Coronavirus in NRW: Rapider Anstieg der Neuinfektionen, Omikron dominiert

Köln – Die Corona-Pandemie grassiert in Nordrhein-Westfalen. Wir geben einen aktuellen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)
Die Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen bleibt angespannt. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist deutlich gestiegen.

Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Dienstag bei 543,7 nach 504,8 am Vortag.

Die Inzidenz im bevölkerungsreichsten Bundesland lag am Dienstag nur noch knapp unter dem bundesweiten Wert von 553,2.

Coronavirus: Zweitimpfung bei Johnson&Johnson wird künftig nötig sein
Coronavirus Coronavirus: Zweitimpfung bei Johnson&Johnson wird künftig nötig sein

Die NRW-Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 18.411 Neuinfektionen - mehr als doppelt so viel wie am Montag. 31 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 kamen hinzu. Omikron ist mittlerweile auch in NRW die dominierende Coronavirus-Variante.

Den höchsten Inzidenzwert verzeichnete am Dienstag Wuppertal mit 953,5, gefolgt von Leverkusen (867,6) und Krefeld (838). Die niedrigsten Inzidenzen hatten Recklinghausen mit 203,1 und der Rhein-Kreis Neuss mit 272,1.

Von den Corona-Infizierten kamen in NRW binnen einer Woche pro
100.000 Einwohner 2,84 ins Krankenhaus, wie das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) am Dienstagmorgen meldete. Die Hospitalisierungs-Inzidenz sank im Vergleich zum Vortag (2,87) damit leicht.

Alle aktuellen Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Ticker-Meldungen bis zum 7. Januar 2022 findest Du >>>hier.

Update, 18. Januar, 16.11 Uhr: Folgen für die Laufbahn? Rund 900 Test-Verweigerer nicht im Unterricht!

In der ersten Woche nach den Weihnachtsferien haben in Nordrhein-Westfalen nach Zahlen des Schulministeriums 865 Schülerinnen und Schüler die Teilnahme an Corona-Tests verweigert.

Wer weder dabei mitmache noch über sonstige zulässige Verfahren ein negatives Testergebnis nachweisen könne, sei vom Schulbesuch ausgeschlossen, erklärte das Ministerium am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Update, 18. Januar, 13.25 Uhr: "Als Schutzschild missbraucht": Eltern lassen Kinder Plakate tragen

Nach Erkenntnissen des nordrhein-westfälischen Innenministeriums kommt es bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen vereinzelt vor, dass Eltern ihre Kinder Plakate tragen lassen.

Es lägen aber keine Hinweise dafür vor, "wonach Kinder als 'Schutzschilde' missbraucht werden", schreibt das Ministerium in einem Bericht an den Innenausschuss des Landtags.

Unterdessen warnte das Ressort vor einer weiteren Instrumentalisierung der Proteste durch Rechtsextreme.

Update, 18. Januar, 13.05 Uhr: Corona und Brexit belasten Handel mit Vereinigtem Königreich

Die Corona-Krise und der Brexit lasten auf den Handelsbeziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und dem Vereinigten Königreich.

Die Importe aus Großbritannien und Irland nach NRW seien von Januar bis Oktober 2021 im Vergleich zum selben Zeitraum 2019 um etwa ein Fünftel (20,1 Prozent) niedriger gewesen, teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit.

Eingeführt wurden Waren im Wert von 6,4 Milliarden Euro.

Update, 18. Januar, 7.36 Uhr: Viele Unternehmen in NRW zahlen Corona-Prämien

Zahlreiche Unternehmen und Handwerksbetriebe in Nordrhein-Westfalen nutzen in der Pandemie die Möglichkeit einer steuer- und abgabenfreien Corona-Prämie für ihre Beschäftigten.

Das zeigt eine Umfrage der Rheinischen Post. Demnach haben unter anderem Aldi Süd, die Deutsche Bahn, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Eon, LEG Wohnen, die Metro, Rheinbahn, ThyssenKrupp Steel, Vodafone und der Immobilienkonzern Vonovia solche Prämien überwiesen oder planen dies noch.

In der Regel erhielten große Teile der Belegschaft die Zahlungen.

Update, 17. Januar, 15.20 Uhr: Wegen vieler Corona-Verdachtsfälle: Neue Abläufe beim Kinderarzt!

Zahlreiche Corona-Verdachtsfälle stellen die Kinder- und Jugendärzte vor logistische Herausforderungen.

Um für möglichst wenig Begegnungen zu sorgen, hätten die Praxen Abläufe angepasst, sagte der Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein, Axel Gerschlauer, am Montag der Deutschen-Presse-Agentur. Der Bonner Mediziner berichtete zum Beispiel von einem Modell des Ein- und Ausschleusens.

Dabei sei das eigentliche Wartezimmer verwaist und der kleine Patient sei mit seiner Begleitung bis zu einem Behandlungszimmer allein unterwegs. Oder eine Praxis nehme die Abstriche auf dem Parkplatz vor dem Haus vor, berichtete Gerschlauer von einem anderen Beispiel.

Weitere Methoden entnehmt Ihr unserem Artikel, bei dem auch gesondert auf den Verlauf von Corona bei erkrankten Kindern eingegangen wird.

Ein Baby wird bei einer Vorsorgeuntersuchung in der Praxis von einem Kinderarzt mit einem Stethoskop abgehört. (Symbolbild)
Ein Baby wird bei einer Vorsorgeuntersuchung in der Praxis von einem Kinderarzt mit einem Stethoskop abgehört. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Update, 17. Januar, 13.10 Uhr: Deutlich weniger Windpocken-Infektionen wegen Corona-Pandemie

Wegen der Corona-Pandemie und den Schutzmaßnahmen haben sich in Nordrhein-Westfalen 2021 deutlich weniger Menschen mit Windpocken angesteckt.

819 Fälle wurden im vergangenen Jahr gemeldet, wie die AOK Nordwest am Montag mitteilte. 2020 gab es demnach mehr als 1800 gemeldete Windpocken-Erkrankungen im Land, 2019 waren es sogar noch rund 4100.

"Wir gehen davon aus, dass die Kontaktbeschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln sowie die Kita- und Schulschließungen zu diesem starken Rückgang geführt haben, denn Auslöser für Windpocken ist das sogenannte Varizellen-Zoster-Virus, das durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen wird"^, sagte AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann. Die Entwicklung lasse sich bundesweit beobachten.

Windpocken zählen nach Angaben der AOK zu den häufigsten Kinderkrankheiten. Die Krankenkasse empfiehlt, insbesondere Kinder dagegen impfen zu lassen. Nach den Angaben der Ständigen Impfkommission (Stiko) sollten Kinder im Alter von etwa elf Monaten die erste Spritze bekommen – mit etwa 15 Monaten sollte dann die zweite Impfung folgen.

Update, 17. Januar, 9.23 Uhr: NRW-Flughäfen mit positivem Trend nach Corona-Tief

Nordrhein-Westfalens Flughäfen erholen sich in Corona-Zeiten etwas, sind aber noch weit entfernt vom Vor-Krisen-Niveau.

Im November seien rund 687.000 Passagiere an den sechs größeren Airports des Bundeslandes abgeflogen und damit etwa fünfmal so viele wie ein Jahr zuvor (140.000), wie das Landesstatistikamt IT.NRW am Montag in Düsseldorf mitteilte.

Im November 2019, also vor Ausbruch der Pandemie, lag die Zahl der Fluggäste noch bei 1,4 Millionen. Der größte Flughafen in NRW ist Düsseldorf, dahinter folgen Köln-Bonn, Dortmund, Münster/Osnabrück, Niederrhein (Weeze) und Paderborn/Lippstadt.

Update, 17. Januar, 6.24 Uhr: Lehrer kritisieren Schulministerin wegen Mangel an Corona-Vorsorge

Mehrere Lehrerverbände in NRW werfen Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) vor, angesichts steigender Corona-Fallzahlen keine ausreichende Vorsorge für die Schulen zu treffen.

"Wenn Politik den Präsenzunterricht zum obersten Gebot erklärt, muss sich das deutlich in kurz- und langfristigen Maßnahmen widerspiegeln", sagte Stefan Behlau, der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung, der Rheinischen Post.

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen werfen mehrere Lehrerverbände Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) vor, keine Vorsorge für die NRW-Schulen zu treffen.
Angesichts steigender Corona-Fallzahlen werfen mehrere Lehrerverbände Schulministerin Yvonne Gebauer (55, FDP) vor, keine Vorsorge für die NRW-Schulen zu treffen.  © David Inderlied/dpa

Update, 16. Januar, 17 Uhr: Apotheker lernen impfen: Schulungen laufen!

Etwa 2600 Apotheker sollen bis Monatsende in Nordrhein-Westfalen Corona-Schutzimpfungen trainiert haben. Rund 100 von ihnen lernten am Sonntag unter ärztlicher Anleitung in einem Hotel nahe der Düsseldorfer Arena das Setzen der Spritzen.

Für ihr Training injizierten sich die Pharmazeuten gegenseitig eine Kochsalzlösung. Bis Ende Januar sollen in NRW bis zu 4000 Apotheker für die Impfung bereit stehen.

Das Interesse sei riesengroß, hatte der Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, Armin Hoffmann, betont. Parallel seien noch einige Detailfragen wie die Impfstoffversorgung der Apotheken zu klären, damit die Impfkampagne in den Apotheken vor Ort starten könne.

Update, 16. Januar, 14.05 Uhr: Neue Corona-Schutzverordnung veröffentlicht

Für Nordrhein-Westfalen gilt seit Sonntag eine neue Corona-Schutzverordnung. Die bisherige Fassung ist überarbeitet worden und damit nach nur drei Tagen nicht mehr gültig.

Die neue Verordnung enthält die von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossenen Quarantäne- und Isolierungsregelungen. Zugleich wurde eine geänderte Corona-Test-und-Quarantäneverordnung des Landes veröffentlicht.

Die Änderungen sollen der Omikron-Variante Rechnung tragen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: