Zwei Jahre nach Einsturz: Warnbaken-Irrsinn an der Carolabrücke! "Geldverschwendung"
Dresden - Seit dem Einsturz der Carolabrücke vor zwei Jahren regelt die Verwaltung die provisorische Verkehrsführung mit einem Schilder- und Warnbakenwald. Das kommt Dresden teuer zu stehen. Team Zastrow (TZ) spricht von "Geldverschwendung".
Mit Dutzenden Warnbaken werden Autofahrer und Radler im Brückenumfeld geleitet. Da die Verkehrszeichen teils nur geliehen sind und auch regelmäßig kontrolliert werden müssen, kostet jeder Monat Geld.
Bis März waren so bereits 444.000 Euro Kosten entstanden, wie TZ bereits wiederholt kritisierte.
Auch ein Antrag im Bauausschuss, die Provisorien am Carolaplatz und Co. mit einer kostengünstigen Regelung zu ersetzen, brachte bislang wenig.
Seitdem seien weitere 99.000 Euro an Kosten hinzugekommen, antwortete der OB Dirk Hilbert (54, FDP) auf eine TZ-Anfrage.
Holger Zastrow übt deutliche Kritik an der Stadtverwaltung
"Für die Neustädter Seite wurden für die bisher provisorischen Maßnahmen ('Gelbmarkierung') nunmehr Lösungen für eine dauerhafte Verkehrsführung ('Weißmarkierung') erarbeitet und abgestimmt", so Hilbert weiter.
Teils seien für eine sichere Lösung auch bauliche Ergänzungen und signaltechnische Anpassungen erforderlich.
"Einfach machen, das ist offenbar in der Stadtverwaltung Dresden unmöglich", schimpft TZ-Fraktions-Chef Holger Zastrow (57).
"Vermutlich steht die neue Brücke eher, bevor die 'Provisorien' beseitigt sind."
Laut Hilbert sollen die Lösungen auf Neustädter Seite noch diesen Monat, auf Altstädter Seite 2027 umgesetzt werden.
Titelfoto: Bildmontage: Holm Helis

