Monatelange Sperrung: Bahn saniert wichtige Strecke zwischen Köln und Hagen

Von Marc Herwig

Köln/Wuppertal - Umleitungen im Fernverkehr, Ersatzbusse für Pendler: Zwischen Köln, Wuppertal und Hagen fahren bald mehr als fünf Monate lang fast keine Züge mehr.

Marode Gleise und alte Technik sorgen seit Jahren für Probleme zwischen Köln und Hagen. Jetzt investiert die Bahn rund 800 Millionen Euro in die Strecke. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Bahn unterzieht eine ihrer wichtigsten Strecken in Nordrhein-Westfalen ab dem 6. Februar (21 Uhr) einer Generalsanierung. Das verlangt Reisenden einiges ab. Denn die Auswirkungen reichen über die Region hinaus, auch wegen einer weiteren Großbaustelle im östlichen Ruhrgebiet.

Die rund 65 Kilometer lange Strecke von Hagen nach Köln ist eine der wichtigsten Ost-West-Achsen im Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen.

Im Regionalverkehr fahren dort Züge auf rund zehn Linien und verbinden Städte wie Köln und Düsseldorf mit dem westfälischen Landesteil. Im Fernverkehr fahren dort unter anderem ICE von Köln nach Hannover und Berlin oder nach Hamburg.

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Auch nicht unwichtig: Wenn es auf der anderen wichtigen Ost-West-Achse im Ruhrgebiet zu einer Störung kommt, werden Fernzüge regelmäßig über Wuppertal umgeleitet. Diese Möglichkeit fällt während der Bauphase ebenfalls weg.

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Marode Schienen und ständige Störungen

Große Baustelle für bessere Zeiten: Mit einer Generalsanierung sollen Verspätungen und Zugausfälle auf der Strecke Köln-Hagen der Vergangenheit angehören. (Symbolbild)  © Bernd Thissen/dpa

Die Schienen-Infrastruktur ist überaltert und war jahrelang unterfinanziert - sagt die Bahn selbst. Immer wieder gab es zwischen Köln und Hagen zuletzt Probleme mit der Infrastruktur, sodass es zu Verspätungen und Zugausfällen kam.

Solche Probleme soll es nach dem Ende der Generalsanierung am 10. Juli nicht mehr geben. Ziel der fünfmonatigen Bauphase sei es, die hochbelastete Eisenbahnstrecke langfristig verlässlicher und leistungsfähiger zu machen, erläutert die Bahn.

Im Zuge der Generalsanierung werden ungefähr 81 Kilometer Gleis saniert, 29 Kilometer Oberleitungen erneuert und 28 Weichen modernisiert, sagte Projektleiter Arno Jaeger. Außerdem sollen 12 Bahnhöfe entlang der Strecke moderner und sicherer werden.

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Einige von ihnen - etwa die Stationen Haan und Gruiten - werden im Stationsbericht des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) seit Jahren in der Qualitätskategorie "nicht tolerierbar" gelistet. Insgesamt plant die Bahn mit Kosten von 800 Millionen Euro.

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