Coronavirus: Kontaktbeschränkungen bis 29. Juni

Deutschland/Welt - Das Leben im Lockdown geht weiter: Mindestens noch einen ganzen Monat werden die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie gelten. Aber immerhin dürfte es fast überall in Deutschland ab dem 6. Juni Lockerungen geben.

Pendler mit Mundschutz gehen vom Bahnhof Shinagawa zu ihren Büros. Japan hat den Corona-Notstand für das gesamte Inselreich vorzeitig aufgehoben.
Pendler mit Mundschutz gehen vom Bahnhof Shinagawa zu ihren Büros. Japan hat den Corona-Notstand für das gesamte Inselreich vorzeitig aufgehoben.  © Rodrigo Reyes Marin/ZUMA Wire/dpa

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Update, 26. Mai, 19.46 Uhr: Bund und Länder einig: Kontaktbeschränkungen bis 29. Juni

Bund und Länder haben sich grundsätzlich darauf verständigt, dass die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie bis zum 29. Juni verlängert werden. Dazu gehört, dass sich maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Update, 26. Mai, 17.05 Uhr: "Mehr Einheitlichkeit" bei Corona-Strategie gefordert

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus sieht die geplante weitgehende Aufhebung der Corona-Beschränkungen in einigen Ländern kritisch. Zwar sei die dort angestrebte Regionalisierung der Maßnahmen gegen die Pandemie abhängig vom Infektionsgeschehen "so schlecht nicht", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin. In einer Zeit, in der in Europa über die Wiederöffnung der Grenzen geredet werde, wäre es aber gut, in Deutschland eine einheitliche Linie zu haben.

Das Vorgehen von Bundesländern wie Thüringen sei "ein zweischneidiges Schwert" und ein Balanceakt, sagte Brinkhaus. "Wir wären glücklicher, wenn wir eine größere Einheitlichkeit hätten, können aber als Bund nur begrenzt was machen."

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Lindner betonte, es sei richtig, die Öffnungsdebatte zu führen. Es gebe eine sehr gute Entwicklung bei den Infektionszahlen. Am besten könne vor Ort, also in den Ländern oder auch einzelnen Kommunen, über den weiteren Weg aus den Corona-Einschnitten entschieden werden.

Ralph Brinkhaus (CDU), Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Ralph Brinkhaus (CDU), Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 26. Mai, 17 Uhr: Lokal wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen geschlossen

Ein Lokal im niedersächsischen Lüneburg soll massiv gegen Corona-Auflagen verstoßen haben - und wurde von der Polizei vorläufig geschlossen. Dem Wirt könnte nun ein fünfstelliges Bußgeld drohen, wie die Lüneburger "Landeszeitung" am Dienstag berichtete. 

Die von Nachbarn alarmierte Polizei hätte am Samstag vor und in der Gaststätte rund 100 Gäste gezählt, hieß es weiter.

"Es könnte sich nach den bisherigen Erkenntnissen um einen schwer wiegenden Verstoß gegen die Auflagen handeln", sagte eine Sprecherin des Landkreises dazu. Ein Polizeisprecher sagte, Mindestabstände seien nicht eingehalten worden, eine Gästeliste sei nicht geführt worden.

Update, 26. Mai, 16.57 Uhr: Kremlchef Putin setzt Militärparade trotz Corona für 24. Juni an

Trotz Tausender neuer Corona-Infektionen hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Militärparade zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler für den 24. Juni angesetzt. Er wies Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Dienstag an, mit der Organisation des Großereignisses zu beginnen. 

"Die Risiken für alle Teilnehmer müssen auf ein Minimum reduziert oder noch besser ausgeschlossen werden", sagte Putin. Die Parade am Tag des Sieges am 9. Mai war abgesagt worden wegen der Corona-Krise.

Nun sagte Putin, dass der Höhepunkt der Epidemie überschritten sei. Dabei gab es am Dienstag mit 174 Toten so viele Sterbefälle wie bisher noch nie an einem Tag. Der Kremlchef hatte mehrfach betont, dass das wichtigste politische Ereignis des Jahres bald nachgeholt werden solle.

Mit dem Aufmarsch Tausender Soldaten auf dem Roten Platz in Moskau und der Parade von Panzern und Raketen wird jedes Jahr an die Verdienste der Roten Armee bei der Befreiung Europas vom Faschismus erinnert. Den Tag für die Parade wählte Putin mit Blick auf die Geschichte - weil es am 24. Juni 1945 die erste große Siegesparade nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Moskau gegeben hatte.

Wladimir Putin, Präsident von Russland, nimmt an einer Videokonferenz mit Verteidigungsminister Schoigu teil. Ungeachtet hoher Corona-Infektionszahlen hat Putin für den 24. Juni die große Militärparade zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler angeordnet.
Wladimir Putin, Präsident von Russland, nimmt an einer Videokonferenz mit Verteidigungsminister Schoigu teil. Ungeachtet hoher Corona-Infektionszahlen hat Putin für den 24. Juni die große Militärparade zum 75. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler angeordnet.  © Alexei Nikolsky/Kremlin/dpa

Update, 26. Mai, 16.48 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern: Nach fünf Tagen wieder Corona-Neuinfektion

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock hat erstmals nach fünf Tagen wieder eine weitere nachgewiesene Corona-Neuinfektion in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Damit habe sich die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 759 (Stand Dienstag, 15 Uhr) erhöht, teilte das Lagus am Dienstag mit. 

708 von ihnen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Der weitere Corona-Fall sei im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte festgestellt worden.

Bereits am 18. Mai gab es einen einzelnen Tag ohne registrierte Neuinfektion. Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit mit Abstand die geringste Rate an Corona-Infektionen.

Urlauber mit Fahrrädern und Koffern verlassen im Hafen Vitte auf der Insel Hiddensee das Fährschiff. In Mecklenburg-Vorpommern dürfen nach dem Reiseverbot wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nun wieder Urlauber aus anderen Bundesländern zum Urlaub anreisen.
Urlauber mit Fahrrädern und Koffern verlassen im Hafen Vitte auf der Insel Hiddensee das Fährschiff. In Mecklenburg-Vorpommern dürfen nach dem Reiseverbot wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nun wieder Urlauber aus anderen Bundesländern zum Urlaub anreisen.  © Jens Büttner/dpa

Update, 26. Mai, 16.45 Uhr: Litauen erwägt Ausnahmezustand bis Ende Juni zu verlängern

Litauens Regierung erwägt eine Verlängerung des Ausnahmezustands wegen der Coronavirus-Pandemie bis Ende Juni - aber zugleich eine weitere Lockerung der Einschränkungen. Das sagte Regierungschef Saulius Skvernelis der Agentur BNS zufolge am Dienstag in Vilnius. Eine Entscheidung darüber solle auf einer Kabinettssitzung am Mittwoch getroffen werden.

Die geplante Beibehaltung der Mitte März verhängten Quarantäne hat demnach mehr mit rechtlichen als mit medizinischen Aspekten zu tun. In erster Linie sollen damit zwei Ziele verfolgt werden: Die Unterstützung der Wirtschaft während des Ausnahmezustands und eine anschließende weitere Eindämmung des Coronavirus.

Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde in Vilnius sei die Coronavirus-Situation in Litauen unter Kontrolle gebracht worden. Sie unterstützte den geplanten Schritt der Regierung, während Vertreter der Opposition den landesweiten Ausnahmezustand als "nicht mehr länger gerechtfertigt" kritisierten.

Update, 26. Mai, 16.37 Uhr: Gratis Lesestoff in der Coronakrise: J.K. Rowling veröffentlicht "The Ickabog"

Erstmals veröffentlicht Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling ihr Werk "The Ickabog" - und zwar kostenlos im Internet. Auf diese Weise wolle sie Kindern in den "seltsamen, beunruhigenden Zeiten" der Coronakrise etwas Gutes tun, teilte Rowling am Dienstag mit. 

Die Handlung spiele in einem imaginären Land und habe nichts mit ihren anderen Werken zu tun. Die ersten beiden Kapitel sind bereits seit Dienstagnachmittag unter www.theickabog.com veröffentlicht. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Die Autorin J.K. Rowling.
Die Autorin J.K. Rowling.  © Evan Agostini/Invision/AP/dpa

Update, 26. Mai, 16.33 Uhr: Über 179.170 Corona-Nachweise in Deutschland - mindestens 8322 Tote

Bundesweit sind bis zum Dienstagnachmittag mehr als 179.170 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. 24 Stunden zuvor lag die gemeldete Zahl bei gut 178.500 Fällen. Mindestens 8322 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Stand Montagnachmittag: 8252). 

Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Nach Schätzungen des RKI haben in Deutschland rund 162.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als knapp 46.750 nachgewiesenen Fällen und mindestens 2419 Toten, Nordrhein-Westfalen mit knapp 37.400 Fällen und mindestens 1570 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 34.400 bestätigten Fällen und mindestens 1707 Toten. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert sowohl von Bundesland zu Bundesland als auch unter Umständen von Tag zu Tag.

Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 357,5 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 215,5. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100 000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Update, 26. Mai, 16.28 Uhr: Startenor Andrea Bocelli hatte Corona-Infektion

Der italienische Startenor Andrea Bocelli hatte eine Infektion mit dem Coronavirus. Er sei im März positiv getestet worden, habe aber kaum Symptome gehabt, sagte der 61-Jährige laut Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag in Pisa. Dort spendete er Blutplasma für die Forschung zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Eine Sprecherin des Sängers bestätigte die Berichte.

Auch seine Frau und seine beiden Kinder hätten sich mit dem Virus angesteckt - keiner sei aber schwer erkrankt. "Nur ein bisschen Temperatur, 37,2, 37,3 vielleicht." Er habe einen Abstrich gemacht und am 10. März erfahren, dass er positiv war. Die Sprecherin Bocellis sagte, der Sänger habe dann Ende März erneut einen Test gemacht, der dann negativ gewesen sei. 

Der italienische Opernsänger Andrea Bocelli hatte eine Infektion mit dem Coronavirus. Er sei im März positiv getestet worden, habe aber kaum Symptome gehabt, sagte der 61-Jährige laut Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag in Pisa.
Der italienische Opernsänger Andrea Bocelli hatte eine Infektion mit dem Coronavirus. Er sei im März positiv getestet worden, habe aber kaum Symptome gehabt, sagte der 61-Jährige laut Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag in Pisa.  © Markku Ulander/Lehtikuva/dpa

Update, 26. Mai, 16.21 Uhr: Coronavirus-Impfstoff: CureVac will Genehmigung für klinische Studien beantragen

In der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus will das Tübinger Biopharmaunternehmen CureVac in den nächsten Tagen die Zulassung für klinische Studien beim zuständigen Paul-Ehrlich-Institut beantragen.

Das teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Die klinische Phase-1-Studie mit gesunden Freiwilligen soll im Juni beginnen und einige Wochen dauern. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Ein Mann pipettiert in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens CureVac.
Ein Mann pipettiert in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens CureVac.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 26. Mai, 16.12 Uhr: "Sturm der Liebe" macht Corona-Pause

Wegen eines coronabedingten Drehstopps wird die Ausstrahlung der laufenden Staffel der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe" für einige Wochen unterbrochen. 

"Um die so entstandene Lücke zu füllen, zeigen wir ein paar der schönsten Folgen aus der Staffel 9", sagte Produzentin Bea Schmidt laut einer Mitteilung des Ersten am Mittwoch. Danach drehe sich wieder alles um das aktuelle "Traumpaar" Franzi Krummbiegl (Léa Wegmann) und Tim Saalfeld (Florian Frowein). 

Das Ersatzprogramm für die aktuelle 16. Staffel läuft nach Angaben eines Sender-Sprechers vom 2. bis zum 22. Juni zu den regulären Sendeterminen (montags bis freitags um 15.10 Uhr) im Ersten.

Derzeit werden alte Folgen der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe" gezeigt.
Derzeit werden alte Folgen der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe" gezeigt.  © Georg Wendt/dpa

Update, 26. Mai, 16.12 Uhr: Thailand verlängert Notstand bis Ende Juni

Die thailändische Regierung hat den Corona-Notstand bis Ende Juni verlängert. Damit verbunden sind ein öffentliches Versammlungsverbot, eine nächtliche Ausgangssperre und zeitweise die Schließung der meisten Geschäfte. 

Inzwischen sind aber etliche Geschäfte sowie Restaurants, Parks, Museen und Schwimmbäder sowie Tiersalons wieder offen. Am Dienstag stimmten die thailändischen Minister der Verlängerung des Notstands zu, der seit Ende März gilt.

Die Opposition warf der Militärregierung vor, ihre Macht zu missbrauchen. Dem widersprach eine Regierungssprecherin. Sie sagte, dass es lediglich um die Gesundheit der Bevölkerung gehe. In Thailand gibt es rund 3000 bestätigte Infektionen, 57 mit dem Erreger Sars-CoV-2 infizierte Menschen sind gestorben.

Titelfoto: Rodrigo Reyes Marin/ZUMA Wire/dpa

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