Mai-Demos in Leipzig: Tausende gehen für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße
Leipzig - In Leipzig finden rund um den 1. Mai zahlreiche Demonstrationen und Kundgebungen statt. Bereits am Vormittag versammelten sich rund 1200 Personen am "Tag der Arbeit" zu einem Aufzug des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) unter dem Motto "Erst unsere Jobs, dann eure Profite".
Gegen 10.30 Uhr begannen die Teilnehmer am Volkshaus in der Karl-Liebknecht-Straße. Von da aus liefen sie über den Innenstadtring zum Augustusplatz. Dann ging es weiter über die Grimmaische Straße bis zum Marktplatz.
Ersten Angaben vom Ort des Geschehens zufolge lief alles weitestgehend friedlich ab. Die Polizei begleitete den Aufzug.
Gegen 12 Uhr gipfelte dieser in einer großen Kundgebung auf dem Markt, wo unter anderem der Chef des DGB Leipzig-Nordsachsen, Daniel Knorr, sowie der ver.di-Landesbezirksleiter Oliver Greie als Redner auftraten.
Der "Tag der Arbeit" wird auch in der Messestadt genutzt, um für bessere Arbeitsbedingungen und sichere Beschäftigungsverhältnisse auf die Straße zu gehen.
Polizei stoppt "Revolutionärer-1.-Mai"-Demonstration in Leipzig
Am Nachmittag ging es dann zum fünften Mal mit der "Revolutionärer-1.-Mai"-Demonstration weiter. Etwa 1500 Menschen waren erwartet, aktuellen Schätzungen der Polizei schlossen sich mit 4000 bis 4500 Personen fast dreimal so viele Teilnehmer dem Aufzug an.
Dieser startete gegen 15 Uhr am Südplatz, von wo aus es unter anderem über die Karl-Liebknecht-Straße, den Wilhelm-Leuschner-Platz, den Markt und den Willy-Brandt-Platz sowie die Eisenbahnstraße zum Rabet geht.
Bereits an der Ecke Karli und Hohe Straße stoppte die Polizei die Demo jedoch, nachdem aus dieser heraus Pyrotechnik gezündet wurde. Darüber hinaus sollen die Beamten einen Mangel an Ordnern festgestellt haben, wie TAG24 vor Ort erfuhr
"Wir müssen für eine Gesellschaft kämpfen, in der wir nicht für den Reichtum einiger weniger jeden Tag auf Arbeit gehen, sondern für die Bedürfnisse aller. Eine Gesellschaft, jenseits von kapitalistischer Konkurrenz und patriarchaler Gewalt", hieß es in der Ankündigung zur Demonstration.
Es kann den ganzen Tag über vor allem im Innenstadtbereich zu Verkehrseinschränkungen kommen.
Erstmeldung vom 1. Mai, 14.09 Uhr. Aktualisiert um 17.26 Uhr.
Titelfoto: Montage: EHL Media

