Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Inzidenz steigt erneut leicht

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Pandemie und deren Folgen für das Bundesland.

Coronavirus-Pandemie in Hessen: Die Zahl der Infektionen ist weiter angestiegen (Symbolbild).
Coronavirus-Pandemie in Hessen: Die Zahl der Infektionen ist weiter angestiegen (Symbolbild).  © Gianni Schicchi/XinHua/dpa

Bis Freitag (8.40 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 294.587 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 186.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, stieg im Vergleich zum Vortag um 5 und steht nun bei 7585.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Bürger im Durchschnitt der letzten sieben Tage, liegt bei 19. (Am Vortag lag die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen bei 18,7.)

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Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 285.100 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Coronavirus-Infektion wieder genesen.

Die Landesregierung versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen rund um die Corona-Krise und den Lockdown: 0800/5554666 (Montag bis Donnerstag, 8 bis 17 Uhr, Freitags von 8 bis 15 Uhr).

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

Alle Infos für ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++!

Ältere Infos für Frankfurt und Hessen findest du im Archiv.

Update, 28. Juli, 6.32 Uhr: Kreis Gießen lädt zur "Impfnacht" mit Musik und Cocktails

Musik, Getränke und ein Piks: Mit einem kreativen Angebot will der Kreis Gießen Menschen für eine Corona-Schutzimpfung gewinnen.

Das Impfzentrum in Heuchelheim organisiert demnach von Freitag auf Samstag eine "Impfnacht" mit Musik und alkoholfreien Cocktails.

Auch in Gießen bemerke man eine nachlassende Impfbereitschaft und wolle daher den Menschen möglichst niedrigschwellige Angebote für eine Spritze gegen das Virus machen, erläuterte ein Kreissprecher.

Die "Impfnacht" mit "kleinem Begleitprogramm" solle eine andere Zielgruppe und insbesondere Jüngere erreichen. Sie beginnt am kommenden Freitag um 22 Uhr und endet um 3 Uhr am frühen Morgen.

Das Angebot richtet sich dem Sprecher zufolge nicht nur an Bewohner des Kreises, sondern an alle Interessierten.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Geimpft wir den Angaben zufolge mit allen zugelassenen Präparaten.

Update, 24. Juli, 14.40 Uhr: Proteste gegen Corona-Maßnahmen, Gruppen trotz Verbots unterwegs

Trotz des Verbots einer Veranstaltung sind in Kassel am Samstag kleinere Gruppen von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Kassel zusammengekommen. Laut Angaben der Pressestelle des Polizeipräsidiums Nordhessen von Samstagmittag liegt deren Anzahl im unteren dreistelligen Bereich. Sie würden nach Möglichkeit kontrolliert und des Platzes verwiesen.

Zwei Personen wurden den Angaben zufolge wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsverbot und des Platzverweises festgenommen. An einer erlaubten Gegenveranstaltung nahmen laut Polizei etwa 90 Menschen teil. Die Demonstration sei ruhig angelaufen.

Im Vorfeld hatte die Stadt eine geplante Veranstaltung von Gegnern der Corona-Politik mit etwa 3000 angekündigten Teilnehmern verboten. Sowohl der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) als auch das Verwaltungsgericht in Kassel hatten das Verbot bestätigt. Sie begründeten ihre Entscheidungen vor allem mit den Erfahrungen vorheriger «Querdenker»-Versammlungen, insbesondere am 20. März in Kassel.

Damals waren bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mehr als 20.000 Teilnehmer durch die Stadt gezogen. Erlaubt waren nur 6000. Viele von ihnen hatten sich nicht an die gerichtlich festgesetzten Auflagen wie die Maskenpflicht gehalten. Teilweise war es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen.

Die Polizei war bereits am Mittag mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Anzahl der eingesetzten Beamten liegt laut Polizeisprecher im unteren vierstelligen Bereich.

Update, 24. Juli, 8.14 Uhr: Klinikdirektor erwartet mehr Infizierte, aber weniger schwere Fälle

Der Direktor der Frankfurter Uniklinik erwartet steigende Corona-Fallzahlen, aber keine neue Überlastung der Intensivstationen. Derzeit sei die Lage in den hessischen Kliniken bei den Covid-19-Patienten "ziemlich entspannt", sagte Prof. Jürgen Graf. Man habe landesweit konstant rund 50 Patienten auf Intensivstationen und 100 auf Normalstationen. «Alle liegen schon länger in den Kliniken, es kommen nur vereinzelt Patienten dazu.»

Die Frage sei allerdings, wie lange das so bleibe. Die Entwicklung in den Nachbarländern sei beunruhigend, auch die umfangreiche Lockerung in Großbritannien findet Graf "nicht nachvollziehbar". Dazu komme die Saisonalität des Erregers, der im Herbst und Winter aktiver sei.

Dennoch bestehe Hoffnung, dass die Situation in diesem Jahr eine andere sein könnte als im vergangenen: "Was sich geändert hat, ist der Anteil der Hospitalisierten an den Infizierten", erklärte Graf. Will heißen: Auch wenn mehr Menschen sich mit dem Virus anstecken, werden weniger von ihnen schwer krank.

"Grund sind die Impfungen", sagte Graf. Zwar könnten sich auch doppelt Geimpfte infizieren, "aber die Impfung schützt vor schwerem Verlauf und Tod". Die Frage, ob die Kliniken erneut ans Limit kommen, hänge daher vor allem am Impftempo. Für die Herdenimmunität ist Graf eher nicht optimistisch: "Eine Impfquote von 85 Prozent oder mehr ist gegenwärtig in weiter Ferne, wenn man ehrlich ist."

Update, 22. Juli, 18.51 Uhr:Frankfurt will Luftqualität in Klassenräumen verbessern

Die Stadt Frankfurt will die Luftraumqualität an Schulen verbessern. Dafür sollen bis zum Winter alle Klassenräume der Erst- bis Sechstklässler mit mobilen Luftreinigungsgeräten ausgestattet werden, wie das Bildungsdezernat am Donnerstag mitteilte.

Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen dann alle Schulen mit Primarstufe raumlufttechnische Anlagen erhalten, die in das Gebäude eingebaut werden.

"Wir haben bereits alle Klassenräume, in denen nicht richtig gelüftet werden kann, mit gewerblichen Luftreinigungsgeräten ausgestattet", erklärte Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD).

Nun werde man sich alle weiteren Klassenräume vornehmen, die von Kindern bis zum Alter von zwölf Jahren genutzt werden, erläuterte die Stadträtin.

Anlass für den Umbau im Sinne der Raumluftqualität ist die inzwischen dominierende Delta-Variante des Corona-Virus, wie das Dezernat erklärte. Weber rechne bei der Anschaffung der mobilen Luftreinigungsgeräte mit Kosten in Höhe von zehn Millionen Euro.

Update, 22. Juli, 16.32 Uhr: Keine weiteren Corona-Lockerungen für Frankfurt und Darmstadt

In Hessen gelten von diesem Donnerstag an deutlich entschärfte Corona-Regeln. Frankfurt und Darmstadt dürfen sich wegen zu hoher Inzidenzwerte allerdings nicht über Lockerungen freuen.

Schließlich gelten die neuen Corona-Regelungen nur, wenn die Inzidenz in den einzelnen Kommunen den Wert von 35 nicht übersteigt. Dieser Wert steht für die Zahl der registrierten Infektionen pro 100.000 Einwohner an sieben aufeinanderfolgenden Tagen. In Frankfurt lag der Wert am Donnerstag bei 37,6 und in Darmstadt bei 35,7.

Mit den neuen Regeln wurde in Hessen für geschlossene Räume die Obergrenze von 250 auf 750 Menschen angehoben. Im Freien sind künftig 1500 statt bislang 500 Teilnehmer möglich. Bei Veranstaltungen in Innenräumen entfällt zukünftig die Testpflicht, wenn nicht mehr als 100 Teilnehmer einschließlich geimpfter und genesener Personen eingelassen werden.

Bei Anreise muss bei touristischen Übernachtungen weiterhin ein aktueller negativer Corona-Test vorgelegt werden. Die bisherige wöchentliche Testpflicht bei längeren Aufenthalten entfällt. Die Testpflicht in der Innengastronomie wird aufgehoben. Es bleibt die Maskenpflicht bis zum Sitzplatz.

In Frankfurt und Darmstadt hingegen werden die bisher geltenden Regeln beibehalten, wie die Gesundheitsämter beider Städte am Donnerstag mitteilten. Laut dem Gesundheitsamt Darmstadt gelten die Maßnahmen ab Samstag und entfallen automatisch am darauffolgenden Tag, wenn die Inzidenz an fünf Tagen hintereinander wieder unter 35 liegt.

Somit dürfen in beiden Orten Veranstaltungen mit bis zu 25 Personen weiterhin genehmigungsfrei stattfinden. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind mit einer Obergrenze von 250 Menschen erlaubt. Außen dürfen sich 500 Leute treffen.

Geimpfte und Genesene zählen dabei nicht mit. Eine Testpflicht in Innenräumen sowie eine Kontaktdatenerfassung sind vorgeschrieben.

Update, 22. Juli, 7.55 Uhr: Inzidenz-Werte in Frankfurt und Darmstadt über 35

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI, Stand: Donnerstag, 3.15 Uhr) lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankfurt am Main zuletzt bei 37,6.

Für das südhessische Darmstadt meldete das RKI einen Inzidenz-Wert von 35,7.

Damit überschreiten beiden Städte die Schwelle von 35, die neuen gelockerten Corona-Maßnahmen in Hessen dürften daher für Frankfurt und Darmstadt nicht gelten.

Update, 22. Juli, 7.10 Uhr: Neue Corona-Regeln in Frankfurt und Hessen

In Hessen gelten ab Donnerstag deutlich weniger strenge Coronavirus-Regeln. Die Testpflicht wird an vielen Stellen gelockert. Es dürfen wieder mehr Menschen ohne extra Anmeldung zu größeren Festen und Veranstaltungen kommen.

Die Corona-Regeln für die Gastronomie, aber auch für viele andere Bereiche in Hessen wurden weiter gelockert (Symbolbild).
Die Corona-Regeln für die Gastronomie, aber auch für viele andere Bereiche in Hessen wurden weiter gelockert (Symbolbild).  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 22. Juli, 6.05 Uhr: Impfzentren in Hessen melden vermehrt Absage von vereinbarten Terminen

Ein Arzt hält eine Ampulle des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer zwischen den Fingern.
Ein Arzt hält eine Ampulle des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer zwischen den Fingern.  © Sebastian Gollnow/dpa

In den hessischen Impfzentren wurden zuletzt vermehrt vereinbarte Termine für eine Corona-Schutzimpfung nicht wahrgenommen.

Die durchschnittliche Quote lag im Land jüngst bei rund 20 Prozent nicht wahrgenommener Termine, wie das Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mitteilte. Dennoch habe in der Regel kein Impfstoff aufgrund des kurzfristigen Nicht-Erscheinens der Bürgern ungenutzt entsorgt werden müssen.

Es würden vor Ort in den Zentren nur so viele Injektionsfläschchen vorbereitet, wie auch perspektivisch tatsächlich genutzt werden können, erklärte das Ministerium. Fälle von Impfstoffvernichtung aufgrund überzähliger Dosen, die nicht geimpft werden konnten, seien dem Land aktuell nicht bekannt.

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Bislang hätten in den Impfzentren Dosen nur in Einzelfällen nicht genutzt werden können. Hintergrund waren den Angaben zufolge hauptsächlich verunreinigte Chargen.

Die hessische Landesregierung hat per Kabinettsbeschluss die Schließung der 28 Impfzentren im Land für Ende September 2021 festgelegt. Damit sei bis zum letzten Tag der Betrieb sichergestellt und garantiert, dass die nachfrageabhängigen Bedarfe vollständig abgedeckt werden können. Wer seine Erstimpfung in einem hessischen Impfzentrum bekommt, wird laut Ministerium auch seine Zweitimpfung dort erhalten.

Um das Impftempo wieder zu erhöhen, werden in den Impfzentren derzeit verstärkt Sonderimpfaktionen durchgeführt. Es werde beispielsweise in Gießen Studierenden an der Universität oder in Frankfurt Fußballfans vor dem Stadion ein Angebot unterbreitet. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) ist aber gegen Belohnungen für Menschen, die sich impfen lassen.

Seit Mitte Juli bietet das Land nach eigenen Angaben auch ein neues Angebot für kurzfristige Impftermine innerhalb von vier Tagen in den Impfzentren über das zentrale Terminvergabeportal des Landes an. Derzeit würden im Durchschnitt etwa 20.000 Menschen täglich in Impfzentren geimpft. Dabei überwiege aktuell der Anteil der Zweitimpfungen.

Update, 20. Juli, 5.46 Uhr: Hessens Gastgewerbe mangelt es nach Lockdown an Personal

Nach dem monatelangen Corona-Lockdown fehlt es dem Gastgewerbe in Hessen an Personal. Im Bundesland hätten seit 2020 rund zwölf Prozent der Beschäftigten die Branche gewechselt, sagte Julius Wagner vom Branchenverband Dehoga in Hessen. Abstriche beim Gehalt während der Dauer der Kurzarbeit und die Unsicherheit um ihren Arbeitsplatz hätten sie in vermeintlich sicherere Branchen abwandern lassen.

"Der Fachkräftemangel ist in der Branche zwar kein neues Thema, aber Corona hat wie ein Motor gewirkt", erläuterte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes mit rund 4000 Mitgliedsbetrieben. Auch die Probleme, Auszubildende und Aushilfen zu finden, hätten sich verschärft.

Unter anderem mit Blick auf die Kunstausstellung documenta 15, die 2022 zahlreiche Besucher nach Kassel ziehen soll, arbeiten in der nordhessischen Stadt jetzt die Dehoga-Geschäftsstelle Nord- und Osthessen und das Jobcenter Stadt Kassel zusammen, um dem Personalmangel in der Gastronomie entgegenzuwirken. "Geplant sind unter anderem gemeinsame Info-Veranstaltungen zu Fördermöglichkeiten oder Jobbörsen", sagte Ekkehard Passolt, Pressesprecher der Behörde. Auch sollen Interessenten für einige Wochen in den Job reinschnuppern können.

Update, 16. Juli, 17.20 Uhr: Bouffier denkt über Ende der Testpflicht für Innengastronomie nach

Bei niedriger Inzidenz könnte in Hessen die Maskenpflicht für die Innengastronomie fallen.
Bei niedriger Inzidenz könnte in Hessen die Maskenpflicht für die Innengastronomie fallen.  © DPA/Arne Dedert

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) erwägt, die Testpflicht für die Innengastronomie aufzugeben.

"Wir sind in der sehr glücklichen Lage, dass die Entwicklungen in unseren Krankenhäusern kontinuierlich nach unten gehen. Und dann muss man sehen: Alles was wir machen, sind ja Einschränkungen von Grundrechten. Und deshalb wird man jetzt auch Stück für Stück in den Innenbereichen und in den Gaststätten sagen, OK, wir können aufs Testen verzichten", sagte er im Sommerinterview mit "RTL Hessen" am Freitag.

Das gelte aber nur, so lange die Inzidenz sehr niedrig sei. Steige sie wieder, müsse der Schutzmechanismus wieder greifen.

Zudem denkt Bouffier über das Ende kostenloser Selbsttests nach. "Darüber müssen wir reden. Wir haben bisher ja alles kostenlos zu Verfügung gestellt. Aber andererseits muss man sagen: Irgendwann ist auch mal gut."

Der Ungeimpfte könne an seinem Leben festhalten, "aber wenn er mal ins Kino will: Warum soll ich eigentlich auf Dauer, jahrelang, für ihn, der ja eine andere Möglichkeit hätte, Steuergelder ausgeben. Dieser Frage müssen wir uns stellen", sagte der Ministerpräsident.

Titelfoto: Gianni Schicchi/XinHua/dpa

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