Trotz großem Protest: Bahn will an umstrittener Brenner-Variante festhalten

Rosenheim - Die Deutsche Bahn will trotz Ärgers um den Brenner-Nordzulauf bei Rosenheim an der von ihr favorisierten Strecke festhalten.

Die Variante "Limone" soll die Kapazitäten zum Brenner Basistunnel erhöhen, doch Kommunen wehren sich gegen die Umsetzung.
Die Variante "Limone" soll die Kapazitäten zum Brenner Basistunnel erhöhen, doch Kommunen wehren sich gegen die Umsetzung.  © Tobias Hase/dpa

"Die Variante 'Limone' bleibt die Auswahltrasse im Abschnitt Grafing–Ostermünchen des Bahnprojekts Brenner-Nordzulauf", teilte die Bahn am Donnerstagabend mit. Das sei das Ergebnis einer Überprüfung der Trassenauswahl, die die Bahn am Freitag detailliert vorstellen wollte.

Es geht um neue Gleise zwischen Ostermünchen im Landkreis Rosenheim und Grafing im Landkreis Ebersberg.

Anwohner und Politiker der oberbayerischen Region hatten gegen die Festlegung der DB protestiert.

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Nach der Kritik hatte die Bahn eine nochmalige "ergebnisoffene Überprüfung" zugesichert. Die Überprüfung bestätige allerdings "die Vorteile der Trasse "Limone"", teilte die Bahn nun mit.

"Aus Sicht der Sachverständigen und Gutachter wurden alle Kritikpunkte widerlegt." Der Gesamtprojektleiter Matthias Neumaier erklärte: "Das Ergebnis der Überprüfung ist eindeutig. Die angesetzte Bewertungsmethode für das Trassen-Auswahlverfahren ist korrekt."

Die 16 Kilometer lange Strecke soll später als Zubringer zum Brenner-Basistunnel dienen. Der Tunnel wird in Österreich und Italien gebaut.

Titelfoto: Tobias Hase/dpa

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