Corona im Norden: Infizierte "Mein Schiff"-Crewmitglieder kommen in Klinik

Hamburg/Kiel/Schwerin/Bremen/Hannover - Das Coronavirus bestimmt seit mehreren Wochen das Leben in Norddeutschland. Hier gibt es die bisherigen Auswirkungen und Lockerungen der Maßnahmen in einer Ticker-Übersicht. 

Kita-Kinder und ihre Eltern müssen sich weiter mit deutlichen Einschränkungen arrangieren.
Kita-Kinder und ihre Eltern müssen sich weiter mit deutlichen Einschränkungen arrangieren.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Nach einem fast völligen Lockdown sind viele Maßnahmen wieder gelockert worden. Das Leben normalisiert sich. 

Schulen und Läden öffnen wieder. Vielerorts tragen die Menschen jetzt Gesichtsmasken. 

In allen Bundesländer gilt Pflicht dazu im öffentlichen Nahverkehr und in allen Geschäften. 

Das Kontaktverbot gilt aber weiter. 

Besonders betroffen sind weiterhin Eltern von kleinen Kindern, denn Kitas bieten meist nur eine Notbetreuung an. 

Die Infektionszahlen sinken, die Gefahr einer Ansteckung sinkt, ist aber nicht gebannt.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es >> hier!

Update, 7. Mai, 22.11 Uhr: Landesregierung legt Stufenplan für Kita-Öffnungen vor

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern wird ab kommendem Montag die Kindertagespflege geöffnet.

Wie Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Donnerstag sagte, sollen dann vom 18. Mai an die Kinder in die Kitas gehen können, die vom kommenden Schuljahr an in die Schule gehen. 

Ab dem 25. Mai beginne der Einstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb für alle Kinder in Kitas und Krippen.

Update, 7. Mai, 21.35 Uhr: Dürfen Menschen aus Risikogebieten nicht nach MV?

Schwerin - Menschen aus deutschen Hochrisiko-Gebieten für die Covid-19-Erkrankungen dürfen auch nach dem 25. Mai nicht nach Mecklenburg-Vorpommern kommen.

Dies sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag in Schwerin. 

Sie hatte die Öffnung des Nordostens für die Touristen aus den anderen Bundesländern ab dem 25. Mai bereits zuvor erklärt.

Update, 7. Mai, 21.29 Uhr: "Mein Schiff"-Crewmitglieder kommen in Klinik

Die "Mein Schiff 3" liegt seit dem 28. April in Cuxhaven.
Die "Mein Schiff 3" liegt seit dem 28. April in Cuxhaven.  © Sina Schuldt/dpa

Cuxhaven - Die mit dem Coronavirus infizierten Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 3" sind am Donnerstag auf die Quarantänestation eines Krankenhauses gebracht worden. 

"Sie werden dort in Isolation untergebracht und versorgt", teilte Tui Cruises mit. Den acht Patienten gehe es in der Klinik in Geestland im Kreis Cuxhaven gut, sie seien ohne Symptome. 

Tui Cruises zufolge hat auch das am 30. April als erstes positiv getestete Crewmitglied, das auf der Isolierstation einer Klinik in Cuxhaven liegt, keine Symptome mehr. Die Mitarbeiter werden demnach vom Psychosozialen Dienst der Deutschen Seemannsmission betreut.

Das Kreuzfahrtschiff liegt seit dem 28. April in Cuxhaven. An Bord sind rund 2900 Besatzungsmitglieder. 

Nach einem Covid-19-Fall wurden alle Menschen getestet, acht weitere Infektionen wurden so erkannt. Üblicherweise sind auf der "Mein Schiff 3" rund 2500 Gäste und rund 1000 Besatzungsmitglieder. 

Dass nun 2900 Besatzungsmitglieder an Bord sind, liegt daran, dass Crewmitglieder von anderen Schiffen der Tui-Cruises-Flotte dazukamen. Sie sollten von Deutschland aus in ihre Heimatländer geflogen werden. Nach Angaben von Tui Cruises war dies wegen der Reisebeschränkungen bislang nicht möglich.

Inzwischen sind Rückflüge für rund 1200 Besatzungsmitglieder etwa nach Indonesien, in die Ukraine, nach Tunesien, in die Türkei und nach Mauritius geplant. Die ersten von ihnen sollen am Freitag in ihr Heimatland gebracht werden. 

Busse mit Besatzungsmitgliedern sollen am frühen Morgen vom Terminal in Cuxhaven Richtung Flughafen fahren.

Update, 7. Mai, 18.27 Uhr: Stechen von Tätowierungen trotz Corona erlaubt

Schleswig - Die zwei Betreiber eines Tattoo-Studios haben mit einem Eilantrag gegen Corona-Beschränkungen vor dem Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht Erfolg gehabt. 

Die für Gesundheitsschutz zuständige 1. Kammer habe am Donnerstag einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz in Artikel 3 des Grundgesetzes festgestellt, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Dem Tattoo-Studio darf das Tätowieren außerhalb des Gesichtsbereichs nicht untersagt werden.

Die Covid-19-Bekämpfungsverordnung griff nach Ansicht des Verwaltungsgerichts in nicht gerechtfertigter Weise in die Berufsausübungsfreiheit der Antragssteller ein. 

Es gab demnach keinen sachlichen Grund, Tattoo-Studios anders zu behandeln als Kosmetik- oder Nagelstudios, die außerhalb des Gesichtsbereichs wieder tätig sein dürfen. Gegen den Beschluss (1 B 74/20) kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

Nach einem am Donnerstag bekannt gewordenen Beschluss der Jamaika-Koalition dürfen ab dem 18. Mai in Schleswig-Holstein auch Massagepraxen und Tattoo-Studios – bis auf Gesichtsbehandlungen – wieder tätig werden.

Update, 7. Mai, 18.15 Uhr: HSV-Trainer Hecking wird Zuschauerkulisse fehlen

Hamburgs Trainer Dieter Hecking steht zum Trainingsauftakt des HSV auf dem Platz.
Hamburgs Trainer Dieter Hecking steht zum Trainingsauftakt des HSV auf dem Platz.  © Axel Heimken/dpa

Hamburg - Auch für Trainer Dieter Hecking vom Fußball-Zweitligisten Hamburger SV werden die Geisterspiele in den kommenden Wochen ein Abenteuer. "Ich kann nicht sagen, wie das wird", sagte der Coach am Donnerstag. 

Er würde jede Heimpartie "liebend gern vor 57.000 Zuschauern spielen. Aber das ist nicht möglich. Das wird fehlen." Geisterspiele habe er höchstens in der Kreisliga bei seinen Söhnen erlebt, meinte er. 

Nach den ersten Erfahrungen damit in der 2. Liga werde man vermutlich Anpassungen vornehmen. Derzeit beschäftige ihn aber nur ein Thema: "Die Mannschaft schnellstmöglich auf Spielniveau zu bringen."

Gegenwärtig überlegen die Verantwortlichen, ob sie das Quarantänelager außerhalb Hamburgs absolvieren. "Es gibt die eine oder andere Idee", sagte der Coach. Spätestens am kommenden Montag werde die Mannschaft das Trainingslager beginnen. Kontakt mit ihren Familien dürften die Spieler dann nur telefonisch oder via Facetime aufnehmen.

Wie die Mannschaft zum nächsten Gegner Greuther Fürth reisen wird, ist noch nicht entschieden. Gespielt wird am 17. Mai um 13.30 Uhr.

Update, 7. Mai, 18.07 Uhr: 109 Schlachthofmitarbeiter mit Coronavirus infiziert

Bad Bramstedt - Weitere 32 Beschäftigte des Schlachthofes in Bad Bramstedt (Kreis Segeberg) sind positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. 

Damit habe sich die Zahl der infizierten Schlachthofmitarbeiter auf 109 erhöht, teilte der Kreis Segeberg am Donnerstag mit. Aufgrund dieses dynamischen Infektionsgeschehens, das sich nur noch schwer nachvollziehen und rückverfolgen lasse, habe der Infektionsschutz des Kreises Segeberg jetzt alle Mitarbeiter des Schlachthofs, die im Kreis Segeberg leben, unabhängig vom Testergebnis unter Quarantäne gestellt, sagte Landrat Jan Peter Schröder. Insgesamt hatte der Kreis Segeberg 179 Personen getestet, ein Teil der Testergebnisse steht noch aus.

Die gestiegene Anzahl der Infizierten rund um den Schlachthof hatte den Kreis Segeberg veranlasst, alle Beschäftigten des Unternehmens testen zu lassen. Bei zunächst zwei Beschäftigten eines Subunternehmers, die in einer ehemaligen Kaserne in Kellinghusen im Kreis Steinburg unterbracht sind, war vor rund zwei Wochen das Coronavirus festgestellt worden. 

Mittlerweile sind dort nach Angaben Schröders 77 Personen infiziert. Auch sie stehen unter Quarantäne.

Update, 7. Mai, 17.19 Uhr: 10.657 bestätigte Corona-Infektionen in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen am Donnerstag auf 10.657 gestiegen. 

Das waren 59 Fälle mehr als am Vortag, wie die Landesregierung (Stand 13.00 Uhr) mitteilte. 490 Menschen starben demnach nach einer Corona-Infektion (plus 7). 8473 der bestätigten Fälle, also 79,5 Prozent, gelten nach Hochrechnung als auskuriert. In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 571 Infizierte behandelt, 130 intensivmedizinisch. 

82 von ihnen müssen künstlich beatmet werden.

Update, 7. Mai, 17.16 Uhr: Drei weitere Corona-Infektionen in MV registriert

Rostock - Die Zahl der offiziell bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 bleibt in Mecklenburg-Vorpommern weiter auf sehr niedrigem Niveau. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Donnerstag berichtete, wurden drei weitere Infektionen festgestellt. 

Alle Betroffenen leben im (Kreis Ludwigslust-Parchim). Damit seien nunmehr 717 Personen positiv auf das Virus getestet worden. Die Zahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit Covid-19 blieb konstant bei 19. 

Landesweit müssen oder mussten 101 Menschen in Kliniken behandelt werden, 17 davon auf einer Intensivstation. Etwa 650 der 717 positiv getesteten Menschen gelten als genesen.

Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit weiter die geringste Zahl von positiv getesteten Menschen. Laut Lagus gibt es im Nordosten 44 Corona-Infizierte pro 100.000 Einwohner, der deutsche Schnitt liegt bei 200. 

In Bayern, dem Land mit den meisten Fällen, liegt die Zahl der Infizierten bei 333 pro 100.000 Einwohner, in Baden-Württemberg bei 295.

Update, 7. Mai, 16.48 Uhr: Hotel- und Gaststättenverband begrüßt Lockerungen

Kiel - Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Schleswig-Holstein hat die Ankündigung der Landesregierung begrüßt, dass Hotels und Gaststätten im Land vom 18. Mai an wieder öffnen dürfen. 

Das sei ein wichtiges und überfälliges Signal für die Branche, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Scholtis am Donnerstag. Diese Lockerung dürfe aber nur eine Zwischenstation sein auf dem Weg zur alten Normalität. 

Eine Begrenzung der Personenzahl in den Gasträumen soll es nach Angaben der Landesregierung nicht geben. 

Das gebe den Gastronomen Freiraum, die Tische so zu stellen, dass der vorhandene Platz unter Einhaltung der vorgeschriebenen Mindestabstände möglichst effektiv genutzt werde, sagte Scholtis.

Update, 7. Mai, 15.41 Uhr: Niedersachsen "startklar" für Corona-Antikörpertests

Hannover - Niedersachsens Landesgesundheitsamt (NLGA) bereitet sich auf Antikörpertests vor, die Aufschluss darüber geben sollen, wer bereits mit dem Coronavirus infiziert war und nun immun ist. 

"Wir sind startklar. Wenn morgen Blutproben kommen, können wir untersuchen", sagte NLGA-Präsident Matthias Pulz nach einem Laborbesuch von Ministerpräsident Stephan Weil und Gesundheitsministerin Carola Reimann (beide SPD) am Donnerstag. 

Allerdings müsse das Testverfahren noch weiterentwickelt werden, um verlässlich nachzuweisen, dass die Antikörper gegen das Coronavirus und nicht eine andere Infektion gebildet wurden.

Mittelfristig könnten die Tests es ermöglich, eine Immunität gegen Covid-19 festzustellen. Wenn das der Fall ist, sollten zuerst die Beschäftigten des Gesundheitswesens darauf getestet werden, sagte Ministerin Reimann. "Das wird aber alles nicht übermorgen sein."

NLGA-Präsident Pulz sagte, die Antikörpertests könnten «extrem wichtig» werden, um die Ausbreitung des Virus zu erfassen. "Ich hoffe, dass wir in den nächsten drei bis sechs Monaten auf einem guten Weg sind." Zum Start sollen die Kapazitäten von 100 bis 200 Tests am Tag vor allem für Forschungsprojekte des Helmholtz-Instituts in Braunschweig und der Uniklinik Göttingen genutzt werden. Später sollen bis zu 1000 Antikörpertests am Tag möglich sein.

Die Tests selbst seien mit 20 bis 25 Euro nicht teuer, sagte Pulz. Die benötigten Geräte kosteten aber 50.000 bis 100.000 Euro - einige davon habe das Amt bereits gehabt, andere seien dazugekauft worden.

Update, 7. Mai, 15.39 Uhr: Hamburg erlaubt Betrieb von Autokinos

Hamburg - Hamburg erlaubt im Zuge seiner Corona-Lockerungen den Betrieb von Autokinos. "Autokinovorführungen unter freiem Himmel dürfen stattfinden", teilte der Senat am Dienstag in Hamburg mit. 

Voraussetzung dafür sei die Einhaltungen der Abstandsgebote. Im Auto dürfen nur Personen aus dem eigenen Haushalt sitzen oder eine Person mit einer anderen Person.

Das Auto darf auf dem Veranstaltungsgelände außerdem nur zur Nutzung von Sanitäranlagen verlassen werden. Der Ticketverkauf muss kontaktlos im Vorverkauf erfolgen. 

Der Ton darf lediglich über Radiofrequenzen übertragen werden. 

Die Genehmigung von Autokinos kann mit Auflagen versehen werden, die insbesondere die Sanitäranlagen und die besonderen lokalen Gegebenheiten betreffen können.

Update, 7. Mai, 15.16 Uhr: Busunternehmen protestieren gegen Reisebeschränkungen

Zahlreiche Reisebusse nehmen an einem Buskorso um die Binnenalster teil.
Zahlreiche Reisebusse nehmen an einem Buskorso um die Binnenalster teil.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Mit einem Korso rund um die Binnenalster und einem lautstarken Hupkonzert haben Busunternehmen in Hamburg gegen die Reisebeschränkungen in der Corona-Krise protestiert. 

Mehr als 130 Reisebusse aus ganz Deutschland seien zur Binnenalster gefahren und hätten diese einmal lautstark umrundet, sagte der Veranstalter am Donnerstag. 

Die Unternehmen wollten mit der Veranstaltung darauf aufmerksam machen, dass sie wegen des Verbots von touristischen Reisen sehr stark getroffen worden sind. Viele kleine und mittelständische Unternehmen stünden kurz vor der Insolvenz. 

Sie forderten von der Politik kurzfristig weitere finanzielle Zuschüsse, mittelfristig eine Perspektive für die Branche sowie langfristig eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent.

Update, 7. Mai, 14.30 Uhr: Zahl der getesteten Hamburger Corona-Infizierten steigt um 26

Hamburg – Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Mittwoch um 26 auf 4907 gestiegen. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon rund 4000 inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 700 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um 5 auf 183. Nach RKI-Angaben sind in Hamburg 194 Personen mit einer Covid-19-Infektion gestorben - 4 mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 127 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, sieben weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation sank um einen auf 48.

Update, 7. Mai, 14.30 Uhr: Hamburger Museen nach siebenwöchiger Zwangspause wieder offen

Hamburg – Nach sieben Wochen Zwangspause haben zahlreiche Hamburger Museen ihre Türen am Donnerstag wieder für Besucher geöffnet. 

"Alle freuen sich, dass es jetzt wieder losgeht. Der Schritt in die kulturelle Normalität macht allen Mitarbeitern hier viel Freude", sagte Matthias Seeberg, Sprecher der Stiftung Historische Museen Hamburg, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Und es sei auch für die Besucher wichtig: "Es ist ja dann doch nochmal ein Unterschied, ob man das am heimischen Bildschirm sieht oder im Museum selbst steht."

Am Donnerstag hatten mehr als 20 staatliche und private Museen der Stadt zu ihren normalen Öffnungszeiten wieder Besucher eingelassen. Die mussten sich an die für Hamburg geltenden Abstandsregeln halten, am Eingang die Hände desinfizieren und wurden um das Tragen einer Nase-Mund-Bedeckung gebeten. Eine Pflicht dazu gebe es in den Museen dagegen nicht, so Seeberg.

Die staatlichen und privaten Museen hatten sich schon vor der Lockerung abgestimmt und sich auf diese einheitlichen Regelungen geeinigt, damit Besucher nicht überall alles neu erfragen müssen. Für die Museen der Hansestadt wurde zudem eine Besucherobergrenze festgelegt: eine Person pro 20 Quadratmeter. Am ersten Tag nach der coronabedingten Schließung Mitte März blieb der große Ansturm erwartungsgemäß aus. "Es ist jetzt auch nicht so, dass gleich 500 Leute vor der Tür stehen. Bei uns waren es heute bislang 30 bis 40 Besucher", so Seeberg.

Der langsam anlaufende Museumsbetrieb habe für die Häuser den Vorteil, dass sie sich an die neuen Routinen gewöhnen und Abläufe sich einspielen können. "Jetzt geht es erst einmal darum, den Normalbetrieb wieder hinzubekommen." Auf Führungen und Begleitveranstaltungen solle zunächst bis zum 30. Juni weiterhin verzichtet werden. "Da wird es sonst einfach zu schwierig, die Abstandsregelungen zu beachten".

Update, 7. Mai, 14.20 Uhr: Betretungsverbote für Orte und Inseln weiter möglich

Kiel – Schleswig-Holstein will Menschenansammlungen in Ferienorten nach dem Tourismus-Neustart am 18. Mai unterbinden. 

Es seien auch danach lokale oder regionale Betretungsverbote für Orte und für Inseln möglich, sagte Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) am Donnerstag am Rande der Landtagssitzung. "Es gibt jetzt mehr Freiheit und damit auch für alle Beteiligten mehr Verantwortung." Bei Infektionsclustern würden einzelne Betriebe wieder geschlossen werden.

Ab dem 18. Mai können im nördlichsten Bundesland Hotels, Ferienappartements und Restaurants wieder öffnen. Kapazitätsgrenzen gibt es nicht, Abstandsregeln und Hygienevorschriften müssen aber eingehalten werden. Damit verbunden fällt auch das Betretungsverbot für Inseln und Halligen. Inhaber von Ferienwohnungen dürfen wieder Gäste empfangen. Freibäder bleiben aber geschlossen, weil dort die Abstandsregeln nicht einzuhalten seien, sagte Buchholz.

Wegen der Corona-Krise hatte die Landesregierung den Tourismus Mitte März praktisch gestoppt. "Der touristische Einreisestopp im Land war zu Beginn der Pandemie richtig", sagte Buchholz. Dies sei aber auch angesichts des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes nicht mehr aufrecht zu erhalten. Ab 18. Mai dürfen Touristen wieder in den Norden kommen. Dort dürfen sie dann auch wieder in den Strandkörben sitzen.

Verboten bleibt im Norden aber auch über den 18. Mai hinaus die Öffnung von Clubs, Diskotheken und anderen Tanzveranstaltungen. Alle Veranstaltungen mit Sitzcharakter für bis zu 50 Menschen sind bei Einhaltung der Abstandsregelungen dann wieder möglich. Darunter fallen beispielsweise auch Kinos.

Update, 7. Mai, 13.52 Uhr: Fußball-Bundesliga startet am 16. Mai

Frankfurt/Main – Die Fußball-Bundesliga nimmt die Saison am 16. Mai wieder auf. Die 36 Profivereine entschieden sich am Donnerstag auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga dafür, den Spielbetrieb wie von Bund und Ländern vorgegeben erst in der zweiten Mai-Hälfte fortzusetzen und nicht schon am 15. Mai, wie zuvor vom Präsidium beschlossen. 

Zuerst hatte der "Sportbuzzer" darüber berichtet.

Update, 7. Mai, 12.20 Uhr: Fahrlehrer in Hamburg demonstrieren mit Autokorso um Binnenalster

Hamburg – Mit einem Autokorso um die Binnenalster wollen die Fahrschulen in Hamburg auf ihre schwierige Situation in der Corona-Krise aufmerksam machen und Druck auf den Senat ausüben. "Wir sind stiefmütterlich behandelt worden", kritisierte Sabine Darjus, Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes Hamburg, am Donnerstag. 

Die Fahrschulen in der Hansestadt fühlten sich im Vergleich zu anderen Gewerken wie Friseure oder Baumärkten benachteiligt. Für die Demonstration am Freitag (14 Uhr) hat der Fahrlehrerverband 100 Fahrzeuge bei den Behörden angemeldet. Zuvor hatte das "Hamburger Abendblatt" über die Aktion berichtet.

Bis zum 31. Mai dürfen Fahrschulen laut Verordnung weder theoretischen noch praktischen Unterricht anbieten. Dagegen können Friseure und andere Geschäfte seit Montag im Zuge der Lockerungen von Maßnahmen gegen die Pandemie wieder öffnen.

"Viele Fahrschulen werden diese Zeit nicht überstehen", sagte Verbandschefin Darjus mit Blick auf die Beschränkungen seit März . Laut einer bundesweiten Umfrage des Branchenverbandes Moving sehen sich rund 30 Prozent der Fahrschulen trotz staatlicher Hilfen in ihrer Existenz stark gefährdet. In der Hansestadt gibt es insgesamt 170 Betriebe mit etwa 400 Fahrlehrern, in Deutschland arbeiten rund 10.000 Fahrschulen.

Mittlerweile haben andere Bundesländer bereits angekündigt, dass die Fahrschulen wieder öffnen dürfen. So kann in Schleswig-Holstein der Fahr-Unterricht am 18. Mai wieder aufgenommen werden. Es sei ein "Flickenteppich", meinte Darjus. "Wir verstehen die Welt nicht mehr." 

Sie verwies darauf, dass auch in Hamburg sinnvolle Hygiene-Konzepte vorlägen, in dem beschrieben wird, wie unter anderen auch körperlicher Kontakt im Auto vermieden würde. "Das ist alles machbar." Der Fahrlehrerverband hofft nun auf den kommenden Dienstag. Dann will der Senat eine neue Rechtsverordnung beschließen.

Update, 7. Mai, 11.57 Uhr: Reisebusunternehmen demonstrieren an der Alster

Hamburg – Dutzende Reisebusse versammelten sich am Donnerstag ab 10.30 Uhr an der Binnenalster. Wegen dem aktuellen Corona-Einschränkungen sind auch Reisebusunternehmen um ihrer Existenz gefährdet.

Um auf diese Situation aufmerksam zu machen, versammelten sich zahlreiche Reisebusse und bildeten eine lange Kette rund um die Binnenalster.


Aufgrund dieser Versammlung bildete sich im Umfeld ein Verkehrschaos.

Reisebusse reihen sich auf einer Straße, die zur Alster führt.
Reisebusse reihen sich auf einer Straße, die zur Alster führt.  © Blaulicht-News.de / Sebastian Peters

Update, 7. Mai, 11.53 Uhr: Schleswig-Holstein hebt Einreiseverbot für Touristen auf

Kiel – Schleswig-Holstein hebt das Einreiseverbot für Touristen mit Wirkung zum 18. Mai wieder auf. "Es ist an der Zeit, das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben unseres Landes in den Blick zu nehmen und den Weg Schleswig-Holsteins zu gestalten", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag. 

Damit verbunden fällt am 18. Mai auch das Betretungsverbot für Inseln und Halligen.

Update, 7. Mai, 11.09 Uhr: Infizierte "Mein Schiff"-Crewmitglieder kommen in Klinik

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" liegt im Hafen.
Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" liegt im Hafen.  © Sina Schuldt/dpa

Cuxhaven – Die mit dem Coronavirus infizierten Besatzungsmitglieder auf dem Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" sollen in ein Krankenhaus gebracht werden. 

"Sie werden dort in Isolation untergebracht und versorgt", teilte Tui Cruises am Donnerstag mit. Den acht Patienten gehe es gut, sie seien ohne Symptome. Die Ausschiffung und Fahrt in die Klinik nach Geestland im Kreis Cuxhaven sei für diesen Donnerstag geplant. 

Tui Cruises zufolge hat auch das am 30. April als erstes positiv getestete Crewmitglied, das auf der Isolierstation einer Klinik in Cuxhaven liegt, keine Symptome mehr. Die Mitarbeiter werden demnach vom Psychosozialen Dienst der Deutschen Seemannsmission betreut.

Das Kreuzfahrtschiff liegt seit dem 28. April in Cuxhaven. An Bord sind rund 2900 Besatzungsmitglieder. Nach einem Covid-19-Fall wurden alle Menschen getestet, acht weitere Infektionen wurden so erkannt. Üblicherweise sind auf der "Mein Schiff 3" rund 2500 Gäste und rund 1000 Besatzungsmitglieder. 

Dass nun 2900 Besatzungsmitglieder an Bord sind, liegt daran, dass Crewmitglieder von anderen Schiffen der Tui-Cruises-Flotte dazukamen. Sie sollten von Deutschland aus in ihre Heimatländer geflogen werden. Nach Angaben von Tui Cruises war dies wegen der Reisebeschränkungen bislang nicht möglich.

Inzwischen sind Rückflüge für rund 1200 Besatzungsmitglieder etwa nach Indonesien, in die Ukraine, nach Tunesien, in die Türkei und nach Mauritius geplant. Die ersten von ihnen sollen am Freitag in ihr Heimatland gebracht werden.

Update, 7. Mai, 11.07 Uhr: 2830 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel – In Schleswig-Holstein hat es 16 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. 

Damit hat sich die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen bis Mittwochabend auf 2830 erhöht, wie die Landesregierung am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich seit der Meldung vom Mittwochmorgen um 1 auf 120 Fälle.

Mit Stand Mittwochabend waren im nördlichsten Bundesland 62 Menschen in klinischer Behandlung. Das waren 4 mehr als einen Tag zuvor. 2400 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 7. Mai, 11.06 Uhr: Kinos und Spielhallen in dürfen ab 18. Mai öffnen

Kiel – Im Zuge der Lockerungen der Corona-Bestimmungen dürfen in Schleswig-Holstein ab dem 18. Mai auch die Kinos wieder öffnen. Gleiches gelte für die Spielhallen, sagte CDU-Fraktionschef Tobias Koch am Donnerstag im Landtag. 

Für beide gelten demnach deutlich reduzierte Besucherzahlen und 1,5 Meter Mindestabstand. Die Betreiber müssen zudem ein Hygienekonzept vorlegen.

Update, 7. Mai, 10.15 Uhr: Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen ab 18. Mai möglich

Kiel – Veranstaltungen "mit Sitzcharakter" mit bis zu 50 Personen sind in Schleswig-Holstein ab 18. Mai unter Auflagen möglich.

Es müsse dabei aber klar sein, "wer ist da, wer sitzt auf seinem Platz", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag im Landtag in Kiel.

Update, 7. Mai, 10.06 Uhr: Gastronomie und Hotels in Schleswig-Holstein dürfen ab 18. Mai öffnen

Kiel – Restaurants, Hotels und Ferienhäuser dürfen in Schleswig-Holstein ab 18. Mai unter Auflagen wieder öffnen. 

Es gebe für die Gastronomie keine Kapazitätsgrenzen, die Betriebe müssten aber für die Einhaltung der Abstandsregeln sorgen und um 22 Uhr schließen, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag im Landtag in Kiel.

Noch stehen die Stühle von einem Restaurant gestapelt auf der Terrasse.
Noch stehen die Stühle von einem Restaurant gestapelt auf der Terrasse.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. Mai, 10 Uhr: Indoor-Sport ab 18. Mai in Schleswig-Holstein wieder möglich

Kiel – Im Zuge der Lockerung der Corona-Bestimmungen ist in Schleswig-Holstein ab 18. Mai unter Auflagen wieder Indoor-Sport möglich. 

Dann könnten auch Fitnessstudios wieder öffnen, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag im Landtag in Kiel.

Update, 7. Mai, 10 Uhr: Kitas in Schleswig-Holstein ab Juni in eingeschränktem Regelbetrieb

Kiel – Die Kitas in Schleswig-Holstein sollen ab 1. Juni wieder einen eingeschränkten Regelbetrieb aufnehmen. 

Dann dürften die Einrichtungen wieder zu 55 Prozent ausgelastet sein, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag im Landtag in Kiel.

Update, 7. Mai, 9.20 Uhr: Ministerpräsident Weil mahnt weiter zur Vorsicht

Hannover – In der Corona-Krise hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) angesichts bevorstehender weiterer Lockerungen zur Vorsicht gemahnt. 

"Jetzt sind wir in einer neuen Phase, die wird auch nicht leichter werden, vielleicht sogar komplizierter", sagte Weil am Donnerstagmorgen dem Sender Antenne Niedersachsen. "Wir müssen weiter vorsichtig sein." Das gelte, bis es einen wirksamen Impfstoff gebe und genügend Menschen geimpft seien. 

"Der Alltag wird vorerst nicht derselbe sein." Für wie lange genau, lasse sich nicht sagen, da das Virus noch nicht bekannt sei. Möglicherweise habe man in einem Jahr immer noch mit der Corona-Epedimie zu tun.

Update, 7. Mai, 7.24 Uhr: Freizeitparks im Norden warten auf Wiedereröffnung

Der Eingangsbereich im Hansa-Park in Sierksdorf ist bei sonnigem Wetter zur Mittagszeit leer.
Der Eingangsbereich im Hansa-Park in Sierksdorf ist bei sonnigem Wetter zur Mittagszeit leer.  © Frank Molter/dpa

Sierksdorf – Die Freizeitparks in Schleswig-Holstein warten sehnsüchtig auf einen Termin, an dem sie wieder öffnen dürfen. 

Er gehe davon aus, dass die Parks spätestens im Zuge der Wiederöffnung des Landes für Tagestouristen ihre Tore aufsperren dürften, sagte der Inhaber des Hansaparks Sierksdorf, Andreas Leicht, der dpa. 

Doch obwohl noch kein Zeitpunkt bekannt sei, liefen die Vorbereitungen für den verspäteten Saisonstart bereits seit Wochen auf Hochtouren. 

Auch bei der Tolk-Schau im Kreis Schleswig-Flensburg herrscht große Sorge. Derzeit sei noch völlig ungewiss, wann man wieder öffnen dürfe, sagte Prokurist Stephan Erichsen.

Update, 7. Mai, 6.27 Uhr: Kabinett will weitere Lockerungen von Corona-Verboten beschließen

Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, trägt zu Beginn einer Pressekonferenz eine Schutzmaske.
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, trägt zu Beginn einer Pressekonferenz eine Schutzmaske.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung will am Donnerstag (10 Uhr) weitere Lockerungen von Corona-Verboten beschließen. Bei der Kabinettsklausur geht es unter anderem um Öffnungsschritte für Kitas und Schulen. Mit mehrstündigen Beratungen wird gerechnet.

Außerdem soll die Frage beantwortet werden, wie eine Großveranstaltung definiert wird. Auf die Antwort warten zum Beispiel die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, um ihre Saison planen zu können, die am 13. Juni starten soll. Bundesweit sind Großveranstaltungen bis zum 31. August verboten. Offen ist aber in Mecklenburg-Vorpommern bislang, was als Großveranstaltung gelten soll.

Ab Montag soll die Kindertagespflege wieder den regulären Betrieb aufnehmen, wie Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) bereits angekündigt hat. Rund 4500 vorwiegend kleine Kinder werden in MV von Tagesmüttern und -vätern betreut. Eine Woche später sollen dem Vernehmen nach alle rund 13.600 Vorschulkinder wieder in die Kitas zurückkehren dürfen. Dazu werden Beschlüsse des Kabinetts erwartet.

Auch für eine schrittweise Rückkehr der Schulkinder werden Aussagen erwartet. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) hat angekündigt, dass alle Schüler vor den Sommerferien in die Schule zurückkehren können. Das heiße aber nicht, dass sie jeden Tag und den ganzen Tag in der Schule sein werden. Es solle aber allen die Gelegenheit gegeben werden, noch einmal Kontakt zu ihren Lehrern zu bekommen.

Dabei werde es auch um die sechsten Klassen gehen, so Martin. Am bisherigen Vorgehen bei der Rückkehr von Jahrgängen an die Schulen war Kritik laut geworden, da die sechsten Klassen noch nicht dabei gewesen sind. Hintergrund ist, dass für etwa ein Drittel dieser Kinder nach den Sommerferien der Schulwechsel von der Regionalen Schule zum Gymnasium ansteht.

Für die Wirtschaft wurden bereits zu Wochenbeginn Weichen gestellt: Als erstes Bundesland gewährt Mecklenburg-Vorpommern den Gaststätten ab Samstag die Möglichkeit zu öffnen. Ab 18. Mai können Hotels für Gäste aus dem Land öffnen, ab 25. Mai für Gäste aus der ganzen Bundesrepublik.

Bereits an diesem Donnerstag dürfen zahlreiche Dienstleistungsbetriebe wieder öffnen, wie Kosmetikstudios, Massagepraxen und Nagelstudios. Auch Sonnen- und Tattoo-Studios, Fußpflegesalons, Physiotherapeuten, Logopäden und ähnliche Unternehmen könnten den Betrieb wieder aufnehmen. Gleiches gilt für Betriebe des Heilmittelbereichs.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus ist in MV weiter sehr niedrig. Am Mittwoch stieg die Zahl um fünf neue Fälle auf 714. Die Gesundheitsbehörden schätzen, dass 643 von ihnen bereits wieder genesen sind.

Update, 7. Mai, 6.24 Uhr: Landesverband entscheidet: Wieder Amateur-Fußball oder Saisonabbruch

Rostock – Der Landesfußball-Verband von Mecklenburg-Vorpommern entscheidet am Donnerstagabend (19 Uhr) in einer erweiterten Vorstandssitzung per Video-Konferenz über den Fortgang des Spieljahres in den Amateur-Klassen. 

Die Zeichen stehen auf Stopp. Bei einer Umfrage haben Ende April 81 Prozent der Vereine für einen Abbruch votiert. Von 371 Vereinen mit Mannschaften im Spielbetrieb haben 279 (72 Prozent) ihre Stimme abgegeben.

Ungewiss ist auch noch der Fortgang in der 3. Liga. Hansa Rostock plädiert wie neun andere Vereine in der dritthöchsten Spielklasse für eine Fortsetzung der Saison. Acht sind dagegen, zwei enthielten sich. Beim Außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai soll eine Entscheidung fallen. In anderen Sportarten ist längst Auszeit. 

Im Volleyball, Handball, Basketball und Eishockey ruht der Spielbetrieb komplett. In der Volleyball-Bundesliga war schon im März Schluss.  

Update, 7. Mai, 6.16 Uhr: Bremer Innensenator: Vorzugsbehandlung des Profi-Fußballs

Ulrich Mäurer, Bremer Innensenator, hat scharfe Kritik an der Freigabe für den Spielbetrieb der Fußball-Bundesliga ab 15. Mai geübt.
Ulrich Mäurer, Bremer Innensenator, hat scharfe Kritik an der Freigabe für den Spielbetrieb der Fußball-Bundesliga ab 15. Mai geübt.  © Sina Schuldt/dpa

Bremen – Der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer hat scharfe Kritik an der Freigabe für den Spielbetrieb der Fußball-Bundesliga ab 15. Mai geübt. 

"Es war für mich nicht überraschend, dass es zu einer Vorzugsbehandlung des Profi-Fußballs kommen wird. Das war absehbar", sagte der SPD-Politiker der "Bild"-Zeitung und sprach von einer falschen Entscheidung.

Mäurer verwies auch auf das Skandal-Video von Hertha-Profi Salomon Kalou, der sich in der Kabine der Berliner beim Verstoß gegen mehrere Hygieneregeln gefilmt hatte. 

"Da hätten drei Kalous durch die Stadt laufen können. Hier ging es ums Geld – und da hört die Moral auf", sagte der 68-Jährige. Zuvor hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer dem Profifußball eine Rückkehr zum Spielbetrieb ab Mitte Mai erlaubt.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sprach von hitzigen Debatten um den Termin für die Fortsetzung des Spielbetriebs. Er habe sich für einen späteren Re-Start ausgesprochen. Innensenator Mäurer warnte vor den Risiken der Pläne der Deutschen Fußball Liga. 

"Was ist, wenn die erste Mannschaft in Quarantäne gehen muss? Dann ist wahrscheinlich der Spielbetrieb beendet", sagte er. Zudem befürchtet Mäurer weiter Fan-Aufläufe vor den Stadien bei den geplanten Geisterspielen. "Ich halte es für möglich, dass sich das Ganze völlig anders entwickelt als von der DFL geplant", sagte er.

Dass viele der Geisterspiele nur im Bezahlfernsehen laufen, hält Mäurer für ein fatales Signal, weil viele Fans sich dann gemeinsam Spiele vor dem TV ansehen könnten. "Das heißt: Alles das, was wir erreichen wollen – dass es wenige Kontakte gibt – wird hier ins Gegenteil verdreht", erklärte Mäurer. Er habe das Vertrauen in den Profi-Fußball schon lange verloren.

Update, 7. Mai, 6.15 Uhr: Ministerpräsident Weil besucht Corona-Testlabor

Hannover – Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Gesundheitsministerin Carola Reimann (beide SPD) informieren sich am Donnerstag im Landesgesundheitsamt (NLGA) über Corona-Tests. 

Geplant sind ein Laborbesuch (13 Uhr) sowie Gespräche mit NLGA-Präsident Matthias Pulz und weiteren Wissenschaftlern. Das Landesgesundheitsamt ist für die Diagnostik des Sars-CoV-2-Virus zuständig. 

Bei morgens eingehenden Proben sollen die Testergebnisse dabei noch am gleichen Tag vorliegen. Zudem seien jetzt technische Möglichkeiten geschaffen worden, um Antikörpertests durchzuführen.

Bis Mittwoch waren in Niedersachsen 10.598 Corona-Infektionen bestätigt worden - mehr als drei Viertel davon gelten als auskuriert.

Update, 6. Mai, 21.18 Uhr: Steuereinnahmen um ein Drittel geschrumpft

Hannover - Wegen des Corona-Shutdowns hat Niedersachsen im April ein Drittel weniger Steuern eingenommen als ein Jahr zuvor. 

Das berichtet das Politikjournal "Rundblick Niedersachsen" mit Berufung auf die Statistik der Steuereinnahmen für den vergangenen Monat. Sie betragen demnach 1,01 Milliarden Euro - nach 1,6 Milliarden Euro im April 2019.

Die Einkommens- und die Umsatzsteuer seien wegen der Restriktionen für den Einzelhandel regelrecht weggebrochen, hieß es. Die Umsatzsteuer-Einnahmen sanken demnach von rund einer Milliarde Euro (April 2019) auf 314 Millionen Euro.

Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) sagte: "Wir werden noch sehr viel drastischere Einnahmeausfälle erleben." Da die Umsatzsteuer zeitversetzt registriert werde, werde man erst in den kommenden Monaten die wirklichen Einbrüche verzeichnen.

Wenn man die Berechnungen des Bundes zugrunde lege, die allerdings schon einige Wochen alt sind, könnte in Niedersachsens Kasse in diesem Jahr ein Betrag zwischen drei und vier Milliarden Euro fehlen, sagte der Minister. 

Das werde dann nicht allein über neue Kredite im Zuge der Konjunkturkomponente zu bewältigen sein. Neue politische Vorhaben der Koalition stünden deshalb unter dem Vorbehalt der Finanzierung.

Update, 6. Mai, 20.38 Uhr: Günther informiert über weitere Lockerungen

Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, sitzt in dem Raum von dem aus er an Videokonferenzen teilnimmt.
Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, sitzt in dem Raum von dem aus er an Videokonferenzen teilnimmt.  © Carsten Rehder/dpa

Kiel - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will am Donnerstag im Landtag über die Regierungspläne für Lockerungen in Tourismus und Gastronomie informieren. 

Am Mittwoch hatten sich Bund und Länder auf grundsätzliche Beschlüsse dazu verständigt. Günther hatte bereits angekündigt, dass noch im Mai Lockerungen in Kraft treten sollen. 

Weitere Themen im Landtag sind ein Nachtragshaushalt zur Finanzierung von Maßnahmen gegen die Corona-Krise und die geplante Reform des kommunalen Landesfinanzausgleichs.

Update, 6. Mai, 19.21 Uhr: 10.598 bestätigte Corona-Infektionen in Niedersachsen

Hannover/Bremen - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen am Mittwoch auf 10.598 gestiegen. Das waren 96 Fälle mehr als am Vortag, wie die Landesregierung mitteilte. 

483 Menschen starben demnach nach einer Corona-Infektion (plus 9).

8279 der bestätigten Fälle, also 78,1 Prozent, gelten nach Hochrechnung als auskuriert. In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 634 Infizierte behandelt, 134 intensivmedizinisch. 80 von ihnen müssen künstlich beatmet werden.

Im Land Bremen meldeten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch 966 bestätigte Fälle (plus 49). 559 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Toten blieb bei 32. 

Derzeit werden 56 Personen stationär versorgt. Zehn von ihnen liegen auf Intensivstationen, sieben müssen beatmet werden.

Update, 6. Mai, 18.47 Uhr: Nagel- und Sonnenstudios dürfen ab Donnerstag öffnen

Schwerin - Im Rahmen der weiteren Lockerungen von Corona-Kontaktbeschränkungen dürfen in Mecklenburg-Vorpommern von Donnerstag an einige Dienstleistungsbetriebe wieder öffnen. 

Dabei handelt es sich beispielsweise um Kosmetikstudios, Massagepraxen und Nagelstudios. Auch Sonnen- und Tattoo-Studios oder Fußpflegesalons zählen dazu. Dabei gelten wie in anderen Betrieben die inzwischen üblichen Auflagen zum Infektionsschutz, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) jüngst ankündigte. 

So müssten Warteschlangen vermieden werden und Mitarbeiter einen einfachen medizinischen Mund- und Nasenschutz tragen.

Update, 6. Mai, 17.46 Uhr: Fünf weitere Corona-Infektionen in MV registriert

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind fünf weitere Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden. 

Laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) sind nunmehr 714 Menschen in MV positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit Covid-19 blieb demnach weiterhin bei 19.

Landesweit müssen oder mussten 101 Menschen in Kliniken behandelt werden, 17 davon auf einer Intensivstation. Rund 35 700 Corona-Tests seien bislang analysiert worden.

Das Landesgesundheitsamt geht einem Schema des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge davon aus, dass schätzungsweise 643 der positiv getesteten Menschen im Land - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind.

Update, 6. Mai, 17.35 Uhr: HSV kehrt ins Mannschaftstraining zurück

Spieler des HSV gehen im empfohlenen Abstand voneinander zu ihrem Training.
Spieler des HSV gehen im empfohlenen Abstand voneinander zu ihrem Training.  © Ulrich Perrey/dpa

Hamburg - Der Hamburger SV geht in der Vorbereitung auf den Neustart in der 2. Fußball-Bundesliga den nächsten Schritt. 

Wie der Club am Mittwoch mitteilte, wird die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking das Mannschaftstraining wieder aufnehmen. "Das Teamtraining, das weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden wird, ist wie das zuletzt absolvierte Kleingruppentraining mit maximalen Hygiene- und Präventionsvorgaben versehen", hieß es in einer Pressemitteilung.

Um die Vorgaben mit dem gesamten Kader, Trainer- und Betreuerstab optimal umsetzen zu können, ziehen die Zweitligaprofis vorerst in die Alexander-Otto-Akademie in unmittelbarere Nähe des Volksparkstadions um. 

"Die Räumlichkeiten dort eignen sich besser, um Abstands- und Hygieneregeln außerhalb der Trainingseinheiten einzuhalten", sagte Sportvorstand Jonas Boldt.

Update, 6. Mai, 17 Uhr: Tschentscher betont Verantwortung der Länder in der Krise

Hamburg - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat die Verantwortung der Länder im weiteren Kampf gegen die Corona-Pandemie betont. 

Bei ihrer Schalte seien die Regierungschefs der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel übereingekommen, die Beschlüsse über weitere Lockerungen künftig in die Hände der Länder zu geben, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Anschluss an die Konferenz in Berlin. "Deswegen übernehmen die Länder jetzt eine sehr, sehr große Verantwortung." 

Dieses Vorgehen werde jedoch auch dazu führen, dass es weniger einheitliche Regelungen geben werde, sagte Tschentscher. "Das steckt in dieser Vereinbarung drin."

Update, 6. Mai, 16.26 Uhr: Großes Interesse an Ostsee-Urlaub

Am Strand sitzen Urlauber in einem Strandkorb.
Am Strand sitzen Urlauber in einem Strandkorb.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock - Nach der Ankündigung von Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen steigt das Interesse an Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern spürbar an. "Seit Montag laufen die Telefone heiß", sagte die Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburgischer Ostseebäder, Anett Bierholz, am Mittwoch. 

Die Anfragen kämen aus ganz Deutschland, wobei sie manchen Anrufer, der gleich anreisen wolle, auch enttäuschen müsse. Denn die Aufenthalte in den Feriendomizilen seien für Personen aus Mecklenburg-Vorpommern ab dem 18. Mai, für Menschen aus anderen Bundesländern erst eine Woche später möglich.

In Karlshagen auf Usedom haben am Mittwoch die Mitarbeiter der Tourismuszentrale ihrer Freude über die Öffnungen deutlich Ausdruck gegeben. Sie präsentierten ein Banner mit dem Schriftzug "Hurra! Unsere Gäste sind wieder da. Willkommen zurück. Karlshagen sagt Danke."

Von einem größeren Andrang berichtete auch Mana Peter von der Tourismuszentrale Rügen. Dabei sei die Zahl der Anfragen größer im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt. "Die Menschen erkundigen sich auch ganz genau, was möglich ist und was nicht."

Dabei stünden manche Hoteliers vor dem Problem der Überbuchung. Denn laut der Ankündigung der Landesregierung dürfen nicht mehr als 60 Prozent der Zimmer vermietet werden. 

"Die Hoteliers wissen noch nicht, wie sie das Problem lösen sollen", sagte Bierholz.

Update, 6. Mai, 16.24 Uhr: Keine Infektionen mehr in Seniorenheim in Wildeshausen

Ein Kamerateam filmt das Schild vor der Seniorenresidenz Atrium am Wall in Wildeshausen.
Ein Kamerateam filmt das Schild vor der Seniorenresidenz Atrium am Wall in Wildeshausen.  © Sina Schuldt/dpa

Wildeshausen - Nach mehr als vier Wochen in einer Notunterkunft sind acht Frauen und Männer zurück in ihr Seniorenheim nach Wildeshausen gebracht worden.

 Inzwischen gebe es in der Einrichtung keinen Corona-Fall mehr, sagte der Sprecher des Landkreises Oldenburg, Oliver Galeotti. 

"Wir sind froh, dass wir diesen Schritt jetzt machen konnten, denn somit sind die Damen und Herren wieder in ihrer zuvor vertrauten Umgebung", so Landrat Carsten Harings (parteilos).

Anfang April war mehr als die Hälfte der damals rund 50 Bewohner und rund 45 Mitarbeitenden des Heims positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, wurden die negativ getesteten Bewohnerinnen und Bewohner ins Gästehaus des Berufsförderungswerkes Weser-Ems in Ganderkesee gebracht.

Bevor die Frauen und Männer aus dem Gästehaus zurückgebracht wurden, gab es mehrere Kontrolltests beim Personal und den Bewohnern. Alle seien negativ ausgefallen, so der Landkreissprecher. Sieben positiv getestete Bewohner des Heims sind gestorben.

Update, 6. Mai, 15.48 Uhr: Dänemark dämpft Erwartungen

Kopenhagen - Urlauber aus Deutschland werden weiterhin vorerst nicht nach Dänemark einreisen können. 

Die in der Corona-Krise ergriffenen Maßnahmen hätten zwar schwere Folgen für den Tourismus, sagte Justizminister Nick Hækkerup am Mittwoch im Parlament in Kopenhagen auf eine Frage der Opposition, ob die Grenze für deutsche Touristen wieder geöffnet werden sollte. 

So wie die Situation derzeit aussehe, sollten Touristen seiner Ansicht nach aber nicht nach Dänemark einreisen dürfen, da sie möglicherweise eine Coronavirus-Infektion mit ins Land bringen könnten.

Es sei weder sein Wunsch noch derjenige der Regierung, die Grenzen länger als notwendig geschlossen zu halten, machte Hækkerup klar. Man müsse jedoch erst die Ergebnisse der bisherigen Lockerungen der Corona-Maßnahmen abwarten, ehe Weiteres geändert werden könne.

Deutsche Urlauber machen normalerweise den Großteil der Gäste in dänischen Ferienhäusern aus. 

Dänemark hatte Mitte März neben anderen Maßnahmen auch Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen erlassen, um die Ausbreitung des Coronavirus abzubremsen.

Update, 6. Mai, 14.55 Uhr: Gesundheitsämter bereiten sich auf Tourismusöffnung vor

Rostock - Vor der Öffnung von Hotels am 18. Mai für Einheimische und dann eine Woche später für Gäste aus anderen Bundesländern laufen in Mecklenburg-Vorpommern die Vorbereitungen auf Hochtouren. 

Dabei stehen die Maßnahmen zur Einhaltung der Kontaktbeschränkungen im Vordergrund. Wenn es doch zu Neu-Infektionen kommen sollte, hätten die zuständigen Gesundheitsämter die Möglichkeit, die Kontakte der Betroffenen schnell und sicher zurückzuverfolgen, sagte der Sprecher der Hansestadt Rostock, Ulrich Kunze, am Mittwoch. 

Zu Rostock gehört mit dem Warnemünde einer der Hotspots des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern.

Da bei jeder Zimmerbuchung und Tischbestellung Kontaktdaten hinterlassen werden, ließen sich die Infektionsketten anschließend nachvollziehen, erklärte Kunze. "Wir wissen, wer wann mit wem Kontakt hatte." Dies sei auch dann gegeben, wenn es sich um Menschen aus anderen Bundesländern handeln sollte, dann würden die jeweiligen Ämter miteinander kommunizieren. 

Genaue Detailplanungen seien noch nicht möglich, weil die entsprechende Verordnung noch nicht vorliege.

Update, 6. Mai, 14.10 Uhr: Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen

Berlin – Alle Geschäfte in Deutschland sollen unter Auflagen wieder öffnen dürfen. 

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich am Mittwoch darauf, die bisherige Öffnungsbeschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern aufzuheben.

Update, 6. Mai, 13.44 Uhr: Neun "Mein Schiff"-Crewmitglieder mit Corona infiziert

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" liegt im Hafen.
Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" liegt im Hafen.  © Sina Schuldt/dpa

Cuxhaven – Von den rund 2900 Besatzungsmitgliedern auf dem Tui-Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" in Cuxhaven haben sich insgesamt neun mit dem Coronavirus infiziert. 

Das teilte Tui Cruises am Mittwoch mit und verwies darauf, dass nun alle Testergebnisse vorliegen. "Alle positiv-getesteten Besatzungsmitglieder befinden sich in Isolation, es geht ihnen gut und sie sind symptomfrei", sagte eine Sprecherin. Demnach hat auch das am 30. April als erstes positiv getestete Crewmitglied, das auf der Isolierstation einer Klinik in Cuxhaven liegt, keine Symptome mehr. 

"Wir freuen uns über die guten Nachrichten und arbeiten weiter daran, der Besatzung die Rückreise in ihre Heimatländer zu ermöglichen", so die Vorsitzende der Geschäftsführung von Tui Cruises, Wybcke Meier. 

Über das genaue Vorgehen sollte voraussichtlich noch am Mittwoch entschieden werden.

Update, 6. Mai, 13.40 Uhr: Zahl der Hamburger Corona-Infizierten steigt

Hamburg – Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Dienstag um 26 auf 4881 gestiegen. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) könnten davon rund 3900 inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 800 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um 7 auf 178. Nach RKI-Angaben sind in Hamburg 190 Personen mit einer Covid-19-Infektion gestorben - 18 mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 134 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, zehn weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation sank um drei auf 49.

Update, 6. Mai, 12.25 Uhr: Bäderland hofft bald auf Öffnungen

Hamburg – Nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen für den Sport- und Freizeitbereich hofft auch Betreiber Bäderland, seine Freibäder in Hamburg bald öffnen zu können. 

"Die Zeichen stehen schon besser als in der vergangenen Woche", sagte Bäderland-Sprecher Michael Dietel am Mittwoch. Die ersten Schwimmbäder seien bereits bereit, bei einigen anderen würden die Becken mit Wasser gefüllt. Niedersachsen ist schon einen Schritt weiter und erlaubt die Öffnung von Freibädern vom 25. Mai an unter Auflagen.

Als Termin für einen Start in die Freiluftsaison in Hamburg würde sich Bäderland Ende Mai/Anfang Juni wünschen. "Dann ist auch die Wettersituation zuverlässiger", sagte Dietel. Die Öffnung würde ausschließlich für die Freibäder gelten, betonte er.

Bäderland arbeite an einem umfangreichen Hygienekonzept. Die Ansteckungsgefahr im Schwimmbecken selbst sei durch die desinfizierende Wirkung des Chlors im Wasser indes ausgeschlossen, meinte der Sprecher und verwies auf das Bundesumweltamt.

Seit Mittwoch ist in der Hansestadt Individual-Sport im Freien unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsregeln wieder erlaubt. Das gilt für Leichtathletik, Wassersport, Radsport, Reitsport, Klettern, Skaten, Golf und Tennis. Fitnessstudios oder Schwimmbäder sind wegen der besonderen Hygiene-Situation vorerst von den Lockerungen noch ausgeschlossen. "Wir brauchen noch Zeit, um vernünftige Lösungen zu finden", hatte Innen- und Sportsenator Andy Grote (SPD) am Dienstag gesagt.

Bei Bäderland ruht der gesamte Sauna-, Bade- und Kursbetrieb, also auch in den Hallenbädern, seit dem 15. März. Der Betreiber ist in Hamburg für insgesamt 28 Anlagen, darunter Schwimmbäder mit Außenanlagen und Wellnessbereichen, Freibäder und eine Eissporthalle, verantwortlich. Er verzeichnet jährlich etwa vier Millionen Besucher.

Update, 6. Mai, 12.24 Uhr: Udo Lindenbergs "Panik City" soll am 17. Mai wieder öffnen

Hamburg – Die "Panik City", das Multimedia-Erlebnis von Udo Lindenberg auf dem Hamburger Kiez, will am 17. Mai wieder ihre Pforten öffnen - pünktlich zum 74. Geburtstag des Panik-Rockers. Sprecherin Petra Roitsch bestätigte den Termin am Mittwoch auf Nachfrage. Zuvor hatte "Radio Hamburg" berichtet.

"Wir sind ja auch eine Art Museum und könnten damit schon am Donnerstag öffnen", sagte Roitsch der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings bräuchte die "Panik City" einige Vorlaufzeit, um die geforderten Regelungen für Besucherzahlen und die Hygiene-Anforderungen umzusetzen. Die Einrichtung ist wegen der gegenwärtigen Corona-Pandemie seit dem 15. März geschlossen.

Lindenberg hatte seine Tournee, die am 21. Mai in Kiel starten sollten, auf 2021 verschoben: "Es wäre cool, wenn wir uns dann nächstes Jahr ohne dieses Fuckvirus gesund wiedersehen", hatte der Musiker erklärt.

Update, 6. Mai, 11.23 Uhr: 700 Museen dürfen wieder öffnen

Hannover – Der Museumsverband Niedersachsen und Bremen hat Handlungsempfehlungen zur Wiedereröffnung der rund 700 Häuser in beiden Bundesländern erarbeitet. 

Zunächst könne man die Ausstellungen vorrangig als Einzelbesucher, zu zweit oder als Familie betreten, teilte der Verband am Mittwoch mit. Die Gäste müssten sich an strenge Hygienestandards und Abstandsregeln halten, die zum Beispiel durch eine besondere Wegführung erreicht werden könnten. 

"Die Öffnung ist nicht verpflichtend", sagte Verbands-Geschäftsführer Hans Lochmann. Die Entscheidung liege in der Verantwortung des jeweiligen Trägers. "Erst wenn dieser sich gut gewappnet fühlt, sollte die Öffnung auch tatsächlich erfolgen", riet er.

Weil die Anordnung zur Schließung bei vielen genau in den Saisonstart gefallen sei, liege nun hinter einigen Museen eine lange Durststrecke, teilte der Verband weiter mit. Bei der Wiedereröffnung gehe es auch um die Existenzsicherung der Häuser. 

In Niedersachsen dürfen die Museen nach Entscheidung der Landesregierung von Donnerstag (7.5.) an wieder für den Publikumsverkehr öffnen. Archive und Bibliotheken sind bereits seit dem 20. April wieder zugänglich.

Update, 6. Mai, 11.15 Uhr: Hamburger Hafenfähren wieder in Betrieb

Hamburg – Mit den zunehmenden Lockerungen werden in den nächsten Tagen auch die Hafenfähren in Hamburg ihren Betrieb wieder verstärken. 

Die vorübergehend stillgelegten Linienverkehre nach Steinwerder und nach Cranz werden ab dem 9. und 11. Mai wieder aufgenommen, teilte die Reederei Hadag am Mittwoch mit. Die Verbindungen waren vorübergehend nicht befahren worden, um die Schiffe auf den übrigen Routen des Hadag-Netzes einzusetzen. 

In den vergangenen Tagen sei das Fahrgastaufkommen auf den Fähren leicht gestiegen; die Passagiere hielten sich überwiegend an die Maskenpflicht. Die Hafenfähren sind Teil des öffentlichen Nahverkehrs, werden aber auch von Touristen gern genutzt. 

Update, 6. Mai, 11.13 Uhr: Auf den Hamburger Spielplätzen wird wieder gespielt

Hamburg – Endlich wieder schaukeln und wippen: Nach wochenlanger Schließung haben die Spielplätze in Hamburg am Mittwoch wieder geöffnet. 

Alle Kinder haben sich riesig gefreut, sagt Nathalie, die Mutter der fast dreijährigen Isabel auf dem "Kotti"-Spielplatz in Eimsbüttel. "Das war wie Weihnachten und Geburtstag zusammen." Der Spielplatz war am frühen Vormittag gut besucht, aber nicht zu voll. Auch auf dem Piratenspielplatz am Kaifu-Ufer spielen die ersten Kinder. "Mats ist den ganzen Weg hierher gerannt, so schnell waren wir noch nie hier", sagt die Mutter des zweieinhalbjährigen Jungen.

Angesichts anhaltend rückläufiger Corona-Zahlen hatte der Hamburger Senat am Vortag weitere Lockerungen der Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie beschlossen. So dürfen die Spielplätze der Stadt wieder genutzt werden, von Kindern unter sieben Jahren aber nur in Begleitung von Erwachsenen, wie Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) am Dienstag erläutert hatte.

Die Abstandsregeln müssten von Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren eingehalten werden, eine Maskenpflicht gebe es aber nicht. Erlaubt sei das Spielen zwischen 7 Uhr morgens und 20 Uhr abends. An die Regeln müssten sich auch private Spielplätze halten.

Update, 6. Mai, 10.28 Uhr: 2811 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein - 119 Tote

Kiel – In Schleswig-Holstein hat es 17 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. 

Damit hat sich die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen bis Dienstagabend auf 2811 erhöht, wie die Landesregierung am Mittwoch mitteilte. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich seit der Meldung vom Dienstagmorgen um 1 auf 119 Fälle.

Mit Stand Montagabend waren im nördlichsten Bundesland nur noch 58 Menschen in klinischer Behandlung. Das waren 5 weniger als einen Tag zuvor. 2300 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 6. Mai, 10.26 Uhr: Schulen für weitere Klassen wieder geöffnet

Kiel – In Schleswig-Holstein hat für weitere Jahrgänge wieder die reguläre Schule begonnen. Die 4. Klassen der Grundschulen durften am Mittwoch nach mehreren Wochen Homeschooling wegen der Corona-Pandemie wieder in ihre Klassenzimmer. Ebenso begannen die 6. Klassen an den Gymnasien mit dem Unterricht. Zudem wurden die Berufsschulen geöffnet.

Damit startete die zweite Phase der Schulöffnungen im nördlichsten Bundesland. Vor zwei Wochen hatten in Schleswig-Holstein schriftliche Abiturprüfungen und Prüfungsvorbereitungen an Gemeinschaftsschulen begonnen. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte als Ziel genannt, dass trotz der Corona-Pandemie alle Schüler «zumindest tageweise in die Schule kommen» dürfen. Wann das geschehen kann, ist noch offen.

An den Schulen gelten wie überall strikte Hygienevorschriften wie das Abstandhalten, Händewaschen und die «Niesetikette». Das Bildungsministerium empfahl darüber hinaus zusätzlich das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in den Schulen auf Laufwegen, Fluren und in den Pausen. 

Wer auch im Klassenzimmer eine Maske tragen wolle, könne das tun. In Schulbussen sei ohnenhin Pflicht.

Update, 6. Mai, 10.02 Uhr: Tierpark Hagenbeck wieder geöffnet

Ein Mitarbeiter stellt am Eingang von Hagenbecks Tierpark Schilder mit Hinweisen zu Verhaltensregeln auf.
Ein Mitarbeiter stellt am Eingang von Hagenbecks Tierpark Schilder mit Hinweisen zu Verhaltensregeln auf.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg – Endlich wieder Tiere gucken: Sechs Wochen nach der coronabedingten Schließung hat der Hamburger Tierpark Hagenbeck am Mittwoch um 9 Uhr wieder geöffnet. 

Bereits vor der Öffnung der Kasse hätten sich lange Schlangen gebildet, sagte eine Sprecherin. Eltern mit Kindern und Jahreskartenbesitzer hätten auf dem Vorplatz in Reihe gestanden - alle sehr diszipliniert. Die Freude sei bei allen groß.

Aus Infektionsschutzgründen werden nach Angaben des Tierparks allerdings nur 1000 statt der üblicherweise bis zu 3000 Besucher täglich in den Park gelassen. 

Auch Schaufütterungen und Führungen fänden im Tierpark erst einmal nicht statt, hieß es. Außerdem blieben einzelne Bereiche, etwa das Orang-Utan-Haus, das Streichelgehege und der Spielplatz geschlossen. Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes werde empfohlen.

Vor dem Elefanten-Freilaufgehege, vor dem sich normalerweise viele Menschen tummeln, werden nach Angaben des Zoos von Mittwoch an nur 50 Besucher stehen dürfen. Zwei Ordner würden den Ein- und Ausgang zu diesem Bereich kontrollieren.

Update, 6. Mai, 8.43 Uhr: Berentzen stellt Desinfektionsmittel her

Flaschen Berentzen in einem Verkaufsladen am Hauptsitz des Spirituosen-Herstellers.
Flaschen Berentzen in einem Verkaufsladen am Hauptsitz des Spirituosen-Herstellers.  © picture alliance / Friso Gentsch/dpa

Haselünne – Weniger Apfelkorn, mehr Mio-Mio-Mate: Der Getränkehersteller Berentzen hat im ersten Quartal 2020 mit dem Verkauf von alkoholfreien Getränken den coronabedingten Absatzrückgang in anderen Segmenten teilweise auffangen können.

"Wie erwartet spüren wir als Unternehmen die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Wirtschaft und Gesellschaft", sagte Berentzen-Vorstand Oliver Schwegmann am Mittwoch. Das Gastronomiegeschäft sei fast vollständig zum Erliegen gekommen, Vermarktungsaktivitäten im Einzelhandel seien reduziert. Außerdem seien die Bestellungen für Frischsaftsysteme rückläufig, da derzeit Investitionen vermieden würden.

Der Umsatz des Konzerns aus Haselünne lag mit 36,2 Millionen Euro in den ersten drei Monaten des Jahres nur leicht unter dem Vorjahreswert von 36,9 Millionen Euro. 

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedoch deutlich von 1,7 Millionen auf 1,1 Millionen Euro. Beim Absatz konnte insbesondere die Eigenmarke Mio Mio mit einem Zuwachs von 28,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen. Der Absatz der Eigenmarken Berentzen und Puschkin ging um 17,0 Prozent zurück.

Ähnlich wie andere Spirituosen-Hersteller liefert jetzt auch Berentzen Desinfektionsmittel und Ethanol zu dessen Herstellung an das Gesundheitswesen, wie das Unternehmen mitteilte. Desinfektionsmittel werde händisch produziert und abgefüllt und an lokale Krankenhäuser und Altenheime gespendet. Ethanol werde Apotheken zur Verfügung gestellt und in größeren Mengen an einen Kooperationspartner geliefert, der daraus industriell Desinfektionsmittel herstelle.

Update, 6. Mai, 8.40 Uhr: Sicherheitsabstand auch in Gemeinschaftsunterkünften

Bremen – In Bremen müssen Menschen auch in Gemeinschaftsunterkünften wie Flüchtlingsheimen und Quartieren für Saisonarbeiter oder Obdachlose den Corona-Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern einhalten können. 

Diese Vorschrift nahm der Senat in die "Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus" auf, wie Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) mitteilte. Nach ihren Angaben ist Bremen damit das erste Bundesland mit entsprechend konkretisierten Vorgaben. "Die allgemeingültigen Abstandsregeln sind damit auch für Gemeinschaftsunterkünfte festgeschrieben." Wegen des nötigen Mindestabstands müssten die Einrichtungen auch eine Begrenzung zulässiger Personenzahlen prüfen.

Auch in anderen Bundesländern gibt es Diskussionen über mehr Schutz in gemeinschaftlichen Unterkünften. So sprach sich die brandenburgische Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) für mehr Platz in Flüchtlingsheimen aus. Eine Lösung könne auch die verstärkte "Unterbringung in Wohnungen und Wohnverbünden" sein.

Update, 6. Mai, 6.45 Uhr: Inselbürgermeister hofft auf Einschränkung der Tourismus-Lockerungen

Marcel Fangohr, Bürgermeister der ostfriesischen Insel Wangerooge.
Marcel Fangohr, Bürgermeister der ostfriesischen Insel Wangerooge.  © Holger Hollemann/dpa

Wangerooge – Nach der angekündigten Tourismus-Öffnung Niedersachsens hofft Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos) auf eine Abschwächung der Lockerungen. 

"Natürlich wollen wir eine Öffnung, aber gleich zu sagen, Übernachtungen in Ferienwohnungen sind wieder erlaubt und das vor Christi-Himmelfahrt und Pfingsten, da werden wir einfach große Probleme bekommen", sagte Fangohr. 

Schließlich machten Ferienwohnungen mehr als 80 Prozent der Übernachtungsmöglichkeiten auf der ostfriesischen Insel aus. Fangohr erhofft sich eine Abschwächung der Lockerungen des Landes nach dem an diesem Mittwoch geplanten Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten.

Die Corona-Lockerungen des Landes sehen vor, dass schon diese Woche Zweitwohnungsbesitzer wieder auf die Inseln dürfen, Campingplätze oder Ferienwohnungen unter Auflagen ab dem 11. Mai wieder öffnen können und Hotels ab dem 25. Mai. 

Fangohr sagte, dass zwischen den Stufen genügend Zeit sein solle, um sich das Infektionsgeschehen anzuschauen: "Wenige Tage zwischen Stufe eins und Stufe zwei sind nicht genügend Zeit. Das wäre für die Inseln von 0 auf 100."

Update, 6. Mai, 6.44 Uhr: Gottesdienste starten mit Mundschutz

Hannover – Zwar wird das coronabedingte Gottesdienstverbot in Niedersachsen von Mittwoch an aufgehoben, damit gibt es aber nicht gleich überall wieder Messfeiern wie üblich. 

Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche gingen zunächst von einem langsamen Wiederanlaufen von Gottesdiensten unter vielfältigen Einschränkungen aus, wie die Bistümer und Landeskirchen mitteilten.

Zum einen gilt es zuvor die Abstandsregeln in den Kirchengebäuden mit dem Kennzeichnen frei nutzbarer Sitzplätze umzusetzen. Außerdem müssen Regelungen etwa zum Reservieren von Plätzen und dem Einsatz von Helfern gefunden werden. Etliche kleine Kirchen und Kapellen verfügen zudem nicht über genügend Platz, um dort überhaupt für eine nennenswerte Zahl von Gläubigen Gottesdienste abzuhalten.

Um Erfahrungen zu sammeln und sich schrittweise an Gottesdienste unter Corona-Bedingungen heranzutasten, wollte das Bistum Osnabrück erst ab Montag wieder Messfeiern organisieren. Im Bistum Hildesheim war noch nicht entschieden, wann die ersten Gottesdienste wieder starten. Auf jeden Fall werden die Abläufe anders sein, wie aus den Handreichungen der Kirchen hervorgeht. 

So ist der Friedensgruß zwischen den Gläubigen etwa tabu, idealerweise tragen alle Gläubigen eine Maske und bei einer Taufe oder Hochzeit tut dies auch der Pastor, wenn er den übrigen Beteiligten zu nahe kommt.

Update, 6. Mai, 6.42 Uhr: Sportanlagen im Freien in Niedersachsen wieder geöffnet

Hannover – Ab dem (heutigen) Mittwoch dürfen Freizeitsportlerinnen und -sportler wieder Sportanlagen in Niedersachsen nutzen - allerdings vorerst nur im Freien. 

Sporthallen oder Fitnessstudios sind von den am Montag von der Landesregierung verkündeten Lockerungen in der Coronakrise noch nicht betroffen. "Der LSB freut sich, dass die Landesregierung den Sport in Niedersachsen unter bestimmten Voraussetzungen wieder zulässt", sagte der Präsident des Landessportbunds, Wolf-Rüdiger Umbach.

Wichtigste Voraussetzung für den Sport im Freien ist die Einhaltung der Hygienevorschriften. So müssen Sportler untereinander kontaktlos bleiben und einen Mindestabstand von zwei Metern halten. Auch bleiben die Umkleidekabinen und Gastronomiebereiche der Sportanlagen weiter geschlossen. Jeder Sportler muss sich zu Hause umziehen und duschen. Zuschauer sind bei Trainingseinheiten ebenfalls nicht erlaubt.

"Nur, wenn es uns gemeinsam gelingt, die Infektionszahlen niedrig zu halten, wird die Öffnung von Dauer sein. Auch wird es Voraussetzung dafür sein, wenn es darum geht, möglichst schnell auch die Hallen wieder zu öffnen, was mir als Sportminister sehr am Herzen liegt", sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD).

Eine Beschränkung auf bestimmte Sportarten oder auf eine bestimmte Anzahl von Sportlerinnen und Sportlern pro Anlage sieht die geänderte Verordnung in Niedersachsen nicht vor. Es ist jedoch klar, dass sich Individualsport wie Tennis, Reiten, Leichtathletik oder Golf unter diesen Auflagen einfacher betreiben lässt als etwa das kontaktlose Training eines Fußball- oder Rugbyteams. 

"Ich vertraue auf das verantwortungsvolle Handeln der Sportlerinnen und Sportler. Die Vereine haben sich viele Gedanken gemacht und sind gut vorbereitet, unter den neuen Bedingungen Sport zu ermöglichen", sagte Pistorius.

Update, 6. Mai, 6.20 Uhr: Weitere Schüler dürfen wieder in die Schule

Ein Schüler kommt mit Mundschutz in ein Klassenzimmer.
Ein Schüler kommt mit Mundschutz in ein Klassenzimmer.  © Christian Charisius/dpa

Kiel – Schleswig-Holstein öffnet die Schulen am Mittwoch für weitere Jahrgänge. Dann werden die 4. Klassen an Grundschulen wieder in ihren Klassenzimmern unterrichtet. Ebenso die 6. Klassen an den Gymnasien. Zudem werden die Berufsschulen geöffnet.

Vor zwei Wochen hatten im nördlichsten Bundesland schriftliche Abiturprüfungen und Prüfungsvorbereitungen an Gemeinschaftsschulen begonnen. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte als Ziel genannt, dass trotz der Corona-Pandemie alle Schüler "zumindest tageweise in die Schule kommen" dürfen. Wann das geschehen kann, ist noch offen.

Die Ministerin hatte zudem darauf hingewiesen, dass in den Schulen strikte Hygienevorschriften wie das Abstandhalten, Händewaschen und die "Niesetikette" einzuhalten sind. I

hr Ministerium empfahl darüber hinaus zusätzlich das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in den Schulen auf Laufwegen, Fluren und in den Pausen. Wer auch im Klassenzimmer eine Maske tragen wolle, könne das tun. In Schulbussen sei das von Mittwoch an Pflicht.

Update, 6. Mai, 6.15 Uhr: Corona-Krise erneut im Zentrum der Bürgerschaftssitzung

Hamburg – Die Corona-Pandemie steht am Mittwoch (13.30 Uhr) einmal mehr im Zentrum der Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft. 

In einer Aktuellen Stunde wollen die Abgeordneten auf Antrag der SPD über Lockerungen der Auflagen für Kinder und Familien diskutieren. Die CDU-Opposition hat das Thema "Hanseaten halten zusammen - Gesundheit und Wirtschaft sind zwei Seiten einer Medaille" angemeldet, während die Grünen über Investitionen der rot-grünen Koalition sprechen möchten. "20 Milliarden Euro in den nächsten 20 Jahren für den Schul- und Hochschulbau, Klimaschutz, die Mobilitätswende und Wohnungsbau" lautet ihr Thema.

Weitere Themen des Parlaments rund um Corona befassen sich mit der Überwindung der Krise (CDU), der demokratischen Beteiligung (Linke), Volksinitiativen (Linke), Sitzungsgeldern (AfD) und häuslicher Gewalt (AfD). 

Darüber hinaus wollen die Abgeordneten unter anderem über die Einigung mit der Volksinitiative Radentscheid Hamburg sprechen.

Update, 5. Mai, 21.12 Uhr: Wirtschaftsminister einig über Gastronomieöffnung

Kiel - Zwischen den Wirtschaftsministern von Bund und Ländern besteht nach Angaben von Schleswig-Holsteins Ressortchef Bernd Buchholz Einvernehmen über eine kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes im Mai. 

"Das zeigt, dass entgegen der Kritik an uneinheitlichen Regelungen sehr wohl Einigkeit zwischen den Ländern darüber besteht, möglichst rasch zu Lockerungen zu kommen", sagte der FDP-Politiker am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Der Korridor vom 9. bis 22. Mai sei den unterschiedlichen Lagen und Interessen der einzelnen Bundesländer geschuldet.

Schleswig-Holstein liege mit seinen Plänen, Gastronomie und Hotels ab Mitte Mai stufenweise zu öffnen, im Mittelfeld, sagte Buchholz. Dies zeige, dass die Landesregierung nicht zu forsch vorgehe. 

Die Beratungen der Wirtschaftsminister spielen auch in den Gesprächen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch eine wichtige Rolle.

Update, 5. Mai, 20.20 Uhr: Corona-Fälle auf Kreuzfahrtriese: Tui prüft Isolation an Land

Cuxhaven - An Bord des Kreuzfahrtriesen "Mein Schiff 3" sind inzwischen acht Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Das Schiff liegt in Cuxhaven. Rund rund 2900 Menschen harren darin aus. Etwa 1200 sollen nun am Freitag in ihre Heimatländer ausgeflogen werden. 

Tui prüft, ob die Infizierten an Land isoliert werden können.

Update, 5. Mai, 17.56 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle in Unterkunft in Kellinghusen festgestellt

Itzehoe - Bei den in Kellinghusen im Kreis Steinburg untergebrachten Mitarbeitern des Schlachthofs Bad Bramstedt sind keine weiteren Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Auswertung noch ausstehender Tests habe durchweg negative Ergebnisse ergeben, so dass es bei 49 Positivfällen geblieben sei, sagte eine Sprecherin des Kreises Steinburg am Dienstag. 

Bei den infizierten Mitarbeitern handelt es sich nach Angaben des Schlachthofbetreibers Vion um zumeist ausländische Werkvertragsmitarbeiter, die in einer umgebauten Kaserne in Kellinghusen im Kreis Steinburg untergebracht sind.

Am Donnerstag waren zunächst zwei der in Kellinghusen wohnenden Schlachthofmitarbeiter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Daraufhin hatte der Kreis Steinburg 108 Kontaktpersonen ermittelt, die alle auf das Virus getestet wurden.

Update, 5. Mai, 17.15 Uhr: Weitere Lockerungen in Schleswig-Holstein werden Mittwoch besprochen

Ministerpräsident Daniel Günther berät sich am Mittwoch mit seiner Koalition. (Archivbild)
Ministerpräsident Daniel Günther berät sich am Mittwoch mit seiner Koalition. (Archivbild)  © Carsten Rehder/dpa

Kiel (dpa) - Schleswig-Holstein plant Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Gastronomie und Tourismus ab Mitte Mai - noch vor Pfingsten. 

"Wir wollen eine klare Perspektive für alle Bereiche geben", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag nach Beratungen des Kabinetts. Vor Günther haben bereits die Landesregierungen von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen Lockerungen an Nord- und Ostsee verkündet.

Details zu ersten möglichen Lockerungen im Norden nannte Günther nicht. Darüber werde die Jamaika-Koalition am Mittwoch nach den Gesprächen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten. 

Am Donnerstag will Günther dann im Landtag den konkreten Zeitplan des Landes für die Gastronomie und den Tourismus vorstellen.

Nach seinen Angaben geht es beim Wiederhochfahren der wichtigen Branche für den Norden um "den gesamten Bereich Gastronomie, Tourismus, Vermietung und Hotels". Die Koalition wolle diese Bereiche in mehreren Phasen wieder hochfahren und konkrete Regelungen zu Mindestabständen und Hygienevorschriften für die einzelnen Bereich festlegen.

Günther äußerte sich kritisch über die von anderen Ländern bereits angekündigten Lockerungen in diesen Bereichen noch vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch.

In Schleswig-Holstein ist der Tourismus seit Mitte März praktisch auf Null runtergefahren. Seit Montag können Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper aber bereits wieder in den Norden kommen.

Update, 5. Mai, 17.10 Uhr: Schleswig-Holsteins Amateurfußballer dürfen wieder trainieren

Kiel - Das Innenministerium in Schleswig-Holstein hat am Dienstag bestätigt, dass die Amateurfußballer im nördlichsten Bundesland bei Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln trotz der gegenwärtigen Corona-Pandemie wieder trainieren dürfen. 

Der Schleswig-Holsteinische Fußball-Verband (SHFV) hatte seinen Vereinen zuvor mitgeteilt, dass ein Trainingsbetrieb unter Auflagen möglich sei. In fast allen anderen Bundesländern gilt für den Bereich des Amateurfußballs weiter ein Trainingsverbot.

Am Montag traten für Schleswig-Holsteins Sport erste Lockerungen der Maßnahmen gegen die Corona-Krise in Kraft. Eine Unterscheidung zwischen Individual- und Mannschaftssportarten wurde nicht gemacht. Laut Landesregierung sind "kontaktarme Sportarten im Freien" wie Golf, Tennis, Kanufahren oder Segeln erlaubt.

Voraussetzungen seien, dass die Sportler immer einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten und die Hygieneregeln beachten. Duschen und Gemeinschaftsräume sind weiter geschlossen, die Toiletten dürfen zugänglich sein.

Der Hamburger Senat hatte am Dienstag beschlossen, Individual-Sportarten im Freien unter Beachtung der Hygieneregeln zu erlauben. Mannschafts-Sportarten sind indes weiter untersagt.

Update, 5. Mai, 17.08 Uhr: Sieben weitere Corona-Infektionen in MV registriert

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind sieben weitere Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Laut Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) sind nunmehr 709 Menschen (Stand Dienstag, 15.00 Uhr) in MV positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die meisten Fälle (135) gibt es den Angaben zufolge im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Zahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit Covid-19 blieb demnach im Vergleich zum Vortag bei 19.

Landesweit müssen oder mussten 100 Menschen in Kliniken behandelt werden, 17 davon auf einer Intensivstation. Rund 34 800 Corona-Tests seien bislang analysiert worden.

Das Landesgesundheitsamt geht einem Schema des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge davon aus, dass schätzungsweise 637 der positiv getesteten Menschen im Land von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind. 

Im Vergleich zum Vortag seien das rund 50 Wiedergenese mehr. Dies sei auf ein neues Schema des RKI zurückzuführen.

Update, 5. Mai, 16.58 Uhr: Lockerungen für Tourismus und Gastronomie in Schleswig-Holstein ab Mitte Mai

Kiel - Schleswig-Holstein plant Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Gastronomie und Tourismus ab Mitte Mai. 

"Wir wollen eine klare Perspektive für alle Bereiche geben", sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag.

Update, 5. Mai, 16.57 Uhr: Innenbereiche von Zoos und Tierparks dürfen wieder öffnen

Schwerin - Zoos, Tierparks und Botanische Gärten dürfen von Donnerstag an den Besuchern noch mehr Attraktionen zeigen. 

Waren bislang nur die Außenbereiche zugänglich, könnten dann auch die Gebäude wie die Aquarien in den Zoos wieder betreten werden, teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Schwerin mit. 

Zudem würden die Außenspielplätze solcher Anlagen wieder geöffnet. Hygienemaßnahmen und die Abstandsregeln müssten jedoch weiter eingehalten werden.

Update, 5. Mai, 16.45 Uhr: Behinderte besonders von Coronaverboten betroffen

Schwerin - Behinderte sind nach Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Bürgerbeauftragtem Matthias Crone besonders von den Corona-Verboten betroffen. 

"Zum einen gelten viele als Risikogruppe, die man sehr abschirmend schützen will. Zum anderen übergeht man, dass sie besonders jetzt auf Eingliederung, Unterstützung und Förderung angewiesen sind", sagte Crone am Dienstag anlässlich des Europäischen Protesttages für Menschen mit Behinderung.

Er forderte bessere Besuchsregelungen für Behinderte in Wohnstätten. Für nahestehende Personen müsse es wieder möglich werden, sie zu besuchen. "Mit guten Hygienekonzepten wäre das zu verantworten." 

Komplette Besuchsverbote gefährdeten die seelische Gesundheit. Auch müssten die Behindertenwerkstätten wieder geöffnet werden. Sie strukturierten den Tag für Betroffene und ermöglichten soziale Kontakte. "Mich erreichen Anfragen und Petitionen, die hier zumindest eine begrenzte Öffnung wünschen."

Bei der Schulöffnung wünscht sich Crone mehr Aufmerksamkeit für die Förderschulen und die Frühförderung. "Die wertvollen ganz frühen Jahre dürfen nicht vergeudet werden", erklärte der Bürgerbeauftragte. "Wir brauchen Schutz und Förderung zugleich."

Update, 5. Mai, 16.41 Uhr: Schiffbaumesse SMM wird verschoben auf Februar

Zwei Frauen betrachten einen riesigen Schiffspropeller vor dem Eingang der Messe SMM für Schiffbau und Meerestechnik. (Archivbild)
Zwei Frauen betrachten einen riesigen Schiffspropeller vor dem Eingang der Messe SMM für Schiffbau und Meerestechnik. (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - Die Hamburger Schiffbaumesse SMM ist wegen des Coronavirus von September auf Februar 2021 verschoben worden. 

"Die immer noch sehr dynamische Entwicklung von Covid-19 sowie die damit einhergehenden Verbote von Großveranstaltungen haben uns dazu veranlasst, die SMM schweren Herzens auf das nächste Jahr zu verschieben", teilte Messechef Bernd Aufderheide am Dienstag in der Hansestadt mit. 

Nach intensiven Beratungen mit dem Ausstellerbeirat habe sich die Hamburger Messe auf den neuen Termin vom 2. bis 5. Februar 2021 verständigt.

Die SMM findet alle zwei Jahre auf dem Hamburger Messegelände statt und gilt mit mehr als 2200 Ausstellern und rund 50.000 Besuchern aus aller Welt als die Leitmesse des Weltschiffbaus. 

Dort werden nicht nur technologische Innovationen aus allen Bereichen des Schiffbaus und der Zulieferindustrie vorgestellt, sondern auch wirtschaftliche Zukunftsperspektiven der Branche diskutiert. Ursprünglich war die Messe vom 8. bis 11. September vorgesehen.

Vom 22. bis zum 25. September ist zudem die Messe Windenergy in Hamburg geplant, die mit dem Schwerpunkt Offshore-Windenergie rund 35.000 internationale Besucher anzieht. Sie steht mit der SMM in einem inhaltlichen Zusammenhang, weil es zum Teil die gleichen Aussteller sind. Die Messe ist noch nicht abgesagt, aber eine Verschiebung ist wahrscheinlich. 

Das Verbot für Großveranstaltungen gilt in Deutschland bis zum 31. August, wäre also eventuell im September gar nicht mehr in Kraft. Der Messe und den Ausstellern schien es aber wohl zu riskant, sich darauf zu verlassen. 

Update, 5. Mai, 16.28 Uhr: Rund 18 Prozent der Erzieher gehören zur Corona-Risikogruppe

Schwerin - Rund 18 Prozent der Erzieher Mecklenburg-Vorpommerns gehören nach Angaben von Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) zur Corona-Risikogruppe. Die Zahl sei geringer als bei den Lehrern, wo es etwa 30 Prozent seien, sagte Drese am Dienstag in Schwerin nach einer Telefonkonferenz der Landesregierung. Es werde mit den Trägern genau geschaut werden, welcher Erzieher in welchem Bereich eingesetzt werden könne.

Für die rund 4500 Kinder bei Tagesmüttern und Tagesvätern im Nordosten soll am 11. Mai die reguläre Betreuung wieder beginnen. Das hatte Drese am Dienstag angekündigt. Eine Woche später, am 18. Mai, sollen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dann alle 13.600 Vorschulkinder in die Kita zurückkehren können. 

Die Pläne sollen am Donnerstag Thema in einer Kabinettsklausur sein, bei der auch weitere Schritte des Landes aus dem Corona-Lockdown besprochen werden sollen.

Drese sagte, die Gruppen in den Kitas sollen lediglich fünf bis zehn statt der üblichen 15 Kinder umfassen und von einer festen Person betreut werden. In der Tagespflege sollen es maximal fünf Kinder in einer Gruppe sein. 

Mehr sind es dort aber ohnehin nicht, weil eine gesetzliche Obergrenze von fünf betreuten Kindern je Tagesmutter oder -vater gilt. Die Kinder sollen möglichst viel an der frischen Luft spielen, um das Infektionsrisiko zu verringern.

Update, 5. Mai, 16.27 Uhr: Busunternehmer planen Protest gegen Reisebeschränkungen

Hamburg - Busunternehmer aus Norddeutschland wollen am Donnerstag in Hamburg gegen die Corona-Reisebeschränkungen protestieren. Die sechs bis acht Wochen dauernden Einschränkungen seien zwar gerechtfertigt gewesen, jetzt müsse die Politik aber die Lage der Branche wahrnehmen und einen Exitplan vorlegen, sagte der Geschäftsführer der Hanse Mondial GmbH, Julien Figur, am Dienstag.

Wie die Polizei bestätigte, sind zwei Aufzüge mit insgesamt rund 150 Bussen angemeldet. Sie wollen vom Großmarkt und von der Glacischaussee aus zur Binnenalster fahren und dort ein 30 Sekunden langes Hupkonzert veranstalten. Die Gesundheitsbehörde habe die Versammlung genehmigt. In jedem Bus dürften maximal drei Personen sitzen.

Der Corona-Rettungsschirm der Bundesregierung helfe der Branche nicht, sagte Figur. Viele Unternehmer müssten monatliche Kreditraten für ihre Fahrzeuge bezahlen. Die Rücklagen der Firmen seien aufgebraucht. Zu dem Protest werden Busfahrer aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin erwartet.

Die Hanse Mondial GmbH bietet nach Angaben von Figur eine Plattform, über die Busreisen vermittelt werden. Das Netzwerk arbeite mit mehr als 600 Partnern zusammen.

Update, 5. Mai, 16.21 Uhr: Ärztekammer mahnt weiter zu Solidarität

Hamburg - Die Hamburger Ärztekammer mahnt bei Diskussionen um weitere Lockerungen in der Corona-Krise zur Solidarität. Es müsse ergebnisoffen und undogmatisch diskutiert werden, teilte die Kammer am Dienstag mit. Dabei dürften §vor allem die besonders schutzbedürftigen Gruppen der Bevölkerung nicht aus dem Blick geraten", sagte Kammer-Präsident Pedram Emami.

Eine Spaltung der Gesellschaft in lobby- und somit durchsetzungsstarke Bürger, die unter den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie leiden, sowie weitgehend ohne mediale Aufmerksamkeit lebenden Risikogruppen entspräche nicht dem humanitären Anspruch der Gesellschaft. 

Emami und die Kammer-Vizepräsidentin Birgit Wulf zählen vor allem ältere und wohnungslose Menschen, aber auch Alleinerziehende und Kinder aus benachteiligten Familien zu dieser Gruppe. Ein öffentlicher Diskurs müsse breit und ohne Denkverbote geführt werden.

Update, 5. Mai, 16.20 Uhr: Gericht setzt Maskenpflicht wegen Coronavirus nicht aus

Lüneburg - Die Verpflichtung zum Tragen von Masken beim Einkaufen und im Öffentlichen Nahverkehr muss zumindest vorerst nicht ausgesetzt werden. 

Das hat das niedersächsische Oberverwaltungsgericht am Dienstag entschieden, wie ein Sprecher mitteilte. Einen Antrag auf einstweilige Außervollzugsetzung der Pflicht aus der Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus habe der 13. Senat abgelehnt. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Az.: 13 MN 119/20)

Eine Antragstellerin sah in der Maßnahme wie Antragsteller in drei weiteren Parallelverfahren einen unverhältnismäßigen Eingriff in ihre Grundrechte. Nach einer Abwägung der Folgen kam das Gericht zu dem Schluss, dass die Gründe für eine Maskenpflicht schwerer wiegen. 

Die Erfolgsaussichten des laufenden Hauptsacheverfahrens seien aber offen, betonten die Richter. Im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes habe sich nicht verlässlich feststellen lassen, dass die Verpflichtung eine objektiv notwendige Schutzmaßnahme nach dem Infektionsschutzgesetz sei.

Nach Einschätzung der Fachleute sei nicht zu leugnen, dass die Masken den Schutz anderer Menschen verbesserten, argumentierte das Gericht. Jedoch seien "die Geeignetheit, Erforderlichkeit und Angemessenheit" dieser Schutzmaßnahme nicht ohne Weiteres festzustellen. 

Auch sei die Wirkung fraglich, wenn im Einzelhandel und im Personenverkehr Mindestabstände unterschritten würden. Auch gelte die Maskenpflicht zunächst nur bis zum 6. Mai.

Update, 5. Mai, 16.16 Uhr: Tschentscher stellt Braun-Vorschlag für Corona-Obergrenze infrage

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich zu einer Idee vom Kanzleramtschef geäußert.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat sich zu einer Idee vom Kanzleramtschef geäußert.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat den von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) ins Spiel gebrachten Vorschlag für eine Obergrenze der Corona-Neuinfektionen, ab der Lockerungen rückgängig gemacht werden müssten, infrage gestellt. 

Wichtig sei vor allem: "Wir dürfen nicht wieder in einen Trend der Beschleunigung der Infektionen kommen", sagte er am Dienstag in Hamburg. "Herr Brauns Vorschlag ist der Versuch, das in eine Zahl zu fassen. Ob 35 (Infektionen) auf 100.000 Einwohner die richtige Zahl ist, muss man mal erörtern."

Für Hamburg entspräche das einer Obergrenze von mehr als 600 Neuinfektionen binnen einer Woche, sagte Tschentscher. "Da sind wir jetzt weit von entfernt. Und deswegen, würde ich sagen, ist das eine Größenordnung, die man diskutieren kann. Aber ob es nützlich ist, das muss man sehen." In der Hansestadt wurden seit Dienstag vergangener Woche lediglich 173 Corona-Neuinfektionen nachgewiesen.

Man werde "alle Schritte so unternehmen, dass wir nicht wieder in so eine dynamische Entwicklung des Infektionsgeschehens kommen". Wichtig sei dabei vor allem, die Kapazitäten des Gesundheitswesens im Blick zu behalten.

Laut Bild-Zeitung hatte Braun bei einer Telefon-Schalte mit den Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Bundesländer gefordert, dass, wenn binnen einer Woche in einem Landkreis die Obergrenze von 35 Neu-Infektionen auf 100.000 Einwohner erreicht ist, dort zu den Beschränkungen zurückgekehrt werden müsse, die am 20. April in Kraft waren. 

Das würde bedeuten, dass alles, was seither wieder geöffnet worden sei wie Schulen, Friseursalons, Teile des Einzelhandels und andere Einrichtungen, wieder schließen müsse. Ebenso würden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wieder in Kraft treten.

Update, 5. Mai, 16.15 Uhr: Lufthansa Technik baut verstärkt Passagierjets zu Frachtfliegern um

Techniker arbeiten in einer Werkstatt von Lufthansa Technik am Triebwerk eines Flugzeuges. (Archivbild)
Techniker arbeiten in einer Werkstatt von Lufthansa Technik am Triebwerk eines Flugzeuges. (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - Die Lufthansa Technik wird in den kommenden Monaten viele Passagiermaschinen vorübergehend zu Frachtflugzeugen umbauen. 

Ein entsprechendes Angebot habe auf dem Markt ein positives Echo gefunden, teilte Lufthansa Technik am Dienstag in Hamburg mit. Es seien Anfragen von mehr als 40 Fluggesellschaften eingetroffen; mehr als 15 Projekte würden bereits realisiert. Ein besonderes Highlight sei die Unterstützung bei der entsprechenden Anpassung eines Airbus A380.

"Da die Arbeit nicht nur den Ausbau von Sitzen umfasst, sondern einen erheblichen Anteil an Ingenieurwissen erfordert, braucht man Experten, die genau wissen, wo die Herausforderungen liegen", erklärte der zuständige Leiter Henning Jochmann. 

Normalerweise kann ein Flugzeug, das eine Zulassung für den Passagiertransport erhalten hat, nicht einfach in der Kabine mit Fracht beladen werden. Die Genehmigungskriterien für Passagierkabinen und Frachträume seien völlig unterschiedlich.

Fracht hat eine andere Bodenlast. Die strukturelle Belastbarkeit eines Passagierflugzeugs ist geringer als die einer Frachtmaschine. Während beim Passagiertransport die Rettungswege freigehalten werden müssen und die Sauerstoffversorgung für jeden Einzelnen gewährleistet sein muss, sind an Bord eines Frachtflugzeugs besondere Brandschutzmaßnahmen erforderlich.

Die Lufthansa Technik habe ein Verfahren entwickelt, wie eine laufende Übergangsregelung genutzt und zu einem späteren Zeitpunkt ohne große Anpassungen auch eine dauerhafte Zulassung für eine Frachtmaschine bei den Behörden erreicht werden kann. 

Gegenwärtig werden nur wenig Passagiermaschinen benötigt und es kann Jahre dauern, bis der Flugverkehr wieder sein Niveau von vor der Coronakrise erreichen wird.

Update, 5. Mai, 16.11 Uhr: Dritter Monat ohne Kita-Beiträge in Schleswig-Holstein

Eltern im Norden müssen wegen der Corona-Krise keine Kita-Beiträge zahlen. (Archivbild)
Eltern im Norden müssen wegen der Corona-Krise keine Kita-Beiträge zahlen. (Archivbild)  © Carsten Rehder/dpa

Kiel - Die Jamaika-Koalition und die SPD haben sich auf einen dritten Monat ohne Kita-Beiträge für die Eltern in Schleswig-Holstein in der Corona-Krise verständigt. Dies sei Teil einer Einigung mit der SPD über den zweiten Nachtragshaushalt im Landtag, sagte FDP-Fraktionschef Christopher Vogt am Dienstag. 

Am Donnerstag will das Parlament mit dem Nachtrag die Mittel des Corona-Pakets auf eine Milliarde Euro verdoppeln. Die SPD hatte den dritten Monat ohne Kita-Beiträge für die Eltern gefordert. Bislang sind es zwei.

Die Landesverfassung erlaubt in Notsituationen trotz Schuldenbremse bei einer Zwei-Drittel-Mehrheit die Aufnahme neuer Schulden. Die SPD hat laut Vogt ihre Zustimmung zum Nachtragshaushalt signalisiert. Verständigt habe sich die Koalition mit den Sozialdemokraten auf ein Paket über 63 Millionen Euro. 

Neben 25 bis 30 Millionen Euro für die Kitas seien darin auch zehn Millionen Euro für die Ganztagsbetreuung und 15 Millionen Landesgeld für den Ausbau des digitalen Lernens enthalten. Für digitales Lernen enthalte das Land zudem gut 17 Millionen Euro vom Bund.

Außerdem wolle der Landtag mit zwei Millionen Euro eine Studie zu den Folgeschäden einer Erkrankung am neuartigen Coronavirus finanzieren, sagte Vogt. 

Schausteller sollen in der Corona-Krise mit drei Millionen Euro unterstützt werden, Künstler mit einer Million Euro. Außerdem sind 7,1 Millionen Euro an Darlehen für Jugendherbergen eingeplant.

Update, 5. Mai, 16.01 Uhr: Schleswig-Holsteins Touristiker bereiten sich auf Saison 2020 vor

Sylt - Nach wochenlangem Stillstand wegen der Corona-Pandemie bereiten sich Schleswig-Holsteins Touristiker nun intensiv auf den Start in die Saison 2020 vor. 

"Es ist wichtig, die Zeit jetzt zu nutzen. Daher versuchen wir unter anderem mit Online-Workshops Hilfestellungen zu geben, um zur Wiedereröffnung gut und sicher aufgestellt zu sein", sagte der Geschäftsführer der Sylt Marketing Gesellschaft, Moritz Luft, am Dienstag. 

"Derzeit erarbeiten wir Hygienegrundlagen für diverse Angebotsbereiche und ergänzen diesen Service um unterschiedliche Weiterbildungsmaßnahmen." 

Das Umsetzen von Hygiene- und Abstandsregeln im Rahmen des individuellen Angebots werde genauso notwendig sein wie das Überdenken und Neudefinieren gewohnter innerbetrieblicher Abläufe und Schwerpunkte.

Update, 5. Mai, 16 Uhr: Rund 180 Anträge für Überbrückungsstipendium eingegangen

Schwerin - Etwa 180 freischaffende Künstler haben bislang einen Antrag auf ein Überbrückungsstipendium in Zeiten der Corona-Krise gestellt. 62 davon seien bislang ausgezahlt worden, teilte Kulturministerin Bettina Martin (SPD) am Dienstag in Schwerin mit. 

Ein Überbrückungsstipendium sei eine einmalige Zahlung von 2000 Euro für freischaffende Künstler und Solo-Selbstständige, die durch Absagen von Engagements im Zuge der Corona-Pandemie in Existenznot geraten sind.

Die Landesregierung hatte Anfang April eine millionenschwere Unterstützung für die Kultur beschlossen. Künstler, Kulturschaffende, Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung sowie Gedenkstätten soll mit insgesamt 20 Millionen Euro geholfen werden.

Das Hilfspaket umfasst den Angaben zufolge sechs Säulen, die zwischen 200.000 Euro und 3,8 Millionen Euro bezuschusst werden. Der geringste Teil ist demnach für die Träger der Gedenkstättenarbeit vorgesehen, der höchste für Träger mit gemeinnützigen Kulturförderungsprojekten. 

Die Kulturförderung ist Teil des 1,1 Milliarden Euro schweren "MV-Schutzfonds". Diesen hatte die Landesregierung aufgelegt.

Update, 5. Mai, 15.59 Uhr: Verband rät Wohnungsunternehmern dazu, Spielplätze nicht zu öffnen

Kiel - Wohnungsunternehmer in Schleswig-Holstein sollen ihre Spielplätze nach Meinung ihres Verbandes trotz erster Lockerungen in der Corona-Pandemie nicht öffnen. 

"Die infektionshygienischen Auflagen für die Betreiber sind finanziell nicht zu tragen und die Haftungsrisiken einfach zu hoch", sagte Andreas Breitner, Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen, am Dienstag. Spielplätze dürfen seit Montag im nördlichsten Bundesland unter Auflagen wieder genutzt werden.

"Wir rechnen mit Kosten für Erfüllung der hygienischen Anforderungen bei einem kleinen Spielplatz in Höhe von 150 Euro pro Tag. Dadurch entstehen mittelgroßen Wohnungsunternehmen monatliche Kosten in Höhe von 4.000 Euro", meinte Breitner in einer Mitteilung seines Verbandes. Nach Angaben des VNW verwalten seine Mitgliedsunternehmen rund 800 Spielplätze Schleswig-Holstein.

Laut der Landesregierung in Kiel müssen Betreiber von Spielplätzen ein Hygienekonzept vorlegen. Zudem müssen die Abstandsregeln eingehalten und die Zahl der Kinder begrenzt werden. Die Geräte müssen regelmäßig desinfiziert und gereinigt werden.

"Mit diesen Regelungen suggeriert die Landesregierung eine Scheinlösung. Während das Land davon spricht, die Spielplätze seien wieder offen, werden die Lasten und rechtlichen Risiken auf die Betreiber von Spielplätze verlagert", kritisierte Breitner. 

Die Nutzerinnen und Nutzer seien indes von ihrer Verantwortung freigestellt. Der VNW-Direktor forderte Sozialminister Heiner Garg auf, eine pragmatische Lösung zu finden, die die Betreiber von Spielplätzen nicht über Gebühr belastet.

Update, 5. Mai, 15.48 Uhr: Auf Kliniken kommt Berg an aufgeschobenen Operationen zu

Hannover - Die Kliniken in Niedersachsen können von diesem Mittwoch an die Vielzahl der wegen der Corona-Epidemie aufgeschobenen Operationen wieder aufnehmen. 

Die neue Corona-Verordnung des Landes sieht allerdings vor, dass die Krankenhäuser weiterhin 20 Prozent der Bettenkapazität auf den Normalstationen und 25 Prozent auf den Intensivstationen für Corona-Patienten freihalten, wie die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover sagte.

Wie viele medizinisch nicht dringend notwendige Operationen aufgeschoben wurden, lasse sich nicht beziffern. Allerdings hätten im Schnitt 40 Prozent der Betten in den Kliniken vorsorglich leergestanden. 

Es werde sicher bis zu den Sommerferien dauern, bis alle aufgeschobenen Operationen abgearbeitet seien, hieß es.

Update, 5. Mai, 15.40 Uhr: Kieler Justizminister Claussen gegen Zwangs-Gutscheine

Claus Christian Claussen (CDU), steht nach seiner Ernennung zum Justizminister im Zimmer des Ministerpräsidenten.
Claus Christian Claussen (CDU), steht nach seiner Ernennung zum Justizminister im Zimmer des Ministerpräsidenten.  © Carsten Rehder/dpa

Kiel – Im Streit über Gutscheine für abgesagte Reisen hat sich Schleswig-Holsteins Justiz- und Verbraucherminister Claus Christian Claussen (CDU) der Meinung von EU-Verkehrskommissarin Adina Valean angeschlossen. Die Rumänin ist trotz des Drängens der Bundesregierung gegen Zwangs-Gutscheine als Rückerstattung.

"Ich sehe das genauso wie Frau Valean", sagte Claussen am Dienstag. Verbraucherinnen und Verbraucher dürften nicht verpflichtet werden, Gutscheine zu akzeptieren. "Besser wäre eine freiwillige Lösung, bei der erstens die Verbraucher selbst entscheiden können, und bei der zweitens die Bundesregierung die Gutscheine zusätzlich für den Insolvenzfall
durch eine Ausfallbürgschaft absichert", meinte er.

Nach EU-Recht müssen Flugtickets und auch Pauschalreisen erstattet werden. Die Bundesregierung will Verbraucher jedoch verpflichten, bei Reiseabsagen in der Corona-Krise vorerst einen Gutschein statt einer Erstattung zu akzeptieren.

Anfang April hatten die Minister Andreas Scheuer (CSU, Verkehr), Christine Lambrecht (SPD, Verbraucher) und Peter Altmaier (CDU, Wirtschaft) an Valean geschrieben und gefordert, Zwangs-Gutscheine zu ermöglichen. Sie betonte indes, dass die EU-Fluggastrechte auch während der Corona-Krise gelten.

Die EU-Staaten sind in der Debatte gespalten. Rund ein Dutzend Länder hat sich ähnlich geäußert wie Deutschland. Die EU-Kommission will bald Empfehlungen vorlegen.

Update, 5. Mai, 15.35 Uhr: Verstoß gegen Maskenpflicht kann 20 Euro Bußgeld kosten

Hannover - Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von 20 Euro. 

Das hat die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover mitgeteilt. Niedersachsen hatte die Höhe des Bußgeldes bislang noch nicht festgelegt gehabt. 

Die Bundesländer hatten beim Start der Maskenpflicht wie bei anderen Auflagen kein einheitliches Bußgeld festgesetzt. Vielfach war zunächst auch auf ein Bußgeld verzichtet worden.

Update, 5. Mai, 15 Uhr: Hamburg erlaubt Betrieb von Autokinos

Hamburg – Hamburg erlaubt im Zuge seiner Corona-Lockerungen den Betrieb von Autokinos. "Autokinovorführungen unter freiem Himmel dürfen stattfinden", teilte der Senat am Dienstag in Hamburg mit. 

Voraussetzung dafür sei, dass sich nur Personen in einem geschlossenen Auto aufhalten, die in derselben Wohnung leben. Das Auto darf auf dem Veranstaltungsgelände außerdem nur zur Nutzung von Sanitäranlagen verlassen werden. Der Ticketverkauf muss kontaktlos im Vorverkauf erfolgen. 

Der Ton darf lediglich über Radiofrequenzen übertragen werden. Die Genehmigung von Autokinos kann mit Auflagen versehen werden, die insbesondere die Sanitäranlagen und die besonderen lokalen Gegebenheiten betreffen können.

Update, 5. Mai, 14.58 Uhr: Zahl der getesteten Hamburger Corona-Infizierten steigt um zwölf

Hamburg – Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Montag um zwölf auf 4855 gestiegen. 

"Das ist natürlich eine sehr, sehr moderate Entwicklung, schon über die ganzen letzten Tage", sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag in Hamburg. "Man kann wirklich sagen, dass wir uns in Hamburg in den letzten Wochen richtig nach unten gearbeitet haben mit unserem Infektionsgeschehen."

Laut Robert Koch-Institut (RKI) könnten davon 3900 inzwischen als genesen angesehen werden. Die Behörde gehe aktuell von knapp 780 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um vier auf 171. Nach RKI-Angaben sind in Hamburg 172 Personen mit einer Covid-19-Infektion gestorben - sechs mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 144 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, einer mehr als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation sank um eins auf 52.

Update, 5. Mai, 14.56 Uhr: Schwesig für Beibehaltung der Maskenpflicht

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich gegen ein rasches Ende der Maskenpflicht in Deutschland ausgesprochen. 

"Ich rate nicht dazu, die Maskenpflicht demnächst zurückzunehmen", sagte Schwesig am Dienstag in Schwerin. Sie biete Schutz und ermögliche Lockerungen.

Update, 5. Mai, 14.17 Uhr: Museen dürfen in Mecklenburg-Vorpommern von Montag an öffnen

Schwerin – Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern dürfen vom kommenden Montag an wieder öffnen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung mit. 

Die Kultureinrichtungen waren Mitte März geschlossen worden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Update, 5. Mai, 14.16 Uhr: Nagel- und Sonnenstudios dürfen ab Donnerstag öffnen

Schwerin – Die Landesregierung hat weitere Lockerungen von Corona-Verboten beschlossen. 

Ab Donnerstag dürfen zahlreiche Dienstleistungsbetriebe wieder öffnen, wie Kosmetikstudios, Massagepraxen und Nagelstudios. Auch Sonnen- und Tattoo-Studios, Fußpflegesalons, Physiotherapeuten, Logopäden und ähnliche Unternehmen könnten dann den Betrieb wieder aufnehmen, teilte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag mit. Gleiches gelte für Betriebe des Heilmittelbereichs.

Für die Öffnungen gelten demnach Auflagen, um den Infektionsschutz zu gewährleisten. "Das gilt vor allem für Betriebe des Heilmittelbereichs und Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege, bei denen eine körperliche Nähe unabdingbar ist", sagte Glawe. Warteschlangen sollen vermieden werden und Mitarbeiter müssten einen einfachen medizinischen Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Am Montag durften bereits die Friseure in MV nach sechswöchiger Zwangspause wegen des Coronavirus wieder starten. Von Samstag an können die Restaurants wieder öffnen. Ab kommendem Montag (11. Mai) sollen Tagesmütter und -väter wieder regulär Kinder betreuen können.

Update, 5. Mai, 13.56 Uhr: Tierpark Hagenbeck von Mittwoch an wieder geöffnet

Hamburg – Sechs Wochen nach der coronabedingten Schließung will der Hamburger Tierpark Hagenbeck am Mittwoch wieder öffnen. 

Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Aus Infektionsschutzgründen würden nach Angaben des Tierparks allerdings nur 1000 statt der üblicherweise bis zu 3000 Besucher in den Park gelassen.

Auch Schaufütterungen und Führungen fänden erst einmal nicht statt, hieß es. Außerdem blieben einzelne Bereiche, etwa das Orang-Utan-Haus, das Streichelgehege und der Spielplatz geschlossen. 

"Wir bitten darum, dass nicht alle Besucher gleich am ersten Tag kommen und hoffen, dass sich alle an die Regeln halte", sagte Sabine Bernhardt, Sprecherin des Tierparks.

Update, 5. Mai, 13.55 Uhr: Museen und Zoos sollen in Hamburg wieder öffnen

Hamburg – Museen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten sollen auch in Hamburg wieder öffnen. Das kündigte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung in Hamburg an. 

Einen Termin nannte sie zunächst nicht.

Update, 5. Mai, 13.49 Uhr: Hamburgs Senat erlaubt Individual-Sportarten im Freien

Hamburg – Der Hamburger Senat hat am Dienstag den Betrieb von Individual-Sportarten im Freien erlaubt, bei denen das Abstandsgebot eingehalten wird. 

Mannschafts-Sportarten sind wegen der Corona-Pandemie weiter untersagt, ebenso die gemeinsame Benutzung von Sanitäranlagen.

Update, 5. Mai, 13.47 Uhr: Gottesdienste sind in Hamburg wieder möglich

Hamburg – Gottesdienste sind in Hamburg wieder möglich. Das kündigte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag in Hamburg an. 

Einen genauen Termin nannte sie zunächst nicht.

Update, 5. Mai, 13.45 Uhr: Spielplätze können in Hamburg wieder öffnen

Hamburg – Die Spielplätze in Hamburg können wieder öffnen. 

Das kündigte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks(SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung an Hamburg an.

Ein Schild hängt an einem Absperrband am Eingang zum großen Spielplatz im Park "Planten un Blomen".
Ein Schild hängt an einem Absperrband am Eingang zum großen Spielplatz im Park "Planten un Blomen".  © Christian Charisius/dpa

Update, 5. Mai, 13.18 Uhr: Klare Regeln für Neustart der Gastronomie

Rostock – Der Hotel- und Gaststättenverband hat auf die Regeln für den Neustart der Gastronomie in Mecklenburg-Vorpommern am kommenden Samstag hingewiesen. 

Den mit der Landesregierung getroffenen Vereinbarungen zufolge, dürfen die Gaststätten von 6 bis 21 Uhr wieder öffnen, sagte der Präsident des Dehoga-Landesverbandes, Lars Schwarz, am Dienstag. Allerdings müssten Tische in der Regel vorab reserviert werden, um bei eventuellen Infektionsfällen die Nachverfolgbarkeit zu gewährleisten.

Die Tische seien auf maximal sechs Personen auszulegen, ein Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen fremden Personen sei einzuhalten. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sei für das Servicepersonal verpflichtend, nicht aber für die Gäste am Tisch.

Update, 5. Mai, 13.17 Uhr: Vor Start in Urlaubssaison: Noch vieles zu regeln

Rostock – Die Urlaubsbranche in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Ansicht des Geschäftsführers des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, für die Öffnung der Betriebe gerüstet. 

Vom 18. Mai an seien Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen für Einheimische, vom 25. Mai an dann für Gäste aus ganz Deutschland geöffnet. Bis zum späten Saisonstart sei allerdings noch viel vorzubereiten, um die neuen Bedingungen zu erfüllen, sagte Woitendorf am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. 

So gelte es, die betriebsinternen Abläufe in Rezeptions-, Gastronomie- oder Wellnessbereichen mit Blick auf die weiter bestehenden Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie zu regeln. Geklärt müssten auch noch die Vorschriften beispielsweise an den Stränden.

Es sei aber auch klar, dass die Gäste in hohem Maße Eigenverantwortung tragen müssten. "Die Regeln zu Kontaktbeschränkungen im Alltag gelten auch im Urlaub", sagte Woitendorf. Nur so könne der Test gelingen, die touristische Infrastruktur in Gang zu bringen. 

Denn wenn sich die Corona-Infektionslage verschlechtere, müssten möglicherweise einzelne Lockerungen wieder revidiert werden.

Update, 5. Mai, 12.53 Uhr: Caritas kritisiert Corona-Bonus für Pflegekräfte

Hannover – Die Caritas in Niedersachsen hat den Corona-Bonus für Pflegekräfte in Höhe von 1500 Euro kritisiert. 

Auch wenn die beabsichtigte Wertschätzung der Pflegearbeit sinnvoll sei, sei die Frage der Finanzierung völlig unklar, teilte der katholische Wohlfahrtsverband am Dienstag in Hannover mit. 

Die Caritas habe keine Rücklagen, um sich an dem Bonus zu beteiligen und müsse die Kosten an die Heimbewohner und ihre Familien weiterreichen. Dies sei inakzeptabel. Auch sei nicht nachvollziehbar, weshalb Beschäftigte in der Behindertenhilfe, der Wohnungslosenhilfe oder der Suchthilfe keinen Bonus erhalten sollen.

Bislang ist angedacht, dass der von der Bundesregierung ins Gespräch gebrachte Corona-Bonus zu einem Drittel von den Ländern und den Arbeitgebern und zu zwei Dritteln von den Pflegekassen übernommen werden soll. Jedoch soll in der zweiten Jahreshälfte über einen Bundeszuschuss entschieden werden.

Unterdessen rief ein Bündnis aus Sozialverbänden und den Unternehmerverbänden Niedersachsen (UVN) das Land zu einer stärkeren Mithilfe beim Corona-Bonus auf, wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtete. In einem Schreiben wurde die Landesregierung aufgefordert, das eine Drittel des Bonus ganz zu übernehmen. Eine Mitfinanzierung der von der Politik ausgelobten Prämie würde einige Einrichtungen bis an die Grenze der Belastbarkeit führen, hieß es. 

An dem Plan gab es bereits Kritik auch in anderen Bundesländern.

Update, 5. Mai, 12.44 Uhr: Verbands-Chef rechnet mit Regionalliga-Abbruch

Bremen – Der Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes, Günter Distelrath, rechnet nicht mehr mit einer Fortsetzung der Saison in der Regionalliga Nord. 

"Ich möchte hier dem Meinungsbild unserer Regionalliga-Vereine nicht vorgreifen. Hinzu kommt, dass auch der Saisonablauf der 3. Liga noch eine Rolle spielt und natürlich die behördlichen Anordnungen. Im Trend geht es sicher wie in den anderen Regionalverbänden in Richtung Abbruch", sagte Distelrath, zugleich auch Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes, in einem auf der Verbands-Homepage veröffentlichten Interview.

Seit Montag läuft eine schriftliche Befragung der 18 Vereine, zu Beginn der kommenden will sich dann das NordFV-Präsidium mit den Ergebnissen befassen. Die Tendenz geht aber klar in Richtung Abbruch. "Eine Fortsetzung verbietet sich eigentlich, denn es gibt kein Datum, von dem an Amateurspiele wieder möglich sind. Mit einer Fortsetzung würden wir auch die kommende Saison in Frage stellen, sagte Jürgen Stebani, Spielleiter der Regionalliga Nord, der "Nordwest Zeitung" (Dienstag). 

"Eine Annullierung halte ich für ausgeschlossen, denn in diesem Fall würde es keine sportlichen Entscheidungen geben", sagte Stebani auch mit Blick auf die unteren Ligen. Der Spielbetrieb ruht wegen der Coronavirus-Pandemie bereits seit Mitte März.

Update, 5. Mai, 12.10 Uhr: HSV-Vorstand Boldt zu Corona: Besondere Situation für die Menschheit

Jonas Boldt, Sportvorstand des Hamburger SV, spricht auf der Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV.
Jonas Boldt, Sportvorstand des Hamburger SV, spricht auf der Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg – Jonas Boldt sieht in der gegenwärtigen Corona-Pandemie nicht nur eine Krise für den Fußball. "Das ist eine besondere Situation für die Menschheit", sagte der Sportvorstand des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV im "Hamburger Abendblatt" (Dienstag). 

Es sei allerdings eine Definitionssache, was alles als Krise bezeichnet wird: "Grundsätzlich mag ich das Wort Krise nicht besonders. Ich spreche lieber von Herausforderungen", sagte der 38-Jährige weiter.

In seiner bislang gut einjährigen Amtszeit im Volkspark gab es vor allem zwei weitere dieser Herausforderungen: die Affäre um die Identität des HSV-Spielers Bakery Jatta und den Streit in der Club-Führung, der im März mit der Trennung vom damaligen Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann endete.

"Auch den Fall Jatta habe ich nicht als Krise empfunden. Die Faktenlage sprach für ihn, und auch aus menschlicher Sicht gab es für uns keine Alternative", sagte Boldt. Und zu Hoffmann fügte er hinzu: "Es sind einfach viele Dinge passiert, die ich überhaupt nicht beeinflussen konnte."

Update, 5. Mai, 12.08 Uhr: Beiersdorf leidet und profitiert durch Coronavirus

Eine Dose Nivea-Creme steht bei der Bilanz-Pressekonferenz der Beiersdorf AG auf einem Tisch.
Eine Dose Nivea-Creme steht bei der Bilanz-Pressekonferenz der Beiersdorf AG auf einem Tisch.  © Sina Schuldt/dpa

Hamburg – Der Nivea-Konzern Beiersdorf wird wegen des Coronavirus seine geplanten Ergebnisse in diesem Jahr nicht erreichen. 

Gleichzeitig gibt es aber Geschäftsbereiche, die eine erhöhte Nachfrage verzeichnen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mit. 

Im ersten Quartal habe sich die Kernmarke Nivea mit nur leichten Umsatzrückgängen stabil halten können und die Marken im Bereich Derma und Healthcare hätten zweistellige Umsatzzuwächse erreicht. "Beiersdorfs Fundamente sind stark genug, um diese beispiellose Krise zu meistern und langfristig gestärkt aus ihr hervorgehen zu können", sagte Vorstandschef Stefan De Loecker.

Beiersdorf hat inzwischen Produktionswerke auf fünf Kontinenten zur Herstellung von Hand-Desinfektionsmitteln umgestellt und spendet mehrere Millionen Dosen Nivea-Creme an medizinisches Personal. 

Im Kosmetikbereich gibt es dort Rückgänge, wo durch Ausgangssperren der Konsum insgesamt zurückgegangen ist. Zudem bei der sehr teuren Marke La Prairie, die viel an Flughäfen verkauft wird und wegen des weitgehend eingestellten Reiseverkehrs ein Drittel ihres Umsatzes verlor. Der Unternehmensbereich tesa, der auch als Zulieferer der Autoindustrie aktiv ist, büßte gut fünf Prozent seines Umsatzes ein.

Insgesamt verringerte sich der Konzernumsatz gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres nominal um 1,9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Eine Prognose für das Gesamtjahr gibt der Konzern zur Zeit nicht ab; die Vorhersage von Anfang März werde jedoch nicht erreicht.

Update, 5. Mai, 11.15 Uhr: Tui bringt Crewmitglieder doch nicht auf Schwesterschiff

Cuxhaven/Hamburg - Nach positiven Corona-Tests bei der Besatzung des Tui-Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 3" in Cuxhaven werden die negativ getesteten Crewmitglieder doch noch nicht auf ein Schwesterschiff gebracht. 

Ursprünglich war geplant, dass die "Mein Schiff 6" am Dienstagmorgen ebenfalls in Cuxhaven anlegt. Weil dieses Schiff derzeit aber nur mit rund 250 Besatzungsmitgliedern besetzt sei, könne die Versorgung der Kollegen nicht gewährleistet werden, teilte Tui Cruises mit. 

Die "Mein Schiff 6" bleibe aber in der Nähe, während Tui mit den Behörden die nächsten Schritte berate.

Update, 5. Mai, 10.18 Uhr: Elf Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat es elf Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. 

Damit hat sich die Zahl der seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen bis Montagabend auf 2794 erhöht, wie die Landesregierung am Dienstag mitteilte. 

Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich seit der Meldung vom Montagmorgen um 5 auf 118 Fälle.

Mit Stand Montagabend waren im nördlichsten Bundesland nur noch 63 Menschen in klinischer Behandlung. Das waren 2 weniger als einen Tag zuvor. 

2300 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 5. Mai, 10.02 Uhr: Kitas im Nordosten sollen am 11. Mai öffnen

Schwerin - Für die rund 4500 Kinder bei Tagesmüttern und Tagesvätern im Nordosten soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am 11. Mai die reguläre Betreuung wieder beginnen. 

Eine Woche später, am 18. Mai, sollen nach Plänen des Sozialministeriums dann alle Vorschulkinder in die Kita zurückkehren können. Die Pläne sollen am Donnerstag Thema im Kabinett sein.

Als erster Öffnungsschritt war am 27. April die Notbetreuung deutlich ausgeweitet worden. Mehr Berufe von Eltern gelten seither als systemrelevant. Auch Alleinerziehende werden stärker berücksichtigt.

Aktuell werden nach Angaben des Sozialministeriums rund 20 Prozent der landesweit rund 112.000 Kita-Kinder wieder betreut. Vor der Ausweitung der Notbetreuung waren es rund 4 Prozent gewesen.

Update, 5. Mai, 8.16 Uhr: Unternehmen druckt Foto-Masken mit eigenem Gesicht

Der Unternehmer zeigt seine individualisierten Foto-Masken.
Der Unternehmer zeigt seine individualisierten Foto-Masken.  © Christian Charisius dpa

Hamburg - Eine kleine Textildruckerei aus Hamburg-Winterhude ist mitten in der Krise auf die Idee gekommen, das kaum noch vorhandene Geschäft mit lebensechten Fotomasken wieder anzukurbeln. 

Dabei sei die Mundpartie des eigenen Gesichts eigens so aufgedruckt, dass es so aussieht, als habe der Träger gar keine Maske auf, sagte Inhaber Dominik Klos.

Der 40-Jährige hat mit der Idee für die Fotomaske vor fast zwei Wochen seine Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holen können. Denn die Idee kommt gut an. "Ich arbeite gerade die Nächte durch, wir sind überrannt worden", so Klos. 

Und nun rennen ihm sogar bekannte Persönlichkeiten die Türen ein. Mehr zu dem Thema gibt es >>>hier

Update, 5. Mai, 6.44 Uhr: "Mein Schiff 6" soll Crew-Mitglieder aufnehmen

Cuxhaven/Hamburg - Nach Corona-Tests bei allen rund 2900 Crew-Mitgliedern des Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 3" sollen im Laufe des Dienstags die abschließenden Ergebnisse vorliegen. 

Die Auswertung von rund zwei Drittel der Tests bestätigte bei acht Besatzungsmitgliedern eine Infektion, wie die Reederei Tui Cruises am Montagabend mitgeteilt hatte. Am frühen Dienstagmorgen wird das Schwesterschiff "Mein Schiff 6" in Cuxhaven anlegen. Es soll negativ getestete Crewmitglieder aufnehmen, um die Situation weiter zu entspannen.

Rund 900 Besatzungsmitglieder sollen nach jetzigen Plänen am 8. und 11. Mai mit Charterflügen nach Indonesien und in die Ukraine zurückgeflogen werden können. 

Update, 5. Mai, 6.37 Uhr: HSV-Schutzmasken werden an die Fans geschickt

Eine Mitarbeiterin des Hamburger SV hält eine Mund-Nasen-Schutzmasken in der Hand.
Eine Mitarbeiterin des Hamburger SV hält eine Mund-Nasen-Schutzmasken in der Hand.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat mit dem Versenden der 57.000 Schutzmasken in den Vereinsfarben begonnen. 

Der blau-weiß-schwarze Mund-Nasen-Schutz war Mitte April im Onlineshop angeboten worden. Binnen sechs Tagen waren sämtliche Stücke vorbestellt. Die Zahl entspricht den Zuschauerplätzen im Volksparkstadion. Nach Angaben des Clubs sind weitere Masken geplant. Noch ist offen, wann sie wieder angeboten werden.

Der Erlös aus dem Verkauf geht an die HSV-Stiftung "Der Hamburger Weg". Mit dem Geld sollen sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus der Hansestadt unterstützt werden.

Am Mittwoch wird erwartet, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer bei ihrer Videokonferenz entscheiden, wann die Saison fortgesetzt wird. 

Der HSV hofft als Tabellendritter noch auf die Erstliga-Rückkehr.

Update, 5. Mai, 6.12 Uhr: Welche Lockerungen gibt es in Hamburg?

Hamburg - Der Hamburger Senat will am Dienstag über Lockerungen von Schutzmaßnahmen gegen das neuartige Coronavirus entscheiden. 

Dafür sollen die Vereinbarungen von Bund und Ländern aus der vergangenen Woche konkret umgesetzt werden. Danach können Spielplätze unter Auflagen wieder öffnen und auch Gottesdienste stattfinden. Auf die Öffnung von Museen, Gedenkstätten, Zoos und botanischen Gärten hatten sich die Regierungschefs ebenfalls verständigt. 

Bereits am Montag durften Schüler von bestimmten Klassen wieder in die Schule gehen und Friseurläden öffnen.

Update, 4. Mai, 21.20 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern öffnet sich für Urlauber

Am Ostsee-Strand dürfen bald wieder Touristen sein.
Am Ostsee-Strand dürfen bald wieder Touristen sein.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern will angesichts geringer Corona-Neuinfektionen schon in der Woche vor Pfingsten auch Auswärtigen wieder Urlaub an der Ostsee erlauben. Das sieht ein Stufenplan zum Neustart des Gastgewerbes im Nordosten vor, auf den sich am Montagabend in Schwerin Vertreter von Landesregierung und Gastgewerbe in der gemeinsamen Task Force Tourismus verständigten.

Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach den Beratungen mitteilte, sollen dem Plan zufolge zunächst die Gaststätten im Land vom Samstag (9. Mai) an unter strikten Hygieneauflagen für Einheimische öffnen dürfen, am 18. Mai auch Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. 

Zum 25. Mai soll dann das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden. Damit wäre nach dem verpassten Ostergeschäft Pfingsturlaub Ende Mai an der Ostsee oder in der Mecklenburgischen Seenplatte wieder für alle Bundesbürger möglich.

Der Fremdenverkehr, der im industrieschwachen Nordosten als eine tragende wirtschaftliche Säule gilt, hatte besonders unter den coronabedingten Zwangsschließungen zu leiden. Mecklenburg-Vorpommern gilt als beliebtestes Reiseziel der Deutschen im Inland. Im Vorjahr waren im Nordosten 34 Millionen touristische Übernachtungen registriert worden. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sind im Gastgewerbe und Tourismus des Landes rund 131.000 Menschen beschäftigt.

Unter Hinweis auf das regional unterschiedliche Infektionsgeschehen hatte Schwesig schon in der Vorwoche angekündigt, Gaststätten und Hotels im Nordosten früher öffnen zu wollen als in anderen Bundesländern. Voraussetzung sei aber immer, dass die Infektionszahlen niedrig bleiben, betonte sie.

Seit dem 16. April waren die registrierten Neuinfektionen im Land mit einer Ausnahme jeweils einstellig. Mit 43 Infizierten pro 100.000 Einwohner verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern die geringste Infektionsquote bundesweit. In Bayern, ebenfalls eine der beliebtesten Reiseregionen, lag die Quote zuletzt etwa acht Mal so hoch.

Update, 4. Mai, 20.58 Uhr: Bürgermeister Tschentscher sieht Möglichkeiten für Gastronomie

Hamburg - Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher will über Lockerungen der Corona-Einschränkungen der Gastronomie sprechen. "Ich denke, wir können uns dort auch weitere Schritte erlauben", sagte der SPD-Politiker am Montagabend in einem "ARD Extra". In der Branche gebe es "jetzt wirklich auch Druck".

Tschentscher warb für ein weiteres gemeinsames Vorgehen von Bund und Ländern. "Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, dass wir für ganz Deutschland ein Rahmenkonzept haben, in das sich die Länder dann einfügen." Bei diesem Erfolgskonzept solle man bleiben. Wichtig sei, dass man trotz der aktuell guten Zahlen die Disziplin nicht verliere.

Am Mittwoch treffen sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut und beraten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Kita, Schule und Sport stehen dabei im Fokus, der Gastronomie soll laut Bundesregierung eine Perspektive aufgezeigt werden. 

Unter Verweis auf regionale Unterschiede pochen Länderregierungschefs zunehmend darauf, eigene Wege gehen zu können.

Update, 4. Mai, 20.20 Uhr: Bereits 382 Millionen Euro an Soforthilfen ausgezahlt

Hamburg - In der Hansestadt sind in der Corona-Krise bereits mehr als 382 Millionen Euro an Soforthilfen für Selbstständige und Kleinunternehmer ausgezahlt worden. 

Diese Zahl nannte Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Montag auf Twitter. Die Förderbank IFB habe 382.266.978 Euro bewilligt, das seien 39.486 Anträge gewesen. 

"Von den 54.840 Anträgen sind aktuell noch 15.354 in der Prüfung", schrieb Dressel weiter. 76 315 Antragsteller seien registriert worden.

Update, 4. Mai, 19.50 Uhr: Grenze zu Dänemark spätestens ab 15. Mai wieder offen

Bundespolizisten kontrollieren seit Wochen die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland.
Bundespolizisten kontrollieren seit Wochen die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland.  © Carsten Rehder/dpa

Kiel - Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat sich mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf eine schrittweise Öffnung der Grenze zu Dänemark ab Mitte Mai verständigt. 

"Wir haben heute telefoniert und miteinander verabredet, einen konkreten Fahrplan zu entwickeln, in welchen Schritten ab spätestens 15. Mai eine Öffnung der Grenze zu Dänemark erfolgen kann", sagte Günther am Montag der Deutschen Presse-Agentur. 

"Dies soll in den kommenden Tagen präzisiert werden."

Bereits am Donnerstag hatte Günther nach den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angekündigt, sich bei der kommenden Runde am Mittwoch für weitere Lockerungen an der Grenze zu Dänemark einzusetzen.

Update, 4. Mai, 18.41 Uhr: Zwei weitere Tote in Pflegeeinrichtungen im Kreis Stormarn

Rümpel - In Pflegeeinrichtungen im Kreis Stormarn sind zwei weitere Personen im Zusammenhang mit Corona gestorben. Darunter sei eine über 90 Jahre alte Bewohnerin des Wohnparks Rolfshagen in Rümpel, teilte die Pressestelle des Kreises am Montag mit. 

Bei der zweiten Toten handelt es sich den Angaben zufolge um eine über 70-Jährige aus einer Pflegeeinrichtung im Süden des Kreises Stormarn. Damit erhöht sich die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Kreis Stormarn gestorbenen Menschen auf 25.

Die Zahl der klinisch bestätigten Covid-19-Fälle lag am Montag nach Angaben des Kreises stabil bei 401, zehn der Infizierten wurden noch im Krankenhaus behandelt. 297 Personen galten dagegen nach Angaben des Kreises als genesen.

Update, 4. Mai, 18.39 Uhr: Acht Corona-Fälle auf "Mein Schiff 3"

Cuxhaven - An Bord des seit Freitag unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 3" sind von rund 2900 Crew-Mitgliedern bislang insgesamt acht positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Das teilte die Reederei Tui Cruises am Montagabend mit. Mittlerweile lägen zwei Drittel der Testergebnisse vor; die restlichen würden am Dienstag erwartet.

Bis auf weiteres werde das Schiff in Cuxhaven blieben. Dort soll am Dienstag auch das Schwesterschiff "Mein Schiff 6" mit 254 Besatzungsmitgliedern anlegen, um negativ getestete Personen von "Mein Schiff 3" aufzunehmen. 

Sie sollen in Isolation in Einzelkabinen untergebracht werden. 900 Besatzungsmitglieder sollen zudem am 8. und 11. Mai mit Charterflügen nach Indonesien und in die Ukraine zurückgeflogen werden können.

Update, 4. Mai, 18.27 Uhr: Neue Zahlen aus Bremen und Niedersachsen

Hannover/Bremen - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen auf 10.425 gestiegen. Das waren 39 Fälle mehr als am Vortag, wie die Landesregierung am Montag (Stand 13 Uhr) mitteilte. 

Geschätzt mehr als drei Viertel (76,5 Prozent) der gemeldeten Corona-Infizierten sind wieder genesen, laut Hochrechnung inzwischen 7973 Menschen. 468 Menschen (plus 6), die das Virus in sich trugen, sind gestorben. 641 mit dem Virus infizierte Patienten werden in den niedersächsischen Krankenhäusern derzeit behandelt - davon 137 intensivmedizinisch und 89 mit künstlicher Beatmung.

In Bremen meldeten die Gesundheitsbehörden am Montag (Stand 14 Uhr) 894 bestätigte Fälle (plus 1). 500 Menschen galten im kleinsten Bundesland als genesen. 

Die Zahl der Todesfälle stieg um einen auf 32. Derzeit müssen 56 Personen stationär versorgt werden, davon sieben auf Intensivstationen. Von ihnen müssen sechs beatmet werden.

Update, 4. Mai, 18.25 Uhr: 51 Mitarbeiter in Schlachthof infiziert

In einem Schlachthof in Schleswig-Holstein sind zahlreiche Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)
In einem Schlachthof in Schleswig-Holstein sind zahlreiche Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. (Symbolbild)  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Itzehoe - Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter des Schlachthofes in Bad Bramstedt (Kreis Segeberg) hat sich auf 51 erhöht. Darunter seien 48 überwiegend ausländische Werkvertragsmitarbeiter und drei eigene Beschäftigte, sagte ein Sprecher des Schlachthofbetreibers Vion am Montag. 

Wegen der Infektionen habe Vion den Schlachtbetrieb am Montag zunächst gestoppt. Das Unternehmen wolle sich zunächst einen Überblick über die Situation verschaffen, sagte der Sprecher.

Die Werkvertragsmitarbeiter stehen den Angaben zufolge in ihrer Unterkunft in einer ehemaligen Kaserne in Kellinghusen im Kreis Steinburg unter Quarantäne. Sie könnten sich dort auf den Freiflächen vor ihren Wohngebäuden aufhalten und miteinander Kontakt haben, sagte der Landrat des Kreises Steinburg, Torsten Wendt. 

Sie würden durch ihren Arbeitgeber mit Lebensmitteln versorgt. Zur Beobachtung der Situation soll nach Angaben des Kreises von Dienstag an ein Wachdienst eingesetzt werden.

Am Donnerstag waren zunächst zwei der in Kellinghusen wohnenden Schlachthofmitarbeiter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Daraufhin hatte der Kreis Steinburg 108 Kontaktpersonen ermittelt. 

Ein Teil der Testergebnisse stand nach Angaben des Kreises am Montag noch aus.

Update, 4. Mai, 17.50 Uhr: Nur drei neue Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind drei weitere Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Darunter ist erstmals seit Wochen auch wieder ein Fall in der Hansestadt Rostock. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Montag mitteilte, wurde dort eine Mitarbeiterin aus dem ambulanten Medizinbereich positiv auf das Virus getestet. 

Die Frau befinde sich in häuslicher Isolation. Von allen anderen Beschäftigten der Einrichtung seien Abstrichproben genommen worden, hieß es. Die Einrichtung bleibe zunächst für zwei Tage geschlossen. Das städtische Gesundheitsamt ermittle nun alle Kontaktpersonen.

Laut Landesamt sind nunmehr 702 Patienten (Stand Montag, 15 Uhr) in Mecklenburg-Vorpommern positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Eine weitere Neuinfektionen wurde im Landkreis Rostock registriert. Für den Kreis Vorpommern-Greifswald, der mit insgesamt nun 135 Fällen weiterhin die meisten aufweist, wurde eine zuvor anders zugeordnete Infektion nachgemeldet. Die wenigsten Covid-19-Fälle gibt es im Landkreis Rostock mit 64.

Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit wuchs die Zahl der Sterbefälle im Zusammenhang mit Covid-19 im Nordosten um 1 auf 19. Ein weiterer Bewohner des Pflegeheims in Tutow (Landkreis Vorpommern-Greifswald sei gestorben. Der 80-Jährige habe an schweren Vorerkrankungen gelitten, hieß es.

Bei den Akutfällen gab es kaum Veränderungen: Landesweit müssen oder mussten 99 Menschen in Kliniken behandelt werden, einer mehr als am Vortag. 17 Patienten werden oder wurden auf einer Intensivstation betreut.

Das Landesgesundheitsamt geht einem Schema des Robert Koch-Instituts zufolge davon aus, dass schätzungsweise 579 der positiv getesteten Menschen im Land von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind.

Update, 4. Mai, 17.23 Uhr: Hamburgs Datenschutzbeauftragter warnt vor Corona-Immunitätsausweis

Hamburg - Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hat erhebliche Einwände gegen einen Corona-Immunitätsausweis. 

"Selbst wenn die tatsächlichen Voraussetzungen vorhanden wären, wiese der Einsatz eines solchen Ausweises den gefährlichen Weg in eine Diskriminierungs- und Entsolidarisierungsfalle", sagte Caspar dem Handelsblatt. "Gesundheitsdaten könnten über den Zugang zu Leistungen entscheiden und in der Konsequenz die Gruppe der Personen, die eine Immunität nicht nachweisen, vom öffentlichen Leben ausschließen."

Das Bundeskabinett hatte sich vergangene Woche mit einem Immunitätsausweis befasst. Für den Fall, dass es demnächst gesicherte Erkenntnisse zur Immunität nach einer Corona-Infektion geben sollte, soll eine Bescheinigungsmöglichkeit dafür kommen - ähnlich wie im Impfpass. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat inzwischen den Ethikrat um einen Stellungnahme aufgefordert, "wie und in welchem Zusammenhang der Nachweis einer Immunität genutzt werden sollte".

"Ein Ausweis für alle als Eintrittskarte in das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Leben würde am Ende gerade die Personen, die aus Altersgründen oder Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehören, am stärksten diskriminieren", warnte Caspar. Denn diese könnten nicht den Weg einer schnellen Immunität gehen. 

"Das grundrechtlich verankerte Diskriminierungsverbot muss hier beachtet werden." Rechtsstaatlich stünden die Pläne für einen Immunitätsausweis somit auf "tönernen Füßen". Einen Immunitätsnachweis von Personen in relevanten Berufsgruppen halte er dagegen für "durchaus sinnvoll".

Update, 4. Mai, 17.02 Uhr: Pflegeheim in Appen meldet 14 Corona-Fälle und eine tote Bewohnerin

Appen - In einem Seniorenheim in Appen (Kreis Pinneberg) sind elf Bewohner und drei Mitarbeiter positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte der Kreis am Montag mit. 

Eine Bewohnerin des Heimes sei bereits am vergangenen Mittwoch im Zusammenhang mit der Viruserkrankung in einem Krankenhaus gestorben, sagte ein Kreissprecher. Die übrigen infizierten Bewohner würden in ihren Zimmern medizinisch betreut.

Das Heim in Appen ist die vierte Senioreneinrichtung im Kreis Pinneberg, in dem Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden sind. Dass es nun ein weiteres Heim im Kreis Pinneberg getroffen habe, zeige auf eindringliche Art und Weise, wie wichtig es sei, weiterhin Abstand zu halten und die Hygieneregeln zu befolgen, sagte Landrat Oliver Stolz (parteilos).

Bislang gab es nach Kreisangaben in den betroffenen Pflegeheimen 100 infizierte Bewohner, 27 davon sind bislang gestorben.

Update, 4. Mai, 17.01 Uhr: Kripo warnt vor gefälschten Mails zu Corona-Soforthilfen

Kiel - Das Landeskriminalamt (LKA) warnt vor gefälschten E-Mails im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen. Es werde vorgetäuscht, die Mails stammten von der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), teilte die zentrale Ansprechstelle Cybercrime des LKA am Montag in Kiel mit. 

In dem Anschreiben werde der Empfänger aufgefordert, einen bereits erhaltenen Zuschuss teilweise oder komplett zurück zu überweisen, sollte der Antrag auf Soforthilfe "entscheidungserhebliche Falschangaben" enthalten. Die Mail könnte als Vorbereitung dienen, später Rücküberweisungen auf ein Konto der bisher unbekannten Täter zu veranlassen, erläuterte eine LKA-Sprecherin.

Am Montag seien erstmals im Namen der IB.SH gefälschte E-Mails mit zwei Anhängen versandt worden. Die beigefügten, offiziell wirkenden PDF-Dokumente werden als Rechtsbelehrung über die Pflichten als Antragssteller sowie als Bescheinigung über erhaltene Zuschüsse zur Vorlage beim Finanzamt ausgegeben.

Die Täter bauen laut LKA eine Drohkulisse mit Strafandrohung auf, verbunden mit der Aufforderung, die angebliche Bescheinigung für das Finanzamt ausgefüllt zurückzusenden.

Die Absender-Adresse der Mails lautet in Schleswig-Holstein "corona-zuschuss@ib-sh.de.com". Auch in anderen Bundesländern seien bereits ähnliche Mails versendet worden.

Das LKA rät, grundsätzlich nur Mail-Anlagen von Absendern zu öffnen, die man selber kennt. "Nehmen Sie keinen Kontakt mit den Tätern unter der oben genannten E-Mail-Adresse auf und füllen Sie die angehängten Formulare nicht aus!", betonte das LKA. "Diese Mails stammen nicht von den vorgegebenen Stellen."

Wegen der Mails wurde Strafanzeige erstattet wegen Fälschung beweiserheblicher Daten. Dafür sieht Paragraph 269 Strafgesetzbuch Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren vor.

Update, 4. Mai, 16.40 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern hält an Zwei-Personen-Regel für Kontakte fest

Die meisten Menschen wie hier in Stralsund halten sich an die Zwei-Personen-Regel. (Archivbild)
Die meisten Menschen wie hier in Stralsund halten sich an die Zwei-Personen-Regel. (Archivbild)  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Im Gegensatz zu Sachsen-Anhalt hält Mecklenburg-Vorpommern in der aktuellen Corona-Krise bis auf Weiteres an der strengen Zwei-Personen-Regel für Kontakte im öffentlichen Raum fest. 

"Es ist vereinbart, dass über eine Verlängerung des Kontaktverbotes am Mittwoch in der Telefonkonferenz zwischen der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder gesprochen wird. Dabei bleibt es für uns", betonte Regierungssprecher Andreas Timm am Montag in Schwerin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

Die am 22. März vereinbarte Kontaktsperre zur Eindämmung des Coronavirus ist zunächst bis zum 10. Mai befristet und gilt derzeit auch noch in fast allen Bundesländern.

In Sachsen-Anhalt war in der Nacht zum Montag allerdings eine neue Verordnung in Kraft getreten, mit der das Land bundesweit bei der Lockerung der Corona-Beschränkungen vorangeht. 

Die Menschen dort dürfen statt wie bisher mit einem Menschen abseits des eigenen Haushalts fortan zu fünft zusammensein. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hatte diesen Schritt mit der geringen Bevölkerungs- und Infiziertenzahl in seinem Land begründet, für das Vorpreschen aber dennoch Kritik geerntet.

Sowohl die Bevölkerungsdichte als auch die Infektionsquote sind in Mecklenburg-Vorpommern noch geringer. Im Nordosten wurden bislang etwa 700 Corona-Infektionen erfasst. 

Mit 43 Infizierten pro 100.000 Einwohner verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern die geringste Infektionsquote bundesweit. In Bayern, dem Land mit den meisten Fällen, liegt der Anteil bei 329 pro 100.000 Einwohner.

Regierungssprecher Timm verwies auf den von der Landesregierung beschlossenen Mecklenburg-Vorpommern-Plan zum Schutz vor der Pandemie. Dort sei festgelegt, in welchen Bereichen Lockerungen erfolgten. 

"Phase 1 ist jetzt umgesetzt. Wir werden am Donnerstag in einer Kabinettsklausur den MV-Plan fortschreiben und festlegen, wie wir weiter vorgehen. Schon morgen werden wir im Kabinett über die Öffnung der Museen und über die Kosmetikberufe sprechen", kündigte Timm an.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) selbst hatte sich in der Vorwoche - ebenfalls unter Hinweis auf das regional unterschiedliche Infektionsgeschehen - offen gezeigt für einen Sonderweg des Landes bei der Öffnung der Gaststätten. 

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte dafür schon den 11. Mai ins Gespräch gebracht. Ähnliche Pläne gibt es für Gastronomiebetriebe auch in Niedersachsen.

Update, 4. Mai, 16.35 Uhr: Erste Besitzer von Zweitwohnungen in Schleswig-Holstein angereist

Die Strandkörbe in Westerland auf Sylt warten noch auf Touristen und Zweitwohnungsbesitzer. (Archivbild)
Die Strandkörbe in Westerland auf Sylt warten noch auf Touristen und Zweitwohnungsbesitzer. (Archivbild)  © Carsten Rehder/dpa

Sylt - Nach der Corona-Lockerung in Schleswig-Holstein sind am Montag die ersten Besitzer von Zweitwohnungen angereist. 

Schon vor Sonnenaufgang warteten die ersten Sylt-Reisenden an der Auto-Verladerampe in Niebüll. Die Polizei zählte dort bis zum Mittag knapp hundert Zweitwohnungsbesitzer, die auf die Insel wollten.

Zweitwohnungsbesitzer reisten am Montag unter anderem auch im nordfriesischen St. Peter-Ording und in Büsum (Kreis Dithmarschen) sowie an der Ostseeküste in Fehmarn und Timmendorfer Strand zu ihren Immobilien. 

Der große Ansturm blieb jedoch zunächst aus, wie eine Sprecherin vom Landespolizeiamt sagte.

In Schleswig-Holstein gibt es Zehntausende Zweitwohnungen. 

Sie dürfen von ihren Besitzern seit Montag wieder genutzt werden, jedoch nicht zu touristischen Zwecken.

Update, 4. Mai, 15.56 Uhr: Millionen Schutzmasken aus China in Rostock eingetroffen

Im Rostocker Seehafen werden Container auf einen Güterzug verladen, in denen sich Schutzausrüstung aus China befindet.
Im Rostocker Seehafen werden Container auf einen Güterzug verladen, in denen sich Schutzausrüstung aus China befindet.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock - Im Rostocker Seehafen ist die erste Großlieferung aus China über Land und See mit 7,4 Millionen Schutzmasken für Deutschland eingetroffen. 

Gleichzeitig seien sechs weitere Container mit dringend benötigter Schutzausrüstung für Italien angeliefert worden, teilte die Deutsche Bahn am Montag mit. 

Den Angaben zufolge waren die Container per nur zwölf Tagen vom Terminal im chinesischen Xi’an bis nach Rostock unterwegs. Mit dem Zug ging es zunächst über 10.000 Bahnkilometer über Kasachstan und Russland nach Kaliningrad. 

Dort seien die Container auf ein Schiff verladen und nach Rostock transportiert worden. Nun würden sie per Schiene nach Duisburg beziehungsweise Verona (Italien) weiter verteilt. 

Laut Mitteilung hilft die Deutsche Bahn darüber hinaus der Bundesregierung bei der Beschaffung von bis zu 50 Millionen Mundschutz-Masken der Klasse FFP2 aus China. 

Die Transporte mit den in deutschen Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeheimen dringend benötigten Masken zum Schutz vor Corona-Viren sollen künftig ebenfalls auch per Zug nach Deutschland rollen. 

Der Transport aus China per Schiene sei gegenüber der Luftfracht wesentlich kostengünstiger und klimafreundlicher. Allein der CO2-Ausstoß sei im Vergleich zehnmal geringer. Die Bahn spricht von der "Eisenbahnbrücke Eurasia".

Update, 4. Mai, 15.50 Uhr: Neun neue Corona-Infizierte in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Sonntag um neun auf 4843 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) könnten davon 3800 inzwischen als genesen angesehen werden, teilte die Gesundheitsbehörde am Montag mit. Sie gehe aktuell von knapp 880 mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Gleichzeitig warnte die Behörde jedoch, dass die niedrige Zunahme der Fallzahl auch darauf zurückzuführen sein könne, dass aufgrund des Feiertags und des Wochenendes weniger Testungen stattgefunden hätten.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um zwei auf 167. Nach RKI-Angaben sind in Hamburg 166 Personen mit einer Covid-19-Infektion gestorben - ebenfalls zwei mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 143 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, zwei weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation sank um drei auf 53.

Update, 4. Mai, 15.25 Uhr: Zoos in Niedersachsen öffnen am Mittwoch wieder

Osnabrück/Hannover - Die ersten Zoos in Niedersachsen öffnen an diesem Mittwoch wieder. Die Tierparks in Osnabrück und in Wingst im Kreis Cuxhaven teilten am Montag mit, dass sie dann wieder unter Auflagen aufmachen wollen. 

Auch der Zoo Hannover plant das. "Wir sind auf den 6. Mai vorbereitet und warten nun nur noch auf den Erlass", sagte Pressesprecherin Simone Hagenmeyer am Montag.

Tagestickets sind für den Zoo Hannover nur im Internet erhältlich, auch wer eine Jahreskarte hat, muss vorher online ein bestimmtes Besuchszeitfenster buchen. Auch der Zoo Osnabrück empfiehlt den Kauf von Tickets im Internet. 

Ganz unterschiedlich geregelt haben die Zoos, ob sie ihre Spielplätze öffnen und ob es Getränke oder Snacks zum Mitnehmen gibt.

Update, 4. Mai, 14.20 Uhr: Schulstart für weitere 34.000 Schüler in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommerns Schulen füllen sich langsam wieder: Eine Woche nach den Abschlussklassen kehrten am Montag die Viertklässler an die Grundschulen, die neunten Klassen an die Regionalen und Förderschulen sowie die elften Klassen an die Gymnasien zurück. 

Damit sind nach Angaben des Bildungsministeriums rund 54.000 Schüler wieder in den Klassenräumen - etwa ein Drittel aller Schüler. Die Klassen werden geteilt, um die geforderten Mindestabstände für den Infektionsschutz einhalten zu können.

An der Evangelischen Landschule Walkendorf (Landkreis Rostock) standen am ersten Tag mit den Viertklässlern vor allem Gespräche über ihr Erleben der Corona-Pandemie auf dem Programm. 

Schulleiterin Anke Bochert sagte in einem Podcast, den die Nordkirche am Montag verbreitete, sie halte eine psychologische Betreuung der Kinder am Anfang für besonders wichtig. Einige hätten die letzten Wochen als furchtbar beängstigend erlebt.

In der Notbetreuung habe sie gesehen, dass Kinder Angst hatten, dass sich ihre Eltern mit dem Coronavirus anstecken und sterben könnten, sagte Borchert. Die Bilder in den Nachrichten seien sehr von Menschen in Masken und Monturen sowie von Bildern von Särgen getragen gewesen. 

Das sei an den Kindern nicht spurlos vorbeigegangen. Deshalb sollten am ersten Tag in Walkendorf ausschließlich Gespräche in kleinen Gruppen stattfinden, um herauszufinden, wie es den Kindern geht und welche Hilfe sie brauchen.

Update, 4. Mai, 14.12 Uhr: Auch Handel vielfach auf Corona-Soforthilfe angewiesen

Schwerin - Zur Linderung der finanziellen Verluste in Folge der Corona-Pandemie haben Solo-Selbstständige, Kleinunternehmer und Mittelständler in Mecklenburg-Vorpommern bislang 292 Millionen Euro an staatlichen Hilfen bekommen. 

Dieses Geld soll die Liquidität mit sichern helfen und muss nicht zurückgezahlt werden. Wie das Wirtschaftsministerium am Montag in Schwerin mitteilte, wurden im Nordosten bislang rund 39.000 Anträge auf Corona-Soforthilfe gestellt, 29.400 davon seien bewilligt und zur Zahlung angewiesen worden. Anträge können noch bis zum 31. Mai gestellt werden, doch war der Eingang zuletzt merklich abgeflaut.

Die Soforthilfe leiste für Unternehmen eine wichtige Unterstützung, konstatierte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). In Mecklenburg-Vorpommern besonders betroffen sei neben dem Tourismus und dem Dienstleistungsbereich der Handel. "Auch wenn Geschäfte aufgrund der Lockerungen wieder öffnen können, ist von Normalität beim Einkauf noch längst keine Rede", sagte Glawe.

Bund und Land hatten Ende März als Reaktion auf die Corona-Krise Soforthilfe-Programme in Milliarden-Höhe beschlossen. Demnach erhalten Selbstständige und Mittelständler finanzielle Hilfen, die je nach Größe des Unternehmens von 9000 bis zu 60.000 Euro reichen.

Update, 4. Mai, 13.53 Uhr: Ministerpräsident hat kaum Bedenken wegen Geisterspielen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht während einer Pressekonferenz.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht während einer Pressekonferenz.  © Ole Spata/dpa

Hannover - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kann sich eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorstellen. 

Er habe diesbezüglich "keine nachhaltigen Bedenken", auch wenn der Reiz von Geisterspielen für ihn als Fan überschaubar sei, sagte der SPD-Politiker am Montag in Hannover. 

Die Bundesliga habe besondere Vorsichtsmaßnahmen vorbereitet, zudem gehe es für einige Beteiligte um die wirtschaftliche Existenz, betonte Weil. 

Update, 4. Mai, 13.49 Uhr: Schulleiter schreiben Protestbrief an Senator

Hamburg - Hamburgs Schulleiter der Gymnasien haben in einem Protestbrief an Schulsenator Ties Rabe (SPD) vor überstürzten Schulöffnungen gewarnt. 

"Bei allen behördlichen Maßnahmen ist zu bedenken, dass die Kollegien am Rande ihrer Kräfte arbeiten", hieß es in dem am Montag veröffentlichten Schreiben der Vereinigung der Leitungen Hamburger Gymnasien und Studienseminare.

Statt die Öffnung der Schulen zu schnell und zu bürokratisch umzusetzen, solle die Behörde "unbedingt Zeitdruck aus allen Vorhaben nehmen und mehr Flexibilität vor Ort ermöglichen". 

Zudem halten die Lehrer ein Plädoyer für mehr Fern- als Präsenzunterricht und die Fokussierung auf sozial benachteiligte Schüler, wie der erste Vorsitzende, Christian Gefert, am Montag in Hamburg sagte.

Die derzeitigen Vorgaben für den Präsenzunterricht an den Schulen seien praxisfern und würden die Lehrerinnen und Lehrer tief verunsichern. Die Schulleiter befürchten, dass die Kollegen deshalb ihre derzeit hohe Motivation für den aufwendigen Fernunterricht verlieren könnten. 

Zudem verstärke eine Fokussierung nur auf die Jahrgangsstufen 6, 10 und 11 die gegenwärtige soziale Spaltung in der Stadt. 

Die Schulleiter fordern stattdessen, dass der Unterricht an den Gymnasien vor allem für die Kinder möglich sein sollte, "die aufgrund ihrer individuellen, familiären beziehungsweise sozialen Situation beim Fernlernen benachteiligt sind" und die die Zeit in der Schule fürs erfolgreiche Lernen dringend brauchen.

Update, 4. Mai, 13.26 Uhr: Niedersachsen will Zwei-Personen-Regel neu bewerten

Hannover - Die niedersächsische Landesregierung will die Beschränkung privater Kontakte auf zwei Personen in der Corona-Krise erst Ende Mai neu bewerten. Bis einschließlich zum 24. Mai soll die Zwei-Personen-Regel damit mindestens bleiben. 

Das geht aus einem am Montag vorgestellten Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung hervor. 

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte, die Kontaktbeschränkungen seien besonders einschneidend, aber auch besonders wirksam, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. 

Update, 4. Mai, 12.38 Uhr: Hotels in Niedersachsen könnten am 25. Mai öffnen

Hannover - Die Hotellerie in Niedersachsen kann einem Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung zufolge am 25. Mai ihr Geschäft wieder aufnehmen.

Mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent und weiteren Auflagen sollen Hotels, Pensionen und Jugendherbergen dann öffnen können. Das gab Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Montag in Hannover bekannt. 

Bereits vom 11. Mai an sollen Ferienhäuser und -wohnungen mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent vermietet werden können. Die Gastronomie könne ebenfalls am 11. Mai wieder anlaufen. 

Endgültig beschlossen werden soll der Stufenplan für Niedersachsen nach den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch.

Update, 4. Mai, 11.43 Uhr: Sonnenstudios bleiben vorerst geschlossen

Schwerin - Die Sonnenstudios in Mecklenburg-Vorpommern müssen nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Schwerin wegen der Corona-Krise weiter geschlossen bleiben. 

Das Gericht wies den Eilantrag eines Betreibers auf Öffnung zurück, wie eine Gerichtssprecherin am Montag mitteilte. In Sonnenstudios sei bisweilen direkte körpernahe Hilfestellung bei Fehlfunktionen oder Fehlbedienungen erforderlich, hieß es zur Begründung.

Der Beschluss ist den Angaben zufolge noch nicht rechtskräftig, die Beteiligten könnten Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Greifswald einlegen. 

Die Landesregierung prüft derzeit, ob Kosmetikstudios, Massagepraxen, Nagelstudios, Sonnenstudios, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe vom 11. Mai an wieder öffnen können.

Update, 4. Mai, 10.48 Uhr: Testergebnisse für Besatzung von Tui-Schiff erwartet

Cuxhaven/Hamburg - Nach einem bestätigten Corona-Fall auf dem Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" werden die Testergebnisse für die gesamte Besatzung erwartet. 

Diese sollten nach Unternehmensangaben frühestens am Montagabend vorliegen. Dem infizierten Besatzungsmitglied geht es auf der Isolierstation des Helios-Klinikums Cuxhaven weiterhin gut mit nur milden Symptomen, wie eine Reederei-Sprecherin am Montag sagte.

Das Schiff, das derzeit als eine Art Sammeltransporter für knapp 3000 Beschäftigte eingesetzt wird, war am Freitag unter Quarantäne gestellt worden. 

Update, 4. Mai, 10.04 Uhr: 50 neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus ist auf 2783 gestiegen. 

Wie die Landesregierung am Montag mitteilte, waren dies bis Sonntagabend 50 Fälle mehr als nach der Meldung des Vortags. Die Zahl der Todesfälle lag im Vergleich zum Vortag unverändert bei 113.

Weiterhin sind im nördlichsten Bundesland 65 Menschen in klinischer Behandlung. 

Update, 4. Mai, 9.14 Uhr: Weitere Schüler in Hamburg dürfen wieder zum Unterricht

Hamburg - Es herrscht wieder ein wenig mehr Trubel an den Hamburger Schulen. Am Montag haben die Schulen in Hamburg für weitere Klassen geöffnet. 

Mädchen und Jungen der 4. Klassen können nun wieder an den Grundschulen am Unterricht teilnehmen. Auch die Klassenstufen 6 und 11 der Gymnasien sowie die Klassenstufe 12 der Stadtteilschulen durften am Montag zurückkehren. 

Für Schüler der Abschlussklassen hatte bereits Anfang vergangener Woche die Schule nach wochenlangem coronabedingtem Fernunterricht wieder begonnen.

Update, 4. Mai, 8.23 Uhr: Prüfer-Storcks hofft auf Reisen im Herbst

Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg.
Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz in Hamburg.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks hofft auf eine Lockerung der weltweiten Corona-Reisebeschränkungen im Herbst. 

Sie könne sich nicht vorstellen, "dass man in den Sommerferien schon nach Italien, Spanien, Frankreich, in die Türkei oder sonst wohin reisen kann, wo man normalerweise vielleicht hingefahren wär", sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Deshalb "wäre es vielleicht auch besser, wenn man den Menschen eine etwas längere Perspektive gibt und ihnen das auch sagt". Die Bundesregierung hatte die weltweite Reisewarnung in der vergangenen Woche zunächst bist Mitte Juni verlängert.

"Wir können uns freuen, wenn das im Herbst vielleicht wieder anders aussieht", sagte Prüfer-Storcks. Vieles hänge aber davon ab, "wie Urlaubsländer ihre Situation einschätzen und welche Lockerungen sie vornehmen können".

Update, 4. Mai, 7.02 Uhr: Auch MV startet mit Corona-Lockerungen

Schwerin - Auch Mecklenburg-Vorpommern geht die nächsten Schritte bei der Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen. 

Am Montag kehren die Schüler weiterer Klassenstufen in ihre Schulen zurück, Friseure dürfen wieder öffnen und Gottesdienste sind auch in geschlossenen Räumen wieder möglich. Angesichts der fortbestehenden Infektionsgefahr gelten aber weiterhin strenge Hygienevorschriften und die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern.

Eine Woche nach den Abschlussklassen, die sich auf ihre Prüfungen vorbereiten, bekommen nun auch Schüler der Klassenstufen 4, 9 und 11 wieder Unterricht in ihren Schulen. 

Von Montag an sind auch wieder religiöse Zusammenkünfte in Kirchen, Synagogen und Moscheen erlaubt. Schon zum Samstag waren die Flächenbeschränkungen für den Handel aufgehoben worden. Noch keine Lockerungen gibt es indes für Gastronomie und Hotellerie. 

Der zuständige Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte als möglichen Öffnungstermin für Gaststätten den 11. Mai ins Gespräch gebracht. Doch auch Hotelbetreiber verlangen angesichts verlustreicher Wochen zu Saisonbeginn konkrete Zusagen für eine baldige Öffnung. 

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hatte vor überzogenen Erwartungen gewarnt, sich angesichts zuletzt konstant niedriger Neuinfektionszahlen aber offen gezeigt, für einen Sonderweg des Landes mit rascheren Lockerungen für die Gastronomie als in anderen Bundesländern.

Update, 4. Mai, 6.21 Uhr: Erste Lockerungen in Schleswig-Holstein

Kiel - Von Montag an dürfen in Schleswig-Holstein zahlreiche Einrichtungen wieder öffnen, nachdem die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nur moderat gestiegen ist. 

Spielplätze, Museen und Friseurläden werden ebenso wieder zugänglich wie Zweitwohnungen für deren Besitzer. Auch Außenanlagen botanischer Parks und Sportboothäfen dürfen öffnen. Dauercamping und Gottesdienste werden ebenfalls wieder möglich. Für alle Maßnahmen gelten strikte Abstands- und Hygienevorgaben.

Unter strengen Vorkehrungen können Alten- und Pflegeheime einzelne Besucher für maximal zwei Stunden zulassen. Sogenannte kontaktarme Sportarten sind im Freien erlaubt - bei 1,5 Metern Abstand zwischen zwei Aktiven. Verleihe von Fahrrädern und Kanus dürfen öffnen.

Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus stieg auf 2733. Laut Landesregierung waren dies bis Samstagabend 10 Fälle mehr als nach der Meldung des Vortags. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 1 auf 113. 65 Menschen sind in klinischer Behandlung, 6 weniger als nach der Vortagsmeldung. 2200 Corona-Infizierte sind genesen.

Krankenhäuser dürfen grundsätzlich wieder Operationen vornehmen, die nicht so dringlich sind. 

An den Hochschulen können Lernlabore öffnen. Es dürfen auch Praxisveranstaltungen stattfinden, die für den Lehrbetrieb notwendig sind.

Veranstaltungen sind zunächst bis zum 17. Mai untersagt. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte wiederholt betont, dass alle Maßnahmen von der Entwicklung des Infektionsgeschehens abhängen.

Am Mittwoch wird an Schulen für ausgewählte Jahrgänge der Unterricht wieder beginnen. Auch dort gelten strenge Abstands- und Hygieneregeln.

Update, 4. Mai, 6.13 Uhr: Weitere Schüler in Hamburg dürfen wieder zum Unterricht

Hamburg - Die Schulen in Hamburg öffnen für weitere Schüler. Von Montag an können Mädchen und Jungen der 4. Klassen an den Grundschulen wieder am Unterricht teilnehmen. 

Auch die Klassenstufen 6 und 11 der Gymnasien sowie die Klassenstufe 12 der Stadtteilschulen dürfen zurückkehren. 

Für Schüler der Abschlussklassen hatte bereits am vergangenen Montag die Schule wieder begonnen - mit Prüfungsvorbereitungen und Treffen von Tutorengruppen.

Update, 3. Mai, 16.25 Uhr: Schlachthausmitarbeiter unter Corona-Quarantäne

Itzehoe - Bei ausländischen Schlachthofmitarbeitern in Kellinghusen im Kreis Steinburg hat sich die Zahl der nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus Infizierten auf 49 erhöht. 

Dies teilte die Kreisverwaltung am Sonntag auf ihrer Homepage mit. Zunächst hatte die NDR 1 Welle Nord berichtet. Allen Betroffenen gehe es den Umständen entsprechend gut. Einige litten unter leichten Symptomen wie Halskratzen oder leichtem Husten.

Insgesamt waren 108 Kontaktpersonen beprobt worden. Einige Ergebnisse stehen laut Kreisverwaltung noch aus. Die Betroffenen sind bei einem Schlachthof in der Nachbarstadt Bad Bramstedt (Kreis Segeberg) beschäftigt. 

Ihre Wohnungen wurden für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt.

Update, 3. Mai, 15.56 Uhr: Nur ein neuer Corona-Fall in MV

Rostock - Am Sonntag ist in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Corona-Fall gemeldet worden. 

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus stieg damit auf 699. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, sind im Nordosten bislang 18 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Zahl veränderte sich im Vergleich zu den Vortagen nicht.

Landesweit müssen oder mussten 98 Menschen in Kliniken behandelt werden, 17 von ihnen auf einer Intensivstation. Schätzungen des Robert Koch-Instituts zufolge gelten im Nordosten 577 Menschen als genesen.

Update, 3. Mai, 12.33 Uhr: Drei neue Fälle in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist um drei neue Fälle auf insgesamt 4834 gestiegen.

Die niedrige Zunahme von Samstag auf Sonntag könnte laut Robert Koch-Institut (RKI) jedoch darauf zurückzuführen sein, dass aufgrund des Feiertags und des Wochenendes weniger Testungen stattgefunden haben, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte. Sie gehe aktuell unverändert von rund 970 Corona-Infizierten in der Hansestadt aus. 

Demnach können rund 3700 der zuvor mit Sars-CoV-2 positiv getesteten und gemeldeten Hamburger als genesen betrachtet werden

Update, 3. Mai, 11.37 Uhr: Kieler Regierung streicht Größengrenze im Einzelhandel

Kiel - In Schleswig-Holstein können die Geschäfte vom nächsten Sonnabend an wieder unabhängig von der Größe ihrer Verkaufsfläche öffnen. 

Dies bestätigte die Staatskanzlei am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Angesichts der positiven Entwicklung der Neuinfektionen durch das Coronavirus sei eine solche Lockerung verantwortbar, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) der Zeitung. Auflagen wie eine maximale Kundenzahl und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung werde es weiterhin geben.

Bisher gilt eine Beschränkung der Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter. 

Größere Einzelhandelsgeschäfte müssen ihre Verkaufsfläche durch Absperrungen entsprechend verkleinern. Für Buchläden, Lebensmittelhandel, Auto- und Fahrradgeschäfte gilt die bisherige Größengrenze nicht.

Die für zwei Wochen geltende Sondererlaubnis nur Sonntagsöffnung wird nicht verlängert. 

Eine Aktivierung der sogenannten Bäderregelung könne erst im Zusammenhang mit Erleichterungen für den Tourismus diskutiert werden, gab Günther an.

Update, 3. Mai, 11.04 Uhr: 2733 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein - 113 Tote

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus ist auf 2733 gestiegen. 

Wie die Landesregierung am Sonntag mitteilte, waren dies bis Samstagabend 10 Fälle mehr als nach der Meldung des Vortags. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 1 auf 113.

65 Menschen sind in klinischer Behandlung und damit 6 weniger als nach der Vortagsmeldung. 2200 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 3. Mai, 9.47 Uhr: Holstein Kiel und HSV ohne positiven Corona-Fall

Kiel/Hamburg - Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat den ersten Corona-Test mit dem kompletten Team ohne positiven Fall absolviert. 

Das teilte der Verein nach Auswertung der am Freitag vorgenommenen Untersuchung mit. Getestet wurden sowohl die Mannschaft als auch das Funktionsteam.

Die Liga-Rivalen Hamburger SV und FC St. Pauli teilten keine Ergebnisse mit. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gab es beim HSV ebenfalls keinen positiven Fall.

Die Tests auf mögliche Infektionen mit dem Coronavirus gehören zum viel kritisierten Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL), um schon bald die Erlaubnis zur Fortsetzung der Saison zu erhalten. 

Update, 3. Mai, 8.40 Uhr: Friseursalons dürfen wieder öffnen

Hannover - In den Friseurgeschäften in Niedersachsen geht es nach einem sechswöchigen Öffnungsverbot am Montag wieder los. 

Wer aber denkt, dass er spontan gleich um 9 Uhr Platz nehmen darf, irrt: "Die Terminbücher sind voll, viele Kollegen sind ausgebucht, und es gibt Wartelisten", beschreibt Manuela Härtelt-Dören vom Landesinnungsverband des niedersächsischen Friseurhandwerks die Lage. "Alle Kunden würden natürlich am liebsten sofort am 4. oder 5. Mai zu uns kommen. Das geht leider nicht."

Wie viele Friseurgeschäfte durch die Corona-Krise in die Insolvenz getrieben wurden, lasse sich derzeit noch nicht sagen. Das sei noch nicht überschaubar. Für Zahlen sei es noch zu früh, sagte die Landesinnungsmeisterin. Die Politik habe schnell mit Hilfen reagiert. Aber es gebe immer noch Kollegen, die auf die Corona-Soforthilfe warteten.

Die Geschäfte waren seit 23. März bundesweit geschlossen. Für die Wiederaufnahme des Betriebs wurden die Hygienestandards noch mal deutlich verschärft. "Aber das ist alles machbar", sagte Härtelt-Dören, die ihr Geschäft in Göttingen hat. 

Derzeit sei Haarewaschen im Salon bei jedem Kunden Pflicht. "Egal, ob es ein Kind von zwei Jahren ist oder ein Kunde mit über 100 Jahren - wir dürfen keinen Trockenhaarschnitt machen. Wir sind verpflichtet, die Haare immer im Vorfeld zu waschen."

Update, 3. Mai, 8.37 Uhr: Corona-Fälle in Heimen könnten deutlich steigen

Kiel - Die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein befürchtet mit den Lockerungen in der Corona-Krise ein deutliches Ansteigen der Corona-Fälle in Pflegeheimen. 

Zur Frage, ob das überproportional hohe Sterben in den Heimen in den nächsten Wochen und Monaten weitergehen werde, sagte Kammer-Präsidentin Patricia Drube: "Ja - sofern nicht sofort zu einer anderen Teststrategie übergegangen wird." Die Unterbrechung der Infektionsketten müsse Vorrang haben. 

Die Lockerung der Besuchsverbote bei gleichzeitiger Lockerung der allgemeinen Einschränkungen "wird einen deutlichen Anstieg der Infektionen in Pflegeeinrichtungen bewirken", warnte Drube.

Update, 3. Mai, 8.32 Uhr: Lockerungen in Hamburg brauchen mehr Zeit

Hamburg - Was in anderen Ländern schon beschlossene Sache ist, braucht in Hamburg noch etwas Zeit: Frühestens am Dienstag werden die Hansestädter erfahren, ab wann und in welchem Umfang für sie weitere Corona-Regeln gelockert werden. 

Der Senat muss festlegen, wie die Vereinbarungen von Bund und Ländern konkret umgesetzt werden sollen. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist bisher einen zurückhaltenden Kurs gefahren.

Die Zahl der in Hamburg positiv auf das neuartige Coronavirus getesteten Menschen ist unterdessen um 11 auf insgesamt 4831 gestiegen. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon 3700 inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 970 Corona-Infizierten in der Hansestadt aus.

Update, 2. Mai, 16.33 Uhr: Corona-Lockerung: Verkauf auf gesamter Ladenfläche läuft langsam an

Schwerin – Die Öffnung von Warenhäusern, Technikmärkten und anderen großen Geschäften in Mecklenburg-Vorpommern hat am Samstag begonnen.

"Einige haben das Flatterband schon entfernt, andere werden erst am Montag oder zeitnah in der kommenden Woche öffnen", sagte Mareike Petersen vom Handelsverband Nord am Samstag. Die Händler bräuchten unterschiedlich viel Vorlaufzeit, um die weiterhin geltenden Hygienevorschriften in ihren Geschäften umzusetzen und entsprechende Personalpläne zu erstellen.

Die Landesregierung hatte die für den Einzelhandel geltende Flächenbeschränkung in der Corona-Krise am Donnerstag aufgehoben. Dies gelte für die Bereiche im Einzelhandel, die sicherstellen können, dass die entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln für die Kunden eingehalten werden, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

Das Möbelhaus Ikea in Rostock etwa will erst am Montag wieder aufmachen. "Bei all unseren Vorbereitungen geht Sicherheit vor Schnelligkeit", sagte Dennis Balslev, Geschäftsführer von Ikea Deutschland. Das Hygienekonzept werde sorgfältig mit den Behörden abgestimmt. "Wir sind da sehr gewissenhaft und benötigen einen gewissen Vorlau", so IKEA-Sprecherin Simone Settergren.

Um den in der Corona-Krise erforderlichen Sicherheitsabstand zu gewährleisten, werde es Zutrittsbeschränkungen geben. Auch das Kundenrestaurant, Bistro und der Spielbereich für Kinder blieben bis auf Weiteres geschlossen. Das Unternehmen wies darauf hin, das Angebot insbesondere in den ersten Tage zurückhaltend zu nutzen und alleine oder mit maximal einer Begleitperson zu kommen. Die Maskenpflicht gelte auch für den Besuch im Einrichtungshaus.

Seit der Wiederöffnung des Einzelhandels am 20. April galt bundesweit eine Beschränkung auf maximal 800 Quadratmeter, allerdings nicht für alle Geschäfte gleichermaßen. Deswegen hatte es massive Kritik aus dem Einzelhandel gegeben, der dadurch Wettbewerbsverzerrungen befürchtete. Klagen von Kaufhausbetreibern waren zum Teil erfolgreich.

Update, 2. Mai, 16.32 Uhr: Drei neue Corona-Fälle in MV - Gesamtzahl steigt auf 698

Rostock – Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Mecklenburg-Vorpommern um drei auf 698 (Stand 15.45 Uhr) gestiegen. 

Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte, sind im Nordosten bislang 18 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Zahl veränderte sich im Vergleich zum Vortag nicht.

Landesweit müssen oder mussten 98 Menschen in Kliniken behandelt werden, 17 von ihnen auf einer Intensivstation. Schätzungen des Robert-Koch-Instituts zufolge gelten im Nordosten 577 Menschen als genesen. 

Landesweit seien bislang rund 27.800 Corona-Tests analysiert worden.

Update, 2. Mai, 15.22 Uhr: 10.344 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen

Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet.
Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Hannover – In Niedersachsen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen um 38 Fälle auf 10.344 gestiegen. Das teilte die Landesregierung am Samstag (Stand 13 Uhr) mit. 

Wieder genesen sind laut Hochrechnung 7784 Menschen, gut drei Viertel der bestätigten Fälle. Gestorben sind 459 Infizierte (plus 2). In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 630 Infizierte behandelt. davon 154 intensivmedizinisch. 107 Patienten werden künstlich beatmet.

Im Land Bremen hatten die Gesundheitsbehörden zuletzt am Donnerstag (Stand 14 Uhr) 859 bestätigte Fälle gemeldet. 438 Menschen galten als genesen. Die Zahl der Todesfälle lag bei 30.

Update, 2. Mai, 14.09 Uhr: 4831 bestätigte Corona-Infektionen in Hamburg: 11 neue Fälle

Hamburg – Die Zahl der in Hamburg positiv auf das neuartige Coronavirus getesteten Menschen ist um 11 auf insgesamt 4831 gestiegen. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können davon 3700 inzwischen als genesen angesehen werden, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte. Sie gehe aktuell von rund 970 Corona-Infizierten in der Hansestadt aus.

Im Vergleich zum Vortag seien insgesamt zwölf Hamburger aus der stationären Behandlung entlassen worden. Insgesamt befinden sich demnach noch 152 Personen mit Wohnort Hamburg mit akuter Covid-19-Infektion in stationärer Behandlung, 60 von ihnen bedürfen intensivmedizinischer Betreuung. 

Bislang sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts 163 Personen in Hamburg nach einer Infektion mit dem Virus Sars-Cov-2 gestorben.

Update, 2. Mai, 13.14 Uhr: DRK-Landesverband: Erste Hilfe trotz Corona-Krise notwendig

Schwerin – Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Mecklenburg-Vorpommern hat dazu aufgerufen, auch in der Corona-Krise im Notfall Erste Hilfe zu leisten. 

Wie der Landesverband mitteilte, seien viele Menschen in der aktuellen Situation in Bezug auf die Erste Hilfe verunsichert oder hätten Angst vor einer Ansteckung. "Die gesetzliche Pflicht zur Ersten Hilfe besteht auch trotz des Risikos einer Ansteckung, jedoch gibt es in der aktuellen Situation einige Besonderheiten", erklärte Bernd Müllejans, DRK-Landesarzt in Mecklenburg-Vorpommern.

Grundsätzlich stehe die eigene Sicherheit immer an erster Stelle, dennoch gebe es auch jetzt verschiedene Möglichkeiten, zu helfen: In jeden Fall könne mit dem Betroffenen kommuniziert, der Notruf (112) gewählt und bei dem Verletzten oder Erkrankten verweilt werden, bis der Rettungsdienst eingetroffen ist. Dabei sollte, wenn möglich, der Sicherheitsabstand von 1,50 Meter eingehalten werden. Dies liege aber im Ermessen der helfenden Person und daran, welche Hilfeleistung erforderlich ist.

Bei einem Herz-Kreislaufstillstand könne in der Laienreanimation auf die Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung verzichtet und nur die Herzdruckmassage durchgeführt werden. Dann sollte 100 bis 120 Mal pro Minute ohne Unterbrechung gedrückt werden.

"Verspüren Sie bei sich selbst Anzeichen, die auf einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder eine andere schwere Erkrankung hindeuten, dürfen Sie nicht zögern, sich behandeln zu lassen", ergänzte Müllejans. Die Rettungsdienste und Krankenhäuser seien auf den Umgang mit der Pandemie gerüstet. Aus Angst vor Corona, im Notfall keine Hilfe zu holen, sei falsch.

Update, 2. Mai, 13.06 Uhr: Unternehmer Michael Otto fordert nachhaltiges Konjunkturprogramm

Der Unternehmer Michael Otto.
Der Unternehmer Michael Otto.  © Georg Wendt/dpa

Hamburg – Der Unternehmer und Aufsichtsratsvorsitzende der Otto Group, Michael Otto, verlangt von der Bundesregierung umfangreiche Maßnahmen zur Stimulierung der durch die Corona-Pandemie massiv geschwächten Wirtschaft. 

"Es ist wichtig, dass Deutschland schon bald ein nachhaltiges, innovatives Konjunkturprogramm auflegt", sagte Otto im Interview des "Hamburger Abendblatt" (Samstag).

Es dürften dabei aber auf keinen Fall überkommende Strukturen gefestigt, sondern die Wirtschaft solle modernisiert werden. "So müssen Investitionen in den Ausbau der digitalen Infrastruktur, in Klimaschutzmaßnahmen wie den Einstieg in die Wasserstoffindustrie und moderne Bildungssysteme erfolgen", sagte Otto, zu dessen Konzern mit mehr als 52.000 Beschäftigten der Versandhändler Otto, der Paketversender Hermes und der Textilanbieter Bonprix gehören.

Bei der digitalen Bildung sei Deutschland international weit hinten, sagte der Unternehmer. Staatliche Kaufanreize für reine Benzin- oder Dieselfahrzeuge, wie sie von Teilen der Autoindustrie gefordert werden, lehnte Otto ab. Zudem fordert er, dass die Politik in Europa Mindeststandards für Onlinehändler einführt. 

"Es kann nicht sein, dass die großen amerikanischen oder asiatischen Plattformen auch hierzulande Waren anbieten, bei denen es sich zum Teil um hochgradig gefährliche Kopien handelt, sie dafür aber keine Verantwortung tragen." Zudem müsse zwischen den Wettbewerbern im Onlinehandel Steuergerechtigkeit geschaffen werden.

Update, 2. Mai, 12.30 Uhr: Nach Corona-Fall auf Tui-Kreuzfahrtschiff laufen weitere Tests

Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" der Reederei TUI Cruises liegt an einem Kai im Hafen.
Das Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 3" der Reederei TUI Cruises liegt an einem Kai im Hafen.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Cuxhaven/Hamburg – Nach dem positiven Corona-Test eines Menschen an Bord des in Cuxhaven liegenden Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 3" laufen weitere Tests der Besatzungsmitglieder. 

Das Schiff, das derzeit als eine Art Sammeltransport für knapp 3000 Mitarbeiter der Tui-Flotte eingesetzt wird, wurde unter Quarantäne gestellt. Nach Angaben einer Reederei-Sprecherin vom Samstag werden Ergebnisse am Nachmittag erwartet.

Die "Mein Schiff 3" befinde sich seit Dienstag ohne Gäste mit 2899 Besatzungsmitgliedern an Bord am Steubenhöft in Cuxhaven, hieß es von Tui Cruises am Vortag. Da Häfen wegen der Corona-Krise geschlossen worden seien, habe die Reederei für ihre Beschäftigten die Rückreise in Heimatländer selbst organisiert.

Wie viele weitere Menschen nun getestet wurden, dazu machte die Sprecherin am Samstag keine Angaben. Man habe dafür Kontaktpersonen des Betroffenen identifiziert.

Update, 2. Mai, 11.40 Uhr: Lockerungen in Schleswig-Holstein in Sicht

Ein Imbiss, in dem normalerweise Fischbrötchen verkauft werden, ist im Ostsee-Ferienort Laboe bei Kiel wegen der Corona-Pandemie geschlossen.
Ein Imbiss, in dem normalerweise Fischbrötchen verkauft werden, ist im Ostsee-Ferienort Laboe bei Kiel wegen der Corona-Pandemie geschlossen.  © Frank Molter/dpa

Kiel – So schnell wie das Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern lässt es die Regierung in Schleswig-Holstein nicht angehen: Während dort am Samstag bereits Warenhäuser, Technikmärkte und andere große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen, bleiben diese Läden hierzulande weiter zu. 

Auch die Kinder müssen zwei Tage länger darauf warten, dass sie endlich wieder auf einem öffentlichen Spielplatz herumtoben können. Von Montag an können die in Schleswig-Holstein wieder geöffnet werden. Für Öffnungen der Spielplätze müssen die Kommunen aber Zugangs- und Hygienekonzepte vorlegen.

Von Montag an dürfen außerdem Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper wiederkommen. Die Einreise ins Land für touristische Zwecke bleibt dagegen zunächst verboten.

Zudem können sich Gastronomen und die Tourismusbranche zumindest Hoffnung auf Erleichterungen machen. Am Mittwoch soll über erste Lockerungen in der Corona-Krise gesprochen werden. Möglich sind Erleichterungen in der zweiten Mai-Hälfte noch vor Pfingsten. Entschieden sei noch nichts, aber es werde am 6. Mai bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz "einen konkreten Perspektivplan" geben, hieß es. In Schleswig-Holstein ist der Tourismus seit Mitte März praktisch auf Null runtergefahren. Auch Schulen, Kitas und Sportstätten stehen im Fokus der Konferenz am 6. Mai.

Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Pandemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus ist um 24 auf 2709 gestiegen. Wie die Landesregierung am Freitag mitteilte, gab es zudem vier weitere Todesfälle. Damit sind in SH bislang 110 Menschen mit der Lungenkrankheit gestorben. 

74 an dem Virus erkrankte Menschen sind - wie schon am Vortag - derzeit in klinischer Behandlung. Rund 2100 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 2. Mai, 9.45 Uhr: 2723 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein - 112 Tote

Kiel – Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus ist auf 2723 gestiegen. 

Wie die Landesregierung am Sonnabend mitteilte, waren dies bis Freitagabend 14 Fälle mehr als nach der Meldung des Vortags. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 2 auf 112.

71 Menschen sind derzeit in klinischer Behandlung und damit 3 weniger als nach der Vortagsmeldung. 2200 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 2. Mai, 8.41 Uhr: Corona-Schutzmaßnahmen kritisch prüfen

Der Bürgerbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Crone, steht vor dem Schloss in Schwerin.
Der Bürgerbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Matthias Crone, steht vor dem Schloss in Schwerin.  © Jens Büttner/ZB/dpa

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Bürgerbeauftragter Matthias Crone hat an die Landesregierung appelliert, die verhängten Schutzmaßnahmen kritisch zu prüfen und ihre Entscheidungen in der Corona-Krise besser zu begründen. 

Die Anfragen bei ihm zeigten "eine wachsende Ungeduld", konstatierte Crone. Konkret gehe es dabei häufig um die Kinderbetreuung, die nicht nur werktätige Eltern vor Herausforderungen stelle, sondern auch für die Kinder selbst wegen fehlender Kontakte zu Gleichaltrigen zunehmend problematisch werde. 

Auch die Reisebeschränkungen seien oft Thema. Die große Mehrzahl der Bürger habe die zum Teil massiven Grundrechtseingriffe zu Beginn der Corona-Epidemie akzeptiert, weil diese dem Infektionsschutz dienten. 

Mit zunehmender Dauer müssten diese Eingriffe aber überprüft und bei Fortbestand auch genauer begründet werden.

Update, 2. Mai, 8.39 Uhr: Landesdatenschützer fordert sorgsamen Umgang mit Namenslisten

Der Landesdatenschutzbeauftragte Heinz Müller steht am Strand auf der Insel Usedom.
Der Landesdatenschutzbeauftragte Heinz Müller steht am Strand auf der Insel Usedom.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin – Mit Blick auf die einsetzenden Lockerungen des coronabedingten Kontaktverbots mahnt Mecklenburg-Vorpommerns Datenschutzbeauftragter einen sorgsamen Umgang mit den dabei erhobenen Personendaten an. 

So schreibe die vom Land erlassene Schutzverordnung unter anderem vor, alle Besucher der ab Montag wieder erlaubten Gottesdienste und Veranstaltungen von Glaubensgemeinschaften namentlich zu erfassen, sagte Heinz Müller der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin. 

Gleiches gelte bereits für Teilnehmer und Gäste von Gemeinde- und Stadtratssitzungen. "Unter normalen Umständen sicherlich nicht hinnehmbar. Aber, wir haben derzeit keine normalen Umstände. Und mit Hilfe dieser Namenslisten kann im Falle einer Infektion mit dem Coronavirus der Weg der Ansteckung nachverfolgt werden."

Wichtig sei daher, dass die Nutzung der Listen nur zu diesem einzigen Zweck ermöglicht werde. "Es muss genau geklärt werden, wer die Namenslisten führt und wer sie einsehen darf", forderte Müller. 

Zudem müsse sichergestellt werden, dass die erhobenen Daten nach etwa zwei Wochen, der üblichen Inkubationszeit bei Corona-Infektionen, wieder gelöscht werden. "Es gibt eine klare Zweckbindung dieser Daten. Das heißt, sie dürfen nur so lange aufbewahrt werden, wie es der Zweck erfordert", betonte Müller.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 2. Mai, 8.25 Uhr: Studierende entlasten Spargelbauern in Niedersachsen

Die beiden Tiermedizinstudenten Jonas Gehrke (l) und Lena Lemmermann tragen Kisten mit Spargel zu einem Sammelplatz.
Die beiden Tiermedizinstudenten Jonas Gehrke (l) und Lena Lemmermann tragen Kisten mit Spargel zu einem Sammelplatz.  © Philipp Schulze/dpa

Eimke – Die Spargelbauern müssen in der Corona-Krise auf viele Erntehelfer aus Osteuropa verzichten - bekommen aber Hilfe von Studierenden. 

"Es ist super anstrengend und oft hat man einfach keine Lust mehr, aber irgendwie macht man trotzdem weiter", sagte Lena Lemmermann im Interview der Deutschen Presse-Agentur über den Job. 

Die 25-Jährige hilft mit ihrem Freund Jonas Gehrke (22) trotz der schweren Arbeit mehrere Wochen auf einem Spargelhof in Eimke im Landkreis Uelzen. "Wir wollen uns das jetzt beweisen", sagte sie.

Zuletzt hatte der Landesbauernverband berichtet, dass auch viele von Kurzarbeit betroffene deutsche Arbeitnehmer bei der Spargelernte in Niedersachsen helfen. "Es gibt tatsächlich ein großes Interesse zu helfen", hatte Fred Eickhorst von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer in Niedersachsen gesagt. 

Auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) drückte seine Freude über die Hilfe aus. Trotzdem sei er froh, dass auch ausländische Saisonarbeiter einreisen konnten.

Update, 2. Mai, 8.16 Uhr: Deutlich mehr junge Kegelrobben in Küstengewässern gesichtet

Zwei Kegelrobben schwimmen über der Sandbank.
Zwei Kegelrobben schwimmen über der Sandbank.  © Stefan Sauer/dpa

Stralsund – An der deutschen Ostseeküste werden in diesem Jahr deutlich mehr junge Kegelrobben gesichtet als in den Jahren zuvor. 

"Darunter sind sehr viele im Lanugo-Fell, dem weißen Babyfell", sagte die Robbenforscherin des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, Linda Westphal, der Deutschen Presse-Agentur. Die Meeressäuger genießen offenbar die Ruhe, die ihnen die Corona-Pandemie unter den Menschen beschert.

Die Robben haben weniger Störungen auf See, weil es deutlich weniger Schiffsverkehr gibt, und kommen an die fast menschenleeren Küsten heran. Jungtiere wurden laut Westphal vor allem rund um den Greifswalder Bodden gemeldet - an der Südostküste Rügens, im Strelasund und bei Greifswald. 

Aber auch weiter westlich, bei Zingst, Nienhagen und Heiligendamm wurden junge, ruhende Kegelrobben entdeckt. Robben-Geburten konnten in diesem Jahr nicht nachgewiesen werden.

Update, 2. Mai, 8.09 Uhr: Hamburger kaufen mehr Alkohol im Einzelhandel

Eine Frau greift in einem Supermarkt nach einer Flasche Wein.
Eine Frau greift in einem Supermarkt nach einer Flasche Wein.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg – Seit dem Beginn der Corona-Krise ist im Hamburger Einzelhandel zeitweise deutlich mehr Alkohol verkauft worden.

 Wegen geschlossener Bars, Restaurants und Einschränkungen im öffentlichen Leben, verlagerte sich der Konsum Marktforschungsunternehmen zufolge häufig in die eigenen vier Wände. Hamburger Suchthilfeeinrichtungen befürchten deshalb einen Anstieg von problematischem Konsumverhalten und Suchtproblemen.

"Bei den Norddeutschen landeten besonders in Kalenderwoche 11 (...) sowie kurz vor Ostern mehr Spirituosen im Einkaufswagen", erklärte Rebecca Hertl, Hamburger Handelsexpertin beim Marktforschungsunternehmen Nielsen. 

Allerdings habe der Schnaps-Verkauf in anderen Wochen zum Teil sogar unter dem Vorjahresniveau gelegen. Bundesweit gingen Ende Februar bis Ende März laut dem Nürnberger Marktforschungsinstitut GFK gut ein Drittel mehr Weinflaschen über die Ladentheken als im gleichen Zeitraum 2019.

Die Suchtberatungsstelle Sucht-Hamburg fürchtet indes, dass Alkohol und Drogen in Corona-Zeiten verstärkt eine Rolle spielen. "Dass Substanzkonsum keine adäquate Bewältigungsstrategie für Krisensituationen ist, ist den meisten Menschen natürlich bekannt. Dennoch ist es für Einige gerade in solch belasteten Zeiten nicht ganz einfach, den Alkoholkonsum oder den Konsum von anderen Substanzen im Griff zu behalten", sagte Geschäftsführerin Christiane Lieb dazu.

Die aktuellen Einschränkungen der sozialen Kontakte, Homeoffice und Kinderbetreuung stellten viele Menschen zusätzlich vor große Herausforderungen: Der Verlust der Tagesstruktur, Konflikte in Familien, existenzielle Ängste aber auch erhöhter Konsum und zunehmende Suchtprobleme könnten die Folgen sein.

Update, 2. Mai, 8.08 Uhr: Kulturtafel Lübeck bringt Kultur zu Bedürftigen nach Hause

Lübeck – Wegen der Corona-Pandemie ruht der Kulturbetrieb seit Wochen. Stattdessen verlagert er sich in die Sozialen Medien. Doch längst nicht jeder hat die Möglichkeit, diese virtuellen Angebote zu nutzen. 

Deshalb organisiert die Lübecker Kulturtafel sogenannte Türschwellenkonzerte für ältere und bedürftige Menschen. Dadurch wolle man ein Zeichen setzen und den digital Abgeschnittenen der Gesellschaft zeigen, dass sie nicht vergessen seien, sagte die Geschäftsführerin der Kulturtafel, Kristin Goddemeyer. 

Der Verein hat seit Beginn seiner Arbeit im Mai 2017 nach eigenen Angaben rund 13 000 gespendete Karten für Kulturveranstaltungen an ältere oder bedürftige Nutzer vermittelt.

Update, 2. Mai, 8.06 Uhr: Corona-Krise verzögert Neuaufstellung der Hamburger CDU

Hamburg – Wegen der Corona-Krise verzögert sich auch die Neuaufstellung der Hamburger CDU. 

Ursprünglich sollte der Landesvorstand bei einem Parteitag im Juni neu bestimmt werden. Solche Versammlungen seien wegen des Infektionsschutzes derzeit aber nicht erlaubt, sagte der Landesvorsitzende Roland Heintze der Deutschen Presse-Agentur. Geplant sei deshalb, die Wahl in den Herbst zu verschieben. 

Nach dem Debakel bei der Bürgerschaftswahl im Februar, bei dem die CDU nur noch auf 11,2 Prozent gekommen war, wollte sich die Partei auch inhaltlich neu aufstellen, was durch die Kontaktbeschränkungen nun aber ebenfalls erschwert sei.

"Was Profilgewinnung und Kampagnenfähigkeit betrifft, machen sich alle Ebenen im Moment für sich Gedanken", sagte Heintze. Anfang Juni solle es eine reguläre Parteivorstandssitzung geben, "die aber auch nur virtuell stattfinden kann" bei der es darum gehen solle, wie man das alles zusammenbringe.

Update, 1. Mai, 16.25 Uhr: Agrarministerin sieht gestiegene Wertschätzung für regionales Essen durch Corona-Krise

Hannover - Die Corona-Krise hat nach Worten von Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast zu einer höheren Wertschätzung regionaler Lebensmittel geführt. "Viele Menschen meiden in diesen Tagen die großen Geschäfte, ordern Gemüsekisten oder gehen zum Bauern nebenan. Ich begrüße das sehr", sagte die CDU-Politikerin zum Tag der Lebensmittelverschwendung am 2. Mai. 

"In der Krise wird das mehr wertgeschätzt, was vor Ort wächst und gerade Saison hat."

Pro Jahr werfen die privaten Haushalte in Deutschland etwa 75 Kilogramm Lebensmittel weg, wie das Ministerium nach Berechnungen des Braunschweiger Thünen-Instituts mitteilte. 

Hinzu kämen rund zehn Liter Getränke, die in der Kanalisation landeten.

Update, 1. Mai, 16.10 Uhr: Kultusminister fordert Entlastung für Eltern und Kita-Kinder

Hannover - Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne dringt auf spürbare Entlastungen für Eltern und Kita-Kinder bei weiteren Lockerungen in der Corona-Krise. Er verstehe die Enttäuschung vieler Eltern, dass die Entscheidung über die Wiederaufnahme der Kinderbetreuung auf den 6. Mai vertagt wurde, sagte der SPD-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. 

Deshalb hoffe er sehr auf ein Signal von der anstehenden Beratung von Bund und Ländern. "Die Perspektive müssen Entlastung für Eltern und soziale Kontakte für Kinder sein", sagte Tonne. "Da muss definitiv etwas passieren."

Gleichzeitig im Homeoffice zu arbeiten und kleine Kinder zu betreuen, sei kaum machbar. "Die Eltern sind derzeit richtig gebeutelt und unter Druck. Für die Kinder ist die anhaltende Isolation nicht förderlich. Das schmerzt Mütter und Väter", sagte Tonne. Er warb jedoch auch um Verständnis dafür, dass sich Bund und Länder abstimmen müssten, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern.

Tonne räumte zudem ein, dass die ursprüngliche Botschaft zur Schließung von Kindertagesstätten nötigenfalls bis zu den Sommerferien missverständlich war. "Die Tatsache, dass der Zeithorizont nicht in Stein gemeißelt ist, hätte man deutlicher herausstellen müssen. Diesen Vorwurf müssen sich Bund und Länder durchaus gefallen lassen", sagte er. Teil der Botschaft sei aber auch gewesen, dass diese Planung regelmäßig anhand der Infektionszahlen überprüft und angepasst werden sollte.

Mit Blick auf die Frage, wer Anspruch auf die Kita-Notbetreuung hat, nahm der Minister die Kommunen in die Pflicht. "Wir haben nach der ersten Lockerung der Notbetreuung gesagt: Hört auf, auf die Berufe zu schauen, sondern guckt, wie die soziale Lage ist", sagte Tonne. 

"Geht es den Kindern gut? Droht ein Verlust des Arbeitsplatzes? Kann der Partner betreuen oder sprechen wir über Alleinerziehende? Da haben die Kommunen ganz großen Spielraum, und dazu gehört auch, Entscheidungen zu treffen." 

Mehrere Kita-Träger hatten zuvor berichtet, dass viele Eltern verunsichert seien, für wen die Notbetreuung infrage komme und für wen nicht.

Update, 1. Mai, 16.10 Uhr: Badesaison an der Ostsee startet im Internet

Scharbeutz - Zum Saisonstart am 1. Mai stürzen sich am Ostseestrand normalerweise viele Wagemutige ins kalte Wasser. In Corona-Zeiten aber geht das nur allein oder bestenfalls zu zweit. 

Damit die Gemeinschaft dennoch nicht zu kurz kommt, hat der Verband Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) zum Saisonstart eine digitale Anbade-Welle gestartet: Unerschrockene sind von diesem Freitag an aufgerufen, ihr individuelles Anbade-Erlebnis zu filmen und es unter dem Hashtag #anbadenfürhelden bei Instagram oder Facebook einzustellen.

Für das gemeinsame Online-Erlebnis muss es nicht zwingend die kalte Ostsee sein. "Es reicht aber auch ein See, ein Planschbecken oder die heimische Badewanne", so eine OHT-Sprecherin. Ziel sei es, eine Anbade-Welle mit einer großen virtuellen Gemeinschaft zu starten und Spenden für persönliche "Helden" zu sammeln. 

Dazu sollen - ähnlich wie bei der "Ice Bucket Challenge" 2014 - drei Menschen aus dem persönlichen Umfeld nominiert werden, die sich dann ebenfalls in die Fluten stürzen oder für die Helden spenden sollen.

Update, 1. Mai, 15.25 Uhr: Linienflüge ab Lübeck starten wegen Corona-Pandemie später

Lübeck - Der für den 1. Juni geplante Start von Linienflügen der Gesellschaft "Lübeck Air" wird wegen der coronabedingten Reisebeschränkungen auf Mitte August verschoben. Das teilte der Flughafen Lübeck am Freitag mit. Auch das neue Terminalgebäude könne deshalb erst im August der Öffentlichkeit vorgestellt werden, sagte der Geschäftsführer des Flughafens und der Lübeck Air, Jürgen Friedel.

Er rechne damit, dass Mitte August die Beschränkungen des Binnentourismus gelockert würden, so dass Geschäftsreisende ihre Termine nach den Sommerferien wieder wahrnehmen könnten, sagte Friedel. Die neu gegründete "Lübeck Air" bietet Linienflüge von Lübeck nach Stuttgart und München an. 

Fluggäste, die bereits einen Flug für Juni oder Juli gebucht haben, können nach Angaben Friedels kostenfrei umbuchen, stornieren oder erhalten einen Gutschein.

Update, 1. Mai, 14.42 Uhr: Erste Dauercamper aus MV nach Lockerungen auf Campingplätzen zurück

Dauercamper wie Heiko Jürß in Hohenkirchen dürfen nun wieder in ihre Wohnwagen zurückkehren.
Dauercamper wie Heiko Jürß in Hohenkirchen dürfen nun wieder in ihre Wohnwagen zurückkehren.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Die Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern sind am Maifeiertag wieder für Dauercamper aus dem Bundesland geöffnet worden. 

Bereits am 1. Mai, dem ersten Tag der Lockerung der coronabedingten Maßnahmen, kehrten erste Camper aus Mecklenburg-Vorpommern auf ihre Stellplätze zurück.

"Von einem großen Ansturm kann man aber nicht sprechen", sagte Gerd Scharmberg, Sprecher des Campingverbands, am Freitag. Nach seiner Einschätzung seien am Maifeiertag etwa ein Fünftel der Dauercamper aus dem Bundesland auf die rund 200 Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern zurückgekehrt. 

Es gebe auf den Campingplätzen einen regen Austausch per Telefon und viele Nachfragen etwa zu Hygienevorschriften in den Sanitäranlagen. Die meisten der Stellplätze würden ohnehin an Camper aus dem ganzen Bundesgebiet vermietet.

Viele Camper wollen nach Einschätzung Scharmbergs erst zurück, wenn Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen weiter gelockert würden. "Gruppenaktivitäten, wie gemeinsamen Grillen, sind ja weiterhin nicht möglich", sagte Scharmberg. 

Update, 1. Mai, 14.20 Uhr: Schiffshörner erinnern an Sorgen der Seeleute

Hamburg - Um auf die gerade in der Corona-Krise wichtige und systemrelevante Arbeit von Seeleuten aufmerksam zu machen, haben am Freitagmittag in vielen Häfen Schiffe ihre Hörner ertönen lassen. 

Auch im Hamburger Hafen beteiligten sich zahlreiche Schiffe. "Das war ein deutlich vernehmbares Zeichen, das uns sehr freut", sagte der Sprecher des Verbandes Deutscher Reeder am Freitag in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. 

In der Hansestadt haben trotz des eigentlich arbeitsfreien Tages Schlepper, Kreuzfahrtschiffe, Containerschiffe, Museumsschiffe und Frachtschiffe aller Art pünktlich 12 Uhr für mehrere Sekunden gemeinsam laut getutet.

Mit der weltweiten Aktion wollen die Reeder zudem darauf aufmerksam machen, dass die Seeleute wegen der Corona-Pandemie enormen Belastungen ausgesetzt seien. So sind auch wegen der Ausgangsrestriktionen in den Häfen und der verbotenen Auslandsreisen derzeit beispielsweise keine Crew-Wechsel möglich. 

Etwa 150.000 Seeleute warteten weltweit nach ihrem mehrmonatigen Einsatz gerade darauf, dass sie endlich - wie geplant - abgelöst werden, sagte der Sprecher. Stattdessen aber arbeiten sie weiter.

Update, 1. Mai, 13.05 Uhr: FDP-Vize Kubicki trinkt im Homeoffice Weinschorle

So adrett wie sonst sieht Wolfgang Kubicki im Homeoffice nicht aus. (Archivbild)
So adrett wie sonst sieht Wolfgang Kubicki im Homeoffice nicht aus. (Archivbild)  © Philipp von Ditfurth/dpa

Kiel - Auch an FDP-Politiker Wolfgang Kubicki (68) geht die Corona-Krise nicht spurlos vorbei. 

"Ich hab in den letzten vier Wochen drei Kilo zugenommen, weil ich so wenig rauskomme und der Stress nicht mehr da ist, von Termin zu Termin zu hetzen", sagte der FDP-Vize dem Nachrichtenportal Watson

Das Arbeiten von Zuhause aus lasse ihn zudem auch bei der Wahl der Kleidung nachlässiger werden. 

"Der Kleidungsstil ist legerer. Man läuft auch mal in Jogginghose oder Polohemd durch die Gegend." 

Außerdem gönne er sich nachmittags auch gern mal eine Weinschorle. "Im Homeoffice kann das ja auch Gott sei Dank niemand überprüfen, außer jemand hat bei einer Telefonkonferenz vergessen, die Videofunktion auszuschalten." 

Aber dann könne man sich auch einfach zuprosten.

Update, 1. Mai, 12.40 Uhr: Viele Familien nutzen Speilplatzfreigabe

Die zweijährige Elli-Marie tobt auf dem Spielplatz auf der Bürgerwiese in Grevesmühlen auf einem Klettergerüst.
Die zweijährige Elli-Marie tobt auf dem Spielplatz auf der Bürgerwiese in Grevesmühlen auf einem Klettergerüst.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommerns Spielplätze sind am Maifeiertag wieder geöffnet worden. Das wegen der Corona-Pandemie verhängte Nutzungsverbot gilt damit nicht mehr. Trotz kühler Temperaturen und dichter Wolken im Nordosten nutzten am Freitag zahlreiche Familien die Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten im Freien.

"Durch eine Öffnung der Spielplätze gewinnen Kinder, die in den letzten Wochen besonders unter den Einschränkungen leiden mussten, ein gutes Stück Lebensfreiheit zurück. Gleichzeitig werden ihre Eltern entlastet", sagte Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung (SPD).

In Schwerin tummelten sich schon am frühen Morgen Kinder in den Sandgruben, eroberten die Klettergerüste und brachten die lange ungenutzten Schaukeln wieder zum Schwingen. Absperrbänder, die wochenlang den Zugang zu den Spielgeräten versperrten, waren zerrissen und flatterten im Frühlingswind. Die Stadtverwaltung kündigte an, die Reste der Absperrungen auf den mehr als 80 kommunalen Spielplätzen zügig zu entfernen.

"Wir versuchen, die Absperrungen so schnell wie möglich abzubauen. Allerdings sind einige Spielplätze gesperrt, weil Spielgeräte nicht sicher sind. Ich bitte deshalb dringend darum, Bauzäune nicht eigenmächtig zu entfernen. Flatterbänder können hingegen abgenommen werden", sagte Stefan Fassbinder (Grüne), Oberbürgermeister der Hansestadt Greifswald.

Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) appellierte an die Eltern, die fortbestehenden Abstandsregeln einzuhalten und sich weiter besonnen und solidarisch zu zeigen. "Nutzen Sie diese kleine Stückchen neu gewonnener Freiheit mit Augenmaß", mahnte Badenschier. 

Den Angaben zufolge kontrolliert der kommunale Ordnungsdienst auch am Feiertag und am ersten Mai-Wochenende die Einhaltung der Regeln zum Schutz vor Corona-Infektionen.

Update, 1. Mai, 11.45 Uhr: Polizei beendet Mai-Feier

Rotenburg/Wümme - Die Polizei hat einer Mai-Feier von neun jungen Erwachsenen in Rotenburg/Wümme ein abruptes Ende bereitet. Gegen die Beteiligten im Alter von 19 bis 25 Jahren wurden Bußgeldverfahren nach dem Infektionsschutzgesetz eingeleitet, wie die Polizei am Freitag mitteilte. 

Eine Anwohnerin hatte die Party kurz nach Mitternacht gemeldet. Als die Beamten eintrafen, stellten sich die Feiernden zunächst auseinander, um den Mindestabstand einzuhalten, und wollten die Grünfläche, auf der sie sich versammelt hatten, dann "zügig verlassen", so die Polizei. 

Ohne Erfolg: Die Beamten nahmen die Personalien der neun Partygäste auf.

Update, 1. Mai, 11.34 Uhr: Hamburg meldet Anstieg auf 4820 Infektionen

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Donnerstag um 19 auf 4820 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) könnten davon 3600 inzwischen als genesen angesehen werden, teilte die Gesundheitsbehörde am Freitag mit. Sie gehe aktuell von rund 1050 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um neun auf 163. Auch nach RKI-Angaben sind in Hamburg bislang 163 Personen mit einer Covid-19-Infektion gestorben - das sind acht mehr als am Vortag.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 164 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung. Das sind zehn weniger als am Vortag. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation sank um zwei auf 62.

Update, 1. Mai, 11.22 Uhr: 24 neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus ist auf 2709 gestiegen. 

Wie die Landesregierung am Freitag mitteilte, waren dies bis Donnerstagabend 24 Fälle mehr als nach der Meldung des Vortags. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 4 auf 110.

74 an dem Virus erkrankte Menschen sind - wie schon am Vortag - derzeit in klinischer Behandlung. Rund 2100 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 1. Mai, 10 Uhr: Kliniken starten Antikörper-Therapie bei Covid-19-Patienten

Blutspenden sollen nun bei der Therapie von Covid-19 helfen. (Archivbild)
Blutspenden sollen nun bei der Therapie von Covid-19 helfen. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Hamburg -  Ab der kommenden Wochen sollen in Hamburg erstmals lebensbedrohlich an Covid-19 erkrankte Patienten mit einer neuen Immuntherapie behandelt werden, teilte Asklepios mit. 

Sie sollen Antikörper bekommen, die aus dem Blut genesener Corona-Patienten gewonnen werden. 

Dazu werden aber Spender gebraucht. 

Daher ruft Asklepios alle Hamburger, die eine Covid-19-Erkrankung gut überstanden haben, dazu auf, sich beim Blutspendedienst Hamburg unter der Hotline 040 20 00 22 00 zu melden. 

Update, 1. Mai, 9.40 Uhr: Jugendliche bei illegaler Geburtstagsparty erwischt

Hamburg - Der Zufall führte zwei Polizistinnen in der Nacht zu Freitag zu einer verbotenen Geburtstagsparty von mehreren Jugendlichen in Hamburg-Bahrenfeld (TAG24 berichtete). 

Mehrere Teilnehmer flüchteten, drei Mädchen blieben und müssen sich nun dafür verantworten.

Update, 1. Mai, 8.10 Uhr: Strände in Niedersachsen machen sich bereit für erste Besucher

Cuxhaven - An einigen Stränden in Niedersachsen machen sich die Verantwortlichen bereit für die ersten Badegäste. Beim Strandbad Norddeich im Kreis Aurich stehen schon 200 der 600 Strandkörbe. 

"Das soll auch ein Zeichen der Hoffnung sein - die Braut macht sich hübsch, nur der Bräutigam fehlt noch", sagte der Geschäftsführer Tourismus und Bäder in Norden, Armin Korok. Er spekuliere darauf, die Körbe schon bald an Einwohner oder auch Zweitwohnungsbesitzer für die gesamte Saison vermieten zu können. Körbe zur tageweisen Vermietung sollen erst später folgen.

Auch wenn die Strandkorbvermietung noch nicht erlaubt ist, bereitet sich der Tourismus-Service Butjadingen (Kreis Wesermarsch) laut Geschäftsführer Robert Kowitz in Absprache mit dem Gesundheitsamt darauf vor. 

"Wir werden die Strände in diesem Jahr parzellieren." Auf 25 Quadratmetern könnten sich dann nur eine Familie oder maximal zwei Personen aufhalten. 

Kowitz sagte, dass Strandurlaub in diesem Jahr denkbar sei: "Wir machen dafür vieles möglich, auch wenn es aufwendig ist."

Update, 1. Mai, 7.15 Uhr: Viele Anträge für Gelder aus Sozialfonds eingegangen

Zoos und andere Freizeiteinrichtungen haben Geld beim Sozialfonds beantragt. (Archivbild)
Zoos und andere Freizeiteinrichtungen haben Geld beim Sozialfonds beantragt. (Archivbild)  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Für den in der Corona-Krise beschlossenen Sozialfonds sind bereits zahlreiche Anträge eingegangen. Bis Dienstag seien 18 Anträge aus dem Bereich Freizeiteinrichtungen wie Zoos, Tierparks und Familienzentren eingegangen, teilte das Sozialministerium auf Anfrage mit. Die Anträge haben den Angaben zufolge ein Volumen von knapp 1,7 Millionen Euro.

Elf Sportvereine hätten bis Dienstag Anträge mit einem Umfang von insgesamt 20.100 Euro eingereicht. Sportvereine können die Unterlagen erst seit Anfang der Woche abgeben.

Anträge nach Soforthilfe bei ehrenamtlichen Projekten und Vereine können hingegen bereits seit Anfang April gestellt werden. Dort gab es laut Sozialministerium bislang rund 250 eingereichte Unterlagen in Höhe von insgesamt 250.000 Euro, die allesamt bewilligt worden seien.

"Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern eine gute soziale Infrastruktur für verschiedene Zielgruppen. Diese vielfältigen Angebote für Familien, Seniorinnen und Senioren und Sporttreibende wollen wir soweit es geht aufrechterhalten", sagte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD).

Die Landesregierung hatte für Frauenhäuser, Schullandheime, Freizeitzentren und andere soziale Einrichtungen einen Sozialfonds beschlossen, der 20 Millionen Euro schwer ist. Das Geld ist den Angaben zufolge zusätzlich vorgesehen und nicht aus dem sogenannten MV-Schutzfonds, der 1,1 Milliarden Euro schwer ist. 

Diesen hatte die Landesregierung vor einigen Wochen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus aufgelegt. Er wird größtenteils über neue Schulden finanziert.

Update, 1. Mai, 7 Uhr: SPD fordert mehr Hilfe für Kulturschaffende in Corona-Krise

Kiel - Die SPD hat mehr finanzielle Hilfe für Kulturschaffende in der Corona-Krise in Schleswig-Holstein gefordert. Die Krise betreffe alle gesellschaftlichen Bereiche, insbesondere auch den Kulturbereich, die Medienbranche und den Weiterbildungssektor, sagte der SPD-Kulturpolitiker Martin Habersaat der Deutschen Presse-Agentur in Kiel. 

"Die Künstlerinnen und Künstler, die Kulturwirtschaft und die öffentlichen wie privaten Kultur- und Weiterbildungseinrichtungen stehen vor einer existenziellen Bedrohung."

In einem Antrag für die Landtagssitzung Anfang Mai fordert die SPD von der Landesregierung, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, dass die Soforthilfen auch über die typischen Betriebskosten hinaus genutzt werden können. Notfalls müsse das Land für Künstler und Medienschaffende ein eigenes Programm auflegen. 

Zudem soll die Regierung den Fördertopf für Bildungseinrichtungen von fünf auf sechs Millionen Euro aufstocken und auch freie Dozenten an Volkshochschulen und anderen Bildungsstätten unterstützen. Auch Projekte von Einzelpersonen sollen gefördert werden.

Durch die Corona-Krise fielen öffentliche Veranstaltungen weitestgehend aus, sagte Habersaat. Verlage hätten den Umfang ihrer Printerzeugnisse erheblich reduziert. "Künstler, freie Journalisten und die Kulturlandschaft sind noch nie dagewesenen Existenzgefahren und -Ängsten ausgesetzt und stehen ohne Unterstützung vor immensen Schäden." 

Zwar habe das Land dazu beigetragen, Künstler aus dem Kulturhilfefonds des Landeskulturverbands einmalig mit 500 Euro zu unterstützen. "Das ist ein Anfang, doch reicht dieser Betrag bei weitem nicht aus und ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein."

Update, 1. Mai, 5 Uhr: Regierung will geplante Lockerungen umsetzen

Kiel - Ab Montag sollen in Schleswig-Holstein weitere Lockerungen der Corona-Regeln gelten. Dazu will das Kabinett am Freitag die entsprechenden Rechtsgrundlagen auf den Weg bringen, wie ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

Ab 4. Mai sollen Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper wieder kommen dürfen, Spielplätze können bei entsprechenden Hygienemaßnahmen öffnen und auch Gottesdienste bei Einhaltung der Abstandsregeln stattfinden.

Am Donnerstag nach einer dreistündigen Bund-Länder-Schalte hatte Ministerpräsident Daniel Günther von "behutsamen Schritten" bei Lockerungen in der Corona-Krise gesprochen. In der zweiten Mai-Hälfte soll es diese im Norden auch für Tourismus und Gaststätten geben. Entschieden sei noch nichts, aber es werde am 6. Mai bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz "einen konkreten Perspektivplan" geben, sagte Günther.

Der CDU-Politiker sprach von einem wichtigen Signal für die Branche. Er sei froh, dass die Ministerpräsidenten in ihren Beschluss aufgenommen hätten, "dass wir definitiv am 6. Mai auch über Öffnungen im Bereich Tourismus und Gaststätten sprechen werden - und ich sage an dieser Stelle deutlich, dass wir in Schleswig-Holstein das auch machen werden". Details nannte Günther nicht. Im Norden ist der Tourismus seit Mitte März praktisch auf Null runtergefahren.

Die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus werden aber auch über das Wochenende hinaus gelten. Mögliche weitere Lockerungen wollen die Regierungschefs von Bund und Ländern in ihrer Schalte am 6. Mai verabreden.

Update, 30. April, 21.48 Uhr: Brosda erfreut über Corona-Lockerungen

Hamburg - Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) hat die von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen für Museen und Ausstellungen in der Corona-Krise begrüßt. Hamburg habe ausgesprochen vielfältige Museen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten, sagte er am Donnerstagabend. "Die letzten Wochen haben schmerzhaft gezeigt, was fehlt, wenn diese Orte der Kultur geschlossen sind."

Die Regierungschefs der Länder hatten zuvor bei einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Weg für eine behutsame Wiedereröffnung freigemacht. Der Senat will am kommenden Dienstag über die Umsetzung entscheiden.

"Ich danke den großartigen Teams der Häuser, dass sie die letzten Wochen genutzt haben, gemeinsame Leitlinien für eine schrittweise Öffnung zu entwickeln, mit denen der Gesundheitsschutz der Besucher und Mitarbeiter gewährleistet werden kann", sagte Brosda. 

Viele Häuser hätten sich den Leitlinien bereits angeschlossen. "Diese hervorragende Vorbereitung ermöglicht eine schnelle und einheitliche Wiedereröffnung bereits in den kommenden Tagen."

Update, 30. April, 20.17 Uhr: Senatoren berichten im Corona-Sonderausschuss

Der Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft zur Corona-Krise ist zu seiner ersten Sitzung im Großen Festsaal im Rathaus zusammengekommen.
Der Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft zur Corona-Krise ist zu seiner ersten Sitzung im Großen Festsaal im Rathaus zusammengekommen.

Hamburg - Der Corona-Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat sich auf seiner ersten Sitzung ausführlich mit der aktuellen Lage in Hamburg befasst. 

Drei Senatoren gaben den 20 Abgeordneten am Donnerstag Auskunft. Zuvor hatte sich das Gremium unter dem Vorsitz des SPD-Abgeordneten Mathias Petersen im Rathaus konstituiert.

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) erklärte, dass sich die Kurve der Neuinfektionen in Hamburg abgeflacht habe. Bislang hätten sich 4801 Menschen mit dem Virus infiziert, rund 3500 seien genesen. Besorgniserregend sei die Lage in Pflegeheimen, auch wenn 80 Prozent der gut 150 Einrichtungen nicht betroffen seien. 

Hamburgweit wurden nach Angaben der Senatorin 340 Bewohner positiv getestet. "Das ist das Ausbruchsgeschehen, das uns im Moment am meisten Sorge macht", sagte Prüfer-Storcks. "Da wir noch zunehmende Zahlen haben, kann ich im Moment nicht die Hoffnung machen, dass wir kurzfristig das Besuchsverbot wieder aufheben können."

Bei der Lockerung von Schutzmaßnahmen will die Senatorin vor allem auf die Zahl der Patienten in Krankenhäusern schauen. Der Höhepunkt sei in Hamburg Ende März mit 300 Fällen in stationärer Behandlung und 100 auf Intensivstationen gewesen. Seitdem sinke die Zahl, 4000 Betten seien derzeit frei. 

Sie habe darum angewiesen, dass nur noch 1000 Betten für Corona-Patienten frei gehalten werden sollen, davon 200 mit Beatmungsmöglichkeit. Unterdessen gebe es einen besorgniserregenden Rückgang bei der Zahl sonstiger Behandlungen, etwa wegen Schlaganfall und Herzinfarkt. Das könne bedeuten, dass solche Patienten die Kliniken mieden.

Der Ausschussvorsitzende Petersen stellte selbst mehrere Fragen, in denen er Erfahrungen aus seiner Hausarztpraxis einbrachte. Er kritisierte, dass die Maskenpflicht nicht für Arztpraxen gelte. Auch die Verteilung von Schutzausrüstung durch die Kassenärztliche Vereinigung laufe nicht gut.

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) erläuterte die Unterstützung für die Hamburger Wirtschaft. Die Finanzbehörde habe bislang die Auszahlung von über 378 Millionen Euro genehmigt, sagte er. 227 Millionen kämen vom Bund, 151 Millionen von der Stadt. Es seien überwiegende Solo-Selbstständige, die Anträge auf Unterstützung gestellt hätten. Dressel rechnet in diesem Jahr mit steuerlichen Mindereinnahmen in Hamburg von 1,65 Milliarden Euro.

Innen- und Sportsenator Andy Grote (SPD) nahm Stellung zu den geplanten Versammlungen in Hamburg. Das Geschehen um den 1. Mai sei noch nicht absehbar. Er begrüßte, dass Gerichte das Verbot einer geplanten rechtsextremistischen Kundgebung bestätigten. Mit Blick auf die schwierige Lage in den Sportvereinen rief Grote die Hamburger auf, jetzt den Clubs beizutreten.

Den Corona-Sonderausschuss hatte die neugewählte Bürgerschaft am 22. April eingesetzt. Er soll die Bewältigung der Krise parlamentarisch begleiten, solange noch nicht alle Fachausschüsse gebildet sind. Die Bürgerschaft war am 23. Februar gewählt worden. Wahlsieger SPD und Grüne verhandeln zurzeit über die Bildung einer Koalition.

Nach Ansicht der CDU-Fraktion kann das Gremium nur eine Übergangslösung sein. "Das ist besser als gar kein Ausschuss, ersetzt aber die Arbeit in den eigentlichen Fachausschüssen nicht", erklärte Fraktionschef Dennis Thering. Der Senat dürfe ihn nicht als Feigenblatt sehen. 

Der Fraktionschef der Grünen, Anjes Tjarks, versicherte: "Mit dem Corona-Sonderausschuss schaffen wir Transparenz, die gerade in Krisenzeiten oberstes Gebot ist."

Update, 30. April, 20.04 Uhr: Schleswig-Holstein plant Lockerungen für Tourismus und Gaststätten

Kiel - In Schleswig-Holstein soll es in der zweiten Mai-Hälfte noch vor Pfingsten erste Lockerungen für Tourismus und Gaststätten in der Corona-Krise geben. Entschieden sei noch nichts, aber es werde am 6. Mai bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz "einen konkreten Perspektivplan" geben, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther am Donnerstag in Kiel nach einer dreistündigen Schalte der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU).

Es habe eine sehr breite Debatte zum Bereich Tourismus und Gastronomie gegeben. "Da will ich sehr deutlich sagen, dass ich mich in der Konferenz dafür eingesetzt habe, dass auch das Thema am kommenden Mittwoch wird und es dort auch einen konkreten Perspektivplan geben wird", sagte Günther. 

"Ich bin sehr froh darüber, dass wir das so auch in den Beschluss aufgenommen haben, dass wir definitiv am 6. Mai auch über Öffnungen im Bereich Tourismus und Gaststätten sprechen werden - und ich sage an dieser Stelle deutlich, dass wir in Schleswig-Holstein das auch machen werden", kündigte Günther an. Details nannte er nicht.

In Schleswig-Holstein ist der Tourismus seit Mitte März praktisch auf Null runtergefahren. Ab 4. Mai sollen Zweitwohnungsbesitzer und Dauercamper wieder kommen dürfen, hatte die Landesregierung am Vortag bereits angekündigt.

Spielplätze können im nördlichsten Bundesland bereits ab Montag öffnen - müssen es aber nicht. Für Öffnungen müssen die Kommunen aber Zugangs- und Hygienekonzepte vorlegen. Am Dienstag hatte die Jamaika-Koalition noch angekündigt, dass Spielplätze ab dem 11. Mai wieder öffnen könnten.

Schulen, Kitas und Sportstätten sollen laut Günther im Fokus der Konferenz am 6. Mai stehen. Man wolle "einen großen familienpolitischen Schritt machen", sagte Günther. 

Insgesamt könne Schleswig-Holstein nach der Bund-Länder-Konferenz vom Donnerstag seine am Vortag bereits getroffenen Beschlüsse 1:1 umsetzen.

Update, 30. April, 19.53 Uhr: Museen und Ausstellungen sollen in MV bald wieder öffnen

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern sollen Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten nach mehrwöchiger Zwangsschließung unter Wahrung strenger Hygieneregeln wieder für Besucher öffnen. 

Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag nach Beratungen der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, wird sich das Kabinett in Schwerin damit befassen und auch einen Öffnungstermin festlegen. Die Einrichtungen benötigten einen gewissen zeitlichen Vorlauf, um sich vorzubereiten.

Wegen der coronabedingten Schließungen hatten sich einige Häuser auf virtuelle Ausstellungen in Internet verlegt, um den Kontakt zu den Kunstfreunden aufrecht zu erhalten. Zudem wurde die Verlängerung von Sonderausstellungen erwogen, um nach Wiederöffnung der Häuser Besuchern die Gelegenheit zu geben, die Exponate doch noch persönlich in Augenschein nehmen zu können.

Die Vorsitzende des Landesmuseumsverbandes, Kathrin Möller, hatte auf eine baldige Öffnung der Museen gedrungen, aber auch um zeitlichen Vorlauf gebeten. Dieser sei erforderlich, damit die Häuser Vorgaben etwa zu Obergrenzen für Besucher und Hygieneregeln umsetzen können.

Bund und Länder einigten sich zudem, dass auch Zoos und botanische Gärten unter Auflagen wieder öffnen können. 

In diesem Punkt ist Mecklenburg-Vorpommern anderen Bundesländern voraus. Zoos und Tierparks sind im Nordosten schon seit dem 20. April wieder geöffnet - allerdings mit Ausnahme von Tierhäusern wie das Darwineum in Rostock.

Update, 30. April, 19.49 Uhr: Läden in Mecklenburg-Vorpommern dürfen gesamte Verkaufsfläche nutzen

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern hebt die Flächenbeschränkung für Warenhäuser, Technikmärkte und andere große Geschäfte in der Corona-Krise auf. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag nach Beratungen der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mitteilte, dürfen von Samstag an alle Geschäfte wieder ihre gesamte Verkaufsfläche nutzen. 

Dies gelte für die Bereiche im Einzelhandel, die sicherstellen können, dass die entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln für die Kunden eingehalten werden, betonte die Ministerpräsidentin.

Seit der Wiederöffnung des Einzelhandels am 20. April galt bundesweit eine Beschränkung auf maximal 800 Quadratmeter, allerdings nicht für alle Geschäfte gleichermaßen. Deswegen hatte es massive Kritik aus dem Einzelhandel gegeben, der dadurch Wettbewerbsverzerrungen befürchtete. 

Klagen von Kaufhausbetreibern waren zum Teil erfolgreich. Laut Wirtschaftsministerium gibt es auch Klagen von Möbelhäusern und einer Kaufhauskette, die aber noch vor dem Oberverwaltungsgericht in Greifswald anhängig sind.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof rügte unterdessen die Ausnahmen für Buchläden und Fahrradhändler. Eine solche Differenzierung sei "aus infektionsschutzrechtlicher Sicht sachlich nicht gerechtfertigt", urteilten die Richter.

Update, 30. April, 19.41 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern öffnet Spielplätze ab Freitag

Die Spielplätze im Land sind noch gesperrt. Doch in Mecklenburg-Vorpommern öffnen sie ab Freitag wieder.
Die Spielplätze im Land sind noch gesperrt. Doch in Mecklenburg-Vorpommern öffnen sie ab Freitag wieder.

Schwerin - Die Spielplätze in Mecklenburg-Vorpommern sollen am Freitag wieder öffnen. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Donnerstag nach einer Telefonkonferenz der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). 

Dies gelte unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen. "Da bin ich zuversichtlich, dass die Kinder jetzt am Mai-Wochenende schon wieder auf ihren Spielplätzen auch gerne spielen können."

Sollte der eine oder andere Spielplatz noch nicht geöffnet sein, bat Schwesig um Verständnis. Die Kommunen müssten die neuen Regelungen nun umsetzen. 

"Aber die kommunale Familie und wir als Landesregierung waren uns einig, dass wir es den Kindern so schnell wie möglich ermöglichen wollen." Noch an diesem Donnerstag werde mit Hochdruck an der Verordnung gearbeitet.

Die Spielplätze waren seit Mitte März meist mit rot-weißen Bändern abgesperrt. Zuvor hatten sich bei sonnigem und warmen Wetter trotz Warnungen der Behörden zahlreiche Menschen mit ihren Kindern an den Spielplätzen und in Parks getroffen.

Das Thema Spielplatzöffnung wurde in Deutschland unterschiedlich diskutiert, immer wieder waren die Absperrungen auch kritisiert worden. So hatten Psychologen schon seit längerem auf die Notwendigkeit zur Bewegung von Kindern hingewiesen.

Update, 30. April, 19.10 Uhr: Museen, Zoos und mehr dürfen in Niedersachsen wieder öffnen

Hannover - Museen und Zoos dürfen in Niedersachsen ab nächstem Mittwoch wieder öffnen. 

Auch Galerien, Gedenkstätten und botanische Gärten dürfen dann wieder öffnen, kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag in Hannover an.

Update, 30. April, 19.07 Uhr: Sport im Freien in Niedersachen vom 6. Mai an wieder möglich

Hannover - Die Menschen in Niedersachsen bekommen vom 6. Mai an wieder mehr Möglichkeiten, sich draußen sportlich zu betätigen. 

Kontaktlose Sportarten wie Leichtathletik oder Tennis sowie Outdoor-Sportanlagen sind dann wieder erlaubt, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten wird. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstagabend an. Niedersachsen gehe mit dieser Lockerung über die Beschlüsse der Bund-Länder-Schalte hinaus. 

Auch Freizeitveranstaltungen wie Autokinos, bei denen die Teilnehmer in ihren eigenen Fahrzeugen sitzen, sollen ermöglicht werden.

Update, 30. April, 19.04 Uhr: Besitzer dürfen Ferienwohnungen wieder nutzen - Dauercampen erlaubt

Hannover - Niedersachsen will Mitte der Woche mit ersten vorsichtigen Schritt zum Neustart des Tourismus im Land beginnen. 

Zunächst dürfen Zweitwohnungsbesitzer wieder in ihre Wochenend- und Ferienhäuser, auch Dauercampen ist wieder erlaubt. 

Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Donnerstag nach einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den anderen Ländern an.

Update, 30. April, 18.58 Uhr: Bremens Regierungschef dankt Religionsgemeinschaften

Bremen - Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hat das Verhalten der Kirchen und Religionsgemeinschaften in der Corona-Krise gewürdigt. Er bedankte sich ausdrücklich für deren Bereitschaft, die "harten Einschränkungen" aus Gründen des Infektionsschutzes hinzunehmen. 

Bremen werde kommenden Dienstag über die Möglichkeit entscheiden, öffentliche Gottesdienste unter Auflagen wieder zuzulassen.

Die Kirchen hätten selbst Konzepte erarbeitet, wie die Hygienestandards einzuhalten seien. "Das ist gut, dass dies von ihnen selber kommt. So tiefgreifende Eingriffe in die Liturgie hätte sich der weltanschaulich neutrale Staat nicht erlauben können und dürfen", sagte Bovenschulte. 

In Niedersachsen sind Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen vom 7. Mai an unter Auflagen wieder möglich. Darauf dürfte es auch in Bremen hinauslaufen.

Update, 30. April, 18.54 Uhr: Niedersachsen öffnet Spielplätze ab Mittwoch

Hannover - Die Spielplätze in Niedersachsen können vom 6. Mai an unter Auflagen wieder öffnen. Dann trete die nächste Änderung der Corona-Verordnung in Kraft, teilte die Staatskanzlei am Donnerstagabend in Hannover mit. 

"Wir werden sehr kurzfristig mit unseren Kommunen in Gespräche eintreten, unter welchen Bedingungen das gelingen kann", sagte Ministerpräsident Stephan Weil. Die Kommunen sollten dabei seiner Vorstellung nach einen "relativ weiten Spielraum" bekommen. 

Der SPD-Politiker zeigte sich positiv überrascht, dass sich Bund und Länder auf die Öffnung der Spielplätze einigen konnten.

Update, 30. April, 18.17 Uhr: Tschentscher lobt Zurückhaltung bei Corona-Lockerungen

Berlin/Hamburg - Hamburgs Regierungschef Peter Tschentscher (SPD) hat vor übereilten Lockerungen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gewarnt. 

"Wir dürfen unsere Strategie, die erfolgreich ist, jetzt nicht verlassen", sagte er am Donnerstag nach Beratungen der Länderregierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. "Und die Strategie besteht darin, dass wir schrittweise vorgehen und dass wir kontrolliert vorgehen." 

Bevor es weitere Lockerungen gebe, müssten die Auswirkungen der bereits getroffenen Schritte abgewartet werden.

Dies sei auch einmütiger Tenor der Videokonferenz gewesen, betonte Tschentscher. In der Runde habe man sich deshalb "beschränkt auf kleinere bereinigende Maßnahmen". 

Den nächsten "großen Schritt" könne es erst nach einer weiteren Schaltkonferenz in der kommenden Woche geben.

Update, 30. April, 17.51 Uhr: Lockerungen bei Hotels und Gaststätten sollen bald folgen

Kiel - In Schleswig-Holstein soll es in der zweiten Mai-Hälfte noch vor Pfingsten erste Lockerungen für Hotels und Gaststätten in der Corona-Krise geben. 

Entschieden sei noch nichts, aber es solle am 6. Mai bei der nächsten Bund-Länder-Konferenz "ein konkreter Perspektivplan" beschlossen werden, sagte Ministerpräsident Daniel Günther nach einer Schalte der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU).

Update, 30. April, 17.49 Uhr: Spielplätze können in Schleswig-Holstein bereits früher öffnen

Kiel - Spielplätze können in Schleswig-Holstein bereits ab dem 4. Mai wieder öffnen. 

Das kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Donnerstag nach einer Videoschalte der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Kiel an.

Update, 30. April, 17.07 Uhr: Viertklässler müssen nach Gerichtsentscheid zurück in die Schule

Lüneburg - Viertklässler müssen ab Montag wie vorgesehen wieder in die Schulen. Das hat am Donnerstag das niedersächsische Oberverwaltungsgericht in Lüneburg zum Präsenzunterricht entschieden, wie eine Sprecherin mitteilte. 

Den Antrag einer Schülerin auf einstweilige Außervollzugsetzung der Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus habe der 13. Senat abgelehnt. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Az.: 13 MN 131/20)

Die mit der schrittweisen Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts verbundene vorübergehende Ungleichbehandlung sei sachlich gerechtfertigt, entschieden die Richter. 

Das nach Jahrgängen abgestufte Vorgehen biete ausreichend Zeit für die Umsetzung und eine mögliche Anpassung der Konzepte. Zudem diene es der Vermeidung eines unkontrollierbaren Wiederanstiegs der Neuinfektionen.

Den Antrag hatte eine Schülerin einer vierten Klasse gestellt. Vertreten durch ihre Eltern wandte sie sich mit einem Normenkontrolleilantrag dagegen, ab dem 4. Mai wieder in die Schule gehen zu müssen. 

Sie sah darin eine Verletzung des Gleichheitssatzes und eine Benachteiligung gegenüber anderen Jahrgängen, denen die Teilnahme am Präsenzunterricht weiterhin untersagt ist.

Es seien keine überzeugenden Gründe zu erkennen, Grundschulen vom Vorgehen auszunehmen, argumentierten die Richter. 

In den Grundschulen seien Viertklässler am ehesten in der Lage, hygienische Maßnahmen vorzunehmen und den gebotenen Abstand weitgehend einzuhalten. Der Präsenzunterricht sei zudem für die persönliche Entwicklung wichtig.

Update, 30. April, 17.03 Uhr: Terrorabwehrübung für 2020 abgesagt

Gepanzerte Fahrzeuge von Polizei und Bundeswehr bei einer länderübergreifenden Terrorabwehrübung im September 2019 in Brandenburg.
Gepanzerte Fahrzeuge von Polizei und Bundeswehr bei einer länderübergreifenden Terrorabwehrübung im September 2019 in Brandenburg.

Kiel - Eine für diesen Herbst geplante länderübergreifende Terrorabwehrübung von Polizei und Bundeswehr wird wegen der Corona-Pandemie in das nächste Jahr verschoben. 

Das teilten Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) und der Kommandeur des Landeskommandos, Oberst Axel Schneider, am Donnerstag mit. 

Außer Schleswig-Holstein als Ausrichter hatten auch Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und das Saarland die Teilnahme eingeplant.

"Die Eindämmung der Ausbreitung des Virus hat derzeit oberste Priorität", sagte Sütterlin-Waack. 

Die Verschiebung ändere nichts an der Wichtigkeit der Übung, betonte Schneider. 

Schleswig-Holstein hatte die Koordination und Szenarienabstimmung der Übung übernommen.

Update, 30. April, 17 Uhr: Oberverwaltungsgericht bestätigt Beschränkung der Verkaufsfläche

Hamburg - Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat die coronabedingte Beschränkung der Verkaufsfläche im Einzelhandel auf 800 Quadratmeter bestätigt. 

Mit der unanfechtbaren Entscheidung korrigierte das OVG auf Antrag der Stadt eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts (AZ: 5 Bs 64/20).

Update, 30. April, 16.56 Uhr: Neue Zahlen aus Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern registrierten Corona-Neuinfektionen bleibt weiter gering. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Donnerstag (16.30 Uhr) in Rostock berichtete, wurden landesweit drei neue Fälle registriert. 

Damit sind jetzt landesweit 694 Menschen mit einer Corona-Infektion erfasst. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 18, nachdem ein 79-jähriger Mann mit chronischen Vorerkrankungen gestorben war. 569 der positiv Getesteten gelten als von der Covid-19-Erkrankung genesen. In den Laboren im Land wurden bisher mehr als 32 400 Tests analysiert.

Mecklenburg-Vorpommern hat bundesweit weiter die geringste Zahl von positiv getesteten Menschen. Laut Lagus gibt es im Nordosten 42 Corona-Infizierte pro 100.000 Einwohner, der deutsche Schnitt liegt bei 193. 

In Bayern, dem Land mit den meisten Fällen, liegt die Zahl der Infizierten bei 327 pro 100 000 Einwohner.

Update, 30. April, 16.37 Uhr: Erneut Corona-Tote in Lauenburger Altenheim

Lauenburg - Zwei Bewohner eines Pflegeheims in Lauenburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) sind im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Insgesamt zählt die betroffene Einrichtung damit nun vier Corona-Tote, wie Kreissprecher Tobias Frohnert am Donnerstag sagte. 

Am 22. April wurden dort den Angaben zufolge die ersten beiden Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenerkrankung gemeldet. Am Dienstag und Donnerstag seien zwei weitere Tote dazugekommen. Laut Kreispressestelle gebe es im betroffenen Heim zusätzlich noch jeweils sechs infizierte Pflegekräfte und Bewohner.

Ende März war im Kreis erstmals der Erreger in einer Einrichtung in Wentorf festgestellt worden. Im Verlauf der Ausbreitung des Virus starben dort Anfang April drei Bewohner.

Update, 30. April, 16.33 Uhr: 98 neue Infektionen in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 10.198 gestiegen. Das sind 98 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Donnerstag mit Stand 13 Uhr mitteilte. 

Als genesen gelten laut Hochrechnung inzwischen 7431 Menschen - fast drei Viertel der bestätigten Fälle. 435 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind gestorben. 

695 Infizierte werden in niedersächsischen Kliniken behandelt, davon 163 intensivmedizinisch. 103 Patienten werden künstlich beatmet.

Update, 30. April, 16.23 Uhr: Psychosoziale Belastungen steigen durch Corona

Häusliche Gewalt hat laut einer Studie während der Coronakrise zugenommen. (Symbolbild)
Häusliche Gewalt hat laut einer Studie während der Coronakrise zugenommen. (Symbolbild)

Hannover - Angst, Schlaflosigkeit und Konflikte in Familien nehmen einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zufolge unter den Einschränkungen in der Corona-Pandemie zu. Wie nach dem Auftreten der Epidemie in China gebe es auch für Deutschland erste Belege, dass die psychosoziale Belastung steige, teilte die Hochschule am Donnerstag mit.

In einer freiwilligen anonymen Umfrage sagten fünf Prozent der Teilnehmenden, in den vergangenen Wochen häusliche Gewalt erfahren zu haben. Sie gaben mehrheitlich an, dass die Gewalt zuletzt zugenommen habe. Diese äußerte sich demnach auf verbaler (98,4 Prozent), körperlicher (41,9 Prozent) oder sexueller Ebene (30,2 Prozent).

Eine Mehrheit von 60 Prozent gab an, sehr gut oder gut mit der veränderten Situation klarzukommen. 26,9 Prozent der Befragten sagten hingegen, schlecht oder sehr schlecht mit der Situation umzugehen. Bei Frauen gab es signifikant höhere Depressions- und Angstwerte. 45,3 Prozent der Befragten gaben an, im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie schlechter zu schlafen.

"All diese Themen sind uns nicht unbekannt. Aber die Restriktionen während der Coronavirus-Pandemie und die damit assoziierte räumliche Enge in Familien können zu einem erheblichen Aufflammen dieser Probleme führen", sagte der Leiter der Studie, Tillmann Krüger, vom Zentrums für Seelische Gesundheit der MHH.

Update, 30. April, 15.45 Uhr: Dehoga unterstützt Plan zur Tourismus-Öffnung

Hannover - Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga unterstützt den Plan zur Tourismus-Öffnung der Wirtschaftsminister von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. 

"Die Branche ist extrem unruhig", sagte der niedersächsische Dehoga-Präsident, Detlef Schröder, am Donnerstag. Hinter den Umsatzverlusten steckten viele Schicksale. Vor allem für die Ostfriesischen Inseln sei die Situation hart. 

"Die kommen aus dem Winter und die ersten 20 Prozent des Jahresumsatzes sind schon weg. Das ist bitter." Der Plan sieht vor, dass im Mai schrittweise Tourismus und Gastgewerbe hochgefahren werden sollen. 

Der Dehoga habe an dem Konzept beratend mitgewirkt, sagte Schröder. 

Update, 30. April, 15.40 Uhr: Beamtenbund warnt vor Anordnungen von Gehaltsverzicht in Corona-Krise

Beschäftigte im öffentlichen Dienst wie Feuerwehrleute haben derzeit besonders viel zu tun.
Beschäftigte im öffentlichen Dienst wie Feuerwehrleute haben derzeit besonders viel zu tun.

Hamburg - Der Hamburger Beamtenbund dbb hat die Politik davor gewarnt, coronabedingt für die Beamten und Angestellten einen Gehaltsverzicht anzuordnen. 

"Gerade im Bereich des öffentlichen Dienstes wird gerade zum Teil Übermenschliches geleistet", sagte dbb-Vorstandsmitglied Michael Adomat am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Andernfalls sei auch der Gang vors Gericht möglich. 

"Sollte ein Gehaltsverzicht angeordnet oder die wöchentliche Arbeitszeit verlängert werden, dann würden wir auch unseren Mitgliedern Rückendeckung geben und eine Klage anstreben." Der Senat könne sich dann auf eine Klagewelle einstellen, hieß es weiter.

Gerade die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes würden derzeit den Laden am Laufen halten. 

"In Rekordgeschwindigkeit setzen die Bediensteten die politischen 'Coronaregeln' und Verordnungen um, Feuerwehr und die Polizei fahren Schichtdienste ohne Ende und werden zum Teil von unvernünftigen Bürgerinnen und Bürgern auf das Heftigste bei der Durchsetzung der politischen Regeln beschimpft ... - und sollen nun dafür auf Teile des ihnen zustehenden Gehaltes verzichten?", hieß es weiter laut Mitteilung.

Im Kernbereich des öffentlichen Dienstes in Hamburg arbeiten Adomat zufolge rund 60.000 Angestellte und Beamte. Im Herbst stehen planmäßig Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst an.

Update, 30. April, 15.05 Uhr: Bremen verbietet Nazi-Demo

Bremen - Die Bremer Ordnungsbehörden haben eine für den 1. Mai geplante Demonstration der rechtsextremen Partei "Die Rechte" mit Verweis auf die geltenden Kontaktbeschränkungen untersagt. 

In diesem Fall sei schon aus Gründen des Infektionsschutzes keine andere Entscheidung vorstellbar, sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Donnerstag mit Blick auf die Corona-Pandemie. Die Veranstalter legten Widerspruch ein und erhoben Klage beim Verwaltungsgericht.

Die Partei rechnet mit 60 bis 80 Teilnehmern. Allerdings sei mit eine größeren Anzahl von Gegendemonstranten zu rechnen. In einer solchen Situation dürfte es unmöglich sein, die Kontaktbeschränkungen einzuhalten, argumentierten die Behörden. 

Die Partei hatte zuvor eine Kundgebung in Hamburg angemeldet. Diese sei jedoch ebenfalls verboten worden, und das Verwaltungsgericht Hamburg habe das Verbot inzwischen bestätigt.

Update, 30. April, 15 Uhr: Gottesdienste in Niedersachsen ab 7. Mai wieder möglich

Hannover - Gottesdienste und religiöse Versammlungen in Kirchen, Synagogen und Moscheen sind in Niedersachsen vom 7. Mai an unter Auflagen wieder möglich. 

Eine entsprechende Vereinbarung hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch mit den Religionsgemeinschaften getroffen, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Der Zugang zu den Gottesdiensten soll je nach Größe des Raums zahlenmäßig begrenzt werden. Auch müsse ein Abstand von mindestens 1,5 Metern stets gewährleistet sein, um die Infektionsgefahr mit dem Coronavirus einzudämmen. 

Bundesweit soll zum 7. Mai wieder die Möglichkeit von Gottesdiensten geschaffen werden.

Update, 30. April, 14.55 Uhr: Tui hofft auf nachgeholte Reisen im Spätsommer

Drei junge Frauen genießen ihren Sommerurlaub am Strand. (Symbolbild)
Drei junge Frauen genießen ihren Sommerurlaub am Strand. (Symbolbild)

Hannover - Der Reiseanbieter Tui hat die Hoffnung auf das Sommergeschäft noch nicht abgeschrieben. Zwar verlängerte Tui Deutschland den Reisestopp ins Ausland bis Mitte Juni. Im Inland werden die Reisen allerdings nur bis Mitte Mai ausgesetzt, "da von einer früheren Öffnung der Ferienhäuser und Hotels in Deutschland auszugehen" sei, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hannover mit. 

Zudem sei mit einer schrittweisen Öffnung der europäischen Urlaubsregionen zu rechnen, da die Länder unterschiedlich von Einschränkungen betroffen seien. Der Konzern stehe dazu im Austausch mit Ländern wie Griechenland, Zypern, Portugal und Bulgarien.

"Die Saison wird dieses Jahr später starten und der Schwerpunkt wird sich in den Spätsommer verschieben", sagte Hubert Kluske, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing von Tui Deutschland. Das Interesse der Menschen, zu verreisen oder abgesagte Urlaube nachzuholen, sei groß. Das zeigten die Suchen auf der Webseite von Tui und die Einlösung von Reisegutscheinen.

Die Reisebranche ist von den Einschränkungen wegen des Coronavirus schwer getroffen. Tui hat zur Überbrückung einen Staatskredit über 1,8 Milliarden Euro erhalten. 

Die Bundesregierung hat ihre weltweite Reisewarnung für Touristen am Mittwoch bis zum 14. Juni verlängert.

Update, 30. April, 14.52 Uhr: Entscheidung zu ausgefallenen Klausuren

Schwerin - Die Landesregierung hat wichtige Beschlüsse für Schüler im Land getroffen. Wie Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Donnerstag mitteilte, müssen sie wegen der Schulschließungen ausgefallene Klausuren nicht nachschreiben. "Niemand muss in Sorge sein, in der noch verbleibenden Zeit bis zu den Sommerferien Leistungsnachweise erbringen zu müssen, die wegen der Corona-Krise ausgefallen sind", betonte sie.

Notengebungen würden vornehmlich dann stattfinden, wenn Schüler so die Chance erhalten, sich zu verbessern. Sie wisse, dass viele Schüler gerade aus Abschlussklassen von der Sorge getragen sind, wie sie bisher fehlende wichtige Noten nachholen können, sagte Martin. 

"Ich sage ganz klar: 'Diese Sorge muss niemand haben.'" Die geänderte Prüfungsordnung sei eine angemessene Reaktion auf die Situation in dieser Zeit.

Zudem sei die Abiturprüfungsverordnung für die 11. und 12. Klassen so geändert worden, dass die Zahl der erforderlichen Leistungsnachweise deutlich reduziert wird. Für viele Schüler würden damit die bis zur Schulschließung erbrachten Leistungen bereits ausreichen.

Das gelte auch für die zehnten Klassen, die sich auf die Mittlere Reife vorbereiten. Die, die ihre Noten verbessern möchten, erhielten dazu die Gelegenheit. Martin sagte, dass es ausschließlich Noten zur Leistungsverbesserung geben werde.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 151.600 Schülerinnen und Schüler an allgemein bildenden Schulen und 34.200 an beruflichen Schulen. Am kommenden Montag werden rund 34 000 von ihnen wieder in ihre Schulen zurückkehren. 

Das sind die 4. Klassen an den Grundschulen, die 9. Klassen an den regionalen Schulen sowie die 11. Klassen an Gymnasien.

Update, 30. April, 14.20 Uhr: Bislang rund 285 Millionen Euro an Corona-Soforthilfe ausgezahlt

Schwerin - Rund drei Viertel der beantragten Corona-Soforthilfen für Selbstständige und Unternehmen sind bislang ausgezahlt worden. 28.577 der rund 39 000 Anträge wurden bis Mittwochabend bewilligt, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Schwerin mitteilte. Dies seien rund 285 Millionen Euro. Das Antragsformular sei bislang rund 191.000 Mal heruntergeladen worden. 

"Die eingegangenen Anträge werden deutlich weniger. Es kommen noch vereinzelt Anträge rein", sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU).

Bund und Land hatten Ende März als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Soforthilfe-Programme in Milliarden-Höhe beschlossen. Demnach erhalten Solo-Selbstständige, Kleinunternehmer und Mittelständler finanzielle Hilfen vom Staat. Je nach Größe des Unternehmens können die Zuschüsse von 9000 bis zu 60.000 Euro betragen. 

Zudem gibt es günstige Darlehen und Kreditbürgschaften. Dafür hatte die Landesregierung einen MV-Schutzfonds über 1,1 Milliarden Euro aufgelegt. Anträge können noch bis zum 31. Mai gestellt werden.

Update, 30. April, 13.45 Uhr: Fahrgastzahlen steigen an - Mehr Züge für S- und U-Bahnen geplant

Hamburg - Weil die Fahrgastzahlen nach den Corona-Lockerungen in den Hamburger S- und U-Bahnen wieder angestiegen sind, werden künftig mehr Züge eingesetzt. So sollen vom 4. Mai an vor allem auf den Linien U1 und U3 sowie auf der S11 (Poppenbüttel und Altona), Verstärkerzüge in Betrieb genommen werden, wie das Verkehrsministerium am Donnerstag in Hamburg mitteilte. 

Damit soll das Einhalten der Abstandsregeln in den Zügen erleichtert werden. Zudem werden vom 9. Mai an die Fähren von Cranz nach Blankenese und vom 11. Main die Fährlinie 75 (Landungsbrücken - Steinwerder) wieder ihren Betrieb aufnehmen. Die seit Montag auch für den Nahverkehr bestehende Maskenpflicht würde von den Fahrgästen bislang sehr gut umgesetzt. 

Dennoch verwies die Behörde darauf, dass die Hygiene- und insbesondere die Abstandsregel nach wie vor gelten.

Update, 30. April, 13.35 Uhr: 77 neue Fälle in Hamburg, rund 3500 Personen wieder gesund

Hamburg - Wie die Gesundheitsbehörde mitteilte, sind weitere 77 Personen an dem Sars-CoV-2-Virus erkrankt. Damit erhöht sich die Gesamtzahl nun auf 4801.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 3.500 der zuvor  positiv getesteten und gemeldeten Personen als genesen betrachtet werden. Die Gesundheitsbehörde geht demnach von rund 1.150 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus. Damit sind mehr als dreimal so viele Menschen bereits genesen als akut infiziert. 

Nach den Angaben des RKI sind in Hamburg 155 Personen mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin konnte zum jetzigen Stand bei 154 Personen die Covid-19-Infektion als todesursächlich festgestellt werden.

Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 174 Personen aufgrund einer Erkrankung in stationärer Behandlung, davon werden 64 Personen intensivmedizinisch betreut. 

Update, 30. April, 13.20 Uhr: Landtagsabgeordnete bekommen Acrylglas-Schutz im Plenarsaal

Ein Landtagsmitarbeiter sitzt zwischen den ersten Schutzwänden aus Plexiglas im Plenarsaal.
Ein Landtagsmitarbeiter sitzt zwischen den ersten Schutzwänden aus Plexiglas im Plenarsaal.

Kiel - Die Abgeordneten des schleswig-holsteinischen Landtages werden in der Corona-Krise vom nächsten Mittwoch an im Plenarsaal mit Acrylglas-Scheiben voneinander getrennt. 

Das Parlament setzte am Donnerstag seine Vorbereitungen für die ungewöhnliche Konstruktion fort. 

Mit dem durchsichtigen Acrylglas-Schutz kann das Parlament nach zwei Monaten in verringerter Besetzung dann wieder vollzählig mit allen 73 Abgeordneten tagen. Der Landtag tagt in der nächsten Woche von Mittwoch bis Freitag.

Ein Umzug des Landtages in ein größeres Ausweichquartier sei schon aufgrund der Kosten und der fehlenden Infrastruktur nicht praktikabel gewesen, erläuterte Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU). "Der Schutz durch das Acrylglas ist die sinnvollste und nachhaltigste Lösung." 

Mit den Maßnahmen sei das Landeshaus für die gesamte Dauer der Corona-Pandemie gerüstet.

Update, 30. Aril, 12.40 Uhr: Linke fordert Klarheit: Ab wann ist ein Event eine Großveranstaltung?

Schwerin - Die oppositionelle Linke drängt die Landesregierung in Schwerin, eine konkrete Untergrenze für Großveranstaltungen zu nennen, um den Organisatoren kleinerer Angebote für den Sommer Planungssicherheit zu geben. 

Gerade im ländlich geprägten Mecklenburg-Vorpommern seien kleinere Veranstaltungen eine willkommene Abwechslung und auch Lebensunterhalt für Künstler und Veranstalter, erklärte der Linke-Landtagsabgeordnete Peter Ritter am Donnerstag in Schwerin. Er bedauerte, dass die Frage nach einer Besucherbeschränkung auch in der jüngsten Sitzung des Innenausschusses nicht vom Innenministerium beantwortet worden sei. 

Während andere Bundesländer coronabedingt Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern verboten hätten, fehle im Nordosten eine eindeutige Aussage dazu. "Es ist höchste Zeit, klare Verhältnisse zu schaffen", mahnte Ritter.

Update, 30. April, 12.15 Uhr: Anbaden in der Ostsee in Corona-Zeiten als neue Ice Bucket Challenge

Beim Anbaden gehen die Teilnehmer in rot-weiß und blau-weiß geringelten Badekostümen in die sieben Grad kalte Ostsee.
Beim Anbaden gehen die Teilnehmer in rot-weiß und blau-weiß geringelten Badekostümen in die sieben Grad kalte Ostsee.  © Bernd Wüstneck/dpa

Scharbeutz - Anbaden in Corona-Zeiten: Normalerweise stürzen sich beim traditionellen Anbaden in der Ostsee Dutzende oder Hunderte Unerschrockene ins kalte Wasser. 

In Corona-Zeiten verlegt der Verband Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT) das Anbaden zum Saisonstart teilweise ins Internet. Dabei sollen sich die tapferen Schwimmer allein oder höchstens zu zweit in die Ostsee stürzen und ein kurzes Video der Aktion unter dem Hashtag «#anbadenfürhelden» auf ihrem Facebook- oder Instagram-Profil hochladen. 

"Es reicht aber auch ein See, ein Planschbecken oder die heimische Badewanne", sagte eine Sprecherin des OHT. Ziel sei es, eine Anbade-Welle mit einer großen virtuellen Gemeinschaft zu starten.

Gleichzeitig sollen mit dem Anbaden Spenden für persönliche "Helden" gesammelt werden. Dazu sollen - ähnlich wie bei der "Ice Bucket Challenge" aus dem Jahr 2014 - drei Personen aus dem persönlichen Bekanntenkreis nominiert werden, die sich dann ebenfalls in die Fluten stürzen oder für die Helden spenden sollen. 

Die ersten Anbade-Videos sollen von Freitag (1. Mai) an auf den Social Media Kanälen des OHT zu sehen sein.

Update, 30. April, 12 Uhr: Kirchen stellen sich auf Einnahmerückgänge ein

Osnabrück/Hannover - Die Kirchen in Niedersachsen rechnen wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie mit einem deutlichen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen. Das Bistum Osnabrück veröffentlichte am Donnerstag ein Schreiben von Generalvikar Theo Paul an die 208 Kirchengemeinden, in dem er merkliche Einschnitte schon in diesem Jahr ankündigte. Die Höhe ließe sich aber noch nicht abschätzen. Zuweisungen an die Kirchengemeinden sollen in diesem Jahr noch nicht gekürzt werden, im nächsten Jahr müsse aber damit gerechnet werden. Neue Bauvorhaben sollen aber zurückgestellt werden.

"Wir rechnen mit sinkenden Kirchensteuereinnahmen und natürlich treffen wir entsprechend Vorsorge", sagte der Sprecher des Bistums Hildesheim, Volker Bauerfeld. "Wir werden mit Sicherheit einen Rückgang haben, wir werden das merken." Der Umfang der Steuereinbrüche werde vom weiteren Verlauf der Corona-Krise abhängen.

Auch die hannoversche Landeskirche geht von einem Minus bei den Kirchensteuereinnahmen aus. "Wir können noch keine Zahlen nennen", sagte Kirchensprecher Benjamin Simon-Hinkelmann. "Aber das wird Auswirkungen auf die Haushaltsplanung der nächsten Jahre haben." Zwar würden noch keine Investitionen zurückgestellt, größere Ausgaben würden aber kritisch geprüft.

In den vergangenen Jahren hatten die Kirchen über die Kirchensteuer von der guten Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage profitiert. Mittelfristig stellen die Kirchen sich aber auf sinkende Einnahmen ein, auch weil die Mitgliederzahlen rückläufig sind.

Update, 30. April, 10.59 Uhr: Stegner fordert besonnene Beschlüsse in der Corona-Krise

Kiel - SPD-Fraktionschef Ralf Stegner hat der Jamaika-Koalition in Kiel «publikumswirksame Schnellschüsse» in der Corona-Krise vorgeworfen. "Bei den verkaufsoffenen Sonntagen ist das Positivste, dass die Bevölkerung offensichtlich vernünftiger war als der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister", erklärte Stegner am Donnerstag. 

Hintergrund: Am ersten verkaufsoffenen Sonntag in der Corona-Krise hatten nur relativ wenige Geschäfte geöffnet, und es kamen nur vergleichsweise wenig Kunden. "Ich habe deshalb nach wie vor den Eindruck, dass der übergroße Teil der Bevölkerung nach wie vor bereit ist, die Maßnahmen mitzutragen, wenn diese selbst vernünftig und schlüssig erklärbar sind."

Im Blick auf die Bund/Länder-Runde am Donnerstag verlangte Stegner einen Kurs der Besonnenheit, größtmöglicher Einheitlichkeit und verständlicher klarer Kommunikation für die Bevölkerung. "Ich erwarte auch, dass Frau Merkel dafür sorgt, dass einige Ministerpräsidenten ihren internen CDU-Wahlkampf endlich beenden und sich wieder auf das fokussieren, was dieses Land am dringendsten braucht."

Dies seien Beschlüsse, die alle berechtigten notwendigen Anliegen vernünftig austarieren.

Update, 30. April, 10.55 Uhr: SPD fordert dritten Monat ohne Kita-Beiträge

Kinderrucksäcke hängen im Eingangsbereich in einem Kindergarten.
Kinderrucksäcke hängen im Eingangsbereich in einem Kindergarten.  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Kiel - Die SPD fordert in der Corona-Krise einen dritten Monat ohne Kita-Beiträge für die Eltern in Schleswig-Holstein. "Es wird immer klarer, dass sowohl die Kitas als auch die Betreuungsangebote an den Schulen mindestens bis zu den Sommerferien nicht für alle Kinder geöffnet werden", sagte die SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli. "Deshalb kann man den Eltern diese nicht erbrachten Leistungen nicht auch noch in Rechnung stellen."

Die SPD bringt ihren Antrag "Familien von Betreuungsgebühren weiter entlasten" bei der Landtagssitzung nächste Woche ein. Dort will die Jamaika-Koalition von CDU, Grünen und FDP einen zweiten Nachtragshaushalt im Parlament beschließen, mit dem die zur Abmilderung der Corona-Krise bereits im März bewilligten 500 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro verdoppelt werden sollen.

"Familien tragen sowieso schon eine der Hauptlasten der Corona-Krise", betonte Midyatli. "Wenn man sie schon nicht bei der Betreuung, Entwicklung und Bildung ihrer Kinder unterstützen kann, muss das Land die Familien mindestens so lange finanziell entlasten, bis die Betreuung und Bildung ihrer Kinder wieder vollständig möglich ist." 

Das alles ändert natürlich nichts an der Haltung der SPD, "dass die Betreuung und Entwicklung von Kindern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und die Kitagebühren deshalb endlich abgeschafft werden müssen".

Update, 30. April, 10.50 Uhr: Werder-Präsident hebt Bedeutung von Geisterspielen für Bremen hervor

Bremen - Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald hat die Wichtigkeit einer möglichen Saisonfortsetzung in der Fußball-Bundesliga mit Spielen ohne Stadionzuschauer für seinen Club betont. In einer Videokonferenz mit dem Dachverband der Bremen-Fanclubs und dem Fan-Projekt habe er erklärt, dass "man Werder schon sehr wenig wohlgesonnen sein muss, wenn man auf Bundesligaspiele ohne Zuschauer verzichten will unter der Gefahr, dass es Werder womöglich Weihnachten nicht mehr in der Bundesliga gibt", wird der 59-Jährige am Donnerstag im Weser-Kurier zitiert.

«Unser Drohszenario ist das Zusammenkommen vom Wegfall fest eingeplanter Einnahmen und der Erstattung bereits vereinnahmter Gelder. Diese Summe könnte Werder nicht verkraften», sagte Hess-Grunewald. "Wenn auf einmal 25 Millionen Euro allein schon für diese Saison bis Juni fehlen, dann können wir das nicht einfach so kompensieren. Im Worst Case Szenario würde ein Drittel des Gesamtumsatzes wegbrechen. Das würde jedes Unternehmen in Schwierigkeiten bringen." 

Die Bundesliga-Spielzeit ist derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochen.

Update, 30. April, 9.57 Uhr: Arbeitslosenzahlen im Norden auf Rekordhoch

Kiel/Schwerin/Hamburg/Bremen/Hannover - Die Arbeitslosigkeit in Hamburg ist im April gegenüber dem Vormonat um fast 11.000 Personen oder 16,5 Prozent auf 77 518 angestiegen. Damit erreichte sie den höchsten Stand seit zehn Jahren, teilte die Agentur für Arbeit mit. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um einen Punkt auf 7,3 Prozent.

Auch in Schleswig-Holstein hat die Arbeitslosigkeit drastisch zugenommen. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Vergleich zum Vormonat saisonunüblich um 12,6 Prozent auf 92 200, wie die Agentur für Arbeit am Donnerstag in der ersten Monatsstatistik mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie mitteilte.

Bis zu 125 000 Beschäftigte im Bundesland Bremen sind durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Kurzarbeit geraten. Fast 5900 Betriebe hätten im März und April Kurzarbeit angemeldet, teilte die Arbeitsagentur am Donnerstag mit. Die Zahl der Arbeitslosen in Bremen stieg im April um gut ein Zehntel. 

"Statt der sonst üblichen Frühjahrsbelebung mit einem leichten Rückgang haben die Corona-Folgen einen Anstieg um knapp 3800 auf fast 40.000 Arbeitslose ausgelöst", sagte Bärbel Höltzen-Schoh, Chefin der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen. Die Arbeitslosenquote im kleinsten Bundesland stieg von 10,0 auf 11,0 Prozent.

Die Corona-Krise hat die Kurzarbeit in Niedersachsen auf einen neuen Höchststand getrieben. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Hannover mitteilte, zeigten die Unternehmen im März und April für bis zu eine Million Beschäftigte eine Verringerung der regulären Arbeitszeit an - zehn Mal häufiger als in der Finanzkrise. Die Zahl der Arbeitslosen nahm zwischen März und April um rund zwölf Prozent auf fast 247.000 zu.

In Mecklenburg-Vorpommern ist wegen der Corona-Epidemie erstmals seit fast 30 Jahren in einem April die Zahl der Arbeitslosen wieder gestiegen. 

Wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Kiel mitteilte, sind im Land aktuell 64.950 Menschen ohne Arbeit und damit fast 5300 mehr als im Vormonat März. Die Quote stieg auf 7,9 Prozent.

Update, 30. April, 9.35 Uhr: 2685 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein - 106 Tote

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus ist auf 2685 gestiegen. Wie die Landesregierung am Donnerstag mitteilte, waren dies bis Mittwochabend 13 Fälle mehr als nach der Meldung des Vortags. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 3 auf 106.

74 an dem Virus erkrankte Menschen sind derzeit in klinischer Behandlung und damit 6 weniger als nach der Vortagsmeldung. Rund 2100 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 30. April, 9.03 Uhr: Einschulungsfeiern mit anderem Rahmen

Hannover - Trotz der Corona-Pandemie wird es auch in diesem Jahr für die Erstklässler Einschulungsfeiern geben. Der Rahmen für die Einschulungsfeiern wird aber ein anderer sein als man dies gewöhnt ist, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Donnerstagmorgen auf Antenne Niedersachsen sagte. Unter anderem werde geschaut, dass die Abstandsregeln eingehalten würden und mehr Distanz geschaffen werde.

Tonne sagte auf Hörerfragen hin, es sei ihm wichtig, dass die Vorschulkinder die Kita, wenn dies das Infektionsgeschehen zulasse, vor dem Wechsel in die Schule noch einmal besuchen könnten. Die Verabschiedung und das Beenden des Kindergartenabschnitts sei für die Kinder ein wichtiger Moment.

Update, 30. April, 8.39 Uhr: Kultusminister kann noch kein Datum für Kita- und Spielplatzöffnung nennen

Hannover - Wann Kindergärten und Tagesstätten wieder schrittweise öffnen und die Spielplatzsperre aufgehoben wird, kann Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) noch nicht sagen. "Ich kann leider noch kein konkretes Datum nennen", sagte Tonne am Donnerstagmorgen auf Antenne Niedersachsen. 

Eine Entscheidung über eine Ausweitung der Kita-Öffnung solle bei einem Gespräch zwischen Bund und Ländern am 6. Mai getroffen werden. Zunächst sollten Kinder mit einem besonderen Unterstützungsbedarf sowie Vorschulkinder in die Kindergärten zurückkehren dürfen.

Auch während der Zeit der Schließung solle es für die Kita-Kinder eine Möglichkeit der Kontaktaufnahme geben. Geschaut werde, dass die Erzieherinnen etwa Mal- und Bastelpakete bei den Kindern abgeben und ein Hallo über den Gartenzaun sagen.

Update, 30. April, 8.23 Uhr: Hoher Bedarf an Beatmungsgeräten: Drägerwerk kann Verlust reduzieren

Lübeck - Der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk fährt inmitten der Corona-Krise dank einer starken Nachfrage vor allem nach Beatmungsgeräten weniger Verluste ein als zuletzt. Der Fehlbetrag habe sich im ersten Quartal auf 6,7 Millionen Euro reduziert, teilte der SDax-Konzern am Donnerstag bei der Vorlage seines Quartalsberichts in Lübeck mit. Im Vorjahr hatte das Minus noch 10,1 Millionen Euro betragen. 

Zusätzlich zu den Investitionen in den Vertrieb seien auch höhere Logistikkosten aufgrund des höheren Umsatzvolumens und der gestiegenen Frachtraten angefallen. Das Unternehmen hatte bereits Anfang und Mitte April Eckdaten zum ersten Quartal veröffentlicht.

Im ersten Quartal 2020 konnte Drägerwerk - wie bereits bekannt - wegen der vielen Bestellungen den Auftragseingang mit 1,4 Milliarden Euro im Jahresvergleich mehr als verdoppeln. 

Das Unternehmen zeigte sich somit für das Gesamtjahr optimistischer: Der bisherige Geschäftsverlauf eröffne Chancen auf ein deutlich höheres Umsatz- und Ergebnisniveau, hieß es Mitte April.

Update, 30. April, 6.30 Uhr: Kritik von Hamburger Friseur-Innung an Auflagen für Wiedereröffnung

Birger Kentzler, Verbandsvorsitzender der Friseur-Innung Hamburg, montiert einen Plexiglasschutz zwischen den Haarwaschbecken in seinem Salon.
Birger Kentzler, Verbandsvorsitzender der Friseur-Innung Hamburg, montiert einen Plexiglasschutz zwischen den Haarwaschbecken in seinem Salon.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Wenige Tage vor Wiedereröffnung der Friseursalons ist die Verunsicherung in der Branche laut Hamburger Innung groß. 

"Das Büro der Friseur-Innung hat sehr viel zu tun, weil so viele Anfragen eingehen. Alle sind verunsichert wegen der zahlreichen Auflagen", sagte der Verbandsvorsitzende, Obermeister Birger Kentzler. 

Die zuständige Berufsgenossenschaft habe sechs Seiten Arbeitsschutz-Standards für das Friseurhandwerk geschickt. "Wenn ich das lese, frage ich mich schon, ob das nicht ein bisschen zu viel des Guten ist."

Sechs Wochen mussten die Friseure wegen des neuartigen Coronavirus schließen, nun sollen sie am 4. Mai wieder öffnen dürfen. Das Nachhol-Bedürfnis ist groß. 

"Wir haben schon fast alle Termine für die ersten beiden Wochen nach Öffnung vergeben", berichtet Kentzler, der einen Betrieb in Bahrenfeld hat. 

Das sei auch bei vielen seiner Kollegen so.

Update, 30. April, 6.03 Uhr: Städte bieten mit Alternativen zu geschlossenen Spielplätzen

Hannover - Angesichts der weiterhin geschlossenen Spielplätze in Niedersachsen haben einige Städte Alternativen ins Leben gerufen. Mit dem Angebot wolle man Kindern und Eltern eine Art Flucht aus dem Alltag ermöglichen, hieß es bei den Stadtsprechern. Nach Lüneburg können Familien seit wenigen Tagen auch in Braunschweig und Wolfsburg Plätze für einen begrenzten Zeitraum buchen.

"Das war eine richtige Entscheidung, die Möglichkeit wurde von Anfang an gut und dankbar angenommen", sagte Lüneburgs Stadtsprecherin Suzanne Moenck. Das Angebot richte sich vor allem an Familien, die keinen Zugang zu einem Garten und zu Spielmöglichkeiten im Freien haben. Kindern fehlten wichtige soziale Kontakte und die nötige Umgebung, um sich körperlich austoben zu können, hieß es aus Wolfsburg.

Hoffnung auf ein baldiges Ende der Belastung für Familien ist derzeit nicht in Sicht. "Eine Öffnung von öffentlichen Spielplätzen ist von der Verordnung nicht gedeckt und bleibt zunächst weiter verboten", sagte Oliver Grimm, Sprecher des Sozialministeriums in Hannover. 

In der aktuellen Corona-Verordnung des Landes heißt es weiterhin, dass alle Spielplätze einschließlich Indoor-Plätzen geschlossen sind.

Update, 29. April, 21.39 Uhr: Hamburg sagt traditionelles Jahresfest in Berlin ab

Hamburg/Berlin - Die Hansestadt Hamburg hat das traditionelle Jahresfest der Berliner Landesvertretung dieses Jahr coronabedingt abgesagt. Das Fest "Hamburg in Berlin", zu dem jedes Jahr die Hauptstadt-Politprominenz und mehrere Tausend Gäste kommen, sollte am 3. September im Tempodrom stattfinden. 

"Auch wenn bis zum geplanten Veranstaltungsdatum noch einige Zeit vergehen wird, so legen es die aktuellen Entwicklungen der Corona-Ausbreitung nahe, dass selbst bis zu diesem Zeitpunkt kein Zustand erreicht sein wird, der es möglich macht, unser Hamburg-Fest (...) durchzuführen", teilte die Bevollmächtigte der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, Almut Möller, am Mittwochabend mit.

Update, 29. April, 19.55 Uhr: MV übernimmt in Corona-Krise Großteil des Lehrlingsentgeltes

Schwerin - Um Auszubildende in Betrieben mit Kurzarbeit zu halten, übernimmt das Land ab Mai 80 Prozent des Lehrlingsentgelts. "Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Deshalb legen wir ein Programm für Unternehmen auf, um die Ausbildungsplätze zu sichern", erklärte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Mittwoch. 

Ziel sei es, die Kündigung von Ausbildungsverhältnissen und die Kurzarbeit von Lehrlingen zu vermeiden. "Eine angefangene Ausbildung muss auch zu Ende geführt werden." Der Zuschuss müsse nicht zurückgezahlt werden.

Für das Programm stünden aus dem MV-Schutzschirm 6,3 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge könnten Ausbildungsbetriebe jeder Größe aus allen Wirtschaftsbereichen mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern stellen. Voraussetzung sei, dass mindestens die Hälfte der Beschäftigten in Kurzarbeit ist oder dieses Vorhaben bei der Arbeitsagentur angezeigt ist.

Nach den Worten von Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) soll das Unterstützungsprogramm Auszubildenden in der Krise mehr Sicherheit für ihre berufliche Zukunft geben. 

"Die Unternehmen im Land können auf keinen Auszubildenden und keine Auszubildende verzichten. Deshalb ist diese Unterstützung für die künftige wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern wichtig", betonte sie.

Die Anträge stehen den Angaben zufolge vom 1. Mai an zum Download auf der Internetseite des Landesförderinstituts (www.lfi-mv.de) bereit. Das Programm trete an dem Tag auch in Kraft. Die Wirtschaft und der DGB begrüßten die Maßnahme.

Update, 29. April, 19.40 Uhr: Urlaub an der Ostsee rückt in greifbare Nähe

Am Strand von Warnemünde sonnen sich bislang nur wenige Badegäste.
Am Strand von Warnemünde sonnen sich bislang nur wenige Badegäste.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Im Ringen um eine Wiederbelebung von Gastronomie und Tourismus schließt Mecklenburg-Vorpommern nach den Worten von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) einen Sonderweg nicht mehr aus. 

In den beiden Telefonkonferenzen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 30. April und am 6. Mai wolle sie sich für ein bundesweites Signal für die Öffnung der Gastronomie einsetzen. 

"Wenn das aber nicht möglich ist, weil andere Länder noch nicht so weit sind, können wir regional auch einen eigenständigen Weg gehen", sagte Schwesig am Mittwoch in Schwerin.

Eine Öffnung von Gaststätten setze aber voraus, dass die Entwicklung der Infektionszahlen im Land auch in der nächsten Woche weiterhin positiv verlaufe, betonte die SPD-Politikerin. 

Alles deute jedoch bislang darauf hin. In Mecklenburg-Vorpommern hatte es in den zurückliegenden Tagen nur noch wenige Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus gegeben. 

Mit zuletzt etwa 43 Infizierten pro 100.000 Einwohner weist der Nordosten bundesweit weiterhin die geringste Infektionsquote auf.

Update, 29. April, 19.14 Uhr: Bremen meldet Corona-Fall in Frauenhaus

Bremen - In Bremen sei die Zahl um 31 neue bestätigte Fälle auf 827 gestiegen (Stand 14 Uhr), erklärten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch. 422 Menschen gelten als genesen (plus 8). 

Die Zahl der Todesfälle lag wie am Vortag bei 29. Im Land müssen zurzeit 61 Personen stationär versorgt werden, davon 14 auf Intensivstationen. Neun der intensivmedizinisch behandelten Personen müssen beatmet werden. 

In einem Frauenhaus gab es zudem einen Corona-Fall - diese Einrichtung kann nicht mehr neu belegt werden.

Update, 29. April, 18.20 Uhr: Kindertagespflege soll zeitnah wieder öffnen

Schwerin - Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) treibt die Wiedereröffnung der Kinderbetreuung in Mecklenburg-Vorpommern voran: Die rund 4500 Kinder bei Tagesmüttern und -vätern sollen die ersten sein, die zeitnah wieder normal betreut werden, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Drese wolle ihre Öffnungspläne am kommenden Dienstag im Kabinett vorstellen.

Je Tagespflegeperson sind laut Gesetz fünf Kinder erlaubt. Wenn zwei sich zusammenschließen, sind es maximal zehn Kinder. Durch diese geringe Zahl biete es sich an, bei der Wiedereröffnung der Kinderbetreuung dort zu beginnen, sagte der Sprecher. 

Zuvor hatte die Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, Simone Oldenburg, gefordert, die Einschränkungen im Bereich der Kindertagespflege rasch aufzuheben.

Einen ersten Schritt hin zur Normalität habe das Land bereits mit der erweiterten Notfallbetreuung seit Montag unternommen, so der Ministeriumssprecher weiter. Seither dürfen mehr Berufsgruppen ihre Kinder in die Kita, in den Hort oder zur Tagesmutter bringen. 

Die Zahl der betreuten Kinder verdoppelte sich daraufhin. Aktuell sind es knapp 15 Prozent der rund 112.000 Mädchen und Jungen, die normalerweise Kita, Hort oder Tagespflege besuchen, wie Drese mitteilte. In der vergangenen Woche seien es 7,2 Prozent gewesen.

Die Behörden hatten mit bis zu 25 Prozent Kita-Nutzung gerechnet. Mit knapp 15 Prozent liegt diese bislang unter den Erwartungen. 

"Viele Eltern, auch Erziehungsberechtigte, die Anspruch auf eine Notbetreuung hätten, betreuen ihre Kinder selbst, im Homeoffice, durch flexible Arbeitszeiten, im Wechsel zwischen den Partnern. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken", sagte Drese.

Update, 29. April, 18.17 Uhr: Entscheidung zu Pflegeheimen und Spielplätzen

Kiel - Das Besuchsverbot in Pflegeheimen in Schleswig-Holstein wird gelockert. Vom 4. Mai an können Pflegeeinrichtungen von einer weiteren Ausnahmemöglichkeit Gebrauch machen und unter strengen Hygieneanforderungen den Besuch einer Person für maximal zwei Stunden ermöglichen, wie Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Mittwoch nach einer Verständigung der Jamaika-Koalition mitteilte. 

"Neben dem Erfordernis, gerade alte Menschen in Pflegeheimen zu schützen, müssen diese auch vor Vereinsamung bewahrt werden", sagte Garg.

"Für die Familien war mir ebenso wichtig, dass wir uns darauf verständigt haben, in einem nächsten Schritt ab dem 11. Mai die Öffnung von Spielplätzen zu ermöglichen - natürlich unter Beachtung von Hygienevorschriften", sagte der Minister und fügte hinzu: "Ich weiß, dass viele Eltern händeringend darauf warten."

Update, 29. April, 18.15 Uhr: Große Veranstaltungen bleiben weiter verboten

Kiel - Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bleiben in Schleswig-Holstein bis einschließlich 31. August verboten. 

"Nach einer Verständigung zwischen Bund und Ländern sind darüber hinaus gehende Festlegungen zu Veranstaltungen unterhalb dieser Grenze, auch in deutlich kleineren Formaten, entgegen den bisher beabsichtigten Planungen, erst zu einem späteren Zeitpunkt denkbar", teilte die Landesregierung am Mittwoch mit. Bund und Länder wollten über dieses Thema erst in der kommenden Woche beraten.

Die Landesregierung arbeitet den Angaben zufolge an Eckpunkten für entsprechende Konzepte. Mitte April hatte die Regierung angekündigt, nach dem 3. Mai schrittweise Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern wieder erlauben zu wollen. 

In der vergangenen Woche hatte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) aber erklärt, es sei noch völlig offen, ob angesichts der Corona-Krise kleinere Veranstaltungen vor dem 31. August wieder stattfinden können.

Update, 29. April, 18 Uhr: Zweitwohnungen in Schleswig-Holstein ab 4. Mai wieder nutzbar

Kiel - Zweitwohnungs-Besitzer im Norden dürfen von Montag an wieder ihre Feriendomizile in Schleswig-Holstein nutzen. Das hat die Jamaika-Koalition beschlossen, wie Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) am Mittwoch sagte. 

"Das gilt auch für die Inseln und Halligen." Auch Dauercamping werde ab kommender Woche wieder erlaubt. Zudem sollen dann die Sportboothäfen an Nord- und Ostsee wieder öffnen dürfen.

Mitte März hatte die Landesregierung einen Tourismusstopp verhängt, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Darunter fielen auch Zweitwohnungen. Allein in Nordfriesland - unter anderem mit der Insel Sylt und St. Peter Ording - gibt es 14.000 Zweitwohnungen. Vor allem in Hamburg, wo viele Zweitwohnungsbesitzer ihren Hauptwohnsitz haben, hatte das Verbot Verärgerung ausgelöst.

Ab 4. Mai dürfen die Besitzer von Zweitwohnungen laut dem Beschluss ihre im selben Hausstand lebenden Partner und Kinder mitnehmen - nicht aber Freunde. Die Zweitwohnungsbesitzer müssen aber sicherstellen, dass sie sich im Falle einer bestätigten Covid-19-Infektion innerhalb von 24 Stunden zur Quarantäne an ihren Hauptwohnsitz begeben können.

Außerdem beschlossen CDU, Grüne und FDP, dass die Einreise nach Schleswig-Holstein zu Tourismuszwecken auch nach dem 4. Mai grundsätzlich verboten bleibt. Dies gilt auch für Freizeitzwecke, ausgenommen davon sind aber Einreisen zur Ausübung kontaktarmer Sportarten sowie Besuche von Museen, Ausstellungen, zoologischen Gärten und Tierparks sowie botanischer Gärten.

Erlaubt sind im Norden ab kommender Woche auch kontaktarme Sportarten im Freien. Als Beispiele nannte Buchholz Paddeln und Fahrradfahren. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung von Hygieneregeln. 

Als kontaktarm gilt eine Sportart, wenn bei deren Ausübung in der Regel ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen nicht unterschritten wird. Sportgeräte wie Fahrräder oder Kanus dürfen wieder gewerblich verliehen werden.

Update, 29. April, 17.25 Uhr: Kleinkind an Corona erkrankt

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind vier neue Corona-Infektionen festgestellt worden. Im Vergleich zum Dienstag stieg die Gesamtzahl der Sars-CoV-2-Infizierten am Mittwoch (Stand 16.30 Uhr) auf 691, wie das Gesundheitsministerium und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilten. 

Die Zahl der Todesfälle blieb bei 17. 97 Patienten mussten oder müssen noch im Krankenhaus behandelt werden, 17 davon auf einer Intensivstation. 560 der bisher positiv getesteten Menschen im Land sind von der Lungenerkrankung genesen.

In Waren (Mecklenburgische Seenplatte) erkrankte den Angaben zufolge ein dreijähriges Kind an Covid-19. Die Kita, in der das Kind in der Notfallbetreuung war, wurde vorübergehend geschlossen. In umfangreichen Untersuchungen seien alle Kontaktpersonen getestet worden, die Symptome hatten. Die Testergebnisse waren alle negativ. 

Die nahen Angehörigen des erkrankten Kindes wurden teilweise bereits zum zweiten Mal getestet. Auch diese Testergebnisse waren negativ. Vor der Wiedereröffnung der Kita sollen alle Beschäftigten mit einem erneuten Abstrich eine sogenannte Freitestung erhalten.

In den Laboren im Land, die auch alle Corona-Tests aus den Abstrichzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten auswerten, wurden bisher mehr als 31.600 Tests analysiert. 

Update, 29. April, 17.15 Uhr: Zwei weitere Corona-Tote aus Pflege-Wohnpark

Das Pflegeheim "Wohnpark Rolfshagen" ist abgesperrt. (Archivbild)
Das Pflegeheim "Wohnpark Rolfshagen" ist abgesperrt. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Rümpel - Zwei weitere Bewohner aus dem Wohnpark Rohlfshagen in der Gemeinde Rümpel (Kreis Storman) sind im Zusammenhang mit Corona gestorben. 

Bei ihnen handelt es sich um einen über 80-Jährigen und eine über 90-Jährige, wie die Kreispressestelle am Mittwoch mitteilte.

Neben dem Alten- und Pflegeheim in Rümpel sind den Angaben zu folge noch drei weitere Einrichtungen im Kreis betroffen. 

Laut Kreissprecher Gregor Tuscher wurden bisher insgesamt 28 Pflegekräfte und 65 Bewohner positiv auf das neuartige Virus getestet. 

Von 22 Corona-Toten im Kreis stammen 13 aus den betroffenen Einrichtungen.

Update, 29. April, 17.05 Uhr: Aida verlängert Reiseabsagen

Rostock - Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat die Absage aller Fahrten auf den 14 Schiffen ihrer Flotte bis 30. Juni verlängert. 

Hintergrund sei unter anderem, dass die Bundesregierung die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 14. Juni verlängert hat, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Rostock mit. 

Auch sei der internationale Urlaubsreiseverkehr zum Erliegen gekommen. Mit einer Normalisierung vor Ende Juni 2020 sei wegen der geltenden Einreisebestimmungen in den Aida-Zielgebieten nicht mehr zu rechnen.

Es gelten die gleichen Bedingungen wie bei der ersten Absage der Fahrten bis Ende Mai, hieß es. Für Gäste, die ihren Urlaub zu einem späteren Zeitpunkt antreten wollten, werde der bereits gezahlte Reisepreis als Guthaben plus einem zehnprozentigen Bonus zurückgelegt. Dieses Guthaben könne bei Buchungen bis Ende 2021 eingesetzt werden. 

Gästen, die dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen möchten, werde auf Wunsch der Reisepreis in Höhe der bereits geleisteten Zahlung erstattet.

Um den Reisebürovertrieb weiter zu unterstützen, werde Aida einen Liquiditätsvorschuss auszahlen. Dieser liege bei zehn Prozent des Guthabens und werde dem Vertriebspartner überwiesen, sobald Aida das Reiseguthaben für den gemeinsamen Kunden angelegt hat.

Update, 29. April, 16.50 Uhr: 1,45 Millionen Euro Corona-Hilfe fürs Studentenwerk

Kiel - Das Studentenwerk Schleswig-Holstein erhält 1,45 Millionen Euro Corona-Hilfe des Landes. Auch die Mensen, Cafeterien und Kindertageseinrichtungen des Studentenwerks seien von den Folgen der Pandemie betroffen, teilte das Bildungsministerium nach dem Kabinettsbeschluss am Mittwoch in Kiel mit. 

Es gelte, den wirtschaftlichen Schaden abzumildern. !Das Studentenwerk ist ein bedeutender Faktor für die soziale Infrastruktur unserer Hochschulen!, betonte Bildungsministerin Karin Prien (CDU). !Deshalb ist es uns sehr wichtig, dafür zu sorgen, dass es auch nach Corona seine wichtige Arbeit wieder aufnehmen und fortsetzen kann.!

Das Studentenwerk ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts des Landes. Das Werk betreibt an allen Hochschulstandorten Mensen und Cafeterien und hält rund 3200 Wohnheimplätze vor. 

Außerdem betreibt es sieben Kindertagesstätten mit rund 400 Plätzen, hält ein umfangreiches kulturelles Kursangebot bereit und leistet fachliche und psychosoziale Beratung. Über sein Amt für Ausbildungsförderung erhalten Studierende Bafög.

Update, 29. April, 16.12 Uhr: Justiz in Mecklenburg-Vorpommern fährt wieder hoch

Schwerin - Die Gerichte und Staatsanwaltschaften in Mecklenburg-Vorpommern sollen vom 4. Mai an schrittweise zum Normalbetrieb zurückkehren. Für den erwarteten Publikumsverkehr wurden in ersten Gebäuden bereits Wegemarkierungen angebracht, um das Infektionsrisiko zu minimieren, teilte Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) am Mittwoch mit. 

Dem Publikum und den Verfahrensbeteiligten soll das Tragen von Gesichtsmasken dringend empfohlen werden. Für besonders sensible Bereiche, zum Beispiel für Betreuungsrichter, würden Atemmasken zur Verfügung gestellt.

Die Regelung, dass Strafverfahren, die aufgrund der Corona-Epidemie für längere Zeit ausgesetzt werden müssen, nach bis zu dreieinhalb Monaten fortgeführt werden können, gelte weiter. 

Normalerweise gilt eine Frist von drei Wochen. Wird sie in normalen Zeiten überschritten, muss der Prozess neu gestartet werden.

Update, 29. April, 15.32 Uhr: Corona-Sonderausschuss der Bürgerschaft konstituiert sich

Hamburg - Der Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft zur Bewältigung der Corona-Krise tritt am Donnerstag (17 Uhr) zum ersten Mal zusammen. Bei der konstituierende Sitzung im Großen Festsaal des Rathauses stehen gleich mehrere Anträge auf der Tagesordnung, wie die Bürgerschaft am Mittwoch mitteilte. 

Diese befassen sich unter anderem mit der aktuellen Entwicklung der Corona-Krise, mit der Versammlungsfreiheit oder mit Tilgungsvorgaben. Der am 22. April von der Bürgerschaft eingesetzte Sonderausschuss besteht aus 20 Mitgliedern und tagt in der Regel alle zwei Wochen. 

Er soll die Bewältigung der Corona-Krise parlamentarisch begleiten, solange noch nicht alle Fachausschüsse eingesetzt sind.

Update, 29. April, 15.30 Uhr: 1. Mai-Feiern ins Internet verschoben

Schwerin - Die aktuelle Corona-Krise hat nach Ansicht der Linken Ungerechtigkeiten bei der Entlohnung drastisch offengelegt und akuten Handlungsbedarf deutlich gemacht. 

"Auch wenn es in diesem Jahr erstmals seit 1949 keine Kundgebungen und Volksfeste geben wird, ist und bleibt der 1. Mai ein Kampftag für gute Arbeit und gute Löhne. Es ist heute wichtiger denn je, für bessere Arbeitsbedingungen und den Schutz vor Armut einzutreten", betonte die Vorsitzende der Linksfraktion im Schweriner Landtag, Simone Oldenburg, am Mittwoch in Schwerin.

Nach ihren Worten müssen gerade auch in Mecklenburg-Vorpommern viele Menschen unter teilweise unzumutbaren Bedingungen und für niedrige Löhne arbeiten. Die Zahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse sei anhaltend hoch. Dies gelte insbesondere für Beschäftigte in der Altenpflege, in Krankenhäusern, im Reinigungsgewerbe, für Erntehelfer oder Verkäuferinnen und Verkäufer. 

"Es muss endlich Schluss sein mit Niedriglohn, Leiharbeit, sachgrundlosen Befristungen und Selbstausbeutung", mahnte Oldenburg. Sie forderte eine breite Diskussion darüber, was der Gesellschaft die Arbeit von Männern und Frauen wert ist, die das Alltagsleben am Laufen halten.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund verzichtet angesichts der bestehenden Kontaktverbote auf öffentliche Maikundgebungen und begeht den Tag der Arbeit unter dem Motto "Solidarisch ist man nicht alleine!" im Internet, unter anderem mit einem Livestream. 

"Die Gesundheit hat Vorrang", sagte DGB Nord-Chef Uwe Polkaehn. Doch bleibe die Bekämpfung sozialer Schieflagen Hauptanliegen der Gewerkschaften. Polkaehn warnte vor einer Aushöhlung hart erkämpfter Standards unter dem Vorwand der Corona-Pandemie, insbesondere für den Pflegebereich. 

"Die Lockerungen von Arbeitsschutzbestimmungen sind für diese Menschen ein Schlag ins Gesicht – mehr als 60 Wochenstunden kann niemand leisten, ohne selbst krank zu werden", erklärte Polkaehn.

Update, 29. April, 15.27 Uhr: Pflegeheime bekommen Tablets für Videosprechstunden

Mithilfe von Tablets soll in Pflegeheimen mit Ärzten und Angehörigen Kontakt gehalten werden. (Symbolfoto)
Mithilfe von Tablets soll in Pflegeheimen mit Ärzten und Angehörigen Kontakt gehalten werden. (Symbolfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Hannover - Die rund 1400 Pflegeheime in Niedersachsen sollen mit Tablets ausgestattet werden, damit Pflegebedürftige per Video mit Ärzten und Angehörigen in Kontakt bleiben können. 

Das soll den Heimbewohnern trotz der Corona-Krise einen regelmäßigen persönlichen Austausch ermöglichen, wie Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Mittwoch in Hannover sagte. 

Finanziert wird das 370.000 Euro teure Projekt zu 60 Prozent vom Land und zu 40 Prozent von den Pflegekassen. Beginnen soll die Videosprechstunde am 1. Mai. Beteiligte Hausärzte bekommen die Software bis Ende September gratis.

Reimann betonte zugleich, dass das Coronavirus für die Bewohner von Pflegeheimen besonders gefährlich sei. So hätten sich bereits 522 Bewohner nachweislich mit dem Virus infiziert, 180 von ihnen starben - fast die Hälfte der 419 Todesfälle in Niedersachsen. Insgesamt sei das Virus in 107 Einrichtungen im Land nachgewiesen worden.

Der Vorstandschef der AOK Niedersachsen, Jürgen Peter, sagte, es gehe um ein "ethisches und gesundheitliches Dilemma". Einerseits dürfe das Virus nicht dazu führen, dass soziale Kontakte der Pflegebedürftigen komplett verboten werden. 

Andererseits müssten die Treffen minimiert werden, während die ärztliche Betreuung bestehenbleibt. "Die Lösung, die wir anbieten, entlastet alle Beteiligten."

Update, 29. April, 15.23 Uhr: Anträge für Corona-Soforthilfe oft unvollständig

Schwerin - Unvollständig ausgefüllte Anträge verhindern nach Angaben von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) häufig die rasche Auszahlung der Corona-Soforthilfen. "Von den bisher bearbeiteten Anträgen waren rund 30 Prozent nicht vollständig ausgefüllt. Teilweise bedurfte es inhaltlicher Nachfragen beim Antragsteller", sagte Glawe am Mittwoch in Schwerin. 

Nur wenn alle Angaben auf dem vierseitigen Antragsformular gemacht worden seien, könne das Landesförderinstitut diesen auch zügig bearbeiten und die Zahlung veranlassen.

Laut Glawe gingen bislang etwa 39.000 Anträge auf Soforthilfe beim Förderinstitut ein, von denen bislang 27.907 bewilligt worden und zur Zahlung angewiesen worden seien. Damit wurden nach Angaben des Ministers rund 279 Millionen Euro an nicht-rückzahlbaren Zuschüssen ausgezahlt.

Bund und Land hatten Ende März als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Soforthilfe-Programme in Milliarden-Höhe beschlossen. Demnach erhalten Solo-Selbstständige, Kleinunternehmer und Mittelständler finanzielle Hilfen vom Staat. Je nach Größe des Unternehmens können die Zuschüsse von 9000 bis zu 60.000 Euro betragen. 

Zudem gibt es günstige Darlehen und Kreditbürgschaften. Dafür hatte die Landesregierung einen MV-Schutzfonds über 1,1 Milliarden Euro aufgelegt. Anträge können noch bis zum 31. Mai gestellt werden.

Update, 29. April, 14.36 Uhr: Neue Corona-Zahlen aus Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 10.100 gestiegen. Das sind 85 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Mittwoch mit Stand 13 Uhr mitteilte. 

Als genesen gelten laut Hochrechnung inzwischen 7164 Menschen - rund 70 Prozent der bestätigten Fälle. 419 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind gestorben. 

767 Infizierte werden derzeit in niedersächsischen Kliniken behandelt, 173 müssen intensivmedizinisch behandelt werden. 107 Patienten werden künstlich beatmet.

Update, 29. April, 14.27 Uhr: Finanzämter entlasten Unternehmen um zwei Milliarden Euro

Hamburg - Seit Beginn der Corona-Krise haben Hamburgs Finanzämter in Schwierigkeiten geratene Unternehmen bei den Steuern um rund zwei Milliarden Euro entlastet. 

Nachdem vor rund sechs Wochen der sogenannte Corona-Erlass in Kraft getreten sei, seien in etwa 48.000 Fällen Steuervorauszahlungen um 1,55 Milliarden Euro herabgesetzt worden, teilte die Finanzbehörde am Mittwoch mit. 

Zudem seien in 11.500 Fällen 446 Millionen Euro gestundet und in weiteren 700 Fällen 8 Millionen Euro von der Vollstreckung ausgesetzt worden.

Update, 29. April, 14.18 Uhr: Schlechte Stimmung in der Wirtschaft

Hamburg - Die Stimmung in der Hamburger Wirtschaft ist nach Angaben der Handelskammer durch die Corona-Krise so schlecht wie seit fast 50 Jahren nicht. Der Index für das Geschäftsklima sank auf 38,6 Punkte - den niedrigsten Wert, der jemals registriert wurde, wie die Handelskammer Hamburg am Mittwoch mitteilte. 

"Es sieht düster aus für Hamburg", sagte Handelskammer-Präses Norbert Aust. Noch im letzten Quartal 2019 hatte der Wert bei 108,3 Punkten gelegen (höchstmöglicher Wert: 200). Selbst in der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 war die Stimmung mit 72,3 Punkten noch besser als nun in der Corona-Pandemie.

Von 711 befragten Unternehmen in der Hansestadt gaben 75,1 Prozent an, dass sie einen zum Teil deutlichen Umsatzrückgang in diesem Jahr befürchten. Besonders stark betroffen ist die Tourismusbranche und das Gastgewerbe. Deren Index stürzte sogar auf 4,8 Punkte ab. Seit 1971 befragt die Handelskammer Hamburg vierteljährlich ihre Mitglieder nach deren Konjunktureinschätzungen. Sie vertritt derzeit etwa 160.000 Unternehmen.

Die Handelskammer Hamburg stellte am Mittwoch einen im Verbund mit den anderen norddeutschen Kammern erarbeiteten Drei-Phasen-Plan für Wege aus der Corona-Krise vor. "Kein vor der Krise gesundes Unternehmen darf wegen der Corona-Pandemie in die Insolvenz gehen", sagte Aust. 

Neben Planungssicherheit für die Unternehmen, Abbau der Bürokratie, Deregulierungen und Zuschüsse für kleinere und mittlere Firmen für die digitale Maßnahmen forderte Aust auch eine stärkere Zusammenarbeit der Regierungen in den norddeutschen Bundesländern.

Update, 29. April, 14.15 Uhr: Elphi plant die neue Saison

Der Mond geht über der Elbphilharmonie auf. Wann gibt es hier wieder Kulturveranstaltungen mit Publikum?
Der Mond geht über der Elbphilharmonie auf. Wann gibt es hier wieder Kulturveranstaltungen mit Publikum?  © Axel Heimken/dpa

Hamburg - Die Hamburger Elbphilharmonie will trotz der Corona-Krise im September in die neue Saison starten. "Wir glauben fest daran, dass wir nach dem Sommer loslegen können", sagte Intendant Christoph Lieben-Seutter am Mittwoch bei einer Online-Vorstellung. 

Denkbar sei es, dass es dann ein geregeltes Konzertleben geben kann, aber keineswegs gesichert, da die Entwicklungen rund um Corona nicht abzusehen sind. 

"Selbst wenn es gesichert ist, wird es sicherlich nicht so sein, dass jedes Projekt auch stattfinden kann", meinte der Intendant.

"Das Programm soll Mut machen, Hoffnung machen", sagte Lieben-Seutter. Trotzdem gebe es auch einen Plan B mit einem abgespeckten Programm.

Im Saisonprogramm 2020/21 sind den Komponisten György Kurtág und Thomas Adès Schwerpunkte gewidmet. Zu den Künstlern zählen Patricia Kopatchinskaja, Daniil Trifonov, Antonio Pappano, Heiner Goebbels und Pierre-Laurent Aimard. Sein Debüt in der Elbphilharmonie soll das Israel Philharmonic Orchestra unter Lahav Shani geben.

Wie alle Kultureinrichtungen ist auch die Elbphilharmonie seit Beginn der Corona-Krises geschlossen. 

Seitdem präsentiert das Konzerthaus ein digitales Angebot #ElphiAtHome - mit virtuellen Hausführungen, kleinen Konzerten und älteren Konzert-Mitschnitten.

Update, 29. April, 14.12 Uhr: Schleswig-Holsteiner halten sich an Maskenpflicht

Mit Maske bekleidet betritt ein Mann einen Bus in Neumünster.
Mit Maske bekleidet betritt ein Mann einen Bus in Neumünster.  © Carsten Rehder/dpa

Kiel - Die Maskenpflicht in Schleswig-Holstein wird von den Kunden in den Geschäften sowie den Fahrgästen im öffentlichen Nahverkehr offensichtlich bislang gut umgesetzt. 

Weder bei der Polizei noch beim Handelsverband Nord gingen bis Mittwochmittag Beschwerden darüber ein, dass sich die Menschen nicht an die Pflicht zum Tragen einer Bedeckung von Mund und Nase halten. 

"Vereinzelt haben Kunden die Maske schlichtweg vergessen, wenn sie zum Einkaufen gegangen sind", sagte Handelsverbands-Geschäftsführerin Mareike Petersen auf Nachfrage: "Aber das ist am ersten Tag einer solchen Pflicht ganz normal."

Schleswig-Holstein war das letzte Bundesland, in dem bis einschließlich Dienstag noch keine Maskenpflicht für Bus und Bahn gegolten hatte. Beim Einkaufen zog auch Berlin erst am Mittwoch nach. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind im Norden unter anderem Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, das Fahrpersonal in Bussen, Bahnen und Schiffen sowie Taxifahrer.

Seit Mittwoch gilt nun in ganz Deutschland eine Maskenpflicht beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen. Nach Angaben der Landesregierung reichen für Schleswig-Holstein allerdings sogenannte Alltagsmasken aus Stoff oder im Notfall auch ein Schal aus.

Nach Auskunft der Pressestelle der Landespolizei in Kiel gab es bis zum Mittag weder Erkenntnisse noch Mitteilungen über Verstöße gegen die Maskenpflicht. Dabei habe auch das Wetter eine Rolle gespielt, so Handelsverbands-Geschäftsführerin Petersen: "Es war etwas kühler und die Menschen hatten mehr Bekleidung an." Dazu hätten auch einige Geschäfte Vorsorge getroffen und Masken parat gehabt, wenn die Kunden sie vergessen hatten.

Bußgeld bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ist laut der Landesregierung in Kiel bisher nicht vorgesehen. Wer keinen Schutz trägt, darf aber eben kein Geschäft betreten und den öffentlichen Nahverkehr nicht nutzen. 

Überdachte Flächen von Einkaufszentren sowie Verkaufs- oder Diensträume von Handwerkern wurden ebenfalls in die Maskenpflicht einbezogen.

Update, 29. April, 14.02 Uhr: Demos mit leeren Koffern auch in Hamburg und Schleswig-Holstein

Kiel/Hamburg - Leere Reisekoffer, Mund-Nase-Masken mit Weltkarten-Design und viele Plakate: Auch in Kiel und Hamburg haben am Mittwoch Mitarbeiter von Reisebüros und Reiseveranstaltern mit Demonstrationen auf die wirtschaftliche Lage der Branche aufmerksam gemacht und einen Rettungsschirm gefordert. 

"Wir fordern eine finanzielle Soforthilfe für die Vielzahl der touristischen Unternehmen, wie auch für uns Reisebüros. Diese Hilfe sollte zeitnah ausgezahlt werden und nicht rückzahlbar sein", teilte das Aktionsbündnis "Wir zeigen Gesicht" dazu in Hamburg mit.

In Kiel waren Mitarbeiter aus der Touristikbranche dafür bereits am Morgen auf die Straße gegangen, in Hamburg waren am frühen Nachmittag mehrere Betroffene dem bundesweiten Aufruf gefolgt. Wegen der Corona-Krise konnten lediglich rund 25 bis 30 Teilnehmer - in gebührendem Abstand zueinander - an den Demos teilnehmen.

Hamburger Parteien zeigten Verständnis für die Forderungen der Demonstranten. "Die Reisebüros sind vom Shut-down besonders betroffen. Erst Stornos und dann keine Möglichkeit zur Buchung neuer Reisen - diese Kombination treibt viele Reisebüros in die Insolvenz", sagte Götz Wiese, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, laut Mitteilung. Ziel müsse sein, dass Hotels und Gaststätten so schnell wie möglich wieder öffnen können. "Dann können auch wieder Reisen vermittelt werden."

Von Seiten der Hamburger SPD hieß es dazu: Die Partei arbeite auf Bundes- und Europaebene gemeinsam mit der Bundesregierung intensiv an einer Gutscheinlösung. So könnten Umsätze für bereits gebuchte Reisen im Unternehmen verbleiben und diese stabilisieren, sagte Dorothee Martin, Tourismusexpertin der SPD-Bürgerschaftsfraktion. 

"Für uns als SPD ist völlig klar, dass es in der Krise Staatshilfen nicht nur für Global Player und Konzerne geben darf. In der Coronakrise stehen die Reisebüros nicht allein."

Update, 29. April, 13.47 Uhr: Reisebüros fordern wegen Corona-Krise eigenen Rettungsschirm

Mit Reisekatalogen haben Besitzer und Mitarbeiter aus Reisebüros bei einer Protestaktion vor der Staatskanzlei den Schriftzug "SOS" gelegt.
Mit Reisekatalogen haben Besitzer und Mitarbeiter aus Reisebüros bei einer Protestaktion vor der Staatskanzlei den Schriftzug "SOS" gelegt.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Etwa 50 Inhaber und Mitarbeiter von Reisebüros und Reiseveranstaltern aus Mecklenburg-Vorpommern haben am Mittwoch vor der Staatskanzlei in Schwerin einen eigenen Rettungsschirm für ihre Branche gefordert. 

Der dramatische Umsatzeinbruch infolge der Corona-Krise und die Rückzahlung von Provisionen für stornierte Reisen sei für die meisten kleinen Reisebüros eine existenzielle Bedrohung. 

"60 bis 80 Prozent dieser Betriebe stehen kurz vor der Insolvenz", sagte der Schweriner Agenturbetreiber Sven Jentzen als Mitinitiator der Protestaktion.

Nach seinen Angaben gehen die bisher gewahrten Soforthilfen an den Bedürfnissen der Reisebüros weitgehend vorbei und Kredite würden die finanziellen Lasten in unsicherer Zeit noch erhöhen. 

Die etwa 100 Reisebüros im Nordosten benötigten dringend Zuschüsse von Bund und Land. Es sei noch völlig unklar, wann die Reisebeschränkungen aufgehoben würden und mit neuen Buchungen auch wieder Einnahmen erzielt werden könnten, begründete Jentzen die Forderung.

Update, 29. April, 13.42 Uhr: Rund 3400 Menschen in Hamburg nach Infektion genesen

Hamburg - In Hamburg ist die Zahl der mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Menschen um 42 weitere Fälle auf nun 4724 gestiegen, wie die Gesundheitsbehörde erklärte.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 3.400 der zuvor positiv getesteten und gemeldeten Personen als genesen betrachtet werden. Die Gesundheitsbehörde geht demnach von rund 1.200 mit dem Coronavirus infizierten Personen in Hamburg aus. Damit sind weit mehr als doppelt so viele Menschen bereits genesen als akut infiziert. 

Nach den Angaben des RKI sind in Hamburg 153 Personen mit einer Covid-19-Infektion verstorben. Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin konnte zum jetzigen Stand bei 145 Personen die Infektion als todesursächlich festgestellt werden. 142 korrigiert werden.

Nach aktuellem Stand befinden sich derzeit 174 Personen aufgrund einer Erkrankung mit Covid-19 in stationärer Behandlung, davon werden 62 Personen intensivmedizinisch betreut. Seit längerer Zeit ist insbesondere im stationären Bereich ein leichter Rückgang zu beobachten.

Update, 29. April, 13.39 Uhr: Zahl der Kinder in Kita-Notbetreuung verdoppelt

Schwerin - Mit der Ausweitung der Notfallbetreuung in den Kitas hat sich die Zahl der Kinder dort verdoppelt. Aktuell sind es knapp 15 Prozent der rund 112.000 Mädchen und Jungen, die normalerweise Kita, Hort oder Tagespflege besuchen, wie Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) am Mittwoch mitteilte. In der vergangenen Woche seien es 7,2 Prozent gewesen.

Seit Montag dürfen deutlich mehr Berufsgruppen ihre Kinder zur Notbetreuung bringen. Die Behörden hatten daraufhin mit bis zu 25 Prozent Kita-Nutzung gerechnet. Mit knapp 15 Prozent liegt diese bislang unter den Erwartungen. 

"Viele Eltern, auch Erziehungsberechtigte, die Anspruch auf eine Notbetreuung hätten, betreuen ihre Kinder selbst, im Homeoffice, durch flexible Arbeitszeiten, im Wechsel zwischen den Partnern. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken", sagte Drese.

Update, 29. April, 13.35 Uhr: Senat will am Dienstag über Gottesdienste beraten

Alexander Röder, Hauptpastor an der Hauptkirche St. Michaelis (Der Michel), predigt vor leeren Kirchenbänken.
Alexander Röder, Hauptpastor an der Hauptkirche St. Michaelis (Der Michel), predigt vor leeren Kirchenbänken.  © Markus Scholz/dpa

Hamburg - Während in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bereits ab Montag wieder Gottesdienste möglich sein sollen, will der Hamburger Senat erst am Dienstag über die Frage beraten. 

"Wir warten die Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz ab und entscheiden anschließend", erklärte ein Senatssprecher am Mittwoch. 

Die Regierungschefs der Länder wollen am Donnerstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über weitere Lockerungen der Corona-Schutzbestimmungen sprechen.

Die Nordkirche und das Erzbistum Hamburg arbeiten derzeit an Empfehlungen für die Gemeinden. Darin soll erläutert werden, wie Pfarrer und Gläubige einen Gottesdienst ohne größeres Ansteckungsrisiko feiern können. 

Die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, sagte in einer Videobotschaft zum 1. Mai: "Klar hilft Technik, aber sie kann nicht ersetzen, was das menschliche Miteinander braucht." 

Erzbischof Stefan Heße feiert jeden Wochentag einen Gottesdienst im Internet. Die ersten Gottesdienste vor Ort in Schleswig-Holstein oder Mecklenburg lägen in der Verantwortung der jeweiligen Pfarrer, sagte ein Sprecher des Erzbistums.

Die Hamburger Muslime planen nach Angaben der Schura noch keine gemeinsamen Gebete. Es gebe eine Stimmung der Zurückhaltung, um einen Anstieg der Fallzahlen zu vermeiden, sagte Vorstandsmitglied Mehdi Aroui. "Es wird ein sehr vorsichtiges Herantasten sein." Fromme Muslime - in der Regel Männer - gingen im Fastenmonat Ramadan eigentlich jeden Abend zum Fastenbrechen in die Moschee.

Aroui appellierte an besonders gefährdete Menschen, zunächst nicht an gemeinsamen Gebeten teilzunehmen, sollten sie wieder erlaubt sein. Auch gesunde Muslime sollten nicht jeden Tag in die Moschee gehen, um anderen Gläubigen bei einer Beschränkung der Besucherzahl Gelegenheit zum Gebet zu geben. Der Rat der islamischen Gemeinschaften plant in Hamburg ein Ticketsystem über soziale Medien.

Update, 29. April, 13.25 Uhr: Insulaner wollen mit Lichtzeichen auf besondere Situation hinweisen

Amrum - Mit einer besonderen Aktion wollen die Insulaner sowie die Halligbewohner in Schleswig-Holstein am 1. Mai auf ihre besondere Situation hinweisen. Die Inseln seien noch immer, mehr oder minder, von der Außenwelt abgeschnitten, sagte Frank Timpe von der Amrum Touristik am Mittwoch. "Mit der Aktion LICHT – ZEICHEN – SETZEN, wollen wir auf unsere besondere Lage auf den Inseln in Schleswig-Holstein aufmerksam machen."

Ob mit Windlicht, Gartenfackel oder Laterne, im Garten, am Deich oder am Strand - auf individuelle Weise, an individuellen Orten und mit Abstand zueinander sollen am Freitagabend «Lichtzeichen» gesetzt werden. Zum Mitmachen aufgerufen sind alle Insulaner und Halligbewohner, aber auch alle auf dem Festland, die sich mit den Inseln verbunden fühlen. Das Anleuchten ist für 20.00 Uhr geplant.

Es sei Tradition auf den Inseln, wie etwa mit den Biikefeuern, in düsteren und unsicheren ein Licht in die Welt zu senden. "Mit Leidenschaft und Dynamik wollen wir damit zeigen, wir halten zusammen!»" heißt es in dem Aufruf zur Aktion, deren Initialzündung von Amrum kam.

Aktuell sei die gemeinsame Zuversicht für die Inselbewohner überlebenswichtig. "Unsere Inseln sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten." Das gemeinsame Lichteranzünden soll einmal bedeuten "vergesst uns nicht" - als ein Zeichen in Richtung Kreis-, Land- und Bundesregierung und Wirtschaftsverbände. Und auch bedeuten "Wir vergessen Euch nicht" - und ein Zeichen an unsere treuen Inselgäste, Zweitbewohner und die in der Welt verstreuten Insulaner sein.

Update, 29. April, 13.15 Uhr: Bislang 47 Versammlungen zum 1. Mai in Hamburg angemeldet

Hamburgs Innensenator will bei den Demos am 1. Mai hart durchgreifen.
Hamburgs Innensenator will bei den Demos am 1. Mai hart durchgreifen.  © Regina Wank/dpa

Hamburg - Trotz der Corona-Pandemie und der deswegen geltenden Abstandsregelungen sind bislang 47 Versammlungen und Aufzüge zum Tag der Arbeit am 1. Mai angemeldet worden. Nach Kooperationsverhandlungen seien bislang sechs Versammlungen genehmigt worden, teilte die Polizei am Mittwoch mit. 33 befänden sich noch in der Prüfung, vier Versammlungen seien vom Anmelder abgesagt worden.

In bislang vier Fällen habe die Versammlungsbehörde Aufzüge unter Hinweis auf den Infektionsschutz untersagt. So seien etwa Versammlungen mit mehreren Hundert Teilnehmern angemeldet oder Örtlichkeiten gewählt worden, die für die Einhaltung von Mindestabständen ungeeignet seien.

In zwei Fällen liege die Angelegenheit nun beim Verwaltungsgericht. Dabei dreht es sich zum einen um einen Aufzug linksgerichteter Demonstranten unter dem Titel «Wer lebt eigentlich von deiner Miete? Kapitalismus raus aus den Häusern!» sowie zum anderen um einen Aufmarsch der rechtsextremen Partei Die Rechte in Harburg.

Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) hat bereits am Dienstag angekündigt, den Aufmarsch der Rechten auf jeden Fall zu verhindern: "Wir werden diese Untersagung dieser Versammlung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und durch alle Instanzen auch durchsetzen."

Update, 29. April, 12.43 Uhr: Warnung vor Stigmatisierung alter Menschen

Hannover – Die beiden großen Kirchen und die Ärztekammer in Niedersachsen haben vor einer Stigmatisierung alter und kranker Menschen in der Corona-Krise gewarnt. 

Es dürfe nicht zu einer "sozialen Ghettoisierung" alter Menschen kommen aus der Abwägung heraus, einer Mehrheit der Bevölkerung und der Wirtschaft schneller wieder Freiräume zu gewähren, sagte der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche, Ralf Meister, am Mittwoch in Hannover. "Wir sehen eine grundlegende Gefahr der Verschiebung von Werten."

Zur Bewältigung der sozialethischen Folgen der Epidemie regen Kirchen und Ärztekammer die Einrichtung eines Ethikrats an, der die Landesregierung berät.

Update, 29. April, 12.11 Uhr: CDU: Weitere Öffnungen so verantwortlich wie möglich vornehmen

Hamburg - Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) soll sich nach dem Willen der CDU-Bürgerschaftsfraktion beim Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern am Donnerstag für weitere verantwortungsbewusste Öffnungen sowie neue Hilfen für besonders betroffene Branchen einsetzen. 

"Wirtschaft und Gesundheit sind zwei Seiten derselben Medaille", sagte CDU-Fraktionschef Dennis Thering am Mittwoch. "Ohne Wirtschaft, Wohlstand und sichere Arbeitsplätze wäre unser hoch spezialisiertes Gesundheitssystem gar nicht finanzierbar."

Deshalb sei wichtig, dass für Branchen wie beispielsweise die Gastronomie sowie für Messe- und Eventveranstalter vom Gipfel ein Signal ausgehe und diese eine Perspektive erhalten.

Wo keine Öffnungen erfolgen können, sollen weiter staatliche Hilfen fließen, sagte Thering: "So muss der Rettungsschirm auch weiterhin über das Gaststätten- und Hotelgewerbe gespannt werden, sonst haben wir in unserer Stadt bald gar keine Gastronomen mehr und das Lieblingsrestaurant um die Ecke ist wahrscheinlich auch für immer verschwunden."

Update, 29. April, 12 Uhr: Aufenthaltsort von quarantänepflichtigen Erntehelfern nicht bekannt

Nienburg - Wegen des Verstoßes gegen die Corona-Auflagen des Landes sucht die Polizei im Kreis Nienburg nach 13 rumänischen Erntehelfern. Sie waren von einem Spargelhof nach Deutschland geflogen worden und müssten sich nach ihrer Ankunft aufgrund der Landesverordnung 14 Tage lang in Quarantäne begeben. Die Menschen hätten den Hof vorzeitig mit unbekanntem Aufenthaltsort verlassen und damit gegen die Auflagen verstoßen, sagte am Mittwoch ein Polizeisprecher zu entsprechenden Medienberichten. 

Bis einschließlich dem 2. Mai hätte die Quarantänepflicht für die Erntehelfer gedauert. "Es ist keine Straftat, sondern eine Ordnungswidrigkeit", sagte der Specher.

Der Hof hatte nach Feststellung des Landkreises seinerseits bei der Unterbringung und den Arbeitsbedingungen gegen Hygiene-Auflagen verstoßen. Ob ein Bußgeld verhängt wird, war zunächst nicht entschieden, sagte ein Kreissprecher. 

Nach Angaben einer Beratungsstelle für mobile Beschäftigte haben sich einige Erntehelfer dieses Hofes inzwischen andere Jobs gesucht.

Update, 29. April, 11.48 Uhr: Hamburg dankt Bundeswehrsoldaten für Corona-Hilfe in Pflegeheimen

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, dank der Bundeswehr für ihren Einsatz.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, dank der Bundeswehr für ihren Einsatz.  © Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

Hamburg - 42 Soldatinnen und Soldaten helfen in Hamburger Pflegeheimen aus, um das Personal bei den wegen der Corona-Krise anfallenden Arbeiten zu unterstützen. 

Diesen "helfenden Händen" der Bundeswehr haben Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (beide SPD) am Mittwoch für ihren Einsatz in der Hansestadt gedankt. 

Ein Teil der Soldaten hat eine spezielle Sanitätsausbildung, die übrigen haben als "Helfer in Uniform" nicht-pflegerische Aufgaben übernommen und so das Pflegepersonal spürbar entlastet.

Aktuell haben sich in den Hamburger Pflegeheimen bislang 327 Bewohner mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 14 der gut 150 Einrichtungen hätten mehr als fünf Fälle gemeldet, hieß es am Dienstag aus der Gesundheitsbehörde. 

Zur Zahl der Todesfälle konnte die Behörde zunächst keine Angaben machen.

Der Termin im Pflegeheim Haus Alstertal fand unter Wahrung der geltenden Abstandsregeln statt, der Dank wurde stellvertretend von vier anwesenden Soldatinnen und Soldaten der Unteroffiziersschule der Luftwaffe (USLw) in Appen entgegengenommen.

Update, 29. April, 11.38 Uhr: Tui erwartet schrittweise Öffnung des Tourismus

Hannover - Der Reisekonzern Tui rechnet damit, dass die Wiederaufnahme des Tourismus in der Corona-Krise in Etappen erfolgen wird. "Eine Öffnung wird vermutlich schrittweise und regional erfolgen – so werden die Balearen und Kanaren zum Beispiel früher Gäste empfangen können als die Urlaubsregionen auf dem spanischen Festland", schrieb Tui-Chef Fritz Joussen am Dienstag in einem Brief an die Mitarbeiter.

Der Schwerpunkt der Saison werde sich voraussichtlich nach hinten verschieben, heißt es darin. Industrie und Politik sollten aber nun "alles tun, um Reisen so weit wie möglich wieder zu ermöglichen". So hätten Griechenland, Zypern, Bulgarien und Portugal das Gespräch mit Tui gesucht und bereiteten sich "sehr intensiv auf die Rückkehr der Touristen" vor. 

Voraussetzung dafür sei eine schrittweise Anpassung von Flug- und Reisebeschränkungen. "Man darf nicht vergessen, mit den Flugbeschränkungen wird uns die volle Geschäftsgrundlage entzogen, und die Länder Südeuropas werden massiv geschwächt", schrieb Joussen.

Tui hat seine weltweiten Reiseaktivitäten bis einschließlich 15. Mai auf Eis gelegt und zur Überbrückung der Krise einen Staatskredit über 1,8 Milliarden Euro erhalten. Die Bundesregierung verlängerte am Mittwoch ihre weltweite Reisewarnung für Touristen bis mindestens 14. Juni. 

Das Bundeskabinett nahm einen entsprechenden Vorschlag des Auswärtigen Amts nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur an.

Update, 29. April, 11.31 Uhr: Land übernimmt in Corona-Krise Großteil des Lehrlingsentgeltes

Schwerin - Um Auszubildende in Betrieben mit Kurzarbeit zu halten, übernimmt das Land ab Mai 80 Prozent des Lehrlingsentgelts. "Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Deshalb legen wir ein Programm für Unternehmen auf, um die Ausbildungsplätze zu sichern", erklärte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Mittwoch. 

Ziel sei es, die Kündigung von Ausbildungsverhältnissen und die Kurzarbeit von Lehrlingen zu vermeiden. "Eine angefangene Ausbildung muss auch zu Ende geführt werden." Der Zuschuss müsse nicht zurückgezahlt werden.

Für das Programm stünden aus dem MV-Schutzschirm 6,3 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge könnten Ausbildungsbetriebe jeder Größe aus allen Wirtschaftsbereichen mit Sitz in Mecklenburg-Vorpommern stellen. Voraussetzung sei, dass mindestens die Hälfte der Beschäftigten in Kurzarbeit ist oder dieses Vorhaben bei der Arbeitsagentur angezeigt ist.

Die Anträge stehen den Angaben zufolge vom 1. Mai an zum Download auf der Internetseite des Landesförderinstituts bereit. Das Programm trete an dem Tag auch in Kraft. Die Wirtschaft und der DGB begrüßten die Maßnahme.

Update, 29. April, 11.05 Uhr: Airbus rutscht wegen Corona-Krise in die roten Zahlen

Luftfahrtkonzern Airbus bekommt die Corona-Krise zu spüren.
Luftfahrtkonzern Airbus bekommt die Corona-Krise zu spüren.  © Christian Charisius/dpa

Toulouse/Hamburg - Airbus ist wegen der Corona-Krise in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich gab es im ersten Quartal einen Verlust von 481 Millionen Euro nach einem Gewinn von 40 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das teilte der Luftfahrt- und Rüstungskonzern am Mittwoch in Toulouse mit.

"Wir befinden uns mitten in der schwersten Krise, die die Luftfahrtbranche jemals erlebt hat", sagte Airbus-Chef Guillaume Faury in einer Telefonkonferenz. Der Franzose hatte die Beschäftigten zuvor schriftlich auf harte Zeiten eingestimmt. 

In Frankreich seien rund 3.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit, sagte Faury nun. Mit Blick auf Deutschland fügte er hinzu: "Einige tausend Menschen werden bald in Kurzarbeit sein." Einzelheiten und Standorte blieben dabei offen.

Der Umsatz sank im ersten Vierteljahr wegen Unterbrechungen bei der Flugzeug-Auslieferung um 15 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. Airbus lieferte 122 Verkehrsflugzeuge aus, 40 weniger als zuvor.

Der europäische Hersteller hatte bereits angekündigt, seine Flugzeugproduktion um rund ein Drittel zurückzufahren. Fluggesellschaften sind als große Kunden von der Corona-Krise schwer getroffen und teilweise auf staatliche Unterstützung angewiesen. Beim Gewinn schlugen außer der Pandemie auch Sonderabschreibungen zu Buche, beispielsweise für einen Kredit für das Internet-für-alle-Projekt Oneweb. OneWeb hatte Ende März in den USA Gläubigerschutz angemeldet.

Airbus hat sich bereits eine Kreditlinie über 15 Milliarden Euro gesichert, eine Anleihe über 2,5 Milliarden Euro ausgegeben und die Dividende gestrichen, um sich für die Krise zu rüsten. Bis Ende vergangenen Monats habe noch keine Airline wegen der Pandemie eine Bestellung storniert, erklärte Faury. Ob es im April Abbestellungen gab, blieb offen.

Die bisher beschlossenen Produktionskürzungen sollen zunächst für zwei bis drei Monate gelten. Weiteres werde Airbus voraussichtlich im Juni entscheiden, sagte Faury. An der Börse verlor die Aktie des Herstellers weiter an Boden. Mit einem Minus von rund 60 Prozent ist sie im Corona-Crash der bisher größte Verlierer unter den deutschen und europäischen Standardtiteln.

Update, 29. April, 10.45 Uhr: Grütters will Strukturfonds für Kulturszene in Corona-Krise

Berlin/Hamburg - Kulturstaatsministerin Monika Grütters will nun ebenfalls einen Strukturfonds zur Rettung der Kulturszene in der Corona-Krise. An einem solchen Rettungsschirm arbeite sie intensiv mit dem Finanzministerium, sagte die CDU-Politikerin am Mittwoch im Inforadio des rbb. "Das läuft mit Hochdruck."

Wie einzelne Elemente einer solchen zusätzlichen Kulturhilfe aussehen könnten, müsse beraten werden. "Ich bin gerne bereit, in diese Gespräche jetzt auch Länderminister mit einzubeziehen", sagte Grütters. Sie hoffe sehr, dass "angesichts der dringenden Not" auch rasche Abstimmungen mit dem Bundestag möglich seien.

Die Länder hatten zuletzt mehr Einsatz vom Bund gefordert und eine gemeinsame Arbeitsgruppe angeregt. «Es bedarf weiterer gemeinsamer Anstrengungen, um eine drohende Verarmung der Kunst- und Kulturlandschaft nach der Corona-Krise zu verhindern», hieß es in einem Schreiben an Grütters sowie die Minister für Finanzen und Wirtschaft, Olaf Scholz (SPD) und Peter Altmaier (CDU).

Auch die Länder verweisen auf Forderungen etwa des Kulturrates nach einem Infrastrukturfonds. Nach dessen Schätzung müsste ein solcher Fonds etwa 500 Millionen Euro umfassen.

Update, 29. April, 10.24 Uhr: Maskenpflicht gilt nun auch in Schleswig-Holstein

Kiel - Seit Mittwoch gilt in ganz Deutschland eine Maskenpflicht beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen. Als letztes Bundesland traten die Regelungen zum Tragen von Mund- und Nasenschutz nun auch in Schleswig-Holstein in Kraft. Nach Angaben der Landesregierung reichen sogenannte Alltagsmasken aus Stoff oder im Notfall auch ein Schal aus.

Schleswig-Holstein war das letzte Bundesland, in dem bis einschließlich Dienstag noch keine Maskenpflicht für Bus und Bahn galt. Beim Einkaufen zog auch Berlin erst am Mittwoch nach. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind im Norden unter anderem Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, das Fahrpersonal in Bussen, Bahnen und Schiffen sowie Taxifahrer.

Bußgeld bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ist laut Landesregierung bisher nicht vorgesehen. Wer keinen Schutz trägt, darf aber eben kein Geschäft betreten und den öffentlichen Nahverkehr nicht nutzen. Überdachte Flächen von Einkaufszentren sowie Verkaufs- oder Diensträume von Handwerkern wurden ebenfalls in die Maskenpflicht einbezogen.

Update, 29. April, 10.13 Uhr: 2672 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein - 103 Tote

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus ist auf 2672 gestiegen. Wie die Landesregierung am Mittwoch mitteilte, waren dies bis Dienstagabend 19 Fälle mehr als nach der Meldung des Vortags. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 2 auf 103.

80 an dem Virus erkrankte Menschen sind derzeit in klinischer Behandlung und damit 7 weniger als nach der Vortagsmeldung. Rund 2100 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 29. April, 8.42 Uhr: MV-Werften bestätigen Verlängerung der Kurzarbeit bis Ende Juni

Wismar - Die MV-Werften haben die Kurzarbeit wegen der Corona-Pandemie für die rund 3100 Mitarbeiter bis Ende Juni verlängert. Das hat das Unternehmen am Mittwochmorgen nun auch selbst auf seiner Internetseite bekanntgegeben. Die Rahmenbedingungen für eine reibungslose Fertigung seien unverändert ineffizient, hieß es zur Begründung. 

Bereits am Dienstag hatte die Gewerkschaft IG Metall die Information bekanntgegeben. Zu dem Zeitpunkt wollten die MV Werften das zunächst nicht bestätigen. Die Mitarbeiter seien am Dienstag über die Planungen informiert worden. Darüber hinaus würde die Corona-Lage fortwährend analysiert und die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme eines Geschäftsbetriebs würden permanent bewertet.

Die MV-Werften sind in der Corona-Krise in erhebliche Schwierigkeiten geraten. Sie können daher auf 600 Millionen Euro Staatshilfen bis Jahresende hoffen. Diese Summe nannte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) in der vergangenen Woche in einer gemeinsamen Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses des Landtags.

Offen ist demnach noch, ob die Unterstützung als Kredit, Bürgschaft oder in anderer Form gewährt wird. Die Zulieferer sollen wegen unbezahlter Lieferungen an die MV-Werften mit bis zu 50 Millionen Euro unterstützt werden. Diese Hilfen müssen später zurückgezahlt werden.

Infolge der Corona-Krise ruht seit Mitte März die Arbeit auf den MV-Werften an den drei Standorten in Wismar, Warnemünde und Stralsund. Die MV Werften gehören zur malaysischen Genting-Gruppe. Sie bauen Kreuzfahrtschiffe für den asiatischen Markt.

Update, 29. April, 8.24 Uhr: Kitas in Niedersachsen öffnen möglicherweise ab Mitte Mai

Kinderrucksäcke hängen im Eingangsbereich in einem Kindergarten.
Kinderrucksäcke hängen im Eingangsbereich in einem Kindergarten.  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Hannover - Möglicherweise ab Mitte Mai könnten Kindergärten und Tagesstätten in Niedersachsen einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zufolge schrittweise wieder öffnen. Zuerst sollten dann Vorschulkinder und Kinder mit Unterstützungsbedarf in die Kitas zurückkehren dürfen, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der Zeitung. 

Sein Ministerium habe die Pläne für eine Wiederöffnung in der Schublade. Die Entscheidung soll demnach bei einem Gespräch zwischen Bund und Ländern am 6. Mai fallen. "Wenn wir ein Signal kriegen, können wir in Öffnungsstrategien einsteigen", sagte Tonne.

Der Minister sagte der Zeitung, dies müsse mit den Trägern und den Kommunen abgestimmt werden. Ziel sei es, dass alle Kinder vor dem Sommer die Kita wieder besuchen können. "Den konkreten Zeitpunkt und den genauen Umfang, darüber kann man zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen", erklärte er. Einen Normalbetrieb werde es aber bis zur Sommerpause nicht geben.

Tonnes Plänen zufolge sollten zunächst die Kinder in die Kitas gehen dürfen, die im Sommer zur Schule kommen, schrieb das Blatt. Ganz oben auf der Liste sollten auch Kinder stehen, die sprachliche Unterstützung brauchen oder auf engem Raum mit großen Familien leben. 

"Die Größe der Gruppen muss man dann unter den Gesichtspunkten des Infektionsschutzes sehen", sagte der Minister. "Ich vermute, es kann im ersten Schritt nur im einstelligen Bereich sein. Wir werden weg sein von den Gruppengrößen, die wir bisher kennen."

Update, 29. April, 8.13 Uhr: Medientyp: TextJugendweiheverein fordert von Politik klare Regeln für größere Feiern

Schwerin - Für den Jugendweiheverein Mecklenburg-Vorpommern ist derzeit nicht absehbar, ob es im Sommer Jugendweihefeiern für die Jugendlichen geben wird. "Wir schweben im Moment zwischen Baum und Borke und wissen nicht, ob und unter welchen Bedingungen wir unsere Feiern ausrichten können", sagte Geschäftsführer Jörg Ahlgrimm. 

Zu den Feiern kommen in der Regel zwischen etwa 300 bis 800 Gäste. Zuletzt wurden wegen der Kontaktverbote zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus bereits alle April- und Mai-Feiern verschoben - etwa 60 davon auch in den August.

Bis Ende August sind allerdings Großveranstaltungen ab 1000 Menschen verboten, kleinere Veranstaltungen lediglich unter Auflagen möglich. Unter welche Regelungen Jugendweihefeiern in MV fallen, wisse Ahlgrimm jedoch nicht. Konkrete Ansagen und Vorgaben aus Schwerin habe es bislang dazu noch nicht gegeben. "Wir brauchen dringend ein ganz klares Wort von der Politik.»"

Auch für Hotels und Gaststätten fällt damit nun eine wichtige Einnahmequelle weg. "Die Jugendweihe- und Konfirmationsfeiern sind ein wichtiger Bestandteil des Frühjahrsgeschäftes", sagte Matthias Dettmann, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). 

Der Verlust dieses Geschäftes sei auch nicht wieder aufzuholen, wenn die Feiern in den Herbst verschoben werden. "Wir haben bedauerlicherweise keine Nachholeffekte."

Update, 29. April, 6.38 Uhr: Bäder in Hamburg - Wegen Corona noch kein Start in Freiluftsaison

Menschenleer und noch ohne Wasser sind die Becken im Kaifu-Schwimmbad.
Menschenleer und noch ohne Wasser sind die Becken im Kaifu-Schwimmbad.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg - Wegen der Corona-Pandemie verzögert sich für die Schwimmbäder in Hamburg der Start in die Freiluftsaison. Eine Entscheidung, ob und wann Bäder öffnen können, steht noch aus. 

"Wir wären zügig wieder einsatzbereit", versicherte Michael Dietel vom Betreiber Bäderland. "Erkenntnisse" aus der Politik über einen möglichen Termin gebe es noch nicht.

Die Freiluftsaison läuft normalerweise im Zeitraum von Anfang Mai bis Ende August. Schon seit dem 15. März ruht bei Bäderland der gesamte Sauna-, Bade- und Kursbetrieb, also auch in den Hallenbädern. Der überwiegende Teil der Belegschaft ist in Kurzarbeit. 

In der Zwangspause seien die Bäder vor allem instand gehalten, die Anlagentechnik gewartet und der Grundbetrieb gesichert worden, sagte Dietel. Der finanzielle Verlust sei derzeit noch schwierig zu beziffern. Das ginge erst am Jahresende.

Die Maßnahmen gegen den neuartigen Coronavirus für den Fall einer Eröffnung von Schwimmbädern sind Teil des Pandemieplans "Bäder" der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. Ihr gehört auch Bäderland Hamburg an. 

In dem Plan werden unter anderem die Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen in den Duschen, Umkleiden und in den Schwimmbecken beschrieben. An dem Plan würde sich auch Bäderland orientieren, sollte die Politik eine Wiederaufnahme des Betriebs erlauben.

Bäderland betreibt in Hamburg insgesamt 28 Anlagen, darunter Schwimmbäder mit Außenanlagen und Wellnessbereichen, Freibäder und eine Eissporthalle mit jährlich rund vier Millionen Besuchern.

Update, 29. April, 6.10 Uhr: Saubere Luft dank weniger Verkehr in Corona-Krise

Hannover - Die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid ist in Niedersachsen während der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Das geht aus Angaben des Umweltministeriums unter Berufung auf das Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim hervor. 

Demnach wird an sechs von sieben Verkehrsmessstationen für April der jeweils niedrigste bislang gemessene Monatsmittelwert erwartet. Zurückzuführen sei das nach Einschätzung des Aufsichtsamts "im Wesentlichen auf den Rückgang der Verkehrsmengen seit Inkrafttreten der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen". 

Gemessen werden die Werte in Braunschweig, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Oldenburg, Osnabrück und Wolfsburg.

Update, 28. April, 20.42 Uhr: Familienminister für Kita-Wiedereinstieg in vier Phasen

Franziska Giffey (SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, spricht im Bundestag.
Franziska Giffey (SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, spricht im Bundestag.  © Michael Kappeler/dpa

Berlin/Hamburg – Die Familienminister von Bund und Ländern empfehlen in der Corona-Krise einen "behutsamen" Wiedereinstieg in die Kinder-Tagesbetreuung in vier Stufen. 

Das teilte das Ministerium von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) am Dienstagabend mit. Ein konkretes Datum für die mögliche Wiederaufnahme des Kita-Betriebs wird in dem gemeinsamen Beschluss nicht genannt. 

Die vier Phasen umfassen demnach die aktuelle Notbetreuung, eine erweitere Notbetreuung, einen eingeschränkten Regelbetrieb und die Rückkehr zum Normalbetrieb.

Der Beschluss soll in die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Donnerstag einfließen. Letztlich liegt die Entscheidung bei den einzelnen Bundesländern. Oberstes Ziel sei unverändert, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen, hieß es in der Mitteilung.

"Familien stehen unter großem Druck, und wir sind in der Verantwortung, ihnen eine Perspektive zu bieten. Wir dürfen die Rechte von Kindern und ihre Entwicklungschancen nicht unangemessen einschränken. Auch für Eltern gilt es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten", sagte Hamburgs Familiensenatorin Melanie Leonhard. 

Mit diesem Beschluss könnten nun die Bundesländer, Kommunen und Kita-Einrichtungen jeweils in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen passende Lösungen finden, hieß es in einer Mitteilung am Abend.

Update, 28. April, 19.57 Uhr: Zwölf neue Corona-Fälle in Rellinger Altenheim

Rellingen – In einem Altenheim in Rellingen (Kreis Pinneberg) ist die Zahl der Corona-Infizierten stark angestiegen. 

Seit Freitag wurden zwölf weitere Bewohner positiv auf das neuartige Virus getestet, wie Kreissprecher Oliver Carstens am Mittwoch mitteilte.

Insgesamt sind laut Kreispressestelle drei Altenheime von Coronavirus-Infektionen betroffen. Seitdem Ende März die ersten Fälle in einer Tornescher Einrichtung bekannt geworden sind, seien im Kreis heute 80 Altenheimbewohner und 37 Pflegekräfte positiv getestet worden. 

Von den 29 Corona-Toten stammen den Angaben zufolge nur drei nicht aus einem der drei Heime.

Update, 28. April, 19.02 Uhr: Schwerin befürchtet Schließung von Corona-Testzentrum

Schwerin – Die Landeshauptstadt befürchtet die Schließung ihres Corona-Testzentrums. 

Das Land wolle sein Personal aus dem Zentrum in Schwerin abziehen, teilte Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) am Dienstag mit. Das sorge für Unverständnis und Irritationen, denn damit werde das Abstrichzentrum nach wenigen Wochen de facto wieder geschlossen. 

"Die Testzentren haben sich bewährt. Sie unterstützen die niedergelassenen Allgemeinärzte bei der Corona-Diagnostik, minimieren den Verbrauch von Schutzausrüstungen und die Infektionsgefahr", betonte Badenschier. "Eine Schließung des Testzentrums wäre in der gegenwärtigen Situation das falsche Signal." 

In Schwerin sind bislang 90 Corona-Fälle nachgewiesen worden.

Update, 28. April, 19 Uhr: Rückkehr aller Schüler bis zu Ferien unrealistisch

Stühle und Tische stehen in einem Klassenraum mit Abstand nebeneinander.
Stühle und Tische stehen in einem Klassenraum mit Abstand nebeneinander.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Schwerin – Die Lehrergewerkschaft GEW hält in Mecklenburg-Vorpommern selbst eine tageweise Rückkehr aller Schüler in die Schule bis zu den Sommerferien für unrealistisch. 

Die kleineren Klassen und Aufsichtspflichten erhöhten den Personal- und Raumbedarf deutlich, erklärten die beiden Landesvorsitzenden Annett Lindner und Maik Walm am Dienstag nach Bekanntwerden entsprechender Pläne der Kultusministerkonferenz (KMK).

Rund ein Drittel der Lehrer gehöre zur Corona-Risikogruppe und könne deshalb nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden. Die Lehrkräfte im Präsenzunterricht hätten aber zur gleichen Zeit auch Schüler im digitalen Unterricht zu betreuen. "Eine Überlastung der Kolleginnen und Kollegen wäre unvermeidlich", sagte Walm. Die GEW schlug vor, es jeder Schule selbst zu überlassen, welche Angebote sie ihren Schülern bis zum Schuljahresende machen könne.

Die KMK hatte am Dienstag vorgeschlagen, dass jede Schülerin und jeder Schüler bis zu dem Beginn der Sommerferien zumindest tage- oder wochenweise die Schule besuchen kann. Das Bildungsministerium in Schwerin äußerte sich zunächst nicht, wie dies in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt werden soll. Bis zum Ferienstart sind es noch knapp acht Wochen.

Die Schulen in MV waren Mitte März wegen des Coronavirus geschlossen worden. Am Montag kehrten zunächst rund 20 000 Schüler der Abschlussklassen an Regionale Schulen, Gymnasien und Berufsschulen zurück. Am 4. Mai sollen Viertklässler sowie Neuntklässler an den Regionalen Schulen und Elftklässler an den Gymnasien folgen. Darüber hinausgehende Pläne sind bislang nicht bekanntgegeben worden.

Update, 28. April, 19 Uhr: Kita-Notbetreuung wegen Corona-Fall geschlossen

Waren/Schwerin – Erstmals hat eine Kita in Mecklenburg-Vorpommern schließen müssen, nachdem ein betreutes Kind positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. 

Es handele sich um eine Kita im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums in Schwerin am Dienstag.

Nach einem Bericht des "Nordkurier" hatte das Kind bis Mittwoch voriger Woche die Kita in Waren an der Müritz in der Notbetreuung besucht. Die Einrichtung könne voraussichtlich am 7. Mai wieder für die Notbetreuung öffnen.

Dem Ministeriumssprecher zufolge hat sich das Kind nicht in der Kita infiziert. Ein Familienmitglied sei im medizinischen Bereich tätig und habe das Kind angesteckt.

Update, 28. April, 18.55 Uhr: 796 bestätigte Corona-Infektionen in Bremen

Bremen – Im Bundesland Bremen sei die Zahl um 37 neue bestätigte Fälle auf 796 gestiegen (Stand 14 Uhr), erklärten die Gesundheitsbehörden am Dienstag. 

20 Fälle gingen demnach auf schriftliche Meldungen aus der Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge zurück - die Diagnosen waren bereits bekannt, wurden aber erst jetzt ins Register aufgenommen. 414 Menschen gelten als genesen (plus 21). Die Zahl der Todesfälle stieg auf 29 (plus 2). 

Im Land müssen aktuell 65 Personen stationär versorgt werden, davon 13 auf Intensivstationen. Neun der intensivmedizinisch behandelten Personen müssen beatmet werden.

Update, 28. April, 18.16 Uhr: 13 neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Fahrgäste sitzen mit Mund-Nasenbedeckung in einem Bus.
Fahrgäste sitzen mit Mund-Nasenbedeckung in einem Bus.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind 13 neue Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden.

Im Vergleich zum Montag stieg die Gesamtzahl am Dienstag (Stand 15 Uhr) auf 687, wie das Gesundheitsministerium und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilten. Die Zahl der Todesfälle blieb bei 17. Wie es weiter hieß, mussten oder müssen 96 Personen im Krankenhaus behandelt werden, 17 davon auf einer Intensivstation.

Erstmals seit mehreren Tagen ist die Zahl der Neuinfektionen wieder zweistellig. Allein sechs neue Fälle wurden aus einem Pflegeheim in Tutow (Landkreis Vorpommern-Greifswald) gemeldet. 

Dabei handele es sich um vier Bewohner und zwei Beschäftigte. Insgesamt seien dort bisher 10 Beschäftigte und 29 Bewohner betroffen. Es gab den Angaben zufolge bislang zwei Todesfälle im Zusammenhang mit Corona in dem Heim.

Rund 30.900 Corona-Tests wurden den Angaben zufolge bislang analysiert. Nach einem Schätzschema des Robert Koch-Instituts - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - sind 549 der positiv getesteten wieder genesen.

Update, 28. April, 17.31 Uhr: Schleswig-Holstein strebt Gottesdienste wieder ab 4. Mai an

Kiel – Gottesdienste sollen in Schleswig-Holstein voraussichtlich vom 4. Mai an wieder möglich sein. 

Nach einer Telefonkonferenz auf Einladung der Landesregierung mit den Vertretern der Religionsgemeinschaften in Schleswig-Holstein sagte Kulturministerin Karin Prien (CDU): "Es war ein sehr konstruktives Gespräch. Dabei ging es um die Rahmenbedingungen, unter denen ab dem 4. Mai Gottesdienste stattfinden können." Einigkeit habe darin bestanden, dass sich Schleswig-Holstein den zwischen Bund und Ländern in dieser Woche zu vereinbarenden Regelungen anschließen werde. Am Donnerstag ist die nächste Bund-Länder-Konferenz geplant.

Alle Beteiligten hätten ein großes Interesse daran, den Gläubigen so bald wie möglich den Zugang zu Gottesdiensten und Seelsorge wieder zu ermöglichen, sagte Prien. "Wir waren uns einig, dass die Freiheit der Religionsausübung von besonders großer Bedeutung ist, dass aber derzeit auch immer die aktuelle Entwicklung des Infektionsgeschehens berücksichtigt werden muss".

Am Gespräch beteiligt waren Vertreter des katholischen Erzbistums Hamburg, der evangelisch-lutherischen Nordkirche, der islamischen Schura Schleswig-Holstein, der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein und des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein. 

Die Staatskanzlei war neben dem Bildungsministerium ebenfalls vertreten. Zentraler Inhalt war, wie ein Zeitplan und unter welchen Bedingungen eine zeitnahe Wiederaufnahme von Gottesdiensten gestaltet werden könnte.

Anders als Schleswig-Holstein haben mehrere Bundesländer bereits entschieden, Gottesdienste in der Corona-Krise wieder zuzulassen. Vorreiter waren Sachsen und Thüringen, hier werden seit vergangener Woche schon wieder öffentliche Gottesdienste unter Auflagen gefeiert. Hessen und Nordrhein-Westfalen lassen Gottesdienste ab 1. Mai wieder zu, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern ab dem 4. Mai.

Update, 28. April, 17 Uhr: Kurzarbeit bei den MV-Werften bis Ende Juni verlängert

Der Standort Warnemünde der MV Werften mit dem Bockkran und der Aufschrift "MV Werften".
Der Standort Warnemünde der MV Werften mit dem Bockkran und der Aufschrift "MV Werften".  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Wismar – Die Kurzarbeit bei den MV-Werften im Zuge der Corona-Pandemie wird nach Angaben der IG Metall bis Ende Juni verlängert. 

Das sagte ein Sprecher der Gewerkschaft am Dienstag auf Anfrage. Ursprünglich sollte die Arbeit am kommenden Montag wieder aufgenommen werden. Nach einem Bericht des NDR wurden die rund 3100 Mitarbeiter am Dienstagmorgen darüber informiert. Ein Sprecher der MV-Werften wollte die Verlängerung des Fertigungsstopps zunächst nicht bestätigen.

Die MV-Werften sind in der Corona-Krise in erhebliche Schwierigkeiten geraten. Sie können daher auf 600 Millionen Euro Staatshilfen bis Jahresende hoffen. Diese Summe nannte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) in der vergangenen Woche in einer gemeinsamen Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses des Landtags.

Offen ist demnach noch, ob die Unterstützung als Kredit, Bürgerschaft oder in anderer Form gewährt wird. Die Zulieferer sollen wegen unbezahlter Lieferungen an die MV-Werften mit bis zu 50 Millionen Euro unterstützt werden. Diese Hilfen müssen später zurückgezahlt werden.

Infolge der Corona-Krise ruht seit Mitte März die Arbeit auf den MV-Werften an den drei Standorten in Wismar, Warnemünde und Stralsund. Die MV Werften gehören zur malaysischen Genting-Gruppe. Sie bauen Kreuzfahrtschiffe für den asiatischen Markt.

Update, 28. April, 17 Uhr: Kontaktverbot gilt im Nordosten bis 10. Mai

Schwerin – Das Kontaktverbot zu Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes gilt in Mecklenburg-Vorpommern vorerst bis zum 10. Mai. 

Zu Beginn der Corona-Schutzmaßnahmen war der 3. Mai genannt worden. Die Verlängerung sei bei der Überarbeitung der Landesverordnung am 17. April erfolgt, erklärte ein Sprecher der Staatskanzlei am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Das Kontaktverbot besagt, dass in der Öffentlichkeit maximal zwei Personen zusammen unterwegs sein dürfen, die nicht demselben Hausstand angehören. Gruppenfeiern und Versammlungen in privaten Wohnungen sind untersagt. 

Private Besuche in der eigenen Wohnung sollten auf das "absolut unbedingte notwendige Minimum" reduziert werden, heißt es auf der Internetseite der Landesregierung. Mit den Maßnahmen soll die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.

Update, 28. April, 16.57 Uhr: Anträge auf Verdienstausfall wegen Corona-Krise online möglich

Hamburg – Eltern, die ihre Kinder wegen der Corona-Krise zuhause betreuen müssen, können Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz jetzt online beantragen. 

"Das neue Online-Antragsverfahren wird die Geltendmachung von Ansprüchen nach Infektionsschutzgesetz für alle Hamburger Antragsberechtigten erheblich vereinfachen und bürgerfreundlicher machen", erklärte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) am Dienstag. Das federführende Bezirksamt Altona habe eine leistungsfähige Einheit für eine schnelle Bearbeitung der Anträge aufgebaut.

Mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes vom 30. März wurden den Angaben zufolge auch die Ansprüche auf eine Entschädigung bei Verdienstausfall ausgeweitet. Diese könnten nun auch auf Eltern zutreffen, die ihre Kinder wegen der Schließungen von Kita oder Schule selbst betreuen müssen. 

Voraussetzung dafür sei jedoch, dass es keine Alternative gebe: weder Homeoffice noch die Nutzung von Resturlaub aus dem Vorjahr oder der Abbau von Überstunden. Ein Anspruch bestehe auch dann nicht, wenn die an Schulen und Kitas eingerichtete Notbetreuung in Anspruch genommen werden könne.

Update, 28. April, 16.55 Uhr: Auch Schleswig-Holstein jetzt mit Maskenpflicht

Ein Mann und eine Frau sind mit Schutzmasken in der Innenstadt unterwegs.
Ein Mann und eine Frau sind mit Schutzmasken in der Innenstadt unterwegs.  © Sina Schuldt/dpa

Kiel – Ohne Mund- und Nasenschutz dürfen von Mittwoch an nun auch die Schleswig-Holsteiner nicht mehr einkaufen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. 

Sogenannte Alltagsmasken aus Stoff oder im Notfall auch ein Schal reichen dabei aus. Schleswig-Holstein ist das letzte Bundesland, in dem eine Maskenpflicht für Bus und Bahn gilt. Beim Einkaufen zieht auch Berlin erst ab Mittwoch nach. 

Ausgenommen von der Maskenpflicht sind in Schleswig-Holstein unter anderem Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, das Fahrpersonal in Bussen, Bahnen und Schiffen sowie Taxifahrer.

Update, 28. April, 16.36 Uhr: Deutsche Fischereibetriebe enttäuscht von Corona-Hilfen

Hamburg – Deutsche Fischereibetriebe haben die Hilfen für Fischkutter in der Corona-Krise als zu niedrig kritisiert. 

Mit den Beihilfen könnten «keinesfalls die laufenden Kosten für das Fahrzeug und den Lebensunterhalt» bestritten werden, teilte der Verband der deutschen Kutter- und Küstenfischer am Dienstag in Hamburg mit.

Ein größerer Kutter müsse im Frühjahr mindestens 1500 Euro pro Fangtag erlösen, um wirtschaftlich zu überleben. Für zehn Tage würde einem größeren Kutter in Deutschland aber nur eine Beihilfe von 2400 Euro gezahlt. Kleinere Kutter kämen auf 1600 Euro. Vergleichbare niederländische Kutter erhielten deutlich mehr Geld von ihrer Regierung, hieß es. Die Bundesregierung setze die von Corona-Hilfen der EU nicht bedarfsgerecht um.

Laut einer EU Regelung können Mitgliedsstaaten den Fischerei- und Aquakulturbetrieben, die in der Corona-Krise vorübergehend schließen müssen, unter anderem flexibel finanzielle Hilfen bereitstellen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte die Hilfen zuvor begrüßt und die Bedeutung der Küstenfischerei in Deutschland betont.

Update, 28. April, 16.26 Uhr: Verkaufsgalerien dürfen im Nordosten öffnen

Teterow – Kleine Kunstgalerien dürfen in Mecklenburg-Vorpommern wieder öffnen und bildende Kunst verkaufen. 

Sie gehören zum Einzelhandel und dürfen öffnen, wenn ihre Fläche nicht mehr als 800 Quadratmeter hat, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Schwerin am Dienstag.

Galeristin Sylvia Henschel in Teterow (Landkreis Rostock) hatte zuvor auf die Öffnung dieser Galerien aufmerksam gemacht. Viele Menschen wüssten nicht, dass Verkaufsgalerien anders als Museumsgalerien geöffnet haben dürften. 

Die Galerie im alten Teterower Bahnhof verkauft neben Malerei, Grafik und Plastiken auch Keramik und Schmuck. 

Update, 28. April, 16.23 Uhr: Gericht: Maskenpflicht verletzt nicht das Persönlichkeitsrecht

Eine Frau trägt einen Mund-Nasen-Schutz mit einem eingestickten Corona-Virus.
Eine Frau trägt einen Mund-Nasen-Schutz mit einem eingestickten Corona-Virus.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Die seit Montag geltende Maskenpflicht in Geschäften verstößt nach Ansicht des Hamburger Verwaltungsgerichts nicht gegen das Persönlichkeitsrecht. 

Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sei geeignet, dem Lebens- und Gesundheitsschutz zu dienen, entschied das Gericht in einem Eilverfahren. Wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte, hatten zwei Privatpersonen Klage gegen die Maßnahme zum Schutz vor Corona-Infektionen eingereicht.

Das Gericht vertrat die Auffassung, dass mit der zeitlichen und räumlichen Beschränkung der Maskenpflicht das allgemeine Persönlichkeitsrecht nach Artikel 19, 2 Grundgesetz nicht angetastet werde. Die Gesundheitsbehörde verfüge über einen weiten Einschätzungsspielraum. 

"Die Einschätzung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verringere die Ansteckungsgefahr, weil hierdurch dafür Sorge getragen werde, dass beim Sprechen keine oder nur noch wenige infizierte Tröpfchen in die Luft gelangten, begegnet vor diesem Hintergrund keinen durchgreifenden Bedenken", hieß es.

Zwar gebe es auch Wissenschaftler, die die Wirksamkeit des Schutzes verneinten. Die Stadt Hamburg stütze sich jedoch maßgeblich auf eine nachvollziehbare Meinung, nämlich die des Robert-Koch-Instituts. Gegen die Entscheidung können die Kläger Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einlegen.

Update, 28. April, 16.07 Uhr: 10.015 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen

Hannover – Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 10.015 gestiegen. 

Das sind 56 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Dienstag mit Stand 13 Uhr mitteilte. Als genesen gelten laut Hochrechnung inzwischen 7142 Menschen - rund 71 Prozent der bestätigten Fälle. 

408 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind gestorben. 827 Infizierte werden derzeit in niedersächsischen Kliniken behandelt. 107 Patienten werden künstlich beatmet.

Update, 28. April, 16.05 Uhr: In den Häfen ertönen am 1. Mai die Schiffshörner

Hamburg – Am 1. Mai um 12 Uhr sollen in allen Häfen der Welt die Schiffshörner ertönen. Mit dem Signal solle auf die Bedeutung der Arbeit von Seefahrern während der Corona-Pandemie aufmerksam gemacht werden, teilten die International Chamber of Shipping als Dachverband der Reedereien sowie die Transportgewerkschaft ITF am Dienstag mit.

"Eine sehr gute Aktion, den Seeleuten gilt unsere Hauptsorge", sagte Alfred Hartmann, Präsident des Verbands Deutscher Reeder, am Dienstag: "Die Männer und Frauen an Bord, denen es in dieser Zeit besonders schwerfällt, fernab von Familien zu sein, leisten gerade jetzt einen enorm wichtigen Dienst, für den wir alle dankbar sein sollten."

Update, 28. April, 15.28 Uhr: Flächendeckende Abstrichtests in Pflegeheimen am Start

Harry Glawe (CDU), Wirtschafts- und Gesundheitsminister von Mecklenburg-Vorpommern, besucht in Greifswald eine Fieberambulanz.
Harry Glawe (CDU), Wirtschafts- und Gesundheitsminister von Mecklenburg-Vorpommern, besucht in Greifswald eine Fieberambulanz.  © Stefan Sauer/dpa

Schwerin – In den Pflegeheimen Mecklenburg-Vorpommerns sollen in Kürze flächendeckende Corona-Tests beginnen. 

"Das Projekt ist startklar", sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag. Derzeit fänden abschließende Gespräche mit den Trägern statt. 

Für das Projekt stünden 3,5 Millionen Euro bereit. Verwendet würden Tests der Rostocker Firma Centogene, die 35 Euro kosteten. 

Getestet werden Glawe zufolge voraussichtlich 24.400 Heimbewohner und 15.500 Mitarbeiter. "Positiv auf Covid-19 getestete Personen werden mehrfach getestet", erläuterte der Minister.

Update, 28. April, 15.27 Uhr: Gottesdienste ab 4. Mai in Mecklenburg-Vorpommern wieder möglich

Schwerin – In den Kirchen, Synagogen und Moscheen in Mecklenburg-Vorpommern können vom 4. Mai an wieder Gottesdienste abgehalten werden. 

Pro zehn Quadratmeter Innenraumfläche dürfe eine Person am Gottesdienst teilnehmen, teilte die zuständige Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung mit.

Der Mindestabstand von 1,50 Meter müsse eingehalten werden. Außerdem müssten Teilnehmerlisten geführt werden, um im Fall einer Corona-Infektion die Kette nachvollziehen zu können.

Die Nordkirche, die Erzbistümer Hamburg und Berlin, die Jüdischen Gemeinden und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schwerin haben den Angaben zufolge umfassende Hygiene-Rahmenpläne erarbeitet. 

Der Islamische Bund habe sich entschieden, vorerst auf religiöse Veranstaltungen in Moscheen zu verzichten.

Update, 28. April, 15.25 Uhr: Fußballvereine in MV für Saisonabbruch

Rostock – Wegen der Corona-Pandemie ist die überwältigende Mehrheit der Fußball-Vereine in Mecklenburg-Vorpommern dafür, die bis zum 30. Juni laufende Saison abzubrechen. 

Fast 81 Prozent der Teilnehmer hätten sich in einer Online-Abstimmung dafür entschieden, teilte der Landesfußball-Verband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) am Dienstag mit. Eine endgültige Entscheidung hinsichtlich der Beendigung oder der Fortsetzung der Saison soll am 7. Mai auf einer erweiterten LFV-Vorstandssitzung getroffen werden.

"Uns ist sehr wohl bewusst, dass es auch in den Vereinen selbst durchaus verschiedene Meinungen gab (...). Daher gilt den Clubs an dieser Stelle erst einmal unser Dank, dass wir innerhalb dieses kurzen Zeitraums der Online-Umfrage ein repräsentatives Ergebnis erreichen konnten", sagte Verbandspräsident Joachim Masuch (Rostock).

Nach Verbandsangaben haben 279 der 371 im aktiven Spielbetrieb befindlichen Vereine an der Umfrage teilgenommen. Der Spielbetrieb in den Fußball-Amateurligen des Landes ruht seit Mitte März.

Update, 28. April, 15.23 Uhr: Maskenpflicht für Patienten in Arztpraxen im Nordosten

Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, trägt zu Beginn einer Pressekonferenz eine Schutzmaske.
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, trägt zu Beginn einer Pressekonferenz eine Schutzmaske.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin – Patienten müssen in Arztpraxen in Mecklenburg-Vorpommern künftig auch eine Maske tragen. 

Dies hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) mitteilte. "Die Maske soll beim Besuch einer Arztpraxis mitgebracht und vor dem Betreten der Praxis angelegt werden."

Möglich seien wie im Einzelhandel eine Alltagsmaske, ein Schal oder ein Tuch. Die Maskenpflicht gelte auch in Psychotherapie-Praxen und in Praxen anderer Gesundheitsberufe. In den Räumlichkeiten sei ein Abstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 28. April, 14.59 Uhr: Bremens Regierungschef hält nichts von Geisterspielen

Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen.
Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen.  © Sina Schuldt/dpa

Bremen – Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) hat sich gegen einen Bundesliga-Start mit sogenannten Geisterspielen ausgesprochen. 

"Überall schreiben wir vor, dass die Menschen Abstand halten sollen – und dann lassen wir auf einmal eine Veranstaltung mit Körperkontakt zu? Das trägt nicht gerade zu besonderer Glaubwürdigkeit bei", sagte er der Tageszeitung "Die Welt" (Dienstag/Online). Geisterspiele wären aus seiner Sicht ein "sehr problematisches Signal".

Sollten die anderen Bundesländer die Meinung Bremens nicht teilen und der Liga grünes Licht für Geisterspiele geben, dann stehe Bremen zu Werder und werden dem Verein keinen Wettbewerbsnachteil organisieren.

Es falle ihm zunehmend schwer zu begründen, warum intensiv über die Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga debattiert werde und gleichzeitig die Spielplätze geschlossen blieben. 

Bovenschulte warb für eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen für kleine Kinder: "Insbesondere in den Städten müssen wir dringend dazu kommen, dass die Spielplätze zumindest schrittweise wieder geöffnet werden können."

Update, 28. April, 14.54 Uhr: Spielplätze und Kitas haben Priorität bei Lockerungen

Hamburg – Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) setzt bei den Corona-Gesprächen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf Lockerungen im Bereich Kitas und Spielplätze. 

"Wir sind, was die Kita- und die Spielplatzfrage angeht, sehr da hinterher, dass wir dort Regelungen finden, um dort mehr Öffnungen zu ermöglichen - während andere Bundesländer sehr viel restriktiver mit dieser Frage umgehen", sagte Tschentscher am Dienstag. Aber auch die Bereiche Sport, Kultur und die Gastronomie stünden auf der Lockerungsliste des Hamburger Senats ganz oben.

"Aber die Dinge sind halt unterschiedlich infektionsproblematisch», sagte der Senatschef. So seien Restaurants deutlich schwieriger zu kontrollieren als etwa Museen. "Trotzdem ist die Relevanz der Gastronomie natürlich unheimlich groß." 

Es sei offenkundig, dass es an bestimmten Stellen jetzt wirklich Druck gebe, sagte Tschentscher. "Das sind die Kitas, das sind die Schulen, die Spielplätze. Das ist die Gastronomie, das ist der Sport. Nur: Entscheidend ist, dass wir am 6.5. feststellen, wir können uns überhaupt weitere Schritte erlauben."

Update, 28. April, 14.15 Uhr: Maskenpflicht für Patienten in Arztpraxen im Nordosten

Schwerin - Patienten müssen in Arztpraxen in Mecklenburg-Vorpommern künftig auch eine Schutzmaske tragen. Dies hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) mitteilte. 

Die Maskenpflicht gelte auch in Psychotherapie-Praxen und in Praxen anderer Gesundheitsberufe.

Update, 28. April, 14.13 Uhr: Spahn hält trotz gestiegener Reproduktionsrate an Lockerungen fest

Hannover - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält in der Corona-Epidemie trotz der wieder angestiegenen Reproduktionsrate am Kurs vorsichtiger Lockerungen fest. "Das ist ein wichtiger Faktor, aber auch die absolute Zahl ist wichtig", sagte Spahn am Dienstag in Hannover mit Blick auf die Reproduktionsrate und andererseits die Gesamtzahl der Erkrankten. "Wir haben eine absolute Zahl erreicht, mit der wir besser umgehen können." 

In der kommenden Woche wollten Bund und Länder über Lockerungen für die Gastronomie und den Tourismus beraten. "Der 6. Mai ist jetzt das Datum, an dem wir gucken, ob und welchen Schritt wir gehen können."

Die Ansteckungsrate mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts zuletzt wieder gestiegen. 

Laut der am Montagabend veröffentlichten RKI-Statistik steckt jeder Infizierte nunmehr wieder einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate liegt bei 1,0 (Datenstand 27.04. 0 Uhr). Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen nicht mehr leicht zurückgeht wie in den vergangenen Tagen.

Update, 28. April, 14.12 Uhr: Tschentscher hofft auf Lockerung der Corona-Reisebeschränkungen

Hamburg - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hofft auf eine baldige Lockerung der Corona-Reisebeschränkungen in den benachbarten Bundesländern. "Das ist wirklich etwas, was uns ja doch sehr betrifft", sagte der SPD-Politiker am Dienstag. 

"Wir sind hier in Hamburg sehr froh, dass wir hier leben dürfen. Aber ein Teil der Lebensqualität besteht auch darin, dass wir ins Umland fahren." Insofern freue er sich sehr, dass die Diskussionen etwa in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen vorangingen.

Tschentscher sagte, eine mögliche Lockerung "lässt sich ja auch mit Infektionsschutzüberlegungen vereinbaren". Hamburg habe derzeit eine sehr niedrige Infektionsrate. "Insofern ist ein Hamburger natürlich jetzt nicht infektiöser als irgend ein anderer Mensch in Deutschland."

In Hamburg beginnen am 16. Mai die Mai-Ferien, die viele Hamburger traditionell für einen Urlaub an der Küste nutzen.

Update, 28. April, 14.10 Uhr: "Bremen-Fonds": Milliarden-Paket gegen Corona-Krise

Bremen - Das Bundesland Bremen will sich mit einem Hilfspaket von 1,2 Milliarden Euro gegen die Folgen der Corona-Krise wappnen. Der Senat beschloss am Dienstag die Vorlage für einen sogenannten Bremen-Fonds, der sich komplett über Kredite finanziert und nun die Bürgerschaft passieren muss.

Der Fonds solle dazu beitragen, dass es in Bremen und Bremerhaven nach der Krise ökonomisch wieder schnell aufwärts gehe, sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). "Im Geldbeutel hat das Bremen nicht. Das muss kreditfinanziert werden." Der Kredit soll ab 2024 innerhalb von 30 Jahren getilgt werden.

Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) verwies auf die außergewöhnliche Notsituation, für die auch die Schuldenbremse Kredite erlaube. "Die Schuldenbremse wird in Bremen nicht ausgesetzt." Das Paket sieht ein ganzes Bündel von Maßnahmen in vier Kategorien vor und stellt Mittel unter anderem für die gestiegenen Sozialleistungen sowie Firmen zur Verfügung. Auch eine öffentliche Beteiligung an privaten Unternehmen soll möglich sein.

Das mit über 20 Milliarden Euro verschuldete Bremen ist ein Haushaltsnotlageland. Im Mai soll der Doppelhaushalt für 2020/2021 eingebracht werden. Dabei soll auch der Bremen-Fonds ausgewiesen werden. Strehl betonte, er habe Respekt vor der immens hohen Summe. Er sehe aber keine Alternative.

Der Senat hatte sich Mitte Februar auf einen Entwurf für den Doppeletat geeinigt. Für 2020 sieht er für das Land Ausgaben von 4,7 Milliarden Euro vor und damit 500 Millionen Euro mehr als 2019. 2021 sind auf dem Posten 4,8 Milliarden Euro eingestellt.

Update, 28. April, 14.05 Uhr: Keine neuen Corona-Fälle nach illegaler Grillparty in Nordfriesland

Husum - Nach dem illegalen Grillfest im Kreis Nordfriesland befinden sich nach Angaben des Kreises zwölf Personen in Quarantäne. Neben den sieben Teilnehmern des Festes betreffe das auch fünf Kontaktpersonen, sagte Kreissprecher Hans-Martin Slopianka am Dienstag. Weitere Covid-19-Infektionen seien bislang nicht nachgewiesen. Drei Teilnehmer der Party, die bereits am 19. April stattgefunden hatte, waren laut Angaben vom Montag positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

Sanktionen gegen den Gastgeber der Grillparty wird es nach Angaben des Kreises nicht geben. Zwar seien private Veranstaltungen mit anderen als im selben Haushalt lebenden Personen untersagt, aber nicht mit einem Bußgeld belegt, sagte der Kreissprecher.

Der Kreis hatte die Fälle am Montag öffentlich gemacht. Man habe damit nicht Einzelne an den Pranger stellen, sondern die Allgemeinheit vor den Folgen einer Missachtung der Regeln warnen wollen, sagte Slopianka. 

"Eine Bürgerin hat uns bereits mitgeteilt, dass sie zu einer privaten Veranstaltung eingeladen worden war, die dann mit Hinweis auf unsere Pressemitteilung wieder abgesagt wurde", sagte der Kreissprecher.

Update, 28. April, 13.57 Uhr: Senatorin: 327 Hamburger Pflegeheim-Bewohner mit Covid-19 infiziert

Hamburg - In den Hamburger Pflegeheimen haben sich bislang 327 Bewohner mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. 14 der gut 150 Einrichtungen hätten mehr als fünf Fälle gemeldet, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag. Zur Zahl der Todesfälle konnte die Senatorin keine Angaben machen. Das werde zurzeit noch aufgearbeitet.

In den vergangenen Wochen seien in den Hamburger Pflegeheimen verstärkt Reihen-Untersuchungen gemacht worden. 20 Einrichtungen hätten vom Deutschen Roten Kreuz sogenannte Fast-Track-Testungen vornehmen lassen. Der Senat bemühe sich um eine Refinanzierung dieser Untersuchungen. 

Prüfer-Storcks fügte hinzu: "Ich gebe auch die Garantie ab, dass diese Kosten nicht bei den Pflegeeinrichtungen landen werden." Sollten etwa Pflege- oder Krankenversicherungen nicht zahlen, werde der Senat die Kosten übernehmen.

Update, 28. April, 13.50 Uhr: UKE erweitert größte Gesundheitsstudie wegen Corona um Kinder

Am UKE soll eine Gesundheitsstudie mit Kindern erweitert werden.
Am UKE soll eine Gesundheitsstudie mit Kindern erweitert werden.  © Bodo Marks/dpa

Hamburg - Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) erweitert wegen der Corona-Pandemie die Gesundheitsstudie "Hamburg City Health Study" (HCHS) um Kinder und Jugendliche. 

Gerade bei Lockerungen der Auflagen an Schulen, in Kitas und bei Spielplätzen "brauchen wir Erkenntnisse darüber, erstens wie gefährdet Kinder sind, zweitens ob sie das Virus verbreiten, auch wenn sie keine Symptome tragen", sagte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) am Dienstag.

Nach Angaben der Senatorin ist die seit 2016 laufende "Hamburg City Health Study" die weltweit größte lokale Gesundheitsstudie, die bisher schon 14 000 Hamburgerinnen und Hamburger zwischen 45 und 74 Jahren umfassend auf ihre Gesundheit und auf große Volkskrankheiten getestete habe. Dazu zählten etwa Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Demenz.

Die Studie war Mitte März wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt worden und werde nun von Donnerstag an in erweiterter Form wieder aufgenommen. 

Fegebank sagte, bei der Studie würden die Kinder und Enkel der sowieso teilnehmenden Hamburger nun mit eingeladen, "so dass wir zwischen 600 und 1000 Kinder haben werden, die auf ihre Infektionsanfälligkeit untersucht werden", sagte Fegebank.

Der Ärztliche Leiter des universitären Herz- und Gefäßzentrums am UKE, Stefan Blankenberg, sagte, pro Woche würden insgesamt rund 180 bis 200 Teilnehmer der Studie untersucht, darunter bis zu 40 Kinder und Jugendliche von null bis 18 Jahren. 

Dabei gehe es um Covid-19-Infektionen, deren Entwicklung, begünstigende Faktoren und vor allem die langfristigen Auswirkungen auf Herz, Gehirn oder die Psyche. Er rechne noch im Mai mit ersten Ergebnissen, die im Laufe der Zeit wegen der wiederkehrenden Untersuchungen immer präziser würden.

Update, 28. April, 13.44 Uhr: Gesundheitssenatorin will wieder mehr andere OPs in Kliniken

Hamburg - Angesichts der niedrigen Zahl von Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus will Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) wieder mehr andere Behandlungen in den Hamburger Krankenhäusern zulassen. Es gebe insgesamt über 4300 freie Betten auf Intensivstationen, davon 340 mit Beatmungsmöglichkeit, sagte Prüfer-Storcks am Dienstag. 

Die Kapazität sei von 640 auf 940 Beatmungsbetten ausgebaut worden. Derzeit lägen aber nur gut 181 Covid-19-Patienten in den Kliniken, davon 61 auf Intensivstationen. Es sei darum nicht vertretbar, andere Behandlungen nicht zuzulassen. "Auch diese Patienten und Patientinnen haben ein Recht auf Krankenhausbehandlung", sagte die Senatorin.

Behandelt werden sollten nach Ansicht von Prüfer-Storcks alle Krankheiten, die zu einer Verkürzung der Lebenserwartung führen, die Lebensqualität des Patienten einschränken oder längstens einen dreitägigen Aufenthalt in Anspruch nähmen.

Bund und Länder wollten eine gemeinsame Regelung finden. Sie schlage vor, zehn Prozent der Krankenhausbetten - das wären in Hamburg 1200 - und 25 Prozent der Intensivbetten - also gut 200 in Hamburg - dauerhaft für Covid-19-Patienten zu reservieren.

Update, 28. April, 13.39 Uhr: Grundschüler der 4. Klasse dürfen im Norden wieder in die Schule

Kiel - Schleswig-Holstein öffnet in der Corona-Krise im Mai die Schulen in kleinen Schritten wieder für mehr Schüler. Dies betrifft zunächst vom 6. Mai an einzelne Jahrgänge an Grundschulen und Gymnasien sowie die Berufsschulen, wie Bildungsministerin Karin Prien (CDU) am Dienstag in Kiel nach einer Kabinettssitzung mitteilte. Dann sollen die Schüler der 4. Klassen an Grundschulen wieder im Klassenzimmer unterrichtet werden. 

Gleiches gilt für den 6. Jahrgang der Gymnasien. Für Gemeinschaftsschulen werden Beratungsangebote erlaubt, für die mit Oberstufe schrittweise ab 6. Mai, für die ohne Oberstufe ab 18. Mai für die Jahrgänge 9 und 10.

In der vorigen Woche hatten im Norden schriftliche Abiturprüfungen und Prüfungsvorbereitungen an anderen Schulen begonnnen. Nach der nun anlaufenden zweiten Öffnungsphase sollen Prien zufolge in weiteren Schritten bis Schuljahresende alle Schüler die Möglichkeit bekommen, zumindest zeitweise an Unterricht in der Schule teilzunehmen. 

Dabei müsse immer die Entwicklung des Infektionsgeschehens im Blick bleiben. Heute schon zu sagen, was in drei Wochen möglich sein wird, wäre nicht seriös.

Update, 28. April, 13.11 Uhr: Innensenator: 6800 Verstöße gegen Corona-Verfügung in Hamburg

Hamburg - Seit Inkrafttreten der Sanktionsmöglichkeiten wegen Verstößen gegen die Corona-Verfügungen hat die Hamburger Polizei 6800 Verfahren eingeleitet. Die Polizei registriere täglich Verstöße in dreistelliger Zahl seit dem 3. April, sagte Innensenator Andy Grote (SPD) am Dienstag. Höhepunkt sei bislang der vergangene Samstag gewesen, als die Beamten 300 Ordnungswidrigkeiten in Hamburg feststellten. Es gehe dabei fast immer um Verletzungen des Kontakt- und Abstandsgebots.

Die seit Montag geltende Maskenpflicht stoße auf eine sehr hohe Akzeptanz im öffentlichen Nahverkehr, sagte Grote. 

Nach einer Zählung des Sicherheitspersonals hätten in Bussen 98 Prozent der Fahrgäste Masken getragen, in U-Bahnen waren es 99 Prozent, in der S-Bahn noch 90 Prozent.

Update, 28. April, 13.05 Uhr: Golf-Club muss wegen verschiedener Corona-Regeln Nutzfläche halbieren

Bremen - Die teils unterschiedlichen Coronavirus-Regelungen in den Bundesländern führen zu manch Kuriosum: So dürfen auf dem 18-Loch-Platz des Golf-Clubs Bremer Schweiz zurzeit nur 9 Löcher bespielt werden. Mitten durch die Anlage verlaufe die Landesgrenze zwischen Bremen und Niedersachsen, sagte Vereinspräsident Ralph Bünning am Dienstag. 

Die eine Hälfte des Grüns, die sich auf Bremer Boden befinde, dürfe seit Samstag unter besonderen Hygienemaßnahmen von den Mitgliedern wieder genutzt werden. Der niedersächsische Teil sei dagegen gesperrt. 

Bünning sagte, er hoffe, dass er die Anlage ab 4. Mai wieder komplett öffnen dürfe.

Update, 28. April, 12.54 Uhr: Zahl der Hamburger Corona-Infizierten steigt um 24 auf 4682

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Montag um 24 auf 4682 gestiegen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) könnten davon 3300 inzwischen als genesen angesehen werden, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag. Sie gehe deshalb aktuell von rund 1250 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus.

Die Zahl der an einer Covid-19-Infektion gestorbenen Hamburger stieg nach Berechnungen des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) um 14 auf 147. Nach Angaben des RKI sind in Hamburg 142 Personen mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Ursache für die Diskrepanz ist nach Ansicht von Senatorin Prüfer-Storcks ein Verzug in der Registrierung beim RKI.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 181 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, davon 61 auf Intensivstationen. Das war jeweils ein Patient weniger als am Montag.

Update, 28. April, 12.26 Uhr: 269 Millionen Euro Corona-Soforthilfe ausgezahlt

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern hat bislang rund 269 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen an Selbstständige und Unternehmen ausgezahlt. 26.905 Anträge seien bis Montagabend bewilligt worden, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag in Schwerin mit. Etwa 38.750 Anträge seien bislang beim Landesförderinstitut eingegangen. Das Antragsformular sei rund 189.000 Mal heruntergeladen worden.

"Aktuell sind rund 70 Prozent der bisher gestellten Anträge bewilligt und ausgezahlt. Es kommen in den vergangenen Tagen weniger Anträge rein", sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen machen laut Glawe 92 Prozent aller Bewilligungen durch das Landesförderinstitut aus.

Die Landesregierung hatte am 24. März in einer Kabinettssitzung die Soforthilfe für Solo-Selbstständige sowie Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten beschlossen. Die Hilfen können je nach Größe des Unternehmens bis zu 60.000 Euro betragen. Sie müssen versteuert, aber nicht zurückgezahlt werden. Anträge können noch bis zum 31. Mai gestellt werden.

Update, 28. April, 12.10 Uhr: Region Hannover will weg von Pauschalverboten

Hannover - Die Region Hannover hat zur Bewältigung der Corona-Epidemie regionale Lösungen anstelle von Pauschalverboten angeregt. Für die Akzeptanz von Kontaktbeschränkungen und Corona-Regeln sei es wichtig, die Menschen nicht zu "Objekten des Staates" zu machen, sagte Regionspräsident Hauke Jagau am Dienstag in Hannover. 

Die Akzeptanz in der Bevölkerung werde hoch bleiben, wenn Entscheidungen erkennbar rational seien - das Land müsse das Gespräch mit den Gesundheitsämtern suchen und individuelle, regionale Lösungen entwickeln. Ziel müsse sein, hohe Infektionszahlen zu vermeiden, das Leben müsse aber so normal wie möglich sein.

In der Region Hannover wurden bis Montagnachmittag 1877 Menschen registriert, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. 64 Menschen sind gestorben.

Update, 28. April, 12.00 Uhr: DGB: Auch Reinigungskräfte bei Schulbetrieb schützen

Flensburg - Der DGB fordert bei der Wiederaufnahme des Schulbetriebs den Arbeitsschutz der Reinigungskräfte nicht zu vergessen. "Die Schulen müssen auch die Reinigungskräfte in den Blick nehmen. Sie müssen ebenfalls ausreichend geschützt und bei allen geplanten Maßnahmen in den Schulen berücksichtigt werden", sagte die Geschäftsführerin des DGB Schleswig-Holstein Nordwest, Susanne Uhl, am Dienstag. 

Ob die erhöhten Hygienestandards durch das Covid-19-Virus an den Schulen eingehalten werden können, hänge von den Bedingungen für die Reinigungskräfte ab. So sei etwa der Arbeitsschutz für die Reinigungskräfte zu gewährleisten.

Dazu gehört nach Angaben Uhls eine angemessene Schutzkleidung, Handschuhe und ein Nase-Mund-Schutz. Dies müsse vom Arbeitgeber in angemessenem Umfang bereitgestellt werden. Zudem bräuchten die Reinigungskräfte auch genügend Zeit für ihre Tätigkeit.

Die DGB-Gewerkschafterin weist darauf hin, dass in der Vergangenheit bei der Gebäudereinigung mit unrealistischen Zeitvorgaben auf Kosten der Beschäftigten gespart wurde.

Update, 28. April, 11.50 Uhr: Familie Fielmann spendet drei Millionen Schutzmasken an Bundesländer

Hamburg - Die Optiker-Familie Fielmann spendet aus privaten Mitteln drei Millionen OP-Gesichtsmasken an die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Brandenburg. Die Familie könne die internationalen Verbindungen der Fielmann AG zur Beschaffung der Masken nutzen und übernehme mit der Spende gesellschaftliche Verantwortung, teilte der Vorstandsvorsitzende Marc Fielmann am Dienstag in Hamburg mit. 

Ihm gehören gemeinsam mit seinem Vater Günther und seiner Schwester Sophie mehr als 70 Prozent der Anteile an der Fielmann AG, die in einer Familien-Holding gebündelt sind.

Jedes der drei Bundesländer erhält eine Million der medizinischen Masken, 600.000 davon können sofort ausgeliefert werden. In Brandenburg (Rathenow an der Havel) befindet sich das Produktions- und Logistikzentrum des Familienunternehmens, in Hamburg die Unternehmenszentrale der Fielmann AG. 

Schleswig-Holstein ist die Heimat der Familie Fielmann. Die Masken werden an die Gesundheitsministerien der Länder übergeben.

Update, 28. April, 11.48 Uhr: Zwei Konzerte von Roland Kaiser in MV auf 2021 verschoben

Rostock/Neubrandenburg - Zwei in Mecklenburg-Vorpommern geplante Konzerte des Schlagersängers Roland Kaiser sind wegen der Corona-Pandemie ins kommende Jahr verschoben worden. Das ursprünglich für April geplante Konzert im Neubrandenburger Jahnsportforum soll am 8. April 2021 nachgeholt werden, wie der Musiker auf seiner Homepage mitteilte. 

Das Open Air im Rostocker IGA-Park soll demnach am 18. Juni 2021 nachgeholt werden. 

"Auch wenn die Wartezeit bis zu den nächsten Open Air-Konzertterminen lang erscheint, so bin ich mir doch sicher, dass diese umso größere, emotionale und wunderbare Erlebnisse für uns alle werden!", schrieb der 67-Jährige am Montag auf seiner Facebookseite.

Update, 28. April, 11.31 Uhr: Kliniken wollen aufgeschobene Operationen schnell nachholen

Hannover - Die Krankenhäuser in Niedersachsen wollen schon bald sämtliche wegen der Corona-Epidemie aufgeschobenen Operationen wieder aufnehmen. "Es soll so schnell wie möglich wieder losgehen", sagte der Verbandsdirektor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, Helge Engelke, am Dienstag in Hannover. 

Mit dem Krisenstab der Landesregierung sei am Montagabend vereinbart worden, dass die Rechtsverordnung geändert wird, die den Kliniken im Moment noch die Durchführung aufschiebbarer Operationen verbietet.

Vereinbart worden sei, dass für Corona-Patienten genügend Intensivbetten freigehalten werden, einschließlich eines Sicherheitspuffers, falls die Zahl schwerer Krankheitsfälle steigt, sagte Engelke. "Wir wissen ungefähr, wie viele wir versorgen müssen, wenn die Lage so bleibt wie sie ist."

Die Idee von Krisenstab und Krankenhausgesellschaft sei es, darüber hinaus einen Puffer von 20 Prozent freizuhalten.

"Es ist wirklich gut, dass die Krankenhäuser so schnell reagiert haben und Betten freigeräumt haben", sagte der Verbandsdirektor. Da die Zahl der Covid-19-Patienten nicht so explosionsartig zugenommen habe wie befürchtet, hätte einige Kliniken inzwischen Leerstände von bis zu 50 Prozent bei ihren Intensivbetten. 

Ob der Rettungsschirm, mit dem die Bundesregierung die Kliniken für Corona-Patienten freigehaltene Betten kompensieren möchte, am Ende ausreichend ist, lasse sich noch nicht sagen. Problematisch könne es für Kliniken sein, die sich normalerweise um sehr behandlungsaufwendige Patienten kümmern, wofür entsprechend mehr Aufwand abgerechnet wird.

Update, 28. April, 11.05 Uhr: Gewerkschaft fordert mehr Infektionsschutz in Bussen und Bahnen

Kiel - Einen besseren Infektionsschutz vor dem neuen Coronavirus verlangt die Gewerkschaft Verdi im öffentlichen Nahverkehr in Schleswig-Holstein. Eine reine Abstandshaltung und der Mund-Nasen-Schutz bei den Fahrgästen reichten nicht aus, um Personal und Fahrgäste zu schützen, hieß es am Dienstag in einer Erklärung. 

Von Mittwoch an müssen auch die Schleswig-Holsteiner in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen Mund und Nase bedecken.

Verdi verlangt für Busse unter anderem an allen Einstiegstüren Spender mit Desinfektionsmitteln und für die Fahrer eine Schutzwand aus entspiegeltem Sicherheitsglas. 

"Bisherige Maßnahmen der Marke Eigenbau und Billiglösungen sind durch professionelle, dem Infektionsschutz entsprechenden Lösungen zu ersetzen", sagte Verdi-Verkehrsexperte Karl-Heinz Pliete. "Weiterhin müssen, wo möglich, die Seitenfenster der Fahrzeuge durch Kippöffnung so gestellt werden, dass eine gute Luftzirkulation im Fahrzeuginnenraum erreicht werden kann." 

Der vordere Bereich und die vordere Tür müssten abgesperrt bleiben.

In Bussen und Bahnen würden im Land täglich hunderttausende Menschen befördert, argumentierte Verdi. Das Virus verbreite sich unter anderem durch das Einatmen von ausgehusteten Aerosolen, was gerade in geschlossenen Räumen eine potenziell hohe Ansteckungsgefahr bedeute. Verdi sieht die Busunternehmen in einer besonderen Verantwortung für den Schutz der Fahrer und Fahrgäste.

Update, 28. April, 10.55 Uhr: Polizei sprengt illegale Glücksspielrunde in Hamburg

Hamburg - Die Hamburger Polizei hat eine illegale Glücksspielrunde im Stadtteil Wandsbek gesprengt. Nach einem Hinweis auf Glücksspiel in einem leerstehenden Gewerbegebäude habe die Polizei mit Hilfe der Feuerwehr eine Tür aufgebrochen, vier Menschen seien daraufhin durch eine Hintertür ins Freie geflüchtet und dort gefasst worden, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Eine fünfte Person sei innen vorläufig festgenommen worden. 

Zudem sei eine mittlere vierstellige Summe an Bargeld sichergestellt worden. 

Update, 28. April, 10.35 Uhr: 2653 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein - 101 Tote

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus ist auf 2653 gestiegen. Wie die Landesregierung am Dienstag mitteilte, waren dies bis Montagabend 15 Fälle mehr als nach der Meldung des Vortags. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 3 auf 101.

87 an dem Virus erkrankte Menschen sind derzeit in klinischer Behandlung und damit 2 weniger als nach der Vortagsmeldung. Rund 2000 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 28. April, 9.35 Uhr: Mit Kumpels Bier in Kneipe getrunken - bis zu 3000 Euro Strafe

Haste/Bad Nenndorf - Das wird ein teures Bier: Gemütlich haben drei Männer in einem Vereinsheim zusammen Bier getrunken - und zwar trotz der Corona-Kontaktbeschränkungen. Eine Streife habe am Montagabend Licht in dem Vereinsheim in Haste im Landkreis Schaumburg gesehen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Bei der Überprüfung fanden die Beamten die drei Männer im Schankraum der Gaststätte. Sie tranken dort genüsslich ihr Bier - und verstießen damit gegen Auflagen des Infektionsschutzgesetzes. 

Die Strafe: Der "Schlüsselverantwortliche" des Vereinsheims muss mit einer Geldstrafe von bis zu 3000 Euro rechnen, die Gaststätte wurde geschlossen.

Darüber hinaus trafen Beamte in Bad Nenndorf mehrere Gruppen zwischen drei und fünf Menschen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren an - etwa in der Fußgängerzone oder auf dem Parkplatz des Gymnasiums. Diesen drohten nun Ordnungswidrigkeitsverfahren mit Geldbußen.

Update, 28. April, 9.30 Uhr: Hamburgs Schulsenator: Kein normaler Schulbetrieb vor Sommerferien

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) geht von keinem normalen Schulunterricht vor den Sommerferien aus.
Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) geht von keinem normalen Schulunterricht vor den Sommerferien aus.  © Axel Heimken/dpa

Hamburg - Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe (SPD) schließt eine Rückkehr zum normalen Unterricht vor den Sommerferien klar aus. Das sei das Einzige, was man derzeit garantieren könne, sagte der SPD-Politiker dem Sender NDR Info vor der am Dienstag geplanten weiteren Beratung der Kultusminister über ein gemeinsames Konzept zur schrittweisen weiteren Öffnung der Schulen.

Eltern, Schülern und Lehrkräften werde mit dem Lernen von Zuhause viel zugemutet, erklärte der Hamburger Ressortchef. Daher sollten bald möglichst alle Klassenstufen wenigstens einmal pro Woche zur Schule gehen können. 

Dort könnten sie Tipps zum Lernen zuhause bekommen und Materialien sichten. Das sei aus pädagogischen Gesichtspunkten wichtig.

Nach Ansicht Rabes wird der Fern-Unterricht aber auch nach den Sommerferien fester Bestandteil des Lernens sein. "Deswegen müssen wir alles tun, dieses ganz neue Feld, in das wir jetzt ganz stürmisch hineingeschubst worden sind, zu ordnen, Qualitätskriterien anzulegen und den Lehrern, Schülern und Eltern Rückenwind zu geben."

Die Kultusminister der Länder beraten zur Zeit über ein Konzept für die schrittweise weitere Öffnung der Schulen. An diesem Dienstag sollen letzte Details geklärt werden, wie eine Sprecherin des Bildungsministeriums in Rheinland-Pfalz am Montagabend mitteilte.

Update, 28. April, 9.25 Uhr: Gandersheimer Domfestspiele abgesagt

Bad Gandersheim – Die Gandersheimer Domfestspiele 2020 sind abgesagt. Die ursprünglich für die Zeit vom 21. Juni bis 16. August 2020 geplante 62. Auflage des größten professionellen Freilichttheaters in Niedersachsen solle im kommenden Jahr nachgeholt werden, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Die aktuelle Situation mit der Corona-Pandemie lasse keine andere Entscheidung zu. 

Die Produktionen, die für diesen Sommer vorgesehen waren, sollen nun 2021 Premiere haben. Genaue Termine gibt es noch nicht. Wenn es rechtlich und organisatorisch möglich ist, könnte es im zweiten Halbjahr 2020 ein kleines Programm geben, erklärte der Sprecher.

Für das Ensemble sei die Absage mit großen existentiellen Schwierigkeiten verbunden, sagte Festival-Geschäftsführer Thomas Groß. Auch für die Geschäfte und die Gastronomie in Bad Gandersheim sei die Absage eine Katastrophe. Denn die Domfestspiele seien ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region. 

Im vergangenen Jahr hatte das Festival mehr als 60.000 Besucher.

Update, 28. April, 8.50 Uhr: Saison-Ende für Schleswig-Holsteins Fußballer

Kiel - Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) hat die Saison 2019/20 beendet. Das hat das Präsidium des SHFV am Montagabend in einer Videokonferenz beschlossen. "Die Saison wird damit ohne weiteren Spielbetrieb auslaufen. Die Regelung gilt für alle Alters- und Spielklassen im Bereich des SHFV und der Kreisfußballverbände", teilte der Verband auf seiner Homepage mit. Über die Wertung der Saison sowie Auf- und Abstiege will das Präsidium in seiner nächsten Sitzung am 9. Mai entscheiden.

Der Beschluss zum Abbruch wurde mit 114 von 115 Stimmen gefasst. "Wir hatten zwar stets den Wunsch geäußert, dass wir eine Fortführung der Saison 2019/20 anstreben, aber unter Berücksichtigung der aktuellen Gesamtlage verschafft die Entscheidung, die Saison am 30. Juni auslaufen zu lassen, unseren Vereinen die bestmögliche Planungssicherheit", sagte SHFV-Präsident Uwe Döring. Die Saison 2020/21 soll nach Möglichkeit am 1. September beginnen.

"Aus sportlicher Sicht tut uns und sicher auch unseren Vereinen, die in der laufenden Saison Ziele verfolgt haben, diese Entscheidung weh", sagte die für den Spielbetrieb zuständige Vizepräsidentin Sabine Mammitzsch: "Wir müssen aber akzeptieren, dass eine Fortsetzung der Saison zu einem aktuell noch nicht absehbaren Zeitpunkt mit zu großen Unsicherheiten verknüpft wäre. Wir wollen unsere Vereine nicht auf Dauer in einem Schwebezustand verharren lassen."

Update, 28. April, 8.11 Uhr: SSW sieht Kieler Krisenmanagement wieder kritischer

Lars Harms, Fraktionsvorsitzender des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW), spricht während der Landtagssitzung.
Lars Harms, Fraktionsvorsitzender des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW), spricht während der Landtagssitzung.  © Carsten Rehder/dpa

Kiel - Das Agieren der schleswig-holsteinischen Landesregierung in der Corona-Krise stößt in der Opposition zunehmend auf Kritik. "Wir schütteln schon mal den Kopf", sagte SSW-Fraktionschef Lars Harms. "Zum Anfang hat die Regierung die Opposition und die Betroffenen schnell informiert und notwendige Maßnahmen mit ihnen abgestimmt - das hat sehr gut geklappt." 

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) hätten da sehr gute Arbeit gemacht. "Danach brach so ein bisschen das Chaos aus", sagte Harms. 

So habe Bildungsministerin Karin Prien (CDU) die "wildesten Vorschläge" gemacht, ohne sich mit anderen Ressortchefs in Deutschland abzustimmen.

Harms bezog sich damit auf Priens Vorstöße für einen Verzicht auf Abiturprüfungen in diesem Jahr und für Samstagsunterricht bis zum Sommer. "Da waren wir schon ein bisschen konsterniert", sagte Harms. +"Uns hat da auch nicht beruhigt, dass auch die Koalitionäre nichts davon wussten." Das sei irgendwie sehr merkwürdig gewesen.

"Auch der letzte Schnellschuss von Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, eine Sonntagsöffnung von Geschäftsleuten zu veranlassen, damit die Leute auch wirklich ganz schnell Corona kriegen können, ist wirklich irre", sagte Harms. "Wir haben uns darüber gefreut, dass viele von den Geschäftsleuten gesagt haben: Wir machen gerade aus diesem Grund nicht auf - da waren die Geschäftsleute vernünftiger als der zuständige Minister." 

Die Regierung hatte den Schritt damit begründet, das Einkaufsgeschehen solle entzerrt werden. Auch die SPD hat sich in jüngster Zeit wieder kritischer über die Regierung geäußert als zu Beginn der Corona-Krise

Harms bekräftigte die Aufforderung an die Regierung gemeinsam mit der Opposition ein Konzept für die nächsten Schritte in der Corona-Krise abzustimmen. "Wir wissen bis heute nichts, was irgendwie im Tourismus passieren könnte", kritisierte Harms. 

Abgesehen von der Ankündigung, dass Zweitwohnungsbesitzer eventuell am 4. Mai wieder in diese Wohnungen dürften, gebe es nichts. "Was mit normalen Touristen passiert, mit der Gastronomie, mit Dauercampern, mit Nicht-Schleswig-Holsteinern, die ihre Boote mal zu Wasser lassen wollen - alle solche Fragen bleiben unbeantwortet."

Für diese und andere wichtige Bereiche gebe es kein Konzept, rügte Harms. Die Landesregierung sei nicht in der Lage, den Leuten transparent zu sagen, was in Zukunft geschehen wird. Besonders vordringlich sei es jetzt, Tourismus und Gastronomie schrittweise anfahren zu lassen, mit Abstandsregeln und Hygienekonzepten.

Es müsse auch genau geregelt werden, wie es mit dem Schulunterricht weitergehen soll. «Nach unserer Auffassung wäre es klug, diejenigen zu Hause zu lassen, die digital lernen können.» Wer dies nicht könne, oft Kinder und Jugendliche aus ärmeren Elternhäusern, sollte in der Schule unterrichtet werden, von Lehrern, die keiner Risikogruppe angehören.

"Es wäre auch ganz wichtig, unter Auflagen zuzulassen, dass Eltern mit ihren Kindern wieder auf den Spielplatz gehen können." Eltern mit einer 80-Quadratmeter-Mietwohnung ohne Balkon wünschten sich nichts sehnlicher, als dass ihre zwei oder drei Kinder wieder an der frischen Luft spielen können. "Die Landesregierung muss gewährleisten, dass dies ab Anfang Mai wieder möglich ist."

Update, 27. April, 21.30 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Covid-19-Fällen auf Krebsstationen

Blick auf den Eingangsbereich des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).
Blick auf den Eingangsbereich des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).  © Bodo Marks/dpa

Hamburg – Nach mehreren nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus im hochsensiblen Bereich der Krebsstationen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. 

Die Ermittlungen beträfen Verantwortliche der Klinik und eine Reinigungskraft, sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach am Montag dem NDR. Zuvor waren zwei Strafanzeigen eingegangen. Nach einer ersten Prüfung sei nun ein Anfangsverdacht bestätigt worden.

Die Anzeigenerstatter hatten den Verantwortlichen des UKE demnach fahrlässige Körperverletzung und der Reinigungskraft versuchten Mord vorgeworfen. 

"Die vorgetragenen Sachverhalte werden von der Staatsanwaltschaft jetzt umfassend in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht geprüft", erklärte Frombach. An die rechtliche Bewertung der Anzeigenerstatter sei die Staatsanwaltschaft nicht gebunden, es könne auch ein anderer Tatbestand infrage kommen.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 27. April, 19.45 Uhr: Oberverwaltungsgericht bestätigt Verkaufsverbot für große Geschäfte

Seit Montag gilt in Niedersachsen eine Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr und Geschäfte.
Seit Montag gilt in Niedersachsen eine Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr und Geschäfte.  © Ole Spata/dpa

Lüneburg – Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat das aufgrund der Corona-Pandemie geltende Verkaufsverbot für Geschäfte über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche - anders als ein Gericht in Bayern - grundsätzlich bestätigt. 

Die Flächenbeschränkung sei eine notwendige infektionsschutzrechtliche Maßnahme, entschied der 13. Senat am Montag, der einen Antrag auf eine einstweilige Außervollzugsetzung ablehnte. 

Gestellt hatten den Antrag vier mittelständische Unternehmen, die in der Metropolregion Hannover in einem Gewerbegebiet gelegene Einrichtungshäuser mit Verkaufsflächen von 25.000 bis 60.000 Quadratmeter betreiben. 

Aus Sicht des Gerichts verletzt das Verbot nicht den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz, auch wenn eine Ungleichbehandlung vorliege. Der Verordnungsgeber habe sachliche Gründe für die Ungleichbehandlung vorgebracht, die "derzeit noch als hinreichend" anzusehen seien. Der Beschluss ist unanfechtbar.

Bayerns höchstes Verwaltungsgericht erklärte das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern am Montag dagegen für verfassungswidrig. 

Die Richter sahen wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Läden einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes.

Update, 27. April, 19.42 Uhr: "Re-Start" für Abschlussklassen gut angelaufen

Hannover – Die Schulbehörden haben ein zufriedenstellendes Fazit zum Wiederanlauf des Schulbetriebs in Niedersachsen gezogen. 

Der Start für die Abschlussklassen der Jahrgänge 13, 10 und 9 an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen scheine weitgehend gelungen. Das zeigten erste Rückmeldungen, wie das Kultusministerium am Montagabend mitteilte. Die Schulen hätten präzise geplant und umfangreich vorgedacht.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) dankte Schulleitungen und Lehrkräften und betonte zugleich: "Weder Lehrkräfte noch Schülerinnen und Schüler können einfach den Schalter umlegen und alles läuft in gewohnten Bahnen mit Schule und Prüfungen. Das gilt es auf- und ernst zu nehmen." Und dies brauche seine Zeit.

Update, 27. April, 18 Uhr: Fünf neue Fälle in Bremen

Bremen – Im Bundesland Bremen stieg die Zahl der bestätigten Fälle am Montag nach Angaben der Gesundheitsbehörden um fünf auf 759. 

393 Menschen gelten als genesen (plus 18). Die Zahl der Todesfälle blieb mit 27 gleich. Im Land Bremen müssen aktuell 56 Personen stationär versorgt werden, davon elf auf Intensivstationen. 

Acht der intensivmedizinisch behandelten Patienten müssen beatmet werden.

Update, 27. April, 17.51 Uhr: Flensburg-Trainer Machulla: Lange Pause Geschenk für die Spieler

Flensburgs Trainer Maik Machulla steht am Spielfeldrand.
Flensburgs Trainer Maik Machulla steht am Spielfeldrand.  © Swen Pförtner/dpa

Flensburg – Trainer Maik Machulla von der SG Flensburg-Handewitt freut sich über die lange Pause bis zum geplanten Saisonstart der Handball-Bundesliga im September. 

"Mental ist der Cut wichtig", sagte der SG-Trainer den Blättern des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (Montag). 

Die Spielpause bezeichnete er als Geschenk für die Profis. Das gelte vor allem für die Nationalspieler. "Sie können die ungewollte Pause nutzen, um mental und körperlich zu regenerieren", sagte der 43-Jährige.

Auch wenn die Eckdaten der neuen Saison noch nicht feststehen, ist sich der Trainer sicher: "Der Handball wird nicht aussterben. Irgendwann werden wir wieder einen Alltag haben, davon bin ich überzeugt. Auf diesen Tag müssen wir vorbereitet sein." 

Der Spielplanstress werde schnell zurückkehren, glaubt er. "Dann sitzen wir wieder im Hamsterrad, und es geht ums Geld."

Update, 27. April, 17.48 Uhr: "Tanz der Kulturen" in Schwerin fällt wegen Corona-Pandemie aus

Schwerin/Rostock – Der "Tanz der Kulturen" am Vorabend des 1. Mai in Schwerin ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

"Wir bleiben zu Hause und verzichten auf Feiern, damit wir im kommenden Jahr wieder gemeinsam Kultur erleben können und Vielfalt in Schwerin erlebbar machen", teilte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Montag mit. 

Im kommenden Jahr solle das Fest für kulturelle Vielfalt nachgeholt werden.

Update, 27. April, 17.48 Uhr: Anträge für Sportvereine wegen Corona-Hilfe jetzt online

Schwerin – Von der Corona-Pandemie betroffene Sportvereine in Mecklenburg-Vorpommern können ihre Anträge auf finanzielle Hilfe jetzt stellen. 

Der Landessportbund (LSB) hat die Unterlagen dafür auf seine Homepage gestellt (https://www.lsb-mv.de/sportfoerderung/). "Wir haben alles darangesetzt, in kürzester Zeit eine faire, praktikable Lösung mit möglichst geringem bürokratischen Aufwand für unsere von der Corona-Krise betroffenen Mitgliedsorganisationen zu finden", sagte LSB-Geschäftsführer Torsten Haverland in einer LSB-Mitteilung vom Montag.

Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung hatte Mitte April angekündigt, bis zu 3,5 Millionen Euro Strukturhilfe für die Milderung der Folgen der Corona-Pandemie zur Verfügung zu stellen. 

Ohne die Hilfen des Landes würden den Vereinen und Verbänden Liquiditätsprobleme bis hin zu Insolvenzverfahren drohen, sagte LSB-Präsident Andreas Bluhm.  

Update, 27. April, 17.47 Uhr: Kita-Öffnung - Vorschulkinder und Sozialfälle zuerst

Schwerin – Bei der stufenweisen Öffnung der Kitas wollen die Familienminister der Länder zuerst Vorschulkinder sowie Kinder in schwierigen Familiensituationen, in beengten Wohnverhältnissen sowie mit besonderem Förderbedarf zurückkehren lassen.

"Bei den Eltern sollen die Belastungssituationen von Alleinerziehenden noch stärker als bisher in den Blick genommen werden", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Familienministerin Stefanie Drese (SPD) am Montag nach einer Schaltkonferenz mit ihren Länderkollegen der Deutschen Presse-Agentur.

Zu welchem Zeitpunkt die einzelnen Stufen der Kita-Öffnung erfolgen, soll in Ländern und Kommunen entschieden werden - und nicht bundesweit einheitlich, sagte Drese. In Mecklenburg-Vorpommern ist am Montag die Notbetreuung in den Kitas deutlich ausgeweitet worden. 

Mehr Berufe gelten nun als systemrelevant. Zudem muss nur noch ein Elternteil in einem solchen Beruf arbeiten. Die Behörden gehen davon aus, dass jetzt bis zu 25 Prozent der Kita-Kinder wieder in die Kita gehen. Bislang waren es rund 4 Prozent gewesen.

Update, 27. April, 17.45 Uhr: Pandemie-Zuschlag auf Grundsicherung gefordert

Schwerin – Die Linken haben angesichts der Corona-Krise einen Pandemie-Zuschlag von 200 Euro pro Monat auf Hartz IV und Sozialhilfe gefordert. 

"Besonders arme und armutsbedrohte Kinder, und damit jedes dritte Kind in M-V, sind in der Krise existenziell betroffen", sagte Jacqueline Bernhardt, Kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Linksfraktion, in einer am Montag in Schwerin veröffentlichten Mitteilung.

Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket stünden zum großen Teil nicht zur Verfügung. Das Mittagessen, das nicht in der Kita oder Schule verzehrt werden könne, müsse aus dem Hartz-IV-Regelsatz finanziert werden. "Auch die vorgesehene Neuregelung, dass Essen an zentralen Punkten abgeholt werden kann, ist keine praktikable Lösung", betonte Bernhardt. Der Zuschlag solle rückwirkend ab März auf die Grundsicherung angerechnet werden.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte vor wenigen Wochen zugesichert, dass Kommunen die Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket flexibler einsetzen könnten, etwa um bedürftigen Kindern ein kostenloses Mittagessen nach Hause liefern zu können.

Update, 27. April, 17.44 Uhr: Mehr als 258 Millionen Euro Corona-Soforthilfe ausgezahlt

Schwerin – Mecklenburg-Vorpommern hat bislang mehr als 258 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen an Selbstständige und Unternehmen ausgezahlt. 

25.859 Anträge seien bis Samstagabend bewilligt worden, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag in Schwerin mit. Etwa 38.500 Anträge seien bislang beim Landesförderinstitut eingegangen. Das Antragsformular sei rund 188.000 Mal heruntergeladen worden.

Die Landesregierung hatte am 24. März in einer Kabinettssitzung die Soforthilfe für Solo-Selbstständige sowie Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten beschlossen. Die Hilfen können je nach Größe des Unternehmens bis zu 60 000 Euro betragen. Sie müssen versteuert, aber nicht zurückgezahlt werden. Anträge können noch bis zum 31. Mai gestellt werden.

Die Landesregierung hatte einen Schutzfonds im Umfang von insgesamt 1,1 Milliarden Euro beschlossen, um existenzgefährdete Firmen über die nächsten Monate hinweg zu retten. 

Neben den Soforthilfe-Zuschüssen stellte das Kabinett unter anderem 200 Millionen Euro für zinsfreie oder niedrig verzinste Überbrückungsdarlehen für alle Unternehmen bereit. Der Bürgschaftsrahmen des Landes wurde um 400 Millionen auf 1,6 Milliarden Euro erhöht. 

Weitere 100 Millionen Euro stellte das Kabinett für zeitweilige Landesbeteiligungen an Unternehmen bereit, um diese zu stabilisieren.

Update, 27 April, 17.43 Uhr: Zwei neue Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock – In Mecklenburg-Vorpommern sind zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden. 

Im Vergleich zum Sonntag stieg die Gesamtzahl am Montag (Stand 16 Uhr) auf 674, wie das Gesundheitsministerium und das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) mitteilten. 

Eine 59 Jahre alte Rostockerin starb im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus. Sie hatte den Angaben zufolge schwere Vorerkrankungen. Damit stieg die Zahl der Sterbefälle landesweit auf 17.

95 Menschen mussten oder müssen demnach in MV im Krankenhaus behandelt werden, 17 davon auf einer Intensivstation. 30.000 Corona-Tests wurden den Angaben zufolge bislang analysiert. 

Nach einem Schätzschema des Robert Koch-Instituts - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - sind 547 der positiv getesteten wieder genesen.

Update, 27. April, 17.18 Uhr: Neue Corona-Fälle nach illegaler Grillparty in Nordfriesland

Husum – Nach einer Grillparty im Kreis Nordfriesland haben sich mehrere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. 

Drei der sieben Gäste wurden bereits positiv getestet, wie die Kreispressestelle in Husum am Montag auf Anfrage mitteilte. Die Ergebnisse der anderen stünden noch aus. 

"Erst in den nächsten zwei Wochen wird sich herausstellen, wie groß der Schaden ist, den die sieben Personen mit ihrem Grillabend angerichtet haben", sagte die Leiterin des Kreisgesundheitsamts Nordfriesland, Antje Petersen.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 27. April, 16.10 Uhr: Gewinn bei Fielmann bricht ein

Hamburg – Die Optiker-Kette Fielmann hat die Coronavirus-Pandemie in ihren Läden im ersten Quartal deutlich zu spüren bekommen. 

Mit 1,7 Millionen Brillen sank der Absatz um 14,4 Prozent, wie das im MDax notierte Unternehmen am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um 4,4 Prozent auf 355,3 Millionen Euro. Unter dem Strich brach der Quartalsgewinn um drei Viertel auf 11,8 Millionen Euro ein.

Fielmann hatte Mitte März Niederlassungen geschlossen, seitdem sei der Umsatz um mehr als 80 Prozent eingebrochen, während Januar und Februar den Angaben zufolge noch gut liefen. Eingeleitete kostensenkende Maßnahmen würden ab dem zweiten Quartal greifen, hieß es. 

Den vollständigen Bericht zum ersten Quartal und zum Vorjahr legt Fielmann am Mittwoch (29. April) vor.

Update, 27. April, 16.08 Uhr: Landeselternbeirat fordert: Schuljahr beenden!

Kiel – Das Schuljahr sollte wegen der Corona-Pandemie nach Ansicht des Landeselternbeirats der Gemeinschaftsschulen vorzeitig beendet werden. 

"Die Schulen müssen umgehend, spätestens jedoch nach Abschluss der Prüfungen, geschlossen werden", heißt es in einem am Montag veröffentlichten Positionspapier. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" berichtet. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) wandte sich gegen die Forderung. 

Eine komplette Schließung der Schulen würde insbesondere Kinder aus bildungsfernen Haushalten oder schwierigen Familienverhältnissen noch mehr benachteiligen, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 27. April,16.07 Uhr: Lockerungen stimmen Unternehmen zuversichtlicher

Hannover – Die ersten Lockerungen in der Corona-Krise stimmen die niedersächsischen Unternehmen einer Umfrage zufolge zuversichtlicher.

Zwar hätten die Schließungen Händler und Dienstleister "in eine noch nie dagewesene Krise" gestürzt, sagte der Präsident des Unternehmensverbands AGA, Hans Fabian Kruse, am Montag. Doch wegen der Lockerungen "schöpfen viele Unternehmer neue Hoffnung und arbeiten mit ihren Beschäftigten umso härter daran, ihren Betrieb retten zu können". Grundlage ist eine Befragung der rund 800 AGA-Mitgliedsunternehmen in Niedersachsen in der vergangenen Woche.

Gut drei Viertel der Teilnehmer gaben demnach an, dass sie unter den derzeitigen Bedingungen mehr als acht Wochen durchhalten können. Vor vier Wochen habe das nur für jeden zweiten Betrieb gegolten, hieß es.

Mit den bereits umgesetzten Lockerungen sind demnach lediglich 19 Prozent der Unternehmen nicht oder gar nicht zufrieden. Kritik gab es aber an der unterschiedlichen Umsetzung in den Bundesländern. "Das bremst Planbarkeit und Transparenz für die Unternehmer", sagte Kruse.

Update, 27. April, 16 Uhr: Gastgewerbe hofft auf Lockerungen im Mai

Hannover – Das niedersächsische Gastgewerbe hält die Wiederaufnahme des Betriebs unter Auflagen noch im Mai für möglich.

Nötig seien dafür strikte Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen, teilte der Dehoga-Landesverband am Montag mit. "Die Ankündigung konkreter Lockerungen an Betriebe und Gäste muss so frühzeitig wie möglich erfolgen. Das verringert Unsicherheiten und Fehler", sagte Präsident Detlef Schröder. 

Zudem dürfe es "keine willkürlich gewählten Abgrenzungen wie Betriebsgrößen oder Öffnungszeiten" geben, weil diese die Akzeptanz minderten. Insbesondere eine Einschränkung der Öffnungszeiten stehe der Entzerrung der Gästenachfrage entgegen.

Update, 27. April, 15.29 Uhr: Europaweite Studie zu sozialem Kontakt während der Corona-Pandemie

Hamburg – Die Universität Hamburg startet eine europaweite Studie zu sozialem Kontakt während der Corona-Pandemie. 

Gemeinsam mit Forschern aus anderen Teilen Deutschlands sowie aus Belgien, Frankreich und Italien habe Prof. Juliane Degner vom Institut für Psychologie eine Untersuchung initiiert, teilte die Universität am Montag mit. Die Studie gehe der Frage nach, wie sich die Kontaktbeschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie auf das soziale Verhalten in unterschiedlichen Ländern auswirken.

Besonders interessiert die Wissenschaftler bei der Untersuchung, wie sich die zum Teil einschneidenden Maßnahmen auf soziales Annährungs- und Vermeidungsverhalten auswirken. Hierbei werde vor allem untersucht, ob sich die verschiedenen Empfehlungen zur Kontaktvermeidung kurz- oder langfristig auf automatische Mechanismen der Nähe- und Distanzregulation im Sozialverhalten auswirken.

Im Forschungsprojekt mit dem Namen "Social Contact during the Corona Pandemic (SCC)" stehen darüber hinaus Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern sowie die Veränderungen im Zeitverlauf im Fokus.

Update, 27. April, 15.08 Uhr: Gute Resonanz auf Live-Talk zu Corona-Pandemie

Hannover – Anderthalb Monate nach dem Start von Live-Talks im Internet hat die Ärztekammer Niedersachsen ein positives Fazit gezogen. 

Allein die vergangenen drei Talks seien jeweils 64.000 bis 83.000 Mal im Internet geklickt worden, sagte der Sprecher der Ärztekammer, Thomas Spieker. Ihm zufolge sollen Interessierte auch im Mai die Möglichkeit haben, ihre Fragen zur Corona-Pandemie vom Virologen Matthias Stoll beantwortet zu bekommen.

An diesem Montag steht die Maskenpflicht im Mittelpunkt des über Youtube und Facebook übertragenen Expertengespräches. "Wir wollen mit dem Format ein Forum für niedergelassene Ärzte, aber auch für jede Bürgerin und jeden Bürger bieten", sagte Spieker.

Zu den Gesprächen werden neben Stoll, der Professor an der Medizinischen Hochschule Hannover ist, häufig weitere Gäste eingeladen. So hatte sich der Kinder- und Jugendarzt Thomas Buck in der vorigen Ausgabe zum Rückkehr zum Schulbetrieb geäußert. 

Nach seiner Einschätzung sollten chronisch erkrankte Kinder nicht per se vom Unterricht in den Schulen ausgeschlossen werden.

Update, 27. April, 15.05 Uhr: 9959 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen - 398 Tote

Hannover – Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist erneut nur langsam gestiegen. 

Bis Montag wurden 9959 Fälle gezählt, 50 mehr als am Vortag, wie die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, mit Stand 14 Uhr mitteilte. 

Am Sonntag war die Zahl der Menschen mit bestätigter Infektion um 60 gestiegen. 398 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind gestorben.

839 Infizierte werden derzeit in niedersächsischen Kliniken behandelt, 187 von ihnen intensivmedizinisch. 124 Patienten werden künstlich beatmet. 7085 Corona-Infizierte in Niedersachsen gelten inzwischen als genesen.

Update, 27. April, 14.50 Uhr: SPD fordert mehr Corona-Hilfen für Schausteller

Kiel – Wegen des Ausfalls von Volksfesten und Jahrmärkten fordert die SPD mehr Corona-Hilfen für das Schausteller-Gewerbe. 

Die meisten Schausteller stünden seit den Weihnachtsmärkten ohne jegliches Einkommen da und bangten in der Corona-Krise um ihre wirtschaftliche Existenz, betonten der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Thomas Hölck, sowie die zuständige Fachsprecherin, Kirsten Eickhoff-Weber, am Montag in Kiel. 

Sie forderten die Landesregierung zu weiterer Unterstützung im Anschluss an die bisherige finanzielle Soforthilfe auf, die auch schnell und möglichst unbürokratisch bei den Betrieben ankommen müsse.

"Die Schausteller haben eine über viele Jahrhunderte währende Tradition und leisten einen wesentlichen Beitrag zur deutschen Volksfestkultur", betonten die SPD-Politiker. "Viele werden als Familienbetriebe geführt und das Unternehmen wird von Generation zu Generation weitergegeben." 

Die Branche sei von der Corona-Krise ganz besonders hart getroffen, da Volksfeste und Jahrmärkte bis auf weiteres ausfallen müssten. Bundesweit stünden tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel. "Die Schausteller müssen über die Zeit des wirtschaftlichen Einbruchs gerettet werden. Ansonsten gingen nicht nur ganze wirtschaftliche Existenzen, sondern auch ein wertvolles kulturelles Erbe verloren", warnten die SPD-Politiker.

In einem Offenen Brief vom 22. April hatte sich bereits der Schaustellerverband Schleswig-Holstein an Landesregierung und Politiker gewandt und einen finanziellen Rettungsschirm gefordert: "Ohne betriebsorientierte Subventionen stehen über 200 Betriebe vor dem finanziellen Aus. (...) Die bisher geleisteten Sofortmaßnahmen reichen bei weitem nicht aus." 

Denn Schausteller-Unternehmen hätten auch bei Stillstand einen enormen Kostenaufwand.

Update, 27. April, 14.44 Uhr: Zahl der Hamburger Infizierten steigt um 22 auf 4658

Ein Mann trägt eine Nase-Mund-Schutzmaske, während er neben Jugendlichen auf einer Bank sitzt.
Ein Mann trägt eine Nase-Mund-Schutzmaske, während er neben Jugendlichen auf einer Bank sitzt.  © Axel Heimken/dpa

Hamburg – Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburgerinnen und Hamburger ist seit Sonntag um 22 auf 4658 gestiegen. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) könnten davon 3300 inzwischen als genesen angesehen werden, teilte die Gesundheitsbehörde am Montag mit. 

Sie gehe deshalb aktuell von rund 1200 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus. "Damit sind weit mehr als doppelt so viele Menschen bereits genesen als akut infiziert", hieß es.

Nach Angaben des RKI sind in Hamburg 142 Personen mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Todesursächlich war die Infektion nach Zählung des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) aber nur bei 133 Gestorbenen.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben 182 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung, davon 62 auf Intensivstationen. 

Das waren zwei beziehungsweise drei Patienten mehr als am Sonntag. In den vorangegangenen Tagen waren die Zahlen jeweils gesunken.

Update, 27. April, 14 Uhr: Gewerkschaft gegen schnelle Kita-Öffnung

Um die Wiederöffnung von Kitas ist Streit entbrannt. (Symbolbild)
Um die Wiederöffnung von Kitas ist Streit entbrannt. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Kiel - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich gegen eine schnelle Öffnung der Kitas in Schleswig-Holstein ausgesprochen. 

Es sei niemandem damit gedient, "wenn die Kitas sich zu Virenschleudern entwickeln und Personal und Kinder nach und nach erkranken", sagte die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke am Montag in Kiel. 

Schließlich sei medizinisch noch nicht geklärt, dass Kinder nicht zur Verbreitung vom Virus beitragen.

Kleine Kinder ließen sich nun einmal nicht auf Distanz halten. Sie bräuchten Nähe und Zuwendung. Ab und zu müssten sie auch einmal auf den Arm genommen werden, sagte Henke, was die Aufgabe in den Kitas in diesen Corona-Zeiten so anspruchsvoll mache.

Als Voraussetzung für eine stärkere Öffnung fordert die GEW eine Begrenzung der Gruppengröße auf maximal fünf Kinder sowie ausreichende Hygiene- und Schutzmaßnahmen - zum Beispiel durch Masken und Handschuhe. Bei der Diskussion um die Ausweitung der Notbetreuung oder gar eine generelle Öffnung der Kitas dürfe die Gesundheit der Beschäftigten nicht auf der Strecke bleiben.

Wenn es nach Abwägung der gesundheitlichen Risiken zu einer schrittweisen Öffnung kommen sollte, müssten aus Sicht der GEW in den einzelnen Kitas gute Lösungen gefunden werden. "Hier ist dann auch Kreativität gefragt. Wenn es personell machbar ist, spricht zum Beispiel nichts gegen die Verlagerung von Angeboten nach draußen", regte Henke an. Stärkere Berücksichtigung müssten dann die Bedürfnisse derjenigen Kinder finden, die in einer schwierigen sozialen Situation lebten oder einen besonderen Förderbedarf hätten.

Die Kitas sind bis auf die Notbetreuung grundsätzlich erstmal bis 4. Mai geschlossen. Es werde über Möglichkeiten der schrittweisen Öffnung nachgedacht, Termine hierfür gebe es aber noch nicht, sagte ein Sprecher des Familienministeriums in Kiel.

Update, 27. April, 13.50 Uhr: Erste Schüler gehen nach sechs Wochen wieder zur Schule

Schwerin - Für die ersten rund 20.000 Schüler in Mecklenburg-Vorpommern hat am Montag der Unterricht wieder begonnen. Im Innerstädtischen Gymnasium Rostock betraf dies nach Angaben von Schulleiter Markus Riemer knapp 130 Abiturienten. 

Am Gymnasium Carolinum in Neustrelitz waren es rund 140 Abiturienten sowie zehn Zehntklässler, die die Mittlere Reife anstreben. Der erste Tag sei geordnet und ruhig verlaufen, hieß es. Am Gymnasium Carolinum gab es zudem die Gelegenheit zum freiwilligen Corona-Test für Lehrer, Schulpersonal und Schüler. Dies soll künftig zweimal pro Woche angeboten werden, wie Schulleiter Henry Tesch sagte.

Am Montag sind als erste die Abschlussklassen für die Prüfungsvorbereitung in die Schulen zurückgekehrt. Dies sind die 12. Klassen am Gymnasium, die 10. Klassen an den Regionalen Schulen und die Abschlussklassen an den Berufsschulen. 

Am 4. Mai sollen weitere Klassenstufen folgen: die 4. Klassen der Grundschulen, die 9. Klassen an den Regionalen Schulen und die 11. Klassen an den Gymnasien. Weitere Schritte sind bislang offen.

Update, 27. April, 12.47 Uhr: Hamburger halten sich an neue Maskenpflicht

Hamburg - Die Hamburger halten sich überwiegend an die seit Montag geltende Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. "In der Regel halten sich die Kunden an die neue Regelung", sagte Brigitte Nolte vom Handelsverband Nord am Montag. 

Sollten Kunden mal keine Masken tragen, würden sie von den Ladeninhabern freundlich daraufhin gewiesen. Bis jetzt habe es noch keine größeren Probleme gegeben. "Es wird jedoch noch ein paar Tage brauchen, bis sich alle Kunden an die neuen Vorschriften gewöhnt haben", meinte Nolte. Auch der Polizei waren keine Vorfälle bekannt.

Die Einzelhändler müssen selber kontrollieren, ob ihre Kunden eine Maske tragen. Menschen ohne Mundschutz müssen sie aus ihren Geschäften verweisen. Andernfalls droht den Geschäftsinhabern ein Bußgeld in Höhe von 500 bis 1000 Euro.

Auch im öffentlichen Nahverkehr trugen die meisten Menschen eine sogenannte Alltagsmaske. Hamburgs Wirtschaftsenator Michael Westhagemann (parteilos) sagte bei NDR 90,3, rund 95 Prozent der Fahrgäste von U- und S-Bahnen hielten sich an das Maskengebot.

Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder, die jünger als sieben Jahre alt sind. Auch Menschen, die aufgrund von gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder einer Behinderung keine Maske tragen können, brauchen keine Nasen- und Mundbedeckung tragen. 

Trotz der Masken muss weiterhin der Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern eingehalten werden.

Update, 27. April, 12.39 Uhr: Wirtschaftssenator strebt Lockerungen in der Gastronomie zum 18. Mai an

Die Gastronomie wie hier am Schulterblatt im Schanzenviertel wartet auf die Lockerung der Corona-Maßnahmen.
Die Gastronomie wie hier am Schulterblatt im Schanzenviertel wartet auf die Lockerung der Corona-Maßnahmen.  © Axel Heimken/dpa

Hamburg - Der Hamburger Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) hat den 18. Mai als Termin für Lockerungen in Gastronomie und Hotellerie ins Gespräch gebracht. 

Das sei allerdings nur seine Meinung, sagte Westhagemann am Montag in einer Hörersprechstunde beim Radiosender NDR 90,3. Er befinde sich darüber in Gesprächen mit seinen Kollegen in den anderen Bundesländern und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). 

"Das hängt aber natürlich auch von der Infektionsentwicklung ab", sagte Westhagemann. Wenn die Infektionen auf dem Stand blieben, wo sie seien, sollten weitere Lockerungen möglich werden.

Gastronomie, Hotels und die Tourismusbranche generell seien von den Einschränkungen besonders betroffen, da sie komplett geschlossen wurden. 

Hamburg arbeite an einem weiteren Liquiditätskredit für Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern; die Abstimmung der Feinheiten laufe gerade. 

Die Branchen im Freizeit- und Tourismusbereich müssten eine Perspektive behalten, zum Beispiel Schausteller, Anbieter von Hafenrundfahrten oder Unternehmen wie das Miniatur-Wunderland.

Update, 27. April, 11.25 Uhr: Norddeutsche Außenhändler nach Lockerungen optimistischer

Hamburg - Durch die Lockerungen im Kampf gegen das Coronavirus keimt bei den norddeutschen Groß- und Außenhändlern neue Hoffnung. Eine Mehrheit der Betriebe (72 Prozent) hält unter den jetzigen Bedingungen mehr als zwei Monate durch oder sogar unbegrenzt (22 Prozent), teilte der AGA Unternehmensverband am Montag in Hamburg mit. 

Das habe eine Blitzumfrage unter den 3500 Mitgliedsunternehmen ergeben. Zehn Prozent der norddeutschen Unternehmen antworteten, dass sie noch rund zwei bis vier Wochen durchhalten und sechs Prozent schaffen es noch sechs Wochen.

"Das ist eine deutliche Verbesserung zu unserer Umfrage vor vier Wochen, als nur 50 Prozent angaben, länger als acht Wochen oder unbegrenzt durchhalten zu können", sagte AGA-Präsident Hans Fabian Kruse. Dennoch bleibe die Lage im norddeutschen Groß- und Außenhandel sowie im unternehmensnahen Dienstleistungssektor weiterhin dramatisch. 

"Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Shutdowns stürzen die Händler und Dienstleister in eine noch nie dagewesene Krise", sagte Kruse. "In zahlreichen Branchen fehlen uns jetzt die Kunden, beispielsweise aus Hotellerie, Gastronomie und Veranstaltungen."

Viele Händler und Dienstleister nutzen die Kurzarbeit. 40 Prozent der Unternehmen hätten schon Kurzarbeit beantragt, 26 Prozent werden dies vielleicht noch tun, rund 32 Prozent haben dies nicht vor. "Kurzarbeit bleibt das überlebenswichtige Arbeitsmarktinstrument, um die Beschäftigung auf hohem Niveau zu halten und die Unternehmen durch die Krise zu führen", sagte AGA-Hauptgeschäftsführer Volker Tschirch. 

Bei rund 19 Prozent der Unternehmen wird zu 100 Prozent kurzgearbeitet, bei 16 Prozent bis zu 80 Prozent und eine große Zahl von Unternehmen (65 Prozent) sind bis zu 60 Prozent in Kurzarbeit. 

"Für unsere Wirtschaftsstufen, die vor Corona kaum Kontakt mit Kurzarbeit hatten, sind diese Werte unfassbar hoch", sagte Tschirch.

Update, 27. April, 10.31 Uhr: Linke fordert früheren Unterricht der 6. Klassen

Schwerin - Die Rufe nach einer raschen Rückkehr der sechsten Klassen in die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern werden lauter. Die Linke im Landtag forderte am Montag Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) auf, umgehend Vorkehrungen zu treffen, damit die sechsten Jahrgangsstufen spätestens ab 11. Mai wieder unterrichtet werden.

"Die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen stehen vor dem Wechsel des Bildungsganges", sagte die Fraktionsvorsitzende Simone Oldenburg. "Sie haben ihre Schullaufbahnempfehlung bereits erhalten und gehen auf das Gymnasium, die Regionale Schule oder die Gesamtschule. Dafür brauchen sie eine bestmögliche Vorbereitung." 

Zuvor hatte sich bereits der Verband Bildung und Erziehung (VBE) überrascht gezeigt, dass der bisherige Fahrplan für die Rückkehr nach den Abschlussklassen, die am Montag wieder starteten, bislang nur die vierten Klassen sowie die neunten Klassen der Regionalen Schulen und die elften Klassen der Gymnasien ab 4. Mai umfasst.

Oldenburg sieht die rasche Rückkehr der Sechstklässler zum Präsenzunterricht als zwingend erforderlich an, weil bei deren anstehendem Schulwechsel der Elternwille entscheidend sei. "Wenn ein Kind keine Empfehlung für das Gymnasium erhalten hat und die Eltern sich dennoch für diesen Bildungsweg für ihr Kind entscheiden, gilt die siebente Klasse als Probejahr", erklärte die Bildungspolitikerin. 

"Wenn der Schüler dieses nicht besteht, muss er das Gymnasium verlassen." Deshalb sei es so wichtig, den Sechstklässlern bis zu den Sommerferien möglichst das Wissen zu vermitteln, das in der Orientierungsstufe (Klasse fünf und sechs) laut Lehrplan zu vermitteln ist. 

"Um den Schülerinnen und Schülern so wenig Steine wie möglich in den Weg zu legen, müssen sie so auf den neuen Lebensabschnitt vorbereitet sein, dass es ihnen gelingt, den Wechsel optimal zu bewältigen."

Update, 27. April, 10.11 Uhr: Acht neue Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus ist auf 2638 gestiegen. Wie die Landesregierung am Montag mitteilte, waren dies bis Sonntagabend 8 Fälle mehr als nach der Meldung des Vortags. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 2 auf 98.

89 Menschen sind derzeit in klinischer Behandlung und damit 2 mehr als nach der Vortagsmeldung. 2000 Corona-Infizierte sind mittlerweile genesen.

Update, 27. April, 8.59 Uhr: Stegner kritisiert verzögerte Maskenpflicht

Kiel - SPD-Landtagsfraktionschef Ralf Stegner hat die verzögerte Maskenpflicht in Schleswig-Holstein kritisiert. "Heute startet die Woche mit gesetzlicher Mund- und Nasenschutz Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen überall in Deutschland", twitterte Stegner am Montag und fügte hinzu: "Überall? Nein. In Schleswig-Holstein geht es erst übermorgen damit los. Dafür gab es hier einen verkaufsoffenen Sonntag, der zum Glück ein Flop war."

Der SPD-Politiker bezog sich damit auf die Ausnahmegenehmigung zur Sonntagsöffnung in Schleswig-Holstein, die von Kunden vergleichsweise wenig genutzt worden war. 

Schleswig-Holstein ist bei der Maskenpflicht einen Sonderweg gegangen. Sie gilt erst ab Mittwoch beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Update, 27. April, 7 Uhr: Handwerksbetriebe von Corona-Krise unterschiedlich betroffen

Lübeck - Handwerksbetriebe in Schleswig-Holstein sind unterschiedlich stark von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Während Friseure, Optiker und Kosmetiksalons seit Wochen geschlossen sind, arbeiten vor allem Betriebe des Bau- und Ausbauhandwerks wie gewohnt weiter. 

Die Beratungen der Handwerkskammer Lübeck zeigten, dass die Betroffenheit des Handwerks in den Gewerken unterschiedlich ausgeprägt sei, sagte Kammersprecherin Anja Schomakers. Das Bau- und Ausbauhandwerk sei in vielen Fällen weniger betroffenen.

Die Handwerkskammer Schleswig-Holstein appelliert an öffentliche und private Kunden, Handwerksbetriebe durch Aufträge zu unterstützen, anstatt Aufträge aus Angst oder Unsicherheit zu stornieren. 

Die Chance, relativ zeitnah einen Handwerker für Reparaturen oder Renovierungen zu bekommen, sei im Augenblick ungleich höher als vor der Krise, sagte deren Präsident Jörn Arp.

Update, 27. April, 06.20 Uhr: Kurzarbeit am Theater

Schwerin/Rostock/Neubrandenburg - Mecklenburg-Vorpommerns Theater reagieren mit massiver Kurzarbeit auf die infolge der Corona-Krise schon im März beendete Spielzeit 2019/2020. In der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz sind die künstlerischen Bereiche fast zu 100 Prozent in Kurzarbeit, wie der kaufmännische Leiter Malte Bähr berichtet. 

"Andere Bereiche, zum Beispiel Verwaltung, laufen fast in Vollzeit." Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin plant, Kurzarbeit für die Zeit bis zum Start der Spielzeitferien Mitte Juli zu nutzen, wie Sprecher Johannes Lewenberg sagt. 

Am Volkstheater Rostock wird über Kurzarbeit verhandelt.

Update, 27. April, 06.08 Uhr: Maskenpflicht gilt im Norden

Diese Gesichtsmaske hat sich die Jugendliche selbst genäht.
Diese Gesichtsmaske hat sich die Jugendliche selbst genäht.  © Carsten Rehder/dpa

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover/Bremen - Fast im ganzen Norden gilt ab Montag, dass Mund und Nase in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr abgedeckt werden müssen. 

Das kann per gekaufter oder selbstgenähter Maske sein, das geht aber meist auch per Schal oder Tuch. 

Nur in Schleswig-Holstein gilt die sogenannte Maskenpflicht erst ab Mittwoch. 

Außerdem sind in die Schulen teilweise wieder geöffnet.

Was Ihr jetzt wissen und beachten müsst, haben wir >> hier für Euch zusammengefasst. 

Update, 26. April, 18.05 Uhr: Nur ein neuer Fall in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Da sich ein leichter Verdachtsfall im Landkreis Ludwigslust-Parchim bei einem Wiederholungstest nicht bestätigt habe, sei die Gesamtzahl der Infektionen gegenüber Samstag nur um eine auf nunmehr auf 672 (Stand Sonntag, 16 Uhr) angewachsen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Sonntag in Rostock mit.

Damit setzte sich der verhaltene Anstieg fort. Seit dem 16. April liegt der Zuwachs an Infektionen im einstelligen Bereich. Die beiden Neuinfektionen wurden im Landkreis Vorpommern-Greifswald registriert, der mit nun insgesamt 128 Fällen auch die meisten Fälle aufweist; die wenigsten der Landkreis Rostock mit 55.

Nach Angaben des Landesamtes liegt die Zahl der Menschen, die im Nordosten im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, unverändert bei 16. Bei den Akutfällen gab es erneut nur eine kleine Veränderung: Landesweit müssen oder mussten 94 Menschen in Kliniken behandelt werden, einer mehr als bis zum Samstag. 17 Patienten werden oder wurden auf einer Intensivstation betreut.

Nach einem Schätzschema des Robert Koch-Instituts sind in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen acht von zehn der zuvor positiv getesteten Menschen - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - von einer Covid-19-Erkrankung genesen. 

Update, 26. April, 17.45 Uhr: Flugzeug bringt Atemschutzmasken nach Hannover

Mit einem Flugzeug von Condor kommen die Schutzmasken aus China für Niedersachsen auf dem Flughafen in Hannover an.
Mit einem Flugzeug von Condor kommen die Schutzmasken aus China für Niedersachsen auf dem Flughafen in Hannover an.  © Peter Steffen/dpa

Langenhagen - Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist eine weitere Ladung mit Atemschutzmasken in Niedersachsen angekommen. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), Volkswagen-Personalvorstand Gunnar Kilian und Betriebsratschef Bernd Osterloh nahmen am Sonntag auf dem Flughafen Hannover eine Maschine mit einer Lieferung aus China in Empfang. 

Der Inhalt: Unter anderem Fieberscanner sowie Masken. Mittlerweile seien in mehreren Lieferungen rund fünf Millionen Atemschutzmasken eingetroffen, viele davon seien bereits weiterverteilt worden, teilte Volkswagen mit.

Nach Konzernangaben stehen in den nächsten Tagen weitere Lieferungen bevor - insgesamt werden 13 Millionen Atemschutzmasken erwartet. Außerdem seien 750.000 Liter Desinfektionsmittel bestellt worden, diese sollten ab Mai eintreffen. Volkswagen will eigenen Angaben zufolge Medizingüter für 40 Millionen Euro beschaffen und spenden.

"Viele Betriebe und Unternehmen hätten ihre Arbeit ohne den Einsatz medizinischer Schutzausrüstung noch nicht wieder aufnehmen können", sagte Althusmann. "Die Verfügbarkeit medizinischer Schutzausrüstung ist ein wichtiger Faktor, um die Corona-Pandemie einzudämmen und trägt dazu bei, dass unser Gesundheitssystem trotz der Krise stabil und verlässlich funktioniert." Aber es müsse dafür gesorgt werden, dass medizinische Schutzausstattung auch in Niedersachsen hergestellt werden könne.

Kilian sagte: "Der Kampf gegen Corona ist nicht vorbei. Jeder Einzelne und jedes Unternehmen muss mithelfen, das Virus einzudämmen." 

Osterloh erklärte, Volkswagen habe vor über 40 Jahren als einer der ersten internationalen Autobauer begonnen, Kontakte nach China zu knüpfen. Von dieser Partnerschaft "profitieren wir nun auch in diesem Zusammenhang".

Update, 26. April, 17.38 Uhr: 754 bestätigte Infektionen in Bremen

Bremen - Im Bundesland Bremen stieg die Zahl der bestätigten Fälle bis Sonntag um 14 Uhr um 14 auf 754. Derzeit müssen 48 Patienten stationär versorgt werden, davon 11 auf Intensivstationen. 

Wie das Gesundheitsressort mitteilte, brauchen 7 der intensivmedizinisch behandelten Personen eine Beatmung. In Bremen gelten inzwischen 375 Menschen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, als genesen. 

Die Zahl der Toten lag weiterhin unverändert bei 27.

Update, 26. April, 14.48 Uhr: Anstieg in Niedersachsen verlangsamt sich

Hannover/Bremen - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist deutlich langsamer gestiegen. Bis Sonntag wurden 9909 Fälle gezählt, 60 mehr als am Vortag, wie die Landesregierung mit Stand 13 Uhr mitteilte. Am Samstag war die Zahl der Menschen mit bestätigter Infektion um 129 gestiegen.

397 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind gestorben. Das waren sieben mehr als am Vortag. 831 Infizierte werden derzeit in niedersächsischen Kliniken behandelt, 178 von ihnen intensivmedizinisch. 

117 Patienten werden künstlich beatmet. Geschätzt 6961 Corona-Infizierte in Niedersachsen und damit knapp über 70 Prozent der Betroffenen sind inzwischen genesen.

Update, 26. April, 12 Uhr: Unterricht in Mecklenburg-Vorpommern startet am Montag

Schwerin - Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) hat vor dem für Montag geplanten Schulstart in Mecklenburg-Vorpommern zu Geduld und gegenseitiger Rücksichtnahme aufgerufen. Wegen der anhaltenden Corona-Epidemie seien strenge Hygieneregeln zu befolgen und unter den neuen Bedingungen müsse sich der Schulbetrieb auch erst einspielen. 

"Keiner erwartet, dass der ganz normale Unterricht am Montag losgeht. Alle sollen die Gelegenheit haben, sich auf die neue Situation einzustellen", erklärte Martin in einer Mitteilung. Wichtig sei, dass alle das Abstandsgebot und die Hygieneregeln einhalten.

Nach sechswöchigen Schulschließungen werden am Montag im Nordosten erstmals wieder Schüler in ihre Schulen zurückkehren können. Betroffen sind laut Martin rund 20.480 Jugendliche, die die Mittlere Reife, das Abitur oder einen beruflichen Abschluss anstreben. 

Ihnen werde die Möglichkeit gegeben, sich in der Schule mit Hilfe der Lehrer auf ihre Prüfungen vorzubereiten. Die Teilnahme an diesem Unterricht sei freiwillig. Für die Klassenstufe 11 an Gymnasien und Gesamtschulen sowie die Klasse 12 an Abendgymnasien würden Konsultationen ermöglicht.

Später sollen auch andere Klassenstufen wieder in die Schulen zurückkehren. "Wir öffnen unsere Schulen schrittweise und behutsam", betonte Martin. Lehrer-, Eltern- und Schülervertretungen hatten sich in der Vergangenheit kritisch zu Konzept und Umständen der Wiederöffnung der Schulen geäußert.

Update, 26. April, 11.20 Uhr: 2630 Infizierte in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus ist auf 2630 gestiegen. Dies waren bis Samstagabend 18 Fälle mehr als nach der Meldung des Vortags, wie die Landesregierung am Sonntag mitteilte. 

Die Zahl der Corona-Todesfälle erhöhte sich auf 96. Das heißt, es gab einen weiteren Toten. Er wurde aus dem Kreis Stormarn gemeldet.

87 Menschen sind derzeit in klinischer Behandlung - und damit 12 weniger als nach der Vortagsmeldung. Rund 1900 Corona-Infizierte sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts mittlerweile genesen, wie die Landesregierung mitteilte.

Update, 26. April, 11 Uhr: Polizei trifft 20 Menschen in Shisha-Bar an

Hamburg - Die Polizei hat eine illegal geöffnete Shisha-Bar im Hamburger Stadtteil Wandsbek geschlossen. Die Beamten entdeckten am Samstagabend rund 20 Menschen in der Bar, wie ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen sagte. 

Sie seien nicht miteinander verwandt gewesen. Die Shisha-Bar wurde anschließend aufgrund des Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Coronavirus geschlossen. 

Dem Betreiber der Bar droht nun ein Bußgeld. 

Update, 26. April, 10.45 Uhr: Handel läuft nur schleppend wieder an

Kiel/Schwerin - Der Handel im Norden kommt nach wochenlanger Zwangsschließung der Geschäfte offenbar nur schleppend wieder in Gang. Die Mehrzahl der Händler habe in der ersten Woche nach Wiederöffnung im Schnitt nur halb so hohe Tagesumsätze erzielt wie im Vorjahr, sagte Mareike Petersen vom Handelsverband Nord am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Besser seien die Geschäfte im Bereich Garten und Freizeit gelaufen. "Alles, was irgendwie mit Outdoor zu tun hat, verzeichnete regen Zulauf", konstatierte Petersen.

Wegen der Corona-Pandemie waren Mitte März mit Ausnahme der Lebensmittelgeschäfte, Drogerien und Apotheken alle Verkaufseinrichtungen geschlossen worden. Seit Montag dürfen sie wieder öffnen. Es gelten allerdings strenge Hygienevorschriften und Zugangsbeschränkungen. Zudem darf die genutzte Verkaufsfläche in der Regel 800 Quadratmeter nicht überschreiten.

In Schleswig-Holstein dürfen Einzelhandelsgeschäfte ausnahmsweise auch an diesem Sonntag ihre Türen für Kunden öffnen. Die Landesregierung hatte eine Ausnahmegenehmigung erteilt, um - wie es hieß - die Kundenströme zu entzerren. Die Regelung solle aber kein Aufruf zum Shopping sein, hatte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) betont. Laut Petersen war die Rückmeldung aus der Händlerschaft, die Möglichkeit zur Sonntagsöffnung zu nutzen, eher verhalten. 

Anders als Schleswig-Holstein hatte das Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern entschieden, dem Einzelhandel in der Corona-Krise keine zusätzlichen verkaufsoffenen Sonntage zu gewähren.

Update, 26. April, 10.37 Uhr: Hamburg meldet 47 neue Infektionen und zwei Tote

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburger ist seit Samstag um 47 auf 4636 gestiegen. Bei 133 in der Hansestadt Gestorbenen stellte das Institut für Rechtsmedizin bisher Covid-19 als Todesursache fest, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntag mitteilte. Das waren 2 Tote mehr als am Vortag.

Das Robert Koch-Institut (RKI) zählte den Angaben zufolge bislang 140 (plus 1) Corona-Tote in Hamburg. Das RKI erfasst alle Fälle, bei denen mit dem Virus infizierte Menschen starben. Die Rechtsmediziner listen dagegen nur die Fälle auf, in denen Covid-19 nachweislich auch Todesursache war.

Laut RKI können rund 3200 positiv getestete Hamburger inzwischen als genesen betrachtet werden. "Die Gesundheitsbehörde geht demnach von noch rund 1300 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus", hieß es. Damit seien mehr als doppelt so viele Menschen bereits genesen als akut infiziert.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben derzeit 180 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung. Das seien 7 Patienten weniger als am Samstag. Die Zahl der Patienten auf einer Intensivstation stieg um 1 auf 59. 

Damit sind die Fallzahlen im stationären Bereich seit Tagen rückläufig, wie die Behörde weiter mitteilte.

Update, 26. April, 8.05 Uhr: Wissenschaftler sehen Verbote kritisch

Greifswald/Rostock - Das kurzzeitige Verbot von Autokinos in Mecklenburg-Vorpommern wegen der Corona-Krise hat für Unverständnis und Ärger gesorgt. Nach Einschätzung von Experten können solche Vorgänge ein Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. 

Der Greifswalder Psychologie-Professor Alfons Hamm spricht von Reaktanz: Es werde etwas verboten, wodurch der subjektiv wahrgenommene Freiheitsspielraum der Menschen eingeschränkt werde. 

"Dadurch entsteht das Bedürfnis, meine alte Freiheit wiederherzustellen", erklärte Hamm. 

Die Doktorandin im Fachbereich Philosophie an der Uni Rostock, Linda Stiehm, sagte: "Die Folgen der Corona-Krise sind für den Einzelnen so immens, dass auch die Begründung für jede Entscheidung mehr als überzeugend sein muss."

Update, 26. April, 7.15 Uhr: Zoos in Niedersachsen in Not

Hannover - Keine Einnahmen, aber Ausgaben wie immer: Zoos und Tierparks, die wegen der Corona-Pandemie geschlossen sind, stehen mit dem Rücken zur Wand. "Es ist ein schauriges Gefühl, wenn ich morgens aufstehe und weiß, heute verliere ich wieder viel Geld", sagt der Geschäftsführer des Erlebnis-Zoos Hannover, Andreas Casdorff. 

Die Einnahmen seien um gut 85 Prozent eingebrochen. Gleichzeitig spenden die Menschen und übernehmen vermehrt Tierpatenschaften: "Wir sind den Menschen nicht egal", schlussfolgert die Geschäftsführerin des Tierparks Thüle in Friesoythe im Landkreis Cloppenburg, Alexandra Grothaus. 

Schon im März hatte der Verband der Zoologischen Gärten für seine 56 Mitgliedszoos Soforthilfe von 100 Millionen Euro erbeten.

Update, 26. April, 7 Uhr: Olaf Scholz hofft auf HSV-Aufstieg trotz Corona

Hamburg - Finanzminister Olaf Scholz hofft auf einen Neustart des Profi-Fußballs, vor allem der 2. Bundesliga. "Ich würde mich freuen, wenn es in der zweiten Mai-Hälfte in der Liga wieder losgehen könnte, soweit es verantwortbar ist für Sportler und Trainer", sagte der SPD-Politiker der Bild am Sonntag. 

Der ehemalige Hamburger Bürgermeister hat dabei ein besonderes Anliegen: "Corona sollte den Aufstieg des HSV nicht in letzter Minute verhindern." 

Derzeit liegt der Hamburger SV allerdings nur auf Platz drei der Tabelle.

Update, 26. April, 6.10 Uhr: Europa-Passage will Rolltreppen und Oberflächen keimfrei machen

Hamburg - Die Hamburger Europa-Passage setzt im Kampf gegen das sich ausbreitende neuartige Coronavirus auf eine spezielle Beschichtung sowie UV-Bestrahlung der Oberflächen und Rolltreppen. 

Von Montag an sollen so die Handläufe an den 14 Rolltreppen, sämtliche Türklinken, Fahrstuhlknöpfe und alle anderen Oberflächen des Einkaufszentrums nahezu keimfrei gehalten werden. 

Update, 25. April, 18 Uhr: 740 bestätigte Infektionen in Bremen

Bremen - Im Bundesland Bremen stieg die Zahl der bestätigten Fälle um 20 auf 740. Derzeit werden 45 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, neun von ihnen liegen auf Intensivstationen. 

Wie das Gesundheitsressort mitteilte, brauchen sechs der intensivmedizinisch behandelten Personen eine Beatmung. In Bremen gelten inzwischen 374 Menschen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, als genesen. 

Die Zahl der Toten liegt bei 27 und hat sich im Vergleich zum Vortag nicht verändert.

Update, 25. April, 17.25 Uhr: Sechs Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern wächst die Zahl der Corona-Infektionen weiterhin einstellig. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Samstag in Rostock mitteilte, wurden wie am Vortag erneut sechs Neuinfektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 registriert. 

Damit erhöhte sich die Zahl der bekannt gewordenen Fälle landesweit auf 671 (Stand Samstag, 16 Uhr). In den Tagen zuvor war der Zuwachs geringer ausgefallen. Die meisten Infektionen wurden im Landkreis Vorpommern-Greifswald mit nun insgesamt 126 Fällen registriert, die wenigsten im Landkreis Rostock mit 55.

Nach Angaben des Landesamtes liegt die Zahl der Menschen, die im Nordosten im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sind, unverändert bei 16. Bei den Akutfällen gab es nur eine kleine Veränderung. Landesweit müssen oder mussten 93 Menschen in Kliniken behandelt werden, einer mehr als bis Freitag. 17 Patienten werden oder wurden auf einer Intensivstation betreut.

Nach einem Schätzschema des Robert Koch-Instituts sind in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen 541 der zuvor positiv getesteten Menschen - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - von einer Covid-19-Erkrankung genesen. 

Landesweit wurden den Angaben zufolge bislang mehr als 29.000 Corona-Tests analysiert.

Update, 25. April, 15.07 Uhr: 9849 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen

Hannover - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist auf 9849 gestiegen. Das sind 129 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung am Samstag mit Stand 13 Uhr mitteilte. Geschätzt 6845 Menschen und damit fast 70 Prozent der Betroffenen sind inzwischen genesen. 390 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, sind gestorben. 

825 Infizierte werden derzeit in niedersächsischen Kliniken behandelt, davon 178 intensivmedizinisch. 119 Patienten werden künstlich beatmet.

Update, 25. April, 14.40 Uhr: Bootsbesitzer dürfen ihre Boote für die Saison vorbereiten

Hamburg - Bootsbesitzer dürfen in Hamburg ihre Boote endlich fit für die Saison machen. Das sei nun unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln in den öffentlichen Sportbootvereinen wieder möglich, sagte ein Sprecher der Hamburger Wasserschutzpolizei am Samstag. So dürften maximal zwei Personen auf ein Boot. Zulässig seien zudem Bootsarbeiten durch die Eigner.

Ein Ausflug ist den Vereinsmitgliedern dagegen nicht erlaubt. "Sie dürfen auf ihre Boote rauf und dürfen da auch rumwerkeln. Sie dürfen nur nicht rausfahren", sagte der Sprecher weiter. Das sei von den Bootsstegen der Sportvereine heraus nicht erlaubt. Vom eigenen, privaten Anleger sei das dagegen möglich. 

Hintergrund ist, dass Menschenansammlungen zur Eindämmung des sich ausbreitenden Coronavirus vermieden werden sollen. Die Wasserschutzpolizei werde das Einhalten der Regeln auf dem Wasser kontrollieren. "Wir haben Leute draußen. Ob bei Missachtung Geldstrafen fällig sind, entscheiden die Kollegen vor Ort." 

Update, 25. April, 14.30 Uhr: Kundenansturm auf niedersächsische Innenstädte hält sich in Grenzen

Passanten mit Mund-Nase-Bedeckung schlendern an Geschäften vorbei.
Passanten mit Mund-Nase-Bedeckung schlendern an Geschäften vorbei.  © Peter Steffen/dpa

Hannover/Braunschweig - Die erstmals nach den coronabedingten Schließungen an einem Samstag geöffneten Läden haben in Niedersachsen keinen Kundenansturm ausgelöst. 

"In den Innenstädten ist noch deutlich weniger los als an normalen Samstagen", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen, Mark Alexander Krack. Er hatte sich nach eigenen Angaben einen Eindruck in Hannover verschafft.

Aus anderen Teilen des Landes erreichten ihn Rückmeldungen, dass etwa 40 bis 70 Prozent der Kunden im Vergleich zum selben Zeitpunkt 2019 in die Städte kämen.

"Wir haben noch nicht das Gewusel, das wir von normalen Samstagen kennen", sagte Krack. Positiv stimmte ihn, dass sich die Menschen überwiegend an die aktuellen Auflagen hielten.

Diesen Eindruck teilt auch die Polizei. Es sei sehr ruhig und der Ansturm halte sich in Grenzen, sagte ein Polizeisprecher aus Hannover. 

Auch in Braunschweig halten sich die Menschen einem Sprecher der Polizei zufolge weitestgehend an die Regeln. In der Stadt gilt bereits seit diesem Samstag eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrmitteln. 

Die neue landesweite Corona-Verordnung der Landesregierung mit einer Maskenpflicht gilt dann ab Montag.

Update, 25. April, 14.06 Uhr: Gastronomen in MV wollen Wartestand verlassen - Kritik an Stufenplan

Schwerin - Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern will sich nicht länger vertrösten lassen und fordert eine rasche Aufhebung der strikten Reiseverbote und Schließungsverfügungen für Hotels und Gaststätten. Bereits beim Treffen der Task-Force Tourismus am kommenden Montag in Schwerin müsse den Betroffenen eine konkrete Perspektive gegeben werden, heißt es in einer von Kurdirektoren und Tourismuschefs der Ferienregion Fischland-Darß-Zingst verfassten Mitteilung. 

Nach ihrem Willen sollen angesichts des geringen Infektionsgeschehens im Land Urlaubsreisen innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns noch im Mai und Einreisen aus anderen Bundesländern spätestens nach Himmelfahrt (21. Mai) gestattet werden.

Am Freitag hatten sich auch in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Gastwirte und Hoteliers an einer bundesweiten Protestaktion beteiligt und mit leeren Stühlen auf die akute Notlage der Branche hingewiesen. Unter anderem in Rostock und Schwerin forderten sie damit klare Aussagen der Politik, wann und in welcher Form Öffnungen wieder zulässig sein werden. 

Die Landesregierung hatte bei der Vorstellung ihres Fünf-Stufen-Plans zur Reaktivierung der Tourismuswirtschaft angekündigt, erst am 5. oder 6. Mai über die schrittweise Öffnung von Gaststätten entscheiden zu wollen. Für Hotels soll diese Entscheidung später getroffen werden.

Die Betroffenen fordern aber raschere Signale, um sich auf die Wiedereröffnung der Häuser gezielt vorbereiten zu können. In den meisten Unternehmen waren die Beschäftigten in Kurzarbeit geschickt worden. 

Nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) sind im Gastgewerbe Mecklenburg-Vorpommerns in rund 6000 Betrieben etwa 55.000 Beschäftigte tätig. Der Tourismus gilt als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Nordosten.

Update, 25. April, 13.30 Uhr: Immer mehr Genesene in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der positiv auf das neue Sars-Cov-2-Virus getesteten Hamburger ist seit Freitag um 31 auf 4589 gestiegen. Bei 131 in Hamburg Gestorbenen stellte das Institut für Rechtsmedizin bisher Covid-19 als Todesursache fest, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte. Das waren 15 Tote mehr als am Vortag.

Das Robert Koch-Institut (RKI) zählte den Angaben zufolge bislang 139 (plus 17) Corona-Tote in Hamburg. Die RKI-Zahl beinhaltet alle Fälle, bei denen mit dem Virus infizierte Menschen starben. Die Rechtsmediziner listen dagegen nur die Fälle auf, in denen Covid-19 tatsächlich auch Todesursache war.

Laut RKI können rund 3100 positiv getestete Hamburger inzwischen als genesen betrachtet werden. "Die Gesundheitsbehörde geht demnach von noch rund 1350 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus", hieß es. Damit seien mehr als doppelt so viele Menschen bereits genesen als akut infiziert.

Insgesamt befinden sich nach Behördenangaben derzeit 187 Hamburger wegen Covid-19 in stationärer Behandlung. Das seien 18 Patienten weniger als am Freitag. Die Zahl der Patienten auf einer Intensivstation sank um 4 auf 58. Damit sind die Fallzahlen im stationären Bereich sowie im Intensivbereich seit Tagen rückläufig, wie die Behörde weiter mitteilte.

Update, 25. April, 13.10 Uhr: St.-Pauli-Präsident Göttlich: Wie eine "Nussschale bei Gewitter"

Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, spricht auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli.
Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli, spricht auf der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli.  © Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg - St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich schließt in der Corona-Krise selbst ungewöhnliche Maßnahmen zur Rettung des Fußballs nicht aus. 

"Wir werden Dinge erleben, von denen wir vorher nicht geglaubt haben, dass sie möglich sind. Vielleicht spielen Fußballer mit Masken, auch wenn das eigentlich absurd ist. Aber: kann doch sein", sagte der Chef des Hamburger Fußball-Zweitligisten im Podcast "Die NDR 2 Bundesligashow".

Keiner wisse derzeit, "wie es irgendwie irgendwann konkret weitergehen kann", meinte Göttlich und wies auf die ernste Situation der Proficlubs hin: "Wir befinden uns in einer Nussschale bei Gewitter auf hoher See." 

Priorität müsse nun haben: "Wie bekommen wir wieder Boden unter die Füße", sagte der 44-Jährige und forderte: "Wir müssen den Betrieb irgendwie am Laufen halten, weil wir sonst einen Trümmerhaufen hinterlassen. Die Liga wird es so nicht mehr geben können, wenn wir nicht ins Spielen kommen."

Der FC St. Pauli sei "wirtschaftlich so aufgestellt, dass wir das Tafelsilber bei uns und damit Möglichkeiten haben", sagte der Club-Präsident. "Selbst wenn in diesem Jahr überhaupt keine Partien mehr mit Zuschauern stattfänden, hätte der Verein Reserven."

Update, 25. April, 11.40 Uhr: 2612 Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein - 95 Tote

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein seit Ausbruch der Corona-Epidemie gemeldeten Infektionen mit dem neuartigen Virus ist auf 2612 gestiegen. Wie die Landesregierung am Samstag mitteilte, waren dies bis Freitagabend 55 Fälle mehr als nach der Meldung des Vortags. 

Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 7 auf 95. Sechs Tote meldete der Kreis Pinneberg, einen der Kreis Plön.

99 Menschen sind derzeit in klinischer Behandlung und damit 4 weniger als nach der Vortagsmeldung. Rund 1900 Corona-Infizierte sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts mittlerweile genesen, wie die Landesregierung mitteilte.

Update, 25. April, 11.15 Uhr: Schwesig zur Corona-Bekämpfungsstrategie: "Wir lernen jeden Tag dazu"

Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, trägt zu Beginn einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung in der Staatskanzlei eine Schutzmaske.
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, trägt zu Beginn einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung in der Staatskanzlei eine Schutzmaske.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat erneut um Verständnis für die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie und für Geduld geworben. "Wir sind in einer Ausnahmesituation, für die niemand den Königsweg hat", schrieb die SPD-Politikerin am Samstag im Kurznachrichtendienst Twitter.

Dabei bezog sie sich direkt auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der im Bundestag erklärt hatte, dass in kürzester Zeit und unter großen Unwägbarkeiten tiefgreifende Entscheidungen zu treffen gewesen seien. Politik und Wissenschaft müssten auf Entwicklungen in der Pandemie reagieren. Im Nachhinein könne sich auch mache Entscheidung als falsch erweisen, hatte der Minister eingeräumt.

"Wir lernen jeden Tag dazu und entwickeln deshalb Entscheidungen weiter", schrieb Schwesig. Auf ihr Drängen hin hatte Mecklenburg-Vorpommern als eines der ersten Bundesländer eine Maskenpflicht für Nutzer des Nahverkehrs beschlossen. Gleichzeitig gingen die seit Montag geltenden Lockerungen für den Einzelhandel im Bundesvergleich mit am weitesten.

Die Gastronomie des Landes aber wirft ihr vor, die unverändert geringe Infektionsquote in Mecklenburg-Vorpommern bislang nicht für die schrittweise Öffnung von Gaststätten genutzt zu haben und damit die Pleite vieler Betriebe in Kauf zu nehmen. Die Entscheidung darüber hatte Schwesig auf den 5. oder 6. Mai vertagt.

Update, 25. April, 10.55 Uhr: Ministerin hofft auf neue Wertschätzung für Landwirtschaft

Hannover - Für Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast ergeben sich durch die Einschränkungen in der Corona-Krise auch Chancen für die Landwirtschaft. Ihre Hoffnung sei, dass es eine neue Wertschätzung für die Produkte und die schwere Arbeit der Branche gebe, sagte die CDU-Politikerin am Samstag auf NDR 1 Niedersachsen. 

Mitte April hatten erste Erntehelfer aus Osteuropa mit Sondermaschinen Deutschland erreicht und sind auch auf Höfen in Niedersachsen im Einsatz.

Es kamen allerdings deutlich weniger Arbeiter als erwartet. Mittlerweile helfen dem Landesbauernverband zufolge viele von Kurzarbeit betroffene deutsche Arbeitnehmer bei der Spargelernte aus. 

Steigende Preise für Gemüse hat die Ministerin indes noch nicht ausgemacht. Das müsse weiter beobachtet werden, ist bisher aber noch nicht der Fall, sagte Otte-Kinast.

Update, 25. April, 10.20 Uhr: Corona-Krise bringt Subventionsprozess um "Hohe Düne" ins Stocken

Schwerin - Die Corona-Krise hat einen der umfangreichsten Wirtschaftsstrafprozesse Mecklenburg-Vorpommerns ins Stocken gebracht. Selbst der größte Verhandlungssaal im Landgericht Schwerin bietet nach Ansicht des Vorsitzenden Richters nicht genug Platz zwischen Juristen, Angeklagten und Zuschauern, um den empfohlenen Mindestabstand einhalten zu können. Die Verhandlungstage im April waren abgesagt worden, das Gericht will kurzfristig entscheiden, wann es weitergeht.

Gegenstand des Verfahrens ist ein mutmaßlicher Subventionsbetrug beim Bau der «"achthafenresidenz Hohe Düne»". Mit dem Hotelkomplex an der Warnow-Mündung in Rostock, für den auch 47,5 Millionen Euro an Steuergeldern flossen, wollte Mecklenburg-Vorpommern seine Ambitionen untermauern, olympische Segelwettbewerbe auszurichten. 

Leipzig hatte sich für die Spiele 2012 beworben, aber den Zuschlag nicht bekommen.

Update, 25. April, 8.48 Uhr: Bürgerschaftspräsident: Vorpreschen bei Gottesdiensten unerträglich

Bremen - Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft, Frank Imhoff (CDU), hat das Vorpreschen einzelner Bundesländer bei Lockerungen für öffentliche Gottesdienste scharf kritisiert. "Das kann nur bundeseinheitlich gehen. Ich empfinde es als unerträglich, wenn sich verschiedene Ministerpräsidenten aus eigenem Vorteil profilieren wollen und dementsprechend vorpreschen", sagte Imhoff mit Blick auf die Ankündigung Bayerns, ab 4. Mai öffentliche Gottesdienste unter Auflagen wieder zu ermöglichen.

Derzeit sind Gottesdienste in Kirchen, Moscheen oder Synagogen wegen der Corona-Pandemie in den meisten Bundesländern verboten. Vorreiter war allerdings Sachsen, hier werden seit dieser Woche schon wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert. Auch Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Brandenburg hatten dies für Anfang Mai angekündigt.

Deutschland habe ein hervorragendes föderales System, das seine Vorteile auch in der Krise zeige, betonte Imhoff. Er erwarte von allen Ministerpräsidenten, dass sie den Föderalismus nicht für ihre eigene Profilierung missbrauchten. "Das wollen die Menschen nicht, und sie verstehen es auch nicht." Die Religionsfreiheit sei ein hohes Verfassungsgut, sagte Imhoff, der selbst evangelisch ist.

Die Regierungschefs müssten sich in diesem Punkt mit ihren Landtagen absprechen, in welche Richtung sie gehen wollten. Dies könnte aber nur einheitlich geregelt werden. Ein Flickenteppich unter den Ländern könnte aus seiner Sicht dazu führen, dass katholische, evangelische, muslimische oder jüdische Gläubige in Bundesländer mit entsprechenden Lockerungen führen, um dort Gottesdienste zu besuchen. "Genau das wollen wir nicht, das macht keinen Sinn."

Update, 25. April, 8.21 Uhr: Awo: Anrufe von Älteren für Corona-Hilfsangebote nehmen zögerlich zu

Hamburg - Nachdem sich auf den Aufruf der Arbeiterwohlfahrt (Awo) nach Telefonpaten für Senioren in der Corona-Zeit zunächst fast ausschließlich Helfer gemeldet hatten, suchen nun zunehmend auch ältere Menschen nach Anschluss. "Die Anfragen der älteren Menschen haben sich gesteigert. Aber es ist nach wie vor noch Luft nach oben, sagte Renate Polis, Awo-Fachbereichsleiterin Engagement. Viele ältere Menschen trauten sich noch nicht, nach Hilfe zu fragen.

Den derzeit mehr als 500 Angeboten zum täglichen Telefonieren und Einkaufen stehen bislang etwa 80 Senioren gegenüber, die die Hilfe gern angenommen haben. "Die Einkaufshilfen und die Telefonpatenschaften halten sich dabei die Waage."

In vielen Fällen habe sich die Telefonpatenschaft durch die Einkaufshilfen ergeben. Es habe auch schon Fälle gegeben, in denen dank der Einkaufshilfe Schlimmeres verhindert werden konnte. So sei ein Mann in seiner Wohnung gestürzt, war zunächst hilflos und konnte dank der ehrenamtlichen Awo-Helfer später schnell über den Notdienst versorgt.

Update, 25. April, 8.13 Uhr: Familiensenatorin Leonhard: Fahrplan für Kita-Öffnung bis 30. April

Hamburg - Eine schrittweise Öffnung der Kindertagesstätten ist bis Anfang Mai bundesweit nicht absehbar. Dennoch erarbeiten die Familienminister der Länder bereits jetzt einen Fahrplan dafür. "Wir arbeiten das in diesen Tagen in den Ländern aus und werden den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten bis zum 30. April einen Beschlussvorschlag der Familienminister vorlegen", sagte Hamburgs Familiensenatorin Melanie Leonhard (SPD). 

Die Politikerin ist bei den Planungen gemeinsam mit ihrem Amtskollegen aus Nordrhein-Westfalen federführend. "Wenn wir nicht wollen, dass die Eltern aus Verzweiflung irgendwann wieder die Kinder durch Großeltern und andere betreuen lassen, dann müssen wir dieses Thema jetzt intensiv abwägen."

Auf ein konkretes Datum für eine Öffnung konnte und wollte Leonhard sich dabei noch nicht festlegen. "Mein Wunsch ist, dass es nicht mehr so lange dauert. Prävention hat im Moment Vorrang. Jede künftige Entscheidung muss aber am Wohl der Kinder Maß nehmen. Es geht darum, die Rechte von Kindern, die Bedürfnisse von Eltern und den Schutz der Gesundheit, auch von Erzieherinnen und Erziehern, in Einklang zu bringen."

Das müsse auf einem Niveau passieren, "bei dem die Länder natürlich noch Möglichkeiten haben, das individuell auszugestalten." Das sei wichtig, weil die Situation nicht nur in den Kitas einer Stadt, sondern auch in den Kommunen sehr unterschiedlich ist. Eine für alle Kitas gleichermaßen gültige starre Regel könne es deshalb nicht geben.

Update, 25. April, 8 Uhr: Demonstrationsverbot für Partei Die Rechte in Hamburg am 1. Mai

Hamburg - Eine für den 1. Mai geplante Demonstration der Partei Die Rechte in Hamburg kann nach Angaben der Polizei nicht stattfinden. Dem Anmelder der Veranstaltung sei am Freitag die "Nicht-Erteilung der Ausnahmegenehmigung" zugestellt worden, sagte Polizeisprecher Holger Vehren. Eine solche Ausnahmegenehmigung ist momentan wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nötig. Demnach habe die rechtsextreme Partei eine Demonstration mit 25 Teilnehmern anmelden wollen.

Der Infektionsschutz sei in diesem Fall allerdings ausschlaggebend dafür gewesen, keine Ausnahmegenehmigung zu erteilen. So wäre mit einer Vielzahl von Personen - auch Gegendemonstranten - zu rechnen gewesen.

Update, 25. April, 6 Uhr: Handelsverband: Viele Geschäfte nutzten Chance zur Öffnung

Hannover - Nach gut einer Woche mit wieder geöffneten Läden fällt die Bilanz in vielen Städten Niedersachsens sehr positiv aus. "Das Gros der Betriebe hat auf, viele haben die Chance genutzt", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen, Mark Alexander Krack. Nach der coronabedingten Schließung für mehrere Wochen hatten am Montag zahlreiche Geschäfte die Türen wieder für ihre Kunden aufgemacht.

Öffnen durften Läden mit maximal 800 Quadratmeter Fläche. Aus Sicht des Handelsverbands dürften derzeit vor allem Kleidungsgeschäfte profitieren. Durch das gute Wetter seien die Läden mit Sommermode sicher besser frequentiert, sagte Krack. 

Bei einer deutlich späteren Lockerung hätten sie ihre Sommerware wohl nicht mehr verkaufen können. Für diesen Samstag erwartet Krack aber noch keinen typischen Wochenend-Andrang. "Die Innenstädte werden noch nicht so überlaufen sein."

Was bisher geschah, findet Ihr >>> hier

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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