"Fascho-Buchmesse stoppen": Aktivisten protestieren gegen umstrittene Bücherschau

Von Sebastian Münster

Halle (Saale) - Die umstrittene Buchmesse "Seitenwechsel", die am Wochenende in Halle stattfand, ist teils von Protesten begleitet worden.

Unter anderem protestierten die "Omas gegen Rechts" gegen die umstrittene Messe "Seitenwechsel".  © Heiko Rebsch/dpa

Am Samstag hatten sich einige Vertreterinnen der "Omas gegen Rechts" neben die langen Besucherschlangen gestellt. Am Sonntag radelten laut Polizei bis zu 350 Demonstranten vom Steintor zur Messe.

Ein Polizeisprecher sprach von sehr friedlichen Protestverläufen. Am Samstag habe es zwei Anzeigen wegen Beleidigung gegeben. 

In der Halle Messe waren laut Ausstellerverzeichnis über 140 Autoren und Verlage vertreten - darunter das "Compact-Magazin" und der Antaios-Verlag. Beide in Sachsen-Anhalt beheimateten Verlage werden von den Verfassungsschutzbehörden von Land und Bund als "gesichert rechtsextrem" eingestuft.

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Die Organisatorin der "Seitenwechsel"-Buchmesse, Susanne Dagen (54), ist Mitglied der AfD-Stadtratsfraktion in Dresden und betreibt seit vielen Jahren eine Buchhandlung im Stadtteil Loschwitz.

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Weil bekannte Mitglieder der rechten Szene auftraten, haben Demonstranten Banner wie dieses mitgebracht.  © Heiko Rebsch/dpa
Sowohl am Samstag als auch am Sonntag protestierten die Gegner vor der Messe in Halle.  © Heiko Rebsch/dpa

Im vergangenen Jahr hatte die Messe erstmals stattgefunden, damals kamen laut Veranstalter rund 6000 Besucher.

Auf der Webseite der Messe heißt es, Aussteller und Exponate, die "Diktaturen verherrlichen oder gegen die freiheitliche Gesellschaft gerichtet" sind, würden nicht zugelassen. Es gehe darum, "oppositionell konservativen Meinungen" eine Bühne zu geben.

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