Vor zwei Jahren eingestürzt: Die bewegte Geschichte der Carolabrücke

Dresden - Der 11. September 2024 ist für Dresden ein geschichtsträchtiges Datum. Auf den Tag genau vor zwei Jahren stürzte die Carolabrücke in Dresden ein. Bis eine neue Brücke steht, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Das alte Bauwerk hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Und auch wenn der Neubau noch nicht begonnen hat, ist seit dem Einsturz einiges passiert.

So schön sah die historische "Königin-Carola-Brücke" aus.  © imago images / Artokoloro

• 1967-1971: Nachdem die "Königin-Carola-Brücke" (die Bogenbrücke wurde 1895 eingeweiht) im Mai 1945 durch deutsche Truppen gesprengt worden war, begann der Bau der zweiten Brücke als Spannbetonkonstruktion.

• 3. Juli 1971: Eröffnung der neuen "Dr.-Rudolf-Friedrichs-Brücke".

• 1991: Rückbenennung in den historischen Namen "Carolabrücke".

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• 2019-2024: Sanierung des östlichen und mittleren Brückenzuges, der verbliebene westliche galt bereits als Sorgenkind, sollte 2025 drankommen.

• 11. September 2024: Der noch unsanierte westliche Brückenzug (mit Straßenbahntrasse, Fuß- und Radweg) bricht unerwartet zusammen. Ein rund 100 Meter langes Teilstück stürzt auf Altstädter Seite in die Elbe.

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Aufnahme vom Herbst 1970 als die Carolabrücke errichtet wurde.  © picture-alliance/ ZB
Die Carolabrücke nach dem Einsturz.  © Norbert Neumann

Nach dem Einsturz der Carolabrücke begann der Abriss

Der Abriss dauerte rund ein Jahr.  © DPA/Robert Michael

• Ab Mitte September 2024: Beginn der Abrissarbeiten des eingestürzten Zuges, ab Frühjahr auch der beschädigten verbliebenen Züge.

• Juni 2025: Mehrheitlicher Ratsbeschluss für Ersatzneubau mit vier Autospuren.

• September 2025: Freigabe der seit Einsturz gesperrten Elbe für die Schifffahrt und Abschluss der Abrissarbeiten, bei denen vier Bomben (zwei Evakuierungen nötig) gefunden wurden.

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• Dezember 2025: Beauftragung der vier Planungsbüros zur Entwurfserstellung.

Riesige Evakuierung nach Bombenfund

Mehrere Bomben wurden entschärft.  © Thomas Türpe

• März 2026: Größte Dresdner Evakuierung (gut 18.000 Menschen) nach Bombenfund im Neubaufeld.

• 26. Mai 2026: Präsentation der vier Entwürfe und Start des Bewertungs- und Beteiligungsprozesses.

• Ab 13. Juni 2026: Auftakt Bürgerbeteiligung im Stadtforum, Ausstellung der Entwürfe, Start der Umfrage ("Carolavote") bis 19. Juli. Ergebnisse werden den Gremien präsentiert.

• 3. September 2026: Auf einer Sitzung stimmte der Stadtrat für den Entwurf des Planungsteams von Fhecor/TSSB. Die neue Carolabrücke wird vierspurig sein.

zuletzt aktualisiert: 11. September, 10.07 Uhr

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