Coronavirus in NRW: Die wichtigsten Nachrichten

Köln – Die Corona-Pandemie grassiert in Nordrhein-Westfalen. Wir geben einen aktuellen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)
Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

In der Corona-Pandemie steigt die Inzidenz auch in Nordrhein-Westfalen weiter an.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Sonntag einen Wert von 748 für das Bundesland an.

Am Samstag hatte die Inzidenz noch bei 733,6 gelegen und am Sonntag vor einer Woche bei 489.

Zehntausende demonstrieren in Brüssel gegen geltende Corona-Maßnahmen
Coronavirus Zehntausende demonstrieren in Brüssel gegen geltende Corona-Maßnahmen

Der Wert gibt an, wie viele Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner die Gesundheitsämter binnen sieben Tagen registriert haben.

Seit Ende Dezember klettern die Infektionszahlen in die Höhe.

Inzwischen liegen 11 der 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW über 1000. Negativ-Spitzenreiter ist Bonn mit einer Inzidenz von 1467,1, dahinter folgen Solingen (1272,7) und Remscheid (1271,6).

Die niedrigste Neuinfektionsrate weist die Landeshauptstadt Düsseldorf aus mit 331,8.

Alle aktuellen Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Ticker-Meldungen bis zum 7. Januar 2022 findest Du >>>hier.

Update, 23. Januar, 10.30 Uhr: Zeugnisse im Corona-Fall

Wie bekommen Schüler, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder sich als Kontaktperson in Quarantäne befinden, ihr Halbjahreszeugnis?

Die Schulen in Nordrhein-Westfalen können die Zeugnisausgabe wie schon im Vorjahr in diesen Fällen flexibel handhaben.

Die Zeugnisausgabe kann von den Schulen individuell geregelt werden.
Die Zeugnisausgabe kann von den Schulen individuell geregelt werden.  © David Inderlied/dpa

Update, 22. Januar, 17.35 Uhr: Mehr Zeit für Rückzahlung von Corona-Hilfen für kleine Firmen

Weil die Corona-Pandemie der Wirtschaft noch immer stark zusetzt, bekommen kleinere Firmen mehr Zeit für Rückzahlungen von zu viel gezahlten Corona-Hilfen an den Staat.

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen wolle am Dienstag beschließen, die Frist von Ende Oktober 2022 auf Ende Juni 2023 zu verlängern, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Samstag in Düsseldorf.

Update, 22. Januar, 17.32 Uhr: Kritiker der Corona-Politik demonstrieren in Düsseldorfs Innenstadt

Gegner von Corona-Maßnahmen sind in Düsseldorf erneut auf die Straße gegangen. Angemeldet waren 3500 Demo-Teilnehmer, die Polizei wollte am Abend eine Schätzung zur tatsächlichen Teilnehmerzahl machen.

Die Demonstranten hielten Pappschilder und Plakate in die Höhe, auf denen Slogans wie "Grundrechte sind keine Privilegien" und "Impfzwang? Nein! Danke!" standen. Die Kritiker der Corona-Politik betonten, dass Selbstbestimmung die Grundlage einer liberalen Demokratie sei.

Gegendemonstranten forderten sie hingegen zum «Impfen statt Schimpfen» auf - Impfen sei ein Beitrag zu einer solidarischen Gesellschaft, war ihre Auffassung. Ein Polizeisprecher sagte am späten Samstagnachmittag, die Demo sei bisher friedlich und störungsfrei verlaufen.

Am Abend war eine Abschlusskundgebung geplant. Rund um den Protestzug durch die Innenstadt kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Update, 22. Januar, 13.01 Uhr: Stamp über Corona-Gesetze

Der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende und Familienminister Joachim Stamp (51) hat angemahnt, coronabedingte Einschränkungen so bald wie möglich zurückzunehmen.

Jede neue wissenschaftliche Erkenntnis müsse dazu führen, die Pandemie-Maßnahmen zügig zu überprüfen und sobald verantwortbar wieder außer Kraft zu setzen, sagte Stamp am Samstag bei einem digitalen Landesparteitag der FDP.

NRW-Familienminister Joachim Stamp (51, FDP).
NRW-Familienminister Joachim Stamp (51, FDP).  © Marius Becker/dpa

Update, 22. Januar, 8.01 Uhr: Corona-Hilfe in Köln

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag die Corona-Test-und-Quarantäneverordnung geändert.

Die Stadt Köln zieht mit und wird in der Kontrolle lascher: Wer sich mit dem Coronavirus infiziert, ist ab Montag (24. Januar) mehr auf sich allein gestellt.

Update, 20. Januar, 15.20 Uhr: Familienminister Stamp gegen verpflichtende Tests für Kita-Kinder

Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp (51, FDP) lehnt eine Corona-Testpflicht für Kita-Kinder ab.

"Verbindliche Tests würden bedeuten, dass Kinder, für die kein Test vorgezeigt werden kann, nicht betreut werden könnten", sagte Stamp am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags in Düsseldorf.

"Und das ist eben schon ein sehr einschneidender Eingriff in die Bildungschancen von Kindern, die ja zweifelsohne in den vergangenen zwei Jahren besonders viel entbehren mussten." Es gehe um sehr junge Kinder, die auch mal einen Test verweigern könnten. "Dann ist es mit der Pflicht ausgesprochen schwierig."

Weitere Informationen findet Ihr hier.

Update, 20. Januar, 13.07 Uhr: FDP will in NRW Corona-Fesseln in Gastronomie und Handel lockern

Die in Nordrhein-Westfalen mitregierende FDP will coronabedingte Einschränkungen in Handel und Gastronomie lockern.

"Geimpfte und Genesene sollten in der Gastronomie keinen Test mehr vorlegen müssen", sagte FDP-Landtagsfraktionschef Christof Rasche der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. "Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme aus Angst vor Omikron", meinte der Liberale.

Im Handel müssen wir wieder weg von 2G - das gibt es schließlich auch in Bayern und Niedersachsen nicht", sagte Rasche zur Zutrittserlaubnis nur für Geimpfte und Genesene. "Kurzfristig müssen wir wieder mehr Normalität ermöglichen."

An der Tür an einem Ladengeschäft sind Hinweise zu den Coronaregeln ausgeschildert.
An der Tür an einem Ladengeschäft sind Hinweise zu den Coronaregeln ausgeschildert.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 20. Januar, 6.42 Uhr: Corona-Lage in Kitas beschäftigt Familienausschuss im Landtag

Die gestiegenen Corona-Infektionszahlen sind am Donnerstag (9.30 Uhr) Thema im Familienausschuss des nordrhein-westfälischen Landtages. Die Landesregierung will dort über die aktuelle Lage der Pandemie in den Kitas berichten.

Die Zahlen der positiven Tests von Kita-Kindern und Mitarbeitenden sind zum Jahreswechsel gestiegen. Durchschnittlich seien an einem Wochentag im Januar rund 46 Kitas teilweise und rund 12 komplett wegen Infektionsschutzmaßnahmen geschlossen gewesen, teilte das Familienministerium mit. Das seien insgesamt 0,6 Prozent der Kitas.

Nach Angaben des Ministeriums wurden dieses Jahr bisher etwa 1930 positive Corona-Tests bei Kindern und rund 1440 positive Tests bei Mitarbeitenden gemeldet (Stand: 17. Januar).

Im gesamten Dezember habe es bei rund 3010 Kindern und 1800 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen einen positiven Corona-Test gegeben. Das Ministerium wies daraufhin, dass Tests teilweise auch noch rückwirkend gemeldet werden.

Update, 20. Januar, 6.30 Uhr: Apothekerverband fordert Ende der PCR-Testpflicht

Der Apothekerverband Nordrhein hat ein Ende der PCR-Testpflicht gefordert.

"Wir müssen bei der Teststrategie jetzt andere Wege gehen, um eine Überlastung der Labore zu vermeiden", sagte Verbandschef Thomas Preis der Düsseldorfer Rheinischen Post.

Positive Testergebnisse jener Bürgertest-Stellen, die von Apothekern oder Ärzten geleitet werden, sollten auch genutzt werden, um eine Infektion beim Arbeitgeber anzuzeigen und nach überstandener Infektion als genesen zu gelten.

Update, 19. Januar, 20 Uhr: Laumann: PCR-Testkapazitäten in NRW ausgebaut

Die Kapazitäten für die als besonders sicher geltenden PCR-Corona-Tests sind Nordrhein-Westfalen nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) ausgebaut worden.

In der Vergangenheit seien etwa 500.000 PCR-Tests pro Woche möglich gewesen, damit die Ergebnisse zeitnah vorliegen, sagte Laumann am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtages. Inzwischen sind nach Ministeriumsangaben bis zu 930.000 PCR-Tests pro Woche in NRW möglich.

In der vergangenen Woche sind demnach 626.000 solcher Labor-Tests durchgeführt worden. Wenn zwei Drittel der Kapazitäten ausgeschöpft seien, kann dies laut Ministerium in einzelnen Bereichen zu Engstellen führen.

Laumann verwies auf Bestrebungen auf Bundesebene, auch bei den PCR-Tests bei Bedarf bestimmte Personen zu priorisieren. Es gehe darum, vor allem im medizischen Bereich schnell Ergebnisse zu haben, damit Mitarbeiter nicht unnötig lange in Quarantäne müssten. Im medizinischen Bereich gehe das Freitesten nur mit einem PCR-Test.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) informiert über die aktuelle Corona-Lage.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) informiert über die aktuelle Corona-Lage.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 19. Januar, 18.58 Uhr: Gesundheitsämter sollen einrichtungsbezogene Impfpflicht umsetzen

Die ab Mitte März bundesweit geltende einrichtungsbezogene Impfpflicht soll von den bereits stark belasteten kommunalen Gesundheitsämtern umgesetzt werden.

"Im Grunde hat man das jetzt alles wunderbar auf die örtlichen Behörden gedrückt", kritisierte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtages in Düsseldorf zu den Vorgaben der Bundesebene. Die Systematik des Gesetzes habe die Arbeitgeber weitgehend "rausgelassen", die in den Tagen nach dem 15. März nur die Ungeimpften in den betroffenen Bereichen melden müssten.

Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht sieht vor, dass Beschäftigte in Einrichtungen wie Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheimen bis zum 15. März nachweisen müssen, dass sie geimpft oder genesen sind. Damit sollen Patientinnen, Patienten und Pflegebedürftige besser vor einer Corona-Infektion geschützt werden.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa Pool/dpa

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