Nach Collien Fernandes' Vorwürfen gegen Ulmen: Jetzt auch Demo in Hamburg angekündigt
Hamburg - Nach den schweren Vorwürfen von Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) wächst der öffentliche Diskurs weiter. Während für Sonntag in Berlin eine Demo von der 44-Jährigen selbst angekündigt wurde, zieht nun auch Hamburg mit.
Für kommende Woche ist am Donnerstag, 26. März, um 17.30 Uhr eine Demonstration am Hamburger Rathausmarkt angekündigt. Zu dem Protest aufgerufen hat unter anderem die Hamburger SPD-Politikerin Annika Urbanski (31), die auf Instagram deutliche Worte fand.
In ihrem Beitrag heißt es: "Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln." Viele Menschen empfänden seit Tagen Wut, Fassungslosigkeit und Ohnmacht. Gleichzeitig aber auch das Bedürfnis, endlich zu handeln.
Die Initiatorinnen schreiben weiter: "Lasst uns gemeinsam zeigen, dass niemand alleine ist." "Laut" und "sichtbar" sein ist das Ziel, um mehr Aufmerksamkeit für sexualisierte Gewalt zu schaffen und politischen Druck aufzubauen. Gefordert werden "mehr Schutz, klare Gesetze und echte Konsequenzen – online wie offline".
Support kommt unter anderem auch von prominenter Seite. Klimaaktivistin Luisa Neubauer (29) unterstützt den Aufruf ebenso wie Autorin und "Spiegel"-Kolumnistin Alexandra Zykunov (41).
Collien Fernandes wirft Christian Ulmen "virtuelle Vergewaltigung" vor
Inzwischen haben sich zahlreiche Personen aus der Öffentlichkeit mit Fernandes solidarisiert, äußerten Fassungslosigkeit und lieferten Statements. Auch in Hamburg melden sich immer mehr bekannte Stimmen zu Wort. Darunter Musiker Johannes Oerding (44) mit seinen Worten: "Schweigen fühlt sich in diesem Moment einfach falsch an."
Was gerade an die Öffentlichkeit komme und was Fernandes laut eigener Aussage erlebt habe, mache ihn "wütend, traurig und nachdenklich zugleich", verdeutlichte der 44-Jährige.
Auslöser der Protestwelle sind schwere Vorwürfe, die Fernandes zunächst im "Spiegel" öffentlich machte. Demnach soll ihr Ex-Partner Ulmen über Jahre hinweg digital manipuliertes sexuelles Bildmaterial von ihr im Netz verbreitet haben.
Außerdem solle er gegenüber zahlreichen Männern im Internet ihre Identität angenommen und in ihrem Namen sexuelle Nachrichten verschickt haben. Fernandes sprach dabei von "virtueller Vergewaltigung". Ulmen selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu den Anschuldigungen geäußert. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Titelfoto: Bildmontage: Helmut Fricke/dpa, Daniel Bockwoldt/dpa

