Corona im Norden: Hamburg beschließt Lockerungen im Freizeitbereich

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover – Seit Wochen bestimmt das Coronavirus das Leben im Norden. Langsam stagnieren die Infektionszahlen. 

Gesichtsmasken gehören inzwischen zum Standardoutfit - auch bei FC St. Pauli-Präsident Oke Göttlich.
Gesichtsmasken gehören inzwischen zum Standardoutfit - auch bei FC St. Pauli-Präsident Oke Göttlich.  © Axel Heimken/dpa - Pool/dpa

Die Sorge vor der Pandemie nimmt Tag für Tag ab. 

Viele Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung sind inzwischen wieder gelockert worden. 

Die Bundesländer setzen dabei auf unterschiedliche Regeln. 

Das Leben normalisiert sich, aber nicht in allen Bereichen. 

Vor allem Kinder und Eltern sind weiter von den Einschränkungen bei Schulen und Kitas betroffen. 

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es >> hier!

Update, 26. Mai, 13.32 Uhr: Hamburger Senat beschließt weitere Lockerungen

Auch diese junge Frau kann im Fitnessstudio wieder ihren Traumkörper formen. (Symbolfoto)
Auch diese junge Frau kann im Fitnessstudio wieder ihren Traumkörper formen. (Symbolfoto)  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Hamburg - Der Hamburger Senat hat weitere Lockerungen von Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus beschlossen. 

So dürfen in den nächsten Tagen Freibäder, Fitnessstudios und Kinos unter Auflagen wieder öffnen. "Unsere Strategie bleibt bestehen, dass wir sehr vorsichtig sind", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag in Hamburg nach einer Senatssitzung. 

Im Moment sei das Infektionsgeschehen sehr niedrig. "Wir wollen diese erfolgreiche Linie fortsetzen."

Auch die Kindertagesstätten in Hamburg werden weiter geöffnet. Ab Donnerstag nächster Woche (4. Juni) dürfen auch Kinder im Alter von viereinhalb Jahren und Geschwisterkinder in die Kita, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag. 

Weitere Lockerungen gibt es auch für Obdachlose. Tageseinrichtungen und Treffs dürfen auch wieder tagsüber öffnen, so dass ein Mittagessen ausgeteilt werden kann.

Update, 26. Mai, 13.31 Uhr: Drei weitere Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Montag um 3 gestiegen. 

Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle liegt damit bei 5064, wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag mitteilte. Die Behörde geht von rund 120 aktuell infizierten Hamburgern aus.

Die Zahlen aus den Krankenhäusern sind seit mehreren Wochen rückläufig. Derzeit befinden sich 36 Hamburger wegen der Lungenkrankheit in stationärer Behandlung, davon werden 14 Personen intensivmedizinisch betreut. Mitte April hatten noch mehr als 260 Hamburger mit Covid-19 im Krankenhaus gelegen.

241 Erkrankte sind in Hamburg nach Angaben des Robert Koch-Instituts gestorben.

Update, 26. Mai, 11.13 Uhr: Hamburger Gastgewerbe erleidet schwere Einbußen

Hamburg - Das Hamburger Gastgewerbe hat mit dem Beginn der Anti-Corona-Maßnahmen einen Großteil seiner Umsätze verloren. 

Im März gingen die Umsätze der Branche um knapp 49 Prozent zurück, teilte das Statistikamt Nord am Dienstag mit. Im Beherbergungsgewerbe (minus 60,6 Prozent) waren die Auswirkungen noch stärker als in der Gastronomie (minus 40,1 Prozent). 

Dabei ist zu berücksichtigen, dass Gastronomie und Hotels in der ersten Hälfte des Monats noch mit geringen Einschränkungen arbeiten konnten und erst ab Mitte März geschlossen oder stark eingeschränkt waren. Die Zahl der Beschäftigten bei Hotels und Gaststätten ging im März um 5,3 Prozent zurück.

In den ersten drei Monaten reduzierten sich die Umsätze gegenüber dem ersten Quartal 2019 um 16,1 Prozent. Während sie im Bereich Gastronomie um 11,7 Prozent zurückgingen, war der Umsatzrückgang im Beherbergungsgewerbe mit minus 23,0 Prozent stärker ausgeprägt, so das Statistikamt Nord. 

Die ersten beiden Quartalsmonate Januar und Februar zeigten im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten noch Entwicklungen im normalen Rahmen, heißt es in der Mitteilung des Amtes.

Update, 26. Mai, 9.12 Uhr: Drei Corona-Infektionen mehr in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt innerhalb eines Tages um 3 auf 3065 erhöht.

Wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand Montagabend weiter mitteilte, stieg die Zahl der Gestorbenen um 2 auf 139. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 

31 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Update, 26. Mai, 8.14 Uhr: Bars und Clubs sind Corona-Hotspots

Hamburg - Partygänger müssen vermutlich noch lange darauf warten, bis ihre Lieblingsdisco wieder öffnen darf. 

Denn in Clubs, Bars und Discos finde das Coronavirus perfekte Bedingungen für eine schnelle Verbreitung, sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM). 

Es ist eng, man schwitzt, schreit einander mit geringem Abstand ins Ohr - "das ist genau dieses Szenario, bei denen es in anderen Ländern bereits zu massenhaften Ansteckungen gekommen ist. Das sind die Viren-Hotspots - gerade für das Coronavirus."

Dagegen seien Kindergärten und Schulen deutlich weniger risikobehaftet. Das sei "im Vergleich zu Bars und Diskotheken eine ganz andere Welt. Das muss man mal deutlich sagen. Bars und Discos sind ein Hochrisiko, wenn wir das mit Kindergärten vergleichen.

Update, 26. Mai, 6.23 Uhr: Hamburg berät über weitere Lockerungen

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg, spricht bei der Landespressekonferenz (LPk) im Hamburger Rathaus.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg, spricht bei der Landespressekonferenz (LPk) im Hamburger Rathaus.  © Ulrich Perrey/dpa

Hamburg - Angesichts der nahezu gestoppten Ausbreitung des Coronavirus in Hamburg berät der Senat am Dienstag über weitere Schritte zur Aufhebung von Kontaktbeschränkungen. 

Er halte dabei aber an seiner Strategie fest, besondere Infektionsrisiken durch entsprechende Auflagen zu Hygiene und Mindestabständen zu verringern, erklärte ein Senatssprecher. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) will die Entscheidungen anschließend (12.30 Uhr) bekanntgeben.

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) hatte am vergangenen Dienstag eine neue Rechtsverordnung mit Lockerungsmaßnahmen angekündigt. Auf der Agenda stünden Freibäder, Fitnessstudios, Kinos und Einrichtungen der Stadtteilkultur. Theater und Opern strebten von sich aus noch keine Öffnung an, hatte die Senatorin gesagt.

In den vergangenen sieben Tagen haben sich Tests zufolge 27 Hamburger mit dem neuartigen Virus infiziert. 

Der Senat hat angekündigt, dass er erst bei einem Wert von 900 Neuinfektionen pro Woche die Kontaktbeschränkungen wieder verschärfen würde.

Update, 25. Mai, 21.34 Uhr: Weniger Protest gegen Corona-Beschränkungen

In der Rostocker Innenstadt stoppt die Polizei einen "Spaziergang" gegen die Corona-Beschränkungen.
In der Rostocker Innenstadt stoppt die Polizei einen "Spaziergang" gegen die Corona-Beschränkungen.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock/Neubrandenburg – In Mecklenburg-Vorpommern haben am Montagabend rund 750 Teilnehmer und damit etwas weniger Menschen als zuletzt gegen anhaltende Beschränkungen in der Corona-Pandemie protestiert. 

Wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg mitteilten, gab es in Neubrandenburg mit 270 Teilnehmern den größten, stillen "Protestspaziergang" gegen die umfassende Maskenpflicht und andere Auflagen. Weitere Protestversammlungen, wo Leute zum Teil auch durch Orte spazierten, gab es in Waren, Anklam, Stralsund, Schwerin, Demmin und Malchow.

In Rostock versammelten sich etwa 190 Kritiker der Corona-Einschränkungen in der Innenstadt unweit des Marktes. Als die Teilnehmer ebenfalls durch die Stadt ziehen wollten, stufte die Stadt die Veranstaltung als "Versammlung" ein und löste sie unter anderem wegen Verstößen gegen die Schutzabstände und Maskenpflicht auf. Die Polizei nahm die Personalien der Teilnehmer auf.

Gegen diese Art der "Montagsspaziergänge" protestierten in Rostock drei andere Gruppierungen bei angemeldeten Aktionen und mit rund 200 Teilnehmern. Im Nordosten wurden seit fünf Tagen keine neuen Infektionsfälle gemeldet.

Update, 25. Mai, 18.30 Uhr: Ein neuer Corona-Fall in Bremen

Bremen – Im Bundesland Bremen stieg die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen im Vergleich zum Vortag um einen Fall auf 1313 Fälle an (Stand: 14 Uhr). 

Laut Gesundheitsressort gelten 962 Personen wieder als genesen. Bislang sind 40 Männer und Frauen mit dem Virus gestorben. Aktuell werden 43 Personen mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt. 

Acht liegen auf Intensivstationen, vier von ihnen werden beatmet.

Update, 25. Mai, 17.10 Uhr: Stauzahlen an Himmelfahrt im Norden wegen Corona deutlich gesunken

Hamburg – Die Corona-Beschränkungen haben sich in Norddeutschland deutlich auf den Ferienverkehr am verlängerten Christi-Himmelfahrts-Wochenende ausgewirkt. 

So mussten sich die Autofahrer vom 20. bis zum 24. Mai in Hamburg, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern lediglich durch 723 Staus mit einer Gesamtlänge von 923 Kilometern kämpfen, wie der Automobilclub ADAC am Montag in Hamburg mitteilte. 

Ein Jahr zuvor waren es rund um den bundesweiten Feiertag noch fast 2700 Verkehrsbehinderungen mit einer Länge von fast 4200 Kilometern. Damit waren die Reisenden in diesem Jahr zwar trotzdem fast 34.000 Minuten länger unterwegs als ohne Behinderungen. Im Jahr 2019 mussten sie allerdings noch Verspätungen von gut 105 00 Minuten in Kauf nehmen.

Besonders auf den Straßen Schleswig-Holsteins war rund um den Feiertag im Mai Entspannung angesagt. Dort sei die Gesamtlänge der Staus um 78 Prozent gesunken - von 4172 auf 923 Kilometer. Auch Autofahrer in Niedersachsen brauchten deutlich weniger Geduld als noch 2019: Statt der 1328 Staukilometer im Vorjahr registrierte der ADAC 2020 nur 567 Kilometer. 

In Bremen ging die Staulänge von 99 Kilometer auf 61 Kilometer zurück, in Hamburg sank sie von 231 auf 157 Kilometer und in Mecklenburg-Vorpommern von 180 auf 91 Kilometer.

In den Pfingstferien dürfte der Verkehr auf den Straßen dagegen wieder deutlich zunehmen. "Da bis zum kommenden Wochenende weitere Beschränkungen wegfallen werden und in fast allen Teilen Deutschlands das touristische Angebot wieder zur Verfügung steht, rechnet der ADAC für das Pfingstwochenende mit langen Staus", hieß es.

Update, 25. Mai, 17.07 Uhr: Schon seit fünf Tagen in Folge keine Corona-Neuinfektion in MV

Rostock – Schon den fünften Tag in Folge gibt es in Mecklenburg-Vorpommern keine neuen nachgewiesenen Corona-Infektionen. 

Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag (15.45 Uhr) berichtete, sank sogar die Gesamtzahl um einen auf nunmehr 758 Fälle. Ein Fall in der Landeshauptstadt Schwerin habe sich nicht bestätigt. 111 Personen mussten oder müssen wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation.

Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen bei 47, die bundesweit niedrigste. Der deutsche Schnitt liegt bei mehr als 210, Bayern als das am schwersten betroffene Bundesland weist eine Rate von mehr 350 Infizierten pro 100.000 Einwohner auf.

Update, 25. Mai, 17.03 Uhr: Weil gegen vorschnelle Lockerungen von Corona-Beschränkungen

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, spricht bei seiner Regierungserklärung im niedersächsischen Landtag.
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, spricht bei seiner Regierungserklärung im niedersächsischen Landtag.  © Julian Stratenschulte/dpa

Wunstorf – Nach dem Vorstoß aus Thüringen für ein Ende des landesweiten Corona-Lockdowns hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vor vorschnellen Lockerungen gewarnt. 

"Ich denke, wir sind alle miteinander gut beraten, Schritt für Schritt in die Lockerungen zu gehen, denn das Coronavirus ist unbestritten weiter existent in Deutschland", sagte Weil am Montag in Wunstorf bei Hannover. Diverse Ereignisse hätten gezeigt, dass man das Virus nicht unterschätzen dürfe.

«Deswegen bleiben wir in Niedersachsen dabei, dass wir stufenweise vorgehen werden, dass wir den Bogen nicht überspannen werden», sagte Weil. Zwar wollten alle am liebsten so schnell wie möglich alle Freiheiten wieder zurückhaben. "Niemanden von uns ist gedient, wenn wir dann einen schlimmen Rückfall erleben sollten, deswegen ist mein Rat, gerne vorwärts gehen, aber Schritt für Schritt und vorsichtig." 

Der niedersächsische Stufenplan für Lockerungen habe viel Zustimmung erhalten, sagte Weil. Möglich sei aber nur, was die Zahl der Infektionen hergebe und zur Eindämmung der Epidemie leisteten der Mund-Nasen-Schutz und auch die Abstandsregeln einen großen Beitrag.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte ein Ende des landesweiten Corona-Lockdowns angekündigt und in Aussicht gestellt, dass ab dem 6. Juni auf allgemeine Schutzvorschriften verzichtet werden soll. Am Montag sagte er dann im Interview mit RTL/ntv, er werde dem Kabinett vorschlagen, "dass zum Beispiel in den öffentlichen Verkehrsmitteln weiterhin der Mund-Nasen-Schutz bleiben soll". Ähnlich äußerte er sich im MDR.

Update, 25. Mai, 17.02 Uhr: 11.572 bestätigte Coronavirus-Fälle in Niedersachsen

Hannover – Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.572 gestiegen. 

Das sind neun mehr als am Tag zuvor, wie das Landessozialministerium am Montag (Stand: 13 Uhr) mitteilte. Laut Hochrechnung sind 10.037 Menschen wieder genesen, das entspricht 86,7 Prozent der Fälle. 576 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. 

In den niedersächsischen Kliniken werden aktuell 407 Infizierte behandelt, 73 von ihnen liegen auf Intensivstationen. 33 Erwachsene werden beatmet.

Update, 25. Mai, 17 Uhr: Schulen im Norden für weitere Klassen geöffnet

Kiel – In Schleswig-Holstein sind am Montag nach wochenlangem Fernunterricht erstmals Schüler weiterer Jahrgänge wieder zum Lernen in die Schule gegangen.

Die Öffnung betraf die Klassen 1 bis 3 an den Grundschulen sowie die Jahrgänge 8 bis 12 an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien. Alles sei normal angelaufen, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

In den Schulen müssen coronabedingte Mindestabstände und Hygienevorschriften eingehalten werden. Ebenfalls seit Montag sind auch wieder Nachmittagsangebote für die Mädchen und Jungen möglich, die dann in der Schule sind. 

Mensen und ähnliche Einrichtungen dürfen bei Bedarf ebenfalls wieder öffnen. In der nächsten Woche tritt die vierte Lockerungsphase in Kraft. Von Montag an sollen dann alle Klassen Präsenzunterrichtsanteile bekommen, wie der Sprecher sagte.

Update, 25. Mai, 16.37 Uhr: Bremer Polizei beendet zwei Corona-Partys

Bremen – Die Polizei hat am Wochenende auf einer Grillwiese am Bremer Werdersee eine Party aufgelöst, bei der rund 100 Personen zu lauter Musik getanzt und gefeiert hatten. 

Ein 26-Jähriger habe dazu eine Musikanlage aufgebaut, teilten die Beamten am Montag mit. Beim Eintreffen der Polizei am Samstag gegen 23.20 Uhr hätten sich die Feiernden schnell entfernt. Der 26-Jährige bekam eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. 

Ein unfreiwilliges Ende nahm auch die Party eine 28-Jährigen, der am späten Samstagabend in Bremen seinen Geburtstag mit etwa 20 Gästen in einer Diskothek feiern wollte. Auch dort schritt die Polizei ein und stellte mehrere Ordnungswidrigkeitsanzeigen aus.

Update, 25. Mai, 16.30 Uhr: Hotelgäste dürfen auf Inseln, Tagestouristen nicht

Nur vereinzelt gehen Menschen am Strand von Norderney entlang.
Nur vereinzelt gehen Menschen am Strand von Norderney entlang.  © Volker Bartels/dpa

Jever – Auch Hotelgäste können wieder auf die Ostfriesischen Inseln. Die vier zuständigen Landkreise werden am Montag entsprechende Allgemeinverfügungen veröffentlichen, wie Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD) in Jever ankündigte. 

Sie sollen am Dienstag beziehungsweise Mittwoch in Kraft treten und auch eine Wiederbelegungsfrist für Ferienwohnungen vorsehen. 

Auf manchen Inseln mussten zur Corona-Eindämmung Unterkünfte bislang eine Woche gemietet werden - nun sind auch Belegungen von zum Beispiel vier Tagen möglich, dann müsste die Unterkunft noch drei Tage leer stehen.

Hotelgäste dürfen laut Ambrosy bereits schon jetzt anreisen, weil die Inselbürgermeister das erlaubt haben. Fährunternehmen seien informiert. "Tagestouristen sind ausgeschlossen, das heißt, man kommt nur auf die Inseln, wenn man eine Nacht als Übernachtungsnachweis belegen kann." Der Landesverordnung zufolge können die Kommunen und zuständigen Behörden bei den Insel-Regelungen Ausnahmen zulassen.

Dass der Inselzugang für Hotelgäste in der aktuellen Landesverordnung nicht geregelt wurde, habe den Kreis Wittmund überrascht, erklärte ein Sprecher. "Das hat für Unruhe gesorgt, weil das ursprünglich anders angekündigt war", erklärte der Auricher Landrat Olaf Meinen (parteilos) zur Veröffentlichung der Landesverordnung am vergangenen Freitag. "Das hätte man ja auch alles schön vorbereiten können, wenn wir das gewusst hätten und nicht übers Wochenende dann."

Update, 25. Mai, 16.24 Uhr: Niedersachsen will an Maskenpflicht und Abstandsregeln festhalten

Hannover – Niedersachsen will im Kampf gegen das Coronavirus an der Maskenpflicht und den Abstandsregeln bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffes festhalten. 

Das sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Montag in Hannover. Den von Thüringen angekündigten Verzicht auf landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften vom 6. Juni an bezeichnete Reimann als "schwerwiegenden Fehler" und ein "vollkommen falsches Signal". 

Dass die Corona-Epidemie derzeit unter Kontrolle sei, sei nachweislich den Beschränkungen zu verdanken, betonte Reimann.

Update, 25. Mai, 16.21 Uhr: Dänemark öffnet Grenze für Großeltern aus Deutschland

Kopenhagen – Deutsche Großeltern, deren Enkelkinder in Dänemark leben, können ihre Koffer packen. 

Die dänische Regierung lässt seit Montag wieder deren Einreise aus Deutschland sowie den anderen vier nordischen Ländern zu.

Auch unverheiratete Pärchen können sich auf ein Wiedersehen freuen. Partner aus den entsprechenden Ländern können ebenfalls wieder nach Dänemark reisen. Vorausgesetzt, sie sind seit mindestens einem halben Jahr mit der in Dänemark lebenden Person zusammen. Für Ehepartner gilt diese Regelung schon länger.

Außerdem werden Deutsche und Skandinavier, die ein Ferienhaus in Dänemark haben, wieder über die Grenze gelassen.

Bis Ende der Woche will die dänische Regierung mitteilen, wie der Tourismus in den Sommermonaten schrittweise wieder in Gang kommen soll.  

Update, 25. Mai, 14.25 Uhr: Freibäder in Niedersachsen dürfen wieder öffnen

Hannover - Verspäteter Saisonstart wegen Corona: Seit Montag dürfen Besucher in niedersächsischen Freibädern wieder ihre Bahnen ziehen. 

Wegen des neuartigen Coronavirus gelten allerdings weiterhin strenge Hygiene- und Abstandsregeln. So muss in allen Bädern ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zu Menschen aus anderen Haushalten gewahrt werden. 

Einige Bäder haben die Besucherzahl daher begrenzt.

Update, 25. Mai, 13.35 Uhr: Keine Neu-Infektionen in Hamburg

Hamburg - Zum zweiten Mal innerhalb von einer Woche haben die Hamburger Gesundheitsämter keine neuen Fälle von Covid-19-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. 

Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle liegt damit unverändert bei 5061, wie die Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte. Die Behörde geht von rund 120 aktuell infizierten Hamburgern aus. Bereits am vergangenen Dienstag hatte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) keine neuen Fälle verkündet.

Auch die Zahlen aus den Krankenhäusern sind seit mehreren Wochen rückläufig. Derzeit befinden sich 37 Hamburger wegen der Lungenkrankheit in stationärer Behandlung (Freitag: 57), davon werden 14 Personen intensivmedizinisch betreut. Mitte April hatten noch mehr als 260 Hamburger mit Covid-19 im Krankenhaus gelegen.

240 Erkrankte sind in Hamburg nach Angaben des Robert Koch-Instituts gestorben. 

Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf konnte laut Gesundheitsbehörde bislang bei 215 Personen eine Covid-19-Infektion als Todesursache feststellen.

Update, 25. Mai, 11.46 Uhr: Krise führt zu Tiefstand bei Verkehrstoten

Kiel - Wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie ist die Zahl der Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen im März auf einen Tiefstand seit der Wiedervereinigung gesunken. 

Bei Unfällen kamen 158 Menschen ums Leben, im März 2019 waren es noch 234 Verkehrstote, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. 

Aufgrund der Corona-Pandemie waren seit Mitte März deutlich mehr Menschen zu Hause geblieben, was sich auch im Straßenverkehr bemerkbar gemacht hatte.

In Schleswig-Holstein sank die Zahl der Verkehrstoten um 6 auf 19. Die Zahl der insgesamt auf den Straßen verletzten und getöteten Menschen fiel im Norden um 4,7 Prozent auf 2882. Das war der geringsten Rückgang aller Bundesländer.

"Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als im März 2020", hieß es in dem Bericht des Statistikamtes. 

In der Regel sterben monatlich den Angaben einer Sprecherin zufolge mehr als 200 Verkehrsteilnehmer.

Update, 25. Mai, 11.30 Uhr: Restaurant missachtet Corona-Auflagen

Delmenhorst  - Ein Restaurant in Delmenhorst hat am Wochenende gleich mehrfach gegen Beschränkungen zum Schutz vor Coronavirus-Infektionen verstoßen. 

In den Räumen hätten sich am Samstagabend mindestens 40 Gäste einer Feiergesellschaft aufgehalten, teilte die Polizei am Montag mit. Dabei sei weder der Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen noch der von eineinhalb Meter zwischen den Gästen eingehalten worden.

Auch seien die Personalien der Anwesenden nicht wie vorgeschrieben dokumentiert worden. Vor dem Hintergrund der Neuinfektionen im Zusammenhang mit einer Restaurant-Eröffnung im Kreis Leer sollte der Vorfall nachdenklich stimmen, so die Polizei. 

Der Betreiber sei aufgefordert worden, die Veranstaltung aufzulösen. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet. 

Das Bußgeld kann laut Polizei bis 25.000 Euro betragen.

Update, 25. Mai, 9.38 Uhr: Keine neuen Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat es nach Angaben der Landesregierung zuletzt binnen 24 Stunden keine offiziell gemeldete Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. 

Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Krise nachgewiesenen Fälle mit Stand Sonntagabend weiterhin 3062, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte. Die Zahl der Gestorbenen blieb bei 137. 

Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 32 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Update, 25. Mai, 9.35 Uhr: Mitarbeiter der Meyer-Werft nach Corona-Ausbruch in Quarantäne

In der Meyer Werft im Emsland wird an Kreuzfahrtschiff gearbeitet.
In der Meyer Werft im Emsland wird an Kreuzfahrtschiff gearbeitet.  © Sina Schuldt/dpa

Papenburg - Nach dem Corona-Ausbruch im Zusammenhang mit einem Restaurantbesuch in Ostfriesland sind auch Mitarbeiter der Papenburger Meyer-Werft in Quarantäne.

Einen entsprechenden Bericht des NDR bestätigte ein Firmensprecher am Montagmorgen. Dem NDR zufolge müssen "Mitglieder der Werft-Geschäftsführung und fast der gesamte Betriebsrat" zu Hause bleiben. Es gebe bisher 18 bestätigte Infizierte.

Der Landkreis Leer sucht nach den positiven Corona-Tests in dem Fall weiter Gründe für die Infektionen. Es werde geprüft, ob es in dem Lokal Verstöße gegen die Corona-Auflagen gab, sagte ein Sprecher des Landkreises am Sonntag. 

Eine Befragung der Gäste habe "Indizien geliefert, dass an dem Abend möglicherweise gegen Corona-Auflagen verstoßen wurde", hieß es. 

Update, 25. Mai, 6.32 Uhr: MV empfängt Gäste aus anderen Bundesländern

Rostock - Die Hotels, Pensionen und Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern dürfen von Montag an wieder Gäste aus anderen Bundesländern empfangen. 

Nach dem Shutdown Mitte März konnte die Tourismusbranche bereits vergangene Woche Gäste aus dem eigenen Land begrüßen. 

Der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, ging davon aus, dass über Pfingsten rund 90 Prozent der Betriebe geöffnet haben werden und dann vermutlich gut belegt sind. Tagestouristen dürfen aber weiter nicht ins Land reisen.

Für die Hälfte der Betriebe kommt laut einer Verbandsumfrage die Öffnung nach der langen Schließzeit gerade noch rechtzeitig.

Die Lage sei sehr ernst, erklärte Woitendorf. Einer der am häufigsten geäußerten Kritikpunkte an der jetzigen Regel ist die Begrenzung der Bettenbelegung in Hotels oder Campingplätzen auf 60 Prozent der Kapazität - einer der Versuche der Landesregierung, die Kontrolle über das Infektionsgeschehen zu behalten. 

Es sei zu befürchten, dass Mecklenburg-Vorpommern Gäste verliere, da andere Länder bis auf Niedersachsen und Hamburg keine Begrenzung hätten, sagte Woitendorf.

Update, 25. Mai, 6.31 Uhr: Schulen im Norden öffnen für weitere Klassen

Kiel - Für viele Mädchen und Jungen in Schleswig-Holstein ist es nach wochenlangem Fernunterricht so weit: Sie dürfen ab Montag wieder in die Schule und dort lernen. 

Das gilt für die Klassen 1 bis 3 an den Grundschulen sowie die Jahrgänge 8 bis 12 an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien. In den Schulen müssen coronabedingte Mindestabstände und Hygienevorschriften eingehalten werden.

Ebenfalls vom Montag sind auch wieder Nachmittagsangebote für die Mädchen und Jungen möglich, die dann in der Schule sind. 

Update, 25. Mai, 6.29 Uhr: Plaza der Elbphilharmonie kann wieder besucht werden

Hamburg - Die Plaza der Elbphilharmonie macht am Montag wieder auf. Es gelten dabei aber besondere Schutzmaßnahmen, wie das Konzerthaus mitteilte. 

Deshalb sei die Anzahl der Personen begrenzt, die sich gleichzeitig auf der Plaza aufhalten können. Es werde dringend zu einer Online-Vorbuchung der Tickets geraten. 

Die Besucher werden zudem aufgefordert, den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten und eine Gesichtsmaske etwa in Fahrstühlen oder im Shop zu tragen. 

Die öffentliche Aussichtsplattform in 37 Meter Höhe über der Elbe ist ein Publikumsmagnet. Schon vor gut einem Jahr war der zehnmillionste Besucher auf der Plaza gezählt worden.

Update, 24. Mai, 16.07 Uhr: Corona-Verordnung benachteiligt soziale Einrichtungen

Hannover - Die Corona-Regeln der niedersächsischen Landesregierung benachteiligen nach Auffassung der Grünen soziale Bereiche wie die Jugendarbeit. 

So werde die Jugendarbeit nur unter Aufsicht von Hauptamtlichen zugelassen, während im Breitensport eine ehrenamtliche Aufsicht ausreiche, sagte der Grünen-Sozialpolitiker Volker Bajus am Wochenende. 

"Das geht leider an der Realität der Jugendarbeit völlig vorbei." 

Die Träger der Behindertenhilfe benötigten zudem Unterstützung bei der Erstellung und Umsetzung von Hygienekonzepten, sagte Bajus in Richtung des Sozialministeriums.

Update, 24. Mai, 13.36 Uhr: Weiterer Corona-Fall nach Restaurantbesuch bestätigt

Ein Schild vor dem Eingang des Gebäudes weist auf die positiven Corona-Fälle hin.
Ein Schild vor dem Eingang des Gebäudes weist auf die positiven Corona-Fälle hin.  © Lars-Josef Klemmer/dpa

Moormerland - Im Zusammenhang mit dem Besuch eines Restaurants im niedersächsischen Landkreis Leer ist ein weiterer Mensch positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die Zahl der Infizierten, die am 15. Mai in geschlossener Gesellschaft in dem Lokal waren, stieg damit auf elf, wie ein Sprecher des Landkreises am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Eine weitere Person aus einem anderen Landkreis habe sich in der Folge angesteckt. Für 106 Menschen wurde bis Sonntagmittag häusliche Quarantäne angeordnet. Die Testergebnisse mehrerer Personen aus dieser Gruppe, die Symptome zeigten, stehen dem Landkreis zufolge noch aus.

Der Landkreis prüft zudem, ob es in dem Restaurant Verstöße gegen die Corona-Auflagen gab. Einen Zwischenstand teilte der Landkreis dazu am Sonntag nicht mit. "Das müssen wir abwarten", sagte der Sprecher.

Der Inhaber des betroffenen Restaurants in Moormerland hatte am Samstag gesagt, er wisse nicht, ob sich das Virus am 15. Mai beim Eröffnungsabend seines Lokals verbreitet habe. 

Es sei auch möglich, dass sich die Menschen vor oder nach dem Abend infiziert hätten.

Update, 24. Mai, 13.23 Uhr: Drei weitere Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - In Hamburg sind am Sonntag drei weitere Infektionen mit dem neuen Sars-Cov2-Virus bestätigt worden.

Damit sei die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf nunmehr 5061 gestiegen, teilte die Gesundheitsbehörde mit.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburgerinnen und Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um drei Fälle auf nun 214. 

Insgesamt 14 Hamburger werden intensivmedizinisch behandelt.

Update, 24. Mai, 11.30 Uhr: Reha-Kliniken dürfen wieder öffnen

Rostock - Der Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern hat begrüßt, dass die Reha-Kliniken von Montag an wieder öffnen und Patienten aufnehmen können. 

Wie Geschäftsführerin Annette Rösler sagte, sind davon landesweit 60 Vorsorge-, Reha- und Mutter-Vater-Kind-Einrichtungen betroffen. Seit dem Lockdown im März waren nur Anschlussheilbehandlungen erlaubt. 

Als fair bewertete Rösler die Regelung zur Vorlage eines Negativtestes, wenn der Patient aus einem Gebiet kommt, in dem mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen vorliegen.

"Als Dienstleister mit Versorgungsauftrag können und müssen die Kliniken ihre Arbeit mit den Patienten aufnehmen", betonte Rösler. Heilverfahren seien irgendwann nicht mehr aufschiebbar. 

Update, 24. Mai, 9.41 Uhr: Keine neue Corona-Infektion in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat es nach Angaben der Landesregierung zuletzt binnen 24 Stunden keine offiziell gemeldete Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. 

Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Krise nachgewiesenen Fälle mit Stand Samstagabend weiterhin 3062, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte. 

Die Zahl der Gestorbenen erhöhte sich aber um eine Personen auf 137. 

Update, 24. Mai, 8.18 Uhr: Ursachen für Corona-Ausbruch in Niedersachsen unklar

Moormerland - Nach dem Corona-Ausbruch in Niedersachsen prüft der Landkreis Leer Hinweise auf Regelverstöße in einem Restaurant. 

"Aus den Hinweisen, die uns vorliegen, ergeben sich Indizien, dass am Abend des 15. Mai möglicherweise gegen Corona-Regeln verstoßen worden ist", sagte Landrat Matthias Groote (SPD). Ob dies der Fall war, müsse das Ordnungsamt in einem Ordnungswidrigkeiten-Verfahren klären.

Bis Samstag wurden zehn Menschen, die bei der Wiedereröffnung des Lokals in Moormerland in geschlossener Gesellschaft dabei waren, positiv auf Corona getestet. Eine weitere Person aus einem anderen Landkreis habe sich in der Folge angesteckt, teilte der Landkreis am Samstag mit. Demnach wurde für rund 70 Frauen und Männer häusliche Quarantäne angeordnet. Da einige von ihnen bereits Symptome zeigten, seien weitere Infektionsfälle nicht auszuschließen.

Beim Gesundheitsamt haben sich inzwischen weitere Menschen gemeldet, die eigenen Angaben zufolge nach dem 15. Mai in dem Restaurant waren, aber nicht auf den Gästelisten standen. "Diese Dokumentation ist laut den Corona-Auflagen Pflicht", teilte der Landkreis mit. 

Zudem hätten Personen mitgeteilt, sie seien zu Vorstellungsgesprächen und zum Probekochen im Lokal gewesen. Das Gesundheitsamt gehe auch diesen Fällen nach.

Update, 23. Mai, 16.07 Uhr: Erneut ein Tag ohne Corona-Neuinfektion in MV

Rostock - Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat am Samstag erneut keine neuen Fälle einer Corona-Infektion vermeldet. 

Damit blieb den offiziellen Angaben zufolge die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern bei 759 ebenso wie die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Verstorbenen bei 20 konstant. 

Schätzungen zufolge haben 705 Menschen die Virus-Infektion überstanden und gelten als geheilt. 112 Personen mussten oder müssen wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation.

Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen bei 47, die bundesweit niedrigste. 

Der deutsche Schnitt liegt bei 214, Bayern als das am schwersten betroffene Bundesland weist eine Rate von 352 Infizierten pro 100.000 Einwohner auf.

Update, 23. Mai, 14.59 Uhr: Mehrere Menschen nach Restaurantbesuch positiv getestet

Moormerland - Nachdem im niedersächsischen Landkreis Leer mehrere Menschen nach einem Restaurantbesuch positiv auf das Coronavirus getestet worden sind (TAG24 berichtete), äußerte sich nun der Inhaber zu dem Fall.

"Es waren Gäste, die infiziert waren, bei mir im Restaurant", sagte der Inhaber, der ebenfalls positiv getestet wurde und nicht namentlich genannt werden wollte. 

Inzwischen seien vier Gäste und er selbst positiv getestet worden. Bei drei Freunden von ihm sei das Virus ebenfalls nachgewiesen worden.

Ob sich das Virus am 15. Mai beim Eröffnungsabend seines Lokals "Alte Scheune" in der Gemeinde Moormerland verbreitet habe, wisse er nicht. 

Update, 23. Mai, 14.56 Uhr: Niedersachsen hält an Lockerungen fest

Hannover - Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann sieht wegen der Corona-Fälle nach einer Restaurant-Wiedereröffnung im Kreis Leer keine Notwendigkeit, vom Lockerungskurs abzurücken. 

"Nach ersten Erkenntnissen ist das Infektionsgeschehen nicht auf einen normalen Restaurantbesuch zurückzuführen, stattdessen wurde dort offenbar eine private Party gefeiert", sagte Reimann am Samstag. Der betroffene Gaststätten-Besitzer betont, Abstands- und Hygieneregeln seien an dem Abend eingehalten worden.

Ministerin Reimann sagte, das Land habe immer darauf hingewiesen, dass die Corona-Lockerungen mit einem gewissen Risiko verbunden seien. "Wir werden Ansteckungen auch in Zukunft nicht vollständig verhindern können", sagte Reimann. 

Entscheidend sei in einem solchen Fall, dass von den Behörden vor Ort konsequent alle Kontakte nachverfolgt würden, um das Infektionsgeschehen so eng wie möglich einzugrenzen. 

"Genau das passiert nun im Landkreis Leer", betonte die Ministerin.

Update, 23. Mai, 12.27 Uhr: Drei weitere Fälle in Hamburg

Hamburg - In Hamburg sind am Samstag drei weitere Infektionen mit dem neuen Sars-Cov2-Virus bestätigt worden. 

Damit sei die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf nunmehr 5058 gestiegen, teilte die Gesundheitsbehörde mit.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburgerinnen und Hamburger lag nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) unverändert bei 211. 

Weiterhin werden 17 Hamburger intensivmedizinisch behandelt. 

Update, 23. Mai, 10.16 Uhr: 23 neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt binnen 24 Stunden um 23 Fälle gestiegen. 

Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Krise nachgewiesenen Fälle mit Stand Freitagabend 3062, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte. Die Zahl der Gestorbenen erhöhte sich um zwei Personen auf 136. 

Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 30 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Update, 23. Mai, 9.10 Uhr: Schulen im Norden öffnen für weitere Klassen

Kiel - An den Schulen in Schleswig-Holstein beginnt nach coronabedingter Zwangspause für weitere Jahrgänge am Montag wieder der Unterricht. 

Das gilt für die Klassen 1 bis 3 an den Grundschulen sowie für die Jahrgänge 8 bis 12 an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien. In den Klassenräumen müssen Mindestabstände und Hygienevorschriften eingehalten werden. Ebenfalls vom Montag an sind wieder Nachmittagsangebote für die Mädchen und Jungen möglich, die dann in der Schule sind. 

Auch Mensen und ähnliche Einrichtungen dürfen bei Bedarf öffnen.

Update, 23. Mai, 8.29 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern empfängt wieder Gäste

Rostock - Mecklenburg-Vorpommern kehrt langsam in den Modus eines Urlaubslandes zurück. 

Nach dem Shutdown Mitte März konnte die Tourismusbranche bereits vergangene Woche Gäste aus dem eigenen Land begrüßen, von Montag an nun dürfen Menschen aus den anderen Bundesländern in den Nordosten - allerdings unter einigen Voraussetzungen. 

Die Wichtigste ist, dass die Buchung einer Übernachtung in einem Hotel, einer Pension oder auf einem Campingplatz vorliegen muss.

Für Tagestouristen bleiben die Landesgrenzen weiter dicht. "Wer kann das kontrollieren, wer will das kontrollieren?", kommentierte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Christian Schumacher.

Update, 22. Mai, 22.11 Uhr: Nach Restaurantbesuch offenbar Corona-Ausbruch in Niedersachsen

Eine Ärztin hält ein Fieberthermometer in der Hand. (Symbolbild)
Eine Ärztin hält ein Fieberthermometer in der Hand. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Leer – Bei einem Restaurantbesuch im Landkreis Leer in Niedersachsen haben sich offenbar sieben Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 

"Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal", teilte der Landkreis am Freitag mit. Diese neuen Fälle hätten dazu geführt, dass bereits für mindestens 50 Menschen "vorsorglich häusliche Quarantäne" angeordnet worden sei. 

Weitere Testergebnisse stünden noch aus. NDR 1 Niedersachsen hatte über die Fälle berichtet. Dem Sender zufolge wären dies die ersten bekannten Fälle dieser Art seit der Wiederöffnung der Gastronomie.

Laut Gesundheitsamt handelt es sich nicht um einen Einzelfall mit nur wenigen Kontakten. "Es ist ein Ausbruch mit gleichzeitig mehreren Infizierten und vielen Kontakten." Entsprechend aufwendig sei nun die Nachverfolgung. Die sieben positiven Befunde, die miteinander zusammenhingen, seien dem Gesundheitsamt von Dienstag bis Freitag mitgeteilt worden. 

Im Landkreis Leer war zuvor eigenen Angaben zufolge mehr als eine Woche lang überhaupt keine bestätigte Neuinfektion gemeldet worden. Laut NDR 1 Niedersachsen war noch unklar, ob sich die Besucher oder das Personal nicht an die Regeln gehalten hätten.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 22. Mai, 21.24 Uhr: Drei neue Infektionen in Bremen

Bremen – Im Bundesland Bremen stieg die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus im Vergleich zum Vortag um drei Fälle auf 1296 (Stand 14 Uhr). 

Nach Angaben aus dem Gesundheitsressort gelten 920 in der Vergangenheit positiv getestete Menschen inzwischen als genesen. Die Zahl der mit dem Virus gestorbenen Frauen und Männer liegt bei 40. Derzeit werden 43 Personen mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt, sieben von ihnen auf Intensivstationen. 

Vier der intensivmedizinisch behandelten Personen müssen beatmet werden.

Update, 22. Mai, 17.39 Uhr: 11.456 bestätigte Coronavirus-Fälle in Niedersachsen

Hannover – Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.456 gestiegen. Das sind 57 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Freitag mit Stand 13 Uhr mitteilte. 

Laut Hochrechnung sind 9859 Menschen wieder genesen, das entspricht rund 86 Prozent der Fälle. 572 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das heißt, seit Donnerstag sind zwei neue Todesfälle hinzugekommen. 

In den niedersächsischen Kliniken werden 405 Infizierte behandelt, 76 von ihnen intensivmedizinisch. 42 Erwachsene auf den Intensivstationen werden beatmet.

Update, 22. Mai, 17.38 Uhr: Zwei weitere coronabelastete Krebspatienten gestorben

Hamburg – Im Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) sind zwei weitere Krebspatienten gestorben, die sich Anfang April mit dem neuen Coronavirus infiziert hatten. 

Bereits am Donnerstagabend starb auf der Intensivstation ein 49-Jähriger nach einer Lymphomerkrankung, teilte das UKE am Freitag mit. Einen Tag später starb ebenfalls auf der Intensivstation eine 21-jährige Patientin mit einer aggressiven Leukämie und Covid-19-Infektion. Weitere Untersuchungen müssten zeigen, ob Covid-19 ursächlich für den Tod der Patientin und des Patienten waren.

Beide waren Anfang April positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Damals war das Virus in die Krebsstation gelangt und hatte rund 40 Patienten und Klinikmitarbeiter infiziert. Von den Patienten sind bereits mehrere gestorben. Es ist aber nicht bekannt, ob sie dem Virus erlegen sind oder ihrem Krebsleiden. 

Die Staatsanwaltschaft prüft seit April, ob eine Straftat vorliegen könnte. 

Update, 22. Mai, 16.46 Uhr: Zum dritten Mal keine neuen Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag im Vergleich zum Vortag erneut keine weiteren Corona-Infektionen nachgewiesen worden. 

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales in Rostock wurden (Stand 22.5. 2020, 15 Uhr) im Land 759 Menschen positiv auf das Covid-19-Virus getestet. Damit wurden zum dritten Mal seit Beginn der Pandemie an einem Tag keine Neuinfektionen festgestellt. 

Drei aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg gemeldete Fälle haben sich bei Nachtestungen nicht bestätigt, wie das Amt mitteilte. Die Fälle, darunter die zweier Patienten, die in Kliniken liegen, wurden aus der Statistik gelöscht. 112 Personen mussten oder müssen derzeit im Land wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation. 

Insgesamt gab es bislang 20 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Virus. Ein Schema des Robert Koch-Instituts soll Schätzungen zur Zahl der genesenen Personen ermöglichen. Danach sind 702 der positiv getesteten Menschen in MV von einer Covid-19-Erkrankung genesen.

Update, 22. Mai, 16.44 Uhr: Quarantäne-Pflicht nach Auslandsreise nur noch für Risiko-Länder

Hannover – Niedersachsen hält die Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus dem Ausland nach der neuen Corona-Verordnung ab Montag nur noch für Menschen aufrecht, die aus einem Land mit einer hohen Zahl von Neuinfektionen kommen. 

Bei einer Einreise aus der EU, Großbritannien, der Schweiz oder Norwegen ist eine Quarantäne nur noch bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen nötig. Maßgeblich sind die entsprechenden Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI). Nach den derzeitigen Daten ergeben sich daraus keine Einreisebeschränkungen. Die Verpflichtung gilt nur bei einem mehr als zweitägigen Aufenthalt im Ausland.

Wer aus dem außereuropäischen Ausland einreist, ist von einer Quarantäne-Pflicht befreit, wenn für den betreffenden Staat das RKI festgestellt hat, dass das dortige Infektionsgeschehen eine Ansteckungsgefahr für die einzelne Person als gering erscheinen lässt. 

Das Oberverwaltungsgericht hatte die bisherige Quarantäne-Pflicht in Niedersachsen bereits am 11. Mai außer Kraft gesetzt. Die jetzt in Niedersachsen getroffene Regelung entspricht den Empfehlungen von Bund und Ländern.

Update, 22. Mai, 16.17 Uhr: Fitnessstudios bleiben in Hamburg dicht

Unbenutzte Trainingsgeräte stehen in einem geschlossenen Fitnessstudio. (Symbolbild)
Unbenutzte Trainingsgeräte stehen in einem geschlossenen Fitnessstudio. (Symbolbild)  © Jonas Walzberg/dpa

Hamburg – Die Hamburger Fitnessstudios bleiben wegen der Corona-Pandemie mindestens bis zum 31. Mai geschlossen. 

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) gab am Freitag einem Einspruch der Stadt Hamburg gegen ein anders lautendes Urteil des Verwaltungsgerichts statt (Az: 5 Bs 77/20). Der Eilantrag der Betreiberin eines Fitnessstudios auf Öffnung sei damit abgewiesen, teilte das Gericht mit. Die Entscheidung ist unanfechtbar.

Zur Begründung erklärte das Gericht, dass sich der Verordnungsgeber (die Stadt) im Rahmen seines Einschätzungsspielraums bewege, wenn er davon ausgehe, dass der Betrieb von Fitnessstudios eine vergleichsweise hohe Infektionsgefahr mit dem Coronavirus in sich berge. 

Die dort in geschlossenen Räumlichkeiten häufig auftretende hohe Atemfrequenz der Kunden bedinge durch das intensive Ausatmen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine erhöhte Aerosolbelastung der Raumluft.

Zum anderen bleibe der Verordnungsgeber im Rahmen seines Einschätzungsspielraums, wenn er das Infektionsrisiko auch durch Schutzvorgaben für nicht hinreichend kontrollierbar und daher momentan die Schließung der Fitnessstudios weiterhin für erforderlich halte, um das Ziel der Eindämmung des Coronavirus zu erreichen, heißt es in der Mitteilung.

Update, 22. Mai, 14.30 Uhr: Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

Lingen – Die Polizei hat vor einer neuen Betrugsmasche mit angeblichen Tests auf das Coronavirus gewarnt. 

In den vergangenen Tagen hätten die meist älteren Opfer in mehreren Teilen Deutschlands ein seriös anmutendes Schreiben einer angeblichen "Bundesstelle für Seuchenschutz" bekommen, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim in Lingen. Diese Behörde gebe es gar nicht, betonte er.

Die Angeschriebenen werden dazu aufgefordert, sich mit einem Test-Set auf Covid-19 zu testen. Laut Auskunft des Einwohnermeldeamtes gehörten sie zu einer Risikogruppe, heißt es in dem Schreiben weiter. Notfalls müsst der Test zwangsweise durchgeführt werden. Für das angebliche Test-Set würden dann per Nachnahme 97,50 kassiert. 

"Die Polizei warnt eindringlich davor, Päckchen, die nicht bestellt worden sind, gegen Nachnahme anzunehmen", erklärte der Sprecher. Auch die Polizei im nordrhein-westfälischen Oberhausen hatte kürzlich vor der Masche gewarnt, nachdem dort ein Fall gemeldet worden war.

Update, 22. Mai, 12.37 Uhr: Corona-Regeln im Sozialwesen werden gelockert

Hannover - Im Zuge der nächsten Öffnungen in der Corona-Krise am kommenden Montag lockert Niedersachsen auch einige Beschränkungen im sozialen Bereich. 

So darf die Tagespflege für Ältere und Pflegebedürftige sowie für Menschen mit Behinderung dann maximal die Hälfte der Plätze wieder belegen, ein Hygienekonzept vorausgesetzt. 

Auch Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und Tagesförderstätten dürfen die Hälfte der Plätze öffnen, wie das Sozialministerium in Hannover am Freitag ankündigte. Außerdem können Menschen, die soziale, pädagogische oder psychologische Unterstützung brauchen, wieder die entsprechenden Beratungsstellen aufsuchen.

Sozialministerin Carola Reimann (SPD) sagte, sie sei froh, dass das Infektionsgeschehen mehr Freiheiten zulasse. "Das entlastet insbesondere die pflegenden Angehörigen."

Update, 22. Mai, 12.04 Uhr: Vier weitere Corona-Neuinfektionen in Hamburg bestätigt

Hamburg - In Hamburg sind am Freitag vier weitere Infektionen mit dem neuen Sars-Cov2-Virus bestätigt worden. Damit sei die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie auf nunmehr 5055 gestiegen, teilte die Gesundheitsbehörde mit. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4600 inzwischen als genesen angesehen werden. Die Behörde geht von noch rund 200 Infizierten in Hamburg aus, zuzüglich einer unbekannten Dunkelziffer.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburgerinnen und Hamburger lag nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) unverändert bei 211. Das RKI zählte 240 Covid-19-Infizierte, die in Hamburg gestorben sind - einer mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 44 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, drei weniger als am Vortag. Davon wurden 17 Personen intensivmedizinisch behandelt, eine weniger als am Donnerstag. Die Zahlen der Krankenhauspatienten gehen seit Wochen zurück. 

Update, 22. Mai, 10.44 Uhr: Weitere Details zu Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Von den 18 neuen Infektionsfällen wurden 16 allein aus dem Kreis Schleswig-Flensburg gemeldet. Dort werden derzeit die Beschäftigten von Fleischbetrieben in Satrup und Böklund getestet. Dort sei mittlerweile bei insgesamt 11 Mitarbeitern das Virus nachgewiesen worden, berichtete die Kreisverwaltung am Freitag. 6 davon kämen aus dem Kreis, 5 wohnten in der Stadt Flensburg. Für die Betroffenen und deren Kontaktpersonen sei Quarantäne angeordnet worden.

Es seien auch insgesamt 13 Bewohner und 6 Mitarbeiter eines Pflegeheims in Schleswig insgesamt positiv auf das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden, hieß es weiter. 

Von den positiv getesteten Bewohnern zeigten 10 bisher leichte bis gar keine Symptome. 3 würden im Krankenhaus behandelt.

Update, 22. Mai, 8.58 Uhr: 18 neue Corona-Kranke in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt binnen 24 Stunden um 18 Fälle gestiegen. 

Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Krise nachgewiesenen Fälle mit Stand Donnerstagabend 3039, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte. 

Die Zahl der Gestorbenen blieb bei 134. Rund 2800 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 29 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Update, 22. Mai, 7 Uhr: SPD fordert mehr Corona-Tests für Pfleger in Altenheimen

Wer in Kliniken oder Altenheimen arbeitet, soll nach Willen der SPD auf das Coronavirus getestet werden. (Symbolbild)
Wer in Kliniken oder Altenheimen arbeitet, soll nach Willen der SPD auf das Coronavirus getestet werden. (Symbolbild)  © Jonas Güttler/dpa

Kiel - Die SPD hat eine deutliche Erhöhung der Zahl der Tests von Mitarbeitern in Krankenhäusern und Altenheimen gefordert. 

"Pflegepersonal und medizinische Fachkräfte sind durch ihre Arbeit einem deutlich höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt", sagte SPD-Fraktionsvize Birte Pauls der Deutschen Presse-Agentur. Die Landesregierung müsse veranlassen, dass es mehr Tests auf das Coronavirus für diese Berufsgruppen gebe. 

"Das dient nicht nur dem eigenen Schutz der Beschäftigten, sondern kann auch ein Baustein zur besseren Bekämpfung des Virus in Alten- und Pflegeheimen sowie in Einrichtungen der Eingliederungshilfe sein", sagte Pauls. Für besonders gefährdete Menschen müsse es bestmöglichen Schutz geben. 

"Dazu gehört auch, dass Infektionen in diesem Bereich vor allem bei asymptomatischen Krankheitsverläufen rechtzeitig festgestellt und Infektionsketten dadurch schnellstmöglich unterbrochen werden können." 

Mehrfach hatte es in der Vergangenheit Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gegeben. In der Pflegeeinrichtung Wohnpark Rolfshagen in Rümpel (Kreis Stormarn), einer Einrichtung für Demenz-Erkrankte, waren Anfang April 58 Bewohner und 24 Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet werden. 

In der Folgezeit starben im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 16 Bewohner.

Update, 22. Mai, 6 Uhr: Corona-Stresstelefon für Eltern wieder eingestellt

Schwerin - Das vor knapp zwei Monaten vom Kinderschutzbund eingeführte Corona-Stresstelefon für Eltern ist wieder eingestellt worden. 

Seit Ende vergangener Woche sei das Angebot bereits beendet, teilte der Landesverband des Kinderschutzbundes auf Anfrage mit. Demnach hätten schätzungsweise drei bis vier Eltern pro Nachmittag angerufen, sagte Landesgeschäftsführer Carsten Spies der Deutschen Presse-Agentur. 

Die Hotline sei an jedem Werktag drei Stunden lang besetzt gewesen. Viele Eltern hätten zu Beginn der Corona-Pandemie gefragt, wie es mit der Betreuung ihrer Kinder weiterlaufe.Zuletzt habe es jedoch kaum noch Anrufe gegeben. Das Angebot könne jederzeit wieder hochgefahren werden, sofern es die Situation erfordere. 

Konkrete Hinweise für eine Kindeswohlgefährdung habe es nicht gegeben. "Manche Eltern brauchten auch nur jemanden zum Zuhören", erläuterte Spies. Demnach beteiligten sich 22 Ehrenamtliche an dem Angebot.

Update, 22. Mai, 5.05 Uhr: Neue Corona-Verordnung für Niedersachsen wird vorgestellt

Hannover - Am kommenden Montag sollen die Corona-Regeln für Niedersachsen erneut gelockert werden - wie genau, will die Landesregierung am Freitag (14.30 Uhr) in Hannover bekanntgeben. 

Im Vorfeld zeichnete sich nach Beratungen des Kabinetts bereits ab, dass unter anderem Restaurants und Hotels von den Öffnungen profitieren dürften. 

Allerdings stand die finale Abstimmung mit den Ministerien und kommunalen Spitzenverbänden noch aus. 

Update, 22. Mai, 4.45 Uhr: Deutsche Bahn wappnet sich für steigende Fahrgastzahlen

Mit Mundschutz bekleidete Passagiere steigen aus einem Zug aus. (Symbolbild)
Mit Mundschutz bekleidete Passagiere steigen aus einem Zug aus. (Symbolbild)  © Arne Dedert/dpa

Hannover - Die Deutsche Bahn in Niedersachsen rüstet sich in der Corona-Krise für steigende Fahrgastzahlen. 

Zwischenzeitlich waren die Fahrgastzahlen massiv eingebrochen. Aber inzwischen gehe der Verkehr langsam wieder hoch, sagte eine Bahnsprecherin in Hannover. 

Mitten in der Krise fuhren demnach zwar 75 Prozent der Fernzüge, es wurden aber nur 15 Prozent der üblichen Fahrgastzahlen erreicht. 

Am Hauptbahnhof Hannover seien normalerweise täglich rund 200.000 Besucher unterwegs, sagte die stellvertretende Bahnhofsmanagerin Denise Paulat-Dittmer. In der Krise waren es 75 Prozent weniger - inzwischen seien wieder 80 Prozent der früheren Zahlen erreicht. 

Die Deutsche Bahn will Fahrgäste und Mitarbeiter vor einer Infektion schützen - Durchsagen und Anzeigen weisen im Hauptbahnhof Hannover auf die Maskenpflicht hin. 

Schon am Haupteingang mahnen Plakate, Abstand zu halten und Masken aufzusetzen. An der Information und im Reisezentrum sind Plexiglaswände errichtet, Absperrbänder sind gespannt und nur zehn Reisende gleichzeitig dürfen das Reisezentrum betreten. Spender mit Desinfektionsmittel stehen bereit.

Update, 22. Mai, 3.12 Uhr: Restaurantgäste sollten möglichst draußen sitzen

Zwei Frauen genießen im Freien Getränke in einem Café. (Symbolbild)
Zwei Frauen genießen im Freien Getränke in einem Café. (Symbolbild)  © Gregor Bauernfeind/dpa

Hannover/Rostock - Möglichst draußen sitzen oder in Restaurants viel lüften: Angesichts bundesweiter Lockerungen der Corona-Regeln für das Gastgewerbe setzen Experten auf Prävention gegen die Übertragung des Virus durch die Luft. 

Möglichst sollten die Gäste von Restaurants draußen sitzen, sagte Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene an der Universitätsmedizin Rostock, der Deutschen Presse-Agentur. 

"Da kommt es praktisch nicht zu Infektionen. Das Coronavirus wird ganz maßgeblich über die Luft übertragen." 

Dagegen schütze draußen der Luftzug.

Update, 22. Mai, 2.34 Uhr: Mundschutz und Co: Ostfriesisches Landesmuseum sucht Corona-Exponate

Emden - Ob Mund-Nase-Schutz oder Wohnzimmerkonzert: Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, aber schon museumsreif. Das Ostfriesische Landesmuseum sucht Exponate aus der Region, die den Alltag in der Corona-Krise symbolisieren. 

"Dies können beispielsweise besonders modische oder originelle Mund-Nasen-Masken sein oder auch einfallsreiche Beiträge zum sogenannten Homing wie Gemeinschaftsaushänge in Mietshäusern", sagte Museumsdirektor Wolfgang Jahn. "Dabei ist davon auszugehen, dass Kreativität mindestens so ansteckend ist wie Covid 19."

Auch Fotos vom selbstgenähten Mundschutz oder von der Einkaufstasche, mit der man für die Nachbarin eingekauft hat, seien interessant. Und Exponate, die diese Fragen beantworten: Wie sieht der Schulalltag zuhause aus? Vielleicht wird gerade viel gespielt? Welches Spiel wird etwa kreativ für die aktuelle Situation umgestaltet?

Ein wichtiger Schwerpunkt liege im digitalen Bereich. "Musiker nehmen Wohnzimmerkonzerte auf und stellen sie ins Internet, Tänzer performen vor der Handykamera", so das Museum. 

Bilder und Berichte, die den Alltag in Quarantäne beschreiben, können per Mail geschickt werden, zusammen mit der dazugehörigen Geschichte.

Update, 21. Mai, 16.52 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind seit Mittwoch keine neuen Corona-Infektionen festgestellt worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Donnerstag mit.

 Insgesamt wurden bislang 762 Menschen in MV positiv auf das Virus getestet. Ein am Mittwoch aus dem Landkreis Rostock vermeldeter Fall hat sich nicht bestätigt und wurde aus der Statistik entfernt. Es war das zweite Mal seit Beginn der Pandemie, dass es keine Neuinfektionen gab.

114 Personen mussten oder müssen im Krankenhaus behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation. Insgesamt gab es bislang 20 Sterbefälle in Mecklenburg-Vorpommern. 

Update, 21. Mai, 16.39 Uhr: Ruhiger Vatertag in Hamburg

Hamburg - Der als Vatertag begangene Feiertag Christi Himmelfahrt ist in Hamburg bis zum Nachmittag ereignislos geblieben. 

Es sei alles ruhig und es gebe keine auffälligen Gruppen, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei überwacht besonders die bekannten Hotspots für Vatertags-Ausflüge wie den Stadtpark und die Ufer von Alster und Elbe. 

Zu nennenswerten Verstößen gegen die Kontaktbeschränkungen sei es jedoch nicht gekommen. In Hamburg dürfen sich bis zu zehn Mitglieder zweier Haushalte treffen. 

Auch Bootsausflüge und Hafenrundfahrten sind erlaubt, allerdings nur mit der halben Kapazität, um die Abstandsregeln einzuhalten.

Update, 21. Mai, 14.46 Uhr: 54 neue Coronavirus-Infektionen in Fleischunternehmen in Dissen

Dissen - Nach neuen Tests sind unter den Beschäftigten des Fleischunternehmens Westcrown in Dissen bei Osnabrück 54 neue Coronavirus-Fälle festgestellt worden. 

Das sei das Ergebnis des zweiten Tests bei 126 Mitarbeitern, die im ersten Durchlauf in der vergangenen Woche noch negativ getestet worden seien, teilte der Landkreis Osnabrück am Donnerstag mit. 

38 dieser neuen bestätigten Fälle seien bereits als Kontaktpersonen in Quarantäne, weitere 16 Menschen müssten nun ebenfalls in Quarantäne. Ihre Kontaktpersonen würden ermittelt. 

Nach dem bisherigen Notbetrieb werde Westcrown für zwei Wochen geschlossen.

Update, 21. Mai, 13.03 Uhr: Sechs weitere Covid-19-Neuinfektionen in Hamburg bestätigt

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Mittwoch um sechs auf 5051 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4600 inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger lag nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bei 211. Das RKI zählte 239 Covid-19-Infizierte, die in Hamburg gestorben sind - drei mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 47 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, zwölf weniger als am Vortag. Davon wurden 18 Personen intensivmedizinisch behandelt, sechs weniger als am Mittwoch.

Update, 21. Mai, 10.45 Uhr: Sieben neue Corona-Kranke in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt binnen 24 Stunden um sieben Fälle gestiegen. 

Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Krise nachgewiesenen Fälle mit Stand Mittwochabend 3021, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mitteilte. 

Die Zahl der Gestorbenen erhöhte sich demnach um drei auf 134. Rund 2700 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 

31 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Update, 21. Mai, 10.39 Uhr: Spielhalle wird gegenüber Gastronomie benachteiligt

Dürfen Spielhallen in Hamburg bald wieder öffnen? (Archivbild)
Dürfen Spielhallen in Hamburg bald wieder öffnen? (Archivbild)  © Arne Dedert/dpa

Hamburg - Eine Hamburger Spielhallenbetreiberin hat mit einem Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht Hamburg Erfolg gehabt und darf wieder öffnen, falls die Entscheidung von der nächsten Instanz bestätigt werden sollte. 

Das Verwaltungsgericht stellte fest, dass die Verordnung des Senats zur Eindämmung des Coronavirus dem Betrieb der Spielhalle mit höchstens acht Besuchern und einem Hygienekonzept nicht entgegensteht (Az: 3 E 2054/20), teilte das Gericht am Donnerstag in der Hansestadt mit. 

Es verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz, wenn alle Spielhallen geschlossen bleiben müssten, während gleichzeitig die gastronomischen Betriebe öffnen dürften.

Dennoch bleibt die Spielhalle bis zu einer Entscheidung der nächsten Instanz geschlossen. 

Gegen die Entscheidung habe die Freie und Hansestadt Hamburg bereits Beschwerde bei dem Hamburgischen Oberverwaltungsgericht (OVG) erhoben. 

Auf Antrag der Stadt habe das OVG im Wege einer Zwischenverfügung entschieden, dass es vorerst bei der Regelung der Rechtsverordnung bleibt und die Antragstellerin das Öffnungsverbot zu beachten hat, heißt es in der Mitteilung.

Update, 21. Mai, 6 Uhr: Schleswig-Holstein bleibt bei Grenzwert für Corona-Hotspots

Kiel - Anders als andere Länder hält Schleswig-Holstein an dem mit dem Bund vereinbarten Grenzwert im Frühwarnsystem für Corona-Neuinfektionen derzeit fest. 

Es sei momentan auch keine Senkung geplant, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Kreis geeinigt.

Bayern setzte den Grenzwert mittlerweile auf 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner herab. Berlin entwickelte ein Warnsystem, das bereits bei 30 auf Rot schaltet.

In Baden-Württemberg soll ab 35 Neuinfektionen eine Vorwarnstufe "gelb" gelten. Ähnlich in Schleswig-Holstein: Hier werden laut Gesundheitsministerium spätestens ab 30 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner konkrete Abstimmungen mit den Landräten und Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte vorgenommen. 

Bei mehr als 50 Neuinfektionen werde dann sofort ein "konsequentes Beschränkungskonzept" umgesetzt.

Update, 21. Mai, 3 Uhr: UKE plant Impfstofftest

Hamburg - Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) plant erste klinische Tests für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus. Die Studie werde gemeinsam mit dem Clinical Trial Center North (CTC North) durchgeführt, teilte das UKE mit. 

Dazu werden Menschen ab 18 Jahren gesucht. Sie sollen sich per E-Mail unter info-covid@uke.de melden. 

Update, 21. Mai, 00.50 Uhr: Entscheidung zu dänischer Grenzöffnung kommt bis zum 29. Mai

Die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland ist teilweise nur mit Absperrband gesichert wie hier in Flensburg. (Archivbild)
Die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland ist teilweise nur mit Absperrband gesichert wie hier in Flensburg. (Archivbild)  © Frank Molter/dpa

Kopenhagen - Dänemark will seine Grenzen noch nicht öffnen, lockert aber die Beschränkungen zur Einreise etwas. Spätestens am 29. Mai werde die Regierung neue Informationen zur Grenzsituation veröffentlichen, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am späten Mittwochabend nach fast zwölfstündigen Verhandlungen mit den Spitzen der Parlamentsparteien in Kopenhagen. 

Ursprünglich hatte sie diese Informationen bis zum 1. Juni angekündigt. Um der Tourismusbranche mehr Sicherheit zu geben, werde dies nun etwas vorgezogen, sagte Frederiksen. Laut Regierungsangaben soll dann "ein Plan für eine kontrollierte und schrittweise Wiedereröffnung des Sommertourismus" stehen.

Dänemark hatte seine Grenzen - darunter auch die nach Deutschland - am 14. März geschlossen. Für Ausländer bedeutete das, dass sie nur noch mit triftigem Einreisegrund ins Land durften. Die Liste dieser Gründe wird nun gemäß einer bei den Verhandlungen getroffenen Vereinbarung für Menschen mit festem Wohnsitz in Deutschland oder Skandinavien ausgeweitet: Ab Montag darf man somit wieder seinen festen Freund oder seine feste Freundin in Dänemark besuchen, auch Großeltern und Geschäftsleuten ist die Einreise erlaubt. 

Wer ein Sommerhaus in Dänemark besitzt, darf dann ebenfalls wieder ins Land. Die Grenzschließungen zählten zu den strikten dänischen Maßnahmen im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Seitdem hat sich die Corona-Lage im nördlichsten deutschen Nachbarland deutlich verbessert, weshalb bereits einige der strikten Maßnahmen zurückgefahren wurden. 

Schüler bis zur zehnten Klasse sind beispielsweise wieder zurück im Unterricht, Geschäfte, Restaurants und Cafés wieder offen. Frederiksen und die Parteichefs einigten sich nun darauf, dass Museen, Theater, Kinos, Zoos und Aquarien sofort wieder öffnen dürfen, Weiteres soll am 27. Mai folgen.

Update, 20. Mai, 18.57 Uhr: Gesundheitsamt rät von Antikörpertests aus dem Internet ab

Hannover - Das Gesundheitsamt der Region Hannover rät davon ob, sich im Internet einen Corona-Antikörpertest zu besorgen. 

Derzeit gebe es nur ein Testverfahren, das Antikörper einer durchgemachten Covid-19-Erkrankung mit einer fast 100-prozentigen Sicherheit nachweise und somit Auskunft über eine mögliche Immunität gebe, teilte die Behörde am Mittwoch mit. 

Dieser Test reagiere aber frühestens 10 bis 14 Tage nach der Infektion. Andere im Internet angebotene Testverfahren seien weniger aussagekräftig. Das Gesundheitsamt empfiehlt dringend, sich an eine Hausarztpraxis zu wenden und speziell nach dem Test zu fragen, der späte Antikörper der Covid-19-Infektion nachweist. 

Die Kosten sind nach Angaben der Region selbst aufzubringen, die Krankenkassen übernehmen sie derzeit nicht.

Update, 20. Mai, 18.07 Uhr: Corona-Ausbruch auf Frachter in Rostock

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Mittwoch neun neue Corona-Infektionen festgestellt worden. 

Sechs davon betreffen Seeleute eines ausländischen Frachtschiffes im Rostocker Hafen, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung sagte.

Auf dem Frachter waren bereits am Vortag zwei Corona-Infektionen bekannt geworden. Die beiden betroffenen Seeleute werden in der Universitätsmedizin Rostock behandelt, wie es hieß. 

Daraufhin sei das Umfeld getestet worden, wodurch am Mittwoch sechs weitere Infektionen bekannt wurden. Alle Besatzungsmitglieder stünden unter Quarantäne. Wie viele es sind, konnte der Sprecher nicht sagen.

Insgesamt wurden bislang 763 Menschen in MV positiv auf das Virus getestet, wie es aus dem Gesundheitsministerium in Schwerin hieß. 

Update, 20. Mai, 16.10 Uhr: Über 50 Corona-Fälle in Amazon-Logistikzentrum

Mitarbeiter des Paketversenders Amazon sortieren Pakete.
Mitarbeiter des Paketversenders Amazon sortieren Pakete.  © Peter Steffen/dpa

Winsen/Luhe - In einem Logistikzentrum des Online-Händlers Amazon im niedersächsischen Winsen an der Luhe sind 53 Corona-Infektionen festgestellt worden. 

Das geht aus einer Antwort der Landesregierung in Hannover auf eine Anfrage der Grünen hervor. Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum vom 16. März bis 29. April. 

Amazon zufolge sind im Mai keine weiteren Fälle hinzugekommen. Insgesamt sind an dem Standort rund 1800 Menschen beschäftigt.

Ein Amazon-Sprecher teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, das Unternehmen tue alles, um die Mitarbeiter "so weit wie möglich zu schützen". 

Im Zuge der Corona-Krise seien mehr als 150 Prozesse in der Logistik angepasst worden. "Nichts ist uns wichtiger als die Gesundheit und das Wohlergehen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

Update, 20. Mai, 15.18 Uhr: Fischer erhalten Ausgleichszahlungen

Schwerin - Küstenfischer können Ausgleichszahlungen erhalten, wenn sie wegen der Eindämmung der Covid-19-Pandemie zeitweilig ihre Boote stilllegen mussten. 

Eine Förderung komme für Stilllegungen aufgrund von Quarantäne-Bestimmungen, Marktstörungen, des Wegfalls von Absatzmärkten oder anderer Covid-19 bedingter Probleme in Betracht, sagte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) am Mittwoch in Schwerin.

Die Förderung werde für 30 zusammenhängende Stillliegetage im gesamten zweiten Quartal gewährt. In begründeten Fällen könne die Stilllegung auch bestimmte andere "Tagesblöcke" betreffen, wenn das der Versorgung des Marktes oder der Direktvermarktung dient. 

Während der prämierten Stilllegung sei die Fischereitätigkeit einzustellen.

Update, 20. Mai, 15.10 Uhr: 61 bestätigte Coronavirus-Fälle in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.328 gestiegen. 

Das sind 61 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Mittwoch mit Stand 13 Uhr mitteilte. 

Laut Hochrechnung sind 9666 Menschen wieder genesen, das entspricht rund 85 Prozent der Fälle. 565 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. 

In den niedersächsischen Kliniken werden 416 Infizierte behandelt, davon 78 intensivmedizinisch. 39 Erwachsene auf den Intensivstationen werden beatmet.

Update, 20. Mai, 13.12 Uhr: Kurzarbeit bei Aida Cruises - 800 Mitarbeiter

Die beiden Aida-Schiffe "Aidaaura" und "Aidacara" (r) liegen am Kreuzfahrt-Terminal Steinwerder.
Die beiden Aida-Schiffe "Aidaaura" und "Aidacara" (r) liegen am Kreuzfahrt-Terminal Steinwerder.  © Christian Charisius/dpa

Rostock – Das Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises hat wegen des coronabedingten Stillstands der Flotte Kurzarbeit beschlossen. 

Das Unternehmen und der Betriebsrat hätten eine Rahmenvereinbarung zur Einführung bis Ende des Jahres geschlossen, teilte Aida am Mittwoch in Rostock mit.

Davon seien am Standort Rostock rund 800 Mitarbeiter betroffen. Details dazu würden aktuell abgestimmt. Mit diesem Schritt sei Planbarkeit für die Mitarbeiter und Aida Cruises selbst geschaffen worden, sagt Aida-Sprecher Hansjörg Kunze. Zunächst hatte die "Ostsee-Zeitung" (Mittwoch) berichtet.

Aida Cruises, das insgesamt rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigt, hat Mitte März wegen der Ausbreitung der Corona-Pandemie die Reisesaison unterbrochen.

Update, 20. Mai, 13.11 Uhr: Elf weitere Covid-19-Neuinfektionen in Hamburg bestätigt

Hamburg – Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Dienstag um 11 auf 5045 gestiegen. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4600 oder rund 90 Prozent inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 200 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Am Vortag waren der Behörde erstmals seit Anfang März von den Hamburger Gesundheitsämtern keine weiteren Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet worden.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger lag nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) unverändert bei 210. Das RKI zählte 236 Covid-19-Infizierte, die in Hamburg gestorben sind - 2 mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 59 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, 4 weniger als am Vortag. Davon wurden 24 schwer Erkrankte auf Intensivstationen behandelt, 3 weniger als am Dienstag.

Update, 20. Mai, 12.07 Uhr: Bremer Regierung stockt in Corona-Notsituation Haushalt auf

Bremen – Die rot-grün-rote Regierung in Bremen hat einen Haushaltsentwurf mit einer 1,2 Milliarde Euro schweren Corona-Hilfe ins Landesparlament eingebracht. 

Von einer Notsituation sprach Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) bei der Sondersitzung der Bürgerschaft am Mittwoch. Finanziert werden sollen die zusätzlichen Ausgaben über Kredite. An den Vorhaben bei Bildung, Klimaschutz, Wirtschaft und Sozialem will die Koalition keine Abstriche machen.

Der aufgestockte Etatentwurf für das hoch verschuldete kleinste Bundesland sieht Ausgaben von 5,70 Milliarden im Jahr 2020 vor. Im nächsten Jahr sollen 4,88 Milliarden Euro ausgegeben werden. CDU-Fraktionschef Thomas Röwekamp nannte den Entwurf "die falsche Antwort auf die Lage im Land". 

Er sei unsolide finanziert. Bei Zukunftsthemen erfüllten SPD, Grüne und Linke ihre eigenen Versprechen nicht, sagte er.

Update, 20. Mai, 12.05 Uhr: Dänisches Gesundheitsinstitut warnt vor Risiken von Grenzöffnung

Kopenhagen – Dänemarks nationale Gesundheitsexperten haben vor dem Risiko neuer Corona-Infektionen im Falle einer Öffnung der dänischen Grenzen gewarnt. 

Ein solcher Schritt könne mit sich führen, dass Erkrankte ins Land einreisten und dadurch neue Infektionsketten entstehen könnten, schrieb das staatliche Gesundheitsinstitut SSI nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau am Mittwoch in einem neuen Bericht. Dies könne sich auf die Infektionszahlen in Dänemark auswirken. Zudem kämen dadurch mehr Menschen in Urlaubsgebiete, was das Risiko einer Ausbreitung bereits bestehender Fälle steigere.

Konkret berechnen lässt sich das Risiko für Neuinfektionen im Falle von Grenzöffnungen demnach nicht. Es hänge letztlich vom Covid-19-Aufkommen in dem entsprechenden Heimatland der Reisenden ab.

Dänemark hat Land- und Seegrenzen nach Deutschland, Norwegen und Schweden. Während die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland und Norwegen ähnlich gut eingedämmt wurde wie in Dänemark, ringen die Schweden weiterhin mit deutlich höheren Zahlen als der Rest Skandinaviens.

Regierungschefin Mette Frederiksen wollte am Mittwoch mit den Spitzen der dänischen Parlamentsparteien über eine weitere Lockerung der Corona-Maßnahmen sprechen. Der SSI-Bericht sollte als Leitfaden für die Verhandlungen dienen. Es wurde vorab damit gerechnet, dass die Grenzsituation eine der wichtigsten Fragen bei den Gesprächen sein wird. 

Mehrere Oppositionsparteien dringen auf eine sofortige Öffnung der Grenzen zumindest nach Deutschland und Norwegen. Deutsche Gäste sind besonders für die Ferienhausbetreiber an der dänischen Küste wichtig.

Update, 20. Mai, 12 Uhr: Keine Duckstein-Festivals im Norden

Lübeck – Die Duckstein-Festivals in Lübeck und weiteren Orten in Norddeutschland fallen in diesem Sommer coronabedingt aus. 

Durch die aktuellen Umstände und das noch bis zum 31. August geltende Verbot von Großveranstaltungen aller Art sei die Absage leider unausweichlich gewesen, teilte der Veranstalter, die Hamburger Bergmanngruppe, mit. Um die Gesundheit von Mitarbeitern, Dienstleistern, Künstlern und Besuchern nicht zu gefährden, wären Sicherheits- und Hygiene-Maßnahmen nötig, unter denen keine Festival-Atmosphäre aufkommen könne, sagte Festivalleiter Thorsten Weis. 

Die zehntägigen Festivals in Hamburg, Lübeck, Kiel und Binz sind eine Mischung aus Musik, Kleinkunst und gehobener Gastronomie und ziehen jedes Jahr mehrere tausend Besucher an. 

Update, 20. Mai, 11.11 Uhr: Hamburger Industrie leidet unter Krise

Hamburg – Die größeren Hamburger Industriebetriebe bekommen die Folgen der Corona-Krise zu spüren. 

Ihre Umsätze gingen in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 4,5 Prozent auf 17,7 Milliarden Euro zurück, teilte das Statistikamt Nord am Mittwoch in Hamburg mit. Das war der niedrigste Stand seit vier Jahren. Wird ausschließlich der Monat März betrachtet, so betrug der Rückgang sogar zwölf Prozent.

Nun bestehen die Hamburger Industrieumsätze zu mehr als 40 Prozent aus der Mineralölverarbeitung, deren Umsätze um neun Prozent zurückgingen. Ohne diesen Bereich hätte das Umsatzminus der Industrie lediglich ein Prozent betragen. Unter den größeren Industriebranchen war der Maschinenbau mit minus 37,3 Prozent besonders stark rückläufig, während zum Beispiel die Metallerzeugung und -bearbeitung noch um fast elf Prozent zulegte.

Die wahren Folgen der Corona-Krise werden sich erst in den kommenden Monaten in der Statistik abbilden. Bei einer Umfrage des Arbeitgeberverbandes Nordmetall erklärten 87 Prozent von 40 befragten Hamburger Betrieben mit insgesamt rund 30 600 Beschäftigten, sie rechneten mit Umsatzeinbrüchen in diesem Jahr. 58 Prozent nutzten mittlerweile Kurzarbeit. Drei Prozent der Unternehmen mussten bereits betriebsbedingte Kündigungen aussprechen, zwei Prozent rechnen damit in der Zukunft. 

"Besonders die Luftfahrtbranche sowie der Schiff- und Fahrzeugbau sind an der Elbe von den Folgen der Corona-Krise betroffen", sagte Thomas Piehler, Nordmetall-Vizepräsident aus Hamburg.

Update, 20. Mai, 11.08 Uhr: Helgoland-Katamaran "Halunder Jet" verspätet in Saison gestartet

Die High-Speed Fähre Halunder Jet legt von den Landungsbrücken zu einer Fahrt nach Helgoland ab.
Die High-Speed Fähre Halunder Jet legt von den Landungsbrücken zu einer Fahrt nach Helgoland ab.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg/Helgoland – Wegen der Corona-Krise ist der Helogland-Katamaran "Halunder Jet" am Mittwoch zwei Monate später als geplant in die Saison gestartet. 

"Wir fahren heute mit 204 Urlaubern auf die Insel", sagte die Geschäftsführerin der Reederei FRS Helgoline, Birte Dettmers, der Deutschen Presse-Agentur nach der Abfahrt. Von Hamburg aus ging es über Cuxhaven zu Deutschlands einziger Hochseeinsel. Der Halt in Wedel fällt künftig weg.

Um die Corona-Abstandsregeln einhalten zu können, wurden die Sitzplätze auf dem "Halunder Jet" neu arrangiert. 400 Fahrgäste - statt normalerweise 680 - können deshalb derzeit nur befördert werden. 

Sie müssen beim Ein- und Aussteigen sowie beim Umherlaufen an Bord eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Erst einmal können nur Urlauber mitfahren. "Nach unserer Information dürfen wir ab dem 25. Mai auch wieder Tagesgäste willkommen heißen", berichtete Dettmers.

Das 17 Millionen Euro teure und 56 Meter lange Schiff "Halunder Jet" hatte im Frühjahr 2018 seinen Vorgänger gleichen Namens abgelöst. Im vergangenen Jahr waren rund 97.000 Passagiere mit dem «Halunder Jet» unterwegs. Die dritte Saison des Schiffes läuft offiziell bis zum 1. November.

Update, 20. Mai, 9.30 Uhr: 12 neue Corona-Fälle im Norden

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung zuletzt binnen 24 Stunden um 12 Fälle gestiegen. 

Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Krise nachgewiesenen Fälle mit Stand Dienstagabend 3014, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mitteilte. Die Zahl der Gestorbenen erhöhte sich demnach um 3 auf 131. 

Rund 2700 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 34 werden noch in Krankenhäusern behandelt.

Update, 20. Mai, 9.30 Uhr: Plaza der Elbphilharmonie macht wieder auf

Hamburg – Sie ist eine der großen Touristenattraktionen Hamburgs und macht nun wieder auf: Die Plaza der Elbphilharmonie kann nach wochenlanger coronabedingter Schließung ab Montag wieder betreten werden. 

Es gelten dabei aber besondere Schutzmaßnahmen, wie die Elbphilharmonie auf ihrer Webseite mitteilte. Deshalb sei die Anzahl der Personen begrenzt, die sich gleichzeitig auf der Plaza aufhalten können. 

Die Besucher werden zudem aufgefordert, den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten und gegebenenfalls eine Gesichtsmaske zu tragen. Einzeltickets für bis zu sechs Personen sind online erhältlich.

Die öffentliche Aussichtsplattform in 37 Meter Höhe über der Elbe ist ein Publikumsmagnet. Schon vor gut einem Jahr war der zehnmillionste Besucher auf der Plaza gezählt worden.

Update, 20. Mai, 7.20 Uhr: Flughafen will pandemiefreie Reisekette ermöglichen

Der Flughafen Rostock-Laage hat ein Konzept zum sicheren Reisen in Zeiten der Corona-Pandemie entwickelt.
Der Flughafen Rostock-Laage hat ein Konzept zum sicheren Reisen in Zeiten der Corona-Pandemie entwickelt.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Laage – Der Flughafen Rostock-Laage soll nach dem Willen von Geschäftsführerin Dörthe Hausmann eine Vorreiterrolle beim künftigen "pandemiefreien Reisen" spielen. 

Das von Hausmann erarbeitete Konzept sieht neben der konsequenten Durchsetzung von Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen auf dem Flughafen die Testung von Mitarbeitern und auch von sogenannten Incoming-Reisenden vor, sagte Hausmann. 

Sie wolle eine gezielte Steuerung der Anreisen nach Mecklenburg-Vorpommern ermöglichen. Es müsse sichergestellt sein, dass durch die einreisenden Touristen die Erkrankungszahlen in Mecklenburg-Vorpommern nicht steigen.

Der Flughafen habe sich dazu entschieden, gemeinsam mit einem Rostocker Biotech-Unternehmen die Flughafen-Mitarbeiter wöchentlich per Rachenabstrich auf das Coronavirus zu testen. So könnten Erkrankungen frühzeitig erkannt werden. "Durch diese Testreihe ist zu 99 Prozent sichergestellt, dass am Flughafen keine Mitarbeiter mit dem Virus infiziert sind", sagte Hausmann. Der Flughafen könne so als Ansteckungsort der Reisenden ausgeschlossen werden.

Alle Informationen zu dem Thema findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 20. Mai, 7 Uhr: Strände in Niedersachsen für Himmelfahrt gerüstet

Abgeschlossene Strandkörbe stehen am Strand von Cuxhaven.
Abgeschlossene Strandkörbe stehen am Strand von Cuxhaven.  © Sina Schuldt/dpa

Cuxhaven – Zu Christi Himmelfahrt erwarten die Strände in Niedersachsen zum Teil Andrang und sind gerüstet. 

"Wir haben alle 650 Strandkörbe aufgestellt", sagte in Norddeich (Kreis Aurich) der Geschäftsführer Tourismus und Bäder, Armin Korok. Auch in Cuxhaven, wo seit vergangener Woche auch auswärtige Gäste wieder willkommen sind, stehen bereits Körbe.

"Wir haben in den letzten Tagen zahlreiche Anfragen nach Quartieren über Himmelfahrt und Pfingsten erhalten. Die relativ guten Wetteraussichten werden die Nachfrage noch verstärken und sicherlich auch viele Tagesgäste zu einem Ausflug animieren", so Korok. 

Wegen der Corona-Pandemie wurden die Körbe allerdings im Abstand von fünf Metern platziert und ein Sicherheitsdienst soll überwachen, dass sie so auch stehen bleiben.

"Baden ist möglich, wenn einen die gegenwärtige Wassertemperatur von zwölf Grad nicht abschreckt", sagte Korok. Das Bad in der Nordsee wird dort ebenso wie in Cuxhaven, Butjadingen und Dangast allerdings noch nicht von Rettungsschwimmern überwacht.

Update, 20. Mai, 6.18 Uhr: Einschulung für 12. August geplant

Kiel – Die Einschulung der Erstklässler zum nächsten Schuljahr in Schleswig-Holstein ist laut Bildungsministerium für den 12. August geplant. 

Das sei der derzeitige Stand, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die Corona-Krise hatte den Ablauf des aktuellen Schuljahres völlig durcheinandergebracht. 

Die Schulen wurden geschlossen. Erst nach und nach können Schüler wieder an Präsenzunterricht teilnehmen.

Update, 19. Mai, 21.19 Uhr: Dänemark lässt keinen Urlaubertransit mehr zu

Havneby/List - Die dänische Polizei lässt keine deutschen Urlauber mehr zu Transitzwecken über die Grenze. 

Betroffen davon sind Syltgäste, die mit der SyltFähre von Havneby auf der dänischen Insel Rømø nach List oder in die andere Richtung fahren wollen, wie die dänische Polizei am Dienstagabend mitteilte. 

Die dänischen Behörden hätten in Havneby bereits Campingfahrzeuge auf die Fähre zurück nach Sylt geschickt, sagte Tim Kunstmann, Geschäftsführer der Rømø-Sylt Linie. Anders als in den vergangenen Wochen, seitdem Sylt wieder für Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper geöffnet ist und auch Camper die Grenze passieren konnten, können Kunstmanns Angaben zufolge ab sofort nur noch Versorgungsfahrzeuge etwa für die Supermärkte auf Sylt mitgenommen werden.

Seit diesem Montag dürfen auch wieder Hotelgäste und Ferienwohnungsurlauber auf die nordfriesischen Inseln. Die Syltfähre hatte daher eine zweite Fähre eingesetzt, um auch die Autozugverbindung zu entlasten. 

Die Einreise nach Dänemark ist derzeit wegen der Corona-Pandemie nur in begründeten Ausnahmen erlaubt. 

Update, 19. Mai, 19.56 Uhr: 74 neue Fälle in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist am Dienstag auf 11.267 gestiegen. Das sind 74 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung mit Stand 13 Uhr mitteilte. 

9569 der Infizierten, also 85 Prozent, sind laut Hochrechnung wieder genesen. Gestorben sind nach einer Infektion bislang 557 Menschen. 

In den niedersächsischen Kliniken werden 461 Infizierte behandelt, davon 94 intensivmedizinisch. 44 Erwachsene auf den Intensivstationen werden beatmet. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ist im Landkreis Osnabrück mit 20,1 am höchsten.

Im Bundesland Bremen stieg die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Infektionen am Dienstag auf 1259. Das waren 19 mehr als am Montag, wie das Gesundheitsressort mitteilte. 

Die Zahl der Genesenen lag bei 861 (plus 84). Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion blieb bei 37. 

Derzeit werden 56 an Covid-19 erkrankte Menschen in Kliniken im Land Bremen behandelt, sechs von ihnen auf Intensivstationen. Fünf von ihnen müssen beatmet werden.

Update, 19. Mai, 18.58 Uhr: Drei neue Infektionen in MV

Rostock - Einen Tag, nachdem erstmals seit mehreren Wochen keine neuen Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet wurden, gibt es nun drei weitere Fälle. 

Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag berichtete, traten in der Hansestadt Rostock zwei Fälle und im Kreis Nordwestmecklenburg ein Fall auf. 

Damit stieg die Zahl der registrierten Corona-Fälle in ganz Mecklenburg-Vorpommern auf 754. Insgesamt starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus bislang 20 Menschen. 

In den Laboren wurden bislang insgesamt über 45.400 Tests analysiert.

Update, 19. Mai, 18.54 Uhr: Fischer demonstrieren für höhere Hilfszahlungen

Hannover - Niedersächsische Fischer wollen am Mittwoch vor dem Landtag in Hannover für höhere Hilfszahlungen zur Bewältigung der Corona-Krise demonstrieren. 

Angemeldet seien rund 50 Teilnehmer, sagte der Vorsitzende des Landesfischereiverbands Weser-Ems, Dirk Sander. Die Einschränkungen von Gastronomie und Catering machten sich beim Absatz von Fischen, Krabben und Muscheln deutlich bemerkbar. 

Um den Markt nicht zu überfrachten, sei die Fischerei nur wenige Stunden in der Woche möglich. 

Die vorgesehene Förderung von bis zu 1400 Euro pro Woche für einen typischen Krabbenkutter sei aber viel niedriger als etwa in den Niederlanden.

Update, 19. Mai, 16.42 Uhr: Elf Corona-Infektionen an Niedersachsens Schulen

Hannover - Seit der Wiederaufnahme des Unterrichts Ende April sind bereits elf Corona-Infektionen an neun Schulen bestätigt worden. 

Betroffen seien zehn Schülerinnen und Schüler sowie eine beschäftigte Person, teilte das Kultusministerium in Hannover am Dienstag mit. Allerdings hätten sich einige der Infizierten noch während der Schulschließungen infiziert oder seit Mitte März die Schule nicht mehr besucht.

"Informationen darüber, ob und wie lange Betroffene von den örtlichen Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt wurden, können wir Ihnen nicht liefern", hieß es. 

Teilweise hätten die Ämter schon bei Verdachtsfällen angeordnet, dass einzelne Klassen vorübergehend nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Bisher habe es 117 solcher Verdachtsmeldungen gegeben, das sei aber nur eine Momentaufnahme: "Es gehen ständig neue Verdachtsmeldungen ein." 

Etliche Prüfverfahren seien noch nicht abgeschlossen.

Update, 19. Mai, 16.23 Uhr: Alle französischen Patienten entlassen

Kiel - Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat am Dienstag den letzten von sechs schwer erkrankten Covid-19-Patienten aus Frankreich entlassen. 

Der Mann sei nach sieben Wochen intensivmedizinischer Versorgung am Mittag auf dem Fliegerhorst Hohn bei Rendsburg verabschiedet worden, teilte das UKSH mit. 

Eine Maschine einer auf Patiententransporte spezialisierten Fluggesellschaft habe ihn zurück ins Elsass geflogen.

"Wir haben die erschütternden Berichte über unsere Kolleginnen und Kollegen im Elsass gesehen", sagte UKSH-Vorstandschef Jens Scholz. 

"Mit Dankbarkeit, dass Schleswig-Holstein von einem Leid dieses Ausmaßes verschont geblieben ist, empfinden wir die Unterstützung unserer französischen Nachbarn als selbstverständliches Gebot der Menschlichkeit und des europäischen Zusammenhalts in diesen herausfordernden Zeiten."

In Mulhouse und Colmar waren die Krankenhäuser aufgrund der Pandemie an die Grenzen ihrer Kapazitäten gestoßen. 

Update, 19. Mai, 14.27 Uhr: Mehr als 8000 Bußgeldverfahren in Hamburg

Polizisten kontrollieren die Hamburger Reeperbahn.
Polizisten kontrollieren die Hamburger Reeperbahn.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Die Hamburger Polizei hat seit Anfang April fast 8300 Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Verfügungen eingeleitet. 

Zudem seien zwischen dem 3. April und dem 14. Mai 34 Strafanzeigen aufgenommen worden, sagte Innensenator Andy Grote (SPD) am Dienstag. Die Beamten hätten in dem Zeitraum 12.300 Menschen angesprochen und bei 9218 die Identität festgestellt. 2629 Personen bekamen einen Platzverweis. 

Die Polizei schritt in einigen Fällen auch drastischer ein: Sie nahm 56 Menschen in Gewahrsam und 16 vorläufig fest.

Weitere Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.  

Update, 19. Mai, 14.26 Uhr: Lockerungen für Restaurants, Hotels und Fitnesscenter geplant

Hannover – Die niedersächsische Landesregierung plant für den 25. Mai eine Reihe weiterer Lockerungen der Corona-Vorgaben. 

Wie die Staatskanzlei der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag auf Nachfrage bestätigte, soll die bisherige Vorgabe, dass Restaurants maximal die Hälfte der Plätze vergeben dürfen, vorbehaltlich der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens wegfallen. Die Mindestabstände bleiben bestehen. Die neue Corona-Verordnung, die am Freitag vorgestellt werden soll, muss allerdings noch mit den Ministerien und den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt werden.

Die Pläne des Kabinetts sehen zudem vor, dass Hotels am Montag mit einer Auslastung von bis zu 60 Prozent öffnen können - ursprünglich waren bis zu 50 Prozent Auslastung und eine Wiederbelegungsfrist von sieben Tagen im Gespräch. 

Auch Indoor-Sportanlagen wie Fitnesscenter könnten von Montag an öffnen. Zuerst hatte das Politikjournal "Rundblick Niedersachsen" über die geplanten Lockerungen berichtet.

Update, 19. Mai, 14.23 Uhr: Minister macht Hoffnung auf weitere Hotel-Lockerungen ab 15. Juni

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Tourismusminister Harry Glawe (CDU) hat Hoffnungen auf weitere Lockerungen für Hotels ab dem 15. Juni gemacht. 

Vor dem Hintergrund zweier Klagen gegen die Belegungsobergrenze von 60 Prozent der Betten sagte Glawe am Dienstag in Schwerin, nach der Öffnung für auswärtige Gäste am 25. Mai wolle man drei Wochen lang schauen, wie es gehe. 

Bei anhaltend niedrigen Infektionszahlen könne die Regierung danach weitere Lockerungen im Tourismus vornehmen.

Update, 19. Mai, 14.21 Uhr: Uniklinik Rostock fährt Betrieb wieder hoch

Rostock – In der Universitätsmedizin Rostock wird nach rund acht Wochen der Regelbetrieb wieder hochgefahren. 

Die im März wegen der Corona-Pandemie umgesetzten räumlichen und personellen Umstrukturierungen werden bis Ende Mai wieder zurückgenommen, sagte der ärztliche Vorstand der Unimedizin, Christian Schmidt, am Dienstag. 

Damals wurde etwa die Zahl der Intensivbetten von 58 auf 75 erhöht. Alles, was medizinisch vertretbar verschiebbar war, wurde nach hinten geschoben. Einige Stationen wurden auf ein Mindestmaß heruntergefahren.

Wie der Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie der Unimedizin Rostock, Emil Reisinger, sagte, sind in den vergangenen Wochen 15 Patienten stationär behandelt worden. Drei davon mussten intensivmedizinisch behandelt werden. Alle Patienten seien gesund entlassen worden.

Update, 19. Mai, 13.52 Uhr: Milliarden-Steuerloch für Schleswig-Holstein

Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, sitzt auf der durch Plexiglasscheiben unterteilten Regierungsbank neben Monika Heinold (Bündnis 90/Die Grünen), Finanzministerin von Schleswig-Holstein.
Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, sitzt auf der durch Plexiglasscheiben unterteilten Regierungsbank neben Monika Heinold (Bündnis 90/Die Grünen), Finanzministerin von Schleswig-Holstein.  © Carsten Rehder/dpa

Kiel – Schleswig-Holstein wird in diesem Jahr wegen der Corona-Krise voraussichtlich mehr als eine Milliarde Euro weniger an Steuern einnehmen als ursprünglich geplant. Wie Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) am Dienstag in Kiel mitteilte, geht die Prognose von einem Minus im Vergleich zum beschlossenen Landeshaushalt von rund 1,2 Milliarden Euro aus.

Für 2021 rechnet Heinold im Vergleich zur November-Steuerschätzung mit einem Minus von 460 Millionen Euro und für 2022 mit 558 Millionen Euro weniger. 2023 soll das Minus 538 Millionen Euro betragen, 2024 dann 504 Millionen Euro.

"Das ist ein herber Schlag, aber wir sind voll handlungsfähig", sagte Heinold. "Die Landesverfassung erlaubt es, bei schlechter Konjunktur und in Notsituationen Kredite aufzunehmen." 

Diese Möglichkeit nutze das Land. Es habe in guten Zeiten Sondervermögen aufgebaut, um in schlechten Zeiten Planungssicherheit zu haben. "Diese Vorsorge zahlt sich jetzt aus." Das Land werde sich weiter auf die Jamaika-Schwerpunkte Bildung, Digitalisierung, Infrastruktur und Klimaschutz konzentrieren.

Laut Finanzministerium beliefen sich die Schulden im Kernhaushalt des Landes bisher auf rund 29 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Corona-Hilfen im Volumen von einer Milliarde Euro, die der Landtag mittlerweile genehmigt hat. Nach bisheriger Planung werden von dem Notkredit 700 Millionen Euro für Zuschüsse und 300 Millionen Euro für Darlehen gebraucht. Die Darlehen fließen an das Land zurück. Für die Zuschüsse ist ein Tilgungsplan ab 2023 über 20 Jahre vorgesehen.

"Eine Vollbremsung bei den staatlichen Ausgaben würde die Krise verschärfen", äußerte Heinold. Deshalb sei es richtig gewesen, in der Corona-Krise schnell und unbürokratisch mit Zuschüssen, Darlehen und Steuerstundungen zu helfen. Gleichzeitig gelte aber auch: "Die Zeit der vollen Kassen ist vorbei".

Auch die Kommunen sind von den Folgen der Corona-Pandemie stark betroffen. Heinold zufolge müssen sie sich für das laufende Jahr auf ein Minus von 692 Millionen Euro einstellen. In den vier folgenden Jahren werde sich der Fehlbetrag voraussichtlich auf jeweils mehr als 200 Millionen Euro belaufen.

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums sinken erstmals seit der Finanzkrise 2009 die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass in diesem Jahr 81,5 Milliarden Euro weniger Steuern fließen als im vergangenen Jahr - ein Minus von mehr als zehn Prozent. 

Laut Bundesfinanzministerium müssen Bund, Länder und Kommunen in diesem Jahr mit 98,6 Milliarden Euro weniger auskommen als noch im November vorhergesagt - und in den Haushalten verplant.

Update, 19. Mai, 13.48 Uhr: Bremen öffnet schrittweise Fitnessstudios und Freibäder

Bremen – Bremen setzt den Lockerungskurs fort und will ab Mitte nächste Woche unter Auflagen wieder Sport in Hallen und Fitnessstudios erlauben. 

Der Senat beschloss am Dienstag, dass dies ab Mittwoch (27. Mai) wieder möglich sein solle. Die Öffnung der ersten Freibäder soll demnach bei sommerlichem Wetter ab 1. Juni möglich sein, ab 15. Juni sollen dann die Freibäder bei Vorlage eines Hygienekonzeptes generell geöffnet werden. 

"Viele Familien werden im Jahr Eins der Pandemie nicht in Urlaub fahren. Umso wichtiger ist es, dass Bremen eine möglichst große Zahl seiner Freizeiteinrichtungen nutzt. Die Freibäder spielen dabei eine zentrale Rolle", begründete Sportsenatorin Anja Stahmann (Grüne) den Schritt. 

Hallenbäder sollen später öffnen, im Gespräch ist der 1. Juli.

Update, 19. Mai, 13.47 Uhr: Hamburger Polizei will an Vatertag mit Augenmaß kontrollieren

Hamburg – Die Hamburger Polizei will an Vatertag mit Augenmaß auf die Einhaltung der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus achten. 

"Wir in Hamburg kontrollieren da, wo wir glauben, dass Menschenansammlungen tatsächlich da sind", sagte Polizeisprecher Holger Vehren am Dienstag. Als Beispiel nannte die Polizei vor allem die Ufer von Alster und Elbe sowie Naherholungsgebiete wie den Stadtpark. 

"Wenn das Wetter gut ist, werden wir deutlich präsenter sein", betonte Vehren. Wer erwischt wird, dem drohten Bußgelder ab 150 Euro. Laut Eindämmungsverordnung dürfen sich in der Hansestadt Gruppen bis zu zehn Personen aus zwei Haushalten treffen. Grillen und Picknicken sind nach der Verordnung ohnehin untersagt - Ausnahmen gelten nur für Wohnungslose.

Die Abstandsregel von 1,5 Metern gilt nicht nur vor der Tür, sondern auch in Restaurants und Speisegaststätten. Die Eindämmungsverordnung schreibt vor, dass Gäste für die Nachverfolgung von Infektionsketten ihre Kontaktdaten hinterlassen müssen. 

Der Verordnung vom 18. Mai zufolge bleiben Clubs, Diskotheken und Musikclubs weiterhin geschlossen.

Update, 19. Mai, 13.24 Uhr: Freibäder und Kinos dürfen ab 25. Mai öffnen

Schwerin – In Mecklenburg-Vorpommern dürfen vom kommenden Montag an die Freibäder, Kinos und Reha-Kliniken wieder öffnen. 

Gaststätten können statt bis 21 Uhr nunmehr bis 23 Uhr Gäste empfangen. 

Das teilte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Schwerin mit.

Update, 19. Mai, 12.59 Uhr: Werften erwarten weltweit Zusammenbruch der Nachfrage

Die Corona-Krise bedeutet für die deutschen Werften und ihre Zulieferer einen herben Rückschlag.
Die Corona-Krise bedeutet für die deutschen Werften und ihre Zulieferer einen herben Rückschlag.  © Markus Scholz/dpa

Hamburg – Für die Werften in Europa und auf der ganzen Welt öffnet sich nach der Corona-Krise ein riesiges Auftragsloch. 

Es sei für längere Zeit mit einer äußerst geringen Nachfrage nach Schiffen aller Art zu rechnen, teilte der Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM) am Dienstag in Hamburg mit. Das treffe die Branche in einer Phase, in der ohnehin schon seit Jahren die Auftragseingänge geringer sind als die Produktion und die globalen Schiffbaukapazitäten nicht ausgelastet seien.

Vielen Betrieben werde die Arbeit ausgehen. In Europa sei ohne Gegenmaßnahmen ein vorübergehender Rückgang von 50 bis 75 Prozent möglich. Der Verband forderte deshalb, Aufträge für Schiffe der öffentlichen Hand vorzuziehen und ein Erneuerungsprogramm für die Handelsflotte aufzulegen, um moderne Antriebstechnologien voranzubringen.

So könne ein unkontrollierter Flurschaden in der Industrie verhindert werden, die mit den Zulieferern rund 200.000 Arbeitsplätze in Deutschland sichere.

Update, 19. Mai, 12.57 Uhr: Hamburg verzeichnet erstmals keine gemeldeten Neuinfektionen

Hamburg – Erstmals seit mehreren Wochen sind in Hamburg von den Gesundheitsämtern binnen eines Tages keine weiteren Fälle von Covid-19-Infektionen gemeldet worden. 

Das teilte die Hamburger Gesundheitsbehörde am Dienstag mit. Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle liegt damit bei 5034. Auch die Zahlen aus den Krankenhäusern sind seit mehreren Wochen eher rückläufig. Derzeit befinden sich 63 Hamburger wegen der Lungenkrankheit in stationärer Behandlung (Montag: 61), davon werden wie schon am Vortag 27 Personen intensivmedizinisch betreut. 

Mitte April hatten noch mehr als 260 Hamburger mit Covid-19 im Krankenhaus gelegen.

Update, 19. Mai, 10.52 Uhr: FDP und Grüne wollen Regierung wegen Vorgehen in Krise verklagen

Julia Willie Hamburg (Bündnis 90/Die Grünen) und Stefan Birkner (FDP), Fraktionsvorsitzenden ihrer Parteien, stehen im niedersächsischen Landtag.
Julia Willie Hamburg (Bündnis 90/Die Grünen) und Stefan Birkner (FDP), Fraktionsvorsitzenden ihrer Parteien, stehen im niedersächsischen Landtag.  © Julian Stratenschulte/dpa

Hannover – FDP und Grüne in Niedersachsen wollen die Landesregierung vor dem Staatsgerichtshof verklagen, weil sie den Landtag in der Corona-Krise ungenügend informiert sehen. 

Das kündigten die beiden Oppositionsfraktionen am Dienstag in Hannover an. Mit einem Eilantrag sollten die grundlegenden Informationsrechte des Landtags als gewählte Vertretung des Volkes und Kontrollinstanz der Regierung schnellstmöglich wieder sichergestellt werden, teilten sie mit.

Die Regierung erlasse seit Beginn der Corona-Krise im Wochentakt Verordnungen, mit denen sie zum Teil massiv in Grundrechte der Bevölkerung eingreife. Darüber werde das Landesparlament in aller Regel bisher erst unmittelbar vor Inkrafttreten oder im Nachhinein informiert, beklagten FDP und Grüne. Die Regierung erfülle damit in keiner Weise die Vorgaben der Landesverfassung, den Landtag über alle grundlegenden Vorhaben, "frühzeitig und vollständig zu unterrichten".

Schon seit längerem beklagt die Opposition, dass das Parlament bei der Bewältigung der Corona-Krise vielfach außen vor ist, und die Regierung ohne Debatte mit Erlassen über Beschränkungen und Lockerungen entscheidet.

Update, 19. Mai, 10.40 Uhr: Landesregierung meldet keine weitere Corona-Infektion im Norden

Kiel – In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zuletzt binnen 24 Stunden nach Angaben der Landesregierung nicht weiter erhöht. 

Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Krise nachgewiesenen Fälle mit Stand Montagabend nach wie vor 3002, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite mitteilte. Die Zahl der Gestorbenen stieg um 2 auf 128. Rund 2700 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 33 werden noch in Krankenhäusern behandelt. 

Allerdings hat der Kreis Pinneberg bis Montagnachmittag (Stand: 15.30 Uhr) einen weiteren Fall gemeldet, der in die Statistik des Landes zunächst nicht einging.

Update, 19. Mai, 6.45 Uhr: Test auf Corona als Teil des Schulalltags?

Neustrelitz/Rostock – Am Neustrelitzer Gymnasium Carolinum gibt es systematische Corona-Tests - und das stößt auf Zustimmung, auch weil es eine Methode sein könnte, im neuen Schuljahr wieder mehr Unterricht zu ermöglichen. 

"Das ist ein hervorragender Ansatz", sagte der Vorsitzende des Landeselternrates MV, Kay Czerwinski, der Deutschen Presse-Agentur. In Neustrelitz können sich Schüler und Lehrer seit Ende April freiwillig zweimal pro Woche kostenlos auf das neuartige Coronavirus testen. 

"Daraus könnte ein Modellprojekt für das Bundesland entstehen", erklärte Schulleiter Henry Tesch. Wenn man mehr Daten habe - beispielsweise eine größere Schule pro Schulamt - seien auch größere Lerngruppen wieder denkbar. Die Tests müssten "so integriert werden, wie das Zähneputzen."

Update, 19. Mai, 6.37 Uhr: Mehr als 100 Corona-Verfahren vor dem OVG

Die Verwaltungsgerichtsordnung steht neben Akten im Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) auf einem Tisch.
Die Verwaltungsgerichtsordnung steht neben Akten im Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) auf einem Tisch.  © Philipp Schulze/dpa

Lüneburg – Mehr als 100 Eilanträge und Hauptsacheverfahren gegen die Corona-Anordnungen der Behörden sind bislang beim niedersächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) eingegangen. Etwa die Hälfte ist bereit entschieden, wie ein OVG-Sprecher in Lüneburg mitteilte. Bis Montagabend waren es genau 103.

Von den 54 noch offenen Verfahren seien die weitaus meisten sogenannte Hauptsacheverfahren. Diese eigentlichen Klageverfahren können sich juristisch über Monate oder gar Jahre hinziehen. Bei den Eilverfahren sind aktuell zwölf in Lüneburg anhängig. 

Aber auch solche Normenkontrolleilverfahren gehen weiter beim OVG ein, etwa von Sonnen- und Fitnessstudios sowie Tätowierstuben. "Zuletzt gingen unter anderem ein Eilverfahren zur Öffnung von Angelteichen und eines zur Öffnung einer Prostitutionsstätte ein", sagte der Sprecher.

So hatte das Gericht Ende vergangener Woche die Schließung von Fitnessstudios für rechtmäßig erklärt. Der Antrag einer Betreiberin gegen die Corona-Verordnung des Landes wurde abgelehnt. Die Schließungen seien weiterhin als wichtiger Baustein im Kampf gegen das Virus zu sehen, hieß es zur Begründung. Nach weiteren Entscheidungen dürfen Tattoo- und Sonnenstudios aber wieder öffnen.

Auch andere Eilentscheidungen sorgten für Schlagzeilen. Die grundsätzliche Quarantänepflicht für aus dem Ausland Einreisende etwa setzte das Gericht Anfang vergangener Woche außer Vollzug und gab damit dem Eigentümer eines Ferienhauses in Schweden Recht. 

Die Verpflichtung zum Tragen von Masken beim Einkaufen und im Öffentlichen Nahverkehr müsse vorerst nicht ausgesetzt werden, befanden die Richter Anfang Mai. Viertklässler müssten wie vorgesehen wieder in die Schulen, entschieden sie Ende April.

Update, 19. Mai, 6.15 Uhr: Europaminister besucht deutsch-dänische Grenze

Harrislee – Schleswig-Holsteins neuer Justiz- und Europaminister Claus Christian Claussen (CDU) besucht am Dienstag (14 Uhr) die deutsch-dänische Grenze bei Flensburg. 

Er will sich am Grenzübergang Kupfermühle/Kruså einen Eindruck über die Lage vor Ort verschaffen. Anlass sind die Grenzschließung seit Mitte März aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen und die aktuelle öffentliche Debatte zur teilweisen Wiederöffnung.

Deutschland wäre bereit, die Kontrollen an der Grenze zu Dänemark zu beenden, wartet aber noch auf grünes Licht aus dem Nachbarland. Eine Entscheidung über die Öffnung der dänischen Grenzen nach Deutschland, Norwegen und Schweden steht weiter aus. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte vergangene Woche jedoch Bereitschaft dafür signalisiert, Touristen bald ins Land zu lassen, die etwa mit einem Mietvertrag für ein Ferienhaus oder mit einer Hotelreservierung den Grund ihrer Einreise nachweisen könnten. 

Dies muss laut Frederiksen aber erst in politischen Gesprächen besprochen werden. Neue Informationen zur Grenzsituation hatte sie bis zum 1. Juni angekündigt.

Update, 18. Mai, 16.33 Uhr: Fünf neue Infektionen in Hamburg

Hamburg - Seit der gestrigen Meldung wurden von den Gesundheitsämtern in Hamburg insgesamt weitere Fälle von Erkrankungen mit dem Covid-19 bestätigt. 

Die Zahl der in Hamburg insgesamt gemeldeten Fälle liegt damit nun bei 5034.

Nach den Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Hamburg 234 Personen mit einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus verstorben. 

Update, 18. Mai, 16.27 Uhr: Keine Corona-Neuinfektion in MV

Rostock - Erstmals seit dem 14. März hat es in Mecklenburg-Vorpommern einen Tag ohne einen neuen nachgewiesenen Fall einer Corona-Infektion gegeben. 

Den Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales vom Montag zufolge blieb die Zahl der registrierten Corona-Fälle bei 751. 

Mecklenburg-Vorpommern weist damit 46 Infektionen pro 100.000 Einwohner auf, die deutschlandweit mit Abstand niedrigste Ansteckungsquote. 

Landesweit waren erstmals am 3. März Infektionsfälle im Landkreis Vorpommern-Greifswald nachgewiesen worden.

Update, 18. Mai, 16.22 Uhr: Bremen schränkt Alkoholverkauf ein

Bremen - Wegen der Corona-Pandemie dürfen Gaststätten in Bremen aus Infektionsschutzgründen an Christi Himmelfahrt keinen Alkohol außer Haus verkaufen. 

Auch auf Bollerwagen oder Handkarren darf am Donnerstag, dem Vatertag, kein Alkohol in der Öffentlichkeit mitgeführt werden, wie Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Montag mit Blick auf eine Allgemeinverfügung für den 21. Mai ankündigte.

"Jeder weiß, dass mit steigendem Alkoholkonsum gute Vorsätze schnell in Vergessenheit geraten, zumal sich viele Menschen in ihre alte Normalität zurücksehnen", betonte der SPD-Politiker. 

Nachlässigkeit bei den Abstandsregeln oder der Handhygiene könne sich die Gesellschaft aber nicht leisten. 

Menschenansammlungen gelte es, wo immer möglich, zu vermeiden.

Update, 18. Mai, 15.59 Uhr: Bestätigte Fälle an Schulen und Kitas in Bremen

Schüler gehen nach Unterrichtsschluss aus einem Klassenzimmer.
Schüler gehen nach Unterrichtsschluss aus einem Klassenzimmer.  © Armin Weigel/dpa

Bremen - An mehreren Schulen und Kitas in Bremen sind insgesamt acht Corona-Infektionen bestätigt worden. 

Bei fünf der positiv Getesteten handelt es sich um Schul- beziehungsweise Kita-Kinder, bei den restlichen drei um Kita-Beschäftigte, wie die Gesundheitsbehörde am Montag mitteilten. 

Betroffen sind fünf Schulen und drei Kindertageseinrichtungen. Es seien aber alles Einzelfälle, betonte ein Sprecher. Eine Cluster-Bildung sei nicht bekannt.

Festgestellt wurden zudem mehr als 100 Kontaktpersonen, die meisten von ihnen sind Schülerinnen und Schüler sowie Kita-Kinder. 

Das Gesundheitsamt habe in den jeweiligen Einrichtungen Maßnahmen getroffen.

Update, 18. Mai, 15.33 Uhr: 11.193 bestätigte Fälle in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.193 gestiegen. 

Das sind 34 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Montag mit Stand 13 Uhr mitteilte. "Es scheint, dass wir die Epidemie in Niedersachsen gut unter Kontrolle haben", sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). 

Laut Hochrechnung sind 9478 Menschen wieder genesen, das entspricht rund 85 Prozent der Fälle. 

550 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. In den niedersächsischen Kliniken werden 419 Infizierte behandelt, davon 83 intensivmedizinisch. 

49 Erwachsene auf den Intensivstationen werden beatmet.

Update, 18. Mai, 15.03 Uhr: Schlachthofmitarbeiter aus Quarantäne entlassen

Itzehoe - Rund zwei Wochen nach dem Corona-Ausbruch im Schlachthof in Bad Bramstedt (Kreis Segeberg) sollten im Laufe des Montags weitere Mitarbeiter aus der Quarantäne entlassen werden. 

Das teilte der Kreis Steinburg mit. Am Wochenende waren bereits 9 Beschäftigte entlassen worden. 

Sie gehören zu den insgesamt 108 zumeist ausländischen Beschäftigten eines Subunternehmers von Vion, die in einer ehemaligen Kaserne in Kellinghusen im Kreis Steinburg untergebracht waren. 

Die Behörden hatten die gesamte Unterkunft unter Quarantäne gestellt, nachdem dort 77 Bewohner positiv auf das neuartige Virus getestet worden waren.

Unterdessen hat der DGB Nord die Landesregierung aufgefordert, die Missstände in den Schlachthöfen und Unterkünften entschieden anzugehen und vor Ort mehr Kontrolleure einzusetzen. 

Update, 18. Mai, 14.33 Uhr: Milliardenausfälle bei Steuereinnahmen erwartet

Hannover - Niedersachsen stellt sich wegen der Corona-Krise auf einen drastischen Einbruch der Steuereinnahmen ein. 

Für das Jahr 2020 werden knapp 3,4 Milliarden Euro weniger prognostiziert als bisher erwartet, wie Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) am Montag in Hannover bekanntgab. 

Bis einschließlich 2024 summieren sich die erwarteten Einnahmeausfälle auf fast acht Milliarden Euro.

Update, 18. Mai, 13.09 Uhr: Isolation für Pflegeheimbewohner und Kita-Kinder endet

Hamburg - Nach mehrwöchiger Corona-Isolation haben Pflegeheimbewohner und die ersten Kita-Kinder nun endlich wieder Kontakt zu anderen. 

So durften Vorschulkinder am Montag ihren Kindergarten besuchen. Allein beim Hamburger Kita-Träger Elbkinder waren Hunderte Fünf- und Sechsjährige zu Wochenbeginn wieder in die Einrichtungen gekommen. 

"Genaue Zahlen haben wir noch nicht. Es zeichnet sich aber ab, dass rund 80 Prozent der Eltern die Betreuungsmöglichkeiten für die 5- bis 6-Jährigen in Anspruch nehmen", sagte Elbkinder-Sprecherin Katrin Geyer am Montag in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. 

In Hamburger Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen konnten die Bewohner zum Wochenbeginn nun auch wieder Besuch empfangen - wenn auch unter teils strengen Auflagen. 

So dürfen die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen zunächst nur von einer festgelegten und vorher angemeldeten Person für eine Stunde pro Woche besucht werden. 

Dabei muss der Mindestabstand eingehalten werden und im besten Fall sehen sich Besucher und Bewohner im Freien. Der Besuch muss dabei einen Nasen-Mund-Schutz tragen. 

Der Hamburger Senat hatte Mitte März die Besuche in Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen eingeschränkt und Ende März komplett verboten.

Update, 18. Mai, 12.22 Uhr: Nordseeinseln für Tagestouristen gesperrt

Kiel - Tagestouristen dürfen an Christi Himmelfahrt und dem kommenden Wochenende sowie an Pfingsten nicht die schleswig-holsteinischen Nordseeinseln und die meisten Halligen besuchen. 

Ein entsprechendes Betretungsverbot, das der Landrat von Nordfriesland, Florian Lorenzen, erlassen hat, gilt auch für St. Peter-Ording.

Weitere Informationen gibt es >>>hier<<.

Update, 18. Mai, 12.18 Uhr: Neustart an Flughäfen Hannover und Bremen

Langenhagen/Bremen - Die Flughäfen Hannover-Langenhagen und Bremen wollen nach mehreren Wochen fast kompletter Corona-Ruhe schrittweise in den Betrieb zurückkehren. 

Am Montag nahm die Lufthansa wieder ihre Verbindung zwischen der niedersächsischen Landeshauptstadt und München auf. Die erste Maschine sei am Morgen gestartet, berichtete ein Airport-Sprecher. Anfang Juni sollen Flüge nach Frankfurt hinzukommen. 

Auch die Gesellschaft Wizz Air bietet wieder Routen an, etwa nach Skopje in Nordmazedonien. Dieser Flug fiel am Montag jedoch aus.

Vom Bremer Flughafen aus fliegt Lufthansa ebenfalls wieder nach München. Weitere Verbindungen waren am Montag auch hier noch nicht im Angebot. Ab Anfang Juni soll Eurowings den Linienbetrieb nach Stuttgart neu aufnehmen. Mit weiteren Airlines sei man im Gespräch.

Wann genau erste Ferienflieger abheben können, ist noch unklar. In Hannover rechnet man frühestens ab Mitte Juni damit. Derzeit gelten in Europa Reisewarnungen, der internationale Tourismus ist noch so gut wie eingestellt. Außenminister Heiko Maas (SPD) will mit Kollegen aus Urlaubsländern darüber beraten, wie Corona-Beschränkungen nach und nach gelockert werden können. 

"Wir sind optimistisch, dass die Warnungen bald aufgehoben werden", hieß es am Airport Hannover. Dort sind seit Mitte März viele Beschäftigte in Kurzarbeit. Liquidität gebe es aber ausreichend, man investiere etwa weiter in Bauprojekte.

Update, 18. Mai, 12.06 Uhr: Hotels in MV öffnen für Einheimische

Rostock - Seit diesem Montag können die Hotels in Mecklenburg-Vorpommern wieder für einheimische Gäste öffnen. 

Einer Umfrage des Landestourismusverbands zufolge werden knapp die Hälfte der Betriebe diese Möglichkeit nutzen. Wie die Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburgischer Ostseebäder, Anett Bierholz, am Montag sagte, nutzen viele Häuser diese Woche auch zur Vorbereitung auf den eigentlichen Neustart kommende Woche, wenn die Urlauber aus anderen Bundesländern anreisen dürfen. 

Viele Hoteliers hätten ihre Mitarbeiter nun aus der Kurzarbeit herausgeholt. Es gebe wegen der umfangreichen Vorschriften zur Sicherheit der Gäste und auch der Mitarbeiter selbst sehr viel vorzubereiten.

So seien Wege in den Hotels neu einzurichten, damit die Abstandsregelungen eingehalten werden können. 

Auch das Frühstücksbuffet müsse neu organisiert werden, die Gäste würden künftig von den Mitarbeitern bedient. 

Update, 18. Mai, 9.58 Uhr: Zwei neue Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein ist die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden zuletzt um 2 Fälle gestiegen. 

Somit beträgt die Gesamtzahl der seit Ausbruch der Corona-Krise nachgewiesenen Fälle mit Stand Sonntagabend 3002, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite mitteilte. 

Die Zahl der Gestorbenen blieb unverändert bei 126. Während rund 2700 Menschen inzwischen wieder als gesund gelten, werden noch 33 in Krankenhäusern behandelt.

Update, 18. Mai, 8.11 Uhr: Erste Fähren und Autozüge nach Sylt

Strandkörbe stehen an der Promenade auf Sylt.
Strandkörbe stehen an der Promenade auf Sylt.  © Carsten Rehder/dpa

Dagebüll/Havneby - Das Wiederanfahren des Tourismus in Schleswig-Holstein hat am Montagmorgen begonnen: Erste Fähren und Autozüge fuhren nach Sylt. Von Dagebüll auf dem Festland legte eine erste Fähre um 5 Uhr nach Föhr ab, wie die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R) auf ihrem Onlineportal meldete.

Die umfassendsten Lockerungen seit Beginn der Corona-Krise sind in Schleswig-Holstein jetzt in Kraft getreten. So fällt seit Montag die Einreisesperre für Touristen auf dem Festland und den Inseln weg. 

Hotels ohne Wellnessbereiche und Ferienwohnungen dürfen wieder öffnen. Kapazitätslimits wie anderswo gibt es nicht. Die Kontaktbeschränkungen gelten aber auch hier.

Von der dänischen Insel Römo startete um 5.15 Uhr eine Fähre von Havneby nach List auf Sylt. Aufs ausgebuchte Schiff fuhren überwiegend Versorgungslaster für Supermärkte auf Sylt, doch auch einige PKWs und Camper mit Touristen seien mit an Bord gewesen, sagte Tim Kunstmann, Geschäftsführer der Römö-Syltlinie, auch "Syltfähre" genannt.

Bereits für die Fähren um 5 Uhr und 6.10 Uhr ab Dagebüll konnten nach Angaben der Wyker Dampfschiffs-Reederei schon seit mehreren Tagen keine Reservierungen für Fahrzeuge mehr entgegen genommen werden. 

Am Montag stellte die Reederei vom Sonderfahrplan auf den regulären Fahrplan um. Auch die Autozüge nach Sylt waren am Montag morgen gut gefüllt, wie Bahnunternehmen mitteilten. 

In den kommenden Tagen sei demnach mit erhöhtem Reiseaufkommen zu rechnen, was jedoch vor Himmelfahrt nicht ungewöhnlich sei.

Update, 17. Mai, 16.27 Uhr: 1174 Corona-Fälle in Bremen

Bremen – Im Bundesland Bremen stieg die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Infektionen am Sonntag auf 1174 (Stand 14 Uhr). Das waren sieben mehr als am Samstag, wie das Gesundheitsressort mitteilte. 

Die Zahl der Genesenen lag wie am Vortag bei 693. Insgesamt 37 Menschen, die nachweislich mit dem neuartigen Virus infiziert waren, sind gestorben. 

Derzeit werden 50 an Covid-19 erkrankte Menschen in Kliniken im Land Bremen behandelt, sechs von ihnen auf Intensivstationen. Vier Corona-Patienten müssen beatmet werden.

Update, 17. Mai, 16.09 Uhr: Zwei weitere Corona-Infektion in Mecklenburg-Vorpommern

Proben für Corona-Tests werden im Labor für die weitere Untersuchung vorbereitet.
Proben für Corona-Tests werden im Labor für die weitere Untersuchung vorbereitet.  © Hendrik Schmidt/dpa

Rostock – Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock hat zwei weitere nachgewiesene Fälle von Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. 

Aufgrund eines fehlenden Labornachweises sei ein am Samstag gemeldeter Fall aus der Statistik gelöscht worden. Damit habe sich die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 751 (Stand Sonntag, 15 Uhr) erhöht, teilte das Lagus am Sonntag mit. 691 von ihnen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen.

Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. 

In Krankenhäusern mussten oder müssen landesweit 110 Menschen behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation. Diese beiden Zahlen veränderten sich im Vergleich zum Vortag ebenfalls nicht.

Update, 17. Mai, 15.11 Uhr: Minister: Mehr als 50 Gäste in Lokalen erlaubt

Kiel – Restaurants und Gaststätten in Schleswig-Holstein dürfen ab Montag öffnen und mehr als 50 Gäste empfangen. 

Voraussetzung sei die Vorlage eines Hygienekonzepts zur Vermeidung von Corona-Infektionen, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) am Sonntag. Er hob hervor, dass die Gastwirte dafür keine besondere Genehmigung bräuchten, sondern ihr Konzept nur bei der Gesundheitsbehörde anzeigen müssten. Es sei eine gute Regelung, "weil es nicht auf die Genehmigung durch die Gesundheitsbehörde ankommt, sondern man zunächst loslegen kann", sagte der Minister.

Es gebe Gaststätten mit großen Biergärten, in denen die Tische problemlos mit einigen Metern Abstand stehen könnten, oder Restaurants mit mehreren großen Räumen, erläuterte ein Ministeriumssprecher. Da komme es nur darauf an, dass die Besucher auch auf den Fluren und in den Sanitärbereichen die Hygieneregeln einhalten könnten. Buchholz zeigte sich offen für den Vorschlag des Berliner Virologen Christian Drosten, wonach Kommunen es den Gastwirten und Café-Betreibern kostenfrei erlauben sollten, auch die Bürgersteige verstärkt zu nutzen.

Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern sind in Schleswig-Holstein weiterhin nicht erlaubt. Dies erklärte der Sprecher mit der Hygieneregel. Gastwirte müssten den Namen und die Telefonnummer ihrer Gäste mit der Reservierung erfassen. «Bei Versammlungen kriegt man das nicht hin», sagte der Sprecher.

Update, 17. Mai, 15.10 Uhr: Corona-Geisterspiel: Kaum Fußballfans vor dem Millerntor-Stadion

Ein Ordner steht auf der Tribüne im Millerntor.
Ein Ordner steht auf der Tribüne im Millerntor.  © Axel Heimken/dpa - Pool/dpa

Hamburg – Vor dem Spiel FC St. Pauli gegen den 1. FC Nürnberg ist es nach Angaben der Polizei ruhig geblieben. "Bisher wurden kaum St. Pauli-Fans am Stadion angetroffen", sagte Thomas Sygulla vom Lagedienst der Polizei Hamburg.

Nach zweimonatiger Coronapause nimmt die Bundesliga an diesem Wochenende wieder den Spielbetrieb auf. Im Hamburger Millerntor-Stadion begegnen sich der FC St. Pauli und der 1. FC Nürnberg. Die Zweitligisten spielen vor leeren Rängen: Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen findet das Spiel ohne Publikum statt.

Schon im Vorfeld des Geisterspiels hatte die Polizei bekannt gegeben, dass sie auf die Vernunft der Fußballfans baut. Bisher hätte sie nicht einschreiten müssen: "Wir sind gut vorbereitet, auch wenn die Lage jetzt noch vollkommen ruhig ist", betonte Polizeisprecher Sygulla kurz vor Anpfiff.

Am Freitag hatte der FC St. Pauli über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt gegeben, dass der Zugang zum Vorplatz Süd und zum Zugang Schule gesperrt werde. Lediglich der Harald-Stender-Platz könne mit entsprechender Berechtigung betreten werden. Kurz vor Anpfiff scheinen sich die Fans beider Vereine daran zu halten. Rund um das Millerntor sind nur wenige Menschen.

Update, 17. Mai, 15 Uhr: Zahl der bestätigten Corona-Infektionen steigt nur um zwölf Fälle

Hannover – Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen am Sonntag auf 11.159 gestiegen. 

Das waren zwölf mehr als am Vortag (Stand 13 Uhr), wie aus dem im Internet veröffentlichten Lagebericht der Landesregierung hervorgeht. Bisher sind landesweit 548 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben, am Samstag waren es 547. Nach einer Hochrechnung gelten inzwischen 9431 der bislang gemeldeten Infizierten als genesen - das sind 84,5 Prozent.

Derzeit werden insgesamt 427 an Covid-19 erkrankte Menschen in niedersächsischen Kliniken behandelt, darunter drei Kinder. Auf Intensivstationen liegen 86 Erwachsene. Eine Beatmung ist bei 55 Frauen und Männer nötig.

Update, 17. Mai, 12.17 Uhr: Acht weitere Hamburger positiv auf Covid-19 getestet

Hamburg – Die Zahl der positiv auf das neue Sars-CoV-2-Virus getesteten Hamburger ist am Sonntag um acht auf 5029 gestiegen. 

Wie die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz mitteilte, könnten laut Robert Koch-Institut (RKI) rund 90 Prozent der Infizierten inzwischen als genesen angesehen werden. 

Die Hamburger Behörde geht aktuell von rund 300 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus. Am Samstag hatte die Gesundheitsbehörde die Zahl der aktuell Infizierten mit rund 290 angegeben.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um einen auf 209.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 62 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, neun weniger als am Vortag. Davon wurden 27 schwer Erkrankte auf Intensivstationen behandelt, 2 weniger als am Samstag.

Update, 17. Mai, 12 Uhr: Schleswig-Holstein und Hamburg lockern Corona-Beschränkungen

Restaurants in Hamburg dürfen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen.
Restaurants in Hamburg dürfen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen.  © Christian Charisius/dpa

Kiel/Hamburg – Nach zwei Monaten radikaler Einschränkung des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie öffnet sich Schleswig-Holstein behutsam. 

Die Landesregierung beschloss am Sonnabend den rechtlichen Rahmen für die geplanten Lockerungen. Ab Montag sollen in Schleswig-Holstein neben Tourismus auch Restaurantbesuche und Training im Fitnessstudio wieder möglich sein. In Hamburg dürfen bereits seit Mittwoch Gaststätten öffnen und Hotels touristische Gäste empfangen, allerdings unter strengen Auflagen.

In Hamburg, Kiel, Lübeck und weiteren Städten im Norden gab es am Samstag Proteste gegen die andauernden Grundrechtseinschränkungen, wie die Polizei berichtete. Auf dem Hamburger Rathausmarkt kam es zu Auseinandersetzungen zwischen mehreren Hundert linken und rechten Demonstranten, bei denen mindestens ein Mensch verletzt wurde.

Die Jamaika-Koalition in Kiel plant einen Paradigmenwechsel. Statt Verboten mit Ausnahmen sollen künftig grundsätzliche Erlaubnisse verbunden mit Auflagen im Vordergrund stehen. Ab Montag fallen unter strikten Vorgaben zahlreiche Öffnungsverbote in Tourismus, bei Dienstleistungen und im Freizeitbereich. Hotels - ohne Wellnessbereiche - und Ferienwohnungen dürfen wieder öffnen. Auch Camping- und Wohnmobilstellplätze können unter strengen Voraussetzungen genutzt werden.

Touristen aus anderen Bundesländern dürfen wieder in den Norden kommen. Das Betretungsverbot von Inseln und Halligen entfällt, allerdings würden Inseln wie Sylt, Föhr und Amrum gern zunächst auf Tagesgäste verzichten. Die Kreise können bei Bedarf den Tagestourismus in Orten begrenzen. Die Landesregierung und die Landräte von Ostholstein und Nordfriesland wollen am Montag Genaueres bekannt geben.

Diverse Freizeit- und Sportaktivitäten werden von kommender Woche an wieder möglich sein, soweit Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Kinos und Fitnessstudios dürfen öffnen. Auch Fahrschulen, Kosmetik- und Tattoo-Studios sowie Massagepraxen können aufmachen. Verboten bleiben Versammlungen mit mehr als 50 Personen. Tabu sind wie in Hamburg weiterhin Diskotheken, Schwimmbäder, Freizeitparks und Bordelle.

Vorschulkinder und solche mit Förderbedarf dürfen wieder in die Kitas, wo es bisher nur Notbetreuungen gibt. Ab dem 1. Juni sollen alle Jahrgangsstufen zumindest zeitweilig wieder Präsenzunterricht erhalten, wie das Bildungsministerium in Kiel mitteilte. Die Hamburger Kitas gehen am Montag ebenfalls wieder schrittweise in den Regelbetrieb.

Die Infektionszahlen sind in beiden Bundesländern weiterhin niedrig. In Hamburg berichtete die Gesundheitsbehörde am Samstag, dass 12 Menschen positiv auf das neue Sars-CoV-2-Virus getestet worden seien. 5021 Hamburger hätten sich seit Beginn der Krise Ende Februar angesteckt, laut Robert Koch-Institut (RKI) könnten jedoch rund 4500 Infizierte oder 90 Prozent inzwischen als genesen angesehen werden. 

In Schleswig-Holstein wurden am Samstag 9 neue Fälle gemeldet. Von den 2997 Infizierten gälten rund 2600 Menschen inzwischen als genesen, teilte die Landesregierung mit.

Update, 17. Mai, 11.26 Uhr: Auflagen für Besuche in Gefängnissen sollen gelockert werden

Schwerin – Besuchsbeschränkungen in den vier Justizvollzugsanstalten Mecklenburg-Vorpommerns sollen schrittweise gelockert werden. 

"Der derzeitige Krankheitsverlauf von Covid-19 erlaubt es, dass wir Besuchsbeschränkungen in den vier Justizvollzugsanstalten schrittweise lockern. Das kann aber noch nicht bedeuten, dass wir zum Vor-Pandemie-Zustand zurückkehren", sagte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) in einer am Sonntag in Schwerin veröffentlichten Mitteilung.

Seit dieser Woche seien maximal vier Besucher aus einem Hausstand zugelassen. Besuche würden weiterhin hinter Plexiglasscheiben stattfinden. "Um Gefangenen weitere Möglichkeiten zu geben, direkte familiäre Kontakte aufrechtzuhalten, wird derzeit außerdem geprüft, ob zusätzlich auch Videotelefonie genutzt werden kann", sagte Hoffmeister weiter.

Besuchern könne aus medizinischen Gründen der Zutritt verweigert werden. Ein Mund-Nasen-Schutz werde den Besuchern dringend empfohlen. Über weitere Lockerungen bei den Besuchen solle in den kommenden Wochen entschieden werden.

Update, 17. Mai, 11.22 Uhr: 3000 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen mit dem Coronavirus in den letzten 24 Stunden um 3 Fälle gestiegen. 

Somit beträgt die Gesamtzahl der bisher nachgewiesenen Fälle mit Stand Samstagabend 3000, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite mitteilte. Die Neuinfektionen wurden demnach aus den Kreisen Pinneberg und Kiel gemeldet. 

Die Zahl der Verstorbenen liegt wie an den vergangenen zwei Tagen unverändert bei 126. Während rund 2600 Menschen inzwischen als genesen gelten, befinden sich 38 weiterhin zur Behandlung in Krankenhäusern.

Update, 17. Mai, 9.41 Uhr: Südbahn fährt von Mittwoch an wieder

Ein Triebwagen der Hanseatischen Eisenbahngesellschaft fährt in den Bahnhof ein.
Ein Triebwagen der Hanseatischen Eisenbahngesellschaft fährt in den Bahnhof ein.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin – Der Saisonverkehr auf der Südbahn wird von Mittwoch an wieder starten. 

Bis zum 30. August sollen an Samstagen, Sonn- und Feiertagen jeweils drei Züge am Tag zwischen Parchim und Plau am See fahren, wie das Verkehrsministerium am Sonntag in Schwerin mitteilte. Hinzu komme eine Hin- und Rückfahrt an allen Freitagabenden.

Auf dem Ostabschnitt der Südbahn verlängere die Hanseatische Eisenbahn einzelne Fahrten aus Waren kommend über Malchow bis nach Karow. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte habe dazu von Donnerstag an bis Ende August ebenfalls samstags, sonn- und feiertags drei Zugpaare täglich bestellt, ebenso in der Gegenrichtung. Die Finanzierung übernehme das Land. Der Start des Saisonverkehrs war wegen der Corona-Krise verschoben worden.

Die Landesregierung, die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Ludwigslust-Parchim sowie das Unternehmen Regio Infra Nord-Ost hatten sich Ende vergangenen Jahres darauf verständigt, die Strecken zwischen Parchim, Karow, Malchow und Waren zu erhalten und zunächst einen touristischen Saisonverkehr einzurichten.

Update, 17. Mai, 8.18 Uhr: Weitere Corona-Lockerungen in Mecklenburg-Vorpommern vom 25. Mai an

Schwerin – Vom 25. Mai an sollen weitere Corona-Lockerungen in Mecklenburg-Vorpommern gelten. Fitnessstudios sollen von da an unter Auflagen wieder öffnen dürfen. 

Ebenfalls solle dann wieder Breitensport in Sporthallen möglich sein, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag in Schwerin. Dafür gelten demnach Schutzauflagen, und die Sportler müssten in kleineren Gruppen trainieren.

Ursprünglich war diese Öffnung erst für Juni vorgesehen gewesen. Sportministerin Stefanie Drese (SPD) hatte sich bereits für eine frühere Öffnung ausgesprochen. Ebenfalls vom 25. Mai an dürfen sich Verwandte wieder zu Familienfeiern mit bis zu 30 Teilnehmern treffen, sagte Schwesig. Nach Angaben eines Sprechers der Staatskanzlei habe es dafür bislang keine Regelung gegeben. Dies habe sich lediglich auf Hochzeiten und Beerdigungen bezogen.

Die Landesregierung hatte am Samstag mit kommunalen Vertretern und Gewerkschaften über weitere Schritte zur Rückkehr aus dem sogenannten Corona-Lockdown beraten. Dafür liegt bereits ein "MV-Plan" als grober Fahrplan vor.

Zuvor hatte sich die Landesregierung am Samstag bereits unter anderem auf eine Ausweitung der Kinderbetreuung in Horten vom 25. Mai an ausgesprochen. Dann sollen mindestens die Schüler der ersten und zweiten Klasse einen Anspruch auf eine Betreuung im Hort von mindestens drei Stunden am Tag haben, wie Sozialministerin Drese sagte. Bislang habe es dort nur eine erweiterte Notfallbetreuung gegeben.

Mecklenburg-Vorpommern ist verhältnismäßig gering betroffen vom Coronavirus. In keinem anderen Bundesland gibt es so wenige bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus wie im Nordosten. Am Samstag lag die Zahl bei 750 nachgewiesenen Fällen.

Update, 17. Mai, 8.15: TÜV rechnet mit vielen Führerscheinprüfungen nach Corona-Pause

Hannover – Nach wochenlanger Pause bietet der TÜV Nord von diesem Montag an in Niedersachsen wieder praktische Führerscheinprüfungen an. 

"Nach der Corona-Pause starten wir aber unter völlig anderen Voraussetzungen", sagte ein TÜV-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Das Prüfaufkommen gemäß den Hygiene-und Schutzvorgaben zu bewältigen, bezeichnete er als Herkulesaufgabe.

Die theoretischen Prüfungen starteten beim TÜV bereits am Mittwoch, ab Montag sind auch die praktischen Fahrprüfungen wieder möglich. Allerdings müssen in den Fahrzeugen besondere Schutz- und Hygienemaßnahmen eingehalten werden, der Mund-Nase-Schutz ist obligatorisch. Die Kommunikation sollte auf das notwendigste Maß beschränkt werden und alles was nicht im Auto gemacht werden muss, soll außerhalb geschehen.

Ziel sei ein möglichst reibungsloser Wiedereinstieg, um dem zu erwartenden erhöhten Prüfungsaufkommen gerecht zu werden, sagte Wolfhardt Werner, der Leiter der Fahrerlaubnis-Kompetenz beim TÜV Nord. Dieser führt nach eigenen Angaben in Niedersachsen knapp 200.000 Fahrerlaubnisprüfungen pro Jahr durch.

Update, 17. Mai, 8.13 Uhr: 11.147 bestätigte Corona-Infektionen in Niedersachsen

Hannover – Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen am Samstag auf 11.147 gestiegen. 

Das waren 36 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte (Stand 13 Uhr). Demnach stieg die Zahl der Menschen, die mit einer Covid-19- Erkrankung gestorben sind, um fünf auf 547 (Stand 10 Uhr). Nach einer Hochrechnung gelten inzwischen 9361 der bislang gemeldeten Infizierten als genesen - das sind 84 Prozent.

Derzeit liegen 442 an Covid-19 erkrankte Menschen im Krankenhaus, davon brauchen 100 Frauen und Männer eine intensivmedizinische Behandlung. Eine Beatmung ist bei 61 Erwachsenen nötig. Zwei Kinder, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, werden stationär im Krankenhaus behandelt.

Im Bundesland Bremen stieg die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Infektionen am Samstag auf 1167 (Stand 14 Uhr). Das waren 14 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsressort mitteilte. Die Zahl der Genesenen lag bei 693. 

Insgesamt 36 Menschen, die nachweislich mit dem neuen Virus infiziert waren, sind gestorben. Derzeit liegen 48 an Covid-19 erkrankte Menschen im Krankenhaus, sechs davon auf Intensivstationen. Vier Corona-Patienten müssen beatmet werden.

Update, 17. Mai, 8.09 Uhr: Regierung beschließt Vorgaben für Öffnungen in Corona-Krise

Kiel – Die Landesregierung in Kiel hat am Sonnabend den rechtlichen Rahmen für die geplanten Lockerungen der Corona-Beschränkungen gesetzt. 

Das Kabinett habe die Verordnung beschlossen, sagte ein Regierungssprecher. Ab Montag sollen in Schleswig-Holstein neben Tourismus auch Restaurantbesuche und Training im Fitnessstudio wieder möglich sein. "Nun können wir das öffentliche Leben schrittweise und unter Auflagen vorsichtig weiter hochfahren", hatte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Freitagabend angekündigt.

Die Jamaika-Koalition plant einen Paradigmenwechsel. Statt Verboten mit Ausnahmen sollen künftig grundsätzliche Erlaubnisse verbunden mit Auflagen im Vordergrund stehen. Ab Montag fallen unter strikten Vorgaben zahlreiche Öffnungsverbote in Tourismus, bei Dienstleistungen und im Freizeitbereich. Hotels - ohne Wellnessbereiche - und Ferienwohnungen dürfen wieder öffnen. Auch Camping- und Wohnmobilstellplätze können unter strengen Voraussetzungen genutzt werden.

Touristen aus anderen Bundesländern dürfen wieder kommen. Das Betretungsverbot von Inseln und Halligen entfällt, allerdings würden Inseln wie Sylt, Föhr und Amrum gern zunächst auf Tagesgäste verzichten. Die Kreise können bei Bedarf den Tagestourismus in Orten begrenzen.

Diverse Freizeitaktivitäten werden von Montag an wieder möglich sein, soweit Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Kinos und Fitnessstudios dürfen öffnen. Schwimmbäder bleiben geschlossen. Auch Fahrschulen, Kosmetik- und Tattoo-Studios sowie Massagepraxen können aufmachen.

Vorschulkinder und solche mit Förderbedarf dürfen wieder in die Kitas, wo es bisher nur Notbetreuungen gibt. Ab dem 1. Juni sollen alle Jahrgangsstufen zumindest zeitweilig wieder Präsenzunterricht erhalten, wie das Bildungsministerium mitteilte.

Update, 16. Mai, 16.30 Uhr: Fünf weitere Infektion in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock hat fünf weitere nachgewiesene Fälle von Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. 

Damit habe sich die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 750 (Stand Samstag, 15 Uhr) erhöht, teilte das Lagus am Samstag mit. 688 von ihnen gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. 

Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. In Krankenhäusern mussten oder müssen landesweit 110 Menschen behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation.

Update, 16. Mai, 15.45 Uhr: RKI-Chef lehnt Impfpflicht gegen Coronavirus ab

Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), spricht vor einer Beratung der Landesregierung mit kommunalen Vertretern und Gewerkschaften.
Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), spricht vor einer Beratung der Landesregierung mit kommunalen Vertretern und Gewerkschaften.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin  Chef des Robert Koch-Instituts (RKI) hat sich gegen eine Impfpflicht gegen das Coronavirus ausgesprochen.

"Wir haben keinen Anlass, an eine Impfpflicht zu denken", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Samstag in Schwerin. Die Bürgerinnen und Bürger seien definitiv klug genug zu wissen, wenn es einen sicheren Impfstoff gebe, dass dieser ihre Gesundheit fördern würde.

Zum Thema Impfstoff sei vor einigen Wochen eine Arbeitsgruppe beim RKI gegründet worden. Diese würde sich damit befassen, sofern es einen Impfstoff gebe, welche Bevölkerungsgruppen wie geimpft werden könnten.

Update, 16. Mai, 15 Uhr: Corona-Infizierte in MV hatten 3000 Kontaktpersonen

Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, beantwortet bei einer Pressekonferenz Fragen zur Corona-Lage.
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, beantwortet bei einer Pressekonferenz Fragen zur Corona-Lage.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin – Die Corona-Infizierten Mecklenburg-Vorpommerns hatten laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) 3000 Kontaktpersonen. "Die Kontakte sind alle nachvollzogen worden", sagte Schwesig am Samstag in Schwerin.

Die Landesregierung berät am Samstag mit kommunalen Vertretern und Gewerkschaften über weitere Schritte zur Rückkehr aus dem sogenannten Corona-Lockdown. Dafür liegt bereits ein "MV-Plan" als grober Fahrplan vor. 

Bei dem Treffen geht es laut Schwesig vor allem um einen weiteren Weg für Kitas und Schulen in der Corona-Krise. Kitas und Schulen seien weiterhin ein schwieriger Bereich, weil es noch keine Erfahrungen gebe, wie Öffnungen auf die Zahl der Infizierten bei Kindern und Schülern wirkten.

In Mecklenburg-Vorpommern gab es bis Freitag insgesamt 745 bestätigte Corona-Fälle.

Update, 16. Mai, 13.11 Uhr: 2997 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein ist die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen mit dem Coronavirus um 9 Fälle gestiegen. 

Somit beträgt die Gesamtzahl der bisher nachgewiesenen Fälle mit Stand Freitagabend 2997, wie die Landesregierung auf ihrer Webseite mitteilte. 

Die Neuinfektionen wurden demnach aus den Kreisen Segeberg, Steinburg und Neumünster gemeldet. Die Zahl der Verstorbenen blieb im Vergleich zum Vortag unverändert bei 126. 

Während rund 2600 Menschen inzwischen als genesen gelten, befinden sich 38 weiterhin zur Behandlung in Krankenhäusern.

Update, 16. Mai, 13 Uhr: Urlauber kehren auf Inseln zurück

Die Fähre "Spiekeroog IV" verlässt den Hafen in Richtung der ostfriesischen Insel Spiekeroog.
Die Fähre "Spiekeroog IV" verlässt den Hafen in Richtung der ostfriesischen Insel Spiekeroog.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Spiekeroog – Zahlreiche Menschen haben die Tourismus-Lockerungen diese Woche genutzt und sind zum Urlaub auf die Ostfriesischen Inseln gefahren. 

Auf die Fähre nach Spiekeroog stiegen am Samstagmorgen mehrere Dutzend Passagiere - jeder mit Mundschutz, wie es eine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorsieht. 

"Die Freude auf den Urlaub ist jetzt doppelt so groß, weil man bis vor Kurzem ja gar nicht wusste, ob das klappt", sagte Jovana Stahnke, die zusammen mit der Familie aus Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) anreiste. Rund 500 Urlaubsgäste sind Bürgermeister Matthias Piszczan (CDU) zufolge dieses Wochenende da - eigentlich hat die Insel 4200 Übernachtungsplätze und wäre normalerweise zu dieser Zeit zu 60 Prozent ausgebucht.

Auf Spiekeroog steckt man noch mitten in den Saisonvorbereitungen. "Der Strand wird jetzt erst aufgebaut. Wir wussten ja gar nicht, wie es weitergeht", erklärte Bürgermeister Piszczan. Von der Verordnung des Landes, die seit Montag wieder Ferienwohnungsvermietung erlaubt, sei man etwas überrascht worden. 

Von rund 650 Strandkörben steht bisher nur eine Handvoll. Bis Pfingsten wolle man aber weitestgehend fertig sein. Anders als auf dem Festland, wo mitunter Parzellen abgesteckt werden, sind am Spiekerooger Strand keine besonderen Maßnahmen geplant. "Wir haben hier genug Platz, um die Körbe mit Abstand aufzustellen", so der Bürgermeister.

Auch auf Norderney stehen von insgesamt 2000 Strandkörben erst wenige auf einem überschaubaren Abschnitt, wie der Sprecher der Touristik-Gesellschaft Staatsbad Norderney, Wolfgang Lübben, erklärte. Dort wird über Laufleitsysteme am Strand nachgedacht.

Update, 16. Mai, 11.20 Uhr: 4.500 Infizierte in Hamburg genesen

Nahezu verweist sind die Plätze vom Café Mio an der Binnenalster.
Nahezu verweist sind die Plätze vom Café Mio an der Binnenalster.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg – Die Zahl der positiv auf das neue Sars-CoV-2-Virus getesteten Hamburger ist am Samstag um 12 auf 5021 gestiegen. 

Wie die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz mitteilte, könnten laut Robert Koch-Institut (RKI) rund 4500 Infizierte oder 90 Prozent inzwischen als genesen angesehen werden.

 Die Hamburger Behörde geht aktuell von rund 290 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus. Am Freitag hatte die Gesundheitsbehörde die Zahl der aktuell Infizierten mit 380 angegeben.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um 2 auf 208. Das RKI zählte 231 Covid-19-Infizierte, die in Hamburg gestorben sind. Das sind 3 Tote mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 71 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, 6 weniger als am Vortag. Davon wurden 29 schwer Erkrankte auf Intensivstationen behandelt, 2 weniger als am Freitag.

Update, 16. Mai, 8.30 Uhr: Tests von Schlachthof-Mitarbeitern auf Coronavirus angelaufen

Hannover – In Niedersachsen ist damit begonnen worden, sämtliche Schlachthof-Mitarbeiter auf das Coronavirus zu testen. 

Angestrebt sei, in den nächsten Tagen alle am Schlachtbetrieb beteiligten Arbeiter zu kontrollieren, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums in Hannover. Bei ersten bereits durchgeführten Reihentests wurden zunächst keine infizierten Beschäftigten ausgemacht. Der Hintergrund sind massenhafte Infektionen von Beschäftigten in Schlachthöfen anderer Bundesländer.

Wie das Sozialministerium präzisierte, arbeiten in den Schlachthöfen in Niedersachsen rund 10 000 Menschen, wozu auch die Verwaltung und andere Tätigkeiten gehören. Der Fokus der Corona-Tests liegt auf den im Schlachtbetrieb eingesetzten Arbeitern, wobei es sich vielfach um Werkvertragsarbeiter aus Osteuropa handelt. Einige Landkreise hätten bereits mit den Tests begonnen, in anderen Kreisen seien die Behörden noch mit der Planung und Vorbereitung beschäftigt.

Bekannt geworden war, dass Subunternehmen die Werkvertragsarbeiter zwischen Standorten in verschiedenen Bundesländern hin- und herverlegt hatten. Niedersachsen hatte diese Praxis wegen der erhöhten Gefahr von Infektionen Anfang der Woche verboten. 

In Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein war es unter den teils in Sammelunterkünften einquartierten Arbeitern verstärkt zu Infektionen gekommen. In Niedersachsen wurden erst nur drei Infektionen entdeckt.

Update, 16. Mai, 8.27 Uhr: Mehr als 2000 Verstöße gegen Corona-Regeln

Zahlreiche Menschen gehen am Maschsee spazieren, während Polizisten aus einem Fahrzeug die Menschen dazu aufrufen, den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.
Zahlreiche Menschen gehen am Maschsee spazieren, während Polizisten aus einem Fahrzeug die Menschen dazu aufrufen, den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.  © Julian Stratenschulte/dpa

Hannover – Seit Beginn der Corona-Beschränkungen vor knapp zwei Monaten sind in Niedersachsen mehr als 2000 Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz registriert worden. 

Der Großteil davon sind Ordnungswidrigkeiten, aber auch über 400 Straftaten wurden in den vergangenen Wochen in Zusammenhang mit dem Infektionsschutzgesetz aufgenommen, wie ein Sprecher des Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Insbesondere junge Menschen hätten wiederholt gegen das Kontaktverbot verstoßen.

Der Polizei ging im Zuge der ausgedehnten Kontrollen auch einiger Beifang ins Netz: Mehr als 9500 Ordnungswidrigkeiten hätten sich während der verstärkten Kontrollen summiert, berichtete der Sprecher. 

Es handele sich nicht ausschließlich um Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. So könne es etwa sein, dass eine Polizeistreife zur Corona-Kontrolle unterwegs war und einen Autofahrer mit Handy am Ohr erwischt hat.

Die Akzeptanz der Maßnahmen bewertete das Ministerium insgesamt positiv. "Die Stimmungslage insgesamt in Niedersachsen kann als ruhig bezeichnet werden", hieß es. Auch bei Demonstrationen werde meist ausreichend Abstand eingehalten, es gebe nur einzelne Ausnahmen.

Update, 16. Mai, 8.23 Uhr: Freizeitparks wegen Coronavirus verspätet am Start

Hannover – Die Freizeitparks und Zoos hatten sich auf die neue Saison vorbereitet, doch dann kam die Corona-Pandemie samt Kontaktbeschränkungen. 

Jetzt öffnen die Anlagen wieder - obwohl nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur noch nicht überall feststeht, wie es weitergeht. Bei den Auflagen sind tagesaktuelle Änderungen wahrscheinlich, Besucher sollten sich vor der Anreise auf den Internetseiten der Parks informieren.

Im Heide Park Soltau soll es nach derzeitiger Planung am 25. Mai losgehen. «Noch ist der Termin aus dem Stufenplan der Landesregierung nicht bestätigt», sagte Parksprecherin Svenja Heuer. Zum Sicherheitskonzept gehören wie andernorts auch Abstandsregeln und das Tragen einer Maske in den meisten Bereichen. Statt wie vorgesehen im März hat der Weltvogelpark Walsrode am Freitag eröffnet. Tickets werden vorzugsweise online verkauft.

Bereits geöffnet haben der Serengeti-Park Hodenhagen, der Familienpark Sottrum, der Zoo Hannover und der Dinosaurier-Park Münchehagen. Das Rasti-Land Salzhemmendorf ist noch geschlossen, steuert aber nach Angaben einer Sprecherin den 25. Mai an. 

Der Magic Park Verden wird nach aktueller Planung einen Tag später öffnen. "Die entsprechende Verordnung liegt ja noch nicht vor, da müssen wir kurzfristig reagieren", sagte Geschäftsführer Bastian Lampe.

Update, 16. Mai, 8.22 Uhr: Fähren stocken für Inselurlauber auf

Norderney – Mit den Corona-Lockerungen stellen sich die Fährbetreiber auf mehr Passagiere zu den Ostfriesischen Inseln ein und stocken auf. 

"Das Wochenende können wir noch nicht abschätzen, aber wir glauben, dass da ein bisschen was kommt. Wir sind auf alles vorbereitet", sagte der Sprecher der Reederei Norden-Frisia, Fred Meyer. 

Nach Norderney fahre man wieder nach normalem Fahrplan, mindestens zehn Fahrten pro Tag gebe es am Wochenende. Weil die Schiffe als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus nur mit maximal 50 Prozent Auslastung fahren dürfen, können etwa 600 bis 700 Menschen an Bord.

Dass seit Montag wieder Urlaub in Ferienwohnungen auf den Inseln erlaubt ist, habe die Reederei gespürt: "Wir hatten die Woche davor nur 50 bis 100 Menschen, jetzt waren es 200 bis 300 Leute pro Fähre", so Meyer.

Die AG Ems bietet dieses Wochenende mehrere Fahrten nach Borkum an. "Am Wochenende hatten wir sonst gar keine Fahrten, ohne Touristen lohnte sich das nicht", sagte Sprecherin Corina Habben. Auch dort wird nur mit höchstens halber Auslastung gefahren und es gibt eine Maskenpflicht.

Update, 16. Mai, 8.19 Uhr: UKE-Apotheke bereitet Herstellung von wichtigen Medikamenten vor

Hamburg – Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bereitet sich wegen drohender Engpässe bei der Medikamentenversorgung in der Corona-Krise auf die Eigenproduktion wichtiger Wirkstoffe vor. 

Mit den vorhandenen Medikamenten komme das Krankenhaus im besten Fall drei Monate hin, sagte UKE-Apotheker Michael Baehr der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn es aber die zweite Welle gibt, werden wir mit unseren Vorräten auch ganz schnell ins Minus laufen."

In manchen Krankenhäusern war in den vergangenen Wochen bereits kurzzeitig das zur Behandlung von lebensbedrohlich erkrankten Corona-Patienten wichtige Narkosemittel Propofol zu Neige gegangen. Deshalb organisieren viele Klinik-Apotheken bundesweit derzeit im Hintergrund die Wirkstoffbeschaffung, um die notwendigen Medikamente in den eigenen Labors herstellen zu können - auch die UKE-Apotheke.

"Wir haben Listen erstellt und sehr genau analysiert, was Patienten brauchen, die Covid-19 haben und bei uns beatmet werden", sagte Baehr. Diese etwa 20 Medikamente - unter anderem für den Kreislauf, gegen Schmerzen, für die Betäubung und die Sedierung von Intensivpatienten - habe das Team unter ständiger Beobachtung. "Bei denen fürchten wir, im Notfall nicht richtig ausgestattet zu sein."

Update, 16. Mai, 8.17 Uhr: Regierung will Vorgaben für Öffnungen in Corona-Krise beschließen

Daniel Günther (CDU, M), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein steht an dem durch Plexiglasscheiben geschützten Rednerpult im Landtag.
Daniel Günther (CDU, M), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein steht an dem durch Plexiglasscheiben geschützten Rednerpult im Landtag.  © Carsten Rehder/dpa

Kiel – Fast in letzter Minute will die Landesregierung am Sonnabend den rechtlichen Rahmen für die geplanten Lockerungen im öffentlichen Leben Schleswig-Holsteins setzen. 

Ab Montag sollen im Norden neben Tourismus auch Restaurantbesuche und Training im Fitnessstudio möglich sein. "Nun können wir das öffentliche Leben schrittweise und unter Auflagen vorsichtig weiter hochfahren", hatte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Freitagabend angekündigt.

Die Jamaika-Koalition plant einen Paradimenwechsel. Statt Verboten mit Ausnahmen soll künftig grundsätzliche Erlaubnisse verbunden mit Auflagen im Vordergrund stehen. Generell gilt im Norden, dass der Mindestabstand von 1,50 Metern nach Möglichkeit immer eingehalten werden soll. Kontakte zu Personen außerhalb des eigenen Hausstands sind nach Möglichkeit auf ein Minimum zu beschränken.

Das Jamaika-Kabinett will die entsprechenden Rechtsgrundlagen am Nachmittag beschließen. Ab Montag fallen unter strikten Auflagen zahlreiche Öffnungsverbote in Tourismus, Dienstleistungen und Freizeit. Hotels - ohne Wellnessbereiche - und Ferienwohnungen dürfen wieder öffnen. Auch Camping- und Wohnmobilstellplätze können unter strengen Voraussetzungen genutzt werden.

Touristen aus anderen Bundesländern dürfen wieder kommen. Das Betretungsverbot von Inseln und Halligen entfällt, allerdings würden Inseln wie Sylt, Föhr und Amrum gern zunächst auf Tagesgäste verzichten. Die Kreise können bei Bedarf den Tagestourismus in Orten begrenzen.

Gaststätten dürfen bis 22 Uhr wieder öffnen, müssen aber die Kontaktdaten ihrer Gäste festhalten. Diverse Freizeitaktivitäten werden ebenfalls wieder möglich, soweit Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Kinos, Fitnessstudios dürfen öffnen. Schwimmbäder bleiben geschlossen. Kontaktfreie Indoor-Aktivitäten werden mit Einschränkungen erlaubt. Auch Fahrschulen, Kosmetik- und Tattoo-Studios sowie Massagepraxen können aufmachen.

Vorschulkinder und solche mit Förderbedarf dürfen wieder in die Kitas, wo es bisher nur Notbetreuungen gibt. An den Schulen beginnen Beratungsangebote für die 9. und 10. Klassen. Generell werden Veranstaltungen mit bis zu 50 sitzenden Besuchern wieder erlaubt.

Update, 16. Mai, 8.05 Uhr: Durchgreifen gegen Corona-Regeln an Stränden

Paare sitzen und gehen in einigem Abstand zueinander am Strand von Scharbeutz.
Paare sitzen und gehen in einigem Abstand zueinander am Strand von Scharbeutz.  © Gregor Fischer/dpa

Kiel – Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat ein hartes Durchgreifen bei Verstößen gegen Abstands- und Hygieneregeln an Schleswig-Holsteins Stränden angekündigt. 

"Größere Ansammlungen von Menschen, von Urlaubern werden unterbunden; gerade wenn Alkohol getrunken und es mit dem Abstandhalten schwieriger wird", sagte der Regierungschef der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). Diese "klare Ansage" sei mit Kreisen und Kommunen besprochen und werde von den Sicherheitsbehörden durchgesetzt.

Ab Montag dürfen Touristen aus anderen Bundesländern wieder nach Schleswig-Holstein kommen. Auch Restaurants dürfen wieder öffnen, müssen aber die Kontaktdaten ihrer Gäste festhalten. Generell gelten weiterhin Abstandsregeln.

Wer an Strände von Nord- und Ostsee wolle, könne den Zollstock aber zu Hause lassen, sagte Günther der "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe). "1,5 Meter kann man mit Augenmaß anpeilen. Aber das Sommer-Vergnügen wird anders sein. Es wird keine großen Beach-Partys geben, man wird nicht eng zusammen stehen." Das würde zur Not unterbunden.

Viele sprächen vom Begriff der "neuen Normalität", sagte Günther. "Das lehne ich kategorisch ab. Es suggeriert, wir müssten uns dauerhaft daran gewöhnen. Das ist aus meiner Sicht verheerend." Das Land sei auf einem langsamen Weg zurück in die echte Normalität.

Update, 15. Mai, 21 Uhr: Polizei Hamburg vertraut bei Geisterspiel auf Vernunft der Fans

Hamburg – Rund um das Geisterspiel in Hamburg will die Polizei auf die Vernunft der Fans vertrauen. 

"Wir gehen im Moment nicht davon aus, dass dort Fans in großer Zahl im Umfeld des Stadions auftreten werden", sagte Polizeisprecherin Sandra Levgrün der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Im Vorfeld zur Begegnung des FC St. Pauli und des 1. FC Nürnberg hätten sich die Beamten eng mit den Vereinen abgestimmt, die dann wiederum die Fanszenen sensibilisiert hätten. "Alle Beteiligten sind sich der Bedeutung und Verantwortung in dieser Zeit bewusst", so Levgrün.

Sollten sich Fußballfans am Sonntag nicht an die entsprechenden Abstands- und Hygienemaßnahmen halten, "dann werden wir da konsequent einschreiten und im Zweifel muss eine Ansammlung dann auch aufgelöst werden", warnte Levgrün und betonte, dass die Polizei auch nicht davor zurückschreckt, Platzverweise zu erteilen oder Fans in Gewahrsam zu nehmen.

Restaurants und Gaststätten werden laut Polizeipressestelle anlassbezogen und stichprobenartig überprüft. Werden Abstands- und Hygieneregeln nicht befolgt, greife die Polizei auch da durch: "Wenn die Situation ganz klar ist, dann wird der Laden zugemacht", sagte Levgrün der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 15. Mai, 18.48 Uhr: Werder-Spieler zwei Wochen in Quarantäne

Bremen – Ein Spieler des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen befindet sich in einer zweiwöchigen häuslichen Quarantäne, weil eine Person aus seinem direkten Umfeld zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurde. 

Das gaben die Bremer am Freitagnachmittag bekannt. Das komplette Werder-Team darf allerdings weiter trainieren und am Montagabend in der Bundesliga auch gegen Bayer Leverkusen antreten, da der Spieler selbst nach Angaben des Vereins seitdem zwei Mal negativ getestet wurde. "Es besteht also keinerlei Risiko für unsere Mannschaft und den Staff", sagte Werders Sportchef Frank Baumann.

Um welchen Spieler genau es sich handelt, teilte der Club nicht mit. Die beiden nächsten Bundesliga-Spiele gegen Leverkusen und beim SC Freiburg wird er aber mit Sicherheit verpassen. Die Quarantäne sei "nach Abstimmung mit Werder Bremen durch das Bremer Gesundheitsamt angeordnet worden", heißt es in der Mitteilung des Clubs. 

Für den Fall, dass ein Werder-Spieler selbst positiv getestet werde, hatte der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) zuvor in einem Spiegel-Interview angekündigt, die komplette Mannschaft in eine 14-tägige Quarantäne schicken zu wollen.

Update, 15. Mai, 18.30 Uhr: Am 25. Mai öffnen Schulen für weitere Klassen

Kiel – In Schleswig-Holstein soll am 25. Mai für weitere Jahrgänge wieder die Schule beginnen. 

Das gilt für die Klassen 1 bis 3 an den Grundschulen sowie die Jahrgänge 8,9 und 10 an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien, wie die Landesregierung am Freitag mitteilte. Unterricht findet dann auch wieder in der sogenannten Eingangsphase und Qualifizierungsphase der Oberstufe an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen statt.

Zunächst konzentriere sich der Unterricht auf Kernfächer wie Deutsch, Mathematik und Englisch, sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Es werde nicht die komplette Stundentafel stattfinden. In den Klassenräumen sollen Mindestabstände und Hygienevorschriften eingehalten werden. Unter Umständen müssten einige Klassen deshalb geteilt werden.

Ebenfalls vom 25. Mai an können wieder Nachmittagsangebote für die Kinder öffnen, die dann in der Schule sind. Auch Mensen und ähnliche Einrichtungen dürfen bei Bedarf öffnen.

Am 6. Mai hatte in Schleswig-Holstein der Schulunterricht für die 4. Klassen der Grundschulen nach mehreren Wochen Homeschooling wegen der Corona-Pandemie begonnen. 

Ebenso begannen die 6. Klassen an den Gymnasien mit dem Unterricht. Zudem wurden die Berufsschulen geöffnet. Zuvor hatten im Norden bereits schriftliche Abiturprüfungen und Prüfungsvorbereitungen an Gemeinschaftsschulen begonnen.

Update, 15. Mai, 18.30 Uhr: Schleswig-Holstein will Umgang mit Corona-Regeln vereinfachen

Kiel – In Schleswig-Holstein sollen ab Montag einfachere Regeln zur Eindämmung des Coronavirus gelten. 

"Die in den vergangenen Wochen ergriffenen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus waren erfolgreich – vor allem auch, weil die Menschen in Schleswig-Holstein sie verantwortungsbewusst eingehalten und unterstützt haben", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Freitag. "Nun können wir das öffentliche Leben schrittweise und unter Auflagen vorsichtig weiter hochfahren."

Am Samstag will das Kabinett die entsprechenden Rechtsgrundlagen für die Lockerungen im Tourismus, für Restaurants, den Freizeitsport und Dienstleistungen beschließen. Dabei planen CDU, Grüne und FDP einen Paradigmenwechsel.

Ab Montag sollen nicht mehr Verbote mit Ausnahmen im Vordergrund stehen, sondern grundsätzliche Erlaubnisse verbunden mit Auflagen. Wenn das möglich ist, muss der Mindestabstand von 1,50 Metern generell immer eingehalten werden. 

Kontakte zu Personen außerhalb des eigenen Hausstands sind im Norden auf ein Minimum zu beschränken.

Update, 15. Mai, 18.24 Uhr: ATP verlängert Pause: Auch Hamburg European Open betroffen

Die European Open am Rothenbaum müssen verschoben werden.
Die European Open am Rothenbaum müssen verschoben werden.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Nach der Verlängerung der Tennisturnier-Pause durch die Profiorganisation ATP bis zum 31. Juli steht auch eine Verschiebung der Hamburg European Open fest. 

Das Turnier am Rothenbaum sollte vom 11. bis 19. Juli ausgetragen werden. Eine reguläre Durchführung der ATP-Veranstaltung der 500er-Kategorie war zuvor schon durch das Verbot von Großveranstaltungen in Deutschland bis Ende August ausgeschlossen worden. 

Die Organisatoren peilen weiterhin eine mögliche Verlegung des Sandplatzklassikers an. Bereits gekaufte Tickets behalten zunächst ihre Gültigkeit.

"Wir haben die Entscheidung der ATP so erwartet, denn sie war alternativlos. Wir richten unseren vollen Fokus jetzt auf eine mögliche Verlegung", sagte Hamburgs Turnierdirektorin Sandra Reichel am Freitag. Die nächste Entscheidung über eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs auf der ATP-Tour wird Mitte Juni erwartet.

Reichel hatte zuletzt gesagt, sie hoffe, dass das Turnier in der Hansestadt noch im September stattfinden kann. Ob das möglich ist, hängt in erster Linie davon ab, ob die US Open in New York wie geplant von Ende August bis in den September hinein stattfinden. Eine Entscheidung fällt erst Anfang Juni. 

Sollten die Organisatoren des Grand-Slam-Turniers in den USA am Termin festhalten, würde es eng werden für die Veranstaltung in Hamburg. Denn auch die French Open in Paris wurden schon von Mai auf den 20. September bis 4. Oktober verlegt.

Update, 15. Mai, 17.24 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle bei Schlachthofmitarbeitern

Das Betriebsgelände des Schlachthofes des niederländischen Lebensmittelproduzenten "Vion Food Group" ist menschenleer.
Das Betriebsgelände des Schlachthofes des niederländischen Lebensmittelproduzenten "Vion Food Group" ist menschenleer.  © Gregor Fischer/dpa

Bad Segeberg – Bei zwei weiteren im Kreis Segeberg wohnenden Mitarbeitern des Schlachthofes Bad Bramstedt ist eine Covid-19- Infektion nachgewiesen worden. 

Beide hätten sich bereits in häuslicher Quarantäne befunden, teilte eine Sprecherin des Kreises Segeberg am Freitag mit. 

Damit habe sich die Zahl der positiven Testergebnisse rund um den Bad Bramstedter Schlachtbetrieb auf 51 erhöht, sagte die Sprecherin. 45 davon seien unmittelbar am Betriebsablauf beteiligte Personen, bei sechs Personen handele es sich um Kontaktpersonen der Infizierten.

Insgesamt gibt es nach Angaben des Kreises damit 296 Infizierte. Wieder genesen davon sind 231 Menschen, aktuell sind noch 62 Menschen mit Corona infiziert. In Quarantäne befinden sich 308 Personen, wieder aus dieser entlassen sind 1002.

Drei Personen sind den Angaben zufolge im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Update, 15. Mai, 16.55 Uhr: Standesamtliche Hochzeit wieder mit Gästen möglich

Hamburg – In den Hamburger Standesämtern darf wieder mit Gästen geheiratet werden. Von Montag an dürfen sich in den Trauzimmern wieder bis zu zehn Menschen aufhalten, wie der Senat am Freitag mitteilte. 

Wegen der Corona-Pandemie war die Anwesenheit in den vergangenen Wochen auf den Standesbeamten und das Brautpaar beschränkt gewesen.

Die Zahl von zehn Personen sei ein "grundsätzlicher Rahmen". Dabei sei zu beachten, dass die Gäste aus maximal zwei verschiedenen Haushalten stammen dürfen. Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen und Abstandsregeln müsse weiterhin gewährleistet sein. 

Die Umsetzung müsse die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigen und Entscheidungen vor Ort im Standesamt und mit Augenmaß getroffen werden, hieß es.

Update, 15. Mai, 16.53 Uhr: Fünf neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag fünf neue Corona-Infektionen bestätigt worden. 

Damit seien insgesamt 745 Menschen im Land positiv auf das Virus getestet worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mit. Zwei der neuen Fälle wurden aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim gemeldet, die anderen aus den Landkreisen Nordwestmecklenburg, Rostock und Mecklenburgische Seenplatte. 108 Patienten mussten oder müssen im Krankenhaus behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation. 

Die Zahl der Sterbefälle in Zusammenhang mit dem Covid-19-Virus blieb in Mecklenburg-Vorpommern bei 20. Schätzungen zufolge sind 687 der positiv getesteten Menschen von einer Infektion mit dem Corona-Virus genesen.

In den Laboren im Land, die auch alle Corona-Tests aus den Abstrichzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten auswerten, wurden bislang insgesamt 42.600 Corona-Tests analysiert.

Update, 15. Mai, 16.49 Uhr: Bremen steht vor dramatischen Steuerausfällen

Bremen – Das Bundesland Bremen wird im laufenden Jahr voraussichtlich 345 Millionen Euro weniger Steuern einnehmen als noch in der Herbstprognose 2019 erwartet. 

Das geht aus der aktuellen Mai-Steuerschätzung hervor, über die Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) am Freitag in Bremen informierte. Für 2021 belaufe sich das Minus auf 145 Millionen Euro. Strehl schlug vor, über den Haushalt 2021 erst Ende dieses Jahres zu entscheiden und nicht wie geplant noch vor dem Sommer.

"Ein Schlag ins Kontor. Die Steuereinnahmen brechen auf breiter Front ein – Gewerbesteuer, Einkommenssteuer und viele weitere Steuerarten sind im Sinkflug", sagte Strehl. "Wenn Einnahmen im dreistelligen Millionenbereich wegbrechen, sind neue Kredite unausweichlich. Dagegen kann man nicht ansparen." Die Befürchtung, dass die Corona- Pandemie sich mit voller Wucht auch auf die Steuereinnahmen auswirke, habe sich bestätigt.

Es hätte nach Worten Strehls "verheerende Folgen", die Ausgaben drastisch zu senken, wenn zusätzliche staatliche Hilfen zur Krisenbewältigung in vielen Bereichen benötigt werden. "Wir müssen deshalb die Ausgaben kreditfinanziert sichern, um Schlimmeres zu verhindern."

Die Bremische Bürgerschaft debattiert nächsten Mittwoch in erster Lesung über den Doppelhaushalt 2020/2021, der nach bisheriger Planung vor den Sommerferien verabschiedet werden soll. Ebenfalls beraten wird dann der kreditfinanzierte "Bremen-Fonds" in Höhe von 1,2 Milliarden Euro für Maßnahmen gegen die Corona-Krise.

Update, 15. Mai, 16.47 Uhr: Niedersachsen stellt weitere Lockerungen in Aussicht

Hannover – Nach einer sehr positiven Entwicklung bei der Zahl der Corona-Infektionen nimmt Niedersachsen Kurs auf weitere Lockerungen. 

"Das ist wirklich eine absolut positive Entwicklung", sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Freitag in Hannover. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Infektionen lediglich um 36 auf 11 111. "Wir können mit gutem Gewissen die Planungen für Lockerungen vorantreiben." Intensiv bereite das Land die nächste Stufe vor. "Unser Ziel ist, alles zu lockern, was verantwortbar ist."

Rückläufig war in Niedersachsen im Vergleich zum Vortag auch die Zahl der Corona-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. 451 befanden sich am Freitag stationär im Krankenhaus, 95 davon auf einer Intensivstation. 57 davon müssen beatmet werden. 

Inzwischen sind 451 Erkrankte in Niedersachsen an einer Corona-Infektion gestorben, größtenteils ältere Menschen. Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt in Niedersachsen mit 139 unter dem Bundeswert von 208.

Update, 15. Mai, 16.44 Uhr: Niedersachsen prüft Maskenpflicht an Schulen

Hannover – Niedersachsen erwägt eine Maskenpflicht an Schulen außerhalb des Unterrichts. "Das ist eine nicht abgeschlossene Debatte", sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Freitag in Hannover. 

Bislang sei die Entscheidung den Schulen überlassen worden, das Tragen von Masken etwa in engen Gängen vorzuschreiben. Die Rückmeldungen seien unterschiedlich.

"Ich will aber nicht ausschließen, dass wir eine Vorgabe zum Tragen von Masken in Schulen bekommen", sagte der Minister. Je besser die Abstandsregeln beachtet werden, desto weniger nötig seien Schutzmasken. 

In den nächsten zwei Wochen solle die Situation auch angesichts der steigenden Zahl von Schülern bewertet werden, die nun etappenweise in den Unterricht zurückkehren.

Update, 15. Mai, 15.15 Uhr: Gericht: Schließung von Fitnessstudios ist rechtmäßig

Betreiber von Fitnessstudios aus ganz Niedersachsen demonstrieren.
Betreiber von Fitnessstudios aus ganz Niedersachsen demonstrieren.  © Peter Steffen/dpa

Lüneburg – Die Schließung von Fitnessstudios in Niedersachsen ist nach einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg rechtens.

 Der Antrag einer Betreiberin gegen die Corona-Verordnung des Landes wurde abgelehnt, wie die Justizbehörde am Freitag mitteilte. 

Mit Blick auf das bisherige Infektionsgeschehen und die Wirkung der Maßnahmen seien Schließungen weiterhin als wichtiger Baustein im Kampf gegen das Coronavirus zu sehen, hieß es zur Begründung. (Az.: 13 MN 156/20) Einzige Ausnahme ist ein Studio in Bad Iburg im Kreis Osnabrück, das nach einem vorläufigen Beschluss des Verwaltungsgerichts Osnabrück öffnen darf (Az.: 3 B 23/20).

Gegen diese Öffnungen war das Land bereits mit einer Beschwerde vorgegangen, auch um Rechtssicherheit und eine einheitliche Regelung für ganz Niedersachsen zu erreichen. 

Das Sozialministerium sieht sich durch den OVG-Beschluss in seiner Argumentation bestätigt. "Damit bleiben Fitnessstudios in Niedersachsen bis auf Weiteres geschlossen", teilte ein Sprecher am Freitag mit.

Update, 15. Mai, 15.10 Uhr: Bußgeld von bis zu 2000 Euro für Tagestouristen in MV

Schwerin – Tagestouristen in Mecklenburg-Vorpommern droht ein Bußgeld von bis zu 2000 Euro, wenn sie unerlaubterweise ins Bundesland einreisen.

Die Spanne des Bußgeldes reiche von 150 bis 2000 Euro, teilte das Innenministerium auf Anfrage mit. Die Landespolizei werde weiterhin darauf achten, ob Touristen rechtmäßig im Bundesland sind. Ab wann Tagestouristen wieder in den Nordosten kommen dürfen, sei noch nicht absehbar, hieß es vom Wirtschaftsministerium.

Die Kontrollen dürften sich jedoch als schwierig erweisen in den kommenden Wochen. Vom 25. Mai an dürfen Touristen aus anderen Bundesländern wieder nach MV kommen, sofern sie ein Hotel oder eine Ferienwohnung gebucht haben. Familienbesuche sind bereits wieder möglich. Somit werden vermutlich viele Autos mit auswärtigen Kennzeichen im Bundesland unterwegs sein.

Update, 15, Mai, 15.07 Uhr: AfD scheitert mit Antrag gegen Maskenpflicht beim Einkaufen

Schwerin – Die AfD ist im Landtag mit einem Antrag zur Abschaffung der Maskenpflicht beim Einkauf gescheitert. 

Alle anderen Fraktionen stimmten am Freitag im Parlament gegen den Antrag. 

Die AfD hatte argumentiert, die Verpflichtung zum Tragen von Mund-Nase-Schutz sei willkürlich und die positive Wirkung nicht belegt.

Update, 15. Mai, 15 Uhr: Keine klimaschädlichen Förderungen in Corona-Krise

Hamburg – Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan hat angesichts der Corona-Pandemie vor einem Nachlassen im Kampf gegen den Klimawandel gewarnt.

"Wir beobachten weltweit und in Deutschland, dass die CO2-Emissionen wegen der Corona-Krise sinken. Darauf dürfen wir uns keinesfalls ausruhen", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Freitag zu den Beschlüssen der Umweltministerkonferenz in Wiesbaden. "Jetzt müssen erst recht die Weichen gestellt werden für eine klimafreundliche und nachhaltige Transformation unserer Wirtschaft".

Die zur Ankurbelung der Konjunktur vorgesehenen Milliardenhilfen müssten zugleich Klimaziele und Umweltschutz voranbringen. "So erreichen wir eine ökologische Lenkungswirkung», sagte Kerstan. «Klimaschädliche Förderungen darf es nicht geben."

Update, 15. Mai, 13.27 Uhr: Über 5000 bestätigte Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburger ist am Freitag um 36 auf 5009 gestiegen. 

Grund für den vergleichsweise starken Anstieg seien 24 Nachmeldungen aus den Vortagen der laufenden Woche, teilte die Gesundheitsbehörde am Freitag mit. 

Seit Donnerstag seien lediglich zwölf neue positive Tests hinzugekommen.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) könnten rund 4400 Infizierte inzwischen als genesen angesehen werden. Deshalb gehe die Gesundheitsbehörde aktuell von rund 380 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um einen auf 206. 

Das RKI zählte unverändert 228 Covid-19-Infizierte, die in Hamburg gestorben sind.

Update, 15. Mai, 12.12 Uhr: Norden bereitet sich auf große Öffnungswelle vor

Ab Montag können im Norden wieder zahlreiche Tourismus-Angebote öffnen.
Ab Montag können im Norden wieder zahlreiche Tourismus-Angebote öffnen.  © Carsten Rehder/dpa

Kiel - Das öffentliche Leben in der Corona-Krise kommt in Schleswig-Holstein wieder kräftiger in Gang. 

Von Montag an fallen unter strikten Auflagen zahlreiche Öffnungsverbote in Tourismus, Dienstleistungen und Freizeit weg. 

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte die Lockerungen in der vergangenen Woche angekündigt. Details erarbeitet die Regierung aus CDU, Grünen und FDP am Sonnabend. Alle Lockerungen sind an strenge Abstands- und Hygienevorgaben geknüpft. 

Auch darf sich die Infektionslage nicht deutlich verschlechtern. Vor diesem Hintergrund rief Günther die Bürger wiederholt eindringlich auf, die Regeln einzuhalten.

Update, 15. Mai, 11.50 Uhr: Länger Arbeitslosengeld für Schleswig-Holsteiner

Kiel - Wegen der Corona-Pandemie bekommen 16.200 Schleswig-Holstein länger Arbeitslosengeld. 

"Sie müssen von sich aus nichts weiter veranlassen", sagte die Chefin der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann, am Freitag. "Falls sie nach dem neuen Gesetz weiter Anspruch haben, erhalten sie ein Weiterbewilligungsschreiben."

Der Bundesrat hat am Freitag neben der Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auch einen längeren Anspruch auf Arbeitslosengeld beschlossen. 

Er soll wegen der derzeit schlechten Arbeitsmarktlage für all diejenigen um drei Monate verlängert werden, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember enden würde.

Update, 15. Mai, 11.09 Uhr: Fitnessstudio-Mitarbeiter demonstrieren für Öffnung

Schwerin - Rund 50 Mitarbeiter von Fitnessstudios haben am Freitag vor dem Schweriner Schloss für eine sofortige Öffnung der Betriebe im Nordosten demonstriert. 

Müssten die Fitnessstudios mit zusammen rund 140.000 Mitgliedern über den Mai hinaus geschlossen bleiben, drohten Insolvenzen noch in diesem Jahr, erklärten die Demonstranten.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) versprach den Demonstranten auf der Schlossbrücke, dass ihr Anliegen am Samstag bei einer großen Klausurtagung der Landesregierung mit Landräten und Oberbürgermeistern sowie der Wirtschaft besprochen werde. 

Thema der Klausurtagung ist das weitere Vorgehen des Landes bei der Rückkehr aus dem Corona-Lockdown. Dafür liegt ein "MV-Plan" als grober Fahrplan vor.

Update, 15. Mai, 9.59 Uhr: Ministerium legt Fahrplan für Schulen vor

Hannover - Niedersachsens Kultusministerium hat einen Fahrplan für die Rückkehr der Schüler vorgelegt. 

Die positive Entwicklung der Corona-Infektionszahlen mache es möglich, dass immer mehr Schüler wieder in die Schulen könnten, schrieb Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) in einem Brief an Schulleiter und Lehrer. 

Ende April hatten Abschlussklassen und Abiturienten den Anfang gemacht.

Die vierten und zwölften Klassen werden seit Anfang Mai wieder in der Schule unterrichtet. Am 18. Mai folgen dann die Schüler der Klassen drei, neun und zehn. 

Darüber hinaus sieht der Fahrplan dem Bericht zufolge vor: Die 11. Klasse kehrt am 25. Mai zurück, die 2., 7. und 8. Klasse am 3. Juni, und die 1., 5. und 6. Klasse am 15. Juni.

All dies geschehe "unter Corona-Bedingungen", erklärte ein Ministeriumssprecher. 

Demnach werden die Klassen geteilt, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Zu dem Fahrplan werde sich Tonne an diesem Freitag äußern, kündigte der Sprecher an.

Update, 15. Mai, 9.48 Uhr: 2988 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein offiziell gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist binnen 24 Stunden zuletzt um 5 Fälle gestiegen. 

Wie das Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel am Freitag auf seiner Homepage mitteilte, stieg die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie nachgewiesenen Infektionen am Donnerstag dennoch um 6 Fälle von 2982 auf 2988. 

Als Grund für die Differenz von einem Fall gibt das Institut nachträgliche Korrekturen an. Die Zahl der Todesfälle stieg um 1 auf 126 Fälle. 

Mit Stand Donnerstagabend waren im nördlichsten Bundesland weiterhin 43 Menschen in klinischer Behandlung. Etwa 2600 Corona-Infizierte seien mittlerweile genesen.

Update, 15. Mai, 9.12 Uhr: Corona-Telefon wird eingestellt

Studenten beantworten am Covid-19-Bürgertelefon im Rathaus die Fragen von Anrufenden.
Studenten beantworten am Covid-19-Bürgertelefon im Rathaus die Fragen von Anrufenden.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock - Das zu Beginn der Corona-Pandemie geschaltete Bürgertelefon der Stadt Rostock wird von Samstag an eingestellt. 

Zuletzt lag die Zahl der täglichen Anrufer nur noch bei etwa 60, wie die Stadt auf Anfrage mitteilte. Zeitweise waren es den Angaben zufolge etwa fünfmal so viele Anrufe täglich.

Die Fragen seien mittlerweile weniger spezifisch zur Corona-Lage in Rostock, sondern eher allgemeiner wie zu den Betreuungen in Kitas und Schulen. 

Anrufe würden in Rostock aber weiterhin über die Fachämter und die Stadt beantwortet, das eingerichtete Corona-Bürgertelefon werde jedoch eingestellt. Viele Studenten hätten beim Bürgertelefon geholfen, die jetzt wieder studieren müssten. 

In knapp zwei Monaten seien mehr als 6000 Anrufe eingegangen.

Update, 15. Mai, 7.40 Uhr: Urlauber wollen auf die Inseln

Wyk auf Föhr/Westerland - Die Fähren nach Föhr und Amrum sowie die Autozüge nach Sylt sind von Montag an gut ausgelastet. 

"Wir haben eine sehr stramme Anreise", sagte der Betriebsleiter der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.), Nick Obert. Bereits für die Fähren um 5 Uhr und 6.10 Uhr ab Dagebüll können keine Reservierungen für Fahrzeuge mehr entgegen genommen werden. 

Am Montag stellt die Reederei vom Sonderfahrplan auf den regulären Fahrplan um. "Die Leute wollen auf die Inseln und geben richtig Gas." Überfüllt werden die Fähren dennoch nicht sein. "Wir reden hier von Deckskapazitäten, nicht von Passagieren", sagte Obert mit Blick auf die vollen Autodecks.

Dass die Fähren am Montag und den Folgetagen für Fahrzeuge fast ausgebucht seien, liegt nach Angaben Oberts auch daran, dass viele Gäste, die schon vor längerer Zeit von diesem Wochenende an einen Urlaub gebucht hatten, auch erst von Montag an wieder auf die Insel dürfen. In der Woche drauf laufe es schon fast alles wieder normal.

Auch bei den Autozüge nach Sylt rechnen die Betreiber mit vielen Anreisen in den kommenden Tagen. 

Update, 15. Mai, 6.22 Uhr: Verbote und Kontrollen zu Himmelfahrt

Aurich - Väter und andere Ausflügler müssen sich an Christi Himmelfahrt während der Corona-Pandemie auf Kontrollen und mitunter besondere Verbote einstellen. 

Der Landkreis Aurich in Ostfriesland untersagt nächsten Donnerstag (21. Mai) in den Außenbereichen von Gaststätten und Restaurants, alkoholische Getränke auszuschenken oder zu verzehren. 

Laut der Allgemeinverfügung ist auch der Außer-Haus-Verkauf verboten. Der Landkreis argumentiert darin, dass sie Ziel vieler Fahrradtouren am Vatertag seien. Auch Autodiscos und andere Autoveranstaltungen sind an dem Tag verboten.

Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund hält besondere Verbote in diesem Jahr für ein geeignetes Mittel. "Gerade wenn man gewahr ist, dass es an einem Ort in den letzten Jahren ausgeufert ist, könnten sie in diesen besonderen Zeiten sinnvoll sein, damit Abstand gehalten wird", sagte Sprecher Thorsten Bullerdiek.

Im Kreis Stade kündigte die Polizei verstärkte Kontrollen an. Landrat Michael Roesberg (parteilos) erklärte: "Bollerwagentouren sollten in diesem Jahr nicht stattfinden!" Verbote gebe es aber nicht.

Update, 14. Mai, 21 Uhr: Rostocker Oberbürgermeister für eingeschränkten Schulregelbetrieb

Rostock – Der Rostocker Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) hat sich für einen eingeschränkten Regelbetrieb an den Schulen Mecklenburg-Vorpommerns bis zur sechsten Klasse ausgesprochen. "Der Unterricht sollte nicht - wie bisher geplant - abwechselnd tageweise erfolgen, sondern durchgehend montags bis freitags in festen Gruppen und mit festen Pädagoginnen und Pädagogen", sagte Madsen in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung.

Demnach plädiert Madsen dafür, die Jahrgangsstufen der ersten bis zur sechsten Klasse wieder in ihrer gewohnten Größe zu unterrichten, sagte ein Sprecher der Stadt. "Dabei gewährleisten wir nicht nur durchgehend ein pädagogisches Angebot für alle Schülerinnen und Schüler dieser Klassen, sondern entlasten auch die Eltern und ermöglichen ihnen wieder die Berufstätigkeit", betonte der Oberbürgermeister.

Die Pläne der Landesregierung sehen ein schrittweises Vorgehen bei den Schulen vor. Jeder Grundschüler soll von sofort an abwechselnd mindestens einen Tag pro Woche in die Schule gehen können.

Update, 14. Mai, 20.30 Uhr: Seemannsmission beendet Großeinsatz auf "Mein Schiff 3"

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" liegt am frühen Morgen im Hafen.
Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" liegt am frühen Morgen im Hafen.  © Sina Schuldt/dpa

Cuxhaven – Die Deutsche Seemannsmission hat ihren Einsatz auf dem Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" weitgehend beendet.

"Dieser Einsatz war eine große Herausforderung für uns und wir sind froh, dass alles so gut gelaufen ist", sagte Seemannsdiakon Martin Struwe am Donnerstag. Demnach war die Organisation mit sechs Personen vor Ort, weitere Mitarbeitende unterstützten die Arbeit und sorgten etwa für Nachschub an Telefonkarten. 

"An dem länger als eine Woche dauernden Großeinsatz nahmen Mitarbeitende der Deutschen Seemannsmission aus Cuxhaven, Bremerhaven, Stade und Hamburg sowie weitere Aktive des weltweiten Netzwerks der Deutschen Seemannsmission teil, beispielsweise aus Alexandria und Hong Kong", hieß es in einer Mitteilung der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.

Demnach war die Situation an Bord anfangs sehr angespannt. Das Team habe dann systematisch eine Beratung für die Schiffsführung aufgebaut. "Für die Seeleute an Bord sowie für die mit dem Coronavirus Infizierten im Krankenhaus wurde regelmäßige Betreuung organisiert", hieß es.

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" liegt seit dem 28. April in Cuxhaven. Wochenlang waren rund 2900 Besatzungsmitglieder von verschiedenen Schiffen der Tui-Cruises-Flotte an Bord. Nach einem Covid-19-Fall wurden alle Menschen getestet, acht weitere Infektionen wurden so erkannt. Wegen der Reisebeschränkungen war es lange nicht möglich, Crewmitglieder in ihre Heimatländer zu fliegen. 

Inzwischen konnte ein Teil von ihnen nach Hause reisen. Am Donnerstag waren nach Angaben einer Tui-Cruises-Sprecherin noch 1557 Personen an Bord. Ihr zufolge arbeitet der Konzern daran, allen eine baldige Rückreise zu ermöglichen. "Wir haben weiterhin große Herausforderungen, da manche Länder ihre eigenen Landsleute nicht einreisen lassen - aktuell ist das zum Beispiel Nicaragua", sagte Sprecherin Godja Sönnichsen. 

Nach Angaben der Kirche werden die an Bord verbliebenen Menschen sowie die Patienten im Krankenhaus weiter durch die Seemannsmission betreut.

Update, 14. Mai, 20.30 Uhr: 26 neue Corona-Fälle in Bremen

Bremen – Das Land Bremen meldete am Donnerstag mit Stand 14 Uhr 1132 bestätigte Fälle, 26 mehr als am Vortag. 

Als genesen gelten 677 Menschen (plus 28). Die Zahl der Todesfälle in Folge der Viruserkrankung blieb mit 36 unverändert. 

53 Corona-Patienten werden in Krankenhäusern behandelt, sechs von ihnen auf Intensivstationen.

Update, 14. Mai, 20.20 Uhr: Ungleichbehandlung von Fitnessstudios nicht gerechtfertigt

Unbenutzte Trainingsgeräte stehen in einem geschlossenen Fitnessstudio.
Unbenutzte Trainingsgeräte stehen in einem geschlossenen Fitnessstudio.  © Jonas Walzberg/dpa

Hamburg – Das Verwaltungsgericht Hamburg sieht in der coronabedingten weiteren Schließung von Fitness- und Sportstudios eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung gegenüber anderen Gewerben. 

Sie sei daher rechtsfehlerhaft, teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstagabend mit. Allerdings bedeutet die Entscheidung nicht, dass die Studios öffnen können. Den auf die Änderung der Coronavirus-Eindämmungsverordnung gerichteten Antrag habe das Verwaltungsgericht abgelehnt.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts verstößt die ausnahmslose Schließung von Fitness- und Sportstudios bei gleichzeitiger Öffnungsmöglichkeit von Übernachtungsangeboten, Gaststätten, Friseursalons, Kosmetik- und Nagelstudios oder Massagesalons voraussichtlich gegen den allgemeinen Gleichheitssatz, hieß es. 

Die Begründung Hamburgs zur Rechtfertigung der Ungleichbehandlung, in Fitnessstudios bestehe eine besondere Ansteckungsgefahr wegen des heftigen Atmens unter körperlicher Belastung und des damit verbundenen verstärkten Ausstoßes von Aerosolen, reicht nach der Entscheidung der zuständigen Kammer nicht aus, um eine ausnahmslose Schließung von Fitness- und Sportstudios in dieser Situation zu rechtfertigen, wie der Sprecher weiter erklärte. 

Die Stadt Hamburg habe nicht dargelegt, dass der Betrieb von Fitness- und Sportstudios auch bei der Anordnung strenger Auflagen ein höheres Infektionsrisiko beinhalte als der Betrieb von Friseurläden, Dienstleistungsbetrieben der Körperpflege oder Gaststätten.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 14. Mai, 18.57 Uhr: Jüngere Schüler halten sich mehr an Corona-Regeln als ältere

Ties Rabe (SPD), Senator für Schule und Berufsbildung in Hamburg.
Ties Rabe (SPD), Senator für Schule und Berufsbildung in Hamburg.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – In der Corona-Krise halten sich jüngere Schüler nach Worten von Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) überraschenderweise besser an Hygiene- und Abstandsregeln als ältere Schüler. 

Man habe erwartet, dass sich ältere Schüler mehr an die Vorgaben halten würden als jüngere - aber es sei genau umgekehrt, sagte der Senator am Donnerstagabend im Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft zur Bewältigung der Corona-Krise. 

"Die Rückmeldungen aller Schulen zeigen, dass die Kleinen zwar ab und zu unaufmerksam sind und dabei die Regeln verletzen, dass sie sie aber akzeptieren und einhalten wollen." Je älter die Schüler seien, desto weniger ernst würden sie diese Fragen nehmen.

"Was uns ein bisschen verwundert, denn wir haben wochenlang Zuschriften von Eltern bekommen, die uns immer wieder angespornt haben, die Hygieneregeln noch ein Stückchen schärfer zu fassen - und sehen jetzt ein bisschen selber mit Sorge, dass deren Kinder sich daran überhaupt nicht halten", berichtete Rabe. Inzwischen seien Lehrkräfte abgestellt, um an den Bushaltestellen vor der Schule aufzupassen. "Weil es dort zu großen Verbrüderungsszenen kommt - und das ist leider immer eine Frage der Älteren."

Ab dem 25. Mai sollen alle Schüler in Hamburg wenigstens einmal pro Woche mindestens fünf oder sechs Unterrichtsstunden in der Schule bekommen. Bisher hatten die Schulen ihre Türen nur Schülern der Abschlussklassen, der 4. Grundschulklassen sowie der Klassenstufen 6 und 11 der Gymnasien und der Klassenstufe 12 der Stadtteilschulen geöffnet.

Update, 14. Mai, 18.36 Uhr: Mindestens neun Schlachthofmitarbeiter werden aus Quarantäne entlassen

Itzehoe – Mindesten neun der in Kellinghusen im Kreis Steinburg untergebrachten Schlachthofmitarbeiter sollen am Freitag aus der Corona-Quarantäne entlassen werden. 

Voraussetzung sei, dass sie seit mindestens 48 Stunden symptomfrei seien, sagte Landrat Torsten Wendt am Donnerstag. Das werde durch eine ärztliche Untersuchung bestätigt. Erst nach dieser Untersuchung werde die Quarantäne aufgehoben, sagte Wendt.

Ein Sprecher des Schlachthofbetreibers Vion sagte, die Mitarbeiter würden in Absprache mit den Gesundheitsbehörden in anderen Quartieren untergebracht. Die zumeist rumänischen Werkvertragsmitarbeiter sind bei einem externen Dienstleister von Vion angestellt.

Am Montag hatte Vion dem Kreis mit einer Klage gedroht, sollten negativ getestete Bewohner der Unterkunft nicht aus der Quarantäne entlassen werden. Diese Klage sei nach konstruktiven Gesprächen mit den zuständigen Behörden vom Tisch, sagte der Sprecher am Donnerstag. Die Unterkunft der Arbeiter war unter Quarantäne gestellt worden, nachdem bei einer einer hohen Zahl der Bewohner eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus festgestellt worden war.

Nach Angaben des Kreises Steinburg gibt es derzeit im Kreis noch 90 positiv bestätigte Covid-19-Fälle, davon 81 bei Angestellten aus der Fleischindustrie.

Update, 14. Mai, 18.34 Uhr: Staatssekretär im Corona-Sonderausschuss: Mehr Tests, weniger Fälle

Hamburg – Im Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft zur Corona-Krise hat Gesundheitsstaatssekretär Matthias Gruhl die jüngsten geringen Zahlen positiv Getesteter als außerordentlich erfreulich bezeichnet. 

"Die Zahlen sinken permanent weiter", sagte er am Donnerstag im Rathaus. "Wir sind jetzt seit zwei Tagen im einstelligen Bereich." Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger war seit Mittwoch um 6 auf 4973 gestiegen. Gleichzeitig werde mehr getestet, betonte Gruhl. "Wir haben letzte Woche die höchsten Testzahlen gehabt, die wir je gehabt haben."

Das sei eine tolle Entwicklung, betonte Gruhl. "Jeden Tag, wenn die Zahlen so niedrig sind, mache ich einen kleinen Jauchzer." Der Staatssekretär erinnerte daran, dass "Hamburg mal ein Hotspot in Deutschland war". "Wir sind inzwischen weit im hinteren Mittelfeld gelandet mit unseren Zahlen." Nun müsse man abwarten, wie sich die nun erfolgte "zweite Lockerungswelle" auswirke - in frühesten zwei Wochen werde man mehr wissen.

Der Sonderausschuss tagt in der Regel alle zwei Wochen. Er soll die Bewältigung der Krise parlamentarisch begleiten, solange noch nicht alle Fachausschüsse eingesetzt sind. Die Bürgerschaft war am 23. Februar gewählt worden. Wahlsieger SPD und Grüne verhandeln zurzeit über die Bildung einer Koalition.

Update, 14. Mai, 17.40 Uhr: Drei positive Corona-Testergebnisse im Schlachthof Husum

Husum – Der Kreis Nordfriesland hat am Donnerstag drei neue Corona-Fälle gemeldet. Sie stammen aus dem Umfeld des Schlachthofes Husum, wie der Kreis mitteilte. 

"Alle drei Personen zeigen nur leichte Symptome. Wir haben für sie und 32 weitere Kontaktpersonen häusliche Quarantäne angeordnet" sagte Landrat Florian Lorenzen. Insgesamt wurden im Zusammenhang mit dem Husumer Schlachthof rund 340 Personen getestet. Sie gehören teils zur Stammbelegschaft des Betriebes, teils zu Subunternehmen. Auch 29 Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramtes sind darunter, weil sie für die Kontrolle der Fleischhygiene auf dem Schlachthof verantwortlich sind.

Nur fünf Testergebnisse stehen noch aus. "Wir sind beruhigt, denn nach den Meldungen aus dem Süden des Landes hatten wir deutlich höhere Zahlen befürchtet", sagte die Leiterin des Gesundheitsamtes, Antje Petersen. Das Land hatte am 8. Mai angeordnet, die Belegschaften aller großen Schlachthöfe in Schleswig-Holstein testen zu lassen. Hintergrund waren die vielen Corona-Fälle im Umfeld eines Schlachthof in Bad Bramstedt.

Der Betrieb auf dem Schlachthof in Husum kann weiterlaufen. Dies ist den Angaben zufolge das Ergebnis einer vollständigen Begehung durch Gesundheitsamt und Veterinäramt.

Update, 14. Mai, 17.30 Uhr: Eine weitere Corona-Infektion in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock hat einen weiteren nachgewiesenen Fall einer Corona-Neuinfektion in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. 

Damit habe sich die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 740 erhöht, teilte das Lagus am Donnerstag (15 Uhr) mit. 682 von ihnen gelten als genesen. Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. In Krankenhäusern mussten 106 Menschen behandelt werden, 17 davon auf einer Intensivstation.

In den Laboren in MV, die auch alle Corona-Tests aus den Abstrichzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städte auswerten, wurden bislang mehr als 41.400 Corona-Tests analysiert.

Update, 14. Mai, 17.28 Uhr: Vermieter sollen verbotene Einreisen mitverhindern

Schwerin – Nach der Öffnung des Landes für Urlauber aus Deutschland vom 25. Mai an sieht die Schweriner Landesregierung die Vermieter in der Pflicht, dass Gäste aus bestimmten Landkreisen nicht einreisen dürfen. 

In der jüngsten Änderung der "Verordnung zum dauerhaften Schutz gegen das neuartige Coronavirus" heißt es, dass es untersagt sei, Gäste aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt aufzunehmen, in der die Zahl der registrierten Neuinfektionen die Marke von 50 pro 100.000 Einwohnern übersteigt. "Die Betreiber sind verpflichtet, die Gäste spätestens am Tag vor der Anreise darauf hinzuweisen und dies zu dokumentieren, falls (...) eine Beherbergung nicht möglich ist."

Der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, sieht angesichts dieser Lösung Probleme auf die Betreiber von Unterkünften zukommen. "Die Telefone glühen heiß." Es gebe Unmut darüber, dass die Verantwortung an die Betreiber abgegeben werde. 

Auch gehe es um die Frage, wie die Vermieter die Ausschlüsse feststellen können. Es gebe zwar die Idee, dass die betreffenden Postleitzahlen täglich aktualisiert veröffentlich werden. Doch eine entsprechende Regelung gebe es noch nicht, sagte Woitendorf.

Update, 14. Mai, 17.27 Uhr: Corona-Krise sorgt für historischen Steuereinbruch

Schwerin – Nach Jahren kräftig steigender Steuereinnahmen steht Mecklenburg-Vorpommern in Folge der Corona-Krise ein historischer Einbruch bevor.

 Für das laufende Jahr wurden nach der jüngsten Steuerschätzung die Einnahmeerwartungen für das Land um eine Milliarde auf nun rund 5,8 Milliarde Euro gesenkt. "Leider sind unsere pessimistischen Annahmen noch einmal übertroffen worden", konstatierte Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) am Donnerstag in Schwerin. 

Für 2021 müssten die Einnahmeerwartungen um 700 Millionen Euro reduziert werden. Damit fehlen im bereits beschlossenen Doppelhaushalt für 2020/2021 voraussichtlich 1,7 Milliarden Euro. Das sind knapp zehn Prozent der für beide Jahre geplanten Ausgaben.

Update, 14. Mai, 17.24 Uhr: Fußball-Saisons in Bremen sollen abgebrochen werden

Bremen – Der Bremer Fußball-Verband (BFV) will die Liga-Spielzeiten im Amateurbereich wegen der Coronavirus-Pandemie abbrechen. 

In einer Videokonferenz hätten sich 89,5 Prozent der anwesenden Vereine für einen Abbruch der Saison 2019/20 ausgesprochen, teilte der Verband am Donnerstag mit. Sieben Prozent hätten für eine Fortsetzung nach den Sommerferien votiert. Der Abbruch soll nicht für die Pokalwettbewerbe der Männer, Frauen und A-Junioren gelten.

Der BFV unterbreitete seinen Clubs auch einen Vorschlag zur Wertung der Saison. Demnach soll ein Quotient aus zum Zeitpunkt des Abbruchs erzielten Punkten und der Anzahl der ausgetragenen Spiele gebildet werden und bei gleichem Quotienten das Torverhältnis entscheiden. Es soll zwar Aufsteiger geben, aber keine Absteiger. Eine Ausnahme sind Mannschaften, die bereits vor der Einstellung des Spielbetriebs zurückgezogen oder gestrichen wurden.

Am 4. Juni soll ein außerordentlicher Verbandstag stattfinden. Dort sollen die rechtlichen Grundlagen für den Abbruch beschlossen werden.

Update, 14. Mai, 17.23 Uhr: 11.075 bestätigte Coronavirus-Fälle in Niedersachsen

Hannover – Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.075 gestiegen. 

Das sind 62 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Donnerstag mit Stand 13 Uhr mitteilte. Laut Hochrechnung sind 9154 Menschen wieder genesen, das entspricht 82,7 Prozent der bestätigten Fälle. 537 Menschen sind nach einer Infektion gestorben. 

In den niedersächsischen Kliniken werden derzeit 470 Infizierte behandelt, davon 99 intensivmedizinisch. 62 Erwachsene auf den Intensivstationen werden beatmet.

Update, 14. Mai, 16 Uhr: Ausbruch in Pflegeeinrichtung in Rümpel beendet

Rümpel – In der Pflegeeinrichtung Wohnpark Rolfshagen in Rümpel (Kreis Stormarn) hat es keine weiteren Corona-Fälle mehr gegeben. 

Die Quarantäne für alle positiv getesteten Mitarbeiter sei mittlerweile aufgehoben worden, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Donnerstag im Sozialausschuss des Landtags. "Offiziell gilt damit der Ausbruch als beendet."

Anfang April waren in der Einrichtung für Demenz-Erkrankte 58 Bewohner und 24 Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet werden. In der Folgezeit waren im Zusammenhang mit Covid-19 insgesamt 16 Bewohner gestorben.

Update, 14. Mai, 15.11 Uhr: Insel-Unternehmer wollen Systemrelevanz für Tourismusmitarbeiter

Wyk auf Föhr – Die Unternehmer auf den Inseln Föhr, Amrum und Sylt sprechen sich dafür aus, Mitarbeiter der Tourismusbranche als systemrelevant anzuerkennen. 

Man sei sehr dankbar, den Tourismus auf den Inseln wiederhochfahren zu dürfen und freue sich darauf, die Tourismuswirtschaft wieder anzukurbeln, schreibt der Verein Föhr Amrumer Unternehmer in einem Brief an Bildungsministerin Karin Prien (CDU). 

Allerdings bringe das die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit kleineren Kindern in Schwierigkeiten, solange die Kitas und Schulen noch nicht wieder den normalen Betrieb aufgenommen hätten. Auch der Verein Sylter Unternehmer und der Dehoga Sylt gehören zu den Unterzeichnern.

In die Notbetreuung in Kitas und Schulen dürfen Kinder von berufstätigen Alleinerziehenden gehen oder Kinder bei denen ein Elternteil in einem Bereich arbeitet, der für die Aufrechterhaltung kritischer Infrastrukturen notwendig ist. 

Mitarbeiter der Hotellerie, Gastronomie, im Einzelhandel, den Vermittlungsagenturen und Freizeitanbietern gehören nicht dazu. "Das obwohl unsere Inseln an dem Umsatz der Wirtschaft in Schleswig-Holstein einen nicht ganz unerheblichen Teil dazu beitragen!", heißt es in dem Brief weiter.

Update, 14. Mai, 14.43 Uhr: Experte hält drastischen Rückgang des Seehandels für möglich

Hamburg – Der globale Seehandel könnte nach einem pessimistischen Szenario des renommierten Beratungs- und Forschungsunternehmens Clarkson Research stark abnehmen. 

Im schlimmsten Fall komme es zu einer ausgedehnten Rezession mit einem Rückgang des Seehandels um 17 Prozent bis 2024, sagte Martin Stopford, Präsident von Clarkson Research, am Donnerstag bei einer Online-Konferenz.

Das sei allerdings die schlechteste von drei Varianten, die nach der Corona-Krise möglich seien. Unter günstigeren Annahmen nehme der Seehandel ab 2023 wieder zu und wachse um 3,2 Prozent. Im mittleren Szenario komme es in den kommenden vier Jahren zu einem leichten Rückgang und anschließend setze ein Wachstum von 2,2 Prozent ein.

Stopford äußerte sich auf einer Veranstaltung im Vorfeld der internationalen Schiffbau-Messe SMM, die eigentlich für September geplant war. 

Sie soll nun im Februar 2021 in Hamburg stattfinden. "Die überwiegende Mehrheit der Aussteller zieht bei dem neuen Termin mit", sagte Messechef Bernd Aufderheide. "Das bestärkt uns darin, richtig gehandelt zu haben."

Update, 14. Mai, 14.35 Uhr: Timmendorfer Strand wirbt für touristischen Neustart

Fußgänger und Radfahrer sind auf der Strandpromenade in Niendorf unterwegs.
Fußgänger und Radfahrer sind auf der Strandpromenade in Niendorf unterwegs.  © Gregor Fischer/dpa

Timmendorfer Strand – Mit Willkommensangeboten unter dem Motto "#StrandinSicht" will das Ostseebad Timmendorfer Strand den Tourismus wieder hochfahren. 

Dazu werde man in einem ersten Schritt den Hotels, Geststätten und Einzelhändlern im Ort einheitlich gestaltete Plakate mit den aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln sowie Aufkleber, Türanhänger und Willkommensgrüße zur Verfügung stellen, sagte der Tourismuschef von Timmendorfer strand, Joachim Nitz, am Donnerstag.

«Der Wiedereinstieg nach Lockerung der Corona-Maßnahmen erfordert Fingerspitzengefühl», sagte Nitz. Deshalb werde man im ersten Schritt nicht in den großen Quellmärkten wie Nordrhein-Westfalen und Hamburg werben, sondern zunächst in der engeren Umgebung. «Uns sind aber alle Gäste willkommen, ob Übernachtungsgäste oder Tagesausflügler», sagte er.

Angesichts der aktuellen Buchungslage geht der Chef der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH davon aus, dass ab dem nächsten Donnerstag die Reisewelle rollen wird. Zugangsbeschränkungen, wie sie von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) ins Spiel gebracht worden waren, hält Nitz nur für das «allerletzte Mittel».

Für den Fall der Fälle gebe es in Timmendorfer Strand aber Überlegungen, bestimmte Strandabschnitte online buchbar zu machen, um Besucherströme lenken zu können, sagte Nitz. "Für Mai und Juni sind wir bereits gut gebucht, und auch für die Ferienzeit gibt es schon viele Anfragen", sagte Nitz.

Update, 14. Mai, 14.12 Uhr: Hamburg beteiligt sich an Bonus für Altenpflegekräfte

Hamburg - Als Anerkennung für ihre Leistungen stockt Hamburg der geplanten Corona-Bonus für Pflegekräfte auf. 

Am Freitag werde der Bundesrat eine steuer- und abgabenfreie Sonderzahlung von bis zu 1500 Euro für Pflegekräfte in der Altenpflege beschließen, teilte der Senat am Donnerstag mit. 

Der Bonus solle zu zwei Dritteln von den Pflegekassen und zu einem Drittel von den Ländern oder Arbeitgebern finanziert werden. In Hamburg hätten rund 25.400 Beschäftigte in der Altenpflege einen Anspruch. Insgesamt werde sich die Stadt mit rund 8,2 Millionen Euro beteiligen, die aus den Corona-Mitteln des Haushalts zur Verfügung gestellt werden sollen.

"Ohne engagierte Pflegekräfte würden wir die Corona-Pandemie nicht bewältigen", erklärte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). 

"Gerade die Beschäftigten in der Altenpflege leisten zurzeit Großartiges im Dienst für die besonders schutzbedürftigen Menschen in unserer Stadt."

Update, 14. Mai, 14 Uhr: Verwaltungsgericht hält Quarantänepflicht für rechtswidrig

Hamburg - Das Verwaltungsgericht Hamburg hält die pauschale Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer nach vorläufiger Prüfung für rechtswidrig. 

Einem Eilantrag einer Privatperson gegen die Coronavirus-Eindämmungsverordnung der Stadt sei deshalb stattgegeben worden, teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstag mit. Bei dem Antragsteller handele es sich um einen Hamburger, der am 7. Mai nach einem mehrwöchigen Aufenthalt aus Schweden zurückgekehrt sei. Seinen Antrag, von der Pflicht zur 14-tägigen Quarantäne entbunden zu werden, hatte die Stadt abgelehnt.

Laut Eindämmungsverordnung sind alle aus dem Ausland nach Hamburg einreisenden Personen verpflichtet, sich unverzüglich für zwei Wochen in häusliche Isolation zu begeben. 

Ausnahmen sind nur für besondere Berufsgruppen vorgesehen. Der Antragsteller hatte geltend gemacht, dass er sich in einer abgelegenen Region Schwedens mit nur wenigen Infektionsfällen aufgehalten habe und somit keinem besonderen Ansteckungsrisiko ausgesetzt gewesen sei.

Nach Ansicht des Gerichts hätte dies bei der Entscheidung der Stadt berücksichtig werden müssen.

Update, 14. Mai, 12.57 Uhr: Sars-Cov-2 befällt mehrere Organe

Ein Schild weist den Weg zum Haupteingang des UKE.
Ein Schild weist den Weg zum Haupteingang des UKE.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Das neuartige Corona-Virus befällt laut einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) neben der Lunge auch zahlreiche andere Organe. 

"Sars-CoV-2, das neuartige Corona-Virus, ist nicht nur ein Lungenvirus, sondern ein Multiorganvirus", sagte der Leiter der Studie, Tobias Huber, am Donnerstag in Hamburg. 

Das hätten Untersuchungen von 27 an Covid-19 gestorbenen Patienten gezeigt. Das am zweithäufigsten betroffene Organ seien die Nieren, "nicht selten bis hin zum totalen Organausfall". 

Außerdem habe man den Erreger in Herz, Leber, Gehirn und Blut nachweisen können. Die höchsten Konzentrationen hätten sich aber in den Zellen der Atemwege gefunden.

Update, 14. Mai, 11.59 Uhr: Erster Corona-Fall bei Häftling in Niedersachsens Justizvollzug

Delmenhorst - Erstmals ist in einer niedersächsischen Justizvollzugsanstalt ein Häftling positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Es handele sich um einen Gefangenen der JVA Vechta, der in einer offenen Vollzugseinheit in Delmenhorst untergebracht und dort nun isoliert worden sei, teilte das Justizministerium am Donnerstag in Hannover mit. Der Mann sei Freigänger und gehe einer Erwerbstätigkeit außerhalb der JVA nach. 

Der Arbeitgeber habe ihn zuvor informiert, dass ein Kollege an Covid-19 erkrankt sei.

In der Abteilung Delmenhorst sind zwölf Gefangene in drei Wohngruppen untergebracht und acht Bedienstete im Einsatz. Alle wurden getestet. 

Bis zur Vorlage der Ergebnisse bleiben die Gefangenen in Quarantäne in ihren Hafträumen und die Bediensteten in häuslicher Quarantäne. Die Grundversorgung der Gefangenen übernehmen Beamte aus der JVA Vechta. 

Alle Gefangenen und Bediensteten seien wohlauf und zeigten keine einschlägigen Symptome, hieß es.

Update, 14. Mai, 11.53 Uhr: Sechs weitere Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Mittwoch um 6 auf 4973 gestiegen. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4400 oder mehr als 85 Prozent inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 350 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger lag nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bei 205, 2 mehr als noch am Mittwoch. 

Das RKI zählte 228 Covid-19-Infizierte, die in Hamburg gestorben sind - 5 mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 89 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, 11 weniger als am Vortag. 

Davon wurden 36 schwer Erkrankte auf Intensivstationen behandelt, 4 weniger als am Mittwoch.

Update, 14. Mai. 9.50 Uhr: Sieben neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein offiziell gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist binnen 24 Stunden zuletzt um 7 Fälle gestiegen. 

Wie das Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel am Donnerstag auf seiner Homepage mitteilte, stieg die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie nachgewiesenen Infektionen am Mittwoch dennoch um 11 Fälle von 2971 auf 2982. 

Als Grund für die Differenz von 4 Fällen gibt das Institut nachträgliche Korrekturen an. Die Zahl der Todesfälle blieb bei 125. Mit Stand Mittwochabend waren im nördlichsten Bundesland 43 Menschen in klinischer Behandlung. 

Das waren 3 weniger als einen Tag zuvor. Etwa 2500 Corona-Infizierte seien mittlerweile genesen.

Update, 14. Mai, 6.20 Uhr: Norden hofft auf Tourismus-Sommer

Ein Paar sitzt vor zwei Reihen geschlossener Strandkörbe am Strand in Scharbeutz.
Ein Paar sitzt vor zwei Reihen geschlossener Strandkörbe am Strand in Scharbeutz.  © Gregor Fischer/dpa

Kiel/Rostock/Emden - Auf den entscheidenden Sommer blickt die Tourismusbranche in der Corona-Krise mit einem Mix aus Bangen und Hoffen. An Nord- und Ostsee gilt das besonders, denn die Abhängigkeit von Urlaubern ist enorm.

Im Ranking der deutschen Urlauberziele liegt Mecklenburg-Vorpommern bei längeren Reisen auf Platz 1, Schleswig-Holstein nach Bayern auf 3 und Niedersachsen auf 4. Hotspots wie Rügen, Usedom und Darß, Sylt, Amrum und Lübecker Bucht, Norderney, Borkum und Wangerooge stehen hoch im Kurs. Doch wie viele Urlauber dürfen im Sommer überhaupt jeweils kommen? Einheitliche Vorgaben gibt es bisher nicht.

Bei Reisen von mindestens fünf Tagen hatten in Deutschland die drei Küstenländer laut Kieler Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) zuletzt einen Anteil von fast 50 Prozent. 

Von 18,7 Millionen Inlandsreisen von Urlaubern ab 14 Jahren führten im vergangenen Jahr 19 Prozent nach MV, 16 Prozent nach SH, 13 Prozent nach Niedersachsen. Von 175,5 Millionen Übernachtungen entfielen 37,8 Millionen auf MV, 32,6 Millionen auf SH und 21,6 Millionen auf Niedersachsen.

Die Zahlen machen deutlich, wie schmerzhaft die in der Corona-Krise verhängten Reiseverbote an Nord- und Ostsee sind. Dem Nordosten fehlten die Gäste aus Berlin und Sachsen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen ganz besonders die Urlauber aus Nordrhein-Westfalen. 

"Es sieht sehr düster aus für die Branche", sagte vor den Lockerungen Dehoga-Hauptgeschäftsführer Stefan Scholtis. Erst die nächsten Wochen würden zeigen, wie viele Betriebe den Stillstand überleben. Bisher hält sich die Befürchtung, bis zu 30 Prozent der 5000 Hotel- und Gaststättenbetriebe könnten "sterben". 

Die Branche fordert weitere Lockerungen, zum Beispiel für größere Familienfeiern.

Update, 13. Mai, 20.34 Uhr: Corona-Sonderausschuss debattiert über Soziales und Schulen

Hamburg – Der zur Bewältigung der Corona-Krise eingesetzte Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft will am Donnerstag (1700) über die Themen Soziales und Schulen debattieren. 

Das am 22. April eingesetzte Gremium besteht aus 20 Mitgliedern, nahm seine Arbeit am 30. April auf und tagt in der Regel alle zwei Wochen. Er soll die Bewältigung der Krise parlamentarisch begleiten, solange noch nicht alle Fachausschüsse eingesetzt sind. 

Die Bürgerschaft war am 23. Februar gewählt worden. Wahlsieger SPD und Grüne verhandeln zurzeit über die Bildung einer Koalition.

Update, 13. Mai, 20.15 Uhr: Erneut Covid-19-Krebspatient im UKE gestorben

Hamburg – Nach mehreren nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im hochsensiblen Bereich der Krebsstationen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist eine weiterer Patient gestorben. 

Der 74 Jahre alte Leukämie-Patient habe eine Covid-19-Infektion gehabt und sei Mittwochmittag auf der Intensivstation nach einer langjährigen Krebserkrankung und erfolgter Stammzelltransplantation gestorben, teilte das Klinikum mit. Nun müsse untersucht werden, ob Covid-19 ursächlich für den Tod des Mannes gewesen sei.

Anfang April war bekannt geworden, dass sich rund 20 Mitarbeiter und etwa 20 schwer kranke Patienten auf Krebsstationen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatten. Insgesamt sieben der Patienten sind nach UKE-Angaben inzwischen gestorben. Bereits Ende April hat die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen der Infektionen Ermittlungen aufgenommen. 

Sie beträfen Verantwortliche der Klinik und eine Reinigungskraft. Zuvor waren zwei Strafanzeigen eingegangen. Nach einer ersten Prüfung sei ein Anfangsverdacht bestätigt worden.

Update, 13. Mai, 18.07 Uhr: Vier neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock hat vier weitere nachgewiesene Fälle von Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. 

Damit habe sich die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle auf 739 erhöht, teilte das Lagus am Mittwoch (16 Uhr) mit. 677 von ihnen gelten als genesen. Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb bei 20. In Krankenhäusern mussten 105 Personen behandelt werden, 17 davon auf einer Intensivstation.

Konstant blieb auch die Infektionsrate von 45 pro 100.000 Einwohnern, die bundesweit niedrigste. Der deutsche Schnitt liegt bei 206, Bayern als das am schwersten betroffenen Bundesland weist eine Rate von 342 Infizierten pro 100.000 Einwohner auf. 

In den Laboren in MV, die auch alle Corona-Tests aus den Abstrichzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städte auswerten, wurden bislang mehr als 40 300 Corona-Tests analysiert.

Update, 13. Mai, 17.58 Uhr: Zwei neue Corona-Infektionen im Schlachthof-Umfeld

Bad Segeberg – Im Kreis Segeberg gibt es zwei neue bestätigte Covid-19-Infektionen. Bei einer Person ist die Infektionsquelle nach Angaben des Kreises unbekannt, die andere war am Betriebsablauf des Vion-Schlachthofs in Bad Bramstedt beteiligt. 

Damit seien insgesamt 49 Menschen rund um den Schlachthof in Bad Bramstedter positiv auf das neuartige Virus getestet, sagte eine Kreissprecherin am Mittwoch. 43 davon sind unmittelbar am Betriebsablauf beteiligt, bei sechs Infizierten handelt es sich den Angaben zufolge um Kontaktpersonen der Infizierten. Bereits am Dienstag war das Virus bei drei Kontaktpersonen von Schlachthofmitarbeitern nachgewiesen worden.

Insgesamt sind im Kreis Segeberg 294 Menschen infiziert, 223 davon sind wieder genesen. Aktuell befinden sich noch 336 Personen in Quarantäne, 888 sind bereits wieder aus dieser entlassen. Drei Menschen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Update, 13. Mai, 17.36 Uhr: Schwerin öffnet Jugendfreizeiteinrichtungen

Schwerin – Die Landeshauptstadt Schwerin öffnet am Donnerstag wieder seine Jugendfreizeiteinrichtungen - wenn auch mit Einschränkungen. 

Die Treffs und Angebote sollen schrittweise wieder aufmachen, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Wiedereröffnung sei wichtig, denn die langwierige angeordnete Isolation könne Kinder und Jugendliche stark verunsichern und psychisch sehr belasten. 

Zunächst dürften maximal zehn Kinder und Jugendliche unter Einhaltung des Mindestabstands an einem Projekt teilnehmen. Es gehe um Angebote wie Kinder- und Jugendtreffs, die Jugendmedienbildung oder die Straßensozialarbeit.

Update, 13. Mai, 17.16 Uhr: Dräger kontrolliert Mitarbeiter und Besucher mit Fieberkanera

Lübeck – Der Lübecker Medizintechnikhersteller Dräger kontrolliert die Körpertemperatur von Mitarbeiters und Besuchern mit einer berührungslosen Fieberkamera. 

Als systemrelevantes Unternehmen müsse Dräger seine Produktion fortlaufend sicherstellen, sagte Vorstandschef Stefan Dräger am Mittwoch. Deshalb habe das Unternehmen am Eingang eine Thermalkamera installiert, die mit Hilfe modernster Sensorik das Gesicht abtaste und in Sekundenschnelle die Körpertemperatur ermittle.

Die Kamera wurde nach Angaben des Herstellers, der Hamburger Firma Dermalog, ursprünglich für die Gesichtserkennung entwickelt. Sie ist unter anderem auch beim Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), dem Pflegewohnanlagen-Betreiber Katharinenhof und beim Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen sowie weltweit beim Zugang zu Geschäften, Büros, Produktionshallen, Sportstätten, Veranstaltungen, Seniorenheimen und Krankenhäusern im Einsatz.

Update, 13. Mai, 17.11 Uhr: Miniatur-Wunderland wagt den Neuanfang

Frederik (r) und Gerrit Braun, Gründer und Geschäftsführer des Miniatur Wunderland stehen mit Mundschutz hinter dem Model der Elbphilharmonie.
Frederik (r) und Gerrit Braun, Gründer und Geschäftsführer des Miniatur Wunderland stehen mit Mundschutz hinter dem Model der Elbphilharmonie.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Nach wochenlanger Schließung wegen der Corona-Pandemie will das Miniatur-Wunderland in Hamburg langsam wieder für Besucher öffnen. 

Nach einem Testlauf am Mittwoch mit 200 Besuchern können Eisenbahnfans die größte Modelleisenbahn der Welt vom 20. Mai an wieder besichtigen. "Wir haben uns entschieden, das Miniatur-Wunderland wieder für 200 Gäste gleichzeitig zu öffnen", sagte Frederik Braun am Mittwoch in Hamburg. 

Mit 1,4 Millionen Besuchern im Jahr zählt das Miniatur-Wunderland neben dem Tierpark Hagenbeck zu den größten Touristenattraktionen der Hansestadt. Zur Zeit macht das Wunderland jeden Monat 480.000 Euro Verlust.

Normalerweise dürfen sich die Besucher auf dem 2500 Quadratmeter großen Gelände frei bewegen. Das ist unter Einhaltung der Abstandsregeln von mindestens 1,5 Metern nicht mehr möglich. 

Daher haben sich die Mitarbeiter die "Wunderländer Straßenverkehrs-Ordnung" ausgedacht - erstellt mit verschiedenfarbigem Klebeband und hunderten Verkehrszeichen: Die gelben Flächen dürfen zum Überholen benutzt werden, wenn sich keine Besucher auf der gegenüberliegenden Straßenseite befinden. Die roten Flächen sind nur von einer haushaltsnahen Gruppe gleichzeitig zu betreten.

An besonders engen Stellen wurden durchsichtige Stellwände aufgestellt. "Wir haben größtenteils Zuspruch bekommen", kommentierte Braun den Testlauf. Er hoffe nun, dass nach und nach immer mehr Besucher ins Miniaturwunderland kommen können. Wann die 350 Mitarbeiter an neuen Ausstellungsabschnitten weiterbauen können, ist jedoch noch offen - wahrscheinlich erst im Frühjahr wieder.

Update, 13. Mai, 17.09 Uhr: Ironman Hamburg soll am 6. September stattfinden

Hamburg – Der Ironman Hamburg soll nun am 6. September stattfinden. 

Das teilte die Triathlon-Serie am Mittwoch mit. Das Rennen über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen war ursprünglich für den 21. Juni geplant gewesen. Wie praktisch alle anderen Triathlon-Wettbewerbe auch, hatte der Ironman in Hamburg wegen der Corona-Pandemie zunächst abgesagt werden müssen.

Nun soll es am ersten September-Wochenende zu einem riesigen Triathlon-Event kommen. Denn am 5. September sollen die Rennen der World Triathlon Series in Hamburg stattfinden. 

Noch offen ist, ob und wann die Ironman-EM in Frankfurt/Main nachgeholt wird, die für den 28. Juni geplant gewesen war.

Update, 13. Mai, 16.20 Uhr: Niedersachsen will keinen Sonderweg bei Quarantäne nach Auslandsreise

Hannover – Nach der Aufhebung der Quarantänepflicht für Einreisende aus dem Ausland durch das niedersächsische Oberverwaltungsgericht will das Land keinen Sonderweg gehen. 

Beratungen von Bund und Ländern zur Fortdauer und Form einer Quarantänepflicht für Menschen, die nach einer Auslandsreise nach Deutschland zurückkehren oder von dort einreisen, sollten abgewartet werden, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums am Mittwoch in Hannover. Das Gericht hatte die in der niedersächsischen Corona-Verordnung aufgenommene Pflicht außer Kraft gesetzt, sich nach einem mehr als zweitägigen Aufenthalt im Ausland in Quarantäne zu begeben.

Davon unabhängig empfahl Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) den Bundesländern am Mittwoch, die bislang geltende Regeln, dass auch wer aus einem europäischen Nachbarland einreist, für zwei Wochen in Quarantäne muss, aufzuheben. 

Die Pflicht sollte nach Einschätzung des Ministeriums künftig nur noch für Menschen gelten, die sich zuvor in Drittstaaten aufgehalten haben - also beispielsweise nicht mehr für Deutsche, die aus Frankreich einreisen oder aus den Niederlanden. Die Entscheidung über die Quarantäne liegt allerdings bei den Ländern.

Seehofer kündigte an, dass die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an der deutschen Grenze von diesem Samstag an schrittweise gelockert werden sollen. Auf touristische Reisen ins Ausland sollen die Bundesbürger in den kommenden Wochen weiter verzichten. 

Die Grenze zwischen Niedersachsen und den Niederlanden hatten Polizisten beider Länder mit dem Ziel kontrolliert, um Menschen von unnötigen Reisen in das jeweilige Nachbarland abzubringen.

Update, 13 Mai, 16.19 Uhr: 11.013 bestätigte Coronavirus-Fälle in Niedersachsen

Hannover – Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 11.013 gestiegen. 

Das sind 64 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Mittwoch mit Stand 13 Uhr mitteilte. Laut Hochrechnung sind 9059 Menschen wieder genesen, das entspricht 82 Prozent der bestätigten Fälle. 526 Menschen sind nach einer Infektion gestorben. 

In den niedersächsischen Kliniken werden derzeit 487 Infizierte behandelt, davon 104 intensivmedizinisch. 69 Erwachsene auf den Intensivstationen werden beatmet.

Update, 13. Mai, 16 Uhr: Niedersachsen testet Schlachthof-Mitarbeiter

Carola Reimann (SPD, Niedersachsens Sozialministerin), spricht im Plenarsaal im Landtag Niedersachsen.
Carola Reimann (SPD, Niedersachsens Sozialministerin), spricht im Plenarsaal im Landtag Niedersachsen.  © Peter Steffen/dpa

Hannover – Niedersachsen will sämtliche Schlachthof-Mitarbeiter nach Infektionen in Fleischbetrieben anderer Bundesländer auf das Coronavirus testen. 

Dabei gehe es um 23.700 Beschäftige in 183 fleischverarbeitenden Betrieben, kündigte Sozialministerin Carola Reimann (SPD) am Mittwoch im Landtag in Hannover an. 

Getestet werden zunächst alle Mitarbeiter, die Symptome zeigen, und dann alle, die als Werkvertragsarbeiter möglicherweise mit von dem Coronavirus betroffenen Schlachthöfen in Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein in Kontakt waren. Anschließend sollten sämtliche anderen Beschäftigten getestet werden.

Reimann sagte, den Schlachthöfen sei am Montag per Erlass verboten worden, die Belegschaften zwischen verschiedenen Schlachtbetrieben auch in unterschiedlichen Bundesländern auszutauschen. Bislang seien Werkvertragsarbeiter oft an wechselnden Standorten im Einsatz gewesen und dort in Sammelunterkünften einquartiert worden. 

Das habe eine Verbreitung des Coronavirus begünstigen können. Die Kommunen seien am Montag per Erlass verpflichtet worden, diese Unterkünfte zu überprüfen. In Sammelunterkünften soll auf die Hygieneregeln hingewiesen werden, nach Möglichkeit sollen Beschäftigte in Einzelzimmern einquartiert werden.

Bisher sind laut Reimann in Niedersachsen weiterhin lediglich drei Infektionen von Schlachthof-Mitarbeitern im Emsland bekannt geworden. Allerdings wird davon auszugehen, dass ein Teil der Beschäftigten in Niedersachsen auch in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein eingesetzt wurde. Dort hätten sich hunderte Beschäftigte mit dem Virus angesteckt.

Update, 13. Mai, 15.50 Uhr: Viele Corona-Lockerungen treten in Kraft

Ein Tisch für zwei Personen steht vor dem Lokal "frank und frei".
Ein Tisch für zwei Personen steht vor dem Lokal "frank und frei".  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Nach Wochen coronabedingter Einschränkungen des öffentlichen Lebens gewinnen die Menschen in Hamburg von Mittwoch an viele Freiheiten zurück. 

So sind etwa Restaurant- und Hotelbesuche wieder möglich. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern dürfen öffnen. Im Freien darf in Gruppen wieder gemeinsam Sport gemacht werden. Auch hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen gibt es Lockerungen.

Ab sofort dürfen sich in der Stadt wieder bis zu zehn Mitglieder zweier unterschiedlicher Haushalte treffen, ohne dabei einen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten. Bislang war dies nur mit Menschen aus dem eigenen Haushalt oder alleine mit einer Person aus einem anderen Haushalt möglich.

Restaurants können ebenfalls wieder öffnen. Allerdings muss zwischen den Gästen 1,50-Mindestabstand zwingend eingehalten werden, sofern es sich nicht um eine Gruppe aus höchstens zwei Haushalten handelt. Es könnten aber auch Trennwände zwischen den Tischen gezogen werden, um Ansteckungen zu verhindern. In jedem Fall müssten die Kontaktdaten der Gäste notiert werden.

Von Mittwoch an dürfen auch die rund 400 Hamburger Hotels wieder touristische Gäste empfangen. Wie bei den Restaurants gelten analoge Vorgaben hinsichtlich Abstandsgebot, Hygieneregeln und Kontaktdaten. Zudem dürfen zunächst maximal 60 Prozent der Zimmer belegt werden.

Wieder aufmachen dürfen in Hamburg auch wieder Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern. Allerdings darf pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche höchstens ein Kunde eingelassen werden.

Erlaubt sind außerdem wieder alle Sportarten, die im Freien und mit Abstand betrieben werden. Das bedeute auch, dass alle Außensportanlagen wieder öffnen können.

Am Dienstag hatte der Hamburger Senat die Corona-Lockerungen beschlossen. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) appellierte an die Disziplin der Hamburger, sich trotz der Lockerungen weiterhin an Abstandsregeln und Hygienevorschriften zu halten. "Wir alle tragen die Verantwortung für das, was in den kommenden Wochen und Monaten passiert."

Am 18. Mai treten laut Senatsbeschluss weitere Lockerungen in Kraft. Menschen in Hamburger Pflegeheimen dürfen dann wieder von ihren Angehörigen besucht werden. Die Kitas sollen dann wieder schrittweise in den Regelbetrieb gehen.

Update, 13. Mai, 15.40 Uhr: Kinos vor Wiedereröffnung nach Corona-Schließung

Schwerin – Kino-Fans können aufatmen: Die Filmtheater in Mecklenburg-Vorpommern dürfen in Kürze unter Auflagen wieder öffnen. 

Jens-Hagen Schwadt vom Verband Filmkommunikation sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, ihm sei aus der Staatskanzlei der 25. Mai genannt worden. Ein Regierungssprecher wollte den Termin auf Anfrage noch nicht bestätigen. Über die Kinos werde in der Kabinettssitzung am kommenden Dienstag gesprochen, sagte er.

Laut dem "MV-Plan 2.0", den das Kabinett am 7. Mai für die schrittweise Öffnung des Corona-Lockdowns beschlossen hat, ist die Wiedereröffnung der Kinos innerhalb der Phase drei vorgesehen. Diese Phase reicht vom 25. Mai bis zum 15. Juni. Allerdings muss jeder geplante Öffnungsschritt gesondert mit einer entsprechenden Verordnung beschlossen werden. 

Die konkreten Entscheidungen werden von der aktuellen Entwicklung der Corona-Infektionszahlen abhängig gemacht. Sie sind bislang in MV sehr niedrig.

Schwadt sagte, die vier Programmkinos im Land in Rostock, Boizenburg, Ludwigslust und Neustrelitz peilten den 4. Juni für ihre Wiedereröffnung an. Es müssten zunächst Hygienepläne geschrieben und Vorbereitungen getroffen werden. Auch die 80 Filmklubs auf dem Land stünden in den Startlöchern. Wann die großen gewerblichen Kinos wieder starten, könne er nicht sagen.

Schwadt zeigte sich sehr erfreut über die bevorstehende Wiedereröffnung der Kinos. "Es ist wichtig, dass wieder Normalität einkehrt», sagte er. «Das Kino gehört zur kulturellen Grundversorgung."

Update, 13. Mai, 15.39 Uhr: Hamburgs Läden dürfen wieder komplett öffnen

Hamburg – Trotz des Wegfalls der Flächenbegrenzung in Hamburger Geschäften sind die Kunden zurückhaltend geblieben. 

"Es ist ein vorsichtiges Herantasten", sagte Brigitte Engler vom City Management am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Die Frequenz am ersten Tag liegt bei ungefähr 50 Prozent der früheren Frequenz."

Vereinzelt habe es lange Schlangen beim Einlass gegeben - etwa bei großen Möbelhäusern oder Elektronikmärkten, hieß es. "Da gab es einen kurzzeitigen Nachholeffekt", sagte Brigitte Nolte, Hamburger Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord. "Wir sind aber natürlich noch hinter dem zurück, was notwendig ist - auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen."

Der Senat hatte am Dienstag verkündet, dass die in der Corona-Krise verhängte Beschränkung der Läden auf maximal 800 Quadratmeter ab Mittwoch fällt. 

Die Auflagen zu Hygiene und Abstand sowie die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bleiben den Angaben zufolge aber bestehen.

Update, 13. Mai, 15 Uhr: Grenzkontrollen werden gelockert

Berlin/Kiel – Die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von Samstag an schrittweise gelockert werden. 

Dies teilte das Bundesinnenministerium am Mittwoch mit. Auf touristische Reisen ins Ausland sollen die Bundesbürger aber weiter verzichten. Auch an der deutsch-dänischen Grenze sei Deutschland bereit, die Kontrollen einzustellen, "sobald die dänische Regierung ihre laufenden Konsultationen mit ihren jeweiligen Nachbarstaaten vollzogen hat", hieß es.

"Wir haben uns in den vergangenen Tagen immer wieder mit dem Bundesinnenministerium ausgetauscht und deutlich gemacht, dass wir aus schleswig-holsteinischer Sicht die Grenzkontrollen so schnell wie möglich beenden können", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). 

"Ich bin sehr froh über das ermutigende Signal des Bundesinnenministers, dass die Kontrollen auch aus Sicht der Bundesregierung entfallen können." Voraussetzung dafür sei die Zustimmung Dänemarks. Günther bekräftigte den Wunsch, dass Grenzkontrollen ab 15. Mai wegfallen, also zu diesem Wochenende. "Ich bin hoffnungsfroh, dass dies auch passieren wird."

Laut Bundesinnenministerium werden die Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg in der Nacht zum Samstag beendet. An den Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz sollen sie bis zum 15. Juni fortgesetzt werden. Auch an den strengen Regeln für Einreisen per Flugzeug aus Italien und Spanien wird vorerst nichts geändert.

Die Erleichterungen sind laut Innenministerium eine Folge der positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens. Die von den Bundesländern angeordnete 14-tägige Quarantäne für jeden, der nach Deutschland kommt, sollte nach Einschätzung des Ministeriums künftig nur noch für Menschen gelten, die zuvor in Drittstaaten waren. Also beispielsweise nicht mehr für Deutsche, die aus Frankreich einreisen. Die Entscheidung über die Quarantäne liegt aber bei den Ländern.

Update, 13. Mai, 12.26 Uhr: Drei Covid-19-Neuinfektionen in Hamburg bestätigt

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Dienstag um 3 auf 4967 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4300 oder 85 Prozent inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 450 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger lag nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bei 203, einer mehr als noch am Dienstag. Das RKI zählte 223 Covid-19-Infizierte, die in Hamburg gestorben sind - 7 mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 100 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung. Davon wurden 40 schwer Erkrankte auf Intensivstationen behandelt, zwei weniger als am Dienstag.

Update, 13. Mai, 10.27 Uhr: UKE will tausende Kinder in Hamburg auf Corona testen

Hamburg - Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) will tausende Kinder in Hamburg auf das neuartige Coronavirus testen. 

Damit solle unter anderem herausgefunden werden, inwieweit Kinder die Krankheit an Erwachsene weitergeben. Einen entsprechenden Bericht des Hamburger Abendblatts bestätigte eine UKE-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. 

Details zu der Studie sollten am Donnerstag bekanntgegeben werden. Laut Abendblatt sollen insgesamt 6000 Kinder getestet werden.

Update, 13. Mai, 10.20 Uhr: Mittlerweile 2971 bestätigte Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein offiziell gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist binnen 24 Stunden zuletzt um 14 gestiegen. 

Wie das Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel am Mittwoch auf seiner Homepage mitteilte, stieg die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie nachgewiesenen Infektionen am Dienstag dennoch von 2955 auf 2971 - also um 2 mehr. 

Als Grund gibt das Institut nachträgliche Korrekturen an. Die Zahl der Todesfälle blieb bei 125. Mit Stand Dienstagabend waren im nördlichsten Bundesland 46 Menschen in klinischer Behandlung. Das war 1 weniger als einen Tag zuvor. 

Etwa 2500 Corona-Infizierte seien mittlerweile genesen.

Update, 13. Mai, 08.27 Uhr: Hausärzte führen wieder mehr Routineuntersuchungen durch

Hannover - In den Hausarztpraxen in Niedersachsen laufen coronabedingt verschobene Routineuntersuchungen wie Blutentnahmen oder Verlaufskontrollen langsam wieder an. Vieles könne man nicht ewig aufschieben, sagte der Vorsitzende des Niedersächsischen Hausärzteverbandes, Matthias Berndt, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. 

Mittlerweile würden auch Patienten mit Diabetes, Herzproblemen oder Lungenerkrankungen wieder gezielt einbestellt. Der Mediziner verwies darauf, dass Erkrankungen wie grippale Infekte, Sportverletzungen oder Magen-Darm-Probleme um mehr als 50 Prozent zurückgegangen seien. 

"Es scheint, dass die Abstandsregelung sowie Schließung von Kitas, Schulen und Büros für diese Entwicklung gesorgt haben."

Update, 13. Mai, 08.11 Uhr: Erst Brandenburg, dann MV: Hausbootvermieter starten mit Auflagen

Rechlin - Mit mehreren Wochen Verspätung starten die Hausbootvermieter in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern jetzt in die neue Saison. Wie mehrere Veranstalter am Mittwoch mitteilten, dürfen die ersten Schiffe an diesem Freitag in Häfen in Brandenburg und am Montag in Mecklenburg-Vorpommern auslaufen. 

Wegen der Corona-Pandemie gelten aber etliche Auflagen. Auf einem Boot dürfen nur Gäste aus höchstens zwei Haushalten schippern. In Hafenbüros muss Mundschutz getragen werden. Die Veranstalter müssen Postleitzahlen der Gäste-Wohnorte abfragen.

Die wasserreiche Region zwischen Zeuthen bei Berlin, der Havel von Plaue bis Fürstenberg, der Müritz zwischen Mirow und Waren sowie der Müritz-Elde-Wasserstraße bis Schwerin ist ein beliebtes Revier für Hobbykapitäne.

Einwohner aus Mecklenburg-Vorpommern dürfen von Montag an Hausboote und Yachten im eigenen Land chartern. Von der Folgewoche an gilt freie Fahrt für alle. Mit der Erfassung der Postleitzahlen soll verhindert werden, dass Menschen aus Risikogebieten in Urlaubsregionen kommen. 

Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg gelten als Bundesländer mit vergleichsweise wenig Infektionen.

Update, 13. Mai, 8 Uhr: Hermes: Rund 40 Prozent mehr Sendungen in Deutschland im April

Der Paketdienst Hermes hat einen deutlichen Anstieg der Sendungen festgestellt. (Archivbild)
Der Paketdienst Hermes hat einen deutlichen Anstieg der Sendungen festgestellt. (Archivbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Wie auch die Deutsche Post hat der Paket-Zusteller Hermes während der Hochphase der Corona-Pandemie deutlich mehr Pakete zugestellt als sonst. Nach anfänglichen Rückgängen seien die Sendungsmengen im April um rund 40 Prozent im Vergleich zur ursprünglichen Erwartung gestiegen, teilte das Unternehmen vor der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Trotz dieser rasanten Entwicklung würden bundesweit mehr als 90 Prozent aller Sendungen durchgängig am nächsten Tag zugestellt, hieß es.

"Die Corona-Pandemie ist eine nie da gewesene Belastungsprobe und fordert Gesellschaft, Politik und Unternehmen", sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats von Hermes Europe und Vorstand der Otto Group Services, Kay Schiebur. 

"Gleichzeitig zeigt sich jetzt mit Blick auf die Paketdienstleistung einmal mehr, wie elementar ein funktionierender Wettbewerb im Markt und damit einhergehende Wahlmöglichkeiten für die Kundinnen und Kunden sind."

Im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 steigerte sich der Umsatz von Hermes konsolidiert um neun Prozent auf 3,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Weltweit beschäftigt Hermes mehr als 15.500 Mitarbeiter, davon gut 10.200 in Deutschland.

Update, 13. Mai, 07.15 Uhr: Zukunftsforscher: In Corona-Krise strahlt der Staat soziale Wärme aus

Hamburg - Die große Mehrheit der Deutschen weiß nach einer Umfrage des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski die staatlichen Sozialleistungen in der Corona-Krise zu schätzen. In einer repräsentativen Umfrage des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (O.I.Z) begrüßten 89 Prozent der Befragten, dass "auch für Menschen gesorgt wird, die aus verschiedenen Gründen ihren Lebensunterhalt nicht in ausreichendem Maß selbst bestreiten können". 

Die Umfrage wurde zwischen dem 9. und 19. März gemacht, als erste Hilfszusagen für besonders betroffene Berufsgruppen und Branchen gemacht wurden und Kanzlerin Angela Merkel ihre Fernsehansprache zur Corona-Krise hielt.

Opaschowski hebt hervor, dass die hohe Wertschätzung für den Sozialstaat quer durch alle Bevölkerungsgruppen gehe und in Ost und West gleich groß sei. Besonders hoch sei die Zustimmung bei Familien mit jugendlichen Kindern und Menschen auf dem Land mit jeweils 94 Prozent. "In einer noch nie dagewesenen Krise der Gesellschaft strahlt der Staat soziale Wärme aus", erklärte der 79-Jährige, der seit Jahrzehnten die gesellschaftlichen Trends in Deutschland erforscht.

Die Folgen für das Verhältnis zwischen Bürgern und Regierung beurteilt Opaschowski äußerst positiv. 

"Politik und Politiker haben das Vertrauen der Bevölkerung gewonnen und ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl geschaffen", konstatiert der Zukunftsforscher und fügt optimistisch hinzu: "Die Krise kann zur Chance für einen neuen Staat-Bürger-Dialog werden, wie es ihn schon lange Jahre nicht mehr gegeben hat."

Update, 13. Mai, 07.05 Uhr: Tui will rund 8000 Stellen streichen

Tui-Vorstandschef Fritz Joussen verkündet einen Jobaubbau. (Archivbild)
Tui-Vorstandschef Fritz Joussen verkündet einen Jobaubbau. (Archivbild)  © Peter Steffen/dpa

Hannover - Der Tui-Konzern steht nach den üblichen Verlusten im Winter vor einer extrem schwierigen Sommersaison 2020 und will mehrere Tausend Jobs abbauen. 

Wegen der Unsicherheiten durch die Corona-Krise müsse man die Verwaltungskosten beim größten Reiseanbieter der Welt um 30 Prozent drücken, sagte Vorstandschef Fritz Joussen am Mittwoch zur Vorlage der Zahlen für das abgelaufene erste Geschäftshalbjahr in Hannover. "Weltweit wird das Auswirkungen auf rund 8000 Stellen haben, die wir nicht besetzen oder abbauen."

Von Oktober bis März war das bereinigte Ergebnis von Tui vor Zinsen und Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 175 Prozent auf minus 828,7 Millionen Euro abgerutscht. Verluste in dieser Zeit sind in der Branche an sich typisch, die Unternehmen verdienen das meiste Geld im Sommer. 

Dieser bringt im laufenden Jahr aber besondere Probleme: Im März musste Tui sein Programm zunächst einstellen, weltweit gibt es weiter Reisebeschränkungen, das Sommerprogramm ist nur zu 35 Prozent ausgebucht.

Joussen geht aber von einer Erholung aus: "Sommerurlaub in Europa kann jetzt schrittweise wieder möglich gemacht werden - verantwortungsvoll und mit klaren Regeln. Die Saison startet später, könnte dafür aber länger dauern." 

Die Wiederaufnahme des Geschäfts werde vorbereitet. Eine genauere Prognose traut sich der Konzern nicht zu.

Update, 13. Mai, 7 Uhr: Maskenpflicht bei Fahrstunden in MV

Schwerin - Fahrschüler in Mecklenburg-Vorpommern müssen einen Mund-Nasen-Schutz bei Fahrstunden tragen. Wenn der Mindestabstand zwischen Fahrschüler und Fahrlehrer nicht eingehalten werden könne, müssen beide eine Maske im Fahrzeug tragen, wie das Verkehrsministerium auf Anfrage mitteilte.

Beim Theorieunterricht gelte hingegen keine Maskenpflicht. Jedoch dürfen Fahrschulen weniger Fahrschüler unterrichten. Pro zehn Quadratmetern darf den Angaben zufolge nur ein Fahrschüler am Unterricht teilnehmen. Bei den Theorieprüfungen sollen demnach unter anderem nach jeder Prüfung die Tastaturen und Bildschirme desinfiziert werden.

"Der Mund-Nasen-Schutz ist hinnehmbar für uns", sagte der Vorsitzende des Fahrlehrerverbands MV, Helmut Bode, der Deutschen Presse-Agentur. Beim Theorieunterricht hätten jedoch bereits fünf Quadratmeter pro Fahrschüler ausgereicht, um den Mindestabstand einhalten zu können. Deutlich höhere Kosten für den Führerschein könnten die Folge sein.

Nach wochenlanger Schließung wegen der Corona-Krise, dürfen Fahrschulen seit Montag wieder öffnen in MV. Im vergangenen Jahr versuchten sich nach Zahlen des Verkehrsministeriums unter Berufung auf den Prüfkonzern Dekra 19.159 Frauen und Männer am Führerschein. 

43 Prozent der Fahrschüler fielen demnach im vergangenen Jahr durch die theoretische Prüfung, rund ein Drittel durch die praktische.

Update, 13. Mai, 5 Uhr: TSG Bergedorf bietet Fitness im Freien an

Hamburg - Der große Breitensportverein TSG Bergedorf will die Corona-Verordnungen in Hamburg kreativ umgehen. 

Weil Fitnessstudios in der Hansestadt noch immer geschlossen bleiben müssen, ermöglicht der Verein seinen Mitgliedern ab diesem Mittwoch ein Freiluft-Training, indem er einen Teil seiner Fitnessgeräte einfach unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln auf den Parkplatz vor dem TSG-Sportforum gestellt hat. Eine 375 Quadratmeter große Fläche wurde dafür nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Boris Schmidt regensicher überdacht.

"Seit dem 16. März konnten wir den über 2000 Mitgliedern unserer Fitness-Studios nur Online-Kurse anbieten. Nun können sie wieder an den ihnen vertrauten Geräten trainieren", sagte Schmidt. 

Voraussetzung dafür ist, dass man Mitglied in einem der drei Fitnessstudios der TSG ist, dass man sich an die Hygieneregeln hält und sich vorher im Internet für jede Trainingseinheit angemeldet hat.

Update, 13. Mai, 03.30 Uhr: Viele Corona-Lockerungen treten in Kraft

Hamburg - Nach Wochen coronabedingter Einschränkungen des öffentlichen Lebens gewinnen die Menschen in der Hansestadt von Mittwoch an viele Freiheiten zurück. So sind etwa Restaurant- und Hotelbesuche wieder möglich. 

Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern dürfen öffnen. Im Freien darf in Gruppen wieder gemeinsam Sport gemacht werden. Auch hinsichtlich der Kontaktbeschränkungen gibt es Lockerungen. Ab sofort dürfen sich in der Stadt wieder bis zu zehn Mitglieder zweier unterschiedlicher Haushalte treffen, ohne dabei einen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten. 

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) appellierte an die Disziplin der Hamburger, sich trotz der Lockerungen weiterhin an Abstandsregeln und Hygienevorschriften zu halten. 

"Wir alle tragen die Verantwortung für das, was in den kommenden Wochen und Monaten passiert."

Update, 12. Mai, 21.50 Uhr: MV plant umfassendere Kinderbetreuung für Vollzeitbeschäftigte

Schwerin - Für die Kinder vollzeitbeschäftigter Eltern soll spätestens vom 2. Juni an wieder eine umfassende Betreuung in den Kitas und Krippen in Mecklenburg-Vorpommern gewährleistet werden. 

Wie Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Dienstag in Schwerin mitteilte, werde eine Betreuungszeit von sechs Stunden sichergestellt; wo es möglich sei, auch länger. "Das ist eine echte Entlastung", betonte Drese.

Zunächst war eine Mindest-Betreuungszeit von lediglich 3,5 Stunden täglich bei gleichzeitiger Begrenzung der Gruppengrößen geplant gewesen. Daraufhin hatte es aber Proteste aus der Wirtschaft und Kritik auch von Kommunalverbänden und Kita-Trägern gegeben. 

Laut Drese sollen vom 18. Mai an zunächst die Vorschulkinder in die Kitas zurückkehren und am 25. Mai der Übergang zum Regelbetrieb eingeleitet werden.

Update, 12. Mai, 18.31 Uhr: Sylter wollen vorerst keine Tagestouristen

So leer wird die Promenade von Westerland nicht mehr lange sein. (Archivbild)
So leer wird die Promenade von Westerland nicht mehr lange sein. (Archivbild)  © Carsten Rehder/dpa

Westerland/Sylt - Die Lieblingsinsel der Deutschen öffnet sich am 18. Mai wieder für Besucher, Tagestouristen sollen aber vorerst nicht nach Sylt gelassen werden. 

Das fordern alle Sylter Gemeinden, Unternehmer und Sylt Marketing in einem gemeinsamen Schreiben an Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen (CDU), wie eine Pressesprecherin von Sylt Marketing der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bestätigte. 

Das Betretungsverbot für Tagestouristen sollte möglichst noch bis Anfang Juni oder besser bis Mitte des Monats verlängert werden und auch für die Inseln Amrum und Föhr gelten. Zuvor hatte NDR 1 Welle Nord darüber berichtet.

Sorge bereitet den Unterzeichnern vor allem das Himmelfahrts- und Pfingstwochenende, wo üblicherweise größere Gruppen anreisen, "die ihren Tagesausflug auf die Insel mit einem erhöhten Konsum von alkoholischen Getränken verbinden und insofern schwerer zu lenken sein werden", heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Auch die Züge könnten wieder voll werden, deshalb wäre ein Beförderungsverbot von Tagesgästen für die DB Regio sinnvoll. Für Sylt würde dies eine wesentliche Entspannung der Gästekonzentration an neuralgischen Punkten wie Promenaden und Fußgängerzonen bringen. 

Der Kieler Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) hatte am Vortag im NDR erklärt, sein Ministerium sei gerade dabei für das Himmelfahrts- und das Pfingstwochenende mit den Landräten und Bürgermeistern in den touristischen Hotspots zu überlegen, ob man Zugangsbeschränkungen erlassen müsse. 

Für die besonders beliebten Strände, wo es richtig eng werde, könnten aber auch für bestimmte Tage Betretungsverbote nicht ausgeschlossen werden.

Update, 12. Mai, 17.53 Uhr: 20 Neuinfektionen in Bremen festgestellt

Bremen - Das Land Bremen meldete am Dienstag mit Stand 14 Uhr 1079 bestätigte Fälle, 20 mehr als am Vortag. Als genesen gelten 633 Menschen (plus 40). 

In Folge der Viruserkrankung starben bisher 35 Infizierte (plus 1). 

Zurzeit werden 53 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt, acht von ihnen auf Intensivstationen.

Update, 12. Mai, 17.39 Uhr: Bremer Oberverwaltungsgericht lehnt Eilantrag gegen Maskenpflicht ab

Bremen - Die Maskenpflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Bremen ein angemessenes Mittel gegen die Ausbreitung des Coronavirus. 

Wie der Pressesprecher des Gerichts am Dienstag mitteilte, lehnte das Gericht einen Eilantrag gegen die Pflicht ab

Update, 12. Mai, 17.20 Uhr: Sieben neue Corona-Infektionen in MV - Häufung bei Erntehelfern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind sieben weitere nachgewiesene Fälle von Corona-Neuinfektionen registriert worden. Dabei gibt es eine Häufung unter rumänischen Erntehelfern im Landkreis Rostock, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Dienstag mitteilte. 

Nachdem einer von ihnen Symptome entwickelt hatte und positiv getestet wurde, seien bei fünf weiteren Helfern Abstrichtests vorgenommen worden. Zwei dieser Tests fielen positiv aus. Das Gesundheitsamt habe in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, hieß es vom Lagus.

Damit gebe es landesweit nunmehr 735 nachgewiesene Infektionsfälle. Dies bedeute eine Infektionsrate von 45 pro 100.000 Einwohnern, die bundesweit niedrigste. Der deutsche Schnitt liegt bei 205, Bayern als das am schwersten betroffenen Bundesland weist eine Rate von 341 Infizierten pro 100.000 Einwohner auf. I

n Mecklenburg-Vorpommern sind bislang 20 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. 676 der positiv getesteten Menschen gelten als von einer Covid-19-Erkrankung genesen.

Update, 12. Mai, 16.22 Uhr: Landeseigene Schlösser und Museen wieder geöffnet

Zwei Besucherinnen mit Mundschutz stehen vor einem Gemälde in der Gemäldesammlung im Staatlichen Museum Schwerin.
Zwei Besucherinnen mit Mundschutz stehen vor einem Gemälde in der Gemäldesammlung im Staatlichen Museum Schwerin.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Die landeseigenen Schlösser und Museen haben am Dienstag nach zwei Monaten coronabedingter Schließung erstmals wieder geöffnet. 

Bis zum 24. Mai können sie kostenlos besichtigt werden, wie das zuständige Finanzministerium mitteilte. Besucht werden können das Staatliche Museum Schwerin, das Schlossmuseum in Schwerin sowie die Schlösser Bothmer, Granitz, Hohenzieritz, Ludwigslust und Mirow. Besucher und Mitarbeiter müssen einen Mund-Nase-Schutz tragen. Schloss Güstrow bleibt wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen.

Die Direktorin der Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, Pirko Zinnow, sagte, sie freue sich sehr. "Kultur digital ist gut, Kultur in der Realität zu erleben aber noch besser. Neben der herrlichen Natur gehört Kultur zu Mecklenburg-Vorpommern einfach dazu."

In Stralsund öffnete das Museumshaus wieder, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Damit könnten die Dauerausstellung über hansische Handels- und Wohngeschichte und die Sonderausstellung "140 Jahre Leonhard Tietz in Stralsund" wieder besichtigt werden. Um den Infektionsschutz zu gewährleisten, dürften sich maximal zehn Personen gleichzeitig im Museumshaus aufhalten. Ein Mund-Nase-Schutz sei verpflichtend.

Die Museen in Mecklenburg-Vorpommern dürfen seit Montag wieder öffnen. Allerdings brauchen viele Häuser eine gewisse Vorlaufzeit, um dem Infektionsschutz Rechnung zu tragen.

Update, 12. Mai, 15.38 Uhr: Bremen stockt "Bundes-Boni" für Altenpfleger auf 1500 Euro auf

Bremen - Das Bundesland Bremen stockt die vom Bund angekündigte Bonuszahlung für Altenpflegekräfte auf und übernimmt dabei auch den Anteil der Arbeitgeber. Der Bund werde 1000 Euro geben und Bremen 500 Euro zusteuern, um auf den Betrag von 1500 Euro in diesem Jahr zu kommen, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) am Dienstag. 

Dazu werde das Bundesland fünf Millionen Euro an die Hand nehmen. Der vor dem Hintergrund der Corona-Krise gezahlte Einmal-Bonus solle wie angekündigt steuerfrei sein.

Irritiert zeigte sich Stahmann, dass der Bund nicht die gesamten Kosten trage. Die Erwartung aller Länderkollegen sei gewesen, dass wenn ein Bundesminister wie Jens Spahn (CDU) einen solchen Bonus ankündige, dass der Bund auch die Kosten übernehme. 

"Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch", erinnerte Stahmann. Doch dann sei die Aufforderung an Länder und Arbeitgeber ergangen, sich zu beteiligen. 

Bremen entlaste die Arbeitgeber von deren Anteil, erwarte aber von ihnen ein "beherztes Zugehen" auf das Thema Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen.

Update, 12. Mai, 15.31 Uhr: 10.949 bestätigte Coronavirus-Fälle in Niedersachsen

Hannover - In Niedersachsen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen auf 10.949 gestiegen. Das seien 34 mehr als einen Tag zuvor, teilte die Landesregierung am Dienstag mit Stand 13 Uhr mit. Laut Hochrechnung seien 8945 Menschen - das entspreche 81,7 Prozent der bestätigten Fälle - inzwischen wieder genesen.

518 Menschen sind nach einer Infektion gestorben. In den Kliniken in Niedersachsen werden derzeit 549 Infizierte behandelt, davon 122 Erwachsene und ein Kind intensivmedizinisch. 

Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen ist im Landkreis Cuxhaven mit 20,6 am höchsten.

Update, 12. Mai, 14.50 Uhr: Ferienhausbesitzer dürfen ab 18. Mai nach MV kommen

Schwerin - Auswärtige Besitzer von Ferienhäusern und Ferienwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern dürfen vom 18. Mai an wieder in den Nordosten kommen. Das gab Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin bekannt. 

Am 25. Mai öffnet sich das Land dann für alle Touristen aus Deutschland.

Update, 12. Mai, 14.44 Uhr: Niedersachsen legt Sondervermögen zur Bewältigung der Corona-Krise an

Hannover - Niedersachsen will das im vergangenen Jahr erwirtschaftete Haushaltsplus von 1,43 Milliarden Euro zu einem erheblichen Teil für die Bewältigung der Corona-Krise nutzen. 880 Millionen Euro sollen dem Zweck dienen, entschied der Landtag in Hannover mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von SPD und CDU am Dienstag.

FDP und Grüne hatten zuvor heftig kritisiert, dass 480 Millionen Euro in ein Sondervermögen fließen, über das die Regierung abseits der Haushaltsplanung verfügen kann. Dies sei intransparent, da nicht klar umrissen sei, was präzise aus diesem Corona-Sondertopf finanziert werden soll. Das Parlament werde außen vor gehalten.

Um in der Corona-Krise unverzüglich handeln zu können, hatte die Regierung zunächst 400 Millionen Euro aus einem Sondervermögen für den Ausbau der Hochschulmedizin entnommen. Diese Summe wird mit dem Parlamentsentscheid vom Dienstag aus dem Haushaltsplus wieder in das Sondervermögen zurücküberwiesen.

Aus dem übrigen Teil des Haushaltsüberschusses fließen rund 400 Millionen Euro in die nachhaltige Entwicklung des Landes. 

150 Millionen Euro sind für das noch zu beschließende Maßnahmenprogramm Klimaschutz vorgesehen, 120 Millionen Euro sollen dem Artenschutz zugute kommen und 110 Millionen Euro für Aufforstungsmaßnahmen in Staats- und Privatwäldern genutzt werden. Weitere 150 Millionen Euro fließen in die Wirtschaftsförderung.

Update, 12. Mai, 14.23 Uhr: Bremer Kneipen ab 18. Mai wieder offen - aber nur mit Gästelisten

Bremen - Im Bundesland Bremen dürfen Restaurants und Kneipen nach einer mehrwöchigen Corona-Zwangspause vom 18. Mai an unter strikten Auflagen wieder öffnen. Dazu gehört, dass Gäste nur dann Getränke und Speisen im Lokal verzehren dürfen, wenn sie bereit sind, Namen und Kontaktdaten anzugeben. 

"Gäste dürfen nur bedient werden, wenn sie mit der Dokumentation einverstanden sind", sagte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) am Dienstag nach einer Senatssitzung mit entsprechenden Beschlüssen. Die Gaststätten sind verpflichtet, die Daten drei Wochen aufzubewahren, um mögliche Infektionen zurückzuverfolgen.

Zudem gilt: Der Abstand der Tische muss mindestens zwei Meter betragen, es gilt eine Sitzplatzpflicht und Speisen als Büfett sind nicht erlaubt. Hotels, Pensionen und Campingplätze können ebenfalls vom 18. Mai an wieder öffnen, auch Ferienwohnungen und -zimmer dürfen wieder vermietet werden, wenn die Regeln des Kontaktverbotes eingehalten werden und ein Schutzkonzept vorliegt.

Im Bremer Einzelhandel fällt laut Senatsbeschluss am Mittwoch (13. Mai) die Verkaufsflächenbeschränkung auf 800 Quadratmeter weg. Allerdings soll die Anzahl der Kunden im Geschäft begrenzt werden. Als Richtgröße gelte die Zahl von einem Kunden je 10 Quadratmeter Fläche. 

Veranstaltungen bleiben grundsätzlich untersagt; Großveranstaltungen auf jeden Fall bis 31. August. Darunter fallen laut Senat Veranstaltungen mit über 200 Teilnehmern im Innen- und über 1000 Teilnehmern im Außenbereich.

Update, 12. Mai, 14.19 Uhr: Tourismus auf den ostfriesischen Inseln läuft wieder an

Die Luftaufnahme zeigt die ostfriesische Insel Wangerooge im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. (Archivbild
Die Luftaufnahme zeigt die ostfriesische Insel Wangerooge im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. (Archivbild  © Ingo Wagner/dpa

Borkum - Mit den Corona-Lockerungen in Niedersachsen läuft der Tourismus auf den ostfriesischen Inseln langsam wieder an. "Man merkt schon, dass ein kleiner Run da ist", sagte eine Sprecherin der AG Ems, die Fahrten nach Borkum anbietet. 

Auch nach Norderney wurden laut einem Reederei-Sprecher am ersten Tag, an dem wieder Übernachtungen in Ferienwohnungen, -häusern und Campingplätzen erlaubt waren, deutlich mehr Überfahrten registriert.

Unter welchen Voraussetzungen die Touristen kommen dürfen, ist indes unterschiedlich. Während im übrigen Niedersachsen seit Montag gilt, dass in Ferienwohnungen alle sieben Tage neue Gäste kommen dürfen, diese aber nicht für die gesamten sieben Tage gemietet werden muss, sieht die Landesverordnung für die Inseln eine Mindestmietdauer von einer Woche vor.

Gleichzeitig gesteht die Verordnung den Kommunen auch die Freiheit zu, selbst zu entscheiden. Langeoogs Bürgermeisterin Heike Horn (parteilos) macht davon Gebrauch und setzt auf die auf dem Festland geltende Wiederbelegungsfrist statt der Mindestmietdauer: "Worum es geht ist ja, dass die Fluktuation eingeschränkt wird. Wenn jetzt jemand drei Tage auf der Insel verbleibt, muss danach die Ferienwohnung vier Tage leer bleiben." 

Norderney und Juist verkünden auf ihren Webseiten hingegen, die Unterkunftsmiete für mindestens eine Woche sei Voraussetzung für Touristen.

Die sieben Inseln gehen von einer guten Auslastung sowohl über Pfingsten wie auch im Sommer aus, wie die Touristikgesellschaft Ostfriesische Inseln mitteilte. 

Vereinzelt seien noch freie Unterkünfte vorhanden. Hotels sollen nach den Plänen der Landesregierung mit Einschränkungen ab 25. Mai wieder Urlaubsgäste begrüßen dürfen.

Update, 12. Mai, 14.16 Uhr: Innensenator Grote warnt vor "ziemlich trüber Brühe" bei Corona-Zweiflern

Innensenator Andy Grote hat sich die Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen genau angesehen. (Archivbild)
Innensenator Andy Grote hat sich die Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen genau angesehen. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hat vor einer Instrumentalisierung der Corona-Zweifler durch Extremisten gewarnt. 

Was bei den Demonstrationen gegen die Maßnahmen der Pandemie zum Teil zusammenkomme, sei "eine ziemlich trübe Brühe", sagte er am Dienstag nach einer Senatssitzung in Hamburg. 

"Und natürlich ist da schon der eine oder andere dabei, den wir schon kennen." Insofern werde dies auch in Hamburg, wo am vergangenen Wochenende erstmals eine solche Gruppe demonstriert habe, aufmerksam beobachtet. 

Die Gruppe sei aber kein Beobachtungsgegenstand des Verfassungsschutzes, auch wenn "Potenziale und Vernetzung in den verfassungsfeindlichen Bereich hinein" gesehen würden.

Insgesamt gebe es in der Szene ein "hohes Potenzial einer allgemeinen systemkritischen Haltung", sagte Grote. 

"Wir wissen, dass die AfD versucht, sich auf Bundesebene diese Stimmung zunutze zu machen und zum Teil sich auch mit diesen Widerstandsbewegungen zu vernetzten".

Update, 12. Mai, 13.23 Uhr: Zahl der getesteten Corona-Infizierten steigt um 13

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Montag um 13 auf 4964 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon mehr als 85 Prozent als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Dienstag mitteilte. 

Sie gehe aktuell von rund 450 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger lag nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) am Dienstag bei 200. Das RKI zählte 216 Covid-19-Infizierte, die in Hamburg gestorben sind.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 105 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung. Davon wurden 42 schwer Erkrankte auf Intensivstationen behandelt.

Update, 12. Mai, 13.13 Uhr: Alle Sportarten im Freien in Hamburg wieder möglich

Hamburg - In Hamburg sind ab Mittwoch alle Sportarten im Freien mit Abstand wieder möglich. 

Das bedeute auch, dass alle Außensportanlagen wieder öffnen dürfen, sagte Innen- und Sportsenator Andy Grote am Dienstag in Hamburg.

Update, 12. Mai, 13.08 Uhr: Große Läden dürfen auch in Hamburg wieder öffnen

Hamburg - Auch in Hamburg dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern ab Mittwoch wieder öffnen. 

Das sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung zu weiteren Lockerungen der Corona-Einschränkungen. 

Allerdings dürfe pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche höchstens ein Kunde eingelassen werden.

Update, 12. Mai, 13.07 Uhr: Besuche in Hamburger Pflegeheimen wieder möglich

Hamburg - Ab dem 18. Mai dürfen Menschen in Hamburger Pflegeheimen unter strengen Auflagen wieder von Angehörigen besucht werden. 

Das hat der Hamburger Senat am Dienstag beschlossen.

Update, 12. Mai, 13.02 Uhr: Hamburger Senat lockert Kontaktbeschränkungen

Hamburg - Der Hamburger Senat hat die wegen der Corona-Pandemie verhängten Kontaktbeschränkungen gelockert. 

Wie Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag sagte, dürfen sich ab Mittwoch auch wieder Mitglieder zweier unterschiedlicher Haushalte treffen.

Update, 12. Mai, 12.14 Uhr: Weiter 2955 bestätigte Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein offiziell gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist binnen 24 Stunden zuletzt um 4 gestiegen. 

Wie das Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel am Dienstag auf seiner Homepage mitteilte, blieb die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie nachgewiesenen Infektionen am Montag dennoch bei 2955 wie am Vortag. 

Es habe nach aktuellen Stand eine Korrektur um ebenfalls 4 Fälle nach unten gegeben. Die Zahl der Todesfälle stieg seit der Meldung von Montag um 1 auf 125. Mit Stand Montagabend waren den Angaben zufolge im nördlichsten Bundesland 47 Menschen in klinischer Behandlung. Das war 1 weniger als einen Tag zuvor. 

Etwa 2500 Corona-Infizierte seien mittlerweile genesen.

Update, 12. Mai, 12.14 Uhr: Vion droht mit Klage wegen Quarantäne für Beschäftigt

Itzehoe - Der Schlachthofbetreiber Vion will den Betrieb im Schlachthof Bad Bramstedt offenbar mit Hilfe von Mitarbeitern wieder hochfahren, die negativ auf das Coronavirus getestet wurden. 

Beim Kreis Steinburg sei ein Schreiben eines Anwalts eingegangen, in dem mit einer Klage gedroht werde, sollten diese Werkvertragsmitarbeiter nicht aus der Quarantäne entlassen werden, teilte Steinburgs parteiloser Landrat Torsten Wendt auf der Internetseite des Kreises mit. Eine Stellungnahme von Vion gab es am Dienstag zunächst nicht.

Das Herauslösen der negativ getesteten Beschäftigten sei epidemiologisch gesehen sinnlos, heißt es in der Mitteilung des Kreises. Wegen der beengten Lebens- und Wohnverhältnisse in der Gemeinschaftsunterkunft könnten sich auch bislang nicht infizierte Personen jederzeit anstecken. Nicht ohne Grund stehe die gesamt Personengruppe unter Quarantäne, sagte Wendt.

In einer ehemaligen Kaserne in Kellinghusen im Kreis Steinburg sind 108 zumeist ausländische Beschäftigte eines Subunternehmers von Vion untergebracht. 

Der Kreis hatte sie vor rund einer Woche unter Quarantäne gestellt, nachdem dort 77 Bewohner positiv auf das neuartige Virus getestet worden waren. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Update, 12. Mai, 10 Uhr: Hautärzte warnen vor Ekzemen in Corona-Pandemie

Wegen der Corona-Pandemie waschen sich viele Menschen die Hände häufiger als zuvor.
Wegen der Corona-Pandemie waschen sich viele Menschen die Hände häufiger als zuvor.  © Sina Schuldt/dpa

Osnabrück - Das häufige Händewaschen in der Corona-Pandemie wird nach Einschätzung von Hautärzten dazu führen, dass mehr Menschen juckende Hand-Ekzeme entwickeln. 

"Seife greift die Hautbarriere an", sagte der Dermatologe Christoph Skudlik der Deutschen Presse-Agentur. 

Der 52-Jährige ist Chefarzt des Instituts iDerm mit Sitz an der Universität Osnabrück und dem BG Klinikum Hamburg. Wer Hautprobleme entwickele, sollte auf jeden Fall zum Facharzt gehen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist die Händedesinfektion mit alkoholischen Präparaten im Gesundheitswesen und in der Pflege "das Mittel der Wahl". Außerhalb dieser Bereiche könnten die Hände auch gründlich gewaschen werden, um den Erreger Sars-CoV-2 zu inaktivieren. 

Laut wissenschaftlicher Untersuchungen ist die alkoholische Desinfektion allerdings weniger hautbelastend als das Händewaschen.

Update, 12. Mai, 09.37 Uhr: Weil verurteilt Praktiken in der Fleischindustrie

Hannover - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat das Verhalten von Unternehmen der Fleischindustrie in der Corona-Krise scharf kritisiert. 

"Das Verhalten von Firmen, die Personal hin- und hergeschoben haben zwischen den Bundesländern ist vollkommen inakzeptabel und wird unterbunden werden", sagte Weil am Dienstag in einer Regierungserklärung im Landtag in Hannover. Reihentests in den Betrieben der Fleischindustrie in Niedersachsen seien in den nächsten Tagen vorgesehen.

In den vergangenen Tagen waren zahlreiche Infektionen auf deutschen Schlachthöfen, unter anderem im nordrhein-westfälischen Coesfeld, bekannt geworden. 

Außer drei Infektionen im Emsland wurden in niedersächsischen Betrieben keine bestätigten Corona-Fälle bekannt.

Update, 12. Mai, 09.36 Uhr: Weil warnt vor Verschwörungstheorien zur Corona-Krise

Hannover - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat vor Verschwörungstheorien zur Corona-Krise gewarnt. "Das Coronavirus ist keine Verschwörung, das Coronavirus ist eine Gefahr und sie besteht fort", sagte Weil am Dienstag in einer Regierungserklärung im Landtag in Hannover. 

Vorsorge und Vorbeugung blieben deswegen unverändert nötig, dem Infektionsschutz müsse auch in den nächsten Monaten die volle Aufmerksamkeit gewidmet werden. "Das Virus und damit auch das Risiko sind beileibe nicht beseitigt, sondern existieren in unserem Land weiter."

"Das sage ich auch insbesondere laut und deutlich denjenigen, die derzeit Verschwörungstheorien anhängen", betonte Weil. "Die Bilder aus anderen Teilen der Welt sind eben keine Fake-News, sie sind Realität." Wenn Deutschland bislang von vergleichbaren schlimmen Zuständen verschont geblieben sei, dann nicht etwa trotz unserer Vorbeugungsmaßnahmen, sondern wegen ihnen, sagte der Ministerpräsident.

Aufgabe der Politik sei, die Gesellschaft jetzt zusammenzuhalten, Ängste und Sorgen aufzunehmen und gleichzeitig auch Perspektive und Orientierung zu geben. 

"Wir erleben in diesen Tagen eine spürbar gespaltene Stimmung in unserer Bevölkerung."

Update, 12. Mai, 08.24 Uhr: Restaurants in Hamburg dürfen ab Mittwoch öffnen

Hamburg - Restaurants in Hamburg dürfen von Mittwoch an unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln wieder öffnen

Ein entsprechender Bericht von NDR 90,3 wurde der Nachrichtenagentur dpa am Dienstagmorgen aus Senatskreisen bestätigt.

Update, 12. Mai, 08.23 Uhr: Corona-Krise trifft Hamburger Hafenbetreiber HHLA schwer

Am Hamburger Hafen ist der Containerumschlag durch die Corona-Krise gesunken.
Am Hamburger Hafen ist der Containerumschlag durch die Corona-Krise gesunken.  © Axel Heimken/dpa

Hamburg - Ein gesunkener Containerumschlag durch die Corona-Krise und Stürme über Nordeuropa hat dem Hamburger Hafenbetreiber HHLA schon im ersten Quartal einen herben Gewinneinbruch eingebrockt. 

Im Gesamtkonzern stand unter dem Strich ein Gewinn von gut 10 Millionen Euro und damit fast zwei Drittel weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte. 

Der Containerumschlag am Hafen ging um knapp vier Prozent zurück, der Umsatz sank um gut drei Prozent auf rund 336 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) knickte um rund 39 Prozent auf knapp 37 Millionen Euro ein.

Das Jahr 2020 werde "zu einem der herausforderndsten in der HHLA-Historie", sagte Vorstandschefin Angela Titzrath. Im SDax-gelisteten Konzernteil Hafenlogistik, der den Löwenanteil des Geschäfts ausmacht, rechnet sie mit einem starken Ergebnisrückgang. 

Auch im Teilkonzern Immobilien sei ein deutlicher Rückgang möglich. Genauere Prognosen sind aus ihrer Sicht derzeit noch nicht verlässlich möglich.

Der HHLA-Dachkonzern ist nicht börsennotiert. Die Aktie bildet den Konzernteil Hafenlogistik ab.

Update, 12. Mai, 8.17 Uhr: Niedersachsens Haushalt ächzt unter Corona-Krise

Reinhold Hilbers (CDU), Finanzminister von Niedersachsen, muss mit weniger Einnahmen auskommen. (Archivbild)
Reinhold Hilbers (CDU), Finanzminister von Niedersachsen, muss mit weniger Einnahmen auskommen. (Archivbild)  © Sina Schuldt/dpa

Hannover - Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers will angesichts der Belastungen der Corona-Krise im Juni einen weiteren Nachtragshaushalt vorlegen. 

Der zu Beginn der Krise beschlossene Nachtragshaushalt von 1,4 Milliarden Euro sei nach zwei Monaten nahezu aufgebraucht, sagte der CDU-Politiker der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. 

"Wir haben für Hilfen im Medizinbereich sowie für Wirtschaftshilfen jetzt schon mehr ausgegeben als zunächst eingeplant war, und werden einen zusätzlichen Finanzbedarf haben." Gleichzeitig sinken seinen Worten zufolge die Einnahmen.

Hilbers rechnet dem Bericht zufolge damit, dass die für Ende der Woche erwartete Steuerschätzung Mindereinnahmen in Milliardenhöhe ausweist. Der Bund rechne derzeit mit Steuerausfällen von 33 Milliarden Euro. 

"Wir sind in der Regel mit einem Zehntel dabei", sagte der Minister dem Blatt. Schon jetzt komme es wegen Steuerstundungen zu Mindereinnahmen von einer Milliarde Euro. Hilbers sagte, vermutlich müssten zusätzliche Kredite aufgenommen werden.

Knapp 600 Millionen Euro seien für die Unterstützung der Wirtschaft ausgegeben worden, weitere 300 Millionen Euro seien reserviert für Aufwendungen nach dem Infektionsschutzgesetz – etwa für Erstattungsleistungen bei Verdienstausfällen wegen der Kinderbetreuung. 

"Da zeichnet sich schon ab, dass wir damit nicht auskommen werden, sondern zusätzlichen Bedarf haben", sagte Hilbers. 400 Millionen Euro seien für Beschaffungen im medizinischen Sektor.

Update, 12. Mai, 7.38 Uhr: Proteste gegen Corona-Einschränkungen in Städten im Nordosten

Neubrandenburg/Rostock - Mit sogenannten Stadtspaziergängen und Versammlungen haben mehr als 1000 Menschen in etlichen Städten Mecklenburg-Vorpommerns gegen die Alltagsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie protestiert. 

Wie Polizeisprecher am Dienstag erklärten, versammelten sich am Montagabend allein in Rostock 300 und in Neubrandenburg rund 200 Menschen. Weitere Proteste gab es unter anderem in Schwerin, Stralsund, Demmin, Waren, Neustrelitz, Malchow und Greifswald.

In Rostock nahmen nach Polizeiangaben Menschen aus unterschiedlichen politischen Lagern an zwei Protestversammlungen gegen die Corona-Politik teil, bei denen vereinzelt die Mindestabstände nicht eingehalten und deshalb Platzverweise ausgesprochen wurden. Hier gab es zwei Veranstalter.

In Neubrandenburg zogen die Menschen auf einem nicht angemeldeten "Spaziergang" in Gruppen hintereinander vom Markt auf dem Radweg des Stadtrings entlang. Eine Stadtvertreterin der Linken habe Anzeige erstattet. Sie sei beim Versuch einer Sitzblockade auf der Route der "Spaziergänger" bespuckt und getreten worden. 

Die Polizei beobachtete den stillen Protest, bei dem viele Teilnehmer auffallend schwarz gekleidet waren, schritt aber nicht ein. In Demmin versammelten sich rund 100 Protestler.

In Mecklenburg-Vorpommern haben die Behörden mit 728 Corona-Erkrankungen die im Verhältnis zur Einwohnerzahl mit Abstand bundesweit niedrigsten Infektionszahlen registriert.

Update, 11. Mai, 20.22 Uhr: 10.915 bestätigte Coronavirus-Fälle in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 10.915 gestiegen. 

Das sind 43 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Montag mit Stand 13 Uhr mitteilte. Laut Hochrechnung sind 8871 Menschen, mehr als 80 Prozent der bestätigten Fälle, wieder genesen. 510 Menschen sind nach einer Infektion gestorben. 

In den niedersächsischen Kliniken werden derzeit 514 Infizierte behandelt, davon 123 Erwachsene und ein Kind intensivmedizinisch. Der Reproduktionswert sei in Niedersachsen auf 1,13 gestiegen, sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder. 

Das sei sicherlich eine Folge der ersten Lockerungen, der Anstieg liege aber im erwartbaren Rahmen.

Das Land Bremen meldete am Montag 1059 bestätigte Fälle, 3 mehr als am Vortag. 

Als genesen gelten 593 Menschen (+21). In Folge der Viruserkrankung starben bisher 34 Infizierte (+1). Zurzeit werden dort 57 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt, 10 von ihnen intensivmedizinisch.

Update, 11. Mai, 20.08 Uhr: Mehr als 120 Schlachthofmitarbeiter infiziert

Die Einfahrt zum Schlachthof ist geschlossen.
Die Einfahrt zum Schlachthof ist geschlossen.  © Carsten Rehder/dpa

Itzehoe - In Kellinghusen im Kreis Steinburg sind noch immer 77 Mitarbeiter eines Schlachthofes in Bad Bramstedt mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert.

Das teilte der Kreis Steinburg am Montag mit. Damit liegt er noch immer über der von Bund und Ländern festgelegten Grenze von 50 Neuinfizierten je 100.000 Einwohnern. Das geht aus Angaben des Kreises vom Freitag hervor. 

Der Grenzwert für den Kreis mit 131.000 Einwohnern liege bei 66 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen.

Im Kreis Segeberg, wo der Bad Bramstedter Schlachthof liegt, wurden nach Angaben einer Kreissprecherin drei Mitarbeiter des Werkes neu auf Covid-19 getestet. 

Rund um den Bad Bramstedter Schlachtbetrieb liegen danach jetzt im Kreis Segeberg insgesamt 45 positive Testergebnisse vor. Der Schlachthof hat den Betrieb vorübergehend eingestellt. 

Update, 11. Mai, 18.50 Uhr: HSV-Spieler starten ins Trainingslager

Die Spieler bereiten sich auf ihr erstes Auswärtsspiel seit der Krise vor.
Die Spieler bereiten sich auf ihr erstes Auswärtsspiel seit der Krise vor.  © André Lenthe Fotografie

Hamburg - Die Spieler des HSV  sind am Montagabend vom Hamburger Flughafen aus in ihr Quarantäne-Trainingslager nach Herzogenaurach gestartet. 

Um 18.30 Uhr bestieg die Mannschaft mit Trainer Dieter Hecking das Charter-Flugzeug.

Die Rothosen bereiten sich derzeit auf das Auswärtsspiel bei der SpVgg Greuther Fürth (17. Mai, Anstoß: 13.30 Uhr) vor. 

Wie der Verein mitteilte, werden die Spieler direkt nach dem Abpfiff wieder den Rückweg nach Hamburg antreten.

Update, 11. Mai, 18.47 Uhr: Strandkorb-Saison startet verhalten

Warnemünde - Mit etwa sechswöchiger Verspätung hat am Montag ein erster Strandkorbvermieter an der Ostsee die Saison eröffnet. 

Die Landesregierung hatte am Freitag die Corona-Verordnungen gelockert und erlaubt, dass "tourismusaffine Dienstleistungen im Freien" ab dieser Woche wieder den Betrieb aufnehmen. 

Bei windigem und kühlem Wetter nutzte am Montag in Warnemünde allerdings kaum ein Strandbesucher das Angebot der rund 100 aufgestellten Strandkörben. 

Vermieter Matthias Treichel hofft, dass spätestens zum Wochenende wieder mehr Menschen an den Strand kommen. Touristen aus anderen Bundesländern oder dem Ausland dürfen weiterhin nicht nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. Erst ab dem 25. Mai soll es eine Lockerung geben.

Strandkorbnutzer seien gut vor Ansteckung mit dem neuartigen Virus geschützt, betonte Treichel. "Ein besseres Quarantänezentrum als einen Strandkorb können sie nicht finden." 

Update, 11. Mai, 17.53 Uhr: Eine weitere Corona-Infektion in MV registriert

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern ist eine weitere Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden. 

Laut Landesamt für Gesundheit und Soziales sind nunmehr 728 Menschen offiziell in MV positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. 

Die Zahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 stieg um einen auf 20. Ein 82 Jahre alter Bewohner eines Pflegeheimes in Tutow (Landkreis Vorpommer-Greifswald) starb im Krankenhaus. Er hatte schwerere Vorerkrankungen.

Landesweit müssen oder mussten 104 Menschen in Kliniken behandelt werden, 17 davon auf einer Intensivstation. Rund 38.300 Corona-Tests seien bislang analysiert worden.

Update, 11. Mai, 17.34 Uhr: Ostsee-Regatta darf trotz Corona starten

Strande/Kiel - Die meisten deutschen Segelregatten sind für diesen Sommer infolge der Corona-Krise abgesagt worden. 

Einige wenige wie die Kieler Woche wurden in die zweite Jahreshälfte verschoben. Nun hat das schleswig-holsteinische Innenministerium am Montag überraschend grünes Licht für die Regatta Baltic 500 gegeben.

Das erstmals 2019 ausgetragene 500-Seemeilen-Langstreckenrennen für Zweier-Crews startet am 21. Mai in der Strander Bucht bei Kiel und führt die teilnehmenden Zweihand-Crews über mehrere Tage durch die Ostsee. 

Die Veranstalter vom Yacht Club Strande konnten die Behörden mit ihrem Infektionsschutz-Konzept überzeugen. Organisationschef Cord Hall sagte: "Das ist ein wahnsinnig wichtiges Zeichen für den Segelsport."

Update, 11. Mai, 15.51 Uhr: Fielmann spendet eine Million Schutzmasken

Marc Fielmann (l) steht bei der Übergabe neben Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.
Marc Fielmann (l) steht bei der Übergabe neben Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.  © Carsten Rehder/dpa

Kiel - Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus hat die Unternehmerfamilie Fielmann dem Land Schleswig-Holstein aus privaten Mitteln eine Million Schutzmasken gespendet. 

Der Vorstandsvorsitzende der Fielmann AG, Marc Fielmann, überbrachte die Spende am Montag symbolisch an Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). Die Masken sind für Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und Einrichtungen der Eingliederungshilfe bestimmt.

"Das ist eine großartige Geste", sagte Günther bei der Entgegennahme der Lieferung, die das THW zur Staatskanzlei gebracht hatte. 

Die Not bei Schutzmaterial sei in den vergangenen Wochen teilweise groß gewesen. "Ich bin der Familie unseres Ehrenbürgers Professor Günther Fielmann sehr dankbar für diese großzügige Spende", sagte Günther. 

Er würdigte das seit Jahrzehnten währende gesellschaftliche Engagement der Familie in den verschiedensten Bereichen.

Update, 11. Mai, 14.39 Uhr: Verdi fordert Corona-Bonus für städtische Beschäftigte

Hamburg - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert für in der Corona-Krise besonders wichtige Beschäftigte der Stadt Hamburg einen Bonus in Höhe von 1500 Euro. 

Er solle unter anderem Mitarbeitern im Sozialbereich, dem ÖPNV, im Infrastruktur- und Sicherheitsbereich sowie in Gesundheitsämtern, Kundenzentren und in der Ver- und Entsorgung zugute kommen, heißt es in einem am Montag veröffentlichen Offenen Brief an die städtischen Arbeitgeber. 

Die Bundesregierung wolle wegen der hohen Belastung in der Corona–Krise ihren Beschäftigten Beihilfen und Unterstützung von bis zu 1500 Euro zahlen, mehrere Länder seien dem Beispiel gefolgt. 

"Die Stadt Hamburg könnte ihren Beschäftigten auf gleiche Weise Anerkennung zollen", hieß es.

Update, 11. Mai, 13.49 Uhr: Polizei registriert vereinzelt Verstöße gegen Corona-Regeln

Kiel - Die Polizei hat in Schleswig-Holstein am Wochenende nur einige Verstöße gegen die coronabedingten Kontaktbeschränkungen festgestellt. 

Es habe nur vereinzelt einige Ansammlungen von Menschen und Verstöße gegen das Abstandsgebot gegeben, sagte ein Sprecher des Landespolizeiamts am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Beamten hätten diese Situationen alle im Dialog mit den Bürgern geklärt.

Das Wochenende sei aus polizeilicher Sicht insgesamt ruhig verlaufen, sagte der Sprecher. "Viele Menschen waren im öffentlichen Raum unterwegs und nutzten das gute Wetter." 

Es habe eine geringe Anzahl von Veranstaltungen gegeben, die ohne größere Probleme stattgefunden hätten. 

Auch bei mehreren Demonstrationen, die sich mit der Wahrung der Grundrechte in den Zeiten der Corona-Pandemie beschäftigten, habe es im Norden keine besonderen Vorkommnissen gegeben.

Update, 11. Mai, 12.34 Uhr: Kammern fordern eigenes Konjunkturprogramm für den Norden

Die norddeutsche Wirtschaft darunter vor allem die Kreuzfahrtbranche leidet unter dem Coronavirus. (Archivbild)
Die norddeutsche Wirtschaft darunter vor allem die Kreuzfahrtbranche leidet unter dem Coronavirus. (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - Norddeutschland wird härter als der Rest der Republik von der Corona-Krise getroffen und braucht deshalb nach Ansicht der Wirtschaft ein eigenes angepasstes Konjunktur- und Aufbauprogramm. 

Der Rückgang der Wirtschaftsleistung werde in den fünf Küstenländern um etwa 20 Prozent höher ausfallen als im übrigen Bundesgebiet, sagte Janina Marahrens-Hashagen, Vorsitzende der IHK Nord und Präses der Handelskammer Bremen, am Montag bei einer Online-Konferenz.

Das liege an der Struktur der norddeutschen Wirtschaft, die besonders viele hoch betroffene Branchen aufweise wie den Außenhandel, Häfen und Logistik, den Tourismus und den Schiffbau. 

Etliche der Branchen, zum Beispiel die Hotels, Gastronomie und die Kreuzfahrtschifffahrt, sind seit Wochen geschlossen und generieren keine Einnahmen. 

Zunächst gelte es, das Überleben der Unternehmen zu retten. Dann müssten sie, auch mit Einsatz öffentlicher Mittel, über die Zeit gebracht werden, bis sie wieder einen eigenen Beitrag zur Wertschöpfung leisten könnten. 

In der IHK Nord sind zwölf Industrie- und Handelskammern aus den fünf Küstenländern in einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. 

Update, 11. Mai, 12.19 Uhr: Polizei Hamburg stellt viele Verstöße gegen Corona-Regeln fest

Hamburg - Die Hamburger Polizei hat am vergangenen Wochenende eine Vielzahl an Verstößen gegen die coronabedingten Kontaktbeschränkungen festgestellt. 220 Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden eingeleitet und 120 Platzverweise ausgesprochen, sagte eine Sprecherin am Montag. 

Diese Zahlen spiegelten aber bei weitem nicht die tatsächlichen Verstöße gegen die Abstandsregeln wider, da die Polizeibeamten es zumeist bei Ansprachen belassen hätten. "Die Kollegen haben unzählige Gespräche geführt", sagte sie.

Bei schönem Wetter hätten sich "an allen attraktiven Plätzen der Stadt" Menschen auch in Gruppen versammelt - vor allem rund um die Alster und an der Elbe. Wegen der angekündigten Lockerungen sei vielen nicht klar gewesen, "was bereits erlaubt ist und was nicht", sagte die Sprecherin. 

Die meisten Angesprochenen hätten sich kooperativ gezeigt. Dennoch entstehe der Eindruck, dass Menschen die Regeln zur Eindämmung der Pandemie zunehmend "nicht mehr so ernst nehmen", sagte die Sprecherin.

Schon in der Nacht zum Samstag habe die Polizei im Schanzenviertel einschreiten müssen, wo sich 400 bis 500 Menschen auf dem Schulterblatt versammelt hätten, ohne die Abstandsregeln einzuhalten. Auch im Park Fiction auf St. Paul habe es eine verbotene Versammlung gegeben. Oft hätten sich die vorwiegend jungen Leute aus umliegenden Kiosken mit Alkohol versorgt. 

In Billstedt musste die Polizei den Angaben zufolge am Samstagabend eine private Party mit rund 40 Gästen in einer Wohnung beenden.

Update, 11. Mai, 11.28 Uhr: Gesundheitsämter und Ärzte im digitalen Schulterschluss

Kiel - Zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben sich in Schleswig-Holstein die Gesundheitsämter mit hunderten niedergelassenen Ärzten digital eng miteinander vernetzt. 

Die Ärzte fragen bei häuslich isolierten Infizierten zweimal täglich den Gesundheitszustand und Messdaten ab, während sich die Gesundheitsämter auf die Verfolgung von Kontakten und die Anordnung von Isolierungen konzentrieren können. 

Dieses ambulante Monitoring sei ein entscheidender Baustein dafür, dass Schleswig-Holstein im Vergleich zu anderen Bundesländern bisher "halbwegs vernünftig" durch diese Krise gekommen sei, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Montag in Kiel.

Update, 11. Mai, 10.59 Uhr: Keine weiteren Corona-Fälle in Pflegeeinrichtung in Rümpel

Rümpel - In der Pflegeeinrichtung Wohnpark Rolfshagen in Rümpel (Kreis Stormarn) sind in den vergangenen Tagen keine weiteren Corona-Fälle mehr aufgetreten. Lediglich eine einst positiv getestete Pflegerin befindet weiter in häuslicher Quarantäne, teilte Einrichtungsleiter Daniel Schöneberg am Montag mit. Alle Bewohner und die knapp 60 Mitarbeiter sind mittlerweile negativ auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Anfang April waren in der Einrichtung für Demenz-Erkrankte 58 Bewohner und 24 Mitarbeiter positiv auf Covid-10 getestet werden. Bis Anfang Mai starben insgesamt 15 Bewohner der Pflegeeinrichtung. 

"Wir sind sehr betroffen über den Tod der uns ans Herz gewachsenen Bewohnerinnen und Bewohnern und trauern gemeinsam mit ihren Angehörigen", sagte Schöneberg.

Update, 11. Mai, 10.38 Uhr: Nur fünf neue Infektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Sonntag um 5 auf 4951 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4100 inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 650 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger lag nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) am Montag unverändert bei 195. Das RKI zählte 204 Covid-19-Infizierte, die in Hamburg gestorben sind.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 108 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung. Davon wurden 43 schwer Erkrankte auf Intensivstationen behandelt, einer mehr als am Sonntag.

Update, 11. Mai, 9.51 Uhr: 2955 bestätigte Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein offiziell gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist binnen 24 Stunden um 15 gestiegen. Wie das Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel am Montag auf seiner Homepage mitteilte, erhöhte sich die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie nachgewiesenen Infektionen am Sonntag auf 2955. 

Die Zahl der Todesfälle stieg seit der Meldung von Sonntag um 1 auf 124. Mit Stand Sonntagabend waren den Angaben zufolge im nördlichsten Bundesland 48 Menschen in klinischer Behandlung. 

Das waren zwei weniger als einen Tag zuvor. Etwa 2500 Corona-Infizierte seien mittlerweile genesen.

Update, 11. Mai, 8.41 Uhr: Brunnen in Lübeck bleiben trocken

Lübeck - Wegen der Corona-Pandemie bleiben Lübecks Brunnen und Wasserspiele bis auf Weiteres trocken. 

Erfahrungsgemäß bildeten die Brunnen- und Wasserspiele besonders bei schönem Wetter einen starken Anziehungspunkt, so dass sich viele Menschen auf engem Raum versammelten, teilte die Hansestadt Lübeck mit. 

Da das mit den derzeit noch bestehenden Kontaktbeschränkungen nicht vereinbar sei, blieben die Brunnen und Wasserspiele erst einmal außer Betrieb. Das gelte auch für die Wasserpumpen auf den städtischen Spielplätzen, an Schulen und Kindertagesstätten.

 Insgesamt sind 31 Anlagen betroffen. 

Update, 11. Mai, 8.17 Uhr: Umweltminister sieht Klimaschutz durch Corona verdrängt

Umweltminister Olaf Lies (SPD) will trotz Corona mehr für den Klimaschutz tun.
Umweltminister Olaf Lies (SPD) will trotz Corona mehr für den Klimaschutz tun.  © Peter Steffen/dpa

Hannover - Der Klimaschutz droht nach Ansicht von Umweltminister Olaf Lies (SPD) wegen der Corona-Pandemie ins Hintertreffen zu geraten. 

"Es führt kein Weg daran vorbei, dass wir trotz der aktuellen Corona-Lage noch mehr für den Klimaschutz tun müssen", sagte der niedersächsische Minister in einem Interview der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom Montag. 

"Der Umstieg auf saubere Energien und das Sparen von Energiekosten muss weiterhin höchste Priorität haben. Ein Ausstieg wäre fatal."

Öl und Gas seien derzeit günstig, trotz der Corona-Stillstände werde viel Energie produziert. Das komme aber beim Verbraucher nicht an, weil dem Gesetz nach die Vergütung für die Einspeisung erneuerbarer Energie steige und höhere Preise bringe, sagte Lies. 

"So führt das komplizierte Strompreissystem, das wir in Deutschland haben, zu der fatalen Situation, dass aus einem Vorteil in der Corona-Krise ein Nachteil für den Endverbraucher wird." Er forderte, dass die sogenannte EEG-Umlage für erneuerbare Energie dauerhaft gesenkt wird.

"Diese Krise hat sich niemand gewünscht, weder ich noch die Umweltschützer", sagte Lies zum Rückgang von Auto-, Flug- oder Schiffsverkehr. "Aber wir sollten die erzwungene Atempause nutzen, um unsere Konzepte zu überprüfen." 

So könnte der öffentliche Nahverkehr zu neuer Blüte kommen, "wenn Menschen geimpft werden können und sich in Bus und Bahn die Distanzverhältnisse ändern können".

Update, 11. Mai, 6.20 Uhr: Bei Tagesmüttern und -vätern beginnt die reguläre Kinderbetreuung

Schwerin - Für die rund 4500 Kinder bei Tagesmüttern und Tagesvätern in Mecklenburg-Vorpommern beginnt am Montag wieder die reguläre Betreuung. 

Bei einer Tagespflegeperson dürfen laut Gesetz nur bis zu fünf Kinder betreut werden, sodass das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus geringer ist als in einer Kita mit deutlich mehr Kindern. Höchstens zwei Tagesmütter oder -väter dürfen sich zusammenschließen. Deshalb wird mit der Normalisierung dort begonnen. 

Eine Woche später sollen die rund 13.600 Vorschulkinder in die Kitas zurückkehren dürfen.

Update, 11. Mai, 6 Uhr: Hilfe von Suchtberatungsstellen in Corona-Zeit weniger nachgefragt

Schwerin - Die Hilfe der landesweiten Suchtberatungsstellen wird wegen der Corona-Pandemie deutlich weniger nachgefragt. 

"Es gab im Zuge der Umstellung auf telefonische Beratung einen deutlichen Nachfrageknick. Suchtberatung lebt von persönlichen Kontakten und Vertrauen. Viele Klienten tun sich schwer mit Telefonberatung", sagte Birgit Grämke von der Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen (Lakost) der Deutschen Presse-Agentur. Die Nachfrage sei geschätzt um rund ein Drittel zurückgegangen.

"Unsere subjektive Vermutung ist, dass Betroffene aktuell weniger geneigt sind, sich Hilfe zu suchen. Wir denken, die Probleme werden eher wieder offensichtlich, wenn der Berufsalltag wieder losgeht und die Schule wieder anfängt", sagte Grämke.

Seit vergangener Woche seien in vielen Beratungsstellen wieder persönliche Gespräche möglich. Es gelte Maskenpflicht, Gruppenberatungen fänden weiterhin nicht statt. Die landesweiten 26 Beratungsstellen seien durchgängig telefonisch erreichbar.

In einigen Beratungsstellen seien Fragen zum massiveren Medienkonsumverhalten von Jugendlichen häufiger geworden. Telefonisch hätten sich zudem vermehrt Angehörige gemeldet. 

Insgesamt haben 10.127 Menschen 2018 in den ambulanten Suchtberatungsstellen Hilfe gesucht. Die häufigste Sucht war Alkohol.

Update, 10. Mai, 18.30 Uhr: Restaurants in Niedersachsen öffnen wieder

Hannover - Das Leben in Niedersachsen nähert sich am Montag ein weiteres Stück der Normalität an - einige im Zuge der Corona-Krise verhängten Einschränkungen werden gelockert. So dürfen Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten wieder öffnen.

Nach siebenwöchiger Schließung müssen die Betreiber jedoch einige Auflagen erfüllen: So dürfen nur maximal die Hälfte der Plätze vergeben werden. Tische müssen mit einem Abstand von mindestens zwei Metern angeordnet sein. 

Restaurantbesucher müssen Kontaktdaten hinterlassen, damit im Fall der Fälle Infektionsketten nachverfolgt werden können. Selbstbedienung und Buffets sind untersagt. Bars, Kneipen und Diskotheken bleiben noch geschlossen.

Geurlaubt werden darf ab Montag wieder in Ferienwohnungen und -häusern sowie auf Campingplätzen, Booten und im Wohnmobil. In die Ferienwohnungen dürfen aber nur alle sieben Tage neue Gäste kommen: Diese sogenannte Wiederbelegungsfrist bedeutet, dass eine Wohnung zum Beispiel nach einer viertägigen Belegung drei Tage frei bleiben muss. 

Für die anderen Unterkünfte gilt das nicht, sie dürfen aber nur die Hälfte der Plätze vergeben. Hotels dürfen erst am 25. Mai wieder Gäste begrüßen.

Update, 10. Mai, 17.35 Uhr: 1056 Infektionen in Bremen

Bremen - Das Land Bremen berichtete am Sonntag (Stand 14 Uhr) über 12 neue Fälle, 10 davon in Bremen, 2 in Bremerhaven. Die Gesamtzahl der bisher registrierten Coronavirus-Infektionen liegt demnach bei 1056, als genesen gelten 572 Menschen. 

In Folge der Viruserkrankung starben im Bundesland Bremen bisher 33 Menschen. Zurzeit werden dort 52 Betroffene in Krankenhäusern behandelt, 14 davon intensivmedizinisch.

Update, 10. Mai, 16.19 Uhr: Erste gemeinsame Gottesdienste nach Zwangspause

Schwerin - Erstmals seit Mitte März haben am Sonntag in zahlreichen Kirchen Mecklenburg-Vorpommerns wieder Gottesdienste mit Gläubigen stattgefunden. 

Besucher waren unter anderem im Schweriner Dom, der Rostocker Marienkirche oder dem Greifswalder Dom willkommen, wie es auf den Internetseiten der Gemeinden hieß. Am vergangenen Sonntag waren bereits mehrere Open-Air-Gottesdienste gefeiert worden.

Die Gläubigen müssen strenge Hygieneregeln beachten. Sofern sie nicht aus einem Haushalt kommen, müssen sie mindestens 1,50 Meter Abstand halten. Pro zehn Quadratmeter Innenraumfläche darf nur eine Person am Gottesdienst teilnehmen. Außerdem müssen Teilnehmerlisten geführt werden. 

Die Gemeinden baten darum, Kärtchen mit Name und Adresse bereitzuhalten, um Verzögerungen zu vermeiden.

Besonders schmerzlich ist für viele Christen der Verzicht auf das Singen, das mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko verbunden ist. 

Der vierte Sonntag nach Ostern heißt Kantate, was sich auf die biblische Aufforderung zum Singen bezieht.

Update, 10. Mai, 15.48 Uhr: MV erlaubt allen Dauercampern Rückkehr

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern erlaubt ab sofort allen Dauercampern die Rückkehr auf die Campingplätze. Bisher war dies nur Dauercampern mit Erst- oder Zweitwohnsitz im Nordosten gestattet. 

Die Änderung geht aus der neuesten Corona-Verordnung der Landesregierung hervor, die seit Samstag in Kraft ist. Der Städte- und Gemeindetag kritisierte am Sonntag die Kurzfristigkeit der Änderungen. 

"Eine frühzeitigere Verkündung würde helfen, entsprechende Vorbereitungen sorgfältig treffen zu können", sagte Geschäftsführer Andreas Wellmann. Schätzungen gehen von rund 11.000 Dauercampern in MV aus. 

Mehr als zwei Drittel von ihnen kommen demnach aus anderen Bundesländern.

Update, 10. Mai, 14.44 Uhr: Corona-Infektionen in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen am Sonntag auf 10.872 gestiegen. Das waren 27 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Die Zahl der Todesopfer nahm seit Samstag nicht zu, sie liegt in Niedersachsen bei 502. Nach einer Hochrechnung gelten inzwischen 8823 der bislang gemeldeten Infizierten als genesen. Das sind etwa vier von fünf Infizierten. Derzeit liegen 484 an Covid-19 erkrankte Menschen im Krankenhaus. 

118 Patientinnen und Patienten brauchen eine intensivmedizinische Behandlung, 77 von ihnen müssen beatmet werden. 

Auch fünf infizierte Kinder sind im Krankenhaus, eines davon auf der Intensivstation.

Update, 10. Mai, 14.39 Uhr: Hansa Rostock absolviert ersten Corona-Test

Rostock - Hansa Rostock hat auf Grundlage des DFB-Hygienekonzepts für die 3. Fußball-Liga den ersten Corona-Test absolviert. 

Das teilte der Club am Samstag mit. Die Untersuchungen wurden von Mannschaftsarzt Frank Barthel, der als Hygienebeauftragter eingesetzt ist, begleitet. Die Ergebnisse sind noch nicht bekanntgegeben worden.

Ein zweiter Test ist für den Montag geplant. Danach solle "schnellstmöglich der Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining", abhängig von "entsprechender politischer und behördlicher Freigabe" erfolgen, heißt es in der Mitteilung. 

Nach vierwöchigem Zwangsurlaub wegen der Corona-Pandemie war Hansa Mitte April mit einem Minimalprogramm in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt. 

Inzwischen sind die Einheiten entsprechend den behördlichen Genehmigungen intensiviert worden.

Update, 10. Mai, 14.02 Uhr: 2936 bestätigte Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein offiziell gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist binnen 24 Stunden um 40 gestiegen. 

Wie das Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel am Sonntag auf seiner Homepage mitteilte, erhöhte sich damit die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie nachgewiesenen Infektionen bis Samstagabend auf 2936. 

Die Zahl der Todesfälle stieg seit der Meldung von Samstag um einen auf 123. Mit Stand Samstagabend waren im nördlichsten Bundesland 50 Menschen in klinischer Behandlung. 

Das waren 8 weniger als einen Tag zuvor. Etwa 2400 Corona-Infizierte seien mittlerweile genesen.

Update, 10. Mai, 13.48 Uhr: Acht neue Corona-Infizierte in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Coronavirus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Samstag um 8 auf 4946 gestiegen. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4100 inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 640 mit dem Virus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um 2 auf 195. Nach RKI-Angaben ist die Zahl der Toten mit Covid-19 im Vergleich zum Vortag mit 204 gleich geblieben.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 108 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, 4 weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation sank um 5 auf 42.

Update, 10. Mai, 12.45 Uhr: Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen

Ein Polizist mit einer Atemschutzmaske steht am Rande einer Demonstration.
Ein Polizist mit einer Atemschutzmaske steht am Rande einer Demonstration.  © Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin/Rostock - Mehrere hundert Menschen haben bei Demonstrationen am Samstag in Mecklenburg-Vorpommern gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. 

In Schwerin folgten deutlich mehr als die zugelassenen 200 Menschen dem Aufruf einer Initiative zu einer Kundgebung unter dem Motto "Die Würde des Menschen ist angetastet", wie die Polizei mitteilte. 

Weitere rund 100 Menschen hörten demnach am Rande des Alten Gartens zu.

In Rostock hatte die AfD eine Demonstration mit 20 Personen unter dem Motto "Wir sind das Volk" angemeldet. Dagegen protestierten den Angaben zufolge mehr als 200 Menschen bei sechs angemeldeten Spontandemonstrationen auf dem Neuen Markt. 

"Dabei kam es in zahlreichen Fällen zu Unterschreitungen des vorgegebenen Mindestabstandes", hieß es. 

Dazu liefen nun Ermittlungen. Mehr als 30 Protestler seien von der Polizei "unter dem Einsatz von körperlicher Gewalt" von den Straßenbahngleisen geschoben worden, nachdem sie entsprechenden Aufforderungen nicht gefolgt seien. 

Knapp 60 Beamte waren demnach im Einsatz. Drei Strafanzeigen wurden aufgenommen.

Update, 10. Mai, 8.50 Uhr: Mehr Anfragen bei der Kinderschutz-Hotline

Schwerin - Die landesweite Kinderschutz-Hotline erhält in Zeiten der Corona-Pandemie mehr Anfragen. Seit März gebe es wesentlich mehr Infoanfragen, teilte das Sozialministerium mit. Im April waren es demnach 46 Infoanfragen, vor Corona lag diese Zahl zwischen 15 und 20 im Monat. 

Die Anrufe würden sich unter anderem auf Themen wie die Kitabetreuung in Corona-Zeiten beziehen.

"Die Kinderschutzhotline ist ein wichtiges Angebot im Kinderschutz", sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD). "Ich werbe dafür, diese Möglichkeit gerade jetzt in der Corona-Krise zu nutzen, um die Behörden zu informieren, wenn es einem Kind nicht gut zu gehen scheint", sagte sie.

Die Kinderschutz-Hotline ist beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) angesiedelt und rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0800 1414007 erreichbar. 

Update, 10. Mai, 8.20 Uhr: Gottesdienste wieder in der Kirche

Kiel/Hamburg - Die Menschen im Norden können ihren Sonntagsgottesdienst erstmals seit Wochen wieder in den Kirchen feiern - aber unter Auflagen. 

So darf wegen der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein nur ein Gläubiger je zehn Quadratmeter Kirchenfläche im Gotteshaus sein. Erst voraussichtlich zum 18. Mai gilt dann nur noch ein Abstand von 1,5 Metern zum nächsten Besucher. 

In Hamburg sind seit Mittwoch Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen wieder möglich. Am kommenden Dienstag will der Senat eine neue Rechtsverordnung beschließen, die weitere Lockerungen der Corona-Auflagen beinhalten soll.

Update, 10. Mai, 8.12 Uhr: Polizei setzt Abstandsregeln durch

Hamburg - Die Polizei hat im Hamburger Schanzenviertel in einer feiernden Menge die Einhaltung der Corona-Abstandsregeln durchgesetzt.

400 bis 500 Menschen hätten sich am Samstagabend am Schulterblatt versammelt, sagte ein Sprecher der Polizei. Es sei viel Alkohol geflossen. 

Die Abstandsregeln zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie seien dagegen nicht mehr allzu streng befolgt worden. 

Nachdem die Beamten zur Einhaltung der Regeln aufforderten und Platzverweise erteilten, beruhigte sich die Lage nach Angaben des Sprechers.

Update, 9. Mai, 16.02 Uhr: Vier neue Corona-Infektionen in MV

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Samstag vier Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 registriert worden. 

Insgesamt wurden nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock bislang 725 Menschen im Nordosten positiv auf das Virus getestet. Eine Neuinfektion wurde in Rostock festgestellt, drei sind es im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Bisher wurden oder werden 101 Personen mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt, 17 davon auf einer Intensivstation. 19 Menschen starben. Schätzungsweise 658 der positiv getesteten Menschen - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - sind von einer Covid-19-Erkrankung genesen.

Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit weiterhin die mit Abstand geringste Zahl von positiv getesteten Menschen und Sterbefällen.  

Update, 9. Mai, 15.54 Uhr: 63 neue Corona-Fälle in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen am Samstag auf 10.845 gestiegen. 

Das waren 63 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Weil 2 Menschen mit einer Corona-Infektion starben, stieg die Zahl der Toten auf 502.

Nach einer Hochrechnung gelten inzwischen 8762 der bislang gemeldeten Infizierten als genesen. Das sind etwa vier von fünf Infizierten.

Derzeit liegen 498 an Covid-19 erkrankte Menschen im Krankenhaus. 125 Patientinnen und Patienten brauchen eine intensivmedizinische Behandlung, 78 von ihnen müssen beatmet werden. 

Auch fünf infizierte Kinder sind im Krankenhaus, eines davon auf der Intensivstation.

Update, 9. Mai, 15.48 Uhr: Lufthansa fliegt ab 30. Mai auf Strecke Rostock-München

Stillgelegte Passagiermaschine der Lufthansa stehen auf einem Flughafen.
Stillgelegte Passagiermaschine der Lufthansa stehen auf einem Flughafen.  © Boris Roessler/dpa

Laage - Am Flughafen Rostock-Laage werden die Flugreisen wieder aufgenommen. 

Die Lufthansa werde vom 30. Mai an samstags von München an die Ostseeküste fliegen und zurück, teilte der Airport am Samstag mit. "Der Flug ist mit seinen Flugzeiten auf touristische Reisende ausgerichtet", sagte Flughafenchefin Dörthe Hausmann. 

"Das für unser Bundesland so wichtige Tourismusgeschäft wird dadurch wieder belebt." Urlauber aus anderen Bundesländern dürfen vom 25. Mai an wieder in Mecklenburg-Vorpommern Ferien machen.

Zum Einsatz kommen den Angaben zufolge Flugzeuge des Typs CR9 mit 90 Sitzplätzen. Gestartet werde am Münchner Flughafen um 10.55 Uhr. Nach einer Stunde und 15 Minuten sollen die Maschinen um 12.10 Uhr am Rostocker Flughafen landen. Zurück nach München starte die Maschine in Rostock-Laage um 12.45 Uhr und erreiche den Flughafen München um 14.05 Uhr.

Hausmann verwies auf die Hygienemaßnahmen: So werde es neben den Abstandsregeln auch eine Mundschutzpflicht geben. Reisende mit hohem Fieber oder Corona-Symptomen dürften den Flug nicht antreten. 

Dafür werde im Mai in Rostock-Laage eine Wärmebildkamera installiert. Es sei wichtig, mehr Zeit vor dem Flug einzuplanen.

Update, 9. Mai, 14.36 Uhr: Erneut Covid-19-Krebspatient im UKE gestorben

Hamburg - Nach mehreren nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im hochsensiblen Bereich der Krebsstationen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist eine weiterer Patient gestorben. 

Der 62 Jahre alte Lymphom-Patient habe eine Covid-19-Infektion gehabt und sei am frühen Samstagmorgen auf der Intensivstation nach einer langjährigen Krebserkrankung gestorben, teilte das Klinikum mit. 

Nun müsse untersucht werden, ob Covid-19 ursächlich für den Tod des Mannes gewesen sei.

Anfang April war bekannt geworden, dass sich rund 20 Mitarbeiter und etwa 20 schwer kranke Patienten auf Krebsstationen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert hatten. Insgesamt sechs der Patienten sind nach UKE-Angaben inzwischen gestorben. 

Bereits Ende April hat die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen der Infektionen Ermittlungen aufgenommen. Sie beträfen Verantwortliche der Klinik und eine Reinigungskraft. 

Update, 9. Mai, 14.34 Uhr: An den Küsten kehrt das Leben zurück

Fußgänger und Radfahrer sind auf der Strandpromenade in Niendorf unterwegs.
Fußgänger und Radfahrer sind auf der Strandpromenade in Niendorf unterwegs.  © Gregor Fischer/dpa

Timmendorfer Strand - Die Küstenorte an der Ostsee proben die Rückkehr zu einer Form der Normalität. Am Wochenende waren erstmals wieder deutlich mehr Besucher an der Küste in Schleswig-Holstein. 

Auf den Promenaden von Niendorf, Timmendorfer Strand und Travemünde flanierten überall wieder Gäste. Am Strand lagen Sonnenhungrige im Sand, Kinder spielten am noch kalten Wasser.

Es sei das erste Wochenende, an dem alle Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper wieder zurück durften, erklärt Kristina Wenske vom Tourismusservice in Timmendorfer Strand. 

Zudem seien deutlich mehr Schleswig-Holsteiner für einen Tag an die Küste gekommen. Hotels und Gaststätten dürfen allerdings erst ab 18. Mai wieder öffnen. Schon jetzt gingen die Buchungen ab dem 18. steil hoch, sagte Wenske.

Auch die Strandkorbvermieter dürfen ab 18. Mai wieder ihre Körbe anbieten - unter strengen Auflagen, wie eine Vermieterin erklärt.

Update, 9. Mai, 14.13 Uhr: Zahl der Infizierten in Hamburg steigt um 13

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Freitag um 13 auf 4938 gestiegen. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4100 inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 630 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um 6 auf 193. Nach RKI-Angaben sind in Hamburg 204 Personen mit einer Covid-19-Infektion gestorben - 3 mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 112 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, 4 weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation stieg um eins auf 47.

Update, 9. Mai, 13.43 Uhr: Kreis Steinburg bleibt über Obergrenze

Itzehoe/Kiel - Wegen der vielen Corona-Fälle in der Gemeinschaftsunterkunft von Schlachthofmitarbeitern in Kellinghusen bleibt der Kreis Steinburg über der von der Politik definierten Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es Stand Samstag im Kreis 166 Fälle. Umgerechnet auf die vergangenen sieben Tage seien dies 62,4 Fälle pro 100.000 Einwohner. 

Bundesweit haben neben dem Kreis Steinburg noch die Kreise Greiz in Thüringen und Coesfeld in Nordrhein-Westfalen überhöhte Werte gemeldet.

Nach Angaben des Kreises Steinburg steht die Gemeinschaftsunterkunft seit Ausbruch der ersten Fälle unter Quarantäne. Die zuletzt 109 Betroffenen sind Mitarbeiter eines Schlachthofs in Bad Bramstedt im Nachbarkreis Segeberg, der seine Produktion wegen der Corona-Fälle bereits eingestellt hat. Laut Landwirtschaftsministerium gibt es in Schleswig-Holstein derzeit etwa 50 Schlachtbetriebe.

Am Freitagabend hatte die Landesregierung von Schleswig-Holstein verfügt, dass wegen der hohen Fallzahl nun die Belegschaften aller großen Schlachthöfe im Land getestet werden müssen.

Update, 9. Mai, 13.39 Uhr: Holstein Kiel bezieht Quarantäne-Hotel

Kiel - Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat am Samstag in einem sogenannten Quarantäne-Hotel eingecheckt. 

Über den Standort ließ der Verein lediglich verlauten, dass er sich im Kieler Umland befindet. 

Damit erfüllt das Team von Trainer Ole Werner die Vorgaben aus dem Konzept der Deutschen Fußball Liga zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den beiden höchsten deutschen Spielklassen. 

Sieben Tage vor dem Start muss sich jede Mannschaft abschotten. Die Kieler treten am Samstag nächster Woche (13.00 Uhr/Sky) bei Jahn Regensburg an. 

Die Trainingseinheiten setzt die Mannschaft wie gewohnt auf dem Areal in Kiel-Projensdorf fort.

Update, 9. Mai, 11.57 Uhr: Ex-Torhüter Rost bezweifelt Wandel im Profifußball

Hamburg - Der frühere Bundesliga-Profi Frank Rost bezweifelt, dass sich das Fußball-Geschäft in Deutschland nach der Corona-Krise verändern wird. "Dafür ist der Sport viel zu kommerziell, es ist zu viel Geld im Spiel", sagte der frühere Torwart von Hamburger SV, Schalke 04 und Werder Bremen dem Hamburger Abendblatt am Samstag. 

"Im Grunde ist der Fußball doch nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft mit ihren vielen Interessengruppen, wo es weniger um die Sache geht, sondern mehr um Posten, um persönliches Prestige von manchen Eliten, die dem normalen Leben entrückt sind."

Der 46 Jahre alte Ex-Nationalspieler befürchtet, dass die 50+1-Regel im deutschen Fußball nicht zu halten sein wird. 

Grund sei auch, dass weniger Firmen Geld für Business-Sitze und Logen ausgeben können. 

"Polemisch ausgedrückt: Fußball-Millionäre unterstützen und gleichzeitig Leute entlassen, da müssen große Konzerne sehr vorsichtig sein", sagte Rost

Update, 9. Mai, 10.52 Uhr: Gingen Corona-Einschränkungen zu weit?

Hannover - Nach Ansicht des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil sind die Einschränkungen in der Corona-Krise nicht zu weit gegangen. 

"Man sieht, wenn man die Dinge laufen lässt, wird es noch schlimmer", sagte der SPD-Politiker mit Blick auf die Lage in Italien, Großbritannien und anderen Ländern.

Im Gespräch mit dem Radiosender NDR 1 Niedersachsen lobte der Regierungschef die Disziplin der Bevölkerung in den sieben Wochen mit harten Einschränkungen: "Wir haben wirklich unglaublich viel geschafft gemeinsam." Deshalb seien Lockerungen möglich. "Die Grundlage dafür ist ein kontrolliertes Infektionsgeschehen."

Weil zeigte Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen auf die Lockerungen. "Die einen machen sich unverändert große Sorgen", andere seien dagegen voller Ungeduld. 

Update, 9. Mai, 9.48 Uhr: 2896 Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein offiziell gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist binnen 24 Stunden um sieben gestiegen. 

Wie das Institut für Infektionsmedizin der Universität Kiel am Samstag auf seiner Homepage mitteilte, erhöhte sich damit die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie nachgewiesenen Infektionen bis Freitagabend auf 2896. 

Die Zahl der Todesfälle blieb seit der Meldung von Freitagmorgen unverändert bei 122.

Mit Stand Freitagabend waren im nördlichsten Bundesland 58 Menschen in klinischer Behandlung. Das war einer weniger als einen Tag zuvor. 

Etwa 2400 Corona-Infizierte seien mittlerweile genesen.

Update, 9. Mai, 9.12 Uhr: Schützenvereine leiden unter Krise

Hannover - Für die Bürger in Wahrenholz (Kreis Gifhorn) war die Absage des Schützenfests laut Rolf-Dieter Schulze eine traurige Nachricht. 

Jedes Jahr freue sich das ganze Dorf darauf, sagte der Vorsitzende der Schützengesellschaft. An manchen Tagen seien üblicherweise rund 1000 Menschen zu dem Fest gekommen. Daraus wird dieses Mal nichts. 

Der Grund: Das Coronavirus. "Ich weiß jetzt schon, alle werden mit ihrer Familie in ihren Häusern sitzen und mit blutendem Herz dem Schützenfest nachtrauern", sagte Schulze.

In vielen Dörfern ist das Schützenfest einer der wichtigsten Termine im Jahreskalender. Wegen der Corona-Pandemie sind nun viele auf dem Land und auch das Schützenfest in Hannover abgesagt worden, das sich als größtes seiner Art weltweit rühmt. 

Der Ausfall habe eine historische Dimension, sagte die Sprecherin des Vereins Schützenfest Hannover, Olja Yasenovskaya: "In den letzten 500 Jahren musste das hannoversche Schützenfest wegen der Pest, während der französischen Besatzung sowie im Ersten und Zweiten Weltkrieg ausfallen."

In Niedersachsen bleiben Volksfeste aller Art ungeachtet der Teilnehmerzahl bis Ende August untersagt. 

Während Großveranstaltungen allgemein ab 1000 und mehr Teilnehmern untersagt sind, gilt das Verbot unabhängig von der Teilnehmerzahl unter anderem für alle Volksfeste, Kirmesveranstaltungen, Festivals, Schützenfeste.

Update, 9. Mai, 8.44 Uhr: Norddeutsche wagen Weltrekord-Versuch

1320 Menschen singen gemeinsam "Rock You Like a Hurricane".
1320 Menschen singen gemeinsam "Rock You Like a Hurricane".  © Carsten Rehder/dpa

Hamburg/Wewelsfleth - Mehrere Hundert Musiker sind in der Corona-Krise getrennt voneinander eng zusammengerückt und haben einen neuen Weltrekord auf die Beine gestellt. 

Genau 1320 Menschen haben jeder für sich das Lied "Rock You Like a Hurricane" von den Scorpions auf ihren Instrumenten eingespielt. 

Der Initiator des "Corona-Spezial-Online-Orchesters", Musiklehrer Jens Illemann aus Schleswig-Holstein, hat daraus schließlich ein gemeinsames Video geschnitten. 

Am Samstagabend soll das Video auf Youtube veröffentlicht werden. Weitere Infos gibt es >>>hier<<<. 

Update, 9. Mai, 8.52 Uhr: Kirchen rechnen mit sinkenden Steuereinnahmen

Hamburg/Kiel/Schwerin - Die christlichen Kirchen in Norddeutschland rechnen wegen der Corona-Krise mit einem Einbruch der Kirchensteuereinnahmen. 

"Die Bundesregierung erwartet als Folge der Corona-Pandemie eine schwere Rezession mit einem deutlichen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes. Diese Auswirkungen werden sich unmittelbar bei der Lohn- und Einkommensteuer und damit auch bei der Kirchensteuer bemerkbar machen", sagte Peter Schulze, Pressesprecher der evangelischen Nordkirche. 

Die Steuereinnahmen von Menschen, die in Kurzarbeit geschickt wurden, fielen nahezu komplett aus. 

Wie hoch die Mindereinnahmen insgesamt veranschlagt werden, wurde nicht mitgeteilt.

Update, 8. Mai, 20.52 Uhr: Bund war zu voreilig - Polizeischüler mussten kehrt machen

Lübeck - Einen klassischen Fehlstart hat die Bundespolizei an der Bundespolizeiakademie in Lübeck hingelegt. Eigentlich hatte dort am Montag nach sechs Wochen Pause wegen der Corona-Pandemie der Unterricht an der Aus- und Fortbildungseinrichtung der Bundespolizei wieder beginnen sollen. 

Die Hälfte der rund 500 Anwärter war bereits in der Akademie eingetroffen, wie "Der Spiegel" berichtete. Doch die Auszubildenden wurden von der Schulleitung wieder nach Hause geschickt, bestätigte die Akademie-Sprecherin am Freitag den Bericht.

Dem Magazin zufolge war am Anreisetag ein Erlass der Landesregierung Schleswig-Holstein vom 30. April in Kraft getreten. Danach sind im Land Lehrveranstaltungen an den staatlichen Hochschulen noch bis zum 17. Mai weitgehend verboten. 

Der Bund habe daher befürchtet, mit seiner Entscheidung, die eigene Ausbildung wieder anlaufen zu lassen, politisch unter Druck zu kommen. Man habe die Lage neu bewertet, hieß es aus der Schulleitung.

Update, 8. Mai, 19.27 Uhr: Altenheimbewohner in Lentföhrden positiv auf Covid-19 getestet

Lentföhrden - In einem Alten- und Pflegeheim in Lentföhrden im Kreis Segeberg ist ein 64-jähriger Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden. Wo er sich infiziert haben könnte, sei bisher offen, teilte der Kreis Segeberg am Freitag mit. 

Wegen des Falls würden nun die 77 Bewohner und die 65 Beschäftigten getestet. Der 64-Jährige habe Symptome wie Husten und Fieber gezeigt und sei daraufhin von der Einrichtung unter Quarantäne gestellt worden. Sein Wohnbereich, in dem insgesamt neun Personen leben, wurde den Angaben zufolge von der übrigen Einrichtung isoliert. 

Neuaufnahmen seien untersagt, Externe wie Handwerker dürften die Einrichtung nur im Notfall betreten.

Update, 8. Mai, 18.13 Uhr: 10.782 bestätigte Corona-Infektionen in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen am Freitag auf 10.782 gestiegen. Das waren 125 mehr als am Vortag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte (Stand 13 Uhr). Demnach stieg die Zahl der Menschen, die mit einer Corona-Infektion gestorben sind, um zehn auf 500 (Stand Freitag 10 Uhr). 

Nach einer Hochrechnung gelten inzwischen 8639 der bislang gemeldeten Infizierten als genesen. Derzeit liegen 498 an Covid-19 erkrankte Menschen im Krankenhaus - 118 Frauen und Männer brauchen eine intensivmedizinische Behandlung, 77 von ihnen müssen beatmet werden. Auch fünf mit dem Virus infizierte Kinder sind im Krankenhaus, eines davon auf der Intensivstation.

Im Bundesland Bremen stieg die Zahl der Infektionen auf 1025, das waren 27 mehr als am Vortag (Stand 14 Uhr). 572 Menschen gelten als genesen, wie das Gesundheitsressort mitteilte. Die Zahl der Patienten, die mit dem Virus gestorben sind, liegt bei 32. 

Derzeit werden 56 infizierte Menschen im Krankenhaus versorgt, acht von ihnen sind auf Intensivstationen. Sechs der intensivmedizinisch behandelten Menschen müssen beatmet werden.

Update, 8. Mai, 17.55 Uhr: Schleswig-Holstein veranlasst Corona-Tests in allen Schlachthöfen

Kiel - Schleswig-Holstein lässt die Belegschaft aller Schlachtbetriebe im Land auf das Coronavirus testen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Kiel mit. 

In einem Schlachthof in Bad Bramstedt (Kreis Segeberg) waren zuvor insgesamt 109 Beschäftigte positiv getestet worden.

Update, 8. Mai, 17.38 Uhr: Vereins- und Freizeitsport in Mecklenburg-Vorpommern ab 11. Mai möglich

Breitensportvereine dürfen nach der Corona-Zwangspause wieder trainieren. (Symbolbild)
Breitensportvereine dürfen nach der Corona-Zwangspause wieder trainieren. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Nach wochenlanger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie können Mecklenburg-Vorpommerns Breitensportler jetzt wieder ran. Für Trainingsgruppen im Breiten- und Freizeitsport ist es vom kommenden Montag an möglich, auf Sportplätzen und Sportaußenanlagen aktiv zu sein. 

Das habe die Landesregierung auf ihrer Klausurtagung am Donnerstag entschieden, teilte das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung am Freitag mit.

Sportministerin Stefanie Drese begrüßte die weitere Lockerung. "Auf dieses Signal haben unsere Sportlerinnen und Sportler lange gewartet. Ich freue mich vor allem für die Kinder und Jugendlichen, die in ihrem Verein draußen jetzt wieder loslegen können", sagte die SPD-Politikerin.

Allerdings gelten laut Ministerium strenge Auflagen. Ein ausreichend großer Personenabstand von mindestens 1,50 Meter muss eingehalten werden. Darüber hinaus müssen die Umkleidekabinen ebenso wie Gastronomiebereiche auf den Sportanlagen geschlossen bleiben. 

Bekleidungswechsel, Körperpflege und die Nutzung der Nassbereiche durch die Sporttreibenden dürfen nicht in der Sportstätte stattfinden.

Update, 8. Mai, 17.28 Uhr: Gewerkschaft und Opposition fordern bei Kita-Öffnung mehr Tests

Schwerin - Die von der Landesregierung beschlossenen Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen haben am Freitag ein breites Echo ausgelöst. Vor allem die Pläne, Kitas und Schulen in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu öffnen, lösten vielfältige Reaktionen aus.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) betonte, dass der Gesundheitsschutz aller Beteiligten in den Vordergrund gehöre. "Aus unserer Sicht muss diese Öffnung nun mit systematischen Testungen, unabhängig von Symptomen, zumindest der Beschäftigten, besser noch auch der Kinder und Jugendlichen einhergehen", heißt es in einer Mitteilung. Für alle Einrichtungen müssten zudem ausreichend Schutzmasken bereitgestellt werden.

Nach Meinung der Linksfraktionschefin im Landtag, Simone Oldenburg, zwingen die neuen Regelungen in einigen Bereichen dazu, Schutzmaßnahmen wie das Abstandsgebot zu brechen. "Mehr Menschen bei gleichen Abständen auf der gleichen Fläche funktioniert weder in der Schule noch in der Kita noch im Baumarkt", erklärte sie unter Hinweis auf fehlende Räume in Kitas und Schulen. Auch die Oppositionspolitikerin forderte eine Strategie für Testungen.

Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender des DGB Nord, mahnte eine behutsame Öffnung der Kitas unter Beteiligung der Eltern, Beschäftigten und Träger an. Der Gesundheitsschutz der Kinder und der Beschäftigten müsse weiterhin oberste Priorität haben.

Dem Beschluss der Landesregierung zufolge nimmt am Montag als erstes die Kindertagespflege wieder den regulären Betrieb auf. Vom 18. Mai an sollen dann alle 13.600 Vorschulkinder für mindestens 3,5 Stunden am Tag in die Kitas zurückkehren dürfen. Am 25. Mai erfolgt dann der Einstieg in den Regelbetrieb, ebenfalls mit verkürzter und gestaffelter Betreuung in kleineren Gruppen. 

Wegen Platz- und Personalmangels meldeten Kita-Betreiber bereits Bedenken an. Vom 14. Mai an sollen auch alle Schüler schrittweise in die Schule zurückkehren können. Grundschüler sollen mindestens vier Stunden Unterricht pro Woche in der Lerngruppe erhalten, Schüler an weiterführenden Schulen jeweils sechs Stunden. 

Parallel soll der Unterricht über das Internet weiterlaufen.

Update, 8. Mai, 17.15 Uhr: Nächste Woche auch Team-Sport im Freien in Hamburg

Innen- und Sportsenator Andy Grote plant ab kommendem Mittwoch Lockerungen für Sportler. (Archivbild)
Innen- und Sportsenator Andy Grote plant ab kommendem Mittwoch Lockerungen für Sportler. (Archivbild)  © Regina Wank/dpa

Hamburg - Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote (SPD) hat den Mannschaftssportlern der Hansestadt baldige Erleichterungen angekündigt. Individualsport im Freien ist bereits jetzt möglich. 

"Ab nächstem Mittwoch wollen wir alle Sportarten im Freien freigeben, wenn sie kontaktfrei ausgeübt werden und mit den anderthalb Metern Abstand stattfinden", sagte Grote am Freitag beim Radiosender NDR 90,3. Auch das Training von bestimmten Elementen im Fußball wie Torschuss und Passspiel ist dann möglich. 

Spiele jedoch nicht, weil sie nicht kontaktfrei stattfinden können. Duschen und Umkleiden im Verein ist untersagt, die Benutzung der Toiletten jedoch erlaubt.

Er habe nicht vor, die Polizei zur Kontrolle auf die Plätze zu schicken, meinte der Innensenator, drohte aber Bußgelder bei Missachtung der Verhaltensmaßregeln an. In einem weiteren Schritt wollen sich die Behörden mit dem Sport in Hallen und Fitnessstudios befassen. Das soll in der zweiten Mai-Hälfte geschehen. Auch da gilt die Abstandsregel, um das Infektionsrisiko zu vermeiden.

Ein Konzept für die Nutzung von Frei- und Hallenbädern soll Anfang Juni vorgestellt werden. "Das Thema ist nicht das Schwimmen. Das Problem sind immer die Umkleidesituationen", sagte Grote. Beim Tennis sei ein Doppel vorerst nur erlaubt, wenn der Doppelpartner aus dem gemeinsam Haushalt kommt. 

Das trifft ebenso auf die Nutzung von Sportbooten zu. Bowling und Kegeln sind derzeit nicht möglich. "Da brauchen wir gute Konzepte", sagte der Politiker und verwies auf die Abstandsregel.

Fanansammlungen vor den Stadien der Fußball-Bundesligisten und -Zweitligisten seien nicht zulässig, sagte der Innensenator und versicherte: "Dann wird die Polizei einschreiten." Die zahlreichen Corona-Tests bei den 36 Profi-Mannschaften mit ihren Funktionsteams müssten die Vereine selbst bezahlen. 

Grote: "Das wäre ja noch schöner, wenn das von der Allgemeinheit bezahlt wird."

Update, 8. Mai, 16.43 Uhr: Karstadt scheitert in Bremen mit Klage gegen 800 Quadratmeter

Bremen - In Bremen ist der Kaufhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof mit einer Klage gegen die coronabedingte Begrenzung auf 800 Quadratmeter Verkaufsfläche gescheitert. Das Oberverwaltungsgericht Bremen lehnte es nach Mitteilung vom Freitag ab, eine Eilverfügung gegen die Rechtsverordnung des Bundeslandes zu erlassen (Az. 1 B 129/20). 

Als die Begrenzung erlassen wurde, sei sie verhältnismäßig gewesen, um Infektionen mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 einzudämmen.

Die Verwaltungsgerichte in verschiedenen Bundesländern haben die Frage nach den 800 Quadratmetern Verkaufsfläche unterschiedlich beurteilt. Mittlerweile haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass auch alle großen Geschäfte wieder öffnen dürfen. 

Es soll aber der Zustrom an Kunden reguliert werden, der Abstand muss gewährleistet sein. Auch der Bremer Senat hat angekündigt, die Begrenzung zum 13. Mai aufzuheben.

Update, 8. Mai, 15.27 Uhr: Studie hat genaue Todesursache von Covid-19-Erkrankten gefunden

Ein Sektionsbesteck liegt in einem Saal der Rechtsmedizin bereit. (Archivbild)
Ein Sektionsbesteck liegt in einem Saal der Rechtsmedizin bereit. (Archivbild)  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Hamburg - Bei vielen gestorbenen Covid-19-Patienten können Thrombosen und Embolien festgestellt werden. Das ist das Ergebnis einer Studie am Institut für Rechtsmedizin des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf, wie Stefan Kluge, Direktor der UKE-Intensivmedizin am Freitag in Hamburg sagte. 

Demnach seien bei Obduktionen von zwölf Covid-19-Patienten in sieben Fällen verstärkt Thrombosen - also Gerinselbildungen - in den Gefäßen der unteren Extremitäten festgestellt worden. Vier Patienten seien an einer Lungenembolie gestorben, ohne dass es vor ihrem Tod entsprechende Anzeichen gegeben habe.

Die Ergebnisse der Studie hätten sich auch bei weiteren Obduktionen wiedergefunden, sagte der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin, Klaus Püschel. Insgesamt seien in seinem Institut bisher 190 gestorbene Covid-19-Patienten untersucht worden.

Die Ergebnisse hätten auch Einfluss auf die Behandlung Erkrankter, sagte Kluge. "Wir haben jetzt die Möglichkeit, einen Teil der Patienten zu behandeln mit Blutverdünnern. Und das sollten wir auch tun."

Dass in die den Angaben zufolge weltweit erste Studie dieser Art nur vergleichsweise wenig Obduktionen eingingen, sei auch dem Zeitfaktor geschuldet, sagte der Oberarzt des Instituts für Rechtsmedizin, Jan Sperhake. 

Hätte man mehr Fälle berücksichtigt, "wären wir nicht schnell genug gewesen. So einfach ist das."

Update, 8. Mai, 16.26 Uhr: Vier neue Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag vier Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 offiziell bestätigt worden. Insgesamt wurden nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock bislang 721 Menschen im Nordosten positiv auf das Virus getestet. 

Die Neuinfektionen wurden aus den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald sowie aus der Stadt Rostock gemeldet. Vorpommern-Greifswald hat demnach mit 136 die meisten bestätigten Fälle im Land.

Bisher wurden oder werden 101 Personen mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt, 17 davon auf einer Intensivstation. 19 Menschen starben. Schätzungsweise 652 der positiv getesteten Menschen - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - sind von einer Covid-19-Erkrankung genesen. 

Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit weiterhin die mit Abstand geringste Zahl von positiv getesteten Menschen und Sterbefällen.  

Update, 8. Mai, 15.20 Uhr: Niedersachsen macht bei Besuchsmöglichkeiten in Heimen Druck

Hannover - Niedersachsens Landesregierung erwartet von den Pflegeheimen in der Corona-Krise mehr Anstrengungen zur Rückkehr zum normalen Besucherverkehr. 

Sie müssten endlich entsprechende Konzepte mit den Gesundheitsämtern umsetzen, sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, am Freitag.

Seit dem 17. April dürften Alten- und Pflegeheime Besuche wieder zulassen, wenn Hygienekonzepte zur Verhinderung von Infektionen vorliegen. Nur wenige Heime hätten dies bislang getan. 

"Ich möchte dafür nachdrücklich werben bei Heimleitungen, davon Gebrauch zu machen und die Gesundheitsämter sind aufgefordert, die Heime zu unterstützen", sagte Schröder.

Sie kündigte an, dass in Niedersachsen anders als in anderen Bundesländern sogenannte Besuch-Tandems ab Montag noch nicht zugelassen seien. Dabei geht es darum, dass ein Heimbewohner von einer festen Person regelmäßig Besuch erhalten kann. 

Grund für die Entscheidung sei, dass die meisten Heime noch keine dafür nötigen Hygienepläne vorgelegt hätten, sagte Schröder. "Uns ist ganz wichtig, dass die Heime sich jetzt auf den Weg machen und das prüfen."

Update, 8. Mai, 15.06 Uhr: Drei Infektionen bei 1000 Menschen in Reihentest gefunden

Aurich - Bei einem Corona-Reihentest von rund 1000 Menschen im Landkreis Aurich und in der Stadt Emden sind drei Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus entdeckt worden. Dies teilte der Landkreissprecher am Freitag mit. 

Die betroffenen Menschen arbeiten demnach im medizinischen Bereich, keiner von ihnen hatte einen Hausarzt aufgesucht oder um einen Test gebeten.

Mit den freiwilligen Tests wollte der Landkreis Hinweise darauf erhalten, wie verbreitet das Virus in der hiesigen Bevölkerung ist. Ein weiteres Ziel der nicht repräsentativen Studie war, herauszufinden, ob freiwillige Tests für Fachkräfte im medizinischen Bereich realisierbar sind. Der Großteil der freiwillig getesteten Frauen und Männer arbeitet in Pflegeeinrichtungen und Kliniken.

Die beiden für die Studie verantwortlichen Ärzte verwiesen in einer Stellungnahme darauf, dass die Ergebnisse vorläufig seien und aufgearbeitet und abschließend bewertet werden müssten. Die niedrige Zahl an entdeckten Infektionen deute darauf hin, dass es möglicherweise keine kritische Häufung von unerkannten Fällen beim medizinischen Personal in Ostfriesland gebe. Ein freiwilliges Angebot für Tests sei möglich, die nötigen Mitarbeiter seien in kurzer Zeit gefunden worden. 

Aus Sicht der Ärzte sind viele und zielgerichtete Tests ein Beitrag zum Gesundheitsschutz der Menschen in Ostfriesland.

Update, 8. Mai, 15.03 Uhr: Steigende Gefahr von Online-Attacken im Homeoffice

Das Homeoffice verführt Kriminelle zu mehr Online-Angriffen. (Symbolbild)
Das Homeoffice verführt Kriminelle zu mehr Online-Angriffen. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Bremen - Mehr digitale Angriffe, mehr Betrugsversuche und andere Formen von Online-Kriminalität: Experten in Bremen warnen Beschäftigte im Homeoffice vor Gefahren aus dem Netz. Seit viele Menschen in der Corona-Krise von zu Hause aus arbeiteten, würden häufiger Attacken etwa mit Hilfe von Phishing-Strategien verzeichnet, berichtete die Hafengesellschaft Bremenports am Freitag. 

Sie befasst sich für Wissenschafts- und Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) auch mit IT-Sicherheit. Phishing zielt darauf ab, den Opfern über gefälschte Mails oder Webseiten private Daten abzujagen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe ebenfalls zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.

In mehreren Bundesländern hatten Betrüger zuletzt vor allem mit nachgebauten Antragsseiten für Corona-Hilfen versucht, an sensible Informationen zu kommen. Ermittlungen laufen. Aber auch privat genutzte Anschlüsse könnten ein Risiko sein, erklärte Bremenports: "Nicht alle Lösungen sind unter Beachtung der Informationssicherheit umgesetzt worden, so dass viele Cyberangriffe auf potenzielle Schwachstellen ebenjener Homeoffice-Zugänge abzielen." 

Unsichere Passwörter und veraltete Software seien oft ein Problem. Man brauche mehr Schutzprogramme und ebenso mehr Aufmerksamkeit im Homeoffice.

Auch die Chef-Masche kommt verstärkt vor. Dieser Trickbetrug, bei dem sich Kriminelle als Vorgesetzte ausgeben und Firmengeld aufs Konto überweisen lassen, nahm laut Cybersicherheitsexperte Martin Kreuzer vom Rückversicherer Munich Re zu. 

Die Sicherheitsfirma Trend Micro erklärte, IT-Betrüger reagierten quasi in Echtzeit auf die Pandemie.

Update, 8. Mai, 14.57 Uhr: Corona-Ausbruch im Kreis Steinburg laut Ministerium lokal begrenzt

Kiel - Die stark gestiegene Zahl von Corona-Infektionen im Kreis Steinburg geht nach Angaben des schleswig-holsteinischen Gesundheitsministeriums auf ein lokal begrenztes Ausbruchsgeschehen im Zusammenhang mit einem Schlachthof zurück. 

Bei lokalen und eingrenzbaren Infektionsgeschehen bezögen sich die Schutzmaßnahmen nur auf die betroffenen Einrichtungen, teilte ein Ministeriumssprecher am Freitag mit. Das sei im Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom Mittwoch so vorgesehen. 

Der Kreis Steinburg habe entsprechende Schritte eingeleitet. Dazu gehörten die Nachverfolgung der Kontakte und strenge Quarantänemaßnahmen.

Mit 87 bestätigten aktuellen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus liegt der Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein über der von Bund und Ländern festgelegten Grenze von 50 Neuinfizierten je 100.000 Einwohnern. Das geht aus Angaben des Kreises vom Freitag hervor. Der Grenzwert für den Kreis mit 131 000 Einwohnern liege bei 66 Neuinfektionen. 

Insgesamt gab es demzufolge im Kreis Steinburg 164 positiv bestätigte Covid-19-Fälle. Von diesen seien 74 wieder genesen und 3 gestorben.

Die meisten Infizierten sind Beschäftigte des Schlachthofes in Bad Bramstedt (Kreis Segeberg), der einen großen Teil der ausländischen Mitarbeiter auf dem Gelände einer Kaserne im Kreis Steinburg in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht hat. Die Zahl der positiv Getesteten in dem Schlachthof war am Donnerstag auf 109 gestiegen.

Update, 8. Mai, 14.38 Uhr: Boom der Telemedizin

Hannover - In der Corona-Pandemie boomen Videosprechstunden in niedersächsischen Arztpraxen. Im ersten Quartal 2020 kamen die Haus- und Facharztpraxen auf 13 809 Videosprechstunden, wie aus Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) hervorgeht. Das berichtete NDR Niedersachsen am Freitag. 

Im vierten Quartal des Vorjahres wurden dem Bericht zufolge dagegen nur 75 telemedizinische Sprechstunden abgerechnet. Am häufigsten nutzten demnach Psychotherapeuten für Erwachsene und Jugendliche (7504) sowie Hausärzte (3838) die Videosprechstunden.

Der Anstieg der telemedizinischen Sprechstunden sei angesichts vieler Corona-Verdachtsfälle bei niedergelassenen Ärzten im März nachvollziehbar, sagte der Sprecher der Ärztekammer Niedersachsen, Thomas Spieker, zu NDR Niedersachsen. 

Die Videosprechstunde könne eine sinnvolle Ergänzung sein und gerade bei Infektionskrankheiten den Praxisalltag unterstützen. Den persönlichen Patientenkontakt könne sie aber nicht ersetzen.

Update, 8. Mai, 14.16 Uhr: Sammeltaxi-Dienst Moia geht in Hamburg wieder an den Start

Fahrzeuge des Shuttle-Services "Moia" stehen auf dem Betriebshof an den Ladesäulen.
Fahrzeuge des Shuttle-Services "Moia" stehen auf dem Betriebshof an den Ladesäulen.  © Axel Heimken/dpa

Hamburg – Der Sammeltaxi-Dienst Moia nimmt am 25. Mai mit einer verkleinerten Flotte seinen regulären Betrieb am Standort Hamburg wieder auf. 

Das Geschäftsgebiet werde gleichzeitig um die Stadtteile Billstedt und Billbrook erweitert, teilte Moia am Freitag in Hamburg mit. Zunächst könnten nur fünf statt maximal sechs Passagiere in den goldenen Kleinbussen mitfahren. 

Moia werde zunächst 170 Fahrzeuge in Hamburg einsetzen, während bis zur vorübergehenden Einstellung des Dienstes am 1. April mehr als 300 Moia-Busse in der Hansestadt unterwegs waren. Das Angebot soll schrittweise wieder hochgefahren werden.

Die bereits bestehende Maskenpflicht bleibe Pflicht und der Fahrgastraum wird vom Fahrer abgetrennt, wie im öffentlichen Nahverkehr. 

Moia habe die Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter nochmals erheblich ausgeweitet, heißt es in der Mitteilung. Zum Start des Betriebs kehren rund 800 Mitarbeiter an ihre Arbeitsplätze zurück. 

Die Kurzarbeitsregelung werde zu 50 Prozent beibehalten. Mit der Wiederaufnahme des regulären Betriebs ende der Nachtbetrieb im Auftrag der Stadt Hamburg am 24. Mai.

Update, 8. Mai, 13.16 Uhr: Kreis Steinburg liegt mit Corona-Infektionen über Obergrenze

Itzehoe – Mit 87 bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus liegt der Kreis Steinburg in Schleswig-Holstein über der von Bund und Ländern festgelegten Grenze von 50 Neuinfizierten je 100.000 Einwohnern. Das geht aus Angaben des Kreises vom Freitag hervor. 

Der Grenzwert für den Kreis mit 131.000 Einwohnern liege bei 66 Neuinfektionen.

Update, 8. Mai, 13.15 Uhr: Deutsche Meisterschaften im Beachhandball fallen aus

Hamburg – Die deutschen Meisterschaften im Beachhandball fallen in diesem Jahr aus. Das hat der Deutsche Handballbund (DHB) am Freitag mitgeteilt. 

Die Turniere für Männer, Frauen und Jugendliche sollten vom 31. Juli bis zum 2. August in Cuxhaven stattfinden. Wegen der Coronavirus-Pandemie und dem Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August sind die Titelkämpfe nicht möglich. 

"Auch ein späterer Termin kommt leider nicht in Frage", sagte DHB-Vorstandsvorsitzender Mark Schober.

Update, 8. Mai, 13.12 Uhr: Tourismus und Gastronomie bereiten sich auf Neustart im Norden vor

Srandkörbe stehen mit einem Absperrband zusammengebunden an der Kieler Förde.
Srandkörbe stehen mit einem Absperrband zusammengebunden an der Kieler Förde.  © Carsten Rehder/dpa

Kiel – Die Betriebe im Tourismus und in der Gastronomie in Schleswig-Holstein bereiten sich jetzt zielgerichtet auf ihre Wiedereröffnung vor. 

Vom 18. Mai an dürfen sie wieder Gäste empfangen, wenn sie die Hygiene- und Abstandsregeln in der Corona-Krise einhalten. Den Fahrplan hat Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag im Landtag verkündet. Demnach dürfen Hotels, Restaurants, Ferienwohnungen, Fahrschulen und Fitnessclubs unter Auflagen wieder aufmachen.

Das Einreiseverbot für touristische und Freizeitzwecke wird ebenso gekippt wie das Betretungsverbot für Inseln und Halligen. Falls die Infektionszahlen aber über einen Schwellenwert steigen, müssen die Schutzmaßnahmen wieder verschärft werden. 

50 Neuinfektionen pro
100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt sind der Maßstab. Wird der Wert übertroffen, können auch Orte gesperrt werden. Betriebsschließungen sind ebenfalls möglich, wenn sich an einem Ort Infektionsfälle häufen.

Entscheidend sei die Wahrung der Hygiene- und Abstandsregeln, betonte Günther. "Das wird die Leitschnur ab jetzt für alles sein." Deshalb sind auch keine Kapazitätsgrenzen vorgesehen. Spielhallen und Kinos dürfen mit deutlich reduzierten Besucherzahlen ebenfalls wieder öffnen, auch Fahrschulen. In zwei Schritten wird zum 18. Mai und zum 1. Juni auch die Kinderbetreuung in den Kitas ausgebaut. Veranstaltungen werden bis 50 Sitzplätzen wieder gestattet. Freibäder und auch Discotheken bleiben bis auf weiteres geschlossen.

Zuletzt wurden für Schleswig-Holstein am Donnerstag 16 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus für die vorangegangenen 24 Stunden offiziell gemeldet. Damit stieg die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie nachgewiesenen Infektionen bis Mittwochabend auf 2830. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 1 auf 120. Rund 2400 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 8. Mai, 13.06 Uhr: Prüfungsstart für Abiturienten in MV

Schwerin – Die Abiturienten des Jahrgangs 2019/2020 in Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag in einen mehrwöchigen Prüfungsmarathon gestartet. 

Als erstes absolvierten die rund 6100 Schüler der Abschlussklassen eine mehrstündige Klausur im Pflichtfach Deutsch. Nach Angaben des Bildungsministeriums folgen in der kommenden Woche Prüfungen unter anderem in den Fächern Kunst, Englisch und Mathematik. Die schriftlichen Arbeiten werden noch bis zum 30. Mai absolviert, danach folgen noch mündliche Prüfungen.

Am Montag starten ebenfalls mit dem Fach Deutsch die Prüfungen zur Mittleren Reife. Rund 4700 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen treten dazu an. Auch für diese Prüfungen gelten besondere Hygiene- und Abstandsregeln.

Die wegen der Corona-Pandemie und den deshalb zeitweilig verfügten Schulschließungen nach hinten verschobenen Prüfungen sind umstritten. Der Landesschülerrat hatte angesichts der besonderen Umstände in diesem Jahr den Verzicht auf die Abschlussprüfungen gefordert. Kritik kam auch von Lehrerverbänden.

Die Abschlussklassen an Gymnasien sowie Regional- und Gesamtschulen waren als erste an die Schulen zurückgekehrt, um sich in Konsultationen auf die Prüfungen vorzubereiten. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) räumte zwar ein, dass die Prüfungen unter besonderen Vorzeichen stünden, doch sei bis zur Schulschließung Mitte März im Abiturjahrgang schon der notwendige Unterrichtsstoff behandelt gewesen.

Update, 8. Mai, 13.04 Uhr: Festspiele MV ziehen Notbremse

Schwerin – Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, eines der publikumsträchtigsten Klassikfestivals in Deutschland, reduzieren wegen der Corona-Pandemie ihr umfangreiches Sommerprogramm massiv und planen ersatzweise erstmals einen Festspielwinter. 

Die Gesundheit der Künstler, des Teams und der Gäste habe Vorrang, betonte Intendant Markus Fein. In einer am Freitag verbreiteten Videobotschaft bat er um Verständnis für die Absage der Konzerte und Veranstaltungen, für die bereits ein Großteil der Karten verkauft worden war. Doch werde es auch im Sommer Konzerte geben, jedoch kleiner und zum Teil als Livestream im Internet. "Auf keinen Fall werden wir den Festivaljahrgang 2020 sang- und klanglos ausfallen lassen", versicherte Fein, der nach der Jubiläumssaison zum 30-jährigen Bestehen der Festspiele als Intendant an die Alte Oper in Frankfurt/M wechselt.

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, für die bis Mitte September mehr als 150 Konzerte und Begleitveranstaltungen geplant waren, sollten am 13. Juni mit einem Konzert in Neubrandenburg beginnen. Stattdessen werde es zum Auftakt ein "digitales Festspielwochenende" geben mit Livekonzerten, Grußbotschaften, Gesprächen und filmischen Rückblicken. 

Fein appellierte an Sponsoren und Förderer, ihre Beiträge zu erhöhen, und an Kartenbesitzer, zumindest teilweise auf eine Rückerstattung zu verzichten. "Sie tragen ganz wesentlich dazu bei, dass es die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern auch in der Zukunft geben kann", warb Fein um Solidarität. 

Das durch die Corona-Krise verursachte Finanzloch bezifferte er mit etwa einer Million Euro. Mit insgesamt knapp 100.000 Besuchern im Jahr gehörten die Festspiele MV bislang zu den bundesweit größten Klassikfestivals.

Update, 8. Mai, 13.03 Uhr: Fahrgastschifffahrt will Betrieb aufnehmen

Schwerin/Waren – Nach der Lockerung der Corona-Verordnungen will die Fahrgastschifffahrt am 18. Mai wieder Touren auf den Seen Mecklenburg-Vorpommerns anbieten. 

"Wir werden jedoch auf Sparflamme starten", sagte der Geschäftsführer der Blau-Weissen Flotte in Waren, Wolf-Dieter Schott, am Freitag. An jedem der Standorte in Waren, Malchow, Mirow und Kummerower See werde zunächst nur ein Schiff in Betrieb sein.

Etwas geknickt von der Ankündigung der Landesregierung zeigte sich die Weiße Flotte in Schwerin. Das Unternehmen hatte gehofft, bereits von diesem Samstag an zwei Schiffe als "fahrende Gaststätten" auf dem Schweriner See betreiben zu können. 

Nun werden Ausflügler das Schweriner Schloss erst vom 18. Mai an vom Wasser aus bewundern dürfen.

Update, 8. Mai, 12.50 Uhr: Ministerpräsident Weil lobt rasche Reaktion der Forschung auf Corona

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, steht vor der Staatskanzlei und zieht einen Mundschutz an.
Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, steht vor der Staatskanzlei und zieht einen Mundschutz an.  © Julian Stratenschulte/dpa

Braunschweig – Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat Forscher in Niedersachsen für ihre schnelle Reaktion auf die Corona-Pandemie gelobt. 

"Die Grundlagenforschung und die Infrastrukturen, die wir hier in Niedersachsen aufgebaut haben, erweisen sich jetzt als sehr flexibel und schnell adaptierbar in der aktuellen Situation", sagte der Regierungschef am Freitag. Zusammen mit Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) besuchte er das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig, um sich über den aktuellen Stand der Forschung zu informieren.

Das HZI-Team habe in einer Ausnahmesituation binnen weniger Wochen seine Forschung umgestellt und könne bereits erste vielversprechende Ergebnisse vorweisen, sagte Weil. Neben einem Rundgang über den Forschungscampus und einem Blick von außen in das Hochsicherheitslabor wurde den Politikern auch die Funktionsweise des Systems Sormas demonstriert. Dieses sammelt Informationen zur Verbreitung des Erregers Sars-CoV-2 in der Bevölkerung.

Erst kürzlich wies ein Team um den Braunschweiger Virologen Luka Cicin-Sain nach eigenen Angaben Antikörper nach, die das neuartige Coronavirus am Eindringen in Zellen hindern könnten. Vom HZI, der Technischen Universität Braunschweig und dem Antikörper-Unternehmen Yumab seien 6000 verschiedene, künstlich hergestellte menschliche Antikörper analysiert worden. 

Dabei wurden mehr als 750 Antikörper gefunden, die an das Coronavirus andocken – eine Voraussetzung dafür, um den Erreger erfolgreich zu bekämpfen.

Update, 8. Mai, 11.26 Uhr: Hamburgs Kitas öffnen ab 18. Mai für Fünf- und Sechsjährige

Gummistiefel hängen in einer Kindertageseinrichtung an einer Wand.
Gummistiefel hängen in einer Kindertageseinrichtung an einer Wand.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Hamburg – Nach wochenlanger coronabedingter Notbetreuung sollen die Hamburger Kitas ab dem 18. Mai wieder schrittweise in einen eingeschränkten Regelbetrieb gehen. 

Als erste sollen die Fünf- und Sechsjährigen wieder betreut werden, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Freitag. 

Nach einer zweiwöchigen Beobachtungsphase könnten dann, wenn es keine Rückschläge bei den Neuinfektionen gebe, am 8. Juni die Viereinhalbjährigen folgen. In zwei weiteren Schritten sollen dann die Dreijährigen wieder betreut und letztlich auch die Krippenbetreuung ermöglicht werden.

Ein Normalbetrieb in Hamburgs Kitas liege gleichermaßen im Interesse der Kinder und der Eltern, sagte Leonhard. "Es ist aber niemandem geholfen, wenn wir durch unvorsichtiges Vorgehen die Gesundheit des Kita-Personals aufs Spiel setzen oder Übertragungen in Kitas riskieren." Deswegen gehe man schrittweise nach einem Plan vor, der jeweils zweiwöchige Beobachtungsphasen enthalte. "Dann wären wir Ende Juli bei den Krippen, sollte alles gut verlaufen", sagte Leonhard.

Für die Entscheidungen über weitere Kita-Öffnungen würden Hygiene- und Schutzmaßnahmen, der Einsatz des Personals, die organisatorische Gestaltung der Betreuungsangebote, und sozialpädagogische Aspekte berücksichtig. "Die Kitas haben dabei viel Gestaltungsspielraum – schließlich sind die Fachkräfte dort die Expertinnen und Experten in Sachen Kinderbetreuung", sagte Leonhard.

Am 22. April war bereits die Notbetreuung ausgeweitet worden. Seither können auch berufstätige Alleinerziehende die Betreuung in Anspruch nehmen, die nach der Einstellung des Regelbetriebes vor allem für Kinder vorbehalten war, deren Eltern in systemrelevanten Bereichen wie dem Gesundheitswesen oder bei Polizei und Feuerwehr beschäftigt sind.

Update, 8. Mai, 11.25 Uhr: Zahl der bestätigten Hamburger Corona-Infizierten steigt um 18

Hamburg – Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Donnerstag um 18 auf 4925 gestiegen. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4100 inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 620 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um 4 auf 187. Nach RKI-Angaben sind in Hamburg 201 Personen mit einer Covid-19-Infektion gestorben - 7 mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 116 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, elf weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation sank um zwei auf 46.

Update, 8. Mai, 10.11 Uhr: 2858 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein - 122 Tote

Kiel – Die Zahl der in Schleswig-Holstein offiziell gemeldeten Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist binnen 24 Stunden um 24 gestiegen. 

Wie die Landesregierung am Freitag mitteilte, erhöhte sich damit die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie nachgewiesenen Infektionen bis Donnerstagabend auf 2858. Die Zahl der Todesfälle wuchs seit der Meldung vom Donnerstagmorgen um 2 auf 122.

Mit Stand Donnerstagabend waren im nördlichsten Bundesland 59 Menschen in klinischer Behandlung. Das waren 3 weniger als einen Tag zuvor. Etwa 2.400 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 8. Mai, 9.30 Uhr: 105.000 Anträge auf Corona-Hilfen in Niedersachsen bewilligt

Hannover – In Niedersachsen hat die landeseigene NBank inzwischen in 105.000 Fällen staatliche Hilfen für Unternehmen und Selbstständige im Kampf gegen die Corona-Krise bewilligt. 

"Deutlich über 900 Millionen Euro" hätten die Betriebe schon erreicht, sagte Landeswirtschaftsminister Bernd Althusmann am Freitagmorgen dem Sender Antenne Niedersachsen. Die Gesamtzahl der Anträge liege mittlerweile bei rund 216 000. Teils seien die Anträge nicht vollständig ausgefüllt, das verzögere die Bearbeitung, sagte der CDU-Politiker. Zahlreiche Mitarbeiter von NBank und Ministerium seien mit der Bearbeitung befasst.

Althusmann regte zudem ein gemeinsames Sonderprogramm mit dem Bund für die Gastronomie an, deren Kapitaldecke dünn sei. Bis August müssten die Programme verlängert werden, sagte er. Die Betriebe könnten nicht aufholen, was ihnen an Einnahmen verloren gegangen seien.

Update, 8. Mai, 9.20 Uhr: Erste "Mein-Schiff"-Crewmitglieder reisen ab

Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs «Mein Schiff 3» steigen am frühen Morgen am Terminal vor dem Kreuzfahrtschiff in Busse.
Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs «Mein Schiff 3» steigen am frühen Morgen am Terminal vor dem Kreuzfahrtschiff in Busse.  © Sina Schuldt/dpa

Cuxhaven – Die Abreise der ersten Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 3" ist in vollem Gange. 

Busse mit rund 170 Besatzungsmitgliedern seien unterwegs vom Terminal in Cuxhaven zum Flughafen in Hamburg, sagte eine Sprecherin von Tui Cruises am Freitag. Zuvor waren am Donnerstag mit dem Coronavirus infizierte Besatzungsmitglieder auf die Quarantänestation eines Krankenhauses gekommen. 

Sie sollten dort in Isolation untergebracht und versorgt werden. Den acht Patienten geht es früheren Angaben zufolge gut. Tui Cruises zufolge hat auch das am 30. April als erstes positiv getestete Crewmitglied keine Symptome mehr.

Das Kreuzfahrtschiff liegt seit dem 28. April in Cuxhaven. An Bord sind rund 2900 Besatzungsmitglieder. Nach einem Covid-19-Fall wurden alle Menschen getestet, acht weitere Infektionen wurden so erkannt. 

Üblicherweise sind auf der "Mein Schiff 3" rund 2500 Gäste und rund 1000 Besatzungsmitglieder. Dass nun 2900 Besatzungsmitglieder an Bord sind, liegt daran, dass Crewmitglieder von anderen Schiffen der Tui-Cruises-Flotte dazukamen.

Diese sollen von Deutschland aus in ihre Heimatländer geflogen werden. Nach Angaben von Tui Cruises war dies wegen der Reisebeschränkungen bislang nicht möglich. Rückflüge sind für rund 1200 Besatzungsmitglieder etwa nach Indonesien, in die Ukraine, nach Tunesien, in die Türkei und nach Mauritius geplant.

Update, 8. Mai, 6.25 Uhr: MV beschließt weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen

Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, trägt zu Beginn einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung in der Staatskanzlei eine Schutzmaske.
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, trägt zu Beginn einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung in der Staatskanzlei eine Schutzmaske.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin – Mehr als zehn Stunden saß das Schweriner Kabinett am Donnerstag zusammen, um über den künftigen Weg bei der Eindämmung des Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern zu beraten. 

Dabei wurden rund 50 Einzelpunkte bei der Fortschreibung des sogenannten MV-Plans behandelt, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte. Es sei das Ziel, eine "neue Normalität zu bekommen". Alle Bereiche des Lebens sollten nach und nach wieder geöffnet werden, so soll der Schutz der Bevölkerung vor dem gefährlichen Virus Bestand haben.

Schwesig machte deutlich, dass alle Maßnahmen unter einem Vorbehalt stünden. "Überschreiten die Infektionszahlen eine bestimmte Größe, können wir weitere Öffnungen nicht vornehmen. Bleiben die Zahlen überschaubar, dann wird dieser Plan Stück für Stück umgesetzt."

Deshalb sollen auch nach der Öffnung des Landes für Touristen aus anderen Bundesländern nach dem 25. Mai keine Menschen aus deutschen Hochrisiko-Gebieten für die Covid-19-Erkrankungen ins Land. Schwesig sprach von bestimmten Landkreisen, ohne diese beim Namen zu nennen.

Hintergrund dieser Äußerung ist die RKI-Statistik zu den Infizierten in Deutschland. Danach gibt es im Nordosten 44 Corona-Infizierte pro 100.000 Einwohner, der deutsche Schnitt lag am Donnerstag bei 200. In Bayern, dem Land mit den meisten Fällen, lag die Zahl der Infizierten bei 333 pro 100 000 Einwohner, in Baden-Württemberg bei 295.

Einer der zentralen Punkte der Marathonsitzung war der Umgang mit Kitas und Krippen. Der von Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) vorgestellte Plan sieht vor, dass vom kommenden Montag an die Einrichtungen der Kindertagespflege geöffnet werden. Eine Woche später dürfen die Kinder in die Kitas gehen, bei denen im Sommer der Schuleintritt ansteht. Ab dem 25. Mai beginne der Einstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder in Kitas und Krippen. So solle den Eltern schrittweise erleichtert werden, Beruf und Familie zu vereinbaren.

Ein wenig Erleichterung konnte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) der notleidenden Kulturbranche bieten. Zwar bleiben Außen-Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen und Veranstaltungen im Innenbereich mit mehr als 200 Personen bis August weiter verboten. Dafür werden ab 18. Mai Veranstaltungen mit 150 beziehungsweise 75 Personen erlaubt.

Fahrschulen dürfen nach wochenlanger Schließung wegen der Corona-Krise von Montag an wieder öffnen. Vom gleichen Tag an werden Strandkorbvermietungen wieder möglich sein - bei Einhaltung des Abstandsgebots. Auch Fahrgastschifffahrten und Bootsverleihe sollen vom 18. Mai an unter Auflagen wieder möglich sein.

Update, 8. Mai, 6.23 Uhr: Wirte in Mecklenburg-Vorpommern vorbereitet

In einem Freiluftrestaurant am Schweriner See sind einzelne Plätze für die Einhaltung der geforderten Abstände mit rotem Markierungsband abgesperrt.
In einem Freiluftrestaurant am Schweriner See sind einzelne Plätze für die Einhaltung der geforderten Abstände mit rotem Markierungsband abgesperrt.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock – Als erstes Bundesland gibt Mecklenburg-Vorpommern Gastronomen von Samstag an die Möglichkeit, Gäste zu empfangen. 

Der Präsident des regionalen Branchenverbands Dehoga MV, Lars Schwarz, geht davon aus, dass am Wochenende etwa ein Drittel der Wirte diese Gelegenheit nutzen wird. 

"Es ist richtig, dass wir als Tourismusland die Ersten sind, die wieder aufmachen", sagte Schwarz auch mit Blick auf die bundesweit niedrigsten Corona-Infektionszahlen im Nordosten. 

Er rechnete gleichzeitig nicht damit, dass Restaurants in den Urlaubshochburgen durchgängig geöffnet haben, solange Gäste noch nicht ins Land dürfen. Dies soll erst vom 25. Mai an möglich sein.

Update, 8. Mai, 6.20 Uhr: Autokorso um die Binnenalster

Ein Schild mit der Aufschrift "Fahrschule" ist auf einem Fahrschulauto befestigt.
Ein Schild mit der Aufschrift "Fahrschule" ist auf einem Fahrschulauto befestigt.  © Swen Pförtner/dpa

Hamburg – Hamburgs Fahrschulen wollen mit einer ungewöhnlichen Demonstration auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage in der Corona-Krise hinweisen. 

Sie wollen mit einem Autokorso am Freitag (14 Uhr) um die Binnenalster ein Zeichen Richtung Senat setzen. "Wir sind stiefmütterlich behandelt worden", kritisierte Sabine Darjus, Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes Hamburg. Die Fahrschulen in der Hansestadt fühlten sich benachteiligt. Der Verband hat für die Protestaktion 100 Fahrzeuge bei den Behörden angemeldet.

Bis zum 31. Mai dürfen Fahrschulen laut Verordnung weder theoretischen noch praktischen Unterricht anbieten. Dagegen können Friseure und andere Geschäfte seit Montag im Zuge der Lockerungsmaßnahmen wieder öffnen.

In der Hansestadt gibt es insgesamt 170 Fahrschulen mit etwa 400 Fahrlehrern. Viele Betriebe fürchten angesichts der Schutzmaßnahmen um ihre Existenz. Der Verband fordert daher schnellstmöglich Lockerungen auch für seine Mitglieder.

Update, 8. Mai, 6.14 Uhr: Ergebnisse von Corona-Reihentest erwartet

Aurich – Nach einem Corona-Reihentest von rund 1000 Menschen im Landkreis Aurich und in der Stadt Emden sollen am Freitag (11Uhr) erste Ergebnisse bekannt gegeben werden. 

Bei der vom Landkreis organisierten Studie wurden überwiegend Fachkräfte von Pflegeeinrichtungen und Kliniken getestet. Durch die Tests will der Kreis herausfinden, wie verbreitet das Sars-CoV-2-Virus in der hiesigen Bevölkerung ist. 

Für die Zeit ab Ende Mai ist eine weitere Reihenuntersuchung von rund 1000 Bürgerinnen und Bürgern geplant.

Was bisher geschah, findet Ihr >>> hier

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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