Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Sehr viele Corona-Intensivpatienten ohne Impfschutz

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Pandemie und deren Folgen für das Bundesland.

Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet – in Hessen wurden schon mehr als 330.000 Corona-Infektionen nachgewiesen.
Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet – in Hessen wurden schon mehr als 330.000 Corona-Infektionen nachgewiesen.  © dpa/Daniel Bockwoldt

Bis Samstag (3.15 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 330.063 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 671.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, stiegen im Vergleich zum Vortag um 2 auf 7718.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Bürger im Durchschnitt der letzten sieben Tage, liegt bei 66,1. (Am Vortag lag die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen bei 66,2.)

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Ferner sind laut Robert Koch-Institut bisher rund 307.900 Covid-19-Patienten in Hessen nach einer Coronavirus-Infektion wieder genesen.

Die Landesregierung versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen rund um die Corona-Krise und den Lockdown: 0800/5554666 (Montag bis Donnerstag, 8 bis 17 Uhr, Freitags von 8 bis 15 Uhr).

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

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Update, 25. September, 12.50 Uhr: 79 Prozent der Corona-Intensivpatienten in Hessen ohne Impfschutz

Sehr viele Corona-Intensivpatienten in Hessen haben keinen Impfschutz. (Symbolbild)
Sehr viele Corona-Intensivpatienten in Hessen haben keinen Impfschutz. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser bleibt der Anteil von nicht oder nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpften Covid-19-Patienten hoch.

Er betrage aktuell 79 Prozent, teilte das Sozialministerium in Wiesbaden am Samstag mit. 14 Prozent der Patienten seien vollständig geimpft, bei 6 Prozent sei der Status unbekannt. Am Vortag hatte der Anteil der nicht oder nicht vollständig geimpften Covid-19-Patienten bei 80 Prozent gelegen.

Der hessische Tageswert der Hospitalisierungsinzidenz in der Corona-Pandemie war am Freitag auf 1,88 gesunken, ein aktueller Wert für Samstag wurde nicht genannt.

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Am Donnerstag hatte der Wert bei 2,07 gelegen. Die Hospitalisierungsinzidenz beschreibt die Zahl der neu in Krankenhäuser aufgenommenen Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Den Angaben zufolge waren am Freitag (24. September/11.00 Uhr) 137 Betten auf hessischen Intensivstationen mit Patienten belegt, die nachgewiesen oder mutmaßlich Covid-19 hatten. Bei 127 wurde eine Infektion bestätigt, bei 10 bestand der Verdacht.

Hospitalisierungsinzidenz und Intensivbettenbelegung sind in Hessen an ein Zweistufen-Konzept gekoppelt. Stufe eins tritt ein, wenn der Hospitalisierungswert über 8 steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 200 liegt. Dann leitet das Land Gegenmaßnahmen ein wie etwa einen Testnachweis nur noch als PCR-Test oder eine Ausweitung der sogenannten 3G-Regel (Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete) auf weitere Bereiche.

Stufe zwei gilt, wenn der Hospitalisierungswert über 15 steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 400 liegt. Dann kommen zusätzliche Maßnahmen nach der Corona-Verordnung zum Zuge wie etwa der Zugang nur noch mit 2G - also nur für geimpfte und genesene Menschen. Ziel ist, eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern.

Update, 23. September, 16.38 Uhr: Sorgte Schulbusfahrt für Corona-Ausbruch?

An neun Schulen im Mainz-Kinzig-Kreis kam es vermutlich nach einer Fahrt im Schulbus zu einer auffälligen Häufung an neuen Corona-Infektionen.
An neun Schulen im Mainz-Kinzig-Kreis kam es vermutlich nach einer Fahrt im Schulbus zu einer auffälligen Häufung an neuen Corona-Infektionen.  © 123rf/stockbroker

An neun Schulen im Main-Kinzig-Kreis hat es eine auffällige Häufung an Corona-Infektionen gegeben. Insgesamt wurden bislang 82 Fälle bestätigt, wie ein Sprecher am Donnerstag in Gelnhausen mitteilte.

Der Kreis geht davon aus, dass sich ein Großteil der Kinder in der vergangenen Woche bei einer Fahrt im Schulbus angesteckt hat. Betroffen sind demnach vor allem Schüler der Bergwinkel-Grundschule in Schlüchtern.

An allen Schulen, die von der Buslinie angefahren werden, wurden eine Maskenpflicht und tägliche Schnelltests angeordnet.

"Bis der Vorgang rund um diese Busfahrt komplett aufgearbeitet ist, wird das Unternehmen nicht im Einsatz sein", sagte der Kreis-Sprecher.

Die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig habe vorübergehend einen anderen Anbieter beauftragt.

Unter den Infektionen sind den Angaben zufolge auch 20 Folgeinfektionen innerhalb der betroffenen Familien.

Update, 23. September, 14.48 Uhr: 78 Prozent der Corona-Intensivpatienten ohne Impfschutz

Zurzeit sind in Hessen 155 Betten mit Corona-Patienten belegt. (Symbolbild)
Zurzeit sind in Hessen 155 Betten mit Corona-Patienten belegt. (Symbolbild)  © Daniel Cole/AP/dpa

Der Anteil der nicht oder nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpften Covid-19-Patienten auf hessischen Intensivstationen hält sich auf hohem Niveau.

Er betrage 78 Prozent, teilte das Sozialministerium in Wiesbaden am Donnerstag mit. 17 Prozent der Patienten seien vollständig geimpft, bei fünf Prozent sei der Status unbekannt. Am Vortag hatte der Anteil der nicht vollständig geimpften Personen bei 80 Prozent gelegen.

Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in Hessen sank minimal von 2,08 auf 2,07. Der Wert beschreibt, wie viele Personen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus landesweit neu aufgenommen wurden.

Die Hospitalisierungsinzidenz und die Intensivbettenbelegung sind nach der neuen Corona-Verordnung in Hessen an ein zweistufiges Eskalationskonzept gekoppelt.

Stufe eins wird relevant, wenn der Hospitalisierungswert über acht steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 200 liegt. Dann leitet das Land Gegenmaßnahmen ein wie etwa einen Testnachweis nur noch als PCR-Tests.

Stufe zwei gilt, wenn der Hospitalisierungswert über 15 steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 400 liegt. Zum Tragen kommen zusätzliche Maßnahmen wie etwa der Zugang nur noch für Geimpfte und Genesene. Ziel ist es, eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern.

Nach Angaben des Sozialministeriums waren auf den hessischen Intensivstationen 155 Betten mit Corona-Patienten belegt, bei 16 von ihnen bestand zumindest der Verdacht (Stand Mittwoch, 11.00 Uhr).

Update, 23. September, 6.20 Uhr: Friseure betrachten 2G-Coronaregel als Arbeitserleichterung

Hessens Friseure ziehen rund eine Woche nach dem Start des 2G-Optionsmodells bei den Corona-Regeln ein positives Resümee. Die neue Möglichkeit sei eine "Arbeitserleichterung" und gebe "ein Stück Normalität" zurück, sagte Landesinnungsmeister Kay-Uwe Liebau auf dpa-Anfrage in Darmstadt.

Mit dem 2G-Modell sind Lockerungen für Menschen gemeint, die gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind. Für Besucher und Kunden gelten dann in den teilnehmenden Einrichtungen – zum Beispiel Restaurants, Cafés, Kinos oder Friseursalons – keine Maskenpflicht und keine Abstandsregeln.

In seinem eigenen Salon habe er eine flexible Regelung eingeführt, sagte Liebau. Dies sei möglich, da alle Mitarbeiter geimpft seien. Sind alle Kunden ebenfalls geimpft oder genesen, könne die Maskenpflicht entfallen.

Wolle aber beispielsweise eine ungeimpfte Schwangere einen neuen Haarschnitt, werde im Salon Maske getragen.

Update, 21. September, 16.58 Uhr: Corona-Lage in den hessischen Krankenhäusern leicht verbessert

82 Prozent der auf hessischen Intensivstationen behandelten Patienten mit einer Covid-19-Infektion sind nicht vollständig geimpft. Das geht aus dem Dienstag veröffentlichten Corona-Bulletin des hessischen Sozialministeriums hervor. Bei drei Prozent der Patienten auf den Intensivstationen sei der Impfstatus unbekannt. 15 Prozent der Betroffenen verfügten über eine vollständige Corona-Impfung.

Die Corona-Lage in den hessischen Krankenhäusern hat sich demnach weiter leicht verbessert. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz im Land habe bei 1,99 nach 2,1 am Vortag gelegen. Der Wert beschreibt, wie viele Personen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus landesweit neu aufgenommen wurden.

Die Hospitalisierungsinzidenz und die Intensivbettenbelegung sind nach der neuen Corona-Verordnung in Hessen an ein zweistufiges Eskalationsstufenkonzept gekoppelt. Stufe eins wird demnach relevant, wenn der Hospitalisierungswert über acht steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 200 liegt. Weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie werden dann notwendig, etwa ein Testnachweis nur noch mittels PCR-Test oder eine Ausweitung der sogenannten 3G-Regel (Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete) auf weitere Bereiche.

Stufe zwei kommt zum Tragen, wenn der Hospitalisierungswert über 15 steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 400 liegt. Nochmals zusätzliche Maßnahmen werden dann notwendig. Dazu zählt nach der Corona-Verordnung der hessischen Landesregierung etwa der Zugang nur noch mit 2G - also nur für geimpfte und genesene Menschen.

Update, 20. September, 11.41 Uhr: Paul Ehrlich-Preis für Gründer und Mitarbeiter von Biontech

Ugur Sahin (r.) und Özlem Türeci, die Menschen hinter dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech, werden mit dem den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2022 in Frankfurt ausgezeichnet.
Ugur Sahin (r.) und Özlem Türeci, die Menschen hinter dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech, werden mit dem den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2022 in Frankfurt ausgezeichnet.  © dpa/Federico Gambarini

Die Menschen hinter dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech werden mit dem den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2022 geehrt.

Die drei Preisträger erhalten die Auszeichnung "für ihre Erforschung und Entwicklung von messenger-RNA zu präventiven und therapeutischen Zwecken", wie der Stiftungsrat am Dienstag in Frankfurt am Main bekanntgab.

Das Preisgeld in Höhe von 120.000 Euro teilen sich die Biontech-Gründer, das Ärzte-Ehepaar Özlem Türeci (54) und Uğur Şahin (56), und die Biochemikerin Katalin Karikó (66), die sich 2013 dem Unternehmen anschloss.

Die Auszeichnung gilt als eine der bedeutendsten Ehrungen in der medizinischen Grundlagenforschung. Viele Preisträger der vergangenen Jahrzehnte bekamen später den Medizin-Nobelpreis.

Dabei würdigt die Ehrung mehr als die Entwicklung des Corona-Impfstoffs. Die Preisträger hätten eine Technologie etabliert, "die in Teilbereichen der Medizin einen Paradigmenwechsel einleiten dürfte", begründete der Stiftungsrat seine Wahl.

Die Möglichkeiten reichten von der Gabe von Impfantigenen oder therapeutisch wirksamen Proteinen hin zur internen Produktion in den Körperzellen der Patienten. Die "spektakulär schnelle" Entwicklung eines hochwirksamen Impfstoffes gegen Covid-19 würdigte die Jury als "herausragenden Erfolg".

Seit 192 wird der Preis Ehrung verliehen. Überreicht wird er traditionell am Geburtstag des Nobelpreisträgers Paul Ehrlich, dem 14. März.

Update, 20. September, 16.31 Uhr: Auf Intensivstationen 81 Prozent der Corona-Patienten ungeimpft

Die Corona-Lage in den hessischen Krankenhäusern hat sich leicht verbessert. Wie das Sozialministerium am Montag mitteilte, lag die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz im Land bei 2,1. Der Wert beschreibt, wie viele Personen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen wegen einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus landesweit neu aufgenommen wurden. Am Freitag hatte der Wert noch 2,24 betragen.

81 Prozent der auf hessischen Intensivstationen behandelten Patienten mit einer Covid-19-Infektion sind nach Angaben des Ministeriums ungeimpft. Bei vier Prozent sei der Impfstatus unbekannt. Bei den 15 Prozent der Geimpften handele es sich überwiegend um hochbetagte Personen mit weiteren Vorerkrankungen.

Die Hospitalisierungsinzidenz und die Intensivbettenbelegung sind nach der neuen hessischen Corona-Verordnung an ein zweistufiges Eskalationsstufenkonzept gekoppelt. Stufe eins wird demnach relevant, wenn der Hospitalisierungswert über acht steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 200 liegt. Weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie werden dann notwendig, etwa ein Testnachweis nur noch mittels PCR-Test oder eine Ausweitung der sogenannten 3G-Regel (Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete) auf weitere Bereiche.

Stufe zwei kommt zum Tragen, wenn der Hospitalisierungswert über 15 steigt oder die Zahl der Intensivpatienten über 400 liegt. Nochmals zusätzliche Maßnahmen werden dann notwendig. Dazu zählt nach der Corona-Verordnung der hessischen Landesregierung etwa der Zugang nur noch mit 2G - also nur für geimpfte und genesene Menschen.

Update, 20. September, 6.22 Uhr: Volkshochschulen starten mit Präsenzunterricht

Hessens Volkshochschulen (VHS) kehren im beginnenden Herbst/Winter-Semester wieder komplett zum Präsenzunterricht zurück.

Nach der coronabedingten Zwangspause würden "die Programme wieder hochgefahren", sagte der Direktor des Hessischen Volkshochschulverbands, Christoph Köck, der Deutschen Pressen-Agentur (dpa) in Frankfurt.

Es sei ein "klassisches Angebot mit Online-Ergänzung" geplant. "Die Leute sehnen sich nach der Begegnung", begründete Köck die Entscheidung. Die landesweit mehr als 30 Volkshochschulen mit ihren rund 160 Nebenstellen hätten daher den jeweiligen Corona-Verordnungen angepasste Kurse erarbeitet.

"Im Oktober werden wir zudem bei einer Konferenz der VHS-Leitungen analysieren, was wir aus der Pandemie lernen können", kündigte Köck an. Angedacht sei etwa, die ergänzende Online-Lehre künftig anders zu gestalten - und sie nicht nur als Übertragung eines Kurses im Internet zu verstehen.

Dazu seien die Volkshochschulen allerdings auf weitere Landesmittel angewiesen. Lediglich 0,25 Prozent des hessischen Bildungshaushalts gingen in die Erwachsenenbildung.

Damit sei Hessen neben Schleswig-Holstein deutschlandweit Schlusslicht. "Da muss mehr passieren", forderte der Verbandspräsident.

Update, 20. September, 6.17 Uhr: Impfzentren schließen nach Millionen von verspritzten Dosen

Ende September werden fast alle der 28 Impfzentren in Hessen geschlossen.
Ende September werden fast alle der 28 Impfzentren in Hessen geschlossen.  © dpa/Sebastian Gollnow

Nach rund 4,6 Millionen Corona-Impfungen in neun Monaten schließen die hessischen Impfzentren Ende September.

Wie das hessische Innenministerium mitteilte, betrifft das fast alle der 28 Impfzentren. Impfungen würden dann überwiegend von mobilen Impfteams und niedergelassen Ärztinnen und Ärzten übernommen.

In Frankfurt werde das Impfzentrum jedoch in kleinerer Form erhalten bleiben, sagte der Leiter des Gesundheitsamts, Peter Tinnemann. An anderen Standorten wie Gießen, Fulda und Darmstadt hingegen werden die Einrichtungen schließen und die Gemeinden künftig insbesondere auf mobile Impfteams setzen, wie Anfragen bei den Städten ergaben.

"Die Impfzentren waren insbesondere zu Beginn der Pandemie unerlässliche Anlaufstelle für den verlässlichen Schutz vor dem Corona-Virus", unterstrich das Innenministerium.

Das Ziel der hessischen Impfkampagne, möglichst schnell viele Menschen mit einer Impfung zu versorgen, sei nun allerdings erreicht. Für den Betrieb der 28 Impfzentren sind laut Ministerium monatlich Kosten in Höhe von insgesamt 50,4 Millionen Euro entstanden.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) begrüßt die Schließung der Impfzentren, wie Sprecher Karl Matthias Roth sagte. Die KV hatte das hessische Impf-Management etwa wegen zu hoher Kosten kritisiert.

Update, 16. September, 6.17 Uhr: Long-Covid verstärkt Pflegemangel

Laut der Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken lägen bundesweit weit über 100.000 Anträge auf Anerkennung von Long-Covid als Berufskrankheit von Klinikpersonal bei den Versicherungen vor.
Laut der Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken lägen bundesweit weit über 100.000 Anträge auf Anerkennung von Long-Covid als Berufskrankheit von Klinikpersonal bei den Versicherungen vor.  © dpa/Sebastian Gollnow

Die Spätfolgen einer Corona-Infektion verschärfen nach Ansicht der Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken den Pflegemangel.

Bundesweit lägen weit über 100.000 Anträge auf Anerkennung als Berufskrankheit von Klinikpersonal bei den Versicherungsträgern vor, sagte Christoph Reimertz der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Er ist Chefarzt des Rehabilitationszentrum an der BG Unfallklinik Frankfurt und wissenschaftlicher Leiter einer Tagung aller BG-Kliniken Deutschlands am 23. und 24. September.

Wenn man davon ausgehe, dass bei rund 15 Prozent aller Covid-19-Fällen das Risiko von Long-Covid bestehe, "dann wären das 15.000 Mitarbeiter weniger", sagte Reimertz.

Er geht davon aus, dass die meisten Fälle von den Versicherungen anerkannt werden. 2021 habe es deutlich mehr Anträge gegeben im Vergleich zu 2020. Allerdings könnte der Höhepunkt überschritten sein, weil die meisten Pflegekräfte inzwischen geimpft seien.

Long-Covid oder Post-Covid könnten sowohl als Arbeitsunfall als auch als Berufserkrankung gewertet werden, erklärte der Fachmann.

Einen direkten Kontakt müsse man für die Anerkennung einer Berufserkrankung nicht nachweisen: "In bestimmten Bereichen - zum Beispiel auf der Intensivstation - gibt es ein generell erhöhtes Risiko, das wird allgemein anerkannt."

Im schlimmsten Fall seien Long-Covid-Patienten dauerhaft berufsunfähig. Wie groß dieser Anteil ist, könne man noch nicht abschätzen.

Die Betroffenen hätten "einen bunten Strauß aus Beschwerden unterschiedlichster Art", sagte Reimertz. Das mache sowohl die Diagnose als auch die Rehabilitation schwierig.

"Sicher ist aber, dass Long-Covid als Berufskrankheit den bereits existierenden Mangel an Pflegekräften in Deutschland verstärkt."

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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