Tödlicher Unfall: Zugverkehr zwischen Dresden und Prag stundenlang unterbrochen
Stadt Wehlen - Tragischer Unfall auf der wichtigen Bahnstrecke zwischen Pirna und Bad Schandau! Am Freitagmittag musste der Abschnitt im Oberen Elbtal stundenlang voll gesperrt werden.
Wie die Bundespolizei Berggießhübel auf TAG24-Nachfrage mitteilte, hatte ein Railjet in Richtung Berlin kurz vor 13 Uhr nahe dem Haltepunkt Stadt Wehlen eine Gefahrenbremsung eingeleitet. "Ein Mann wurde von dem Zug tödlich erfasst", erklärte Sprecher Frank Eisenschmidt. Man gehe von suizidaler Absicht aus.
"Zunächst war eine Evakuierung geplant. Später entschied man sich dafür, den Railjet weiterfahren zu lassen. Das Zugpersonal kümmerte sich um die Versorgung der Reisenden", so der Sprecher weiter.
Mit dreistündiger Verspätung erreichte die neunteilige Lok-Wagen-Garnitur den Dresdner Hauptbahnhof. Gegen 16.15 Uhr konnte die Strecke wieder freigegeben werden.
"Der Kriminaldienst der Polizeidirektion Dresden führt die Ermittlungen", sagte Eisenschmidt am Nachmittag zu TAG24.
Während der Sperrung wurden sämtliche Fernzüge nach Prag sowie in die Gegenrichtung an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten. Die S1 rollte nur zwischen Meißen und Pirna sowie Kurort Rathen und Bad Schandau beziehungsweise Schöna.
Erstmeldung vom 5. Juni, 14.41 Uhr. Letzte Aktualisierung am 5. Juni, 17.27 Uhr.
Normalerweise berichtet TAG24 nicht über mögliche Suizide. Da sich dieser Vorfall jedoch im öffentlichen Raum zugetragen hat und sich gravierend auf den Bahnverkehr auswirkt, entschied sich die Redaktion, es dennoch zu thematisieren.
Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.
Titelfoto: Montage: Daniel Förster (2)
