Dresden - Auch 18 Monate nach dem Einsturz der Carolabrücke ist die Verkehrsführung insbesondere auf der Neustädter Seite noch von haufenweise Warnbaken geprägt. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kostet auch einen Haufen Geld.
Team Zastrow (TZ) hatte darum Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) bereits Anfang Februar aufgefordert, die provisorische Verkehrsführung und den Warnbaken-Wald im Brückenumfeld unverzüglich zu entfernen und durch eine kostengünstigere Lösung wie farbliche Spur-Markierungen zu ersetzen – bis die neue Brücke fertig wird.
Jetzt teilte OB Dirk Hilbert (54, FDP) mit, welche Kosten für sämtliche Verkehrssicherungen im Brückenumfeld bislang angefallen sind: mehr als 444.000 Euro.
So wurden insgesamt 100 Warnbaken aufgestellt und 280 Meter Markierung und Piktogramme aufgebracht. Da die Schilder nur geliehen sind und auch regelmäßig von Mitarbeitern kontrolliert werden müssen, kommt das die Stadt Monat für Monat teuer zu stehen.
Das bestätigte vor fünf Wochen auch Kühn. Er sei bestrebt, die Interimslösung nachhaltig zu ersetzen, teilte er damals mit.
Holger Zastrow ärgert sich über das sinnlose Verpulvern von Geld
Jetzt heißt es dazu: "Maßnahmen am Rathenau- bzw. Carolaplatz befinden sich in Prüfung", so Hilbert.
"Dabei ist zu beachten, dass sämtliche dieser Lösungen ebenfalls temporär sind, da sie nur bis zum geplanten Baubeginn der Carolabrücke Gültigkeit haben."
Geld werde weiterhin sinnlos verpulvert, ärgert sich TZ-Fraktions-Chef Holger Zastrow (57). Um Tempo zu machen, brachte er jetzt einen entsprechenden Antrag im Bauausschuss ein.