Coronavirus in NRW: Terminbuchung für Impfzentren ab Samstag für alle freigegeben

Köln – Nach monatelangem Corona-Lockdown gibt es Pläne zur weiteren Pandemie-Bekämpfung. Wir geben einen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag einen Wert von 6,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)
Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag einen Wert von 6,8 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiter im Abwärtstrend. Am Donnerstag lag der Wert nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 6,8.

Am Vortag hatte die Kennziffer für die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen noch 7,4 betragen. Bundesweit ermittelte das RKI für Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 6,6.

Den höchsten Inzidenzwert in NRW verzeichnete weiterhin Hagen mit 19,6. Dagegen tendierte Höxter mit einer Inzidenz von 0,7 in Richtung Null-Wert. Der Kreis Minden-Lübbecke lag mit 1,0 ebenfalls am unteren Ende der Skala.

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Binnen 24 Stunden wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland 196 Neuinfektionen verzeichnet. Zehn Todesfälle in Zusammenhang mit Corona kamen hinzu. Seit Beginn der Pandemie sind es in NRW 17.093.

Alle aktuellen Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Ticker-Meldungen bis zum 28. Februar 2021 findest Du hier.

Update, 24. Juni, 17.34 Uhr: Land rechnet mit Corona-Testpflicht an Schulen bis Jahresende

Die Landesregierung rechnet mit einer Corona-Testpflicht an Schulen bis zum Beginn der Weihnachtsferien Ende Dezember. Wie aus einer Vorlage des Schulministeriums für den Finanzausschuss des Landtags hervorgeht, sehen die "derzeitigen Planungen" eine Testpflicht bis zur 51. Kalenderwoche vor.

Da man noch nicht prognostizieren könne, wie viele Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren bis zum Jahresende geimpft seien, schlägt das Ministerium zwei Tests pro Woche vor. Für jüngere Schüler soll es demnach weiter PCR-Pooltests, für ältere Schüler Schnelltests im Eigengebrauch geben.

Update, 24. Juni, 16.40 Uhr: Land verlängert zum Corona-Schutz die Förderung neuer Schulbusse

Das Land NRW unterstützt die Anschaffung neuer Schulbusse zum Infektionsschutz der Schüler in Corona-Zeiten. (Symbolbild)
Das Land NRW unterstützt die Anschaffung neuer Schulbusse zum Infektionsschutz der Schüler in Corona-Zeiten. (Symbolbild)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Das NRW-Verkehrsministerium verlängert die Förderung zusätzlicher Schulbusse zum Schutz vor Corona-Infektionen bis zum Jahresende. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags habe der Erhöhung der dafür bereitgestellten Mittel von 33,5 Millionen Euro um weitere 17,8 Millionen Euro zugestimmt, teilte die Landesregierung am Donnerstag mit.

Die Idee des Programms: Wenn mehr Schulbusse fahren, teilen sich die Kinder und Jugendlichen besser auf sie auf. Dadurch ist es nicht so eng. Anträge für die Förderung können unter anderem die Kommunen stellen.

«Die aktuellen Inzidenz-Werte sind sehr erfreulich. Aber die Corona-Pandemie ist noch nicht vorüber», erklärte Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). "Daher fördern wir auch weiter zusätzliche Schulbusse mit 100 Prozent - für mehr Sicherheit auf dem Schulweg."

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Das Verkehrsministerium ruft die Kommunen zudem auf, gemeinsam mit Schulen und Verkehrsunternehmen "die Schulanfangszeiten zu entzerren, damit weniger Schüler gleichzeitig unterwegs sind."

Update, 24. Juni, 16.37 Uhr: Wieder Pop-up-Freizeitparks im Sommer möglich

Schausteller sollen im Sommer wieder sogenannte Pop-up-Freizeitparks in Nordrhein-Westfalen betreiben können. Nach Angaben von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) wird die Besucherbegrenzung für Freizeitparks auch dafür mit der ab Freitag bis zum 8. Juli geltenden Corona-Schutzverordnung des Landes gelockert.

Statt einer Person pro 20 Quadratmeter in einem Freizeitpark seien als Obergrenze eine Person pro 10 Quadratmeter vorgesehen. Das sei auch eine große Bitte der Schausteller mit Blick auf mobile Freizeitparks gewesen, so Laumann.

Damit werde es auch das eine oder andere Freizeitangebot für die Kinder geben, die nicht in den Urlaub fahren können, erläuterte Laumann.

Update, 24. Juni, 14.50 Uhr: Terminbuchung für Impfzentren ab Samstag für alle freigegeben

Von Samstag an kann jeder in NRW einen Termin für eine Corona-Impfung in einem Impfzentrum buchen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf an. Bisher war die Terminvergabe in den landesweit 53 Impfzentren an Alters- und Berufsgruppen gebunden.

Update, 24. Juni, 10.11 Uhr: Exporte aus NRW im April fast wieder auf altem Niveau

Die nordrhein-westfälischen Exporte haben im April gegenüber dem Vorjahresmonat um rund ein Drittel zugelegt. Es wurden Waren im Wert von 16,2 Milliarden Euro ausgeführt, wie das Statistische Landesamt (IT.NRW) am Donnerstag anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte.

Das waren 32,9 Prozent mehr als im April 2020. Der Wert der Importe lag mit 20,6 Milliarden Euro um 28 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Update, 23. Juni, 18.06 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen für Köln

Der Wert, der angibt, wie viele von 100.000 Kölnerinnen und Kölner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert haben, liegt am Montag, den 23. Juni 2021, laut dem RKI bei 9,1.

Außerdem gibt es sechs mehr Infizierte als am Vortag. Die Stadt Köln meldete einen weiteren Todesfall.

Update, 23. Juni, 17.35 Uhr: Impfzentren in dieser Form wohl noch bis Ende September

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat angekündigt, wie es mit den Impfzentren im Land weitergehen soll.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat angekündigt, wie es mit den Impfzentren im Land weitergehen soll.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Impfzentren in der jetzigen Form werden nach Einschätzung von Karl-Josef Laumann (CDU) nur noch bis Ende September gebraucht. Das sagte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags.

Für die Zeit danach sollen die Kreise und kreisfreien Städte in NRW Strukturen aufbauen, um neben den Haus- und Betriebsärzten impfen zu können. So sollen zum Beispiel Koordinationsstellen die Bestellung von Impfdosen übernehmen.

Laumann sprach von einer entspannten Situation mit Blick auf die aktuellen Inzidenz-Zahlen. "Etwa 0,06 bis 0,07 der Bürgertests sind positiv. Das Virus ist zurzeit in der Bevölkerung nicht so stark unterwegs", sagte Laumann.

Der CDU-Politiker warnte aber vor der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus: "Derzeit liegt Delta bei vier Prozent bei den PCR-Tests. Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Variante weiter ausbreitet." Laumann mahnte zur weiteren Vorsicht. "Wir müssen auf alles gefasst sein."

Bei den Impfungen für die 12 bis 16 Jahre alten Kinder plant Laumann keine Sonderaktionen in den Impfzentren. Das soll über die Kinderärzte oder ausnahmsweise über Hausärzte geschehen. "Keiner weiß, wieviel Prozent der Eltern sich am Ende dafür entscheiden", sagte Laumann.

Update, 23. Juni, 15.10 Uhr: Besucher-Zahlen Nationalpark Eifel steigen wieder

Ranger der Nationalpark-Wacht kontrollieren den Rursee und seine Böschungen im Nationalpark Eifel.
Ranger der Nationalpark-Wacht kontrollieren den Rursee und seine Böschungen im Nationalpark Eifel.  © WDR/Katja Stephan/Nationalparkverwaltung Eifel

Der Nationalpark Eifel meldet weiter steigende Besucherzahlen. In den ersten vier Monaten dieses Jahres habe die Zahl der Gäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent zugenommen, sagte Nationalpark-Sprecher Michael Lammertz am Mittwoch in Schleiden. 2020 hatte dem einzigen Nationalpark in Nordrhein-Westfalen einen Besucherrekord beschert. Die Zahl der Besucher hatte im ersten Corona-Jahr erstmals deutlich die Millionengrenze überstiegen. Die geahndeten Verstöße hatten sich verachtfacht.

Die Verwaltung des 11.000 Hektar großen Nationalparks verzichtet seit dem Beginn der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr auf jegliche Werbung, um nicht noch mehr Leute anzulocken.

"Im Moment sieht es noch nicht nach Entspannung aus", berichtete Lammertz, der stellvertretende Leiter der Nationalparkverwaltung. Er empfahl, vor der Anreise sollten Besucher sich informieren und überlaufene Ziele meiden. Es gebe auch viele andere schöne und weniger bekannte Orte in der Eifel. Geführte Wanderungen, die sonst täglich angeboten werden, fallen derzeit noch aus.

Zu den häufigsten Verstößen gegen die Nationalpark-Ordnung gehörte das Verlassen der Wege. "An den Ufern war unheimlich viel los, berichtete Lammertz. Wildes Campen, Feuer machen und das Zurücklassen von Müll wurden auch oft bemerkt. Daher wird nun ein Boot eingesetzt, mit dem die Ranger vom Wasser aus die Einhaltung der Regeln überwachen. Das soll am Nationalparkufer des Rursees, am östlichen Ufer, geschehen.

In dem zu drei Vierteln mit Wald bedeckten Nationalpark lebt zur Freude der Naturschützer eine sehr seltene Fledermausart: die Bechsteinfledermaus. "Erstmals wurden drei trächtige Weibchen erfasst", berichtete der Nationalpark. Etwa ein Drittel der heutigern Fläche wurde früher militärisch genutzt. 2020 wurden auch sechs leerstehende Gebäude abgerissen und die Flächen der Natur zurückgegeben. Der Nationalpark soll einmal ein "Urwald aus zweiter Hand" werden.

Update, 23. Juni, 14.06 Uhr: Kassenärzte kritisieren Impf-Modellversuch in Apotheken

Der geplante Modellversuch zu Grippeschutzimpfungen in Apotheken in Teilen von Westfalen-Lippe stößt auf Kritik der dortigen Kassenärzte, die bisher die Impfungen durchführen.

"Impfen ist ärztliche Kernkompetenz", erklärte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Der behandelnde Arzt kenne seine Patienten. "Statt impfende Apotheker brauchen wir Ärzte ausreichend Impfstoff", hieß es am Mittwoch in der Erklärung.

Die Krankenkasse AOK Nordwest hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sie ein Modellprojekt mit dem Apothekerverband Westfalen-Lippe für Grippeimpfungen ab dem Herbst vereinbart habe. Zu der Modellregion gehören Dortmund, der Regierungsbezirk Detmold, der Kreis Olpe, der Märkische Kreis und der Hochsauerlandkreis - laut KVWL betrifft das fast 700 Apotheken.

or dem Start des drei Jahre dauernden Projekts würden die teilnehmenden Apotheker geschult, hatte die Kasse betont. Das Angebot gilt nur für Mitglieder der AOK Nordwest.

Der AOK-Vorstandsvorsitzende Tom Ackermann hatte das Vorhaben als zusätzliche Möglichkeit bezeichnet, sich gegen die Virusgrippe Influenza impfen zu lassen. Gemeinsames Ziel sei es, die Durchimpfungsrate der Bevölkerung zu steigern. Nach Angaben der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut sind nur 35 Prozent der Risikogruppe der über 60-Jährigen gegen Influenza geimpft.

Update, 23. Juni, 13.36 Uhr: Laschet kontert Spahn - Schulen sollen nach den Sommerferien offen bleiben

Die Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen nach den Sommerferien offen bleiben. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) am Mittwoch in Düsseldorf.

Der Bildschirm könne soziale Kontakte für Kinder und Jugendliche nicht ersetzen, sagte der Unions-Kanzlerkandidat mit Blick auf den wochenlangen Distanzunterricht im ablaufenden Schuljahr.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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