Verbotene Klima-Blockade: Polizei nimmt 650 Menschen fest!

Den Haag (Niederlande) - Auch an Tag Nummer acht der Klima-Proteste ist noch immer kein Ende in Sicht! Am heutigen Samstag schnappten sich Polizisten hunderte Menschen, die auf der Fahrbahn der A12 im niederländischen Den Haag demonstrierten.

Klimaschützer demonstrieren auf der A12, aus Protest gegen die staatliche Unterstützung für fossile Brennstoffe.
Klimaschützer demonstrieren auf der A12, aus Protest gegen die staatliche Unterstützung für fossile Brennstoffe.  © Robin Utrecht/ANP/dpa

Wie die Beamten bekannt gaben, wurden 650 Umweltschützer aufgrund des Verstoßes gegen das Gesetz über öffentliche Demonstrationen festgenommen, zum ADO-Fußballstadion gebracht, anschließend jedoch wieder gehen gelassen.

Eine nicht näher genannte Anzahl an Aktivisten unter ihnen setzte sich jedoch auch zur Wehr, behinderte Einsatzkräfte oder beging Vandalismus. Für diejenigen ging es dann auch noch mit aufs Revier und zur Vernehmung.

Zudem stellten Polizisten vorübergehend Instrumente wie Trommeln sicher, nach der Blockade konnten Teilnehmer des Aufmarschs jedoch weiter musizieren: "Der laute Lärm machte es den Beamten schwer, sich untereinander zu verständigen und die zentral gesteuerte Kommunikation über ihre Ohrhörer richtig zu verstehen", heißt es in der Mitteilung.

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Nach dem Aufruf der Gruppe Extinction Rebellion (XR) blockieren Demonstranten täglich seit dem 9. September den Autobahnabschnitt in der Nähe des Parlaments- und Regierungsviertels. Laut ihnen soll der Widerstand andauern, bis in den Niederlanden alle staatlichen Zuschüsse für fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas gestrichen werden. "Dank einer starken Industrielobby haben die Kabinette Rutte (56) den Nutzen für die Industrie mehr als verdoppelt", heißt es vonseiten XR.

Polizisten bekämpften die Demonstranten auch mit Wasserwerfern.
Polizisten bekämpften die Demonstranten auch mit Wasserwerfern.  © Robin Utrecht/ANP/dpa

Die Umweltschützer bleiben hartnäckig: Am morgigen Sonntagmittag, ab 12 Uhr, soll es weitergehen, bis die Regierung den Forderungen der Aktivisten endlich nachkommt.

Titelfoto: Fotomontage: Robin Utrecht/ANP/dpa//Robin Utrecht/ANP/dpa

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