Von Andreas Rabenstein
Berlin - Bei der Demonstration "Gegen sexualisierte digitale Gewalt - Solidarität mit allen Opfern" am Sonntagnachmittag in Berlin sollen auch prominente Frauen sprechen.
Aktuell angekündigt wurden - als "Betroffene", wie es hieß - die Klimaschutzaktivistinnen Luisa Neubauer (29) und Theresia Crone (24). Auftreten sollen am Nachmittag am Brandenburger Tor auch mehrere Musikerinnen, wie die Initiative "Nur Ja heißt Ja" und ein nach eigenen Angaben neu gegründetes Bündnis "Feminist Fight Club" mitteilten.
Bei der Polizei wurden für 16 Uhr 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet.
Die Kundgebung solle angesichts der aktuellen Debatte über digitale Gewalt in Solidarität mit der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes (44) stattfinden, hieß es. Fernandes selbst soll nach aktuellem Stand nicht selbst vor Ort sein.
Hintergrund sind schwere Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen (50), über die zuerst der "Spiegel" berichtet hatte. Ulmens Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, bei der es sich "in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung" handle. Zudem würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet".
Fernandes selbst warb ebenfalls für die Demonstration und schrieb bei Instagram: "Sexuelle Gewalt, physische und psychische Gewalt sind weiter verbreitet, als man ahnen mag. Sie finden statt, in der Mitte unserer Gesellschaft."