"Hier stehen keine grünen Spinner!": 15.000 Menschen demonstrieren für die Energiewende
Hamburg - Am Samstag demonstrierten laut Veranstalter rund 15.000 Menschen in Hamburg friedlich unter dem Motto "Erneuerbare Energien verteidigen!" für einen konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien. Zu dem bundesweiten Protest hatte "Fridays for Future" aufgerufen. Los ging es um 12 Uhr am Jungfernstieg. Die Demo-Route führte über die Mönckebergstraße und den Stephansplatz wieder zurück zum Jungfernstieg.
Die Teilnehmenden forderten "eine Energiewende, die den Namen auch verdient hat" und kritisierten scharf die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung.
Im Zentrum der Kritik steht insbesondere Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (52, CDU). "Die Klimakrise eskaliert immer weiter. Doch statt die Energiewende voranzutreiben, blockiert die Bundesregierung jeglichen Fortschritt", heißt es in einer Mitteilung von "Friday for Future".
Gefordert werden konsequente Maßnahmen sowie eine größere Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, die oft aus politisch instabilen Regionen stammen.
Auch vor Ort wurde diese Kritik deutlich. Auf zahlreichen Schildern standen Slogans wie "Reiche Rücktritt ein", "Reiche erneuern" oder "Modernisieren statt konservieren".
Die Demonstration war Teil einer bundesweiten Protestaktion, die zeitgleich auch in Städten wie Berlin, München und Köln stattfand. In Hamburg begleiteten zahlreiche Redebeiträge das Geschehen. Unter anderem von Constantin Zerger von der Deutsche Umwelthilfe sowie Lukas Mörchen vom BUND Hamburg.
In ihrer Rede wandte sich Heike Vesper (56) von der WWF Deutschland direkt an die Bundesregierung: "Hier stehen keine grünen Spinner, hier stehen verantwortungsvolle Menschen – 15.000 Bürgerinnen und Bürger, die wissen, dass es eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten nur geben wird, wenn wir die Klimakrise in den Griff bekommen."
Titelfoto: Citynewstv
