Leipzig/Zwickau/Gößnitz - Kurzes Aufatmen bei Pendlern! Der nervige Schienenersatzverkehr (SEV) auf der Bahnstrecke zwischen Leipzig und Zwickau ist vorerst vorbei - allerdings nur für wenige Tage. Schon Ende der Woche müssen Fahrgäste wieder auf Busse umsteigen.
Seit Jahren werkelt die Bahn an der Strecke zwischen Leipzig und Zwickau: Neue Stellwerke werden errichtet, Eisenbahnbrücken saniert und Schallschutzwände aufgebaut.
Immer wieder musste dafür ein Teil der Strecke gesperrt werden - so auch vom 3. April bis 17. Mai. Fahrgäste mussten in Neukieritzsch in einen Bus umsteigen, dieser tuckerte dann nach Altenburg. Die Fahrzeit zwischen Leipzig und Zwickau verlängerte sich damit erheblich.
Nun heißt es kurzzeitig: aufatmen. Wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilt, wurden die Bauarbeiten abgeschlossen.
Doch der nächste SEV-Wahnsinn steht bevor! Weil am Bahnhof in Gößnitz umfangreiche Bauarbeiten anstehen - unter anderem werden Gleise und Personentunnel erneuert - folgt eine weitere Sperrung.
"Im Zeitraum von Freitag, 22. Mai 2026, bis Montag, 1. Juni 2026 wird die Strecke zwischen Gößnitz und Werdau jeweils von montags bis samstags zwischen 8 und 16 Uhr für den Zugverkehr gesperrt", teilt die Bahn mit.
SEV-Busse zwischen Gößnitz und Zwickau
In dieser Zeit fahren wieder SEV-Busse. Fahrgäste sollen sich vorab auf der Seite der Bahn informieren, heißt es. Die Ersatzbusse fahren jeweils zwischen Gößnitz und Zwickau, brauchen mehr als doppelt so lange wie der reguläre Zug.
Heißt auch: Pendler, die von Leipzig nach Zwickau - oder andersrum - fahren wollen, müssen deutlich mehr Zeit einplanen.
Und auch nach dem 1. Juni ist der SEV-Ärger nicht vorbei: Die Bahn kündigte bereits weitere Sperrungen an.
Immerhin: Ende des Jahres soll die Strecke komplett fertig sein. Nach dem Ausbau sollen die Züge mit 160 km/h statt wie bisher mit 120 km/h über die Gleise flitzen.