Baut die Brücke! - Ein Kommentar
Dresden - Dresdens Bürger haben entschieden. Die Mehrheit des Stadtrats sprach sich für denselben Entwurf für die neue Carolabrücke aus. Jetzt sollte es darum gehen, den geplanten Baubeginn im Mai 2028 tatsächlich Realität werden zu lassen. Ein Kommentar.
Weitere Verzögerungen im Planungsprozess würden sowohl der Stadt als auch den Bürgern nur schaden.
Vorneweg: Kritische Stimmen zur Anzahl der Autospuren sowie zur bautechnischen Eingliederung der neuen Brücke ins Stadtbild haben natürlich eine Daseinsberechtigung und sollten ernsthaft diskutiert werden - wie in der jüngsten Stadtratssitzung und lange davor auch geschehen.
Fortan sollte vielmehr das Ergebnis dieser Sitzung im Vordergrund stehen. Die Beauftragung des Planungsbüros FHECOR/TSSB mit den weiteren Planungen für den Wiederaufbau der Carolabrücke bringt Gewissheit für alle Bürger, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft die Elbe zwischen Synagoge und Carolaplatz wieder überqueren können.
Zudem sollte die Stadt bedenken, dass sie mit der Wahl des Siegerentwurfs einen gewaltigen Vorteil auf ihrer Seite hat: die Zustimmung der Bürger, die sich im Zuge der Abstimmung "carolaVote" ebenfalls für FHECOR/TSSB aussprachen.
Auch sämtliche Planungsbüros, deren hübsche Entwürfe es nun einmal nicht geworden sind, sollten sich die Frage stellen, ob sie mit Nachprüfungsanträgen tatsächlich dafür sorgen wollen, dass die Einwohner noch länger auf ihre Brücke warten müssten als ohnehin schon.
Titelfoto: Bildmontage: Visualisierung FHECOR/TSSB, Eric Münch
