Coronavirus in Dresden: Sieben-Tage-Inzidenz erstmals bei über 200

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 5964 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 27. November, 12 Uhr), viele von ihnen sind aber bereits wieder genesen.

Per Anzeigetafel wird in Dresden auf den Mindestabstand hingewiesen.
Per Anzeigetafel wird in Dresden auf den Mindestabstand hingewiesen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Während im Sommer Normalität in Sachsen einzukehren schien, ist die Corona-Lage derzeit sehr ernst.

Weiterhin gilt deshalb die Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Da eine Inzidenz (Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner) von 35 längst und mittlerweile auch deutlich überschritten wurde, muss nun auch in Teilen des öffentlichen Raumes ein Mund- und Nasenschutz getragen werden. Mehr dazu >> hier.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr >> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt in unserem +++ Corona-Liveticker +++

Update, 27. November, 20.32 Uhr: Rehakliniken werden aktiviert - Aufruf an Pflegepersonal

Angesichts der Belastungen der sächsischen Krankenhäuser in der Corona-Pandemie werden - wie schon im Frühjahr - die Rehakliniken aktiviert.

Sie sollen die medizinische Versorgung sichern helfen. Die Krankenhäuser seien nahe der Kapazitätsgrenze, dass Patienten bereits in andere Regionen verlegt werden müssten, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Mittwoch in Dresden. Die Reha-Kliniken stünden in Kürze zur Verfügung, mit einigen hundert Plätzen.

Sie forderte Pflegepersonal mit Kapazität auf, sich zu melden, um Krankenhäusern am Rande der Belastungsgrenze helfen zu können. "Wir wollen alles aktivieren, was wir an Möglichkeiten haben", appellierte sie. Auf einen Aufruf dieser Art im medizinischen Bereich hätten sich viele Ärzte gemeldet, die demnächst bei der Impfung eingesetzt werden.

Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, fordert Pflegepersonal mit Kapazität auf, sich zu melden, um Krankenhäusern zu helfen.
Petra Köpping (SPD), Sozialministerin von Sachsen, fordert Pflegepersonal mit Kapazität auf, sich zu melden, um Krankenhäusern zu helfen.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. November, 20.20 Uhr: Ski-Langlauf-Weltcup in Dresden ohne Zuschauer

Auf Grundlage der neuen Corona-Schutzverordnung in Sachsen findet der Weltcup der Ski-Langläufer am 19. und 20. Dezember in Dresden ohne Zuschauer statt.

"Es ist schade, aber wir unterstützen die Entscheidung in vollem Umfang. Gleichwohl werden wir dafür sorgen, dass die Athleten eine tolle Atmosphäre in Dresden erleben", teilte Weltcup-Organisator René Kindermann am Freitag mit. Personen, die bereits Tickets für den Weltcup gekauft haben, bekommen den Ticketpreis erstattet oder können den gezahlten Betrag zu Gunsten des Skisports in der Region spenden.

Update, 27. November, 19.02 Uhr: Verband sagt Shorttrack-Weltcups in Bietigheim und Dresden ab

Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft hat die geplanten Shorttrack-Weltcups in Bietigheim vom 19. bis 21. Februar und in Dresden vom 26. bis 28. Februar abgesagt. Die Internationale Eislaufunion ISU sei darüber informiert worden, teilte die DESG am Freitag mit.

"Die Austragung von Weltcups ist in diesen Tagen und Wochen angesichts der Corona-Pandemie nicht machbar. Wirtschaftlich sind diese Events in der momentanen Situation für uns nicht finanzierbar", begründete Nadine Seidenglanz, die Generalbevollmächtigte für den sportfachlichen Bereich, die Entscheidung des Verbandes.

Das Finale des Shorttrack-Weltcups in Dresden, 2019 in der EnergieVerbund Arena. Im kommenden Jahr wird der Weltcup aufgrund der Corona-Pandemie nicht in Dresden stattfinden.
Das Finale des Shorttrack-Weltcups in Dresden, 2019 in der EnergieVerbund Arena. Im kommenden Jahr wird der Weltcup aufgrund der Corona-Pandemie nicht in Dresden stattfinden.  © Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. November, 18.55 Uhr: Ausgangsbeschränkung ab Inzidenz von 200 in Sachsen

Sachsen verschärft angesichts hoher Infektionszahlen im Freistaat seine Anti-Corona-Maßnahmen.

Mehr dazu >>>>hier.

Update, 27. November, 18.31 Uhr: Aktuelle Corona-Fallzahlen in Sachsen

Die aktuellen Corona-Fallzahlen in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Fallzahlen in Sachsen.  © TAG24 Grafik

Update, 27. November, 17.50 Uhr: Dresden investiert in Laptops für Schulen

Damit Dresdens Schulen während der Corona-Krise besser zurecht kommen, hat die Stadt 4300 Notebooks an Kinder und Jugendliche verteilt. Bildungsbürgermeister Jan Donhauser sagte, die Anschaffung der Geräte sei eine Voraussetzung, um "die bestmögliche Förderung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit zu ermöglichen".

Update, 27. November, 16.06 Uhr: Rund 2800 Corona-Neuinfektionen in Sachsen - 61 neue Todesfälle

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Sachsen deutlich gestiegen. Am Freitag wurden 2804 neue Fälle im Vergleich zum Vortag gemeldet. Zudem starben weitere 61 Corona-Patienten. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemie-Beginn liegt damit bei 52.214, die der Toten bei 846. Laut Ministerium werden derzeit rund 1980 Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt, 362 von ihnen auf der Intensivstation.

Die sächsische Landesregierung wollte am Freitag über neue Corona-Regeln entscheiden. Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hatte nach dem Bund-Länder-Gipfel bereits angekündigt, dass bei einem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche schärfere Regeln wie etwa Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen verhängt werden sollen.

Am Freitag lagen laut Gesundheitsministerium von den zehn Landkreisen und drei kreisfreien Städten zehn über dieser 200er-Marke. Die Landkreise Bautzen, Zwickau, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie der Erzgebirgskreis meldeten sogar eine Inzidenz weit über 300. Sie gehören damit bundesweit zu den absoluten Corona-Hotspots. Für ganz Sachsen liegt der Inzidenzwert bei mittlerweile 244.

Update, 27. November, 15.24 Uhr: Verband: Situation in Sachsens Krankenhäusern spitzt sich weiter zu

In Sachsens Kliniken spitzt sich die Lage nach Angaben der Krankenhausgesellschaft (KGS) wegen der weiterhin hohen Corona-Fallzahlen zu. "In einigen Krankenhäusern wird bereits nahe an der Belastungsgrenze gearbeitet. Es sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Corona erkrankt oder in Quarantäne, die verbleibenden arbeiten am Limit", sagte KGS-Geschäftsführer, Stephan Helm, am Freitag in Leipzig.

Neben der aufwendigen Behandlung von Corona-Patienten gehe es auch um die Aufrechterhaltung eines notwendigen Regelbetriebes. Helm appelliert an die Menschen, sich an die Corona-Regeln der sächsischen Landesregierung zu halten und Kontakte deutlich zu reduzieren. Noch seien die im Rahmen der ersten Corona-Welle aufgebauten regionalen Koordinierungsstrukturen in der Lage, sowohl die Versorgung von Corona- als auch Nicht-Corona-Patienten zu steuern und abzusichern.

"Sollte es aber nicht gelingen, den Zustrom in die begrenzten intensivmedizinischen Kapazitäten zu stabilisieren beziehungsweise zu reduzieren, werden sowohl Patienten und deren Familien, als auch medizinisches und pflegerisches Personal in den Krankenhäusern vor existenziellen Entscheidungen stehen", sagte der Geschäftsführer.

Update, 27. November, 12.05 Uhr: Sechs neue Sterbefälle, Corona-Ampel weiterhin im roten Bereich

Die Zahl der Infizierten ist laut Angaben der Stadt innerhalb der vergangenen 24 Stunden um 314 angestiegen. Das ist Rekord-Wert im negativen Sinne. Seit Beginn der Corona-Krise wurden damit insgesamt 5964 Fälle in Sachsens Hauptstadt gemeldet.

Neben sechs neuen Krankenhauseinweisungen meldete Dresden auch sechs weitere Todesfälle. Damit steigt die Gesamtzahl auf bislang 55 Sterbefälle. Im Gegenzug gelten aber 200 weitere Menschen als genesen, insgesamt haben damit bereits 3898 eine Corona-Erkrankung überstanden.

Der 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 200,1. Damit steht Dresden in der Corona-Ampel weiterhin im tief roten Bereich. So hoch war der Wert in der Sächsischen Landeshauptstadt bisher noch nicht.

200,1 beträgt die 7-Tage-Inzidenz in Dresden für den Zeitraum zwischen dem 20. und dem 26. November.
200,1 beträgt die 7-Tage-Inzidenz in Dresden für den Zeitraum zwischen dem 20. und dem 26. November.  © Screenshot Stadt Dresden

Update, 27. November, 10.13 Uhr: Sachsen bekommt neue Corona-Regeln

Sachsens Kabinett will an diesem Freitag (17 Uhr) in Dresden die neuen Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie festlegen. Der Entwurf der Regierung wurde erstmals zuvor in den Fachausschüssen des Landtags diskutiert, am Freitagnachmittag stellen unter anderem Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) und Gesundheitsministerin Petra Köpping (62 SPD) die neue Verordnung vor. Diese soll dann auch über Weihnachten und Silvester Bestand haben.

Nach Beratungen von Bund und Ländern hatte Kretschmer bereits angekündigt, dass bei einem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche schärfere Regeln wie etwa Kontaktbeschränkungen oder Alkoholverbot in der Öffentlichkeit verhängt werden sollen.

Gesundheitsministerin und Ministerpräsident: Petra Köpping (62, SPD) und Michael Kretschmer (45, CDU).
Gesundheitsministerin und Ministerpräsident: Petra Köpping (62, SPD) und Michael Kretschmer (45, CDU).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. November, 8.33 Uhr: Das Leben einer Puppenspielerin in Corona-Zeiten

Corona-Zeiten sind schwierige Zeiten auch für Puppenspieler. Wie Bianka Heuser damit umgeht und schlechte Laune bekämpft verrät sie >> hier.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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