Coronavirus in Dresden: 7000er-Infizierten-Marke überschritten

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Krise 7163 mit dem Virus infizierte Menschen, der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt bei 232 (Stand: 3. Dezember, 12 Uhr). Der für die weiteren Maßnahmen wichtige Inzidenz-Wert des RKI liegt bei 196,3 (Stand: 3. Dezember, 0 Uhr). Dieser ist meist niedriger, da das RKI oftmals die Daten erst später übermittelt bekommt.

Per Anzeigetafel wird in Dresden auf den Mindestabstand hingewiesen.
Per Anzeigetafel wird in Dresden auf den Mindestabstand hingewiesen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Während im Sommer Normalität in Sachsen einzukehren schien, ist die Corona-Lage derzeit sehr ernst.

Seit dem 1. Dezember gelten in Deutschland erneut verschärfte Regeln. So wurde die Maskenpflicht erweitert und die Anzahl der privaten Zusammenkünfte verringert.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr >> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 3. Dezember, 14.40 Uhr: Dringender Appell: Klinikärzte brauchen Entlastung

Der Marburger Bund in Sachsen hat mit Blick auf die zugespitzte Situation in den Krankenhäusern die konsequente Umsetzung der neuen Corona-Maßnahmen gefordert. Die Zahl der stationären Covid-19-Patienten habe ein Niveau erreicht, "das die Kliniken an die Grenze des Machbaren bringt", heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten "Dringenden Appell". Dabei handele es sich, "anders als von den ignoranten Leugnern des Pandemiezustandes behauptet, um erkrankte Menschen und nicht bloß positive Testergebnisse."

Der Ärzte-Berufsverband kritisierte die Landkreise, die die bestehenden Infektionsschutzregeln nur zögerlich umsetzten und damit eine weitere Verschärfung der Maßnahmen provozierten. Alle seien gefragt, nur ein "adäquates Sozialverhalten" gemäß der seit Dienstag geltenden Regeln führten zur entscheidenden Verbesserung der Lage und damit zur Entlastung der Kliniken und des Personals, das am Limit arbeite. "Es wird immer schwieriger, andere Notfallpatienten angemessen zu versorgen, da die mit Covid-19 Erkrankten zunehmend personelle Kräfte binden."

Update, 3. Dezember, 13.15 Uhr: Kretschmer: Normalität erst wieder ab Mai/Juni 2021

Nach Einschätzung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) wird wegen der Corona-Pandemie erst in einem halben Jahr wieder Normalität im Leben einkehren. "Ich glaube, dass wir, sobald der Sommer kommt, wieder eine grundsätzliche Entspannung haben", sagte er am Donnerstag im Gespräch mit dem Sender MDR-Sachsenradio. Dann seien auch viele Menschen geimpft, "sodass wir ab Mai/Juni wieder ein normales Leben führen werden. Bis dahin müssen wir kommen". Weitere Infos >> hier.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen.  © dpa/zb/Robert Michael

Update, 3. Dezember, 13 Uhr: Sachsens Wirtschaftsminister drängt weiter auf staatliche Hilfe

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (46, SPD) pocht angesichts der geplanten Verlängerung des Teil-Lockdowns weiterhin auf staatliche Hilfen. "Viele Unternehmen, Hotels oder Gastronomen und die Belegschaften nehmen die Einschränkungen, welche auf Grund der Pandemie von ihnen zu tragen sind, tapfer hin. Sie sind angewiesen auf Unterstützung des Staates", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Mit den November- und Dezemberhilfen habe der Bund seine Verantwortung wahrgenommen. "Es muss auch im kommenden Jahr Hilfen geben, um die Härten weiter auszugleichen", sagte Dulig. Er wolle sich dazu auch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (62, CDU) verständigen.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig.
Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig.  © Thomas Türpe

Update, 3. Dezember, 12.23 Uhr: Neue Zahlen

Die Stadt Dresden meldete am Donnerstag 211 neue Fälle. Seit Beginn der Pandemie sind dies nun 7163 Infizierte.

Drei neue Sterbefälle meldete die Stadt, somit sind schon 79 Menschen allein in Dresden an oder mit Covid-19 gestorben. 23 Infizierte wurden zudem neu ins Krankenhaus eingewiesen.

106 Leute gelten zusätzlich wieder als genesen, insgesamt 4642.

Die 7-Tage-Inzidenz der Stadt Dresden liegt bei 232 (Vortag 234,6). Der vom RKI berechnete Inzidenz-Wert steht bei 196,3 und ist maßgeblich für weitere Einschränkungen.

Der Unterschied rührt daher, dass die Fälle dem RKI meist später übermittelt werden.

Update, 3. Dezember, 7.25 Uhr: 81 Verstöße gegen neue Corona-Schutzverordnung in Ostsachsen

Die Polizei in Ostsachsen hat innerhalb der ersten 24 Stunden nach Inkrafttreten der neuen Corona-Schutzverordnung Dutzende Verstöße registriert. In den Landkreisen Bautzen und Görlitz gab es nach Angaben vom Mittwoch mehrere Einsätze zur Kontrolle, bei denen in 81 Fällen Anzeigen gefertigt und vier Platzverweise ausgesprochen wurden.

In Bautzen saßen beispielsweise fünf 17- und 18-Jährige aus unterschiedlichen Haushalten in einem parkenden Auto, in Hoyerswerda trank ein 50-Jähriger auf einem Supermarkt-Parkplatz Alkohol, in Oybin stoppten Beamte zwei junge Männer auf Spritztour und in Weißwasser drei Supermarkt-Kunden ohne Mundschutz auf dem Parkplatz.

Polizisten stehen am Abend in einer Fußgängerzone und kontrollieren die neue Verordnung.
Polizisten stehen am Abend in einer Fußgängerzone und kontrollieren die neue Verordnung.  © dpa/zb/Martin Schutt

Update, 3. Dezember, 7.20 Uhr: Skifahren trotz Pandemie - Tourismus baut auf Lockerung im neuen Jahr

Nach dem coronabedingten Aus für Sachsens Skigebiete im Dezember hofft der Tourismus auf Lockerungen im neuen Jahr. "Der Dezember ist definitiv durch", sagte die Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen, Veronika Hiebl, der Deutschen Presse-Agentur.

"Es wäre ein weiterer großer Verlust, wenn die Skigebiete die ganze Saison geschlossen blieben." Ein solches Szenario bezeichnete der Geschäftsführer der Fichtelberg Schwebebahn GmbH, René Lötzsch als "Super-GAU". Die Hoffnung geben die Touristiker aber noch nicht auf. So werden einige Hänge in Oberwiesenthal und Eibenstock seit Tagen künstlich beschneit, um schon einmal für etwas weiße Pracht zu sorgen.

Ein Skihang am Fichtelberg.
Ein Skihang am Fichtelberg.  © DPA/ZB/Jan Woitas

Update, 3. Dezember, 7.15 Uhr: Riesige Hilfswelle für Meißner Tierpark

Überragende Hilfswelle nach dem TAG24-Bericht über den in Corona-Not geratenen Tierpark Hebelei! Helfer spendeten, schickten Futter-Pakete, kommen zum Arbeitseinsatz. Die drohenden Notschlachtungen der Tiere sind damit vom Tisch.

"Es ist Wahnsinn", sagt Tierparkchef Sven Näther (44) dankbar. "Ich bin völlig überwältigt." Nach dem Hilferuf des Tierparks an der Elbe, der wegen Corona geschlossen und in Schieflage geraten ist, spendeten Dutzende warmherzige Menschen mehrere Tausend Euro. Was noch gespendet wurde, steht hier.

Überglücklich! Nach dem TAG24-Bericht erhielt Tierparkchef Sven Näther (44) säckeweise Futter und auch viele Geldspenden.
Überglücklich! Nach dem TAG24-Bericht erhielt Tierparkchef Sven Näther (44) säckeweise Futter und auch viele Geldspenden.  © Steffen Füssel

Update, 3. Dezember, 7.10 Uhr: Bescherung trotz Lockdown: Hier werden die Wünsche der Dresdner Kinder gesammelt

Selbst der Weihnachtsmann muss sich an Kontaktbeschränkungen halten. Wunschzettelbriefkästen und Wunsch-Weihnachtsbäume sorgen dafür, dass die Bescherung trotzdem nicht ausfällt.gai

Der rote Postkasten-Klassiker steht auf dem Altmarkt, direkt auf dem Podest am Striezelmarkt-Lichterbogen. "Alljährlich landen hier rund 2000 Briefe, Postkarten, Bilder und Wunschzettel für mich", weiß Weihnachtsmann Steffen Urban (56). Wer sich selbst einbringen und Kindern einen Wunsch erfüllen will, erfährt hier, wie das möglich ist.

Weihnachtsmann Steffen Urban (56) kontrolliert regelmäßig den "Posteingang" im roten Wunschzettel-Postkasten auf dem abgesagten Striezelmarkt.
Weihnachtsmann Steffen Urban (56) kontrolliert regelmäßig den "Posteingang" im roten Wunschzettel-Postkasten auf dem abgesagten Striezelmarkt.  © Steffen Füssel

Update, 3. Dezember, 7.05 Uhr: Ärztekammer alarmiert! Corona-Leugner unter Sachsens Medizinern

Corona-Leugner gibt es auch unter den "Göttern in Weiß". Die sächsische Landesärztekammer sieht eine solche Haltung äußerst kritisch und prüft jeden Einzelfall. Aber der Spielraum ist begrenzt.

Im Landkreis Görlitz wird aus der Krise der Normalfall: Die Intensivbetten sind voll, Patienten werden in andere Kliniken verlegt, die gesamte Region ächzt unter der Corona-Pandemie.

Kann man in dieser Situation die Krise, kann man Corona leugnen? Der Görlitzer Allgemeinmediziner Dr. Ralph Tinzmann (51) hat dazu seine eigne Meinung.

Gegen die Corona-Regeln: Dr. Ralph Tinzmann (51) bei einem Protest im Mai auf dem Görlitzer Postplatz.
Gegen die Corona-Regeln: Dr. Ralph Tinzmann (51) bei einem Protest im Mai auf dem Görlitzer Postplatz.  © Nikolai Schmidt

Update, 3. Dezember, 7 Uhr: Entwarnung für 2. Advent, Weihnachten in Familie möglich

Am zweiten Adventswochenende bleibt Dresden von härteren Corona-Maßnahmen verschont. Der für die Entscheidung maßgebliche Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Dresden lag am Mittwoch mit 187,9 wieder unter der Marke von 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

Mehr dazu gibt's hier.

Stadtsprecher Kai Schulz (45) erklärt TAG24, wann die Maßnahmen greifen.
Stadtsprecher Kai Schulz (45) erklärt TAG24, wann die Maßnahmen greifen.  © Petra Hornig

Update, 2. Dezember, 18.47 Uhr: Sachsen setzt verstärkt auf Schnelltests

Wegen der hohen Infektionszahlen setzt Sachsen verstärkt auf Corona-Schnelltests.

Mehr dazu lest Ihr >> hier.

Ein Helfer entnimmt eine Probe für einen Corona-Schnelltest.
Ein Helfer entnimmt eine Probe für einen Corona-Schnelltest.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. Dezember, 12.27 Uhr: Die aktuellen Zahlen für Dresden

In der sächsischen Landeshauptstadt ist die Zahl der Corona-Fälle im Vergleich zu Dienstag um 288 auf nun 6952 gestiegen. Davon gelten 4536 Menschen als genesen.

Das Coronavirus hat neun weiteren Menschen das Leben gekostet. Damit liegt die Zahl aller Todesfälle in Dresden nun bei 76.

Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg somit von 229,9 auf 234,6 an. Die Corona-Ampel bleibt im roten Bereich.

Eine Passantin vor der Altstadtkulisse Dresdens.
Eine Passantin vor der Altstadtkulisse Dresdens.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 2. Dezember, 10.48 Uhr: Kretschmer weist in Bund-Länder-Finanzstreit Brinkhaus-Kritik zurück

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Forderung des Unionsfraktionschefs im Bundestag, Ralph Brinkhaus, nach mehr Corona-Hilfen der Länder zurückgewiesen. "Dieser Streit ist aus meiner Sicht völlig an den Haaren herbeigezogen. Es gibt ihn so nicht", sagte er am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin.

"Ich glaube, dass wir gerade in der jetzigen Zeit Menschen brauchen, die mit Ruhe, Sachlichkeit und Verstand am Werk sind. Ein Streit jetzt auch ums Geld ist das letzte, was wir brauchen."

Brinkhaus hatte mit seinem Vorstoß für einen größeren Länderbeitrag zu den Corona-Hilfen eine breite Länderfront auch aus den eigenen Reihen gegen sich aufgebracht, aber auch Rückendeckung von Unions-Haushalts- und Wirtschaftsexperten bekommen.

Kretschmer sagte, der Vorwurf verkenne ein bisschen den föderalen Staatsaufbau Deutschlands. Nur der Bund könne Steuern erheben.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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