieder öffnen. Das Kino bleibt vorerst dicht.
Einzelne Geschäfte in der Galerie Roter Turm dürfen wieder öffnen. Das Kino bleibt vorerst dicht.  © Uwe Meinhold

Der Freistaat befindet sich weiterhin im Lockdown, der zunächst bis mindestens 18. April dauern wird.

Es gelten weiterhin Ausgangsbeschränkungen (aufgrund der anhaltenden Inzidenz von über 100). Das Verlassen der Unterkunft ohne triftigen Grund ist also untersagt.

Ab dem 6. April sind Lockerungen möglich, allerdings darf das festgelegte Maximum von 1.300 (durch Covid-19-Erkrankte) belegten Krankenhausbetten in Sachsen auf der Normalstation nicht überschritten werden.

Die aktuelle Sächsische Corona-Schutz-Verordnung, die vom 1. April bis zum 18. April gilt, findet Ihr >>>hier.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 11. April, 16.47 Uhr: Kretschmer sieht noch Gesprächsbedarf beim Infektionsschutzgesetz

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht noch "erheblichen Gesprächsbedarf" bei der geplanten Neufassung des Bundesinfektionsschutzgesetzes. So dürften sich Regelungen für Einschränkungen nicht allein an Inzidenzwerten orientieren, erklärte der CDU-Politiker am Sonntag in Dresden. Als zusätzlicher Faktor müsse zum Beispiel die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems in Betracht gezogen werden, indem ein Bettenindikator als Grundlage für härtere Einschränkungen berücksichtigt wird. "Das ist aus meiner Sicht eine zwingende Voraussetzung für Akzeptanz in der Bevölkerung."

Wie Kretschmer weiter forderte, soll eine Eingriffsschwelle für die Ausgangssperre erst ab einer Inzidenz von 200 gelten. Außerdem müssten weitere Ausnahmen für den Einzelhandel in das Gesetz aufgenommen werden, "damit die Angelegenheiten des täglichen Bedarfs auch im Falle eines Brücken-Lockdowns weiterhin ermöglicht werden". Als Beispiele nannte er Werkstätten, Geschäfte für Babybedarf oder auch Zeitungsläden. Vor allem solle der Bund auf Regelungen im Schulbereich verzichten. Schließlich müsse das Gesetz zeitlich befristet werden und automatisch auslaufen.

Die Bundesregierung hatte am Samstag einen Vorschlag für bundeseinheitliche Maßnahmen gegen die dritte Corona-Welle vorgelegt. Der Entwurf für eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes soll nun mit den Fraktionen im Bundestag und mit den Ländern abgestimmt werden. Darin enthalten sind etwa nächtliche Ausgangsbeschränkungen bei einer Corona-Inzidenz über 100 und Schulschließungen ab einer Inzidenz von 200.

Update, 11. April, 9.50 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich in Sachsen der Marke von 200

Der Wert der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche nähert sich Sachsen der Marke von 200. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen 193,4 (Stand: 3.08 Uhr) nach 182 am Samstag.

Nur Thüringen lag am Sonntag mit einer Inzidenz von 218,5 noch vor Sachsen. Für ganz Deutschland gab das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz mit 129,2 an nach 120,6 am Samstag.

Noch immer, so das RKI, ist die Interpretation der Zahlen schwierig, weil es während der Osterfeiertage und -ferien vermutlich weniger Test gab und auch weniger Ergebnisse übermittelt werden konnten.

Update, 11. April, 7.25 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Sonntag (Stand 3.08 Uhr) für Chemnitz 89 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 13.338 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 229,4.

Ein weiterer Todesfall wurde erfasst. Bisher starben in Chemnitz 412 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung.

Update, 10. April, 10 Uhr: Corona-Inzidenzwert steigt in Sachsen wieder an

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hat der Wochenwert der Corona-Infektionen in Sachsen einen deutlichen Sprung nach oben gemacht. Lag die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, am Freitag noch bei 151, so stieg sie auf 182 am Samstag (Stand: 3.08 Uhr). Bundesweit lag nur Thüringen mit einem Wert von 206,3 noch vor Sachsen. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Deutschland wurde mit 120,6 angegeben.

Noch immer, so das RKI, ist die Interpretation der Zahlen schwierig, weil es während der Osterfeiertage und -ferien vermutlich weniger Test gab und auch weniger Ergebnisse übermittelt werden konnten.

Update, 10. April, 8.12 Uhr: Trotz Corona keine Absenkung der Semesterbeiträge an Hochschulen

Studierende in Sachsen können in Zeiten der Corona-Pandemie trotz weniger Veranstaltungen an den Hochschulen nicht mit reduzierten Semesterbeiträgen rechnen.

Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei Universitäten, Studentenwerken und Studentenräten ergab, werden die Beiträge gebraucht, um die Leistungen der Studentenwerke und der studentischen Selbstverwaltung aufrecht zu erhalten sowie um das Semesterticket für eine vergünstigte Nutzung des Nahverkehrs zu finanzieren.

Die Beiträge der Hochschulen variieren: An der TU Dresden etwa liegt er bei 276,10 Euro, an der Uni Leipzig bei 235 Euro, an der TU Chemnitz bei 269,73 Euro.

Update, 10. April, 8 Uhr: Wegen Corona - Bisher 440 Haftantritte in Sachsen verschoben

Bis Mitte Februar ist in Sachsen die Vollstreckung von 440 Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren coronabedingt verschoben worden. Ausgenommen davon sind wegen Gewalttaten, Sexualstraftaten oder Rauschgiftkriminalität Verurteilte. Nach Angaben des Justizministeriums sind zudem 5254 Ersatzfreiheitsstrafen - wenn zu Geldstrafen Verurteilte nicht zahlen können - unerledigt oder unterbrochen. Der entstandene Rückstau könne wegen der Hygienemaßnahmen in den Gefängnissen und des dynamischen Infektionsgeschehens nur langsam abgebaut werden. Vor allem Ersatzfreiheitsstrafen sollen möglichst durch Ratenzahlung oder gemeinnützige Arbeit verbüßt werden.

Die Strafaufschübe entlasteten nach Ministeriumsangaben die zehn Justizvollzugsanstalten, die Belegung ging insgesamt von rund 3400 auf rund 2850 Inhaftierte zurück, die Auslastungsquote von 87 Prozent auf 76 Prozent. Am 1. April waren insgesamt 2829 Menschen hinter Gittern - und die zehn Gefängnisse zu gut drei Viertel belegt. Größere Ausbrüche in den Justizvollzugsanstalten wurden bisher verhindert, wie Justizministerin Katja Meier (Grüne) sagte.

Durch die Aufschiebung von Haftantritten konnten Quarantänebereiche geschaffen werden, um etwa Neuzugänge gesondert unterzubringen. Aktuell sind nach Ministeriumsangaben 11 Gefangene und 15 Bedienstete mit Corona infiziert. Angesichts gesunkener Belegungszahlen werden seit 1. April Freiheitsstrafen wieder vollstreckt. Jugendarrest und -strafen sollen ab nächste Woche und die Ersatzfreiheitsstrafen ab 1. Juli folgen - aber alles unter Vorbehalt der Entwicklung der Infektionslage.

Update, 10. April, 7 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Samstag (Stand 3.08 Uhr) für Chemnitz 191 neue Corona-Fälle. Damit gibt es in der Stadt seit Beginn der Krise 13.249 Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt nun 225,3.

Sechs weitere Todesfälle wurden erfasst. Bisher starben in Chemnitz 411 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung.

Update, 9. April, 17.20 Uhr: Sachsen meldet 2200 Corona-Neuinfektionen an einem Tag, Wochenwert zeiht laut RKI weiter an

In Sachsen sind innerhalb eines Tages 2200 Infektionen mit dem Coronavirus neu nachgewiesen worden. Wie das Sozialministerium am Freitag mitteilte, stieg damit die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie vor mehr als einem Jahr registrierten Fälle auf jetzt 233.481. Die Zahl der durch Covid-19 verursachten Todesfälle erhöhte sich von Donnerstag auf Freitag um 37 auf 8539.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag hat der Wochenwert der Corona-Infektionen in Sachsen wieder leicht angezogen. Lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag noch bei 143, so stieg sie auf rund 151 am Freitag (Stand: 3.08 Uhr). Allerdings sei noch immer, so das RKI, ist die Interpretation der Zahlen schwierig, weil es während der Osterfeiertage und -ferien weniger Test gegeben haben kann und auch weniger Ergebnisse übermittelt werden konnten.

Auf den Intensivstationen des Landes wurden am Freitag (Stand: 16.19 Uhr) 354 Covid-19-Patienten versorgt, wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin auswies. Mehr als die Hälfte davon, nämlich 202, mussten künstlich beatmet werden. Auf den Normalstationen lagen nach Angaben des Sozialministeriums am Donnerstag außerdem weitere 1127 Covid-19-Patienten. Die kritische Grenze für die Rückkehr in den Lockdown ist in Sachsen erreicht, wenn mehr als 1300 Betten auf Normalstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Update, 9. April, 14.50 Uhr: November- und Dezemberhilfen in Sachsen weitgehend ausgezahlt

Die Anträge auf November- und Dezemberhilfen für Unternehmen sind in Sachsen weitgehend abgearbeitet worden. Wie das sächsische Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, wurden 97 Prozent der beantragten Novemberhilfen und 93 Prozent der Dezemberhilfen inzwischen bewilligt. Die Auszahlungen summierten sich auf 192,0 sowie 224,8 Millionen Euro.

Seit Mitte Februar können sächsische Unternehmen nun auch die Überbrückungshilfe III beantragen. Mehr als 5000 Anträge seien bisher eingegangen. 96,5 Millionen Euro wurden ausgezahlt. Die Frist für die Überbrückungshilfe III endet am 31. August. Anträge für die November- und Dezemberhilfen in Sachsen können noch bis zum 30. April gestellt werden.

Update, 9. April, 9.32 Uhr: Corona-Wochenwert zieht laut RKI in Sachsen wieder an

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag hat der Wochenwert der Corona-Infektionen in Sachsen wieder leicht angezogen. Lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag noch bei 143, so stieg sie auf rund 151 am Freitag (Stand: 3.08 Uhr).

Laut RKI wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 231.314 Infektionen mit dem Coronavirus labortechnisch nachgewiesen. Noch immer, so das RKI, ist die Interpretation der Zahlen schwierig, weil es während der Osterfeiertage und -ferien weniger Test gegeben haben kann und auch weniger Ergebnisse übermittelt werden konnten.

Auf den Intensivstationen des Landes wurden am Freitag (Stand: 8.19 Uhr) 219 Covid-19-Patienten versorgt, wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin auswies. Mehr als die Hälfte davon, nämlich 127, mussten künstlich beatmet werden.

Auf den Normalstationen lagen nach Angaben des Sozialministeriums am Donnerstag außerdem weitere 1116 Covid-19-Patienten. Die kritische Grenze für die Rückkehr in den Lockdown ist in Sachsen erreicht, wenn mehr als 1300 Betten auf Normalstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Titelfoto: 123rf/Kateryna Kon, Kristin Schmidt

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