"Letzte Generation" entert Brandenburger Tor und stellt Ultimatum

Berlin - Zwei Klimaschutz-Aktivistinnen haben am Mittwochmorgen auf dem Brandenburger Tor in Berlin demonstriert.

Klima-Aktivisten der "Letzten Generation" haben am Mittwochmorgen das Brandenburger Tor erklommen und ein Banner aufgehängt.
Klima-Aktivisten der "Letzten Generation" haben am Mittwochmorgen das Brandenburger Tor erklommen und ein Banner aufgehängt.  © Paul Zinken/dpa

Nach Angaben eines dpa-Reporters hängten sie dort ein Transparent auf, auf dem unter anderem stand: "Wir wünschen uns ein Überleben für alle."

Die Protestgruppe "Letzte Generation" teilte zu der Aktion mit, sie rufe am Tag des Mauerfalls zum Zusammenhalt auf. "Am Tag des Zusammenhalts stehen wir als Gesellschaft am Abgrund", hieß es in der Mitteilung.

Zudem stellte sie der Bundesregierung ein Ultimatum: "Kommen Sie morgen zu uns und verhandeln Sie mit uns über die ersten Sicherheitsmaßnahmen, gegen den drohenden Klimakollaps."

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Dann könne man die Proteste beenden, hieß es in einer Pressemitteilung der Gruppe.

Klima-Rebellen bitten Olaf Scholz, Christian Lindner, Robert Habeck und Volker Wissing zum Gespräch

Die Aktivistinnen sollen von einem Höhenretter-Einsatzteam der Polizei sicher von dem Wahrzeichen heruntergebracht werden.
Die Aktivistinnen sollen von einem Höhenretter-Einsatzteam der Polizei sicher von dem Wahrzeichen heruntergebracht werden.  © Paul Zinken/dpa

Konkret sollen sich demnach Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD), Christian Lindner (43, FDP), Robert Habeck (53, Grüne) sowie insbesondere Bundesverkehrsminister Volker Wissing (52, FDP) am Donnerstag um 10 Uhr in Berlin zu einem Gespräch einfinden.

Die Klima-Rebellen fordern von der Regierung ein entschiedeneres Vorgehen gegen den Klimawandel und waren zuletzt unter anderem durch Straßenblockaden in die Kritik geraten.

Die Polizei schickte ein Höhenretter-Einsatzteam mit Kletterausrüstung, mehrere Polizisten bestiegen dann am Vormittag ebenfalls das Brandenburger Tor.

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Sie sollten Kontakt zu den beiden Demonstrantinnen aufnehmen und sie sicher von dem Tor wieder herunterbringen, sagte eine Polizeisprecherin.

Erstmeldung, 9. November, 9.21 Uhr, aktualisiert um 11.28 Uhr

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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