Experten-Ranking vorgestellt: Das ist der Sieger-Entwurf für neue Carolabrücke

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Dresden - TAG24 machte bereits Eckdaten und Bilder aller vier Carolabrücken-Entwürfe öffentlich, die das Rathaus erst am Sonnabend im Stadtforum zeigen möchte. Bislang befassten sich neben dem Begleitgremium auch Fachexperten mit den Arbeiten der Planer – am Mittwoch stellten sie unter Leitung von TU-Professor Steffen Marx (56, Direktor des Instituts für Massivbau) ihr Urteil und Ranking vor.

Gut gestaltet, schlank, transparent: Das ist der Favorit der Experten.
Gut gestaltet, schlank, transparent: Das ist der Favorit der Experten.  © Visualisierung: LAP, Knight Architects und Querfeldeins.

Das Votum des zehnköpfigen Gremiums mit international anerkannten Experten aus den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen ist neben den Bürgerstimmen ("Carolavote") ein wichtiger Baustein im Beurteilungsprozess und eine Entscheidungshilfe für den Stadtrat, der Anfang September einen Sieger küren soll.

Die Fachleute bewerten die Entwürfe hinsichtlich Machbarkeit und eventueller Risiken, berücksichtigten auch Kriterien wie Verkehr, Städtebau, Wirtschaftlichkeit. "Es liegen vier sehr gute und dennoch deutlich unterschiedliche Entwürfe vor. Die eingereichten Arbeiten haben eine hohe Qualität", fasste Marx zusammen. Alle erfüllten die Anforderungen und seien realisierbar.

Der Favorit der Experten ist der Entwurf der Planergemeinschaft LAP, Knight Architects und Querfeldeins.

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"Die gut gestaltete, schlanke sowie transparente Brückenkonstruktion füge sich angenehm zurückhaltend in die historische Dresdner Altstadt ein. Zudem seien alle Nutzungsarten und -anforderungen sowohl auf als auch unter der Brücke und im Bereich der Widerlager sorgfältig erarbeitet und gelöst worden", urteilen die Fachleute, loben auch "die gitterförmige Gestaltung der Voutenbereiche" – also der angedeuteten Brückenbögen.

TU-Professor Steffen Marx (56) präsentierte im Bauausschuss das Ranking.
TU-Professor Steffen Marx (56) präsentierte im Bauausschuss das Ranking.  © Eric Münch

Grassl-Entwurf landet auf letztem Platz

Platz 2: schöne Bögen, Gestaltung aber etwas zu dominant.
Platz 2: schöne Bögen, Gestaltung aber etwas zu dominant.  © Visualisierung: Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft

Platz zwei geht an Fhecor/TSSB. "Besonders gelungen ist die Referenz an die Bogenbrückenfamilie der Stadt Dresden und ihre Übersetzung in die moderne Zeit. Jedoch ist die Gestaltung der Brücke etwas zu dominant und setzt eine Konkurrenz zum historischen Stadtbild", so die Experten.

Platz drei erreichte Schüssler/DKFS. "Die Brücke zeigt zu wenig städtischen Charakter und fügt sich typologisch nicht in das heutige Stadtzentrum ein", kritisieren die Fachleute.

Auf Platz vier landet Grassl/GMP. Die übergroßen Pfeiler belasten Sichtbeziehungen und Aufenthaltsqualität unter der Brücke, urteilen die Experten.

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Bürger können sich ab Sonnabend im Stadtforum (10 bis 17 Uhr) alle Entwürfe selbst anschauen.

Weil diese Brücke zu wenig dem städtischen Charakter entspricht, landet der Schüßler-Entwurf auf Platz drei.
Weil diese Brücke zu wenig dem städtischen Charakter entspricht, landet der Schüßler-Entwurf auf Platz drei.  © Visualisierung: Schüßler
Der Grassl-Entwurf kommt wegen seiner übergroßen Pfeiler auf den letzten Rang.
Der Grassl-Entwurf kommt wegen seiner übergroßen Pfeiler auf den letzten Rang.  © Visualisierung: Ingenieurbüro GRASSL GmbH

OB Dirk Hilbert (54, FDP) freut sich auf Tausende Besucher. Auch Ämter präsentieren sich, im Außenbereich zeigen Feuerwehr, Polizei und Co. Fahrzeuge und Technik zum Ausprobieren.

Titelfoto: Montage: Eric Münch, Visualisierung/LAP, Knight Architects und Querfeldeins.

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