Coronavirus in NRW: Sieben-Tage-Wert nähert sich 100er-Marke

Köln – Die NRW-Politik hat auf die steigenden Corona-Zahlen mit neuen Maßnahmen reagiert. Wir geben einen Überblick auf auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Corona-Zahlen bleiben in NRW auf hohem Niveau.
Die Corona-Zahlen bleiben in NRW auf hohem Niveau.  © Friso Gentsch/dpa

Der Sieben-Tage-Wert für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter leicht rückläufig. Die Gesundheitsämter meldeten 104,9 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen - nach 106,0 am Vortag.

Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts von Sonntag hervor (Stand 0.00 Uhr).

In NRW infizierten sich innerhalb eines Tages 2661 Menschen neu. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen beträgt damit 470.082.

Die Zahl der Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, stieg um 46 auf 9941. Am Vortag hatten die Behörden noch 122 Corona-Tote binnen eines Tages im Bundesland registriert.

NRW-weit lag mit 201,7 nur noch der Landkreis Höxter knapp über dem Inzidenz-Wert von 200. Den niedrigsten Wert in NRW verzeichnet mit 39,6 nach wie vor Münster.

Ab Montag gilt in NRW eine Spezialmaskenpflicht in Bussen und Bahnen, Supermärkten, Arztpraxen und Gottesdiensten, wie das Land am Donnerstagabend mitgeteilt hatte.

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Update, 24. Januar, 12 Uhr: Sieben-Tage-Wert in NRW nähert sich 100er-Marke - Höxter über 200

Der Sieben-Tage-Wert für Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiter leicht rückläufig. Die Gesundheitsämter meldeten 104,9 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen - nach 106,0 am Vortag. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts von Sonntag hervor (Stand 0.00 Uhr).

Innerhalb eines Tages infizierten sich in NRW demnach 2611 Menschen neu. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen beträgt damit 470 082. Um 46 auf 9941 stieg die Zahl der Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind. Am Vortag hatten die Behörden noch 122 Corona-Tote binnen eines Tages im Bundesland registriert.

NRW-weit lag mit 201,7 nur noch der Landkreis Höxter knapp über dem Inzidenz-Wert von 200. Den niedrigsten Wert in NRW verzeichnet mit 39,6 nach wie vor Münster. Coesfeld mit 54,4 könnte ebenfalls bald wieder den Grenzwert

Nahezu leere Straßen weiterhin in Köln.
Nahezu leere Straßen weiterhin in Köln.  © Oliver Berg/dpa

Update, 24. Januar, 8.28 Uhr: Impfzahlen aus NRW

Im Zuge der vor vier Wochen gestarteten ersten Impfwelle konnten sich in NRW bislang Bewohner und Mitarbeiter von rund 2000 Pflegeeinrichtungen gegen Corona impfen lassen.

In etwa 300 Heimen wurde noch nicht geimpft, wie das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Dies stehe aber bevor, erklärte ein Sprecher. In der ersten Februarwoche sollen die Erstimpfungen in allen Heimen abgeschlossen sein.

Bis einschließlich Freitag zählte das Ministerium in NRW knapp
341.000 Erstimpfungen, darunter 40.000 von Beschäftigten in Kliniken. Außerdem erhielten gut 72.000 Menschen bereits die für den Komplettschutz nötige Zweitimpfung.

Wegen eines Lieferengpasses beim Biontech/Pfizer-Impfstoff finden in der kommenden Woche in NRW keine neuen Erstimpfungen statt. Zweitimpfungen sollen aber wie geplant durchgeführt werden. Alle Infos zur ersten Impf-Zwischenbilanz in NRW findest Du hier.

Update, 23. Januar, 16.06 Uhr: Corona-Zahlen aus Köln

Mit Stand Samstag, 23. Januar 2021, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 29.591. (Vortag: 29.400) bestätigten Coronavirus-Fall.

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 93,3 und die Reproduktionszahl bei 0,95. Sie ist damit wieder unter die kritische Marke von 1 gesunken.

235 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 75 auf Intensivstationen, teilte die Stadt Köln am Samstag mit.

Aktuell seien 1.388 Kölner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 23. Januar, 9.34 Uhr: Laschet warnt vor Corona-Mutationen

Der neue CDU-Chef Armin Laschet (59) hat Hoffnungen auf ein langfristiges Corona-Konzept gedämpft.

"Ein langfristiges Konzept ist schwierig, da sich die konkrete Entwicklung der Pandemie gerade mit der hochansteckenden neuen Mutation nur schwer vorhersagen lässt", sagte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstag).

Update, 23. Januar, 8.48 Uhr: Ausbruch in Aachen

In den Studentenwohntürmen in Aachen sind mindestens neun Bewohner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Für mindestens vier Etagen in zwei Häusern wurde Quarantäne angeordnet, wie das Studierendenwerk mitteilte. Weitere Infos zum Corona-Ausbruch in Aachen.

Update, 22. Januar, 20.14 Uhr: Kein Recht auf Sofortimpfung für 83-jährige Eheleute

Zwei über 80 Jahre alte Eheleute aus Essen haben keinen Anspruch auf eine sofortige Corona-Impfung. Das hat das Oberverwaltungsgericht NRW am Freitag per Eilverfahren entschieden (Symbolbild).
Zwei über 80 Jahre alte Eheleute aus Essen haben keinen Anspruch auf eine sofortige Corona-Impfung. Das hat das Oberverwaltungsgericht NRW am Freitag per Eilverfahren entschieden (Symbolbild).  © Marijan Murat/dpa

Zwei über 80 Jahre alte Eheleute aus Essen haben keinen Anspruch auf eine sofortige Impfung gegen das Corona-Virus. Das hat das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen am Freitag per Eilverfahren entschieden und damit eine Entscheidung aus der Vorinstanz bestätigt. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Die im eigenen Hausstand lebenden Eheleute hatten argumentiert, dass sie als über 80-Jährige dem höchsten Infektionsrisiko ausgesetzt seien. Es sei rechtswidrig, dass zunächst alle Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeheime geimpft würden, auch wenn sie das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet hätten. Die beiden 83-Jahre alten Eheleute wollten erreichen, dass ihnen die Stadt Essen unverzüglich eine Möglichkeit zur Corona-Schutzimpfung verschafft.

Die Richter am OVG aber schlossen sich der Meinung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen an. Der Vorrang der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sei nicht zu beanstanden. Das sehe die Coronavirus-Impfverordnung ausdrücklich vor.

Bewohner von Altenheimen hätten ein erhöhtes Risiko, weil sie auf eine Vielzahl von Kontakten angewiesen seien. Wer in einem eigenen Haushalt lebe, könne dagegen die Zahl seiner Kontakte beschränken. Auch dass zunächst das Personal der Pflegeheime geimpft wird, sei zulässig.

Update, 22. Januar, 17 Uhr: Grüne wollen mit vierfarbiger Ampel Corona-Pandemie eindämmen

Die Landtagsfraktion der Grünen hat einen Stufenplan zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen vorgeschlagen. Ihr am Freitag in Düsseldorf vorgestelltes Positionspapier sieht ein vierfarbiges Ampelsystem mit verpflichtenden Schutzmaßnahmen ab bestimmten Neuinfektionsraten vor.

Bei Stufe gelb - weniger als 50 Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - soll das öffentliche Leben mit Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und Lüften weiter aufrecht erhalten werden.

Bei Überschreiten dieses Wertes - Stufe orange - sind erste Einschränkungen vorgesehen: In den Schulen Wechselunterricht in halbierten Klassen, in Kitas eingeschränkter Betrieb in festen Gruppen. Außerdem beschränkter Zugang zu Läden und Kulturstätten, höhere Taktfrequenz bei Bussen und Bahnen sowie Kontaktbeschränkungen auf maximal zwei Hausstände oder zehn Personen.

Stufe Rot sollte demnach greifen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz länger als zwei Wochen über 50 lag oder 100 überschreitet. Konsequenzen laut Grünem-Plan: Die meisten Geschäfte, Gastronomie und Kultureinrichtungen schließen, Homeoffice-Pflicht - wo immer möglich - in der Arbeitswelt und in allen weiterführenden Schulen Distanzunterricht. Kontakte werden auf einen Hausstand plus maximal zwei weitere Personen und betreuungsbedürftige Kinder beschränkt.

Stufe Dunkelrot - ab einer Inzidenz über 200 - sieht Ausgangssperren ab 21 Uhr vor sowie Distanzunterricht auch für Grundschüler, Kontakt nur zu einer weiteren Person, tägliche Schnelltests für systemrelevante Personen und die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in der gesamten Innenstadt.

Fällt eine Region wieder unter den Schwellenwert und bleibt eine Woche stabil, gelten demnach nur noch die Auflagen der vorherigen Stufe. Am Mittwoch will die Landesregierung den Landtag über die Corona-Lage in NRW unterrichten.

Update, 22. Januar, 16.32 Uhr: Kölner Inzidenz bei 92,7

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 92,7 und die Reproduktionszahl bei 0,97. 236 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 77 auf Intensivstationen.

Dem Gesundheitsamt wurden drei weitere verstorbene Personen gemeldet, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden: ein 91-Jähriger, eine 83-Jährige und eine 85-Jährige. Bislang sind damit 405 Kölnerinnen und Kölner verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Aktuell sind 1.457 Kölnerinnen und Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 22. Januar, 14.31 Uhr: Kölner Uniklinik gibt Mitarbeitern an Rosenmontag frei

Die Kölner Uniklinik schenkt in der Corona-Krise ihren Mitarbeitern den Rosenmontag in diesem Jahr als freien Tag. "Da der Karneval aufgrund der Corona-Pandemie in der regulären Form ausfallen wird, fällt im Jahr 2021 auch der Rosenmontag als freier Brauchtumsfeiertag weg", teilte ein Sprecher am Freitag mit.

"Um jedoch den außerordentlichen Einsatz der Beschäftigten im Jahr 2020 zu würdigen, hat der Vorstand der Uniklinik Köln entschieden, dass aus Rosenmontag im Jahr 2021 ein 'Danke-Montag' als freier Tag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uniklinik Köln wird."

Update, 22. Januar, 14.30 Uhr: Verdi verlangt Kehrtwende zu Notbetreuung in Kitas

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen aufgefordert, den Kita-Betrieb auf eine echte Notbetreuung zu reduzieren.

"Die Situation ist in vielen Kitas dramatisch", mahnte NRW-Bezirksleiterin Gabriele Schmidt am Freitag in Düsseldorf. Die Entscheidung der Landesregierung, einen Sonderweg zu gehen, löse Sorge aus. Das bestätige eine Verdi-Umfrage, an der sich knapp 8000 Erzieherinnen beteiligt hätten.

"Weit über die Hälfte der Befragten fühlt sich an ihrem Arbeitsplatz nicht mehr sicher", stellte Schmidt fest. "In den Kitas besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr, da die Beschäftigten im direkten Körperkontakt zu den Kindern arbeiten und Schutzmöglichkeiten fehlen." Das sei ein Dilemma. "Kontaktvermeidung ist in der Arbeit mit kleinen Kindern nicht möglich."

NRW dürfe den Bund-Länder-Beschluss zu Kita-Schließungen nicht länger ignorieren und müsse seinen "Sonderweg" verlassen. Bisher werde in NRW vor allem mit Freiwilligkeit und "Kann-Regelungen" gearbeitet, wie der Reduzierung des Betreuungsumfanges um zehn Stunden, kritisierte die Gewerkschafterin.

In NRW sind weiterhin alle Kitas mit reduziertem Betreuungsumfang geöffnet. An die Eltern wurde aber appelliert, ihre Kinder, wenn möglich, zu Hause zu betreuen.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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