35.000 Briefe und 3000 Pakete pro Tag: Hier entsteht ein neues Zustellzentrum in der Dresdner Innenstadt
Dresden - Moderner, größer und flexibler – das soll der neue Zustellstützpunkt (ZSP) der Deutschen Post und DHL in Dresden werden. Die ersten Schritte sind getan, der Spatenstich ist erfolgt, doch was kommt auf die Dresdner zu? Im Gespräch mit TAG24 erklärt DHL-Pressesprecher Mattias Persson (50), was sich durch den neuen Zustellstützpunkt alles ändern wird.
Zunächst die Eckdaten: Der Neubau wird auf der Feldschlößchenstraße direkt neben der bereits bestehenden Paketzustellbasis der DHL Group errichtet.
Nach langjähriger Verhandlung mit einem ansässigen Gerüstbauer konnte schließlich eine Einigung erzielt werden. Das Unternehmen ist nun etwas "zur Seite gerutscht", um Platz für das neue Logistikzentrum der DHL-Group zu machen.
Bis Ende 2026 soll auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Grundstück ein neuer, effizienter und leistungsfähiger Zustellstützpunkt entstehen, welcher im Laufe des ersten Quartals 2027 nach und nach in Betrieb genommen wird.
Das neue Zentrum ermöglicht es der DHL-Group, gleichzeitig 28 Verbundbezirke und 30 Briefbezirke abzudecken. Insgesamt sollen dort pro Tag ganze 35.000 Briefe und 3000 Paketsendungen zum Versand weiterverarbeitet werden.
Dabei soll sich der neue ZSP vordergründig mit dem Versand, beziehungsweise der Verarbeitung, von Briefen beschäftigen. Die benachbarte Paketzustellbasis wird den Paketversand als Hauptaufgabe behalten. Allerdings wird es ab sofort möglich sein, zu Zeiten einer hohen Paketlast – wie beispielsweise bei großen Rabattaktionen oder vor Feiertagen – einen reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können, indem man einen Teil der Paketsendungen in den neuen Zustellstützpunkt auslagert.
Vor allem die moderne Gebäudetechnik des Neubaus soll ein zukunftsweisender Schritt für das Unternehmen sein. So wird auf dem Dach des Gebäudes eine Photovoltaikanlage installiert, die gemeinsam mit einer Wärmepumpe den Neubau unabhängig von fossilen Energieträgern machen soll.
Außerdem ist geplant, dass die E-Auto-Flotte weiterhin ausgebaut wird.
Fünf Zustellstützpunkte in Dresden werden vereint
Aktuell befinden sich laut Persson in Dresden fünf verschiedene und vor allem veraltete Zustellstützpunkte, welche alle nach und nach in dem Neubau vereint werden sollen.
Das wird auch viele Autofahrer freuen, denn durch die Zentralisierung der Zustellbasen muss auch nur eine von den Lieferfahrzeugen angesteuert werden. Das führt insgesamt dazu, dass weniger Lkw durch die Dresdner Innenstadt fahren, um wie bisher zu einem der fünf Paketlager zu kommen.
Mitarbeiter der DHL-Group in Dresden müssen jedoch nicht um ihren Arbeitsplatz bangen. Aus dem Gespräch ging hervor, dass der Neubau und die Zentralisierung keinerlei Einfluss auf das Personal haben werden. Die Angestellten werden schlichtweg umgelagert, beziehungsweise von dem klassischen Briefversand auf den Paketversand umgelernt.
Insgesamt soll der neue Standort 120 Angestellten einen Arbeitsplatz bieten.
Titelfoto: Fotomontage: DHL Group

