Coronavirus in Norden: Schulen planen Rückkehr in Regelbetrieb

Hamburg/Kiel/Hannover – Das Coronavirus hat das Land seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Die Zahlen im Norden sinken jedoch wieder. Die dritte Welle scheint gebrochen.

Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.
Menschen stehen vor dem Corona-Impfzentrum an den Hamburger Messehallen.  © Christian Charisius/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 76.927 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 63.439 Fälle bekannt, in Bremen 27.174 in Mecklenburg-Vorpommern 44.074 und in Niedersachsen 259.431 Covid-19-Fälle (Stand 14. Juni, 20.42 Uhr).

Am 16. Dezember 2020 wurde erneut ein bundesweiter Lockdown beschlossen, der auch im neuen Jahr immer wieder verlängert wurde.

Angesichts niedriger Infektionszahlen beschließen inzwischen aber immer mehr Bundesländer Lockerungen ihrer Corona-Verordnungen. Vielerorts haben Schulen und Kitas wieder geöffnet, auch Freibäder, Restaurants und sogar Discos dürfen unter Auflagen wieder Besucher empfangen.

Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz bleibt niedrig
Coronavirus Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz bleibt niedrig

Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

UPdate, 15. Juni, 6.25 Uhr: Land plant Rückkehr zum Regelbetrieb der Schulen

Eine Schülerin hebt an einer Grundschule in Kiel die Hand. Nach den Sommerferien soll an den Schulen die Normalität zurückkehren.
Eine Schülerin hebt an einer Grundschule in Kiel die Hand. Nach den Sommerferien soll an den Schulen die Normalität zurückkehren.  © Gregor Fischer/dpa

Kiel – Nach den pandemiebedingten Einschränkungen des Unterrichts auch in Schleswig-Holstein plant die Landesregierung für kommendes Schuljahr die Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen.

Das Kabinett will am Dienstag über das Rahmenkonzept für das Schuljahr 2021/22 beraten. Anschließend (12 Uhr) will Bildungsministerin Karin Prien (CDU) die Pläne der Öffentlichkeit vorstellen.

Nach den Sommerferien soll an den Schulen wieder die Normalität zurückkehren - allerdings wegen der Corona-Pandemie weiter unter Hygienebedingungen. Präsenzunterricht soll für alle Schüler im Land wieder zum Regelfall werden. In dem am Freitag zu Ende gehenden Schuljahr war viel Unterricht auf Distanz erfolgt. Je nach Infektionsgeschehen vor Ort gab es Distanzlernen, Wechsel- oder Präsenzunterricht.

Coronavirus: Inzidenz bundesweit bei 15,5
Coronavirus Coronavirus: Inzidenz bundesweit bei 15,5

Erst seit Ende Mai waren im Norden wieder alle Schüler im Präsenzunterricht. Für Bildungsministerin Prien ist dieser aber unbedingt erforderlich für die Entwicklung und den Bildungserfolg von Kindern.

Für das kommende Schuljahr sind neben zusätzlichem Personal an den Schulen und Förderprogrammen auch zusätzliche Lernangebote in den Sommerferien in diesem und im kommenden Jahr sowie in den Herbst- und den kommenden Osterferien im Gespräch.

Update, 14. Juni, 20.42 Uhr: Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein liegt bei 8,1

Kiel - Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Schleswig-Holstein auf 8,1 gefallen. Das geht aus Daten der Landesmeldestelle in Kiel von Montag hervor. Am Vortag hatte der Wert noch bei 8,9 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelegen. Bundesweit lag der Wert laut Robert Koch-Institut bei 16,6.

In Schleswig-Holstein kamen innerhalb eines Tages vier neu gemeldete Infektionen hinzu, eine Woche zuvor waren es 23 gewesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion beträgt 1617, drei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus.

Die Zahl der Menschen, die sich mit Covid-19 im Krankenhaus befinden, lag den Angaben zufolge bei 40. 23 Corona-Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt, 19 von ihnen beatmet.

Die Regionen mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Land sind die Kreise Stormarn (18,0) und Pinneberg (17,1). Am niedrigsten sind die Zahlen in Neumünster, Flensburg und Plön.

Update, 14. Juni, 17.44 Uhr: Registrierung für Impfzentren im Norden stark gefragt

Kiel - Für einen Termin in einem der Corona-Impfzentren in Schleswig-Holstein haben sich am Montag laut Gesundheitsministerium innerhalb der ersten 90 Minuten 24.000 Interessierte registriert.

Dafür ist in den Zentren keine Priorisierung mehr erforderlich. Die jetzige Registrierungsphase dauert noch bis Donnerstag, 13 Uhr. Die ersten Impfungen danach sind ab Samstag vorgesehen.

Ergänzend gibt es weiterhin offene Angebote für Impfungen mit Astrazeneca ohne Anmeldung in Impfzentren in Husum, Neumünster und Lübeck. Die Zweitimpfung folgt fünf Wochen später.

Die tatsächliche Verfügbarkeit und Wartezeiten hingen davon ab, in welchem Umfang die Sonderaktionen in Anspruch genommen werden, erläuterte das Ministerium.

Update, 14. Juni, 16.52 Uhr: Acht Corona-Neuinfektionen in MV gemeldet - Inzidenz bei 4,6

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag acht neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das war eine mehr als am Montag vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilte. Ein weiterer Mensch starb im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Ansteckung. Die Gesamtzahl der Corona-Todesfälle im Land stieg damit auf 1146.

Die Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag leicht um 0,2 auf nun 4,6 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert den Angaben zufolge landesweit bei 8,7.

Mit 10,9 ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigslust-Parchim derzeit am höchsten. In den anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns liegt dieser wichtige Wert zwischen 1,3 (Landkreis Vorpommern-Rügen) und 7 (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte).

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen im Nordosten beträgt 44.074, als genesen gelten rund 42.650 Menschen. Derzeit werden 37 Corona-Patienten in Kliniken behandelt, 7 weniger als am Vortag; 16 Patienten von ihnen befanden sich auf Intensivstationen, einer weniger als noch am Sonntag.

Nach Lagus-Angaben wurden bislang 1.224.408 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. Knapp 50 Prozent der Menschen im Nordosten erhielten demnach eine erste Impfung, 28 Prozent auch die notwendige zweite.

Update, 14. Juni, 14.58 Uhr: Digitaler Corona-Impfnachweis bei Apotheken gefragt

Ein Impfpass und ein Smartphone, auf dem die App CovPass läuft, liegen auf einem Impfzertifikat, das von einer Apotheke ausgestellt wurde.
Ein Impfpass und ein Smartphone, auf dem die App CovPass läuft, liegen auf einem Impfzertifikat, das von einer Apotheke ausgestellt wurde.  © Stefan Puchner/dpa

Hannover - Viele Menschen, die bereits gegen das Coronavirus geimpft worden sind, haben sich am Montag bei den Apotheken in Niedersachsen um einen digitalen Impfnachweis bemüht. Wie Frank Germeshausen vom Landesapothekerverband mitteilte, war die Nachfrage seinem ersten Eindruck nach groß.

"In den ersten Stunden hat es in manchen Apotheken Probleme beim Zugriff auf den Apotheken-Server gegeben, mittlerweile läuft es aber überwiegend rund", sagte der Apotheker über die Rückmeldungen seiner Kollegen zum Start des digitalen Corona-Impfnachweises in den Apotheken.

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Auf der Internetseite mein-apothekenmanager.de können Interessierte nach Apotheken in ihrer Nähe suchen, die den Service anbieten.

Für Geimpfte ist er kostenlos. Apotheken erhalten eine Vergütung. Um den digitalen Nachweis zu erhalten, muss man neben der Impfbescheinigung seinen Personalausweis vorzeigen.

"Bestenfalls stammt der Impfnachweis von einem Impfzentrum oder einer Arztpraxis in der Nähe", erklärte Germeshausen. So falle dem Personal die Überprüfung des Dokuments leichter. In seiner Apotheke in Duderstadt sei zum Start eine zusätzliche Mitarbeiterin eingeplant worden, die die Kollegen in den kommenden Tagen mit der Ausstellung des Impfnachweises vertraut machen soll.

Der Nachweis wird in einem QR-Code aus schwarzen und weißen Quadraten hinterlegt, der künftig in der Regel mit dem zweiten Impfgang im Impfzentrum oder beim Arzt ausgehändigt werden soll. Der Code kann dann mit Handy-Apps eingescannt und vorgezeigt werden.

Update, 14. Juni, 14.11 Uhr: Noch sechs Kitas, Horte und Schulen in MV von Corona-Fällen betroffen

Rostock - Die abflachende Tendenz in der Corona-Pandemie macht sich auch bei den Kitas, Horten und Schulen in Mecklenburg-Vorpommern bemerkbar. Derzeit sind noch insgesamt vier Kitas und Horte sowie zwei Schulen im Nordosten von Corona-Infektionen betroffen, wie aus am Montag veröffentlichten Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) hervorgeht.

Demnach sind drei Kinder sowie drei Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter von Betreuungsstätten mit dem Virus infiziert. Den Angaben zufolge sind an den zwei Schulen zwei Schüler infiziert.

Am Freitag ist der letzte Schultag vor den Sommerferien. Am vergangenen Montag waren laut Lagus noch insgesamt 13 Schulen, Kitas und Horte von Corona-Infektionen betroffen gewesen.

Update, 14. Juni, 12.04 Uhr: 42 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - Inzidenz steigt leicht auf 15,9

Hamburg - Die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen in Hamburg hat sich am Montag nach Angaben der Gesundheitsbehörde um 42 Fälle erhöht. Das sind 16 mehr als am Montag vor einer Woche und 35 mehr als am Sonntag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, stieg von 15,1 auf 15,9 . Vor einer Woche hatte der Wert 20,7 betragen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Montag für Hamburg mit 13,6 an.

Laut RKI blieb die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen bei 1580. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Gesundheitsbehörde nachweislich 76.927 Bürger der Hansestadt mit Sars-CoV-2 infiziert. Davon gelten nach RKI-Schätzungen 74.200 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Freitag 56 Covid-19-Patienten behandelt, davon 30 auf Intensivstationen.

Die Zahl der bis Sonntag mindestens einmal gegen das Coronavirus Geimpften gab das RKI mit 836.798 an. Als vollständig geimpft gelten inzwischen 467.818 Hamburger.

Update, 14. Juni, 11.17 Uhr: CDU-Fraktion fordert Aufhebung der Maskenpflicht im Freien

Hamburg - Die CDU in der Hamburgischen Bürgerschaft fordert die Aufhebung der Maskenpflicht im Freien. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen liege in Hamburg stabil unter 20, daher sei es an der Zeit die noch an einigen Orten geltende Pflicht aufzuheben.

"Das Ansteckungsrisiko im Freien ist nach Experteneinschätzung eher gering und daher ist die Maskenpflicht draußen an der frischen Luft bei der gegenwärtig geringen Inzidenz und Beachtung der Abstandsregeln nicht mehr länger zu rechtfertigen", erklärte CDU-Fraktionschef Dennis Thering (37) am Montag.

In geschlossenen Räumen hält er die Pflicht zum Tragen von Masken aber weiter für sinnvoll.

Update, 14. Juni, 9.10 Uhr: Hamburg vergibt kurzfristig Termine für 14.000 Biontech-Erstimpfungen

Im Hamburger Impfzentrum gibt es kurzfristig neue Termine.
Im Hamburger Impfzentrum gibt es kurzfristig neue Termine.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Weil Hamburg eine Biontech/Pfizer-Sonderlieferung erhalten hat, werden am Montagmittag kurzfristig 14.000 Termine für die Corona-Erstimpfung im Hamburger Impfzentrum freigeschaltet.

"Sie werden, wie angekündigt, nur an Personen vergeben, die aufgrund der Priorisierung einen Anspruch auf bevorzugte Impfung haben", sagte ein Sprecher der Sozialbehörde am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.

Im Impfzentrum müsse der entsprechende Nachweis vorgelegt werden.

Die 14.000 Termine können wie immer online unter www.impfterminservice.de oder telefonisch unter 116 117 gebucht werden. Sie sollten um 12 Uhr freigeschaltet werden.

Update, 14. Juni, 8.35 Uhr: Inzidenzwert in Niedersachsen sinkt - Landkreis Wesermarsch bei 0

Hannover - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist am Montag erneut leicht gesunken und bliebt unter der Marke von 10. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden 9,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche registriert. Am Sonntag hatte der landesweite Wert schon bei 9,9 gelegen. Außerdem meldete das RKI 29 Neuinfektionen, die Zahl der Todesfälle stieg um 2 auf 5701.

Wie am bereits am Wochenende meldete die Stadt Delmenhorst den landesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwert, er blieb bei 40,0. Alle anderen Kreise und kreisfreien Städte lagen unter der Schwelle von 35. Am niedrigsten lag der Wert im Landkreis Wesermarsch mit einer Inzidenz von Null, der Landkreis Rotenburg (Wumme) meldete 0,6 der Landkreis Ammerland 0,8.

Im kleinsten Bundesland Bremen sank die Sieben-Tage-Inzidenz auf 14,5 nach 15,4 am Vortag. Dort wurden vier Neuinfektionen gezählt, weitere Todesfälle gab es nicht.