Mutter liegt im Koma: Kurz vor dem Abschalten der Geräte erwacht sie

Waycross (USA) - Das ist ein kleines Wunder. Die vierfache Mutter Lisa Martin (49) lag wochenlang im Koma. Als ihre Familie entscheiden sollte, ob sie die Geräte abschalten möchten, erwachte sie.

Lisa Martin (49, r) lag monatelang im Krankenhaus. Bei ihrer Entlassung applaudieren ihr die Pfleger.
Lisa Martin (49, r) lag monatelang im Krankenhaus. Bei ihrer Entlassung applaudieren ihr die Pfleger.  © Facebook/Screenshot/Bildmontage/Memorial Satilla Health

Im späten September wurde Lisa Martin in das Krankenhaus "Memorial Satilla Health" in Waycross, einer Stadt im US-Bundesstaat Georgia, eingeliefert.

Diagnose: Corona. Wie das Krankenhaus auf seiner Facebook-Seite schrieb, hatte die Amerikanerin schwer unter Komplikationen zu leiden.

An jenem 27. September begann ihre beschwerliche Reise. Lisa lag 59 Tage an einem Beatmungsgerät und 40 Tage in einem künstlichen Koma. Sie überlebte sogar einen Schlaganfall, der den Frontallappen-Bereich ihres Gehirns betraf.

Ihr Geschichte bewegt zahlreiche Menschen. Knapp einen Monat nach ihrer Einlieferung, am 20. Oktober, fiel die Dame ins Koma. Ihre Augen waren starr. Das Krankenhaus rief ihre Familie an. Diese sollten sich von der Ehefrau und Mutter verabschieden.

Doch die Familienmitglieder beschlossen, Lisa elf Tage zu geben, bis sie eine Entscheidung darüber gefällt hätten, ob das lebensnotwendige Beatmungsgerät von der 49-Jährigen entfernt werden sollte.

Die Tage verstrichen. Es sah nicht gut aus. Doch einen Tag vor der Entscheidung geschah etwas Unglaubliches! Die Amerikanerin durchbrach ihre Starre. Sie begann ihren Ehemann Jeff bei Besuchen mit den Augen zu verfolgen. Schließlich bewegte sie sogar ihre Hand!

Lisa wird im Dezember entlassen

Und tschüss! Lisas Mann Jeff steht schon bereit. Gemeinsam düst die vierfache Mutter mit ihm nach Hause (r).
Und tschüss! Lisas Mann Jeff steht schon bereit. Gemeinsam düst die vierfache Mutter mit ihm nach Hause (r).  © Facebook/Screenshot/Bildmontage/Memorial Satilla Health

Die Hoffnung wuchs. Lisa wurde in zwei weitere Krankenhäuser verlegt, damit ihre Behandlung fortgesetzt werden konnte.

Im Dezember dann das Wunder: Lisa wurde entlassen. In einem Video sieht man sie zwar noch etwas wackelig auf den Beinen, aber hoffnungsvoll mit Maske und Gehhilfe durch die Gänge der Klinik nach draußen gehen.

Die Pfleger applaudieren ihr. Vor der Tür wartet ihr strahlender Mann Jeff, der ihr in der schweren Zeit beigestanden hatte. Gegenüber dem People-Magazin sagte Lisa nach ihrer Entlassung:

"Ich kann nicht fassen, was alles passiert ist". Sie sei schockiert und überwältigt. Sie hatte nie viele Freunde in ihrem Leben gehabt, erwachsene Kinder und einen schwer arbeitenden Mann.

Doch bei ihrer Erkrankung waren sie alle an Lisas Seite. "Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie geliebt ich wirklich bin."

Das Krankenhaus berichtet über Lisas außergewöhnliche Geschichte

Die Story von Lisa Martin ist nicht das einzige Wunder, das während Corona hohe Wellen schlug. Im April lag eine schwangere Frau aufgrund schwerer Covid-19-Komplikationen in einem künstlichen Koma. Währenddessen bekam sie ihr Kind! (TAG24 berichtete)

Titelfoto: Facebook/Screenshot/Bildmontage/Memorial Satilla Health

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