"Gen Z regelt"-Demo: Verfassungsschutz warnt vor Extremisten, Polizei im Großeinsatz
Hamburg - Am Samstag will die Initiative "Gen Z regelt" in mehr als 30 deutschen Städten demonstrieren. Auch in Hamburg gehen junge Menschen auf die Straße. Die Sorge vor möglichen Ausschreitungen ist in der Hansestadt spürbar.
Um 14 Uhr soll am Jungfernstieg eine Demonstration unter dem Motto "Gegen Wehrpflicht - Gen Z regelt!" starten. Der Aufzug wird über die Mönckebergstraße bis zum Lohmühlenpark in St. Georg ziehen.
Unklar ist, wie viele Menschen teilnehmen werden. Der Anmelder der ursprünglichen Demo "Gegen Wehrpflicht" rechnet mit bis zu 2000 Teilnehmern. Auf der Website der "Gen Z regelt"-Initiative kündigten allerdings rund 10.000 Menschen (Stand: Freitagabend) ihr Kommen an.
Der Verfassungsschutz warnte davor, dass die angekündigten Jugendproteste durch Extremisten missbraucht werden könnten. Demnach hätten linksextreme Gruppen in den sozialen Medien für eine Teilnahme mobilisiert.
Die Polizei wird so oder so mit mehreren Hundertschaften im Einsatz sein. Ein Sprecher verdeutlichte, dass die Kräfte gegen gewaltbereite Teilnehmer und "Krawallmacher" sehr konsequent vorgehen werden.
Hamburger Ladenbesitzer wappnen sich vor möglichen Krawallen
Trotz dieser Androhung erwartet die Polizei aber einen weitgehend störungsfreien Verlauf. Auch die "Gen Z regelt"-Initiative selbst sprach sich vorab ausdrücklich gegen jede Form von Gewalt aus.
Darauf verlassen wollten sich einige Ladeninhaber aber offensichtlich nicht: Rund um den Neuen Wall, den Jungfernstieg und die Binnenalster wurden am Freitag Schaufenster und Eingangstüren mit Holzplatten gesichert.
Insbesondere Boutiquen und Luxusgeschäfte, darunter Cartier, Hugo Boss und Burberry, wappneten sich gegen mögliche Krawalle.
Aufgrund des Feiertags haben die Geschäfte in der Hamburger Innenstadt am Samstag ohnehin nicht geöffnet.
Titelfoto: Marcus Golejewski/dpa

