Dresden - Sollten die neue Carolabrücke Bögen zieren? Brauchen Passanten einzelne Aussichtsplattformen oder reicht eine gerade Promenade? Sind massive Pfeiler sinnvoll - oder mehrere schmale?
Die Entwürfe der Planungsbüros sind vor allem eins - Geschmackssache. Umsetzbar wären sie alle, sagt die Stadtverwaltung.
In den nächsten Wochen und Monaten geht es um den Feinschliff. Weil der Stadtrat das letzte Wort hat, dürfen die Büros Grassl und Schüßler-Plan/DKFS weiter hoffen. Deren Entwürfe hatte die Jury besonders kritisch bewertet.
Wichtiger als das Jury-Votum bleibt die Meinung der Bürgerschaft. Einmal vertreten durch den Stadtrat.
Bürgerdialoge - der nächste findet am 17. Juni statt - und Online-Abstimmungen sind zugleich ernstzunehmende Stimmungsbarometer.
Ab Samstag geht die App carolaVOTE online: Bürger sollen selbst über die Entwürfe abstimmen. Die Teilnahme ist anonym, nicht einmal an den Wohnsitz gebunden. Bleibt das Risiko, dass die Anwendung missbraucht wird. Ein Indikator für das Stimmungsbild der Dresdner ist sie trotzdem.