Nach Anschlag in Berlin: Das plant die Polizei für die CSD-Demo in Hamburg

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Von Bernhard Sprengel

Hamburg - Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Angriff auf feiernde Menschen beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin will die Hamburger Polizei eine geplante Großdemonstration der queeren Community mit mehr Personal schützen.

Bereits 2024 nahmen Zahlreiche Demonstrierenden an der CSD-Demo in Hamburg teil.
Bereits 2024 nahmen Zahlreiche Demonstrierenden an der CSD-Demo in Hamburg teil.  © Markus Scholz/dpa

Die Zahl der Einsatzkräfte für die große Demonstration am Samstag werde noch einmal erhöht, teilte ein Polizeisprecher mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen. "Ob vor, während oder nach der Demo, wir werden für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr präsent und ansprechbar sein", sagte der Sprecher. 

Ein 21-jähriger Deutscher mit libanesischen Wurzeln und Verbindungen zum islamistischen Terror soll am Rande des Berliner CSD am Samstagabend Menschen mit einem Van angefahren und mit einer Stichwaffe angegriffen haben. Eine Frau aus Polen wurde tödlich und weitere 29 Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Bei seiner Festnahme am Sonntagabend wurde Abdul B. von Einsatzkräften erschossen. 

"Auch wir von der Polizei Hamburg sind mit unseren Gedanken bei den Angehörigen der Getöteten, den Verletzten und allen, die die Ereignisse in Berlin miterleben mussten oder von ihnen betroffen sind", erklärte der Sprecher.

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Er betonte zugleich: "Die Polizei steht fest an der Seite der queeren Community und leistet ihren Beitrag dafür, dass der CSD und alle Veranstaltungen der Pride Week sicher stattfinden können."

CSD in Hamburg: Keine konkreten Gefährdungshinweise

Am Montag versammelten sich Menschen bei einer Mahnwache auf dem Bremer Marktplatz um ein Zeichen gegen Hass und Gewalt zu setzen.
Am Montag versammelten sich Menschen bei einer Mahnwache auf dem Bremer Marktplatz um ein Zeichen gegen Hass und Gewalt zu setzen.  © Jörn Hüneke/XOYO Film/dpa

Für Deutschland gelte eine abstrakt hohe Gefährdungslage, entsprechend wachsam seien die Sicherheitsbehörden. Für die Veranstaltungen rund um den Hamburger CSD bestünden jedoch keine konkreten Gefährdungshinweise.

Die Polizei greife auf ihr bewährtes Einsatzkonzept zurück. Streckenschutz und technische Sperren zum Überfahrschutz seien dabei wichtige Elemente. 

Zu der Demonstration in Hamburg erwarten die Veranstalter nach Angaben der Polizei 250.000 Teilnehmer. Der Zug soll um 12 Uhr an der Lübecker Straße im Stadtteil Hohenfelde starten und durch den Stadtteil St. Georg in die Innenstadt führen, wo er gegen 19 Uhr endet. Das Motto lautet: "Solidarisch queer. Haltung zeigen - für eine Zukunft ohne Angst!"

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In der Innenstadt sind eine Reihe von Straßen von Donnerstag bis Montagmorgen wegen eines Straßenfests gesperrt.

Titelfoto: Markus Scholz/dpa

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