Berlin - Bei einer pro-kurdischen Versammlung in Berlin-Wedding ist am Sonntagnachmittag ein Polizist durch einen Flaschenwurf verletzt worden.
Gegen 15.15 Uhr versammelten sich laut Polizei zunächst rund 120 Personen unter dem Motto "Solidarität mit Rojava und der Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens" auf der Müllerstraße, bevor sich der Aufzug gegen 15.50 Uhr mit etwa 350 Teilnehmenden in Richtung Schulstraße in Bewegung setzte.
Dort sollen aus dem Aufzug heraus Steine und andere Gegenstände auf ein Wohnhaus geworfen worden sein, an dem eine türkische Fahne hing. Aus der betreffenden Wohnung soll außerdem der sogenannte Wolfsgruß gezeigt worden sein.
Im weiteren Verlauf flogen Flaschen sowie Holzlatten. Eine Flasche traf einen Polizisten am Kopf. Dieser konnte seinen Dienst jedoch fortsetzen. Die Einsatzkräfte nahmen fünf Demonstranten vorläufig fest, drei von ihnen wurden der Versammlung verwiesen.
Der Aufzug wuchs später auf rund 650 Teilnehmende an und erreichte gegen 17.20 Uhr den Zielort an einem Einkaufszentrum in der Badstraße, wo der Versammlungsleiter die Demo kurz darauf beendete.
Die Polizei leitete vier Strafverfahren ein: zwei wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, zwei wegen Landfriedensbruchs. Die Ermittlungen dauern an.