Bittere Prognose: Um so viele Jahre verzögert sich Ausbau der Bahnstrecke Dresden-Berlin
Von Monika Wendel
Berlin/Dresden - Diese Prognose ist bitter! Der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Dresden und Berlin verzögert sich voraussichtlich um rund vier Jahre.
Ursprünglich sollten alle Streckenabschnitte der zweiten Baustufe vom brandenburgischen Blankenfelde bis ins sächsische Großenhain 2029 in Betrieb gehen, wie die Deutsche Bahn mitteilte.
Fehlende Teilbereiche beim Steckenausbau sollen nun voraussichtlich erst Ende 2033 ans Netz gehen. Pendler müssen somit länger auf die anpeilte Fahrzeit-Verkürzung zwischen den zwei Hauptstädten warten.
Grund für die Verschiebung von Bauarbeiten sind laut Bahn die Anforderungen im Planfeststellungsverfahren.
Es gehe unter anderem um Umweltfragen wie Eingriffe ins Moorgebiet bei Zossen. Dies beziehe sich auf den Streckenabschnitt von Blankenfelde bis Wünsdorf-Waldstadt bei Zossen im Kreis Teltow-Fläming.
Streckensperrung mit gebündelten Baumaßnahmen vorgesehen
Die Planungsunterlagen für die insgesamt drei Teilbereiche im nördlichen Abschnitt der Bahnstrecke Berlin–Dresden werden laut Bahn derzeit überarbeitet.
Alle Arbeiten sollten später gemeinsam in einer zusammenhängenden Sperrung der Strecke erledigt werden, so die Deutsche Bahn. Dadurch blieben Fahrgästen zusätzliche Sperrungen erspart.
Der Umbau des Bahnhofs Zossen soll dagegen wie geplant Ende 2027 fertig sein. Geprüft werde auch, einige Baumaßnahmen auf der Strecke vorzuziehen, wie den Umbau des Bahnhofs Elsterwerda im brandenburgischen Kreis Elbe-Elster, kündigte das Unternehmen an.
Auf der Strecke von Berlin nach Dresden will die Bahn 125 Kilometer für Geschwindigkeiten von bis zu 200 Kilometern je Stunde ausbauen. Die Fahrzeit soll so kürzer werden.
Titelfoto: PUS GmbH

