Coronavirus in Dresden: Ministerin lobt Freizeitparks für Umsetzung der Hygiene-Maßnahmen

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 622 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 29. Mai, 14.20 Uhr), die meisten von ihnen sind bereits wieder geheilt. 

Passanten laufen durch die Münzgasse in der Altstadt und sitzen auf Freisitzen vor Restaurants. Unter strengen Hygieneauflagen darf die Gastronomie im Freistaat seit dem 15. Mai wieder öffnen.
Passanten laufen durch die Münzgasse in der Altstadt und sitzen auf Freisitzen vor Restaurants. Unter strengen Hygieneauflagen darf die Gastronomie im Freistaat seit dem 15. Mai wieder öffnen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Mittlerweile gibt es weitere Lockerungen. Die Sachsen können wieder ungehindert bummeln gehen. Auch Läden über 800 Quadratmetern dürfen nun öffnen.

Hotels und Restaurants haben ebenfalls wieder geöffnet. Jeder Betrieb muss jedoch ein Hygienekonzept haben und mit stichprobenartigen Kontrollen rechnen. Auch Bars dürfen öffnen.

Die Sachsen können nun ein breites Freizeitangebot nutzen. Theater, Kinos, Tanzschulen, Fitnessstudios, Freibäder sowie  Vergnügungsparks‎ laden zum Besuch ein. Diskotheken, Hallenbäder und Saunas bleiben weiterhin geschlossen.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden. 

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Update, 29. Mai, 17.06 Uhr: Lob von Kultur- und Tourismusministerin Klepsch

Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) hat die Freizeit- und Vergnügungsparks im Freistaat für ihr Engagement und ihr Verantwortungsbewusstsein bei der Umsetzung der Hygienevorgaben gelobt. Bei der Saisoneröffnung des Freizeitparks Belantis bei Leipzig sagte Klepsch, sie habe großen Respekt davor, "wie unsere sächsischen Freizeitparks die Herausforderung angenommen haben, unter den neuen Hygienevorgaben wieder zu öffnen. Ich freue mich sehr, dass dies bisher gut gelingt und die Parks damit bestens auf Gäste aus nah und fern vorbereitet sind."

Seit dem 15. Mai dürfen in Sachsen auch die Freizeitparks wieder öffnen. Dabei steht die Branche vor der Herausforderung, die besonderen Corona-Hygieneauflagen zu erfüllen und den Schutz von Gästen und Mitarbeitern sicherzustellen.

"Unter den besonderen Umständen der derzeitigen Situation bauen wir auf das Verständnis und die Unterstützung unserer Gäste, um die notwendigen Anpassungen im Hinblick auf den Betrieb des Freizeitparks sicherzustellen", sagte Belantis-Geschäftsführer Bazil El Atassi.

Belantis-Geschäftsführer Bazil El Atassi (links) führt Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (54, CDU) durch den Freizeitpark Belantis.
Belantis-Geschäftsführer Bazil El Atassi (links) führt Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (54, CDU) durch den Freizeitpark Belantis.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. Mai, 14.25 Uhr: Eine Neuinfektionen in Dresden

Seit dem gestrigen Donnerstag infizierte sich eine weitere Person (insgesamt 622 seit Beginn der Corona-Krise) mit dem Coronavirus.

Mittlerweile sind rund 589 Menschen genesen (+3). Es gab keine Veränderung der zehn bisherigen Todesfälle. Zudem wurden keine weiteren Menschen aufgrund Corona in das Krankenhaus eingewiesen.

Update, 29. Mai, 13.50 Uhr: Regierung geht in Klausur - Köpping sieht Sachsen gut gerüstet

Sachsens Regierung will auf einer Klausur am 8. und 9. Juni über weiteren Hilfen in der Corona-Krise beraten. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zum Abschluss eines Runden Tisches mit Vertretern aus verschiedenen Bereichen an. Es gehe jetzt darum, Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln und die Eigenverantwortung der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Der Bund werde am 2. und 3. Juni über weitere Maßnahmen entscheiden.

Neben Kretschmer wurde die Regierung am Runden Tisch von Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und Justizministerin Katja Meier (Grüne) vertreten. Köpping zufolge kann es im Spätherbst zu einer zweiten Welle von Corona-Infektionen kommen. Sie sehe Sachsen darauf aber gut vorbereitet. Alles, was man bislang gemacht habe, lasse sich im Herbst gut anwenden.

Köpping gab auch einen Ausblick auf die neue Schutz-Verordnung, die ab 6. Juni gelten soll. Vieles davon war schon zuvor im Gespräch. So sollen Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen möglich sein. Gleiches gilt für Busreisen. Ein am Runden Tisch sitzender Busunternehmer regte eine bundesweit einheitliche Regelung an, weil die Unternehmen sonst manche Bundesländer womöglich nicht durchfahren könnten.

In Hotels sollen die Wellnessbereiche nach der neuen Verordnung öffnen dürfen. Besuche in Pflegeheimen sollen generell erlaubt werden, aber mit Auflagen versehen. Mit dem Kultusressort will man eine Lösung finden, ob und wie Abschlussveranstaltungen für Klassen oder das Zuckertütenfest stattfinden können.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, sitzt vor Beginn des "Runden Tisches" im sogenannten Bienenkorb in der sächsischen Staatskanzlei.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, sitzt vor Beginn des "Runden Tisches" im sogenannten Bienenkorb in der sächsischen Staatskanzlei.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 19. Mai, 12.06 Uhr: Grünes Gewölbe öffnet wieder

Ein halbes Jahr nach dem spektakulären Juwelendiebstahl öffnet das Historische Grüne Gewölbe wieder für Besucher. Das barocke Schatzkammermuseum im Residenzschloss ist ab diesem Samstag zugänglich, wie die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) am Freitag mitteilten.

Mehr Informationen dazu erfahrt ihr >>>>hier.<<<

Das Residenzschloss mit dem Historischen Grünen Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Die seit dem Juwelendiebstahl im November 2019 geschlossene kurfürstlich-königliche Schatzkammer soll bald wieder für Besucher zugänglich sein.
Das Residenzschloss mit dem Historischen Grünen Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Die seit dem Juwelendiebstahl im November 2019 geschlossene kurfürstlich-königliche Schatzkammer soll bald wieder für Besucher zugänglich sein.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. Mai, 10.35 Uhr: Freie Wähler für komplette Entschuldung der Kommunen

Die Freien Wähler (FW) in Sachsen haben die komplette Entschuldung der Kommunen durch den Bund angeregt. Es sei Zeit für gleiche, neue Startbedingungen, sagte FW-Chef Steffen Große am Freitag in Dresden. Die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen bescherten den Kommunen durch Einnahmeverluste zusätzliche Probleme. "Kommunen, denen es schon vor der Pandemie schlecht ging, kommen aus eigener Kraft aus der Verschuldung kaum noch raus." Alle Städte und Gemeinde müssten leben und wieder Luft zum Atmen bekommen - durch Entschuldung.

Kommunen ohne Schulden sollten dies nach Auffassung von Große solidarisch mittragen. "Wir sind auf der Basis des Grundgesetzes eine Solidargemeinschaft und wollen gleiche Lebensverhältnisse überall", betonte Große. Der Bund leihe sich derzeit Kredite für de facto null Euro Zinsen

 "Er ist momentan in der Lage, diesen Schnitt für die Kommunen zu machen und deren Handlungsfähigkeit mit gleichen Startbedingungen für alle zu realisieren. Der Standort Deutschland wird damit kurz und langfristig gestärkt."

Das Symbol der freien Wähler ist auf einem Fähnchen gedruckt.
Das Symbol der freien Wähler ist auf einem Fähnchen gedruckt.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. Mai, 5 Uhr: Gastgewerbe nach Öffnung in Krise ernüchtert

Im sächsischen Gastgewerbe macht sich trotz gelockerter Corona-Einschränkungen Ernüchterung breit. Laut einer Umfrage des Hotel- und Gaststättenverbandes ist die große Mehrheit der Betriebe von der Geschäftsentwicklung seit der Wiedereröffnung enttäuscht. Gaststätten und Hotels im Freistaat haben seit 15. Mai wieder geöffnet. Doch ein Ansturm der Gäste blieb bisher aus. In der Umfrage gaben gut 78 Prozent der Unternehmen an, dass sich die Erwartungen nicht erfüllt haben.

Knapp 40 Prozent der Betriebe teilten mit, ihr Umsatz sei verglichen mit einer Mai-Woche des Jahre 2019 um 50 bis 75 Prozent geschrumpft. Etwa 26 Prozent bezifferten ihn auf nur 10 bis 25 Prozent des Wochenumsatzes vor einem Jahr.

80,2 Prozent der Teilnehmer sahen unter den vorgegebenen Hygienevorschriften keine Wirtschaftlichkeit gegeben. Die Gastronomie-Betriebe haben im Schnitt ihr Platzangebot um 45 Prozent reduzieren müssen. Nur 7,3 Prozent der Unternehmen gaben an, dass Gäste wenig Verständnis für die Auflagen hätten.

Katja Riedel, Juniorchefin im Romantik Hotel in der Altstadt von Pirna, steht vor dem Eingang des Hauses.
Katja Riedel, Juniorchefin im Romantik Hotel in der Altstadt von Pirna, steht vor dem Eingang des Hauses.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 28. Mai, 20.54 Uhr: Sachsens Regierungschef Kretschmer wirbt um Zusammenhalt in der Corona-Krise

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hat in der Corona-Krise an den Zusammenhalt der Bürger appelliert. "Für mich ist wichtig in dieser besonderen Zeit, dass die Gesellschaft zusammenbleibt, dass wir uns nicht auseinandertreiben lassen, dass wir uns gegenseitig respektieren und zuhören", sagte er am Donnerstagabend bei einem Runden Tisch zur Corona-Krise in Dresden. Dazu hatte er Bürger aus verschiedenen Berufsgruppen in die Staatskanzlei eingeladen.

Update, 28. Mai, 14.30 Uhr: Eine Neuinfektion in Dresden

Seit dem gestrigen Mittwoch infizierte sich eine weitere Person (insgesamt 621) mit dem Coronavirus.

586 (+5) sollen bereits genesen sein. In Krankenhäusern werden weiterhin 76 (+/-0) behandelt. Es gab ebenso keine Veränderung der zehn Todesfälle.

Update, 28. Mai, 14.10 Uhr: Hallenbäder und Sportstätten öffnen bald wieder

Alle Sportstätten und Hallenbäder in Sachsen dürfen ab 6. Juni mit Inkrafttreten der neuen Corona-Schutz-Verordnung wieder öffnen.

Allerdings müssen Hygienekonzepte erstellt und befolgt werden. Publikum ist weiterhin nicht zugelassen. Mindestabstände sind hingegen nicht mehr erforderlich. Das teilte Sportminister Roland Wöller (49, CDU) am Donnerstag mit. Hallenbäder brauchen ein von den Kommunen genehmigtes Hygienekonzept.

Die Fachverbände müssten sportartspezfische Hygienekonzepte erstellen. Damit gebe es mehr Eigenverantwortung für Sportler und Vereine, so Wöller.

Update, 28. Mai, 10.56 Uhr: Exporte der sächsischen Wirtschaft wegen Corona eingebrochen

Die Exporte der sächsischen Wirtschaft sind in der Corona-Krise erwartungsgemäß eingebrochen.

Wie das Statistische Landesamt in Kamenz am Donnerstag mitteilte, wurden im März Waren im Wert von 3,1 Milliarden Euro exportiert. Das sind 16 Prozent weniger als vor einem Jahr und vier Prozent weniger als im Februar 2020. Auch der Exportwert für das 1. Quartal lag um fünf Prozent unter dem des Vorjahreszeitraumes. Der Export von Autos und Wohnmobilen dominiere den Außenhandel Sachsens weiter, hieß es.

Die Lieferungen in EU-Länder gingen im März sogar um eine Viertel bezogen auf den gleichen Monat des Vorjahres zurück. Besonders betroffen waren Exporte nach Frankreich (-33 Prozent), Spanien (-41) und Italien (-42). Die Exporte nach China lagen im März dagegen auf Vorjahresniveau, im 1. Quartal gab es sogar einen leichten Anstieg um vier Prozent. Die Ausfuhr in die USA stieg gegenüber März 2019 um 14 Prozent.

Größere Quartalszuwächse wurden für Japan (40 Prozent) und Russland (12 Prozent) verzeichnet. Eine große Rolle spielen dabei elektrotechnische Erzeugnisse und elektronische Bauelemente.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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