Briefgeschäft wird für Deutsche Post zum Ballast, nächste Porto-Erhöhung droht

Von Wolf-Dietrich von Dewitz

Bonn - Ein schwächelndes Briefgeschäft macht der Deutschen Post zu schaffen.

Briefe werden in Deutschland immer weniger verschickt. Das spürt auch die Deutsche Post. (Symbolfoto)  © Henning Kaiser/dpa

Wie der DHL-Konzern in Bonn mitteilte, stieg der Umsatz im Bereich Post & Paket Deutschland im ersten Quartal zwar um 1,7 Prozent auf rund 4,5 Milliarden Euro.

Das operative Ergebnis (EBIT) sackte allerdings um 5,8 Prozent auf 264 Millionen Euro ab – die Geschäfte im Stammgeschäft des gelben Riesen wurden also weniger profitabel.

Das Unternehmen begründete diese Entwicklung mit sinkenden Briefmengen, wodurch das Ergebnis belastet werde.

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Wenn ein Briefträger nur noch einen Brief bis zu einem Haus bringt und nicht mehr zwei oder drei, steigen die sogenannten Stückkosten für den Transport. Hinzu kommen höhere Personalkosten.

Im Jahresauftaktquartal sackte die von der Post beförderte Briefmenge im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,2 Prozent auf 2,5 Milliarden ab. Der Rückgang war deutlich stärker als im Gesamtjahr 2025, als es um 7,2 Prozent nach unten gegangen war.

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Wachstum der Paketmenge kann Brief-Debakel nicht auffangen

Da die Menschen immer mehr Waren im Internet bestellen, zieht das Paketgeschäft der Post weiter rasant an. (Symbolfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Vorstandsvorsitzende Tobias Meyer sagte, er sei nicht überrascht. "Wir sehen eine Beschleunigung des Briefmengenrückgangs strukturell – diese Entwicklung setzt sich fort." Im weiteren Jahresverlauf werde sich der Rückgang etwas abschwächen.

Mit Blick auf die gesunkene Profitabilität des Briefgeschäfts sagte der Manager, dieses Jahr habe es nun mal keine Portoerhöhung gegeben und daher habe man Effekte wie die höheren Spritkosten nicht weitergeben können.

"Wir haben hier steigende Kosten und inflationären Druck." Die nächste staatlich bewilligte Portoerhöhung wird Anfang 2027 erwartet.

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Im Digitalzeitalter schreiben die Menschen immer weniger Briefe und die Firmen setzen bei ihrer Werbung und Kundenkommunikation immer stärker auf digitale Kanäle – das bekommt die Post zu spüren. Das Paketgeschäft zieht hingegen an, da die Menschen mehr Waren im Internet bestellen als früher.

Das Wachstum der Paketmenge konnte die zurückgehenden Briefmengen beim operativen Ergebnis nicht ausgleichen.

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