Schleswig - Marihuana, Kokain, Amphetamin und Co.: Polizisten fanden nach monatelangen Ermittlungen unterschiedlichste Drogen in acht Gebäuden in Nordfriesland (Schleswig-Holstein). Zwei Brüder stehen unter Verdacht.
Am Dienstagmorgen durchsuchten Kriminalpolizisten aus Schleswig, Husum und Flensburg gleichzeitig acht verschiedene Gebäude in Schleswig und im südlichen Nordfriesland, teilte die Polizei mit.
Darunter fiel auch die Wohnung der beiden Hauptbeschuldigten, zwei syrische Brüder, 27 und 23 Jahre alt, die in Schleswig wohnen.
Gegen die zwei Männer wird wegen des Verdachts des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und Cannabis ermittelt. Außerdem stehen weitere mutmaßlich beteiligte Personen unter Verdacht.
Bei den Durchsuchungen stellten die Polizisten in den Wohnungen, sowie verschiedenen Lagern unterschiedlichste Betäubungsmittel sicher:
- ungefähr 17 Kilogramm Marihuana
- etwa 5 Kilogramm Amphetamin
- circa 1,1 Kilogramm Kokain
- eine mittlere zweistellige Anzahl an Ecstasy-Tabletten, welche einen Reichsadler und Hakenkreuz eingeprägt hatten
- rund 6000 Euro Falschgeld
Zusätzlich zogen die Einsatzkräfte elektronische Beweismittel, Vermögenswerte, eine Schreckschusswaffe und ein Auto ein. Die beiden Hauptbeschuldigten wurden vorläufig festgenommen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Flensburg werden die beiden einem Haftrichter vorgeführt.