Coronavirus im Norden: Neue Maskenpflicht gilt ab Freitag in Hamburg!

Hamburg – Das Coronavirus hat das Land bald ein Jahr fest im Griff: Im Norden steigen die Infektionszahlen täglich weiter an, die Gesundheitsämter melden neue Rekordwerte.

Vor einer Apotheke im Stadtteil Eimsbüttel warten Menschen.
Vor einer Apotheke im Stadtteil Eimsbüttel warten Menschen.  © Marcus Brandt/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 43.926 Menschen an dem Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 32.805 Fälle bekannt, in Bremen 14.318, in Mecklenburg-Vorpommern 17.824 und in Niedersachsen 129.922 Covid-19-Fälle. (Stand 21. Januar, 22.36 Uhr)

Seit Mittwoch, 16. Dezember 2020, gilt ein erneuter bundesweiter Lockdown, der mit Ausnahmen über Weihnachten und Silvester inzwischen bis zum 31. Januar 2021 verlängert wurde. Nur noch Geschäfte des täglichen Bedarfs haben geöffnet, außerdem gibt es Kontaktbeschränkungen.

Weiterhin gilt eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr und teilweise auf den Straßen und Plätzen. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 21. Januar, 22.36 Uhr: 523 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein gemeldet

Kiel - In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 523 neue Corona-Fälle registriert worden. Eine Woche zuvor hatte es 425 Neuinfektionen gegeben.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche stieg am Donnerstag weiter - auf 91,8 (Mittwoch: 88,3). Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 18 auf 725.

438 Corona-Patienten sind den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern. 71 werden intensivmedizinisch betreut - 46 mit Beatmung.

Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 25.900 geschätzt. Bislang gibt es in dem Bundesland 32.805 nachgewiesene Corona-Infektionen.

Update, 21. Januar, 18.47 Uhr: Corona-Mutationen in Dithmarschen nachgewiesen

Heide - Vier Verdachtsfälle von mutierten Coronaviren im Kreis Dithmarschen haben sich bestätigt. Das nationale Konsiliarlabor für Coronaviren an der Charité in Berlin habe bestätigt, dass es um eine Virusmutation mit den Merkmalen der britischen Variante handelt, wie der Kreis am Donnerstag mitteilte.

Alle vier Betroffenen stammen aus einem Haushalt und befinden sich seit Bekanntwerden der ersten Corona-Infektion in der vergangenen Woche gemeinsam in Quarantäne.

Nach Angaben des Kreises ist die mögliche Ursache für die Infektion nicht bekannt. Aktuell gebe es keine Anzeichen für einen Infektionsanstieg im Umfeld des betroffenen Haushalts.

Am Samstag hatte der Kreis Rendsburg-Eckernförde mitgeteilt, dass eine Coronavirus-Probe nach Angaben aus Berlin mit hoher Wahrscheinlichkeit Teil einer Viruslinie sei, die zuerst in Großbritannien entdeckt worden war.

In Flensburg waren in den vergangenen Tagen fast 30 Verdachtsfälle von mutierten Coronaviren bekannt geworden.

Die Laborergebnisse wurden an die Charité geschickt zwecks Bestätigung und Feststellung, um welche Mutationen es sich genau handelt. Ein Ergebnis lagen am Donnerstag noch nicht vor.

Update, 21. Januar, 18.42 Uhr: 274 neue Corona-Infektionen in MV nachgewiesen - vier weitere Tote

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Donnerstag 274 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das waren 26 weniger als vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte.

Die Zahl der Ansteckungen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner sank von 113,6 am Mittwoch auf nunmehr 107,9. Mit oder an dem Virus starben 4 Menschen. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 344.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit März stieg landesweit auf 17.824. Als genesen gelten mittlerweile 13.925 Betroffene.

Nach Angaben des Lagus haben am Mittwoch landesweit weitere 1316 Menschen ihre zweite Impfung gegen Covid-19 erhalten. Damit stieg die Zahl der Zweitgeimpften im Land auf 3017.

Ihre erste Impfung erhielten demnach 2243 Menschen, so dass insgesamt 44 449 Menschen in MV bereits eine erste Dosis verabreicht bekommen haben.

Update, 21. Januar, 17 Uhr: Neue Maskenpflicht gilt ab Freitag in Hamburg

Ein Schild mit der Aufschrift "Maskenpflicht" hängt an der Reeperbahn.
Ein Schild mit der Aufschrift "Maskenpflicht" hängt an der Reeperbahn.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – In Hamburg müssen bereits von diesem Freitag an in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen sogenannte medizinische Masken getragen werden.

Alltagsmasken wie aus Stoff genähte Mund-Nase-Bedeckungen oder Schals und Halstücher sind dann nicht mehr erlaubt. Die neue Verordnung, mit der der Senat die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie umgesetzt hat, werde noch am Donnerstag veröffentlicht und trete damit am Freitag in Kraft, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Nachmittag.

Im Gegensatz zu Bayern sind in Hamburg aber nicht nur die vergleichsweise teuren FFP2-Masken vorgeschrieben. Auch die deutlich günstigeren und bereits weit verbreiteten sogenannten OP-Masken können verwendet werden. Verstöße gegen die neue Maskenpflicht sollen mit Bußgeldern geahndet werden.

Zunächst gelte dafür aber eine Übergangsfrist bis zum 1. Februar, hatte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nach dem Senatsbeschluss am Mittwoch angekündigt.

Update, 21. Januar, 15.34 Uhr: 32.210 Menschen in Hamburg gegen Corona geimpft

Hamburg - Trotz weiterhin knappen Impfstoffs gehen die Corona-Schutzimpfungen in Hamburg weiter. Bis einschließlich Mittwoch wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts in der Stadt 32.210 Impfdosen verabreicht - verteilt auf 30.549 Erst- und 1661 Zweitimpfungen.

Das war in der Gesamtzahl im Vergleich zum Vortag ein Plus von 1607 Impfdosen, wie das RKI am Donnerstag mitteilte. Der ganz überwiegende Teil stammte demnach von den Herstellern Biontech/Pfizer, lediglich 210 Dosen vom US-Unternehmen Moderna.

Die meisten Erst-Impfungen erhielten mit 14.497 Dosen Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen und medizinisches Klinikpersonal. 11.220 Erstdosen gingen an über 80-Jährige, 7963 an Pflegeheimbewohner. 1824 Menschen in Hamburg erhielten die Impfung aufgrund einer medizinischen Indikation.

Im Vergleich zu den Impfleistungen der anderen Bundesländer liegt Hamburg derzeit auf Platz 9 und mit einer Impfquote von 1,7 Prozent knapp über dem Bundesdurchschnitt (1,6). Zum Vergleich: Mecklenburg-Vorpommern liegt mit 2,8 Prozent an der Spitze; Schlusslicht ist Baden-Württemberg mit 1,2 Prozent.

Update, 21. Januar, 12.13 Uhr: 306 neue Corona-Infektionen in Hamburg - Inzidenz bei 97,4

Hamburg – Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Neuinfektionen ist im Wochenvergleich weiter rückläufig. Am Donnerstag wurden 306 neue Fälle gemeldet.

Das sind zwar 21 mehr als am Mittwoch, aber 18 weniger als am Donnerstag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte (Stand: 11.50 Uhr). Die Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - sank von 98,4 auf 97,4. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 137,1.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Mittwoch um 15 auf 950. Insgesamt haben sich laut Hamburger Gesundheitsbehörde seit Ausbruch der Pandemie in der Hansestadt 43.926 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Von ihnen gelten nach RKI-Schätzungen 35.900 als genesen.

In Hamburger Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde mit Stand Mittwoch 489 Corona-Patienten stationär behandelt, 17 weniger als am Vortag. 101 von ihnen lagen auf Intensivstationen, 6 mehr als tags zuvor (95).

Update, 21. Januar, 11.40 Uhr: Start der Kreuzfahrten nach Corona abstimmen

Kiel – Nach dem Ende der Corona-Beschränkungen soll das Kreuzfahrtgeschäft in den deutschen Häfen koordiniert wieder anlaufen.

Darauf verständigten sich die zuständigen Minister und Senatoren der fünf norddeutschen Bundesländer. So sollten Wettbewerbsverzerrungen vermieden werden, sagte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) nach einer Videokonferenz der Ressortchefs am Mittwochabend.

Das bedeute nicht, dass die Politik in den Wettbewerb eingreife und sage, welches Schiff in welchen Hafen gehen soll. Die norddeutschen Bundesländer wollten aber versuchen, dieselben Hygienevoraussetzungen als Standard zu definieren. Und: "Wenn es irgendwie geht, wollen wir Öffnungszeiten, ab wann was wieder losgehen kann, vorher miteinander so abstimmen, dass es jedenfalls kein Rennen gibt."

Darüber hinaus wollen die fünf norddeutschen Bundesländer ihre Seehäfen schnell auf die Energieversorgung der Zukunft einstellen. Die zuständigen Minister und Senatoren aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen und Bremen wollen dabei trotz Konkurrenz zusammenarbeiten.

Die Investitionen in Umschlagseinrichtungen für Gas und regenerativ erzeugten Wasserstoff müssten jetzt erfolgen, wenn man nicht zusehen wolle, wie in anderen Ländern das Geschäft gemacht werde, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Energie- und Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) nach einem Hafenentwicklungsdialog mit seinem Amtskollegen.

Einig waren sich Minister und Senatoren, dass Deutschland seinen Bedarf an Wasserstoff und daraus erzeugten flüssigen Energieträgern nicht selbst wird decken können, wenn Kohle, Öl und Erdgas durch kohlendioxidfreie Energieträger ersetzt werden sollen. "Hier sehe ich ein enormes Potenzial für unsere deutschen Häfen", sagte der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Norbert Brackmann.

Update, 21. Januar, 7.06 Uhr: Leere Rathausflure - Senat und Bürgerschaft im Homeoffice

Nahezu menschenleer ist auch der Platz vor dem Rathaus.
Nahezu menschenleer ist auch der Platz vor dem Rathaus.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - Während es für Unternehmen zur Pflicht wird, müssen auch Bürgerschaft, Fraktionen und Senat in Hamburg verstärkt auf sogenanntes mobiles Arbeiten setzen.

Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur im Rathaus ergab, arbeiten dort, wo es möglich ist, Mitarbeiter, Amts- und Mandatsträger schon im Homeoffice - häufig bereits seit Monaten und auch schon vor der Pandemie, wie beispielsweise in der Bürgerschaftskanzlei.

Dort würden Arbeiten wie die Vor- und Nachbereitung der Ausschusssitzungen, Protokollerstellung und das Verfassen von Berichten "bereits seit geraumer Zeit in weiten Teilen internetgestützt von zu Hause aus erledigt", sagte Sprecherin Barbara Ketelhut. Die technische Ausstattung sei gut: "Aktuell sind nahezu 100 Prozent der Beschäftigten der Bürgerschaftskanzlei technisch in der Lage, zuhause zu arbeiten." Etwa die Hälfte tue das auch, "mit leicht steigender Tendenz".

Alle Dienststellen der Freien und Hansestadt Hamburg "sind gehalten, unter den aktuellen Verschärfungen der epidemiologischen Lage und des Lockdowns überall dort Homeoffice zu praktizieren, wo dies ohne erhebliche Einschränkungen für die Aufrechterhaltung der wichtigen Kernfunktionen der öffentlichen Verwaltung möglich ist", heißt es im Senat.

Update, 20. Januar, 21.26 Uhr: 456 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein sind innerhalb von 24 Stunden 456 neue Corona-Fälle registriert worden. Eine Woche zuvor hatte es 484 Neuinfektionen gegeben.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sank am Mittwoch leicht auf 88,3 (Dienstag: 89,3).

Das geht aus Daten hervor, die das Gesundheitsministerium in Kiel am Mittwochabend veröffentlichte.

Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona gestorben sind, stieg um 16 auf 707.

457 Corona-Patienten sind den Angaben zufolge derzeit in Schleswig-Holstein in Krankenhäusern. 83 werden intensivmedizinisch betreut - 47 mit Beatmung.

Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 25.500 geschätzt. Bislang gibt es in dem Bundesland 32.282 nachgewiesene Corona-Infektionen.

Update, 20. Januar, 17.48 Uhr: 294 neue Corona-Infektionen in MV nachgewiesen - 13 weitere Tote

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch 294 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das waren 78 weniger als vor einer Woche, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte.

Die Zahl der Ansteckungen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner sank von 117,8 am Dienstag auf nunmehr 113,6.

Mit oder an dem Virus starben 13 Menschen. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie auf 340.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen seit März stieg landesweit auf 17.553. Als genesen gelten mittlerweile 13.650 Betroffene.

Nach Lagus-Angaben erhielten am Dienstag 3204 Menschen ihre erste Impfung; damit steigt die Zahl derjenigen mit einer Erstimpfung auf mehr als 42.200.

Die Impfquote liegt bei 2,6 Prozent, das ist bundesweit die höchste. Zweitimpfungen wurden am Dienstag nicht registriert; deren Zahl blieb bei 379.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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