Leerstand und Luxus-Sanierungen: Münchner gehen gegen Miet-Irrsinn auf die Straße

Von Cordula Dieckmann

München - Mit einer Großdemonstration wollen Verbände am Samstag auf die prekäre Lage auf dem Mietmarkt in München aufmerksam machen. Häuser würden gekauft, entmietet, luxussaniert oder gleich abgerissen und die Mieten steigen ins Unermessliche, kritisierte das Bündnis Mietendemo München.

Die Aktion wurde vor wenigen Wochen in der Türkenstraße, durch die die Demonstration auch führen wird, bereits angekündigt.  © Felix Hörhager/dpa

Starten soll die Veranstaltung um 14 Uhr auf dem Odeonsplatz. Von dort ist ein Demonstrationszug geplant.

Die Organisatoren fordern unter anderem einen Mietendeckel und den Schutz von Sozialwohnungen.

Zudem sollten keine öffentlichen Immobilien mehr an Investmentfirmen verkauft werden. Als "Schlag ins Gesicht" bezeichnete das Bündnis leerstehenden Wohnraum.

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In Zeiten der Wohnungsnot sei dies kriminell. Zudem müssten leerstehende Büros sofort in Wohnraum umgewidmet werden.

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Insbesondere für Geflüchtete schwierige Lage auf Münchener Wohnungsmarkt

Der Münchner Flüchtlingsrat und der Bayerische Flüchtlingsrat machten zudem auf die schwierige Lage für Geflüchtete aufmerksam.

"Bereits für gutverdienende Menschen ohne Migrationsgeschichte ist es kaum möglich, bezahlbaren Wohnraum zu finden", sagte Robin Esterer vom Münchner Flüchtlingsrat.

"Für geflüchtete Menschen verschärft sich diese Situation jedoch dramatisch: Sie sind auf dem Wohnungsmarkt in besonderem Maße von struktureller Benachteiligung, Rassismus und rechtlichen Einschränkungen betroffen."

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