Deutsche Post bestätigt Rekord-Anstieg! So teuer wird das Briefporto ab 2027

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Von Wolf-Dietrich von Dewitz

Bonn - Die Befürchtungen bewahrheiten sich: Der Versand eines Standardbriefs in Deutschland wird bereits ab dem neuen Jahr aller Voraussicht nach deutlich mehr als einen Euro kosten.

Ab dem kommenden Jahr steigt das Porto für einen Standardbrief voraussichtlich auf 1,15 Euro.
Ab dem kommenden Jahr steigt das Porto für einen Standardbrief voraussichtlich auf 1,15 Euro.  © Philip Dulian/dpa

Die Deutsche Post gab am Dienstag in Bonn bekannt, dass sie das Porto für diese häufig genutzte Briefart Anfang 2027 um 20 Cent auf 1,15 Euro anheben möchte. Das ist der höchste Porto-Anstieg, den es jemals gab. 

Auch die Postkarte, der Kompakt-, Groß- und Maxibrief sollen teurer werden. Der Logistiker begründete diesen Schritt mit sinkenden Briefmengen und steigenden Kosten. Im Digitalzeitalter verschicken die Firmen und Menschen immer weniger Briefe und setzen stattdessen auf Mails oder Chatnachrichten.

Für die Gültigkeit des Vorhabens fehlt noch die Zustimmung der Bundesnetzagentur. Die Bonner Behörde hatte vergangene Woche einen sogenannten Preiserhöhungsspielraum vorgeschlagen.

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Sie hatte zuvor die Gesamtmenge aller Briefe, die in den Jahren 2027 und 2028 versendet werden, prognostiziert und dann signalisiert, dass die Einnahmen aus dem Briefversand um 20,35 Prozent steigen dürfen.

Im Rahmen dieser Vorgabe darf die Post selbst entscheiden, wie stark sich jede einzelne Briefart verteuern darf. Beim Standardbrief liegt der Porto-Anstieg nun bei 21,05 Prozent. Beim Kompaktbrief liegt der geplante Anstieg hingegen niedriger als im Gesamtschnitt - diese Sendungsart wird 15 Cent teurer auf 1,25 Euro (plus 13,64 Prozent).

So begründet die Deutsche Post den Preisanstieg

Nikola Hagleitner, Vorstandsmitglied des Logistikkonzerns DHL, begründet den Preisanstieg unter anderem mit steigenden Personal-, Energie- und Sachkosten für den Konzern.
Nikola Hagleitner, Vorstandsmitglied des Logistikkonzerns DHL, begründet den Preisanstieg unter anderem mit steigenden Personal-, Energie- und Sachkosten für den Konzern.  © Wolf von Dewitz/dpa

"Die Briefmengen sinken seit Jahren deutlich, während die Personal-, Energie- und Sachkosten steigen", sagte Nikola Hagleitner, die im Logistikkonzern DHL im Vorstand sitzt und zuständig ist für Post & Paket Deutschland.

Zugleich müsse die Post auch künftig ein flächendeckendes Netz aus Briefkästen und Filialen für ganz Deutschland vorhalten.

"Wenn immer weniger Briefe über diese Infrastruktur laufen, steigen die Kosten pro Brief zwangsläufig", so Hagleitner. Man investiere zudem jedes Jahr rund eine Milliarde Euro in das Post- und Paketnetz, etwa in Elektrofahrzeuge und Automaten. 

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Die Post wies zudem darauf hin, dass das Briefporto im Vergleich zu anderen Staaten niedrig ist. Der europäische Schnitt liege bei einem Standardbrief bei 1,52 Euro.

Titelfoto: Philip Dulian/dpa

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