Nürnberg - Hat ein Drogen-Schmuggler hier kurz vor der Einreisekontrolle etwa kalte Füße bekommen?
Mitarbeiter der Gepäckermittlungen "Lost & Found" am Nürnberger Flughafen brachten einen verdächtigen Koffer zum Zoll. Das teilte die Behörde mit.
Bereits bei der Röntgenkontrolle ergab sich ein eindeutiges Bild: In dem aus Guayaquil (Ecuador) stammenden Koffer befand sich ausschließlich in Ziegel gepresstes Kokain.
Insgesamt stellten die Beamten 16,5 Kilogramm des Rauschgifts sicher und informierten die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) des Zollfahndungsamtes München und des Bayerischen Landeskriminalamtes Nordbayern.
Auswertungen von Fluggastdaten ergaben, dass der Koffer am 30. November 2025 von einem 72-jährigen Spanier in Guayaquil mit Zielflughafen Nürnberg aufgegeben worden war.
Nach der Ankunft in Bayern ließ der Mann ihn aber "aus nicht nachvollziehbaren Gründen auf dem Gepäckband liegen", flog weiter nach Barcelona und beauftragte die Fluggesellschaft, ihm seinen mutmaßlich in Nürnberg unentdeckt liegen gelassenen Koffer nachzusenden.
Als der Mann den Koffer schließlich am 9. Dezember 2025 in Barcelona in Empfang nehmen wollte, wurde er von den örtlichen Behörden festgenommen.
Der Fund wurde aus "ermittlungstaktischen Gründen" erst jetzt öffentlich gemacht, wie der Zoll weiter mitteilte. Demnach ist der Fund der größte in den vergangenen 20 Jahren am Flughafen Nürnberg.