Frisch saniert und schon wieder Ärger: Bahnverkehr zwischen Köln und Wuppertal ausgebremst

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Von Marc Herwig

Leverkusen/Wuppertal - Nach der fünfmonatigen Generalsanierung wird es auf der Bahnstrecke zwischen Köln und Wuppertal noch bis in den Spätsommer hinein zu Einschränkungen kommen.

Die marode Brücke über der Wupper bei Leverkusen-Opladen sorgt dafür, dass die frisch sanierte Bahnstrecke vorerst nur eingleisig befahrbar ist.
Die marode Brücke über der Wupper bei Leverkusen-Opladen sorgt dafür, dass die frisch sanierte Bahnstrecke vorerst nur eingleisig befahrbar ist.  © Federico Gambarini/dpa

Wegen der Reparatur einer alten Brücke über die Wupper werde es bis "mindestens Mitte September" Beeinträchtigungen geben, meldeten die Bahnunternehmen auf der Internetseite zuginfo.nrw.

Ein Bahnsprecher kündigte an, man werde im Laufe des Tages genauer sagen können, welche Auswirkungen das für Reisende im Nah- und Fernverkehr habe. Zuvor hatte der WDR berichtet.

Die stark befahrene Strecke war seit Anfang Februar für knapp 800 Millionen Euro modernisiert worden. Am vergangenen Freitag wurden die Arbeiten offiziell beendet.

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Doch ausgerechnet am letzten Tag der Generalsanierung fiel auf, dass eine Brücke über den Fluss Wupper bei Leverkusen-Opladen marode ist. Deshalb konnte die Strecke anders als geplant nur eingleisig freigegeben werden.

Seitdem fallen im Fernverkehr und im Regionalverkehr erneut zahlreiche Züge aus oder werden umgeleitet. Die Züge, die über die eingleisige Strecke fahren können, sind mit einer Verspätung von mindestens 15 Minuten unterwegs.

Diese Züge sind von den Einschränkungen betroffen

Wegen der beschädigten Brücke müssen Reisende im Regional- und Fernverkehr derzeit mit Zugausfällen, Umleitungen und teils erheblichen Verspätungen rechnen. (Symbolfoto)
Wegen der beschädigten Brücke müssen Reisende im Regional- und Fernverkehr derzeit mit Zugausfällen, Umleitungen und teils erheblichen Verspätungen rechnen. (Symbolfoto)  © Sophia Weimer/dpa

Die betroffene Brücke wurde nach Angaben der Bahn bei der Generalsanierung nicht erneuert. Denn bei den bisherigen Inspektionen - zuletzt Ende 2025 - hätten sich keine Schäden gezeigt.

Im Fernverkehr sind durch die beschädigte Brücke im Moment vor allem die ICE zwischen Köln und Berlin betroffen. Laut Bahn fallen zahlreiche Züge auf dem Abschnitt aus. Viele Reisende in Hagen, Wuppertal, Solingen und Köln kommen dadurch nicht wie geplant an ihr Ziel und müssen auf andere Züge ausweichen.

Auf den übrigen ICE- und IC-Linien, die über Wuppertal fahren, fallen die Züge laut Bahn nicht aus. Allerdings müssten Reisende mit deutlichen Verspätungen rechnen.

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Im Regionalverkehr sind vor allem Reisende, die von Wuppertal in Richtung Köln fahren wollen, wegen der einspurigen Streckenführung mit Ausfällen konfrontiert. In Gegenrichtung funktioniert die Fahrt mit dem Regional-Express unkomplizierter: Die Züge fahren von Köln in Richtung Wuppertal ganz normal über die einspurige Strecke. 

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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