Coronavirus in NRW: Inzidenz im Land sinkt weiter, Münster mit niedrigstem Wert

Köln – Nach monatelangem Corona-Lockdown gibt es Pläne zur weiteren Pandemie-Bekämpfung. Wir geben einen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken. (Symbolbild)
Die Zahl der in sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist in Nordrhein-Westfalen erneut gesunken. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner geht in Nordrhein-Westfalen weiter zurück. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie am Mittwoch bei 116,2.

Am Dienstag hatte die wichtige Kennziffer noch 123,2 betragen, am Montag 128,8. Die sogenannte Inzidenz ist eine wichtige Datengrundlage, um den Verlauf der Pandemie zu beurteilen. Unter anderem sind Lockerungen an den Wert gekoppelt.

In NRW sind viele Kommunen mittlerweile wieder unter die Schwelle von 200 bei der Corona-Wocheninzidenz gefallen. Über der sehr kritischen Marke lagen am Mittwoch nur noch Leverkusen (220,5) und Hagen (209,3).

Am besten sah die Lage in Münster aus. Für die Stadt gab das RKI die Zahl der Sieben-Tage-Inzidenz mit 51,7 an.

Den Daten vom Mittwoch zufolge wurden in NRW binnen eines Tages 3107 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 74 auf nun 16.104.

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Update, 12. Mai, 21.02 Uhr: Arbeitgeber-Bescheinigung für Impftermin beim Arzt

Das Land hat eine Musterbescheinigung für Arbeitgeber veröffentlicht, die Berufsgruppen der Priorität 3 für eine Impfung bei einem Arzt vorlegen können.

Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, gehören zu dieser Gruppe unter anderem Beschäftigte bei Polizei, Feuerwehr, Apotheken, Medien oder Energieversorgern. Die Bescheinigung als Nachweis des Anspruchs auf Schutzimpfung sei nur für die Vorlage bei den Praxen der niedergelassenen Ärzte gedacht, betonte das Ministerium.

Arztpraxen können bereits jetzt allen Personen, die nach der Coronavirus-Impfverordnung zu dieser Priorität gehören, ein Impfangebot unterbreiten. Der Impfstoff in den Praxen sei aber noch sehr begrenzt und der Andrang groß, erklärte das Ministerium.

Update, 12. Mai. 19.26 Uhr: Outdoor-Sport ohne Beschränkungen ab Inzidenz unter 50

Ab einer stabilen Inzidenz unter 100 gibt es auch für den Sport Lockerungen der Corona-Regeln. Erlaubt ist dann etwa für Kinder einschließlich einem Alter von 14 Jahren Kontaktsport auf Sportanlagen unter freiem Himmel für Gruppen einer Größe bis 20.

Ältere Menschen könnten dann kontaktfreien Sport mit ebenfalls bis zu 20 Teilnehmern ausüben. Das teilte die Landesregierung am Mittwoch mit. Die Regelungen der neuen Coronaschutz-Verordnung greifen ab dem 15. Mai.

Update, 12. Mai, 18.37 Uhr: Keine Entschädigung für Einzelhändler

Der Einzelhandel hatte im letzten Jahr unter den Corona-Maßnahmen zu leiden. Auch in diesem Jahr sind die Umsatzeinbußen massiv.
Der Einzelhandel hatte im letzten Jahr unter den Corona-Maßnahmen zu leiden. Auch in diesem Jahr sind die Umsatzeinbußen massiv.  © Roland Weihrauch/dpa

Das Land Nordrhein-Westfalen muss Einzelhändlern die Umsatzausfälle nicht erstatten, die diesen während des Corona-Lockdowns im Vorjahr entstanden sind.

Das hat das Landgericht Düsseldorf am Mittwoch entschieden und die Klagen der Betreiber eines Sportladens aus Eschweiler und eines Modegeschäfts aus Bergisch-Gladbach abgewiesen.

Dafür fehle die Rechtsgrundlage, so die Richter. Nach dem Infektionsschutzgesetz werden nur Menschen entschädigt, denen als Erkrankte oder Kontaktpersonen das Arbeiten untersagt wurde.

Außerdem, so die Richter, sei die vom März bis April 2020 behördlich angeordnete Geschäftsschließung zeitlich begrenzt und daher keine Enteignung gewesen.

Update, 12. Mai, 15.53 Uhr: Inzidenz in Köln bei 131,7

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 131,7 und die Reproduktionszahl bei 0,97. 344 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 129 Personen auf Intensivstationen. In Kölner Krankenhäusern gibt es aktuell sieben freie Intensivplätze.

Dem Gesundheitsamt wurden vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet: ein 59-Jähriger, ein 80-Jähriger, eine 88-Jährige und eine 91-Jährige, alle mehrfach vorerkrankt. Bislang sind 666 Kölner verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Aktuell sind 2611 Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 12. Mai, 15.21 Uhr: NRW will Messen und Kongresse wieder öffnen

In Nordrhein-Westfalen sollen wieder Messen ihre Tore öffnen können. Sie dürfen wieder mit beschränkter Besucherzahl stattfinden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern liege, kündigte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (60, FDP) am Mittwoch in Düsseldorf an.

Veranstalter und Aussteller bekämen damit für die Zeit nach der Sommerpause eine Planungsgrundlage. NRW sei das erste Bundesland, das Messen wieder eine Perspektive eröffne. Auch für Kongresse und Tagungen sollen die gleichen Regeln gelten.

Update, 12. Mai, 15.17 Uhr: NRW erlaubt Freiluft-Veranstaltungen mit bis zu 500 Gästen

Das Land NRW erlaubt in Regionen mit einer Wocheninzidenz unter 100 auch kulturelle Freiluft-Veranstaltungen mit bis zu 500 Gästen. Das sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (60, FDP) am Mittwoch in Düsseldorf. Details wurden zunächst nicht bekannt.

Update, 12. Mai, 15.07 Uhr: NRW sucht Lösung für Kitas, Schulen und Hochschulen bei Inzidenz unter 100

Nordrhein-Westfalen strebt eine landeseinheitliche Lösung für eine schrittweise Rückkehr zur Normalität in Kitas, Schulen und Hochschulen an. Sie soll greifen, wenn die Wocheninzidenz landesweit unter 100 Corona-Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner liegt. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an. Anfang kommender Woche werde es darüber Gespräche zwischen den Ministerien für Gesundheit, Kinder, Schule und Hochschulen geben.

Bei Inzidenzen über 100 greife die Bundesnotbremse und das Land habe keinen Gestaltungsspielraum für liberalere Regelungen, erklärte Laumann. "Da haben wir als Land nur die Möglichkeit, etwas strenger zu machen."

Bei einer Wocheninzidenz ab 165 ist Unterricht im Klassenzimmer laut Infektionsschutzgesetz untersagt. Und zwar dann, wenn dieser Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet wurde. Die Notbremse tritt dann am übernächsten Tag in Kraft. Die 165 bezieht sich auf einen Kreis oder eine kreisfreie Stadt. Die Rückkehr vom Distanz- in den Wechselunterricht ist erst möglich, nachdem die Inzidenz an fünf Werktagen in Folge wieder unter 165 liegt.

Update, 12. Mai, 14.57: Nach Kurzurlaub in Niederlanden jetzt Quarantänepflicht

Nach einem Kurzurlaub in den Niederlanden müssen Touristen jetzt fünf Tage in Corona-Quarantäne. Eine neue Einreiseverordnung des Bundes sehe vor, dass Reisende, die länger als 48 Stunden im Nachbarland gewesen seien, fünf Tage in Quarantäne müssten, sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) am Mittwoch in Düsseldorf.

Die bisherige nordrhein-westfälische Regelung, dass Reisende sich nach der Rückkehrer frei testen lassen konnten, gelte nicht mehr. Mit dieser Regelung sei NRW gut gefahren, sagte Laumann. Jeder der sich jetzt länger als 48 Stunden in den Niederlanden aufhalte und nicht zu den Grenzpendlern gehöre, müsse davon ausgehen, dass die neue Regelung gelte. Erst am fünften Tag könnten sich die betroffenen dann frei testen lassen.

Update, 12. Mai, 14.54 Uhr: Laumann hat sich mich mit AstraZeneca impfen lassen

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) hat sich nach eigenen Angaben mit dem Wirkstoff von AstraZeneca impfen lassen. Er appellierte an die Bevölkerung vor allem über 60 Jahren, sich in Arztpraxen ebenfalls damit impfen zu lassen: "Wenn er für mich gut genug ist, soll er auch für andere gut sein." Zudem befinde man sich in "guter Gesellschaft der Staatsspitze", da auch der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin sich mit AstraZeneca hätten impfen lassen, so Laumann.

Update, 12. Mai, 14.49 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Laumann: Dritte Corona-Welle gebrochen

Die dritte Infektionswelle innerhalb der Corona-Pandemie ist nach Ansicht von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) "gebrochen". Das sagte Laumann am Mittwoch mit Blick auf die aktuellen Neuinfektionszahlen. Auch die Intensivmediziner seien - trotz weiter starker Belegung der entsprechenden Betten - wieder etwas entspannter, so Laumann.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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