Zwei Tote durch vergiftete Vapes: LKA warnt vor synthetischen Drogen

München - Innerhalb von weniger als einem Monat sind in Bayern (Oberbayern und Oberpfalz) zwei Todesfälle sowie ein weiterer Vorfall mit zwei Vergiftungen bekannt geworden, von denen eine lebensbedrohlich verlief. Nach bisherigen polizeilichen Ermittlungen stehen alle Fälle im Zusammenhang mit dem Konsum sogenannter Vapes.

Vapes können mit Drogen versetzt sein. (Symbolfoto)  © Marijan Murat/dpa/dpa-tmn

Sowohl die beiden Todesopfer als auch die beiden Vergifteten hatten das synthetische Opioid Etodezitramid zusammen mit weiteren psychoaktiven Substanzen gemischt und über eine Vape konsumiert.

Einer der Betroffenen erlitt dabei einen lebensbedrohlichen Zustand und musste reanimiert werden.

Etodezitramid ist ein synthetisches Opioid aus der Gruppe der Orphine und gilt als möglicher Nachfolger der Nitazene. Die oft als "Forschungschemikalien" angebotenen Substanzen besitzen eine ähnlich hohe Wirkstärke wie Fentanyl und bergen daher ein erhebliches Gesundheitsrisiko.

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Beim gleichzeitigen Konsum weiterer dämpfender Substanzen - etwa Benzodiazepinen, GBL, Alkohol oder anderen psychoaktiven Stoffen - sind die Wechselwirkungen besonders riskant.

Sie erhöhen unter anderem die Gefahr einer Atemdepression und machen das Risiko für den Konsumenten praktisch unkalkulierbar.

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Überdosierung kann tödlich enden

Das Bayerische Landeskriminalamt warnt nachdrücklich vor dem Gebrauch solcher synthetischen Rauschmittel, vor allem Opioiden, sowie vor deren Konsum über Vapes.

Für diese Substanzen gibt es kaum gesicherte Informationen darüber, welche Wirkung welche Dosierung entfaltet. Schon kleinste Überdosierungen können lebensgefährliche Folgen haben.

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