Coronavirus in NRW: Inzidenz schießt erstmals über 1000er-Marke

Köln – Die Corona-Pandemie grassiert in Nordrhein-Westfalen. Wir geben einen aktuellen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)
Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

In Nordrhein-Westfalen ist die Corona-Inzidenz erstmals über die Marke von 1000 gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag 1084,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, nachdem am Donnerstag in NRW noch ein Wert von 991,8 registriert worden war. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI bei 1073,0.

Am höchsten fiel der Wert in Remscheid mit 2343,2 aus, gefolgt von Solingen mit 2027,7, dem Kreis Borken mit 1971,0 und Bonn mit 1601,4,2. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 46 548 Neuinfektionen und 38 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Die Hospitalisierungsinzidenz stieg nach Angaben des Landeszentrums für Gesundheit (LZG) auf 4,38 (Vortag 4,07). So viele Corona-Infizierte pro 100.000 Einwohner mussten binnen sieben Tagen ins Krankenhaus.

Coronavirus: Lauterbach vorerst gegen Lockerungen von Corona-Auflagen
Coronavirus Coronavirus: Lauterbach vorerst gegen Lockerungen von Corona-Auflagen

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Update, 28. Januar, 10.50 Uhr: Lehrer und Städte fordern Ende der PCR-Pool-Tests an Grundschulen

Nach der kurzfristigen Änderung beim Corona-Testverfahren für Grundschüler in Nordrhein-Westfalen fordern Lehrer und Städte ein Ende der PCR-Pool-Tests.

Nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Lehrerverbandes (NRWL) und des Städtetags NRW sollten die Grundschüler jede Woche stattdessen drei Schnelltests machen, wie die "Rheinische Post" berichtet.

Nach der aktuell geltenden Regelung müssen Grundschüler nach einem positiven PCR-Pool-Test in ihrer Klasse nur noch mit einem einzelnen Schnelltest nachgetestet werden.

Update, 28. Januar, 10.47 Uhr: Existenz bedroht: Einzelhandel drängt auf Abschaffung der 2G-Regel

Der Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen drängt auf eine Abschaffung der 2G-Zugangsregeln - wie in anderen Bundesländern.

Nachdem einige Landesgerichte die Beschränkung auf Geimpfte und Genese für den regulären Einzelhandel aufgehoben hatten, mache sich in der Branche "allergrößtes Unverständnis und Frustration breit, warum in Nordrhein-Westfalen weiterhin symbolhaft an einem nicht unmittelbar wirksamen Instrument festgehalten wird".

Update, 27. Januar, 20.04 Uhr: Stadt Bonn hält an PCR-Test für Kita-Kinder fest

Bonn hält an den PCR-Tests für Kinder in den Kindertagesstätten fest. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit.

"Als Stadt wollen wir den Kindern einen möglichst sicheren und infektionsfreien Kita-Besuch ermöglichen", sagte Oberbürgermeisterin Katja Dörner. Deshalb wolle die Stadt das sichere PCR-Test-Verfahren weiterführen.

Das beauftrage Labor habe der Stadt versichert, dass durch den Wegfall der frei gewordenen Kapazitäten durch den landesweiten Wegfall der PCR-Tests an den Grundschulen die Testergebnisse für die Kitas wieder bis zum Folgetag um 6 Uhr übermittelt werden.

Update, 26. Januar, 18.15 Uhr: Warten auf Impfstoff, Bewährungsprobe im Frühjahr

Viele Apotheker stehen bereits für die Durchführung von Corona-Impfungen in den Startlöchern.

Allerdings könne es erst losgehen, wenn die Apotheken Impfstoff bestellen könnten, sagte der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein, Thomas Preis, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Er gehe davon aus, dass die Freischaltung der Apotheker im Impfsystem in den kommenden Tagen erfolge werde. Dann werde ein Vorlauf von etwa einer Woche benötigt. Spätestens Mitte Februar könnte der Impfstart in den Apotheken losgehen. Im Rheinland werde dann kurzfristig etwa jede zweite Apotheke impfbereit sein.

In den Apotheken kann die Durchführung von Corona-Impfungen schon bald starten. Spätestens Mitte Februar soll es losgehen.
In den Apotheken kann die Durchführung von Corona-Impfungen schon bald starten. Spätestens Mitte Februar soll es losgehen.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. Januar, 14.50 Uhr: CDU und FDP wollen bei Corona-Maßnahmen an einem Strang ziehen

Die Koalition aus CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen will trotz teils unterschiedlicher Meinungen bei den strengen Corona-Maßnahmen weiter an einem Strang ziehen.

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) schloss angesichts der rollenden Omikron-Welle eine Aufweichung der Schutzmaßnahmen am Mittwoch vorerst aus. "Es kann kein Signal zu großflächigen, pauschalen Lockerungen geben", sagte Wüst in einer Unterrichtung des Landtags.

Bund und Länder seien sich bei ihren Beratungen am vergangenen Montag einig gewesen, dass die bisher geltenden Regeln grundsätzlich weiterhin Bestand haben sollten.

Update, 26. Januar, 14.48 Uhr: Mehr als 800.000 PCR-Tests in NRW binnen einer Woche

Mit der Omikron-Welle hat die Zahl der PCR-Tests in Nordrhein-Westfalen in der vergangenen Woche einen Spitzenwert erreicht.

Wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein am Mittwoch berichtete, sind in der dritten Kalenderwoche 2022 von den Laboren landesweit 809.375 PCR-Tests durchgeführt worden. "Damit haben wir einen neuen Spitzenwert, der auch an die Kapazitätsgrenze der Labore derzeit geht", sagte Abteilungsleiter Holger Neye in einer Online-Pressekonferenz am Mittwoch.

Die Berufsverbände der Labore hätten eine Auslastung der Labore von 95 Prozent gemeldet. "Mehr als sieben Tage hat die Woche nicht", verdeutlichte Neye. Vor diesem Hintergrund sei die aktuelle Debatte um eine Priorisierung bei den PCR-Tests wichtig.

Update, 26. Januar, 14.45 Uhr: Kitas können von PCR-Pool-Tests auf Schnelltests umsteigen

Angesichts der Labor-Engpässe bei der Auswertung von Corona-PCR-Tests hat der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (51, FDP) betroffenen Kindertagesstätten angeboten, schnell auf das Schnelltest-System umzusteigen.

Rund 27 bis 29 Prozent der Kinder in den NRW-Kitas würden derzeit mit PCR-Pool-Tests auf das Virus getestet, sagte Stamp am Mittwoch im Landtag in Düsseldorf. Das Ministerium habe den Jugendämtern, die ein solches Testsystem etabliert hätten, angeboten, kurzfristig in das Schnelltest-Liefersystem des Landes zurückzukehren.

Das Ministerium hatte Anfang April Corona-Schnelltests für alle Kinder in den Kitas zur Verfügung gestellt. Dort wo es die Laborkapazitäten erlaubten, habe das Land den Kommunen zudem ermöglicht, auf PCR-Pool-Tests umzustellen und das finanziell unterstützt, sagte Stamp.

Ein Mitarbeiter führt an einer Corona-Teststelle einen Schnelltest durch.
Ein Mitarbeiter führt an einer Corona-Teststelle einen Schnelltest durch.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 26. Januar, 12.52 Uhr: Wieder mehr Corona-Patienten in den Krankenhäusern

Die Zahl der Corona-Patienten steigt in den Krankenhäusern von Nordrhein-Westfalen nach Angaben von Ministerpräsident Hendrik Wüst (46) wieder deutlich an.

Innerhalb von zwei Wochen sei die Zahl der Corona-Patienten um 50 Prozent gestiegen, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Düsseldorf im Landtag. Es gebe weniger schwere Verläufe vor allem bei Menschen mit einer Immunisierung. Das zeige vor allem eines: Impfen schütze. Klar sei aber auch, dass Omikron deutlich ansteckender sei als die Delta-Variante. Deshalb gebe es in ganz Deutschland extrem hohe Infektionszahlen.

Von Anfang an sei klar gewesen, dass man die Ausbreitung auch dieser Corona-Variante nicht verhindern, sondern nur verzögern könne. Das sei bisher gelungen. Es sei wertvolle Zeit gewonnen worden, um eine Doppelbelastung der Krankenhäuser durch Delta und Omikron zu verhindern.

Update, 26. Januar, 12.48 Uhr: Wüst fordert rasche Klarheit zu Kurzarbeitergeld

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) hat rasche Klarheit in der Frage einer Verlängerung der Wirtschaftshilfen und der Sonderregelung beim Kurzarbeitergeld über den 31. März hinaus gefordert.

"Ich halte eine möglichst frühzeitige Entscheidung in dieser Sache für erforderlich", sagte Wüst am Mittwoch in Düsseldorf im Landtag. Es gehe darum, jenen Branchen, die selbst dann, wenn Corona-Maßnahmen aufgehoben werden, weiter belastet seien und Umsatzrückgänge verzeichneten, Planungssicherheit und Verlässlichkeit zu geben.

Die Bundesregierung werde eine Verlängerung der Wirtschaftshilfen und Sonderregelung bei der Kurzarbeit über den 31. März 2022 hinaus prüfen, erläuterte Wüst. Er verwies darauf, dass Nordrhein-Westfalen mit der Fristverlängerung für die Abrechnung der Corona-Soforthilfen bis Mitte 2023 zusätzliche Unterstützung auf den Weg gebracht habe.

Update, 26. Januar, 10.25 Uhr: Testverfahren an Grundschulen wegen Überlastung geändert

Wegen knapper Labor-Kapazitäten und steigender Corona-Fallzahlen gelten seit Mittwoch kurzfristig Änderungen für Grundschüler bei Lolli-PCR-Tests.

Auf die neuen detailreichen Test-Regelungen einer "Strategie 2.0" wies das Schulministerium am Dienstagabend in einer Rundmail an die Schulen hin.

Bei Grundschülern mit positivem Pool-Ergebnis bei den Lolli-Tests wird nur noch mit Schnelltests nachgetestet. Die Abgabe von einzelnen PCR-Rückstellproben an die Labore entfällt – laut Schulministerium wegen starker Labor-Belastung und der von Bund und Ländern beschlossenen Konzentration von PCR-Testungen auf bestimmte Gruppen.

An vielen Grundschulen in NRW schnellen die Fallzahlen enorm in die Höhe. Labore sind daher überlastet. (Symbolbild)
An vielen Grundschulen in NRW schnellen die Fallzahlen enorm in die Höhe. Labore sind daher überlastet. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Update, 25. Januar, 19.05 Uhr: Landrat Pusch mit Kritik an Corona-Politik

Der für seine Videos mit deutlichen Ansagen zur Corona-Politik bekannte Heinsberger Landrat Stephan Pusch (53, CDU) kritisiert das Fallzahlen-Management in der Pandemie als "puren Aktionismus". Puschs ausführliche Kritik findest Du hier.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa Pool/dpa

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