Coronavirus in Hamburg: Impfungen ab Montag ohne Termin möglich

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden sinken jedoch wieder. Die dritte Welle scheint gebrochen.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 78.374 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 64.483 Fälle bekannt, in Bremen 27.680 in Mecklenburg-Vorpommern 44.324 und in Niedersachsen 263.404 Covid-19-Fälle (Stand 25. Juli, 21.34 Uhr).

Am 16. Dezember 2020 wurde erneut ein bundesweiter Lockdown beschlossen, der auch im neuen Jahr immer wieder verlängert wurde.

Angesichts niedriger Infektionszahlen wurden in den verschiedenen Bundesländern inzwischen aber immer mehr Lockerungen der Corona-Verordnungen beschlossen. Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen Besucher empfangen.

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Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 25. Juli, 21.34 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Norden jetzt über 14

Kiel - Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug am Sonntag 14,4. Am Samstag war noch ein Wert von 13,9 verzeichnet worden. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 34 Fälle neu übermittelt.

Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen blieb bei 1629. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge unverändert elf Covid-19-Patienten behandelt; fünf von ihnen lagen auf der Intensivstation, von denen weiterhin drei beatmet wurden - hier blieben die Zahlen ebenfalls konstant.

Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen hatte am Sonntag Kiel (23,1), gefolgt von Lübeck (21,2) und dem Kreis Pinneberg (20,6). Den niedrigsten Wert wies weiterhin der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit 1,1 auf.

Update, 25. Juli, 17.02 Uhr: Fünf Corona-Neuinfektionen gemeldet - Inzidenz in MV steigt auf 5,2

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Sonntag fünf weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag um 0,3 auf 5,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte.

Vor einer Woche lag dieser Wert bei 3,4. Die Gesamtzahl der Todesfälle gab das Lagus wie am Sonnabend mit 1176 an.

Mit 19,9 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Schwerin derzeit am höchsten und mit 0,4 im Landkreis Vorpommern-Rügen am niedrigsten.

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.324; als genesen gelten 43.029 Menschen. Vier Covid-Patienten wurden zuletzt in Krankenhäusern behandelt, einer davon auf der Intensivstation.

Update, 25. Juli, 16.13 Uhr: Höchste Inzidenz in Niedersachsen: Lüneburg verschärft die Regeln

Lüneburg - Der Landkreis Lüneburg hat derzeit den höchsten Corona-Inzidenzwert in Niedersachsen - ab Dienstag sollen daher strengere Regeln gelten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag die Inzidenz in dem Landkreis am Sonntag bei 59,2.

Am Freitag hatte der Landkreis eine weitere Verfügung veröffentlicht, demnach greifen von Dienstag an strengere Regeln: Bei Zusammenkünften drinnen und draußen sind maximal zehn Menschen aus drei Haushalten zulässig, das gilt auch für private Feiern zu Hause. Kinder bis 14 Jahre zählen dabei nicht mit, auch vollständig Geimpfte und Genesene mit entsprechendem Nachweis nicht.

Bis zu zehn Kinder bis 14 Jahre dürfen zusammenkommen. Gastronomische Betriebe bleiben geöffnet, dürfen innen aber nur die halbe Kapazität anbieten und ihre Gäste ausschließlich an Tischen bewirten.

Innen ist ein negatives Testergebnis beziehungsweise ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig. Auch draußen darf nur an Tischen bewirtet werden, ein Test ist allerdings nicht nötig. Private Feiern in der Gastronomie sind nur noch draußen und mit maximal 50 Personen zulässig. Alle Gäste benötigen ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder einen Genesungsnachweis.

Clubs und Diskotheken sollen wieder geschlossen bleiben, im Kino, Theater, in Zoos, Museen sowie im Sport gelten ebenfalls strengere Regeln, teils Masken- und Testpflicht. Gäste in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und anderen Unterkünften dürfen weiterhin beherbergt werden; aber neben dem Test bei Anreise sind zweimal wöchentlich weitere Tests erforderlich.

Dass die Werte im Landkreis Lüneburg stark gestiegen sind, hängt wohl vor allem mit einer Abiturfeier in Bardowick zusammen. Nach Angaben des Landkreises sind unter den Gästen dieser und weiterer Veranstaltungen bisher rund 40 Infektionen bekannt geworden.

Update, 25. Juli, 14.26 Uhr: Hamburg bietet Corona-Schutzimpfungen ohne Termin an

Eine Frau erhält eine Corona-Schutzimpfung. In Hamburg sind ab Montag Impfungen ohne Termin möglich. (Symbolfoto)
Eine Frau erhält eine Corona-Schutzimpfung. In Hamburg sind ab Montag Impfungen ohne Termin möglich. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

Hamburg - Corona-Schutzimpfungen sind in Hamburg von Montag an ohne Termin möglich. Interessenten über 16 Jahren können ohne vorherige Terminvereinbarung in das Impfzentrum in den Messehallen kommen, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag ankündigte.

Weil das Impfzentrum nur bis Ende August betrieben werde, könnten Erstimpfungen noch bis zum 10. August angeboten werden. Für ihre Zweitimpfung erhalten Spontanbesucher beim Verlassen des Impfzentrums einen Termin.

Die Kapazität des Impfzentrums reicht nach Angaben der Gesundheitsbehörde aus, um in den verbleibenden Tagen mehrere Zehntausend Menschen zu impfen. Verwendet werden die Impfstoffe von Biontech und Moderna.

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Minderjährige müssen von Erziehungsberechtigten begleitet werden. Diese müssen einer Impfung zustimmen. Das Impfzentrum hat von 8 Uhr bis 20 Uhr geöffnet.

Update, 25. Juli, 11 Uhr: 147 Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen

Hannover – Das Robert-Koch-Institut hat am Sonntag 147 Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen gemeldet. Einen Tag zuvor waren es 231. Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb wie am Samstag bei einem Wert von 15,8 - so viele Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet. Für Bremen wurden 16 neue Corona-Fälle gemeldet, die Inzidenz lag bei 16,6.

An Sonntagen ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen oft niedriger, unter anderem weil es am Wochenende Meldeverzögerungen der Gesundheitsämter gibt.

Spitzenreiter im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte war der Kreis Lüneburg mit einer Inzidenz von 59,2, gefolgt von der Region Hannover mit 35,2. Die niedrigsten Werte wurden im Landkreis Lüchow-Dannenberg (0,0) und im Kreis Rotenburg (Wümme) (0,6) gemeldet.

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 26 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, acht von ihnen werden invasiv beatmet. Die Zahl der freien Intensivbetten lag bei 315, davon haben 144 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

Update, 24. Juli, 22.48 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Norden jetzt fast bei 14

Kiel - Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen betrug am Samstag 13,9. Am Freitag war noch ein Wert von 12,7 verzeichnet worden. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 72 Fälle neu übermittelt.

Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen blieb bei 1629. Im Krankenhaus wurden den Angaben zufolge unverändert 11 Covid-19-Patienten behandelt; 5 von ihnen lagen auf der Intensivstation, von denen weiterhin 3 beatmet wurden - hier blieben die Zahlen ebenfalls konstant.

Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen hatten am Samstag der Kreis Nordfriesland (22,9), gefolgt von Lübeck und Neumünster (beide 21,2) sowie Flensburg (21,1). Den niedrigsten Wert wies der Kreis Rendsburg-Eckernförde mit 1,1 auf.

Update, 24. Juli, 16.06 Uhr: 20 Corona-Neuinfektionen gemeldet - Inzidenz steigt auf 4,9

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag 20 weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Die Inzidenz stieg im Vergleich zum Vortag um 0,6 auf nunmehr 4,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte.

Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 3,4. Die Gesamtzahl der Todesfälle gab das Lagus mit 1176 an - das ist einer mehr als am Freitag.

Mit 19,9 ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Schwerin derzeit am höchsten, mit 0,9 weist der Landkreis Vorpommern-Rügen den geringsten Wert auf. Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.319; als genesen gelten rund 43.000 Menschen. Mit Stand von Freitag werden vier Covid-Patienten derzeit in Krankenhäusern behandelt, einer liegt auf der Intensivstation.

Ebenfalls mit Stand Freitag wurden seit Beginn der Corona-Schutzimpfungen nach Lagus-Angaben 1.697.718 Impfdosen verabreicht. 948.589 Menschen erhielten mindestens eine erste Impfung. 788.669 Menschen oder 49 Prozent gelten als vollständig geimpft.

Update, 24. Juli, 13.37 Uhr: Corona-Inzidenz steigt in Hamburg auf 24,6 - 92 neue Fälle

Hamburg – Die Corona-Inzidenz in Hamburg ist am Samstag weiter gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 24,6 an. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 21,5 gelegen, eine Woche zuvor noch bei 13,5. 92 neu bestätigte Infektionen kamen am Samstag hinzu.

Seit Beginn der Pandemie haben sich damit laut Behörde in Hamburg nachweislich 78.374 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) gelten 76.000 davon als genesen. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus gestorbenen Menschen in Hamburg blieb konstant bei 1607.

In Hamburger Krankenhäusern wurden der Behörde zufolge mit Stand Freitag 32 Covid-19-Patienten behandelt, davon 14 auf Intensivstationen.

Nach RKI-Angaben wurden bis einschließlich Donnerstag mehr als 847.000 Menschen in Hamburg vollständig geimpft. Das entspricht einem Anteil von 45,9 Prozent der Bevölkerung. Eine Erstimpfung haben mehr als 1.144.000 Hamburger bekommen.

Damit sind 61,9 Prozent der Einwohner zumindest teilweise immunisiert. Unter den 16 Bundesländern liegt Hamburg damit bei den Erstimpfungen auf dem 6. und bei den vollständigen Impfungen auf dem vorletzten Platz.

Update, 24. Juli, 11 Uhr: Corona-Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter

Hannover – Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Coronafällen in Niedersachsen ist weiter gestiegen. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut einen Wert von 15,8 - so viele Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner wurden in den vergangenen sieben Tagen gemeldet.

Am Freitag hatte die Inzidenz bei 14,9 gelegen. Spitzenreiter im Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte war der Kreis Lüneburg mit einem Inzidenzwert von 51,0. Die niedrigsten Werte wurden im Landkreis Lüchow-Dannenberg (0) und im Kreis Friesland (1,0) gemeldet. Landesweit wurden im Vergleich zu Freitag 231 neue Corona-Fälle registriert.

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters werden in Niedersachsen derzeit 26 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt, sieben von ihnen werden invasiv beatmet.

Die Zahl der freien Intensivbetten lag am Samstagmorgen bei 288, davon haben 139 eine spezielle Ausstattung zur Behandlung von Corona-Patienten.

Update, 24. Juli, 7.28 Uhr: Weil sieht Impfen als Schlüssel zur Normalität

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) bemängelt den Rückgang der Impfbereitschaft. (Archivbild)
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) bemängelt den Rückgang der Impfbereitschaft. (Archivbild)  © Moritz Frankenberg/dpa

Hannover – Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sieht in der Corona-Pandemie das Impfen gegen das Virus als zentralen Schlüssel für eine Rückkehr zur Normalität.

"Ein Leben in Normalität wird sich dann ergeben, wenn eine sehr große Mehrheit in der Gesellschaft vollständig geimpft ist", sagte Weil in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Die verfügbaren Impfstoffe schlügen auf die bisher bekannten Mutationen gut an. "Ich verstehe nicht, dass gerade jetzt, in dem Moment, wo wir genug Impfstoff haben, die Bereitschaft in der Bevölkerung deutlich an Schwung verliert", sagte Weil. "Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel für die Kinder derzeit noch kein Impfstoff zugelassen ist, dann müssen sich vom Rest der Gesellschaft weitaus mehr Menschen als die 80 Prozent impfen lassen."

Auf dieser Grundlage könnte dem Regierungschef zufolge die Gesellschaft mit Corona zu einem ähnlichen Umgang wie mit dem Influenza-Virus gelangen.

Auch dieses habe man nicht ausrotten können und man werde im Zweifel auch Corona nicht ausrotten können. "Aber mit einem wirksamen Impfschutz in unserer Gesellschaft können wir damit leben", sagte Weil.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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