Warnstreik und Kundgebung bei der Mitteldeutschen Rentenversicherung

Halle (Saale) - Die Gewerkschaften haben die Beschäftigten der Mitteldeutschen Rentenversicherung in Halle dazu aufgerufen, am Freitag ganztägig ihre Arbeit niederzulegen.

Mit zeitweisen Arbeitsniederlegungen und Druck von der Straße wollen Gewerkschaften ein Zeichen setzen. Vor der nächsten Tarifrunde für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst - so auch derer, die sich beruflich mit dem Thema Rente befassen. (Archivbild)
Mit zeitweisen Arbeitsniederlegungen und Druck von der Straße wollen Gewerkschaften ein Zeichen setzen. Vor der nächsten Tarifrunde für Beschäftigte im Öffentlichen Dienst - so auch derer, die sich beruflich mit dem Thema Rente befassen. (Archivbild)  © Sebastian Gollnow/dpa/ZB

Zudem ist eine Kundgebung (10 Uhr) vor dem Gebäude geplant, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Sozialversicherung (GdS) mitteilte. Mit den Aktionen wollen die Vertreter der Beschäftigten den Druck im laufenden Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes erhöhen.

Die Gewerkschaften fordern von den Arbeitgebern 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll den Angaben zufolge zwölf Monate betragen.

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Sozialversicherung, Maik Wagner, warf den Arbeitgebern vor, die Arbeit der Beschäftigten nicht wertzuschätzen, indem sie kein Verhandlungsangebot vorgelegt hätten. Durch Inflation und Energiekrise stünden aber viele Menschen finanziell am Abgrund.

A100 wird am Sonntag von Fußgängern aus Protest lahmgelegt
Demonstrationen A100 wird am Sonntag von Fußgängern aus Protest lahmgelegt

Gewerkschaften und Arbeitgeber hatten sich bei ihrem ersten Treffen am 24. Januar nach dreistündigen Beratungen vertagt. Seither kam es in verschiedenen Bereichen des Öffentlichen Dienstes zu Warnstreiks in Deutschland.

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen ist für den 22. und 23. Februar in Potsdam geplant.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa/ZB

Mehr zum Thema Demonstrationen: